CH669153A5 - Am ruecken eines einbandes festlegbare haltevorrichtung fuer buecher oder zeitschriften. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft eine am Rücken eines
Einbandes festlegbare Haltevorrichtung für Bücher oder
Zeitschriften mit zwei sich gegenüberliegenden und quer zur
Befestigungsebene verlaufenden Haltestücken sowie einem
Stab, der kopfseitig an den Haltestücken festgelegt ist und an einem Kopfende ein Verschlussstück aufweist, das am zu geordneten Haltestück formschlüssig festlegbar ist.
Haltevorrichtungen dieser Art werden als Einbandhilfen für Bücher oder Zeitschriften benutzt.
Es ist eine gattungsgemässe Haltevorrichtung bekannt, bei der innerhalb des Verschlussstückes eine Feder integriert ist, die bewirkt, dass das Verschluss stück durch Druck in eine Ausnehmung des zugeordneten Haltestückes einrastet und darin formschlüssig gehalten wird.
Das dem Verschlussstück gegenüberliegende Ende des Stabes ist bei dieser Haltevorrichtung an dem zugeordneten Haltestück unlösbar angelenkt.
Die Herstellung und Montage einer derartigen Haltevorrichtung ist aufgrund des relativ komplizierten Aufbaus ihres Verschlussstückes und der Art der Festlegung des anderen Stabendes verhältnismässig teuer, so dass sich dadurch in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei diesen Haltevorrichtungen um Massenartikel handelt, eine ungünstige Kostenstruktur ergibt.
Weiter ist eine Haltevorrichtung bekannt, bei der ein abgewinkeltes Ende des Stabes durch eine Durchtrittsbohrung des zugeordneten Haltestückes geführt ist und dieses hintergreift, während das andere Ende des Stabes in einer in dem entsprechenden Haltestück vorgesehenen seitlichen schlüssellochförmigen Ausnehmung einliegt.
Dabei ist es durchaus möglich, dass sich der Stab unbeabsichtigt löst, so dass der Sinn und Zweck einer Haltevorrichtung, nämlich der sichere Halt von in den Einband eingelegten Büchern oder Zeitschriften, nicht unbedingt gewährleistet ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung der gattungsgemässen Art zu gestalten, die einfachst aufgebaut ist, eine preiswerte Herstellung und Montage ermöglicht und eine einfache und sichere Handhabung gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Verschlussstück aus einem mit dem Stab fest verbundenen Sperriegel beht, dass das zugeordnete Haltestück einen von seiner Oberseite ausgehenden Schlitz sowie eine unterhalb der Oberkante des Haltestückes endende Aussparung aufweist, die breiter ist als der Schlitz und in der der Sperriegel, der in einer Achsrichtung schmaler ist als der Schlitz und seiner anderen Achsrichtung etwa der Breite der Aussparung entspricht, und dass der Stab mit seinem anderen Ende eine Öffnung des zugeordneten Haltestückes durchtritt und an diesem Ende eine Verdickung aufweist, deren Abmass grösser ist als das kleinste Abmass der Öffnung.
Eine solcherart ausgestaltete Haltevorrichtung ermöglicht, da keine beweglichen Teile mehr verwendet werden müssen, nicht nur eine kostengünstige Herstellung, sondern auch eine einfache Montage, die sogar ganz entfallen kann, wenn, wie nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, die sich gegenüberliegenden Haltestücke gleich ausgebildet sind und das dem Verschlussstück gegen überliegende Ende des Stabes durch den Schlitz geführt und mit seiner Verdickung in der Aussparung einliegt und sicher gehalten wird.
Ferner sieht ein weiterer vorteilhafter Gedanke vor, den Sperriegel rechteckförmig auszubilden, wobei die Diagonale des Sperriegels grösser ist als die Breite der Aussparung, so dass beim Drehen des Stabes sowohl in Offnungsrichtung wie auch in Schliessrichtung ein gewisser Widerstand zu überwinden ist, der dafür sorgt, dass sich der Sperriegel in geschlossener Stellung des Stabes nicht selbsttätig lösen kann.
In überaus vorteilhafter Weise wird somit durch einfachste Mittel eine effektive Wirkung der Haltevorrichtung erzielt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand beigefügter Zeichnungen nachfolgend beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Einband mit einem Buch, das durch eine erfindungsgemäss ausgestaltete Haltevorrichtung an dem Einband gehalten wird, in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Seitenlängsschnitt durch eine Haltevorrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Haltevorrichtung gemäss der Linie III - III in Fig. 2,
Fig. 4 bis 7 verschiedene Stellungen des Sperriegels der Haltevorrichtung im Querschnitt gemäss der Linie IV - IV in Fig. 3, Fig. 8 einen Teillängsschnitt durch das dem Sperriegel gegenüberliegende Ende eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Haltevorrichtung.
In der Fig. list eine erfindungsgemäss ausgestaltete Haltevorrichtung 1 gezeigt, die an dem Rücken eines Einbandes 2 festgelegt ist und ein Buch 12 an dem Einband 2 festklemmt.
Die Haltevorrichtung 1 besteht, wie ebenfalls in den Fig. 2 und 3 zu sehen ist, aus zwei sich gegenüberliegenden Haltestücken 3 und einem mit seinen jeweiligen Enden in jeweils ein Haltestück 3 eingreifenden Stab 4.
Die Halte stücke 3 sind in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Schiene 11 miteinander verbunden, die durch Nieten an dem Einband 2 befestigt ist.
Selbstverständlich ist es auch möglich, unter Fortfall der Schiene 11 die Haltestücke 3 jeweils separat an dem Einband 2 festzulegen.
Jedes der beiden gleich gestalteten Haltestücke 3 weist an seiner dem anderen Haltestück 3 abgewandten Seite eine Aussparung 8 auf, die unterhalb der Oberkante des Haltestücks 3 endet. Von dessen Oberkante ausgehend erstreckt sich ein Schlitz 7 in die Aussparung 8.
Das Verschlussstück des Stabes 4 ist als rechteckförmiger Sperriegel 5 ausgebildet, der in einer Achsrichtung schmaler ist als der Schlitz und in seiner anderen Achsrichtung etwa der Breite der Aussparung entspricht und in dieser einliegt, so dass durch ein Drehen des Stabes 4, das in vorteilhafter Weise mittels eines an dem Sperriegel 5 vorgesehenen und nach aussen gerichteten Griffstückes 6 erfolgt, der Stab 4 formschlüssig festgesetzt werden kann.
Neben der hier dargestellten rechteckigen Form des Sperriegels 5 sind jedoch auch andere geometrische Formen denkbar, beispielsweise eine Ellipse odr ein Exzenter.
Beim Einlegen des Stabes 4 in das entsprechende Haltestück 3 durchtritt zunächst der Sperriegel 5 mit seiner Schmalseite den Schlitz 7 und stützt sich nach dem Drehen des Stabes 4 bei dessen Belastung in Richtung der Oberkante des Haltestückes 3 an der oberen Abgrenzung der Aussparung 8 ab.
Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Haltevorrichtung ist an dem dem Sperriegel 5 gegenüberliegenden Ende des Stabes 4 ein zylinderförmiger Zapfen 9 vorgesehen, dessen Durchmesser grösser ist als die Breite des Schlitzes 7 und etwa gleich gross wie die Breite der Aussparung 8.
Der Zapfen 9 wird dabei in Gebrauchsstellung durch die seitlichen Wände der Aussparung 8 begrenzt.
Vor dem Einführen und Verschliessen des Sperriegels 5 in das zugeordnete Haltestück 3 wird zunächst der Stab 4 mit dem Ende, an dem der Zapfen 9 vorgesehen ist, durch den Schlitz 7 in die Aussparung 8 des entsprechenden Haltestücks 3 geführt, dann in Richtung des anderen Haltestücks 3 gezogen und anschliessend mittels des Sperriegels 5 entsprechend den in den Fig. 4 bis 7 dargestellten Verriegelungsstellungen festgelegt.
Dabei zeigt die Fig. 4 den Sperriegel in einer ersten Lage nach dem Einführen des Stabes 4 durch den Schlitz 7. In der Fig. 5 ist der Sperriegel 5 nach einer teilweisen Drehung dargestellt, wobei sehr deutlich zu sehen ist, dass aufgrund seiner rechteckigen Form und seiner in einer Achsrichtung etwa gleichen Grösse wie die Breite der Aussparung 8 zwei sich diagonal gegenüberliegende Ecken die Aussparung 8 an ihren Seitenflächen berühren und nur unter Überwindung eines gewissen Widerstandes in eine Verschlusslage, wie sie in der Fig. 6 dargestellt ist, gebracht werden kann.
In der Fig. 7 ist die Lage des Sperriegels 5 bei einer Belastung in Richtung der Oberkante des Haltestücks 3 dargestellt.
Dabei ist zu sehen, dass der Sperriegel 5 mit einer Breitseite an der die Aussparung 8 begrenzenden oberen Seitenfläche anliegt, so dass ein unbeabsichtigtes Lösen des Sperrriegels 5 aus der Verschlusslage und somit ein Lösen des Stabes 4 nicht möglich ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Haltevorrichtung 1 ist in der Fig. 8 dargestellt, bei der das dem Sperriegel 5 gegenüberliegende Ende des Stabes 4 einen kegelförmigen Rastknopf 10 aufweist, an dessen Spitze ein Längsschlitz vorgesehen ist, der den beiden sich dadurch bildenden Teilen des Rastknopfes 10 federnden Charakter gibt, so dass ein Durchstecken des Rastknopfes 10 durch eine Durchgangsbohrung 13 unter Aufbringung einer geringen Kraft möglich ist, während der Rastknopf 10 nach dem Durchtreten der Durchgangsbohrung 13 sich mit seiner ebenen Fläche an dem Haltestück 3 abstützt und somit mit diesem praktisch unlösbar verbunden ist.
Anstelle des in den Fig. 2 und 3 dargestellten zylinderförmigen Zapfens 9 kann auch ein kulissensteinförmiger Zapfen vorgesehen sein, wobei dann der Stab 4 an diesem Ende verdrehsicher in dem Haltestück 3 festgelegt ist, so dass der Sperriegel 5 nur unter Aufwendung einer Torsionskraft in das zugeordnete Haltestück 3 eingeführt werden kann, was andererseits nach dem Einführen des Sperriegels 5 in die entsprechende Ausnehmung 8 zu einer durch die Torsionskraft hervorgerufenen Sicherung des Sperriegels 5 führt.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die gesamte Haltevorrichtung 1 aus Kunststoff herzustellen, um sich unter anderem dessen elastische Fähigkeiten zunutze zu machen.
Claims (9)
1. Am Rücken eines Einbandes festlegbare Haltevorrich tung für Bücher oder Zeitschriften mit zwei sich gegenüber liegenden und quer zur Befestigungsebene verlaufenden Hal- testücken sowie einem Stab, der kopfseitig an den Haltestük ken festgelegt ist und an einem Kopfende ein Verschluss stück aufweist, das am zugeordneten Haltestück formschlüs sig festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ver schlussstück aus einem mit dem Stab (4) fest verbundenen
Sperriegel (5) besteht, dass das zugeordnete Haltestück (3) einen von seiner Oberseite ausgehenden Schlitz (7) sowie eine unterhalb der Oberkante des Haltestücks (3) endende
Aussparung (8) aufweist, die breiter ist als der Schlitz (7) und in der der Sperriegel (5), der in einer Achsrichtung schmaler ist als der Schlitz (7) und in seiner anderen Achsrichtung etwa der Breite der Aussparung (8) entspricht, und dass der
Stab (4) mit seinem anderen Ende eine Offnung (8, 13) des zugeordneten Haltestücks (3) durchtritt und an diesem Ende eine Verdickung (9, 10) aufweist, deren Ausmass grösser ist als das kleinste Abmass der Öffnung (8, 13).
2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sperriegel (5) rechteckförmig gestaltet ist.
3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sperriegel elliptisch gestaltet ist.
4. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Stab (4) abgewandten Seite des Sperriegels (5) ein Griffstück (6) vor gesehen ist.
5. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Haltestücke (3) gleich ausgebildet sind.
6. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab (4) an seinem dem
Sperriegel (5) gegenüberliegenden Ende einen zylinderförmi gen-Zapfen (9) aufweist, dessen Durchmesser etwa der Breite der Aussparung (8) entspricht.
7. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stab (4) an seinem dem
Sperriegel (5) gegenüberliegenden Ende einen rechteckforrm- gen Ansatz aufweist, dessen grösste Breite etwa der Breite der Aussparung (8) entspricht.
8. Haltevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem Sperriegel (5) ge genüberliegenden Ende des Stabes (4) ein Rastknopf (10) vorgesehen ist, der eine in dem zugeordneten Haltestück (3) angeordnete Durchgangsbohrung (13) im Bereich der Aus sparung (8) hintergreift, wobei die Durchgangsbohrung (13) kleiner ist als der Durchmesser des Rastknopfes (10).
9. Haltevorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (1) aus Kunststoff hergestellt ist.
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