DE1000914B - Einbau- oder Aufbausicherungselement - Google Patents
Einbau- oder AufbausicherungselementInfo
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- DE1000914B DE1000914B DEE8701A DEE0008701A DE1000914B DE 1000914 B DE1000914 B DE 1000914B DE E8701 A DEE8701 A DE E8701A DE E0008701 A DEE0008701 A DE E0008701A DE 1000914 B DE1000914 B DE 1000914B
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- securing element
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- signal pin
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/30—Means for indicating condition of fuse structurally associated with the fuse
- H01H85/303—Movable indicating elements
- H01H85/306—Movable indicating elements acting on an auxiliary switch or contact
Landscapes
- Fuses (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Einbau- oder Aufbausicherungselement, welches die Verwendung
von mit Signalstift ausgestatteten Schmelzeinsatz ermöglicht.
In vielen Betrieben, z. B. auf dem Gebiet des Fernmeldewesens, beim Eisenbahnsignalbetrieb, bei Stellwerksanlagen,
besteht die Notwendigkeit, eine große Anzahl Stromkreise zu überwachen, Diese Überwachung
ist aber vielfach dadurch erschwert, daß die in den verschiedenen Stromkreisen eingeschalteten
Sicherungen räumlich nicht an einer Stelle, etwa einer Schalttafel, vereinigt sein können.
Beim Auftreten einer Störung kann man nicht mit einem Blick übersehen, welche Sicherung angesprochen
hat. Man benötigt längere Zeit, bis man die Störung gefunden hat. Längere Störungen sind aber bei vielen,
insbesondere lebenswichtigen Betrieben, z. B. Poet, Bahn, untragbar.
Um diesem Ubelstand abzuhelfen, hat man bereits Schmelzeinsätze vorgeschlagen, welche beim Ansprechen
(Schmelzen) einen Signalstift freigeben, der durch Federdruck an einen Gegenkontakt stößt und
dadurch einen Signalstromkreis schließt. In diesem Signalstromkreis befindet sich eine akustische oder
optische Signalvorrichtung, ζ. B. eine Glühlampe, welche das Ansprechen der Sicherung anzeigt. Da
diese Signalvorrichtungen von vielen Stromkreisen an einer Stelle, z. B. einer Tafel, vereinigt werden
können, wird die Überwachung dadurch sehr vereinfacht.
Die bisher verwendeten Schmelzeinsätze mit Signalstift
wurden mit ihren Kontaktkappen in offene Halter eingesetzt, die aus federnden Kontaktblechen
bestanden.. Das Einsetzen mußte hierbei derart erfolgen, daß das eine Ende des Schmelzeinsatzes, welches
den Signalstift trug, einer im Signalstromkreis liegenden Kontaktfläche gegenüberstand.
Diese offenen Sicherungshalter sind nur für Spannungen bis 60 V zulässig. Bei höheren Spannungen
muß das Auswechseln der Schmelzeinsätze1 in spannungslosem Zustand erfolgen, was zusätzliche Schalter
od. dgl. erfordert.
Für viele Arten von Sicherungen ist man. gerade auf den obengenannten Gebieten, in welchen eine Vielzahl
von Sicherungen benötigt werden, dazu übergegangen, Sicherungen in Einbausicherungselemente
einzusetzen,. Diese bekannten Einbausicherungselemente besitzen eine Schraubkappe, durch welche
die in dem Sicherungselement befindlichen sogenannten Schmelzeinsätze eingeschraubt werden.
Diese Einbausicherungselemente haben sich in der Praxis infolge der Berührungssicherheit und der
leichteren Auswechselmöglichkeit der Schmelzeinsätze unter Spannung bestens bewährt. :.
Einbau- oder Aufbausicherungselement
Anmelder:
EFEN Elektrotechnische Fabrik Otto Frees, Martinsthal über Eltville (Rheingau)
Oswald Herchert, Rauenthal über Eltville (Rheingau),
ist als Erfinder genannt worden
Es sind auch bereits Einbausicherungselemente mit optischer oder akustischer Kennmeldung vorge^-
ao schlagen worden, bei denen nach dem Abschmelzen der Sicherungspatrone außer dem üblichen Kennmelder am Stirnkontakt der Patrone noch ein Kontakt
in einem unabhängigen Signalstromkreis geschlossen wird und dadurch die optische oder
akustische Kennmeldung betätigt wird. Bei diesen bekannten Anzeigevorrichtungen war ein federnder, mit
dem Kenndraht verbundener Kennmelder im Fußkontaktzapfen der Patrone angebracht und ein entsprechender
Gegenkontakt im Sockel des Sicherungselementes vorgesehen. Diese bekannte Einrichtung besaß
zwar gegenüber anderen Konstruktionen gewisse Vorteile, jedoch war die Signalgebung mittels Fußkontakten
sehr umständlich und erforderte besonders konstruierte Sicherungspatronen.
Diesen Übelständen wird durch die Erfindung abgeholfen.
Das Einbau- oder Aufbausicherungselement gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch eine in. der
Schraubkappe eingebaute Kontakteinrichtung, durch welche bei angesprochenem Schmelzeinsatz durch
Kontaktgabe des als Signalstift ausgebildeten Kennmelders des Schmelzeinsatzes mit der Kontakteinrichtung
ein Signalstromkreis geschlossen wird.
Die Sicherungselemente gemäß der Erfindung vereinigen
also die Vorteile der bekannten Einbausicherungselemente mit den bekannten, offenen, mit
Signalstift ausgerüsteten Sicherungseinrichtungen, welche eine Anzeige des Ansprechens der Sicherung
bewirken. Insbesondere gestattet die Erfindung, die üblichen Sicherungspatronen mit Kennmelder zu verwenden.
An Hand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 und 2 schematisch den Stromverlauf bei Verwendung von Sicherungen mit Signalstift,
609 766/317
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines Einbausicherungselementes
gemäß der Erfindung im Längsschnitt,
Fig. 4 das Einbausicherungselement gemäß der Fig. 3 in Draufsicht.
Der Schmelzeinsatz 1 ist im Betriebsstromkreis AB in bekannter Weise eingeschaltet (Fig. 1). Spricht der
Schmelzeinsatz 1 an, so wird der Signalstift la freigegeben
und durch eine Feder an den Gegenkontakt 2 gedruckt. Durch Ansprechen des Schmelzeinsatzes
wird der Betriebsstromkreis AB unterbrochen, dagegen durch die Kontaktgabe des Signalstiftes mit
dem Gegenkontakt 2 der Signalstromkreis AC geschlossen. In diesem Signalstromkreis liegt eine
Signaleinrichtung, z. B. eine Glühlampe, welche bei Ansprechen des Schmelzeinsatzes aufleuchtet.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist der Schmelzeinsatz 1 mit dem Signalstift la in ein
Einbausicherungselement eingesetzt. Das Einbausicherungselement besitzt als wesentliche Aufbauteile
einen hohlzylinderförmigen Isolierkörper 3 und die ebenfalls aus Isoliermaterial bestehende Schraubkappe
4. In der Schraubkappe 4 ist erfindungsgemäß ein Metallbügel 2 befestigt, der sich gegenüber dem
Signalstift I0 des Schmelzeinsatzes 1 befindet und die
Kontakteinrichtung für den Signalstromkreis darstellt. Der Metallbügel 2 kommt bei Einschrauben der
Schraubkappe 4 mit dem am Isolierkörper 3 befestigten Ring 3a in Kontakt und stellt auf diese Weise die
Verbindung mit der nach außen herausgeführten Anschlußfahne 5 her.
Der Betriebsstromkreis wird in bekannter Weise über den Kontakt 6 und die Anschlußfahne 7 geführt.
Die Verbindung mit der Kontaktkappe I6 des
Schmelzeinsatzes 1 erfolgt über die Bandfedern 8, die ihrerseits in dem hohlzylinderförmigen Gewindeteil 9
der Schraubkappe 4 befestigt sind. Beim Einschrauben der Schraubkappe wird die leitende Verbindung
des Gewindeteiles 9 mit dem an dem Isolierkörper 3 befestigten Gegengewinde 10 hergestellt.
Zur sicheren Kontaktgabe der Kontaktkappe lc des
Schmelzeinsatzes 1 dient die Druckfeder 11.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel ist das Sicherungselement für Einlochmontage ausgebildet. Zur Befestigung
dient die Mutter 12, die auf einem Außengewinde des Isolierkörpers 3 aufgeschraubt ist. Gegen
Verdrehen schützt der Nocken 13. Um einen Stromübergang vom Gegengewinde 10 zur Anschlußfahne 5
zu vermeiden, ist das Isolierstück 14 vorgesehen.
Bei Ansprechen des Schmelzeinsatzes springt der Signalstift I0 heraus und drückt gegen den Bügel 2.
Dadurch wird über die Anschlußfahne 7, das Gegengewinde 10, den Gewindeteil 9, die Bandfeder 8, die
Kontaktkappe 1&, den Signalstift la, den Bügel 2, den
Ring 3a und die Anschlußfahne 5 der Signalstromkreis geschlossen.
Gemäß der weiteren Ausbildung der Erfindung ist in dem Bügel 2 eine als Schauloch dienende Bohrung
vorgesehen, in welche bei Ansprechen des Schmelzeinsatzes das mit einem Kopf versehene Ende des
Signalstiftes ls aufgenommen und sichtbar wird. Dadurch
wird erreicht, daß das Ende des Signalstiftes nicht nur den Signalstromkreis schließt, sondern
gleichzeitig als Kennmelder wirkt. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß sofort zu erkennen ist, wenn der
Schmelzeinsatz angesprochen hat.
In der Schraubkappe 4 ist in bekannter Weise zur Abdichtung ein mit Glas oder durchsichtigem Kunststoff
verschlossenes Fenster 46 vorgesehen.
Da die Einbausicherungselemente gemäß der Erfindung vielfach an Stellen angewendet werden, an. welchen
sie Erschütterungen ausgesetzt sind, wird weiter vorgeschlagen, den Gewindeteil 9 der Schraubkappe 4
aus einem Mehrkantmaterial herzustellen, auf welches im Gewindeteil 10 des Gegengewindes angeordnete
Federn 16 drücken. Hierdurch wird das Einbausicherungselement rüttelsicher.
Claims (4)
1. Einbau- oder Aufbausicherungselement, gekennzeichnet durch eine in der Schraubkappe eingebaute
Kontakteinrichtung, durch welche bei angesprochenem Schmelzeinsatz durch Kontaktgabe
des als Signalstift ausgebildeten Kennmelders des Schmelzeinsatzes mit der Kontakteinrichtung ein
Signalstromkreis geschlossen wird.
2. Einbau- oder Aufbausicherungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontakteinrichtung aus einem gegenüber dem Signalstiftende angeordneten Bügel besteht, der in
leitender Verbindung mit einer nach außen geführten Anschlußfahne steht.
3. Einbau- oder Aufbausicherungselement nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bügel eine als Schauloch dienende Bohrung zur Aufnahme des als Signalstift ausgebildeten
Kennmelders des Schmelzeinsatzes aufweist.
4. Einbau- oder Aufbausicherungselement nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewindeteil der Schraubkappe in an sich bekannter Weise aus einem Mehrkantmaterial hergestellt
ist, auf welches im Gewindeteil des Gegenwindes des Einbausicherungselementes angeordnete
Federn drücken.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 680 433, 728 282.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 766/347 1.57
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEE8701A DE1000914B (de) | 1954-03-11 | 1954-03-11 | Einbau- oder Aufbausicherungselement |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEE8701A DE1000914B (de) | 1954-03-11 | 1954-03-11 | Einbau- oder Aufbausicherungselement |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE1000914B true DE1000914B (de) | 1957-01-17 |
Family
ID=7067455
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEE8701A Pending DE1000914B (de) | 1954-03-11 | 1954-03-11 | Einbau- oder Aufbausicherungselement |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE1000914B (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1148323B (de) * | 1959-09-25 | 1963-05-09 | Westinghouse Electric Corp | Anordnung zum Schutz von Gleichrichterventilen in Gleichrichtergeraeten |
DE3934048A1 (de) * | 1989-10-12 | 1991-04-25 | Hollandse Apparatenfab | Sicherungsgehaeuse |
Citations (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE680433C (de) * | 1937-08-19 | 1939-08-28 | Wickmann Werke Akt Ges | Anzeigevorrichtung fuer elektrische Schmelzsicherungen mit optischer oder akustischer Kennmeldung |
DE728282C (de) * | 1941-04-26 | 1942-11-24 | Efen Elektrotech Fab | Einbauelement in runder Ausfuehrung fuer Einlochmontage mit Schraubkappe fuer Geraetesicherungen |
-
1954
- 1954-03-11 DE DEE8701A patent/DE1000914B/de active Pending
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DE680433C (de) * | 1937-08-19 | 1939-08-28 | Wickmann Werke Akt Ges | Anzeigevorrichtung fuer elektrische Schmelzsicherungen mit optischer oder akustischer Kennmeldung |
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