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DE1019825B - Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen - Google Patents

Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen

Info

Publication number
DE1019825B
DE1019825B DED22164A DED0022164A DE1019825B DE 1019825 B DE1019825 B DE 1019825B DE D22164 A DED22164 A DE D22164A DE D0022164 A DED0022164 A DE D0022164A DE 1019825 B DE1019825 B DE 1019825B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrolein
solutions
polyacroleins
converting
products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED22164A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Otto Schweitzer
Dr Werner Kern
Dr Rolf Schulz
Dipl-Chem Rudolf Hollaender
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DED20095A external-priority patent/DE1016020B/de
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED22164A priority Critical patent/DE1019825B/de
Publication of DE1019825B publication Critical patent/DE1019825B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • C08G2/30Chemical modification by after-treatment
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 21. NOVEMBER 1957
Zusatz zur Patentanmeldung D20095 IVb/39-e (Auslegeschrift 1016 020)
Anmelder: Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt
vormals Roessler, Frankfurt/M., Weißfrauenstr. 9
Dr. Otto Schweitzer, Königstein (Taunus), Dr. Werner Kern, Dr. Rolf Schulz
und Dipl.-Chem. Rudolf Holländer, Mainz, sind als Erfinder genannt worden
Verfahren zur Umsetzung
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung D 20095 IVb/
39 c ist ein Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen,
nachwelchemPolyacroleine.z.B.dassogenannteDisacryl,
oder Copolymerisate des Polyacroleins, die vorwiegend
aus Acrolein aufgebaut sind, im sauren oder alkalischen 5
Medium mit Verbindungen umgesetzt werden, die mit
Aldehydgruppen reagieren können. Als derartige Verbindungen sind Alkohole, Thioalkohole, Thiophenole,
Hydroxylaminverbindungen, Bisulfite, Hydrazin, Semicarbazide, Ammoniak oder Aldehyde beispielsweise io
genannt. Diese Umsetzungsprodukte zeichnen sich durch
eine bessere Löslichkeit gegenüber den Polyacroleinen aus.
Bei der weiteren Entwicklung des Verfahrens wurde nun
gefunden, daß es möglich ist, makromolekulare Polymerisationsprodukte des Acroleins, z. B. Disacryl, oder 15
makromolekulare Polymerisationsprodukte von Acroleinsubstitutionsverbindungen oder Copolymerisate des Acroleins oder des substituierten Acroleins durch Behandlung
mit einer wäßrigen Lösung von Schwefeldioxyd in eine
Form überzuführen, die in dieser wäßrigen Lösung löslich 20
ist. Die auf diese Art erhaltenen viskosen Lösungen, die
schon bei Zimmertemperaturen entstehen, lassen sich
eindampfen, wobei glasklare feste Produkte entstehen.
Beim Eindampfen läßt sich der zur Auflösung eventuell 2
verwendete Überschuß an Schwefeldioxyd weitgehend 35
entfernen. Bei der Konzentrationssteigerung bilden sich üblichen Aldehydreaktionen. Teilweise vorhandene Alzunächst klare, farblose, hochviskose Lösungen; die bei dehydhydratäther sind in der üblichen Weise spaltbar, der völligen Trocknung verbleibenden glasklaren festen Die erfindungsgemäßen Lösungen oder deren bereits
Produkte sind weitgehend unlöslich. Sie sind beständig oben erwähnte verschiedenartige Mischungen sind gegegenüber der Mehrzahl der bekannten Lösungsmittel 30 eignet zur Oberflächenbehandlung von Fäden, Filmen, und auch gegenüber Wasser. Auch durch Temperatur- Kunstleder. Sie sind auch brauchbar für die Behandlung erhöhung tritt keine wesentliche Veränderung der von tierischen Häuten und bereits gegerbtem Leder. Sie Löslichkeit ein. Diese Eigenschaft, nämlich die Bildung können hierbei in reinem Zustand, aber auch in Kombieines unlöslichen Firnis durch bloßes Eintrocknen der nation mit den üblichen Gerbereihilfsmitteln verwendet wäßrigen Lösung ohne Erwärmung, ist technisch wertvoll. 35 werden.
Man kann daher solche Lösungen als Klebemittel ver- Bei der Fadenbehandlung ist es möglich, diese sowohl
wenden, die nach dem Eintrocknen ohne weiteres einen beim Einzelfaden als auch erst beim fertigen Gewebe feuchtigkeitsbeständigen Klebfilm ergeben. vorzunehmen. Für die Oberflächenbehandlung von
In dem eingedampften Produkt läßt sich eine gewisse Gewebe genügt häufig bereits ein geringer Prozentanteil. Menge Schwefel nachweisen, der von der chemisch 40 Es ist ferner möglich, solche Lösungen auch zu verwenden gebundenen schwefligen Säure herrührt. Der Schwefel- als Zusatz zu wäßrigen Lösungen von Harnstoff- oder gehalt kann beispielsweise bei 8,7 °/0 liegen. Melaminharzen. Sie sind auch brauchbar als Zuschlag
Die wäßrigen Lösungen sind mischbar mit Weich- für alle Arten von wäßrigen Lösungen von natürlichen machern wie Glycerin oder anderen Polyalkoholen bzw. Eiweißprodukten, wie Casein oder Gelatine, und zu wäßderen Derivaten. Sie können mit Füllstoffen und Pig- 45 rigen Lösungen von entsprechenden Syntheseprodukten, menten versehen werden. Sie sind ferner geeignet zum Auch Phenolharze sind mit derartigen Lösungen verVerschnitt mit Lösungen von in Wasser löslichen hoch- schneidbar. Sie sind ferner geeignet als Zuschlag zu molekularen Substanzen, mit Dispersionen und Emul- natürlichem und synthetischem Kautschuklatex und sionen. Man kann die sauren Hydroxylgruppen der deren Konzentraten und zu Kunststoffemulsionen aller angelagerten schwefligen Säure mit anorganischen Basen 50 Art.
oder Aminen neutralisieren. Man kann darüber hinaus je nach Bedarf den pH-Wert nach der alkalischen oder sauren Seite einstellen. Die restlichen Aldehydgruppen des Polyaldehyds sind größtenteils zugänglich für alle
Die nach dem Eintrocknen solcher Gemische aus den gelösten Acroleinanteilen verbleibenden Aldehydgruppen erlauben in gewissem Umfang auch nach der Fixierung noch alle weiteren für die Aldehydgruppe charakteristi-
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sehen Umsetzungen. Diese Lösungen sind hierdurch ein für viele Zwecke brauchbares Hilfsmittel.
Es ist möglich, ein derartiges Umsetzungsprodukt, bei dem nur ein begrenzter Teil des Makromoleküls mit der schwefligen Säure reagiert hat, an seinen restlichen Gruppen, d. h. der Mehrzahl seiner noch vorhandenen reaktionsfähigen Stellen, in üblicher Weise, z. B. auch gemäß Patentanmeldung B 20 095 IVb/39c, ganz oder teilweise umzusetzen.
Beispiel
7,5 Teile Acroleinpolymerisat werden mit einer Lösung von 18,5 Teilen S O2 in 100 Teilen Wasser übergössen. Nach 3 · 24 Stunden ist das Polymerisat bei Zimmertemperatur gelöst. Beim Eindampfen bildet sich ein harter, glasklarer Film.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach der Hauptpatentanmeldung D 20 095 IVb/39c, dadurch gekennzeichnet, daß makromolekulare Polymerisationsprodukte des Acrolems oder von substituiertem Acrolein oder Copolymerisate des Acroleins,
ίο die vorwiegend aus Acrolein aufgebaut sind, mit einer wäßrigen Lösung von SO2 behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung bei Zimmertemperatur durchgeführt wird.
DED22164A 1955-03-23 1956-01-21 Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen Pending DE1019825B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED22164A DE1019825B (de) 1955-03-23 1956-01-21 Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DED20095A DE1016020B (de) 1955-03-23 1955-03-23 Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen zu polymeren funktionellen Derivaten
DED22164A DE1019825B (de) 1955-03-23 1956-01-21 Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1019825B true DE1019825B (de) 1957-11-21

Family

ID=25970726

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED22164A Pending DE1019825B (de) 1955-03-23 1956-01-21 Verfahren zur Umsetzung von Polyacroleinen

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DE (1) DE1019825B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104183B (de) * 1959-04-07 1961-04-06 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Acrolein-Mischpolymerisaten
DE1270944B (de) * 1960-05-18 1968-06-20 Shell Int Research Herstellung von Papier mit verbesserter Nass- und Trockenfestigkeit

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104183B (de) * 1959-04-07 1961-04-06 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Acrolein-Mischpolymerisaten
DE1270944B (de) * 1960-05-18 1968-06-20 Shell Int Research Herstellung von Papier mit verbesserter Nass- und Trockenfestigkeit

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