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DE1017155B - Verfahren zur Herstellung von o-Phthalaldehydsaeure durch Hydrolyse von ªÏ,ªÏ'-Pentachlor-o-xylol in waessriger Loesung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von o-Phthalaldehydsaeure durch Hydrolyse von ªÏ,ªÏ'-Pentachlor-o-xylol in waessriger Loesung

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Publication number
DE1017155B
DE1017155B DED22434A DED0022434A DE1017155B DE 1017155 B DE1017155 B DE 1017155B DE D22434 A DED22434 A DE D22434A DE D0022434 A DED0022434 A DE D0022434A DE 1017155 B DE1017155 B DE 1017155B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
xylene
pentachloro
water
hydrolysis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED22434A
Other languages
English (en)
Inventor
James D Head
Owne D Ivins
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Chemical Co
Original Assignee
Dow Chemical Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Chemical Co filed Critical Dow Chemical Co
Priority to DED22434A priority Critical patent/DE1017155B/de
Publication of DE1017155B publication Critical patent/DE1017155B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/093Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by hydrolysis of —CX3 groups, X being halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von o-Phthalaldehydsäure durch Hydrolyse von w, cv, cv'-Pentachlor-o-xylol in wäßriger Lösung Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Durchführung der Hydrolyse von m, w'-Pentachloro-xylol der Formel unter Bildung von o-Phthalaldehydsäure.
  • Colson und Gautier beschreiben in den »Annales de chimie et de physiquevr, Serie 6, Bd. 11, S. 26 bis 30 {1887?, diese Umsetzung in einem wäßrigen Medium.
  • Diese Hydrolyse mit Wasser oder einer wäßrigen Salzsäure erfolgt ziemlich langsam. Man muß einige Tage, z. B.
  • 3 bis 4 Tage oder länger, bei Rückflußtemperatur erhitzen, um die Reaktion zu vervollständigen. Sie kann deshalb nicht in einem wäßrig-alkalischen Medium durchgeführt werden, weil die Aldehydgruppe des Endproduktes zur Bildung von Kondensationen oder zur Bildung gefärbter Substanzen führt, die schwierig von der Phthalaldehydsäure abzutrennen sind.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Durchführung der Hydrolyse von m, w'-Pentachloro-xylol in einem sauren wäßrigen Medium in Gegenwart eines Metallhalogenids oder einer aromatischen Sulfon säure als Katalysator.
  • Das Pentachlor-o-xylol kann leicht durch Umsetzung von o-Xylol mit Chlor bei 100 bis 1500 in Gegenwart eines Seitenkettenbalogenierungskatalysators, z. B. Licht, oder durch Umsetzung von p-Xylenol mit Phosphorpentachlorid (nach Beilstein, Bd. V, S. 365) hergestellt werden.
  • Geeignete Metallhalogenide sind Zinkchlorid, Zinkbromid, Ferrichlorid, Ferribromid, Cadmiumchlorid oder Cadmiumbromid oder Gemische von zwei oder mehreren dieser Metallhalogenide. Sie werden in einer Menge von 4 bis 35, vorzugsweise 10 bis 20 Gewichtsprozent der Lösung verwendet.
  • Geeignete. aromatische Sulfonsäuren sind solche, die sich von aromatischen Kohlenwasserstoffen der Benzol-oder Naphthalinreihe ableiten, d. h. die nicht mehr als 10 Kohlenstoffatome im aromatischen Kern enthalten, oder am Kern halogenierte Derivate derselben, wobei außer der Sulfonsäuregruppe insgesamt 1 bis 2 Halogenatome, z. B. Chlor- oder Bromatome, und bzw. oder niedrigmolekulare Alkylreste, von denen jeder nicht mehr als 4 Kohlenstoffatome besitzt, als Kerusubsiltuenten vorhanden sein können. Beispiele für solche aromatischen Sulfonsäuren sind: Benzolsulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Xylolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure, Methylnaphthalinsulfonsäure, Chlorbenzolsulfonsäure, Dichlorbenzolsulfonsäure, Chlortoluolsulfonsäure, Äthylbenzolsulfonsäure, sek.-Butylbenzolsulfonsäure, Diäthylbenzolsulfonsäure, Äthyltoluolsulfonsäure, Brombenzolsulfonsäure, Bromtoluolsulfonsäure, Isopropylbenzolsulfonsäure, Dichlornaphthalinsulfonsäure, Tetrahydronaphthalinsulfonsäure, Isopropylchlorbenzolsulfonsäure, Äthylchlorbenzolsulfonsäure oder sek.-Butylchlorbenzolsulfonsäure. Es können auch Gemisehe von zwei oder mehreren solcher Sulfonsäuren verwendet werden. Sie werden in einer Menge von 8 bis 45, vorzugsweise 10 bis 30 Gewichtsprozent der wäßrigen Lösung verwendet.
  • Da Salzsäure als Nebenprodukt bei der Reaktion gebildet wird, kann die Hydrolyse durch Verwendung einer wäßrigen Lösung einer Halogenwasserstoffsäure, z. B. von Bromwasserstoffsäure oder Chlorwasserstoffsäure, z. B. einer wäßrigen Salzsäure von 10 Gewichtsprozent, die den Katalysator in den oben angegebenen Mengenanteilen enthält, beschleunigt werden. Die wäßrige Ausgangslösung enthält vorzugsweise 10 oder mehr Gewichtsprozent der Halogenwasserstoffsäure zusammen mit dem Katalysator.
  • Die wäßrige Lösung kann in jedem beliebigen Mengenverhältnis zum Pentachlor-o-xylol angewendet werden.
  • Am besten verwendet man die 0,5 bis 5, vorzugsweise 1 bis 2 Gewichtsteile wäßrige Lösung auf 1 Teil Pentachlor-o-xylol.
  • Die Hydrolyse wird durch Erhitzen des Gemisches der Reaktionsteilnehmer auf eine Temperatur zwischen 90 und 250°, vorzugsweise 100 bis 1500, und bei normalem unter Rückfluß oder bei höherem Druck vorgenommen.
  • Beim Arbeiten - unter Rückfluß wird die überschüssige Salzsäure aus der Reaktionsmischung entfernt. Die Umsetzung ist gewöhnlich nach dem Verschwinden der Ölschicht beendet.
  • Bei Verwendung einer aromatischen Sulfonsäure als Katalysator wird die Hydrolyse bei einer Temperatur zwischen 90 und 1200 und bei nonnalem oder höherem Druck ausgeführt.
  • Nach Beendigung der Hydrolyse kann die Phthalaldehydsäure aus der wäßrigen Lösung in üblicher Weise gewonnen werden, z. B. durch Abkühlen der gegebenenfalls mit Wasser verdünnten Lösung und Abkühlen derselben, worauf das kristalline Endprodukt abfiltriert wird, oder durch Extraktion der Phthalaldehydsäure mit einem mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Tetrachlorkohlenstoff, Äthylenchlorid oder Chloroform, und Trennen der organischen und wäßrigen Schicht. DiePhthalaldehydsäure wird aus dem Lösungsmittel in üblicher Weise gewonnen, z. B. durch Kristallisation oder durch Abdestillieren des Lösungsmittels.
  • Die Phthalaldehydsäure ist ein wertvolles Zwischenprodukt zur Herstellung anderer chemischer Verbindungen, z. B. von Phthalazon (vgl. Ber. deutsche Chem.
  • Ges. 26 [1893], S. 523).
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beispiel 1 100 g w, on'-Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm einer 48gewichtsprozentigen wäßrigen Bromwasserstoffsäure und 20 g Zinkbromid gemischt, das Gemisch 4 Stunden zum Sieden, d. h. auf Rückfluß temperatur, erhitzt, wobei die Ölschicht verschwand. Die Lösung wurde dann mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Das abgeschiedene kristalline Produkt wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen, aus Wasser umkristallisiert, gewaschen und getrocknet. Es wurden 38 g (0,25 Mol) Phthalaldehydsäure als weiße Kristalle erhalten, die bei 95 bis 98° schmolzen. Die Ausbeute betrug 700/,, bezogen auf das eingesetzte Pentachlor-o-xylol.
  • Beispiel 2 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm einer 36010eigen wäßrigen Salzsäurelösung und 20 g Zinkchlorid gemischt, das Gemisch 18 Stunden zum Sieden erhitzt; der überschüssige Chlorwasserstoff wurde aus der Reaktionszone ausgetrieben und eine klare Lösung erhalten. Diese wurde mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert, mit Wasser gewaschen, das Produkt in 100 ccm heißen Wassers gelöst und daraus umkristallisiert. Es wurden 50 g Phthalaldehydsäure (0,33 Mol) erhalten, die bei 93 bis 97" schmolz. Die Ausbeute betrug 9201,, auf das eingesetzte Pentachloro-xylol bezogen.
  • Beispiel 3 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm einer 36010eigen wäßrigen Salzsäurelösung und 5 g Ferrichlorid 8 Stunden unter Rückfluß erhitzt, die erhaltene klare Lösung mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Es wurden 34 g Phthalaldehydsäure (0,23 Mol) erhalten, die bei 97 bis 99" schmolz. Die Ausbeute betrug 63 0/,.
  • Beispiel 4 100 g Pentachlor-o-xylol wurden mit 100 ccm einer 100/0eigen wäßrigen Salzsäurelösung und 20 g Ferrichlorid 5 Stunden auf Rückflußtemperatur erhitzt, die klare Lösung mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Das abgeschiedene kristalline Produkt wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Es wurde Phthalaldehydsäure erhalten, die bei 97 bis 99" schmolz.
  • Beispiel 5 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm Wasser und 20 g Zinkchlorid 36 Stunden unter Rückfluß erhitzt, die erhaltene Lösung mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt, die Kristalle abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Es wurden 48 g Phthalaldehydsäure (0,32 Mol) erhalten, die bei 92 bis 95" schmolz.
  • Ausbeute 890/,, bezogen auf das eingesetzte Pentachloro-xylol.
  • Beispiel 6 100 g Pentachlor-o-xylol wurden mit 100 ccm einer 36010eigen wäßrigen Salzsäurelösung und 10 g Zinkchlorid 15 Stunden unter Rückfluß erhitzt, die erhaltene klare Lösung mit 200 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt. Die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
  • Es wurden 36 g Phthalaldehydsäure (0,24 Mol), die bei 94 bis 96" schmolz, erhalten.
  • Beispiel 7 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm einer 3601,gen wäßrigen Salzsäurelösung und 20 g Cadmiumchlorid 40 Stunden unter Rückfiuß erhitzt, mit 200 ccm Wasser verdünnt und wie oben aufgearbeitet.
  • Es wurden 41 g Phthalaldehydsäure (0,27 Mol) erhalten, die bei 95 bis 97" schmolz. Ausbeute: 750/o.
  • Beispiel 8 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm Wasser und 28 g einer 650/0eigen wäßrigen Lösung von Benzolsulfonsäure 20 Stunden zum Sieden erhitzt, mit 200 ccm Wasser verdünnt und wie oben aufgearbeitet.
  • Es wurden 32 g Phthalaldehydsäure (0,21 Mol) erhalten, die bei 90 bis 93" schmolz. Ausbeute: 580/o.
  • Im Gegensatz zu den beschriebenen Hydrolysen wurde ein Gemisch aus 100 g Pentachlor-o-xylol und 100 ccm einer wäßrigen 36010eigen Salzsäurelösung nach 20 Stunden langem Sieden unter Rückfluß nicht verändert.
  • Beispiel 9 100 g Pentachlor-o-xylol (0,36 Mol) wurden mit 100 ccm Wasser und 70 g Toluolsulfonsäure 12 Stunden zum Sieden unter Rückfluß erhitzt, anschließend mit 100 ccm Wasser verdünnt und auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • Das Gemisch wurde 48 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen, das abgeschiedene kristalline Produkt abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Es wurden 28 g Phthalaldehydsäure erhalten, die bei 91 bis 94" schmolzen.
  • Beispiel 10 100 g Pentachlor-o-xylol, 100 ccm einer 360/oben wäßrigen Salzsäure und 15 g einer 650/gen wäßrigen Benzolsulfonsäure wurden 16 Stunden auf Siedetempera tur erhitzt, die erhaltene Lösung mit 500 ccm warmem Chlorbenzol extrahiert, die wäßrige und die organische Schicht voneinander getrennt. Die wäßrige Schicht wurde mit 100 g frischem Pentachlor-o-xylol 20 Stunden auf Rückflußtemperatur erhitzt, der bei der Reaktion gebildete Chlorwasserstoff wurde durch den Rückfluß kühler abgetrieben und in einer 100/,eigen wäßrigen Natriumhydroxydlösung absorbiert. Die Alkalilösung wurde analysiert und ihr Gehalt an Chlorid als dem chemischen Äquivalent des bei der Reaktion eingesetzten Pentachlor-o-xylols entsprechend gefunden. Die wäßrige Hydrolyselösung wurde mit 500 ccm warmem Chlorbenzol extrahiert und die wäßrige und die organische Schicht voneinander getrennt. Die organische Schicht wurde zur Kristallisation der Phthalaldehydsäure auf Raumtemperatur abgekühlt. Das kristalline Produkt wurde von der Flüssigkeit getrennt, gewaschen und getrocknet. Es wurden 45 g Phthaldehydsäure (0,3 Mol) erhalten.
  • PATENTANSPKOCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von o-Phthalaldehyd säure durch Hydrolyse von w, ct)'-Pentachlor-o-xylol in wäßriger Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydrolyse in Gegenwart eines Katalysators, bestehend aus einem Metallhalogenid, wie Zinkchlorid, Zinkbromid, Ferrichlorid, Ferribromid, Cadmiumchlorid oder Cadmiumbromid, oder aus einer aromatischen Sulfonsäure der Benzol- oder Naphthalinreihe, die am Kern durch 1 oder 2 Halogenatome und bzw. oder durch niedermolekulare Alkylreste mit jeweils nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen substituiert sein kann, bei einer Temperatur zwischen 90 und 250O bzw. zwischen 90 und 1200 durchführt, wobei die wäßrige Lösung 4 bis 35 Gewichtsprozent Metallhalogenid bzw. 8 bis 45 Gewichtsprozent Sulfonsäure enthält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man der wäßrigen Lösung den Katalysator und mindestens 10 Gewichtsprozent Chlorwasserstoff zusetzt.
DED22434A 1956-02-29 1956-02-29 Verfahren zur Herstellung von o-Phthalaldehydsaeure durch Hydrolyse von ªÏ,ªÏ'-Pentachlor-o-xylol in waessriger Loesung Pending DE1017155B (de)

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