Vorrichtung zum Speichern und Entnehmen von Karten mit wahlfreiem Zugriff
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Speichern und Entnehmen von Karten mit wahlfreiem Zugriff, welche Karten Seite an Seite in einem Speicher gehalten sind.
Die Karten können verschiedener Art sein und für die verschiedensten Zwecke dienen, z. B. Karten für die Buchhaltung, Lochkarten, Karten mit den Daten von Angestellten in Firmen für die Personalabteilungen, Er Xennungs- oder Fahndungskarten bei der Polizei. In diesen Fällen trägt die Karte bestimmte Daten z. B. in Form von Aufschriften oder Aufdrücken. Die Daten können aber auch z. B. in Form von Filmbildern, Mikrofilmen vorliegen und auf irgendeine Weise auf der als Träger dienenden Karte befestigt sein. Es ist aber auch möglich, letztere Daten innerhalb einer Karte unterzubringen. In diesem Fall wäre die Karte dann doppelwandig.
Es wird die Schaffung einer Vorrichtung bezweckt, bei der die Karten in beliebiger, ungeordneter Reihenfolge im Speicher angeordnet sein können, so dass also z. B. irgend' eine neue oder eine vorher dem Speicher entnommene Karte an irgendeiner Stelle in den Speicher eingebracht werden kann, ohne die Funktionsweise der Vorrichtung zu beeinflussen. Die zu schaffende Vorrichtung soll einen einfachen, störungsanfälligen Aufbau haben können. Die Konzeption ihrer Konstruktion soll so sein, dass die Vorrichtung sowohl in kleiner Ausführung als auch in sehr grossen Abmessungen ohne Be einträchtigung der Funktionsweise ausgebildet werden kann.
Die Vorrichtung soll so ausgebildet werden können, dass mit ihr eine bestimmte aus dem Speicher ausgewählte Karte in eine bestimmte Lage zum weiteren Gebrauch gebracht werden und dann wieder in den Speicher zurückgebracht werden kann. So soll es z. B. möglich sein, dass eine aus dem Speicher ausgewählte Karte in die Bahn einer optischen Projektion oder zu einer Druckstation gebracht werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Codemarkierung an einer Kante der Karten zu deren Kennzeichnung angebracht ist, dass eine Wählervorrichtung in die Nähe dieser Kanten der Karten bringbar ist, um jeweils eine einzelne dieser Karten mit Hilfe ihrer Codemarkierung auszuwählen, dass die Codemarkierungen und die Wählervorrichtung nur eine begrenzte Bewegung einer ausgewählten Karte aus dem Speicher herauszulassen, dass mittels einer Antriebsvorrichtung eine Relativbewegung, quer zur Kartenfläche, zwischen dem Speicher und der Wählervorrichtung bewirkt wird', um nacheinander die einzelnen Karten in die Nähe der Wählervorrichtung zu bringen, und dass ein Magnet der Wählervorrichtung mit einem Magnet der ausgewählten Karte zusammenwirkt, um diese Karte um die begrenzte Strecke aus dem Speicher herauszubewegen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes mit einer Variante des Speichers ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung der Vorrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, wobei ein oberer Teil der Vorrichtung abgeschnitten ist,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 44 in Fig. 6, aus dem der Arbeitsmechanismus für eine Ausricht- und eine Trenneinrichtung ersichtlich ist,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 4,
Fig. 7 eine Ansicht, in welcher die Arbeitsweise von Nockenscheiben und Schalter fllr den in Fig. 4 bis 6 dargestellten Arbeitsmechanismus dargestellt ist,
Fig.
8 eine schaubildliche Ansicht der Ausricht- und Trenneinrichtung an der Entnahmestelle, wobei Finger zum Festhalten der Karte und zum Trennen benachbarter Karten dargestellt sind,
Fig. 8a eine Bewegungsbahn, bei welcher die Rückführung der Finger auf den Arbeitsbahnen geschieht.
Fig. 9-13 die verschiedenen Stellungen der die Karten handhabenden Finger, deren Bahnen mit Pfeilen in Fig. 8 wiedergegeben sind
Fig. 14 eine schaubildliche Ansicht einer Karte, welche sich bis zu ihrem Abruf in einem Speicher befindet,
Fig. 15 einen Teilschnitt durch die Vorrichtung mit einer ausgewählten Karte an der Entnahmestelle vor Arbeitsbeginn des Ausrichtmechanismus,
Fig. 16 einen diametralen, senkrechten Schnitt durch eine Speichertrommel an der Entnahmestelle,
Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie 17-17 in Fig. 15,
Fig. 18 einen Querschnitt durch die Speichertrommel in der Stellung des Wählers, des Fühlers, des Ausrichtmechanismus und der Entnahmestelle,
Fig. 19 einen Schnitt nach der Linie 19-19 in Fig. 18,
Fig. 20 eine Ansicht auf einen Teil des in Fig. 18 gezeigten Vorrichtungsabschnittes,
Fig.
21 ein elektrisches Schaltschema für den Antrieb der Speichertrommel und des Karten-Ausrichtmechanismus der Vorrichtung,
Fig. 22 einen diametralen, senkrechten Schnitt entsprechend der Fig. 16 einer weiteren Ausführungsform eines Speichers, in welchem sich mehrere Magazine für die Karten befinden,
Fig. 23 eine Teilaufsicht des in Fig. 22 dargestellten Speichers mit mehreren Magazinen,
Fig. 24 eine Ansicht nach dem Linienzug 2v24 in Fig. 2 gesehen und
Fig. 25 einen Schnitt nach der Linie 25-25 in Fig. 22.
In der in Fig. 1-21 dargestellten Ausführungsform weist die Vorrichtung zum Kartenspeichern und Abrufen einen kastenähnlichen Aufbau 31 auf. Dieser ist mit einer abnehmbaren Abdeckung 32 ausgestattet, auf welcher sich eine drehbar gelagerte Karten-Speichertrommel 33 befindet. Auf der Abdeckung 32 ist ein Kartenwähler 34 mit einem verstellbar daran montierten Kartenfühler 35 angebracht. Eine Entnahmestelle 36 weist obere und untere Mechanismusteile 37 und 38 auf.
Ein Paar von Kartenausricht- und Kartentrennarmen 39 und 41 ist drehbar in Haltern 42 auf Bolzen 45 gelagert. Die Halter 42 sind fest auf Wellen 44 angebracht; diese Wellen sind in stationären Blöcken 43, welche auf der Abdeckung 32 getragen werden, drehbar gelagert.
Ein horizontal und vertikal wirkender X-Y-Stellmechanismus, welcher verwendet wird, um eine bestimmte Karte an der Entnahmestelle herauszuziehen und wieder zurückzuführen, bildet keinen Teil der vorliegenden Erfindung; nur die an der Karte anliegenden Teile 37, 38 wurden in den Zeichnungen aufgeführt. Es ist klar, dass jeder X-Y-Bewegungsmechanismus der Karten bei der neuen Vorrichtung verwendet werden kann.
Ein Ausführungsbeispiel einer in der neuen Vorrichtung venvendbaren Karte 46 wird in Fig. 14 dargestellt; die Karte ist rechteckig und besteht beispielsweise aus transparenten Plastikscheiben, zwischen welchen eine Anzahl von einzelnen Filmscheiben 47 eingelegt ist. An der Vorderkante der Karte 46 ist ein Magnetstreifen 48 angeleimt bzw. um die Kante gefalzt. Der Magnetstreifen 48 kann mittels Kerben 51 mit jedem beliebigen Code, durch welchen jede Karte 46 identifiziert werden kann, versehen werden. Diese Codemarkierung wirkt mit Adressenplatten am Wähler 34 zusammen, um eine gewünschte Karte auszuwählen und zu entnehmen. Die Karte 46 könnte auch aus einem einzelnen Filmblatt mit mehreren darauf befindlichen Bit- dern bestehen, wobei die Code-Kerben wie die Kerben 51 an der Vorderkante des Filmblattes selbst angebracht sein könnten.
In diesem Falle könnte der Magnet in Form zweier einzelner Stücke, und zwar oberhalb und unterhalb der Code-Kerben am Filmblatt angeleimt oder mit einem Band angeklebt sein. Die Kerben und Magnete könnten auch in einem Plastikstreifen, welcher an der Kante des Filmblattes befestigt ist, angeordnet werden. Wie bereits erwähnt, können die Kerben jeden gewünschten Code wiedergeben, beispielsweise einen normalen Binärcode, einen binärverrchlüsselten Dezimalcode, einen Gray-Binärcode, einen Octalcode und ähnliche Codes bzw. Schlüssel.
Der Wähler 34 wird ausführlicher in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt. Er weist Seitenplatten 52 und 53 auf, welche an ihrer Unterseite 54 mit nach aussen gerichteten Flanschen versehen und auf der Oberseite der Abdeckung 32 befestigt sind. Die Oberenden der Seitenplatten 52 und 53 sind mit nach innen gerichteten Flanschen ausgestattet, auf welchen sich eine Deckplatte 55 befindet. Entfernt von der Trommel 33 in der Nähe der Aussenkanten der Seitenplatten 52 und 53 ist eine Anzahl in einer senkrechten Reihe angeordneter und im Abstand voneinander befindlicher Löcher 56 angebracht. In diese Löcher erstrecken sich Finger 57 an den rückwärtigen, gegenüberliegenden Kanten von Adressenplatten 58, so dass die Platten 58 schwenkbar innerhalb des Wählers 34 gelagert sind.
Mehrere im Abstand voneinander befindliche Bolzen 59 erstrecken sich von den Seitenplatten 52 und 53 aus nach innen, um die nach unten oder oben geschwenkten Platten 58 zu begrenzen, wie insbesondere in Fig. 3 dargestellt ist. Die beiden Grenzstellungen der Platten 58 können beispielsweise den Binärzahlen 0 und 1 in der verschlüsselten Kennzeichnung der Karten 46 entsprechen.
Die Adressenplatten 58 sind mit senkrecht fluchtenden Löchern 61 ausgestattet, durch welche sich Arbeitsstangen 62 erstrecken. Die oberen Enden dieser Stangen 62 erstrecken sich durch die Deckplatte 55 des Wählers 34 und werden durch diese gehalten. In der dargestellten Ausführungsform sind zwölf Stangen 62 vorhanden, wobei jeweils eine der Stangen nur mit einer der zwölf Adressenplatten 58 verbunden ist. So ist die in Fig. 3 dargestellte, rechts liegende Stange 62 an der dritten Adressenplatte 58 von unten mittels eines Paares von Scheiben 63, welche durch Querbolzen 64 gehalten werden, befestigt. In gleicher Weise ist die in Fig.3 links liegende Stange 62 an der vierten Adfessenplatte 58 von oben, ebenfalls durch Scheiben 63 und durch Bolzen 64 angebracht.
Die unteren Enden der Arbeitsstangen 62 sind an einzelnen Elektromagnetankern 65, welche mittels Elektromagnetspulen 66 nach unten gezogen werden, befestigt. Die Elektromagnete sind auf Stützen 67, welche sich zwischen den Seitenplatten 52 und 53 erstrecken, montiert und werden durch nach oben stehende Flansche 68 getragen. Druckfedern 69 zwischen den Stützen 67 und den Scheiben 71 auf den Arbeitsstangen 62 drücken die Stangen in ihre in Fig. 3 oberste Lage.
Auf der Deckplatte 55 und der Stütze 67 in der Nähe der Trommel 33 sind Magnete 72 und 73 vorgesehen. Jeder dieser hfagnete weist ein in der Mitte befindliches permanentes Magnetquerstück 74 aus einem keramischen Magnetmaterial beispielsweise aus Alnico 5 oder dergleichen auf. An den gegenüberliegenden Polflächen der Querstücke 74 sind Polplatten 75 und 76 aus einem Magnetmaterial angebracht. Die gegen überliegenden Polflächen 77 und 78 der Platten 75 und 76 liegen den Vorderkanten der Magnetstreifen 48 der Karten 46 gegenüber. Die Polplatten 75, 76 und die magnetischen Querstücke 74 sind verstellbar auf der Deckplatte 55 und auf der Stütze 67 mittels Bolzen 79 ange bracht.
Die Bolzen 79 erstrecken sich durch Schlitze in den Polplatten. Anstelle der permanenten Magnetstücke 74 können natürlich Elektromagnetkerne und Erre gungsspulen verwendet werden, um die Polplatten 75 und 76 zu magnetisieren.
Die Polflächen 77 und 78 liegen nicht konzentrisch zur Trommel 33, wie durch die gestrichelte Linie 81 in Fig. 2 und die entsprechende, voll ausgezogene Linie 81 in den Fig. 18, 20 und 23 dargestellt ist. Diejenigen Bereiche der Polflächen 77, 78, die zuerst an die Magnetstreifen 48 der Karten 46 herangebracht werden, liegen nahe am Mantel der Trommel, während die Polflächen, wo die Karten den Wähler 34 verlassen, in einem gewissen Abstand vom Trommelmantel sind, um die ausgewählte Karte ein kurzes Stück radial aus der Trommel herausziehen zu können. Dies wird in- Fig. 2 durch die drei Stellungen der in gestrichelten Linien angegebenen, gewählten Karte 46A, welche vom Wähler bestimmt wurde, dargestellt. Die Trommel 33 dreht sich in Fig. 2 in Richtung des Pfeils 82.
Die Kerben 51 der adressierten Karte 46A passen mit den Stellungen der Adressenplatten 58 überein, so dass die Karte 46A nacheinander die Stellungen 46A' und 46A" einnimmt, wenn sie am Wähler 34 vorbei gedreht wird.
In Fig. 3 liegen die Adressenplatten 58 so, dass sich die Karte 46 nicht radial nach aussen bewegen kann, da die Vorderkante der Karte 46 an den Kanten einiger Adressenplatten 58 anliegt.
Der Fühler 35 ist auf einer gewöhnlich L-förmigen Stütze 83 befestigt, so dass er tangential zur Trommel 33 mit Hilfe der Schlitzbefestigung 84 verschoben werden kann (Fig. 1). In radialer Richtung bezüglich der Trommel 33 kann der Fühler mittels der Schlitzbefestigung 85 verschoben werden. Der Fühler 35 kann jede Form aufweisen; er kann beispielsweise aus einem magnetischen Zungenschalter und einem Permanentmagneten bestehen, bei welchem der Zungenschalter bei Annäherung der Magnetkante einer bestimmten und radial herausgezogenen Karte in die Stellung 46A", einen Stromkreis 86 schliessen kann.
Wenn eine ausgewählte und teilweise herausgezogene Karte so durch den Fühler 35 abgefühlt wurde, wird der Stromkreis 86 dazu verwendet, den die Trommel 33 in Umdrehung wersetzen- den Motor M1 abzuschalten, wobei die ausgewählte Karte 46A an der in Fig. 1 dargestellten Entnahmestelle 36 angehalten wird.
Eine Elektromagnet-Schaltvorrichtung 87 ist an der Aussenseite der Platte 53 angebracht (Fig. 2); jede Spule 88 zieht in erregtem Zustand einen Anker 89 nach innen zu der in Fig. 2 mit gestrichelten Linien dargestellten Stellung. Der Anker 89 wird normalerweise federelastisch in seine in Fig. 2 mit ausgezogenen Strichen dkr- gestellte Lage gedrückt. Ein Arm 91 ist drehbar bei 92 an einer Stütze 93 befestigt, welche ihrerseits an der Seitenplatte 53 fest ist. Der Arm 91 ist mittels einer Bolzen¯ und Schlitzanordnung bei 94 mit dem Anker 89 verbunden und weist an seinem gegenüberliegenden Ende eine kurvenförmige Fläche 95 auf, welche an die Vorderkanten der Karten 46 heranbewegt wird, wie durch die gestrichelten Linien bei 96 angegeben ist.
Der Arm 91 verhindert, wenn er an den Kanten der Karten 46 anliegt, dass diese durch die Magnete 72 und 73 nach aussen gezogen werden, während die adressierenden Platten 58 in die neuen Stellungen gebracht werden. Der Elektromagnet 87 wird deshalb jedesmal erregt, um ein Herausziehen der Karten zu verhindern, wenn die Adresse in dem Wähler 34 gewechselt wird, indem die Adressenplatten 58 in eine andere Stellung bewegt werden.
Wie in Fig. 16 dargestellt ist, weist die Trommel 33 eine in der Mitte befindliche Nabe 97 auf. In dieser Nabe verläuft in der Mitte eine Bohrung 98, welche an der Unterseite mit einer grossen konzentrischen Gegenbohrung 99 versehen ist. In einem Schaft 101, welcher aus einem Stück mit der Abdeckung 32 besteht, verläuft in der Mitte eine Bohrung 102. Eine Welle 103 erstreckt sich durch die Bohrung 102 und ist an einen Motor M1 angeschlossen (Fig. 21), durch welchen sie in dem Kastenaufbau 31 gedreht wird. Auf der Welle 103 sitzt ein Bund 104, welcher mit Hilfe von Drucklagerkugeln 105 an das Ende des Schaftes 101 gedrückt wird. Ein Bolzen 106 ist in der Nabe 97 befestigt, durchragt die Bohrung 98 und liegt innerhalb einer Nut 107 am Ende der Antriebswelle 103.
Die Trommel 33 wird dadurch auf dem Burid 104, welcher auf dem Schaft 101 abgestützt ist, getragen, während die Trommel 33 mit der Welle 103 durch den Eingriff des Bolzens 106 in dem Schlitz 107 in Umdrehung versetzt wird.
Es wird nun auf die Trennvorrichtung Bezug genommen, welche mittels eines Motors M2 über eine Welle 108 betätigt wird (Fig. 21). Auf einer Welle 108 nach Fig. 5 und 6 befindet sich ein Kopfteil 109, auf welchem bei 110 Steuerplatten 111, 112, 113 und 114 befestigt sind. Da die Steuerplatten 111 bis 114 sich alle zusammen drehen, ist es offensichtlich, dass sie aus einem Stück bestehen können, wobei die Steuerflächen entweder gegossen oder aus einem einzigen Stück herausgeschnitten werden. Eine Stützplatte 115 wird von der Unterseite der Abdeckung 32 mittels Bolzen 116 gehalten; auf der Oberseite der Platte 115 ist ein Streifen 117 verschiebbar angeordnet, um, geführt durch die Platten 118, geradlinige Bewegungen bis zu den gegenüberliegenden Enden der Platten durchzuführen.
Eine Zugfeder 119 verbindet einen Bolzen 121 auf dem Streifen 117 und einen feststehenden Bolzen 122, um den Streifen 117 nach rechts zu drücken, gesehen in den Fig. 4 und 6. Ein Querstück 123 ist mittels Nieten 124 fest am Streifen 117 angebracht.
Ein Armpaar 125 und 126 ist bei 127 und 128 an der Platte 115 drehbar gelagert. Die gegenüberliegenden Enden der Arme 125 und 126 sind mit Längsschlitzen 129 und 130 versehen. In den Enden des Querstückes 123 sind Schlitze 131 und 132, deren Achsen mit dem Querstück fluchten und rechtwinklig zu den Achsen der Schlitze 129 und 130 verlaufen. Büchsen 133 und 134 erstrecken sich durch die sich deckenden Schlitze 129, 131 und 130, 132. In den Öffnungen 135 der Büchsen 133 und 134 werden die kugeligen unteren Enden 136 der drehbaren Arme 39 und 41 gehalten. Die Büchsen 133 und 134, welche beispielsweise aus gegossenem oder auf der Maschine bearbeitetem Nylon hergestellt sein können, sind in den Schlitzen 129 bis 132 verschiebbar.
Die Steuerfläche an der Kante der Steuerplatte 111 liegt an der Kante des Querstückes 123 an (Fig. 4, 7).
Die Steuerkante der Platte 112 liegt an der Kante des drehbaren Armes 125 an (Fig. 5), während die Steuerkante der Platte 113 die Kante der Platte 137, welche fest auf dem drehbaren Arm 126 montiert ist, berührt (Fig. 5). Die Arme 125 und 126 werden durch eine sie verbindende Feder 138 an ihre entsprechenden Steuerflächen angedrückt. Eine Stütze 139 ist an der Platte 115 angebracht und trägt ein Paar von Schaltern 141 und 142, welche in dieser Anordnung mit Hilfe eines Nockens 143 auf der Platte 114 betätigt werden, wie insbesondere in der Darstellung von Fig. 7 zu sehen ist.
Die oberen Enden der Arme 39 und 41 sind ge schlitz, wie insbesondere bei 144 in Fig. 17 und auch in Fig. 8 dargestellt ist und tragen L-förmige Teile 145, welche bei 146 innerhalb d'er Schlitze drehbar gelagert sind. An ihren freien Enden sindi die L-förmigen Teile 145 mit keilförmigen Fingern 147 versehen. Ein Bolzen 148 geht durch jeden Schlitz 145 und wird in einem Schlitz 149 in jedem L-förmigen Teil 145 geführt, um dessen Drehbewegung um die Drehachse 146 zu beschränken. Zugfedern 151 verbinden die Teile 145 mit feststehenden Bolzen 152, um die Teile 145 elastisch gegen die Uhrzeigerrichtung, gesehen in Fig. 17, zu ziehen, wobei dir waagrechte Arm der Teile 145 gesehen in Fig. 17, nach unten bewegt wird.
Wie in Fig. 1 dargesellt ist, werden die Karten 46 in der Trommel 33 zwischen federnd zueinander angeordneten Platten 150 gelagert. Die Platten 150 werden mittels Federn 150A von fest angebrachten Platten 150B federnd vorgespannt. Ein Satz von Platten und Federn 150, 150A und 150B ist um die Trommel 33 in verschiedene Stellungen bewegbar; in diiesen Stellungen kann die Platte 150B mit Hilfe eines Bolzens, welcher in eine einer Anzahl von Öffnungen 1 50C an der Unterseite der Trommel eingeführt ist, fixiert werden.
Dadurch kann jederzeit in der Trommel ein Zwischenraum für eine bestimmte Anzahl von Karten geschaffen werden. Bei einer vollen Trommel sind die Platten 150B Seite an Seite angeordnet und die Platten 150 werden entgegengesetzt elastisch vorgespannt. Diese Anordnung gewährleistet nicht nur einen losen Zusammenhang der Karten in aufrechter Lage, sondern macht es auch möglich, dass jede ausgewählte Karte in der Mitte der Entnahmestelle 36 ungeachtet ihrer Lagerungsstelle angehalten wird. Auf der Kreisbahn zwischen der Entnahmestelle 36 und dem Wähier 34 werden die Karten mit Hilfe eines kreisförmigen Flansches 155 innerhalb der Trommel 33 gehalten. Dieser Flansch kann in einer Nut angelötet oder auf andere Weise auf der Abdeckung 32 befestigt werden.
Nach der Rückgabe der Karten an der Entnahmestelle mit Hilfe des X-Y-Trenn- und Entnahme-Mechanismus werden die Karten durch Umdrehung der Trommel in diese zurückgedrückt, da die Kanten der Karten 46 an den sich erweiternden Enden 156 des Flansches 155 anliegen. Wie in Fig. 23 dargestellt ist, endet der Flansch 155 am Wähler 34; alle Karten 46 werden jedoch durch die Kanten der Adressenplatten 58 in der Trommel 33 zurückgehalten. An einer dem Wähler 34 nachgeschalteten Stelle hält ein weiterer, kurzer und bogenförmiger Flansch 158 die nicht ausgewählten Karten 46 in der Trommel 33 zurück, während der sich an der Unterseite befindliche, fingerförmige Vorsprung 50 der ausgewählten Karte 46A an der Aussenseite des Flansches 158 entlang und danach in Eingriff mit dem Teil 38 des X-Y-Trenn- und Entnahme 5,Iechanismus bewegt.
Der auf der Oberseite befindliche, fingerförmige Vorsprung 49 der ausgewählten Karte bewegt sich in Eingriff mit dem ausgestreckten, bogenförmigen Arm 159 des oberen X-Y-Mechanismusteiles 37.
Die Bewegungen der keilförmigen Finger 147 beim Feststellen und Trennen der Karten sind in Fig. 8 bis 13 dargestellt und finden statt, wenn die kugelförmigen Endteile 136 der Arme 39 und 41 durch die Büchsen 133 und 134 in den Schlitzen 129 bis 132 bewegt werden. Die einander folgenden Bewegungen sind in Fig. 8 numeriert und: liegen in Richtung der Teile; sie verlaufen von den mit voll ausgezogenen Linien dargestellten Stellungen zu den mit gestrichelten Linien dargestellten Stellungen in Fig. 9 bis 13. Die Fig. 8 und; 9 stellen die Lage der Arme 39, 41 und der keilförmigen Finger 147 dar, wenn eine Karte 46A zunächst durch die Trommel 33 zur Entnahmestelle 36 gebracht wird; die Trommel 33 wird bei Abschalten des Antriebsmotors M1 mit Hilfe des durch den Fühler 35 gesteuerten Stromkreises angehalten.
Dann wird der Motor M2 erregt und: versetzt die Steuerplatten 111 bis 114 in Umdrehung. Zunächst bewirkt die Steuerplatte 111 eine geradlinige Bewegung des Querstückes 123 unter der federnden Wirkung der Feder 119. Dadurch werden die Arme 39 und 41 um die Drehpunkte 145 gedreht, wodurch die keilförmigen Finger 147 in Richtung der Karten in der Trommel 33 bewegt werden, welche sie jedoch nicht berühren. Die fortgesetzte Drehbewegung trennt die Arme 125 und 126 mit Hilfe der Steuerplatten 112 und 113, so dass die Finger 147 aufeinander zu bewegt werden, wie es mit gestrichelten Linien in Fig. 10 dargestellt ist. Dabei wird die ausgewählte Karte 46A in ihrer endgültigen Entnahmestellung bezüglich des XY-Mechanismus zur Entnahme genau eingestellt.
Da sich der Motor M2 fortwährend dreht, bewegt sich das Querstück 23 wieder geradlinig und führt die Finger 147 nach innen hinter d'ie Kanten der in der Trommel befindlichen Karten in die in Fig. 11 mit gestrichelten Linien dargestellte Lage. Die weitere Drehbewegung des Motors M2 macht es möglich, dass sich die Arme 125 und 126 unter der Wirkung der Feder 138 aufeinander zu bewegen; dabei werden die Finger 147 in die in Fig. 12 mit gestrichelten Linien dargestellte Lage auseinanderbewegt, wodurch die anderen Karten von der ausgewählten Karte 46A abgesondert werden. Der X-Y-Entnahme-Mechanismus tritt nun in Kraft, wie durch den Pfeil in Fig. 13 angegeben ist, um die Karte 46A weiter radial nach aussen zu bewegen.
Die Karten 46 bleiben, wie in Fig. 13 dargestellt ist, voneinander getrennt, bis der X-Y-Entnahme-Mechanismus die Karte 46A nach Gebrauch wieder in die dargestellte Lage zurückbewegt. Danach wird der Motor M2 wieder eingeschaltet, so dass das Querstück 123 auf geradliniger Bahn die Finger 147 in ihre Ausgangsstellung der Fig. 8 und 9 zurückbewegt, so wie es in gestrichelten Linien in Fig. 13 dargestellt ist. Der Motor M2 wird abgeschaltet und der Motor M1 eingeschaltet, um die Trommel 33 in Umdrehung zu versetzen, wonach die Kante der Karte 46A an dem erweiterten Ende 156 des Flansches 155 zu liegen kommt und radial in die Trommel zurückbewegt wird.
Wie durch die numerierten Bewegungen in Fig. 8 dargestellt ist, bewegen sich die Finger 147 auf der Bahn eines geschlossenen P, um die ausgewählte Karte herauszusuchen, um die anderen Karten davon zu trennen und um die ausgesuchte Karte in die Ausgangsstellung zurückzubringen. Die von den Fingern durchlaufene Bahn kann aber auch durch ein offenes P an gegeben werden, wie in Fig. 8a dargestellt ist, wobei die Bewegungen des Fingers 147 numeriert sind, jedoch die geradlinige Rückwärtsbewegung 5 in Fig. 8, welche das P abschliesst, beim offenen P nach Fig. 8a nicht vorhanden ist. Stattdessen werden die Finger 147 gemäss Fig. 8a in ihrer Bahn zurückbewegt, welche sie genommen haben, um die in Fig. 13 mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage zu erreichen.
Dies kann auf verschiedene Weise bewerkstelligt werden, beispielsweise durch Bewegungsumkehr des Motors M2, durch Verwendung eines drehbaren Elektromagneten mit einer Rückholfeder an Stelle des Motors M2 oder durch eine Kupplungsverbindung mit dem Motor M2, wobei eine ähnliche Rückholfeder Verwendung findet. Ob nun die durch ein geschlossenes P dargestellte Bewegungsbahn in Fig. 8 oder die durch ein geöffnetes P dargestellte Bewegungsbahn nach Fig.8a Verwendung findet, es wird dasselbe Ergebnis beim Heraussuchen der Karte und beim Trennen der Karten, so wie es in den Fig. 9 bis 12 dargestellt ist, erreicht.
Ein elektrisches Schaltschema für die Motoren M1 und M2, welche die Vorratstrommel und den Mechanismus zum Aussuchen der Karte und zum Trennen der Karten antreiben, wird in Fig. 21 dargestellt. Die Wechselstrommotore M1 und M2 sind vorzugsweise mit inneren Magnet- oder Reibungsbremsen versehen, um nach dem Abschalten sofort anzuhalten. Ein Gleichstromrelais 161 weist eine Spule 162 auf, weiterhin Arbeitskontakte 163, 164 und einen Ruhekontakt 165, 166 sowie einen Arbeitskontakt 166, 167, wobei die beiden letzten Kontakte als Umschalter ausgebildet sind.
Der Schalter 142 weist einen Arbeitskontakt 168, 169 auf, während der Schalter 141 einen Ruhekontakt 171, 172 und einen Arbeitskontakt 172, 173 aufweist und beide Kontakte als Umschalter ausgebildet sind. Der Kontaktteil 173 ist, wie durch die Verbindungslinie 174 dargestellt ist, mit dem Steuerstromkreis und dem X-Y Mechanismus, welche durch den Block 175 dargestellt sind, verbunden; die besonderen Elemente dieser Anlage bilden jedoch keinen Bestandteil der vorliegenden Erfindung. Das in Fig. 21 nicht dargestellte An- und Abschalten der Anlage kann beispielsweise mit Handschaltern geschehen, insbesondere für die Erregung der Elektromagneten 66 mit Drehschaltern 205 und für die Feststellung der Filmplatte in X-Y-Koordinaten mit Drehschaltern 206.
Die Spule 88 des Elektromagneten 87 kann in gleicher Weise mit der Hand an einem der Schalter 207 oder durch eine Befehlsfolge-Schalttafel, deren elektrische Bestandteile und Verbindungen Fachleuten auf elektrischem Gebiete geläufig sind, betätigt werden.
Die Erregerspule 162 des Relais 161 wird durch eine Gleichrichterbrücke 180 von den Wechselstromleitungen 176 und 177 über die Kontakte 168, 169 des Schalters 142 oder durch die Arbeitskontakte 166 und 167 gespeist. In Serie mit der Brücke ist ein Widerstand 178 zum Herabsetzen der Spannung geschaltet. Ein Kondensator 179 ist parallel zur Gleichrichterbrücke 180 geschaltet, welche die Spule 162 durch einen weiteren, die Spannung heruntersetzenden Widerstand 181 speist, und eine parallel liegende Widerstands-Kondensator-Kombination 182 gewährleistet einen schnellen Aufbau und Abfall des Relais 161.
Die Kontakte des Fühlers 35 sind parallel zur Spule 162 und die Widerstands Kondensator-Kombination 182 geschaltet, so dass das Schliessen der Fühlerkontakte die Spule 182 überbrückt, wodurch das Relais 161 schnell abfällt. Die Kontakte 168 und 169 des Schalters 142 sind momentane Kontakte, welche sich, kurz nachdem sie geschlossen sind, öffnen. Der Kontakt 173 des Schalters 141 bleibt geschlossen und der Kontakt 171 bleibt geöffnet, um den Motor M2 abzuschalten, bis er durch eine momentane Kontaktleitung 183 wieder erregt wird'. Die Kontaktleitungen 183 werden durch den Steuerkreis bei 175 geschlossen, wenn eine Karte mit Hilfe des X-Y-Koordinatenmechanismus in die Trommel zurückgeführt wird.
Beim Betrieb der Vorrichtung, wobei der Schalter 141 betätigt wird, um den Kontakt 171 zu öffnen und den Kontakt 173 zu schliessen, werden die Motore M1 und M2 und die Spule 162 abgeschaltet, wobei die weitere Steuerung des Stromkreises bei 175 geschieht und der X-Y-Koordinatenmechanismus betätigt wird, um die ausgewählte Karte wunschgemäss zu bewegen. Während dieses Zeitabschnittes kann der Elektromagnet 87 betätigt werden, um den Arm 91 in die Karten-Haltestellung zu bewegen, wobei eine neue Adresse für eine neu auszuwählende Karte auf den Adressenplatten 58 durch Erregung und Abschalten der geeigneten Elektromagneten 66 bestimmt wird.
Dies geschieht beispielsweise durch Betätigung von Drehschaltern 205. Ähnliche Drehschalter 206 können verwendet werden, um die Filmplatte auf der Karte zu identifizieren und den X-Y-Koordinatenmechanismus zu steuern; jede beliebige Anzahl von handbetätigten Schaltern 207 können vorgesehen sein, um wunschgemäss Arbeitsabläufe auszulösen, wie z. B. Einschalten, Ausschalten, und Erregung der Elektromagnetspule 88.
Da der X-Y-Koordinatenmechanismus an der Entnahmestelle eine ausgewählte Karte 46A in die Trommel zurückführt, d. h., in die in Fig. 13 dargestellte Lage, wird die Leitung 183 momentan geschlossen, um den Motor M2 parallel zu den Leitungen 176 und 177 durch den geschlossenen Kontakt 173 zu schalten. Wenn sich der Motor M2 dreht, verlässt der Vorsprung 143 auf der Steuerplatte 114 den Schalter 141, so dass sich der Kontakt 171 schliesst und der Motor M2 dadurch und durch den Ruhekontakt 165, 166 des Relais 161 erregt wird.
Da der Motor M2 die Welle 108 fortwährend in Umdrehung versetzt, bewegt die Steuerplatte 111 das Querstück 123 in seine in den Fig. 4, 6 und 7 weitest entfernte Lage nach links, wobei die die Karte betätigenden keilförmigen Finger 147 von der Vorratstrommel zurück in die in Fig. 13 mit gestrichelten Linien dargestellte Lage gebracht werden.
In Fig. 7 ist die Drehrichtung des Motors M2 und der sich damit drehenden Steuerplatten 111 bis 114 in Richtung des Pfeils 184 gezeigt. Wenn sich der Vorsprung 183 hinter den Taster des Schalters 142 bewegt, schliesst er normalerweise die Kontakte 168 und 169, um die Gleichrichterbrücke 160 zu erregen, deren Ausgangsleistung die Relaisspule 162 erregt, um das Relais 161 zu betätigen, wobei die Kontakte 163 und 167 geschlossen und der Kontakt 165 geöffnet wird. Das Öffnen des Kontaktes 165 schaltet den Motor M2 ab, welcher anhält, wobei die Steuerplatten in der in Fig. 7 dargestellten Lage bleiben. Die die Karte betätigenden Finger 174 sind nun in der in Fig. 13 mit gestrichelten Linien dargestellten Lage, so wie es auch in Fig. 8 dargestellt wird.
Das Schliessen des Kontaktes 167 schaltet einen Haltestromkreis für die Relaisspule 162 über den Schalter 142 ein, wobei die Gleichrichterbrücke 180 durch die Kontakte 166. 167 über die Leitung 177 erregt wird.
Beim Schliessen der Kontakte 163 und 164 wird der Motor M1 erregt und die Trommel 33 in Umdrehung versetzt, um die Karten 46 am Wähler 34 vorbeilaufen zu lassen, bis eine mit den Stellungen der Platten 58 übereinstimmende adressierte Karte durch die Wählerstelle läuft, durch die Magnete 72 und 73 als ausgewählte Karte 46A nach vorne gezogen wird und mit Hilfe des Fühlers 35 an der Fühlerstelle abgetastet wird.
Die Kontakte des Fühlers 35 werden dann geschlossen, um die Spule 162 abzuschalten, wonach das Relais 161 schnell abfällt, um die Kontakte 163 und 164 zu öffnen.
Der Motor M1 wird angehalten, wobei die ausgewählte Karte 46A von ihrer den Fühler 35 gegenüberliegenden Stelle in die Entnahmestelle 36 geführt wird, wie in Fig. 1 dargestellt ist. Das Öffnen des Kontaktes 167 schaltet einen Haltestromkreis über den Schalter 142 ab und setzt die Gleichrichterbrücke 180 ausser Strom. Das Schliessen der Kontakte 165 und 166 schaltet den Motor M2 über die Kontakte 171 und 172 ein, so dass der Motor zusammen mit den Steuerplatten 111 bis 114 in Umdrehung versetzt wird.
In der folgenden Beschreibung wird der in Fig. 7 mit 185 bezeichnete Pfeil verwendet, um verschiedene Steuerstellungen anzugeben. Bei der anfänglichen Drehbewegung des Motors M2 nach dem Schliessen der Kontakte 165 und 166 bewegt sich der Steuerpunkt 0,5 von dem Pfeil 185 in Uhrzeigerrichtung hinweg, wobei sich die keilförmigen Vorsprünge 146 in Richtung der Trommel bewegen, wie durch die Pfeile in Fig. 9 dargestellt ist, bis der Steuerpunkt 1 den Pfeil 185 erreicht hat.
Diese Bewegung wird in gleicher Weise in Fig. 8 mit 1 bezeichnet und wird unterbrochen, während die sich drehenden Steuerplatten 112 und 113 die Bewegung der Arme 125 und 126 bewirken, um die Finger 147 an den gegenüberliegenden Seiten der ausgewählten Karte 46A zusammenzubringen, wie durch Bezugsziffer 2 in Fig. 8 und durch die Pfeile in Fig. 10 dargestellt ist.
Der Punkt 2 auf den Steuerplatten deckt sich dabei mit dem Pfeil 185.
Der Motor M2 dreht sich weiter und der Steuerpunkt 3 deckt sich mit dem Pfeil 185, um die nach innen gerichtete Bewegung zu erzeugen, welche in Fig. 8 mit Bezugsnummer 3 und durch die Pfeile in Fig. 11 dargestellt ist. Der Motor M2 bewegt dann den Steuerpunkt 4 in Deckung mit dem Pfeil 185, um die in Fig. 8 mit 4 bezeichnete Bewegung herbeizuführen, bei welcher die Finger 147 die Karten 46 von der ausgewählten Karte 46A trennen.
Während der Drehbewegung der Steuerplatte 114, um den Steuerpunkt 4 in Deckung mit dem Pfeil 185 zu bringen, liegt der Vorsprung 142 am Schalter 141 an und betätigt diesen, um den Kontakt 171 zu öffnen, den Motor M2 abzuschalten und um den Kontakt 173 zu schliessen, so dass die Steuerung des X-Y Koordinatenmechanismus eingeleitet wird. Der Motor M2 wird angehalten, wobei der Steuerpunkt 4 mit dem Pfeil 185 zur Deckung kommt und die Finger 147 sich in der in Fig. 13 mit ausgezogenen Linien dargestellten Lage befinden, wobei der Vorsprung 143 den Schalter 141 in seiner Arbeitsstellung hält. Die ausgewählte Karte 46 wird dabei an der Entnahmestelle 36 in Eingriff mit den X-Y Koordinatenmechanismus auf die Mitte eingestellt, wobei die Karten 46 mit Hilfe der auseinander gespreizten Finger 147 von der ausgewählten Karte 46A getrennt werden.
Der X-Y Koordinatenmechanismus kann dann wirksam werden, um die Karte 46A in bereits beschriebener Weise zu handhaben, wobei die Zurückführung der Karte in die Trommel 33 einen weiteren, bereits beschriebenen Betriebsablauf auslöst.
Die in Fig. 1 dargestellte Trommel 33 ist ein Magazin, welches im ganzen, mit den Karten darin, entfernt und durch eine neue bzw. eine wieder aufgefüllte Trommel ersetzt werden kann.
In den Fig. 22 bis 25 wird eine weitere Ausführungsform einer Vorratstrommel 33A dargestellt, bei welcher die Karten 46 in einer Anzahl von Magazinen 194 gehalten werden können, welche, zusammen mit den darin befindlichen Karten aus der Trommel herausgenommen bzw. in diese eingesetzt werden können. Bei dieser Ausfühtungsform ist die Trommel mit einer in der Mitte befindlichen Nabe 97A mit einer kreisförmigen Grundplatte 186, welche mit der Nabe zusammenhängt, ausgestattet. Die Trommel 33A ist auf der Antriebswelle 103 befestigt, und der Schaft 101 entspricht im wesentlichen dem wie in der ersten Ausführungsform mit der Ausnahme, dass sich seine in der Mitte befindliche Bohrung vollkommen durch die Nabe 97A erstreckt und der Bolzen 1 06A in einen Schlitz an der Oberseite eingelegt ist und durch eine Stellschraube 137 gehalten wird.
Der Bolzen 106A wird in der Kerbe 107 in der Welle 103 gehalten, um die damit verbundene Trommel 33A in Umdrehung zu versetzen.
An der Oberseite der Nabe 97A ist eine Anzahl von radial sich nach aussen erstreckenden Federfingern 188 mittels Anschlägen 189 und Bolzen 191 angebracht.
In den Fingern 188 sind Anschlaglöcher 192 zur Aufnahme von Bolzen 193 vorgesehen, welche sich von den Innenflächen der Magazine 194 nach oben erstrecken. Bolzen 195 erstrecken sich von den Unterseiten der Speicher nach unten in entsprechende Löcher 196, wodurch die Speicher durch das Einrasten der Bolzen 193 und 195 in den Löchern 192 und 196 auf der Trommel gehalten werden.
Die Speicher 194 sind im wesentlichen sektorförmig und normalerweise so eingestellt, dass Zwischenräume 1 97A dazwischen bestehen, um an der Entnahmestelle eine gewisse Relativbewegung zwischen den Speichern zuzulassen. Um die einzelnen Speicher zueinander festzulegen, während sie sich bezüglich der Trommel bewegen können, sind ihre vorderen, unteren Flächen mit Streben 197 ausgestattet, in welchen sich radiale Schlitze 198 befinden. Die Streben 197 erstrecken sich in grö ssere -Löcher 199 durch die Grundplatte 136 der Trommel; in diese Löcher erstrecken sich auch Federfinger 201. Die Finger 201 sind in der Oberfläche der Grundplatte 136 befestigt und werden in den Schlitzen 198 geführt.
Um einen Speicher 194 von der in Fig. 22 und 23 dargestellten Lage aus der Trommel zu entnehmen, wird der Federfinger 188 angehoben, um das Loch 192 vom Bolzen 193 zu lösen, wonach der Speicher nach vorne gekippt und nach oben angehoben werden kann, um den Bolzen 195 aus dem Loch 196 herauszubewegen; dabei wird ebenfalls die Strebe 197 aus dem Loch 199 herausgehoben und der Finger 201 gelöst. Ein Ersatzspeicher kann dann mit gleicher Leichtigkeit eingefügt werden, wenn die Strebe 197 in das Loch 199 und der Bolzen 195 in das Loch 196 eingeführt werden, während der Speicher leicht nach aussen gekippt wird.
Dann wird der obere Teil des Speichers nach innen bewegt, um den Bolzen 193 in das Loch 192 einrasten zu lassen. Die Speicher 194 können sich innerhalb der Bewegungsgrenzen der Streben 197 in den Löchern 199 gegen die Federkraft der Federn 201, welche die Stre ben zentriert in den Löchern halten, um den Umfang bewegen.
Die anderen Merkmale der in der dargestellten Ausführungsform beschriebenen Vorrichtung bezüglich der Halteflansche 155 und 158, bezüglich des Wählers 34, des Fühlers 35 und der Finger 147 zum Anzeigen der Karte und zum Trennen der Karten, so wie sie in Zusammenhang mit der Trommel 33 Verwendung finden, können ebenfalls für die Trommel 33A eingesetzt werden.