DD145133A1 - Zubehoer zur durchfuehrung immunfluoreszenzmikroskopischer untersuchungen - Google Patents
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Abstract
Die erfindungsgemäßen Zubehörteile dienen der verbesserten
Auswertung von Präparaten bei immunfluoreszenzmikroskopischen
Untersuchungen, besonders zum Nachweis, zirkulierender Antikörper im
menschlichen und tierischen Serum oder anderen Körperflüssigkeiten.
Ziel der Erfindung ist die Ergänzung der fluoreszenzmikroskopischen
Ausrüstung zur Erleichterung der Auswertung immunfluoreszenzoptischer
Untersuchungen- im Sinne der Standardisierung. Das Prinzip der Erfindung
besteht darin', die Reaktionsstellen auf dem Objektträger durch
Anwendung einer lehrenartigen Vorrichtung zwangsläufig immer an den
gleichen Positionen festzulegen, was bei der nachfolgenden
fluoreszenzmikroskopischen Auswertung das Auflegen einer Lochschablone
gestattet, die nur die auszuwertenden Reaktionsstellen freigibt. Die
erfindungsgemäßen Zubehörteile können bei der Durchführung
immunfluoreszenzoptischer Untersuchungen Anwendung finden, die heute
'bereits für die klinische Diagnostik eine Rolle spielen. Die
Zubehörteile erleichtern die Anwendung der Methode unter optimaler
Ausnutzung des Trägermaterials und tragen zu ihrer Standardisierung
bei.
Description
-Λ-
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a) Titel der Erfindung -
Zubehör zur Durchführung immunfluoreszenzmikroskopischer Untersuchungen
b) Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung umfaßt zwei Zubehörteile zur Durchführung immunfluoreszenzmikroskopischer Untersuchungen auf dem Gebiete der klinischen Immundiagnostik und der immunbiochemischen Forschung.
c) Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Beim immunfluoreszenzoptischen Nachweis von Antikörpern im menschlichen oder tierischen Serum bzw«, anderen Körperflüssigkeit en gegen die verschiedensten Antigene wird im allgemeinen der indirekte Immunfluoreszenztest angewandte Auf Objektträgern wird eine Suspension oder ein Ausstrich des antigenhaltigen Materials fixiert, das zu prüfende Serum aufgebracht und in einer feuchten Kammer inkubierto Sofern das Serum die entsprechenden Antikörper enthält, v/erden diese an das Antigen gebunden und in einem zweiten Schritt mit einem fluoreszenzmarkierten Antiserum gegen die nachzuweisenden Antikörper sichtbar gemacht, wobei die hohe Spezifität der Immunreaktionen zusammen mit der großen Empfindlichkeit fluoreszenamikroskopischer Untersuchungen eine diagnostisch relevante Aussagekraft garantierte -Für die Immunfluoreszenstechnik wurden schon Vorschläge zur Standardisierung gemacht (1, 2)j ein einheitliches Vorgehen hat sich jedoch bisher nicht als allgemein verbindlich durchgesetzte Für die
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platzsparende Beschickung eines Objektträgers mit möglichst vielen Proben bzw« Verdünnungsstufen einer Probe wurden bereits Plastikträger vorgeschlagen, die mehrere Vertiefungen zur Aufnahme verschiedener Proben haben und welche auch fabrikationsmäßig im Sinne eines Testbesteckes mit dem zu untersuchenden Antigenmaterial beschichtet werden (3)o Unabhängig davon, wieweit solche käuflichen Testpackungen in Zukunft Verbreitung finden werden, hat die Durchführung derartiger Untersuchangen auf Glasobjektträgern bisher die weiteste Verbreitung gefunden. Gegenüber der üblichen Anordnung von ein bis maximal drei Proben auf einem Objektträger hat sich ein Vorgehen bewährt, bei dem durch Aufkleben von plangeschliffenen Glasringen mit geschmolzenem Paraffin nach dem Beschichten mit Antigenmaterial 11 oder 12 Proben auf der gleichen Fläche untergebracht werden können (4). Das bedeutet Einsparung von Probenmaterial und Immunseren, außerdem wird dadurch die Vergleichbarkeit einer beträchtlich größeren Zahl von Proben ermöglicht. So können auf einen Objektträger außer einer größeren Zahl von Probenverdünnungen gleichzeitig positive und negative Kontrollen untergebracht werden, was zur Erhöhung der Präzision der Methode beiträgt
Die Probenlösungen werden in die durch die Glasringe gebildeten Reservoire gefüllt, wobei die Reaktion mit dem Antigenmaterial auf der als unterer Abschluß dienenden Objektträgerfläche erfolgt. Eine spezifische Fluoreszenz ist dann bei der späteren fluoreszenzmikroskopischen Auswertung nur an den Stellen zu erwarten, wo vorher innerhalb der Ringe das antikörperhaltige Serum mit dem auf dem Träger fixierten Antigenmaterial Kontakt hatte. Das Aufsuchen dieser Gesichtsfelder ist besonders für Anfänger sehr zeitraubend und anstrengend.
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d) Ziel der Erfi.ndu.ng
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung von Zubehör zur Vereinfachung immunfluoreszenzmikroskopischer Untersuchungen, mit dem die immunologische Diagnostik rationalisiert und standardisiert werden kann«,
e) Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lochschablone zu entwickeln, die das Erregerlicht nur an den Stellen auf bzw«, durch das Präparat fallen läßt, wo eine Reaktion zu erwarten ist, doh< > an den Stellen, wo vorher innerhalb der Glasringe die Immunreaktionen stattgefunden haben. Voraussetzung für die Anwendung einer solchen Lochschablone·ist, daß sich die Reaktionsfelder reproduzierbar immer an denselben Stellen des Objektträgers befinden,, Zur reproduzierbaren Festlegung der Reaktions- bzw. Gesichtsfelder soll ein lehren ähnlicher Körper verwendet werden,, Erfindungsgemäß wird diea erreicht durch den ersten Teil der erfin~ dungsgemäßen Lösung, bei dem zum Aufsetzen der Glasringe auf den mit Antigen beschichteten Objektträger eine lehrenartige Vorrichtung angewendet wird, die die Plazierung der Ringe in immer denselben Positionen gewährleistet. Die Maße der Ringe bedingen die Anordnung der Reaktions- bzwo Gesichtsfelder, denen die für die Auswertung der Präparate aufzulegende- Schablone angepaßt ist ο
Erfindungsgemäß handelt es sich um einen lehrenähnlichen Körper aus Hartholz, Metall oder thermostabilem Kunststoff, in den der Objektträger nach Beschichtung mit dem Antigen an einer Schmalseite hineingeschoben wird, während ihn die Begrenzungen an den Längsseiten und der anderen Schmalseite in einer Lage festhalten. Die Begrenzungen an der Schmalseite und an einer Längsseite tragen in etwa 3«5 mm Höhe über der Bodenplatte rechtwinklig zueinander angeordnete Anschlagkanten, die .etivao über die Oberfläche des eingeschobenen Objektträ-
gers hervorragen. In den durch diese Anschlagleisten gebildeten Winkel wird nun der erste in geschmolzenes Paraffin getauchte Glasring bis zum Anschlag aufgesetzt, die restlichen Ringe werden dann seitlich fortlaufend aneinandergereiht und anschließend auch in einer zweiten Reihe dicht' darunter aufgesetzt. So ist die Besetzung eines Objektträgers mit zwei oder mehreren Reihen der gleichen Anzahl von Ringen möglich, wobei die Anordnung infolge der Anschlagkanten reproduzierbar immer in den gleichen Positionen erfolgt.
Der zweite Teil der Erfindung besteht in einer Lochschablone, die zum Mikroskopieren im Fluoreszenzlicht auf den auszuwertenden Objektträger aufgelegt wird und Löcher an den Stellen trägt, die den Positionen der Reaktionsfelder entsprechen, die im ersten Schritt durch die Fixierung im Lehrenkörper festgelegt wurden. Die durch die Lochschablone freigegebenen Gesichtsfelder haben den gleichen Durchmesser wie die lichte Weite der vorher zur Beschickung verwendeten Glasringe. Da diese Gesichtsfelder zwangsläufig den vorher festgelegten Reaktionsfeldern entsprechen, entfällt damit das oft mühevolle und zeitraubende Aufsuchen der auszuwertenden Bereiche des Präparates. V/erden zur Durchführung der direkten oder indirekten Immunfluoreszenztechnik Gewebeschnitte als Substrat verwendet, so kann deren Position auf dem Objektträger mit Hilfe der gleichen Schablone lokalisiert werden, die später zur Betrachtung im Mikroskop benutzt wird.
f) Ausführungsbeispiele
Einzelheiten der vorliegenden Erfindung sollen an Hand der nachstehenden Beispiele veranschaulicht werden, die die' Titerbestimmung der antinukleären Faktoren (Beispiel 1) und der Antikörper gegen Candida albicans (Beispiel 2) betreffen.
Die Objektträger werden mit dem Antigenmaterial, geeignet ist Leber vom Goldhamster, beschickt und nach Lufttrocknung in Aceton fixiert. Ein derart vorbereiteter Objektträger wird dann in den erfindungsgemäßen Lehrenkörper bis zum Anschlag eingeschoben. Nun werden die in geschmolzenes Paraffin getauchten Glasringe am besten mit einer gewinkelten Pinzette aufgesetzt. Der erste Ring kommt in die linke obere durch die Anschlagleisten gebildete Ecke, die weiteren Ringe folgen dann fortlaufend von links nach rechts an der oberen Anschlagkante mit Berührung des jeweils links befindlichen Ringes, anschließend in der unteren Reihe mit Berührung der linken Anschlagkante und jeweils der Ringe in der oberen Reiheβ So ergibt sich eine zwangsläufige Anordnung von 2 Reihen zu je 6 Ringen pro Objektträger. Die durch, das erkaltete Paraffin festsitzenden Ringe dienen nun nach Herausnehmen des Objektträgers aus der Lehre zur Aufnahme der Verdünnungen der Patientenseren sowie entsprechender Kontrollsereno Nach der Inkubation in der feuchten Kammer werden die Immunseren herausgespült und der erste Waschvorgang mit phosphatgepuiferter Kochsalzlösung angeschlossene Für die weiteren Y/aschvorgänge und die Inkubation mit dem JTTC-markierten Antiserum werden die Ringe entfernt. Schließlich werden die Präparate unter Verwendung von Glyzerin-Phosphatpuffer mit Deckgläsern abgedeckt» Zur fluoreszenzfliikroskopischen Auswertung werden die Objektträger mit der erfindungsgemäßen Lochschablone bedeckt, die das mühelose Einstellen der auszuwertenden Gesichtsfelder gestattet.
Auf den fettfreien Objektträger wird ein Tropfen einer Zellsuspension von Candida albicans mit der Kante eines Objektträgers ausgestrichene Nach Hitzefixierung
erfolgt dann das Aufkleben der Ringe unter Verwendung, des erfindungsgemäßen Lehrenkörpers wie bei Beispiel 1, ebenso die Inkubation mit den Verdünnungen antikörperhalt iger Seren und dem markierten Antiserum sowie die anschließende fluoreszenzmikroskopische Auswertung nach Auflegen der erfindungsgemäßen Lochschablone.
Claims (1)
- Erfindungsansprüche1β Zubehör zur Durchführung immunfluoreszenzmikroskopischer Untersuchungen, gekennzeichnet dadurch, daß die Anordnung der Reaktionsstellen auf dem Reaktionsträger zwangsläufig durch eine lehrenartige Vorrichtung fixiert wird, wodurch die spätere fluoreszenzmikroskopische Auswertung mit. Hilfe einer Lochschablone erfolgen kann, die unter dem Mikroskop nur die Reaktionsstellen freigibt, während die Umgebung abgedeckt bleibt»Zubehör zur Durchführung,gekennzeichnet dadurch, daß die lehrenartige Vorrichtung aus Hartholz, Metall oder thermostabilem Kunststoff besteht.Zubehör zur Durchführung immunfluoresaenzoptischer Untersuchungen, gekennzeichnet dadurch, daß die erfindungsgemäSe Lochschablone auch zur anfänglichen Beschickung der Objektträger mit dem Substrat benutzt wird, wenn dieses aus Gewebeschnitten besteht, indem sie unter den Objektträger gelegt wird, um die Position der Gewebeschnitte reproduzierbar zu lokalisieren«
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD21458479A DD145133A1 (de) | 1979-07-24 | 1979-07-24 | Zubehoer zur durchfuehrung immunfluoreszenzmikroskopischer untersuchungen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD21458479A DD145133A1 (de) | 1979-07-24 | 1979-07-24 | Zubehoer zur durchfuehrung immunfluoreszenzmikroskopischer untersuchungen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DD145133A1 true DD145133A1 (de) | 1980-11-19 |
Family
ID=5519391
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DD21458479A DD145133A1 (de) | 1979-07-24 | 1979-07-24 | Zubehoer zur durchfuehrung immunfluoreszenzmikroskopischer untersuchungen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DD (1) | DD145133A1 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0117262A1 (de) * | 1983-02-25 | 1984-09-05 | Winfried Dr. med. Stöcker | Verfahren und Vorrichtungen für Untersuchungen an unbeweglich gemachtem biologischem Material |
-
1979
- 1979-07-24 DD DD21458479A patent/DD145133A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
EP0117262A1 (de) * | 1983-02-25 | 1984-09-05 | Winfried Dr. med. Stöcker | Verfahren und Vorrichtungen für Untersuchungen an unbeweglich gemachtem biologischem Material |
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