CH667690A5 - Schlossschutzbeschlag. - Google Patents
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- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B15/00—Other details of locks; Parts for engagement by bolts of fastening devices
- E05B15/02—Striking-plates; Keepers; Bolt staples; Escutcheons
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlossschutzbeschlag zum Abdecken des Schlosses an der Aussenseite einer Türe, der mit einem den Querschnitt des Schlosszylinders entsprechenden Durchbruch versehen und mittels von der Innenseite der Türe her eingesetzten Schrauben befestigt ist.
Derartige Schlossschutzbeschläge sind z. B. aus der ÖNORM B 5338 bekannt, in der sowohl aus Vollmaterial hergestellte Beschläge, die eine durchgehende gleichbleibende Dicke aufweisen wie auch in Schalenbauweise hergestellte Beschläge beschrieben sind. Bei letzterer Bauweise ist eine die Führung des Schlosszylinders gewährleistende Schale mit durchgehend gleichbleibender Dicke und eine diese überdek-kende Schale vorgesehen.
Der Nachteil dieser bekannten Lösung liegt darin, dass der Beschlag eine erhebliche Dicke aufweisen muss, um die nach der ÖNORM geforderte Führung des Schlosszylinders, die nach der obigen Norm mindestens 8 mm betragen muss, zu gewährleisten. Derartige eine solche Dicke durchgehend aufweisende Beschläge sind aber in ästhetischer Hinsicht unbefriedigend und erfordern überdies einen sehr erheblichen Aufwand an hochwertigem Material, wodurch sich entsprechend hohe Kosten ergeben.
Ziel der Erfindung ist es, einen Beschlag der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, der ein ästhetisch ansprechendes Aussehen, insbesondere eine relativ geringe Dicke aufweist, und sich trotzdem durch ein hohes Mass an Einbruchssicherheit sowie durch einen relativ geringen Materialbedarf auszeichnet.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Schutzbeschlag eine Platte aufweist, die zumindest an ihrer Aussenseite einen den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch umgebenden ausgeschmiedeten Kragen aufweist, dessen Innenseite als Führung für den Schlosszylinder dient. Auf diese Weise kann der überwiegende Teil des Beschlages relativ dünn ausgebildet werden, wobei der angeschmiedete Kragen für die nötige Führung des Schlosszylinders, aber auch für eine sehr hohe Biegefestigkeit im Bereich des dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruchs sorgt. Da im montierten Zustand der Schlosszylinder nur mit geringem Spiel vom Kragen umgeben ist, kann dieser auch nicht mit den üblichen Einbruchswerkzeugen zusammengedrückt werden. Durch die Massnahmen des Anspruchs 6 wird erreicht, dass der Beschlag eine hohe Festigkeit aufweist, wobei sich durch Oberflächenhärtung die Anbohrsicherheit noch weiter erhöht.
Der Schutzbeschlag kann relativ dünn, z.B. mit einer Stärke von 5 mm, ausgeführt werden, wobei durch den Kragen eine Führung für den Schlosszylinder über eine Länge von z.B. 15 mm oder mehr ohne weiteres erreichbar ist. Dabei kann auch eine den Schutzbeschlag überdeckende Zierabdek-kung vorgesehen sein, die einen der äusseren Umfangslinie des Kragens entsprechenden Durchbruch aufweist. Auf diese Weise lässt sich ein relativ dünner Beschlag herstellen.
Es ist vorteilhaft, wenn auch an der Innenseite der Platte des Schutzbeschlages ein den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch umgebender zweiter Kragen ausgeschmiedet ist, dessen Höhe vorzugsweise 2 bis 4 mm beträgt. Mit diesem an der der Türe zugekehrten Seite des Schutzbeschlages angeordneten zweiten Kragen wird ein sicherer Schutz gegen ein Absägen des Schlosszylinders erreicht. So verhindert dieser zusätzliche Kragen, dass, sollte der Beschlag mittels eines Keiles von der Türe abgehoben werden, der Schlosszylinder mit einer Stichsäge überhaupt erreicht werden kann. Zumindest aber gewährleistet dieser Kragen, dass es zu einem sehr häufigen Verklemmen der Säge zwischen Tür und der Stirnseite des Kragens kommt, wodurch einerseits der Arbeitsfortschritt wesentlich verlangsamt wird und mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit eine Beschädigung der Säge eintritt.
Eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsge-mässen Schutzbeschlages zeichnet sich dadurch aus, dass die Platte im Bereich des bzw. der den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch umgebende(n) Kragen eine Dicke von mindestens 15 mm aufweist, wogegen die Dicke der übrigen Abschnitte wesentlich geringer ist und z. B. 5 bis 8 mm beträgt. Mit einem solchen Schutzbeschlag wird ein Schutz des Zylinders gegen Abschlagen bzw. Abstemmen oder Absägen über dessen gesamte aus der Tür vorragende Länge erreicht.
Bei einem erfindungsgemässen Schlossschutzbeschlag mit einem einen Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch und angesetzten Gewindehülsen ist nach einer weiteren Ausführungsform vorgesehen, dass die Gewindehülsen an einem Ende einen eine Einschnürung aufweisenden Kopf aufweisen, der in eine hinterschnittene Bohrung der Platte des Schutzbeschlages eingesetzt und mit dieser dann warm verpresst bzw. verschweisst ist. Damit wird eine sehr sichere,
feste Verbindung des Schutzbeschlages mit den Gewindehülsen erreicht, die vorzugsweise gehärtet oder oberflächengehärtet sind.
Um einem Abbohren der Gewindehülse wirksam vorzubeugen, kann weiter vorgesehen sein, dass in die Stirnseite des Kopfes jeder Gewindehülse eine Kugel aus hochlegiertem Stahl, vorzugsweise Chromstahl, eingepresst ist. Diese Kugel kann beim Verschweissen oder Warmverpressen der Gewindehülse mit dem Schutzbeschlag in die Stirnseite des Kopfes
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der Gewindehülse eingepresst werden. Die Härte der Kugel sinkt zwar aufgrund der Wärmeeinwirkung etwas ab, doch hat sich gezeigt, dass sich deren Härte während des nachfolgenden Abkühlens fast wieder auf den ursprünglichen Ausgangswert erhöht. Diese Kugel bewirkt bei einem Bohrversuch ein sicheres Abgleiten des Bohrers.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen
Figur 1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemässen Schutzbeschlag mit Zierabdeckung;
Figur 2 einen vergrösserten Ausschnitt aus Figur 1 ;
Figur 3 einen Endbereich des Schutzbeschlages vor dem Einsetzen einer Gewindehülse.
Der Schutzbeschlag 1 besteht im wesentlichen aus einer relativ dünnen Stahlplatte 1, die vorzugsweise durchgeschmiedet ist, um deren Festigkeit zu erhöhen. Ausserdem ist die Platte 2 oberflächengehärtet. Die Platte 2 weist zwei Durchbrüche 3 und 4 auf, von denen der Durchbruch 3 zur Aufnahme eines Drückerstiftes und der Durchbruch 4 zur Aufnahme und Führung eines Schlosszylinders dient.
Der Durchbruch 4, der dem Umriss eines Schlosszylinders entspricht, ist von einem an der Aussenseite der Platte 1 vorstehenden ausgeschmiedeten Kragen 5 umgeben, der bei montiertem Beschlag den aus der Tür vorstehenden Teil des Zylinderschlosses umfasst. Dieser Kragen ist ebenfalls oberflächengehärtet, um ein Abbohren des Kragens 5 unmöglich zu machen, zumindest aber zu erschweren. Dazu trägt auch der konische Verlauf der Aussenseite des Kragens bei, der ein Ansetzen eines Bohrers erschwert.
An der der Tür zugekehrten Innenseite der Platte ist ebenfalls ein wenn auch ein kleinerer zweiter Kragen 6 ausgeschmiedet, der ebenfalls den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch 6 umgibt. Dieser Kragen 6 dient als Schutz gegen ein Absägen des Schlosszylinders. Der Kragen 6 reicht aus, ein Bearbeiten des Schlosszylinders mit einer zwischen Tür und Platte 2 eingeschobenen Säge sicher zu verhindern. So reicht dieser Kragen aus, um das Einbauspiel des
Schlosses in der Tür zu überdecken. Zumindest reicht dieser Kragen aber dazu aus, dass es ständig zu einem Klemmen der Säge zwischen der Tür und der Stirnseite des Kragens 6 kommt, wodurch die Arbeit wesentlich verlangsamt wird und 5 es überdies mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer Beschädigung der Säge kommt und damit auch ein Einbruchsversuch wesentlich erschwert wird.
Zur von aussen unlösbaren Befestigung des Schutzbeschlages 1 ist die Platte 2 mit zwei Gewindehülsen durch io Schweissen oder Warmverpressen verbunden. Diese Gewindehülsen 7 sind mit einer Gewindebohrung 13 in der freien Stirnseite versehen, die zur Aufnahme einer Schraube zur Verbindung mit einem an der Innenseite der Türe angebrachten, nicht dargestellten Beschlag dienen. Wie insbesondere 15 aus Figur 3 ersichtlich, weist jede Gewindehülse einen eine Einschnürung 8 aufweisenden Kopf 9 auf, in dessen Stirnseite eine gehärtete Stahlkugel 10 aus legiertem Stahl, vorzugsweise Chromstahl, eingedrückt ist.
Mit diesem Kopf wird die Gewindehülse 7 in eine eine 2o Hinterschneidung 11 aufweisende Sackbohrung 12 der
Platte 2 eingesetzt und mit dieser verschweisst oder warm ver-presst. Durch die Hinterschneidung 11 und die Einschnürung des Kopfes 9 wird ein besonders sicherer Zusammenhalt der Gewindehülse mit der Platte 2 gewährleistet.
25 Wie aus Figur 1 ersichtlich, ist die Platte 2 mit einer Zierabdeckung 14 verbunden, die neben einem zur Aufnahme eines Drückerstiftes vorgesehenen Durchbruch 15, der mit dem Durchbruch 3 der Platte fluchtet, mit einem der Aussen-kontur der Kragens 5 entsprechenden Durchbruch versehen, 30 der von dem Kragen durchsetzt ist. Der Verbund der Platte 2 mit der Zierabdeckung 14 erfolgt mittels zweier Schrauben, die entsprechende Bohrungen der Platte 2 durchsetzen und in Gewindebohrungen der Zierabdeckung 14 eingreifen.
Die Innenflächen des Durchbruches 4 werden nach dem 35 Schmieden des Kragens nachbearbeitet, so dass der Schlosszylinder vom Kragen mit nur geringem Spiel umfasst ist.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Schlossschutzbeschlag zum Abdecken des Schlosses an der Aussenseite einer Türe, der mit einem den Querschnitt des Schlosszylinders entsprechenden Durchbruch versehen und mittels von der Innenseite der Türe her eingesetzten Schrauben befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzbeschlag (1) eine Platte (2) aufweist, die zumindest an ihrer Aussenseite einen den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch (4) umgebenden ausgeschmiedeten Kragen (5) aufweist, dessen Innenseite als Führung für den Schlosszylinder dient.
2. Schlossschutzbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch an der Innenseite der Platte (2) des Schutzbeschlages (1) ein den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch (4) umgebender zweiter Kragen (6) ausgeschmiedet ist, dessen Höhe vorzugsweise 2 bis 4 mm beträgt.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Schlossschutzbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) im Bereich des bzw. der den dem Schlosszylinder entsprechenden Durchbruch (4) umgebende(n) Kragen (5,6) eine Dicke von mindestens
15 mm aufweist, wogegen die Dicke der übrigen Abschnitte wesentlich geringer ist und z. B. 5 bis 8 mm beträgt.
4. Schlossschutzbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gewindehülse (7) an einem Ende einen eine Einschnürung (8) aufweisenden Kopf (9) aufweist, der in eine hinterschnittene Bohrung (12) der Platte (1) eingesetzt und mit dieser verpresst bzw. verschweisst ist.
5. Schlossschutzbeschlag nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stirnseite des Kopfes (9) jede Gewindehülse (7) eine Kugel (10) aus hochlegiertem Stahl, vorzugsweise Chromstahl, eingepresst ist.
6. Schlossschutzbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (2) durchgehend geschmiedet und vorzugsweise oberflächengehärtet ist.
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