[go: up one dir, main page]

DE746295C - Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten

Info

Publication number
DE746295C
DE746295C DED78032D DED0078032D DE746295C DE 746295 C DE746295 C DE 746295C DE D78032 D DED78032 D DE D78032D DE D0078032 D DED0078032 D DE D0078032D DE 746295 C DE746295 C DE 746295C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cards
characters
character
selector
card
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED78032D
Other languages
English (en)
Inventor
Michael Maul
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
Original Assignee
Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG filed Critical Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
Priority to DED78032D priority Critical patent/DE746295C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE746295C publication Critical patent/DE746295C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Sorting Of Articles (AREA)
  • Conveying Record Carriers (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten Die Erfindung bezieht sich auf das masichinelle Sortieren von Registrierkarben. Maschinen, die diesem Zwecke dienen, besitzen im allgemeinen Vorrichtungen zum Abfühlen der Zeichen, die auf den Karten in von der Maschine wahrnehmbarer Weise dargestellt sind und nach Maßgabe von deren Ordnungsfolge die Karten sortiert werden sollen. Es ist dabei eine der Zeichenzahl entsprechende Anzahl .von Karteinfächern in der Maschine vorgesehen, und die Abfühleinrichtung steuert Sortierweichen derart, daß jede Karte in das ihrem Zeichenentsprechende Fach geleitet wird. Sollen z. B. die Karten, wie es der Regelfall isst, nach den Ziffern o bis g geordnet werden., so. werden sie in einem Sortiergang in zehn verschiedene Fächer selbsttätig eingeordnet, und diese zehn verschiedenen Kartenpakete werden dann von dem Bedienenden in der richtigen Reihenfolge. übereinan;derges:chichtet. Die Zeichen stellten: im allgemeinen Ziffern dar, jedoch können sie ebensogut Buchstaben- oder irgendeine andere Bedeutung haben; die Darstellung - der Zeichen .auf den Karten in maschinell wahrnrehmbarer Weise- kann durch - Lochungen oder durch lichtelektrisch wahrnehmbare Schriftzeichen erfolgen.
  • Sortiermaschinen, die in der angedeuteten Weise in einem Arbeitsgang alle Zeichen einer Spalte aussoetie:ren, ergeben höhe Arbleitsgeschwindigkeite:n., sind aber auch umfangreich, denn sie erfordern mindestens ebenso viele Sortierfächer, als Zeichen vorhanden sind, und eine Kartentransporteinrichtung mit entsprechend vielen Rollenpaaren. Ihre wirtschaftliche Anwendung beschränkt sich wegen, ihrer großen Leistungsfähigkeit auf große Betriebe, die. einen hohen Anfall von Sortierarheit haben und .deshalb 'diese Maschinen wirtschaftlich- ausnutzenkönnen. - Gemäß .der Erfindung kommen nun ein Verfahren und eine Maschine zur Anwendung, die für den Kle;inbe:trieb dadurch geeignet sind, daß die Maschine unter Anwendung des neuen Verfahrens kleiner und hilldger ;gehalten werden kann als die bekannten. Ihre Leistung darf entsprechend dem im Kleinbetrieb geringeren Anfall von Sortierarbeit auch kleiner sein als bei den bekannten Maschinen; wichtig ist nur, daß damit überhaupt für den Kleinbetrieb erst einmal die Möglichkeit der wirtschaftlichen Anwendung des Lochkartenverfahrens geschaffen wird. Um Karten nach Maßgabe der auf ihnen dargestellten Zeichen im Sinne der Ordnungsfolge, dieser Zeichen zu - sortieren., wird nach dem neuen Verfahren die Sortierung nach diesen Zeichen mit Hilfe einer an sich bekannten Kartenaussuchmaschine, die nur zwei Fächer, nämlich ein. Aussuchfach A und ein R.estkartenfach R, sowie einen auf de vers:chiedenen auszusuchenden Zeichen einstellbaren Zeichenwähler, z. B. Kommutator 103 bis 1o5, besitzt, durch mehrere aufeinanderfolgende Aussuchgänge in der Weise vorgenommen, daß der Zeichenwähler für die aufeinanderfolgenden Aussuchgänge auf im Sinne der Ordnungsfolge der Zeichen aufeinanderfolgende Zeichen eingestellt wird und die Karten, aus dem Restkartenfach R für den jeweils nächsten Aussuchgang immer wieder in den Vorratsbehälter nachgelegt werden, so, daß sich der Restkartenstapel mit fortschreitender Sortierung verkleinert und im selben. Maße die Karten im Aussuchfach A nach der Zeichenfolge geordnet anfallen. Eine Maschine, die nach diesem Verfahren arbeitet, hat nur zwei Kartenfächer und eine einzige Kantenweiche, jedoch sind so viele Arbeitsgänge erforderlich, als Zeichen vorhanden sind, nach denen die Karten geordnet werden, sollen. Bei, der Sortierung nach Ziffern, fängt man also zweckmäßig im ersten: Arbeitsgang mit dem Aussuchen der mit 9 gelochten Karten an, im zweiten. Arbeitsgang werden die 8-Lochungen ausgesucht, im dritten die 7-Lachungen usw. bis zum neunten Arbeitsgang, in dem die i-Lochungea ausgesucht werden, und im zehnten, Arbeitsgang werden die o-Lochungen ausgesucht. Wenn dann noch Karten im Resitfach vorhanden, sind, so sind dies die ungelockten Karten. In dem Fach, in das die jeweils ausgesuchten Karten geleitet werden, würden, also die Kanten richtig geordnet liegen, wobei die o-Lochungen zuoberst und die 9-Lochungen zuunterst liegen.
  • Zum Aussuchen der Karten mittels einer an sich bekannten Kartenaussuchmaschine mit nur zwei Fächern, wird in einer solchen Maschine erfindungsgemäß vorzugsweise ein von Hand oder selbsttätig schrittweise weiterzuschattender Zeichenwähler vorgesehen. Bei selbsttätiger Betriebstveise erhält der Zeichenwähler einen Steuerimpuls, «wenn eine dem Kartenstapel beigefügte Schaltkarte mit einem besonderen Steuermerkmal nach Beendigung des Arbeitsganges die Maschine durchläuft. Eine solche Schaltkarte muß dem zu sortierenden. Kartenpaket als letzte Karte beigefügt .werden. Es ist dann zum Zwecke der Ordnung der Karten nach einer Kartenspalte nur nötig, daß die Bedienungsperson die ausgesuchten Karten. m einem Fach beläßt oder, wenn dasselbe nicht ausreichen sollte, herausnimmt und in einem besonderen Stapel sammelt, und daß sie bei stets laufendem Maschinenhetrieb die Karten aus dem Restkartenfach @ein.fa.ch immer wieder in den Vorratshehälter der Maschine legt, wobei natürlich auf die Karten im Vorratsbehälter immer die untersten Karten des Restkartenfaches gelegt werden müssen.. Die Trennungsstelle des Kartenstapels im Vorratsbehälter wird dann immer durch die Schaltharte gekennzeichnet, die bei ihrem Durchgang dien Zeichenwähler auf das nächste Zeichen schahet.
  • Zum Zwecke der manuellen Weiters@chaltung des Zeichenwählers, die in gewissen Fällen erwünscht sein mag, ist eine besondere Handtaste vorgesehen. Um wahlweise die selbsttätige Weiterschaltung des Zenchenwählers durch die Schaltkarte oder durch die Handtaste zu ermöglichen unter jeweiliger Sperrung der nicht benutzten Einrichtung, ist ein Umschalter vorgesehen, durch den bei Einstellung der Maschine auf selbsttätige Weiterschaltung des Zeichenwählers eine Betätigung der fü.r diesen Zweck vorgesehenen Handtaste unwirksam ist, während umgekehrt bei Weiterschaltung von Hand ein selbsttätiges Schalten des Zeichenwählers ausgeschlossen wird.
  • Sind in dem zu sortierenden Kartenstapel Karten mit dem einen oder anderen Zeichen überhaupt nicht vorbanden, so erübrigen sich die betreffenden Sortiergänge. Um unnötige Sortiergänge zu vermeiden, ist erfindungsgemä(.i in der zur Ausühun;g des Verfahrens benutzten Maschine eine \Zerk.einrichtung vorgesehen, die bereits beim ersten Sortiergang die nicht vorhandenen Zeichen vermerkt und das Schrittschaltwürk des selbsttätigen Zeichenwählers derart steuert, daß die diesen Zeichen zugeordneten Wählerstellungen bei der Weiterschaltung des Wählers übersprungen werden. Die Merkeinrichtung enthält vorzugsweise eine Anzahl von Merkkontakten. Jeder dieser Merkkontakte ist bei Beginn des So.rtierens geschlossen und wird beim Durchgang des ihm entsprechenden Zeichens geöffnet. Die Einstellung erfahren die Mexkkontakte bei dem Bersten Sortiergang und behalten sie bei allen folgenden Sortiergängen der betreffenden Spalte. Aus der Kontakteinstellung kann dann abgeleitet werden, welche Zeichen nicht vorkommen; die geschlossen gebliebe.rnen Merkkontakte verursachen dann das erwähnte Überspringen der entsprechenden Stellungen des Zeichenwählers, womit der betreffende Sortiergang ,gespart wird.
  • Sind die Karten, nach dem Lochkombinationssystem gelocht, so kann diie übersetzung in einen Einzelimpuls entsprechend der Zeichenbedeutung .durch irgendeinen bekannten Übersetzer erfolgen, z. B. durch einen elektromechanischen Übersetzer, in dem durch die Lochkombination jeweils einer von zehn verschiedenen Leitungswegen, nämlich der der Lochkombination entsprechende, ausgewählt wird.
  • Ein elektrisches Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Lochkartiens.teuerung ist in den Zeichnungen veranschaulicht.
  • Fig.- i zeigt einen Läggsschnitt durch die Sortiermaschine und im unteren Teil die Maschine in Ansicht. -F.ig. i a zeigt den vor der Schnittebene der Fig. i liegenden ühllichen Kartenhebel sowie die Abfühlanordnung für die Schaltkarte.
  • Fg. z :ist eine Draufsicht auf -die in Fig. i dargestellte Maschine und läß.t die Kartenfördierbahn sowie die hinter der Maschine liegenden Einrichtungen (Übersetzer, Zeichenwähler und Merkeinrichtung) in Draufsicht erkennen.
  • Fig.3 vsteine Ansicht der Maschine von der Seite und ein teilweiser Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i.
  • Fig.4 zeigt die Maschine von der Rückseite betrachtet.
  • Fig.5 zeigt eine Registrierkarte, üi der die Zeichen in bekannter Weise symbolisch durch Lochkombinationen dargestellt sind.
  • Fig. 6 zeugt die Schaltkarte zur selbsrttätigen Weiterschaltung des Zeichenwählers. Fig.7 veranschaulicht den Lochschlüssel, nach dem die Zeichen in den Lochkarten gelocht werden.
  • Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch eine übers,etzereinheit.
  • Fig. 9 zeigt einen Merlunagneten nebst zugeordnetem Merkkontakt und läßt auch die Rückstelleinrichtung für die Merkvorrichtung erkennen.
  • Fig. io ist das Schaltbild der Maschine. Karteneinteilung Die zu sortierenden Karten, wie -eine solche in Fig. 5 veranschaulicht ist, besitzen ein Format nach den Deutsichen Industrie-Normen A 7 (Din A 7), also eine Größe von 74 X Ios mm. Die Karte ist in zwei übereinanderl2egende Reihen von Lochspalten e.ingeteilt, welche Reihen man im allgemeinen als Lochdecks bezeichnet. Jedes Lochdeck besteht aus zwanzig nebeneinanderliegenden Spalten, so daß die Karte vierzig Spalten enthält, was für Kleinbetriebe im allgemeinen ausreichend ist. Unter den Spalten ist .ein Schriftraum vorgesehen für hand- oder druckschriftliche Eintragungen, und der darü,berliegeride Spaltenraum enthält die entsprechende Lochung. Die Lochung ist nach einem additiven Lo.chkombinationsschlüssel erfolgt (vgl. Fi@;g. 7), nach dem sich die Zeichenbedeutung einer Komblination aus dnr Summe der Bedeutungen der einzelnen Löcher zusammensetzt. Die Karten laufen in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung durch die Maschine, so daß also die untere Kante vorangeht und die Seite mit dein Aufdruck nach oben liegt.
  • In Fig.6 ist eine Schaltkarte veranschaulicht, die zur selbsttätigen Weiterschaltung des Zeichenwählers dient. Diese Schaltkarte wird vorzugsw ,eise aus widerstandsfähigerem Material hergestellt als die eigentlichen Lochkarten, da die Schaltkarte immer wieder verwendet werden soll. Die Schaltkarte trägt ,einen Ausschnitt 69, durch den ein Abfühler hindurchtreten kann, der die Weiterschaltung des Zeichenwählers veranlaßt.
  • Es .ist klar, d@aß Größe und Einteilung der Karten sowie die Art der Darstellung .der Zeichen und die Ausgestaltung der Schaltkarte für das Wesen der Erfindung ohne Bedeutung sind.
  • Aufbau der Maschine Wie die Fig. i zeigt, besitzt die Maschine nur zwei Fächer, nämlich ein R- und ein A-Fach (ein Restfach und ein Aussuchfach) .entsprechend den Restkarten und den aussortierten oder ausgesuchten harten. Der Kartenvorschub wird von dem Motor i i abgeleitet, der über ein Schneckengetriebe die Welle 36 antreibt, von der aus durch einen Kurbeltrieb das Kartenmesser 12 hin und her bewegt wird. Dieses führt die in den Vorratsbehälter io eingelegten Karten nacheinander den Transportrollen 13 zu. Die letzteren erhalten durch an der Rückwand 44 (v,-l. Fig. 3 und 4) der Maschine vorgesehene Zahnräder 33, 34 ihren Antrieb von dem auf der Welle36 sitzenden Rad aus. Da. je,#veil:s sämtliche vier Lochpositionen einer Lochspalte gleichzeitig abgefühlt werden, sind vier Abfühlbürsten 16 (Fig. i) vorgesehen, die durch die Kartenlöcher hindurch mit der Kontaktplatte 17 :eine leitende Verbindung herstellen können. Die Bürsten 16 sitzen an
    dem Bürstenhalter 151 der in der üblichen
    Weise durch eine Spindel 14 mit Hilfe einer
    Handkurhel in Querrichtung der Maschine
    verstellt werden kann, so daß die Bürsten
    auf eine der Spalten eines Decks eingestellt
    werden können. Die Bürsten sind durch
    nachgiebige Drahtverbindungen mit festen
    Anschlußstellen für die Stromzuführung ver-
    buinden. An dein Bürstenhalter 15 sitzt auch
    ein Zeiger 2o, der durch einen Schlitz des
    Abdieckbleches der Maschine hindurchragt@
    und längs einer Skala spielt, die auf dem Ab-
    deckblech 25 vorgesehen ist. Diese Skala
    il.it , iii der oberen Reibe die Spalten. i
    bis 2o und in der unteren Reihe die Spalten
    21 bis 4o an. Die Deckauswahl selbst er-
    folgt durch den Schalter 85 (Fi.g. i). Wenn
    dieser in der oberen Stellung steht, iverd,eti
    die Bürsten für die ausgewählte Spalte des
    oberen Decks wirksam, wenn er nach unten
    geschaltet ist, werden se für die ausgewählte
    Spalte des unteren Decks wirksam. An der
    Vorderwand der Maschine ist eine Ziffern-
    scheibe 31 (vgl. Fig. 3) vorgesehen, die unter
    einer Kappe 32 liegt, dii:rcli deren Fenster
    3o jeweils eitre Zitier der Ziffernscheibe
    sichtbar ist. Diese Ziffernscheibe zeigt je-
    weils die Stellung und damit das Zeichen an,
    auf das der Zeichenwähler eingestellt ist.
    Die Weiterschaltung des Zeichenwählers und
    der ZiffernsrheIbe 31 kann, wie bereits an-
    gedeutet, entweder von Hand geschehen oder
    selbsttätig unter Steuerung durch die Schalt-
    karte.
    Läuft durch die Maschine eine Karte, die
    in der ausgewählten Spalte des ausgewählten
    Lochdecks das von dem Zeichenwähler be-
    stimmte Zeichen trägt, so wird der Sortier-
    magnet 2i (Fig. i) erregt und zieht seinen
    als Sorti:eriveiche ausgebildeten Anker 22
    hoch, so daß dLie harte in das A-Fach ge-
    Ieitet wird und auf den federnd mach oben
    gezogenen hartenivagen 24 dieses Faches
    fällt. In dieses Fach werden also alle ans-
    zusortiefenden, d.li. alle karten, die in der
    ausgewählten Spalte das ausgewählte Loch-
    zeichen tragen, befördert. Bei den übrigen
    Karten findet eine Erregung des Sortier-
    magneten 21 rich.t statt; sie werden daher,
    über die `'eiche 22 hinweggleitend, in das
    R-Fach befördert.
    Übersetzer
    Der Übersetzer ist in bekannter Weise
    ausgebildet. Jeder Abfühlb.ürste 16 ist eine
    Lbersetzereinheit zugeordir.et, die zusammen-
    wirken und die von den Löchern ausgelösten
    Steuerimpulse in einen einheitlichen Steuer-
    impuls umsetzen. Wie aus dem Schaltbild
    (Fig. io) ersichtlich ist, iv:rd durch den Über-
    setzer vermittels der Umschaltung der Kon-
    takte 65 (die Umschaltung erfolgt durch die unter Bürstensteuerung stehenden übersetzermagnete 57) einer von zehn Stromwegen ausgewählt. Da es sich hier um eine bekannte Einrichtung handelt, braucht dieselbe nicht im einzelnen erläutert zu werden. Es sei nur an Hand der Fig. S und damit in Verbindung der Fig. 3 und 4 die konstruktive Ausgestaltung der Übersetzeinrichtung kurz erwähnt. Jede Abfühlbürste 16 führt zu ,einem übersützermagneten 57, von denen jeder eine verschiedene Anzahl von Umschaltkontakten 65 steuert. Wenn ein übersetzermagnet 57 erregt wird, zieht er seinen Anker 67 (Fig.8) nach unten, so daß die Klinke 66 unter dem Druck der mittleren Kontaktfeder sich nach links bewegt und nunmehr der rechte Kontakt sich öffnet, dagegen der linke Kontakt geschlossen wird. Die Anzahl und Anordnung der von jedem übersetzermagneten 57 gesteuerten Umschaltkontakte 65 geht aus Fig. io und der Draufsicht in Fig.2 hervor. Der Übersetzer wird nach jedem Kartendurchgang in seine Ausgangslage' zurückgestellt. Die Rückstellung der Klinken 66 der Übersetzermagnet-e erfolgt in der bekannten Weise durch eine gemeinsame Rückstellsta.nge 7.1 (vg1. Fig.4), die von einem Hebel 73 bewegt wird-, der von einem synchron mit dem Kartendurchgang bewegten Nocken 83 so gesteuert wird, daß nach jedem Kartendurchgang eine Rückstellung des Übersetzers erfolgt.
  • Zeichenwähler Der Übersetzer übersetzt jede Lockkombination in ein Einzelzeichen. Der' Zeichenwähler hat nun die Aufgabe, den Sortiermagneten 2 i jeweils nur beim Vorhandensein des gesuchten Zeichens zum Ansprechen zu bringen. Zu diesem Zwecke besitzt der Zeichenwähler, wie schematisch in Fig. i o dargestellt ist, einen Kontaktbügel io5, der schrittweise an die Leitungen io6, die vom Übersetzer kommen, angeschlossen werden kann. Die schrittweise Schaltung erfolgt durch einen Schaltmagneten ioi, der über .eine Klinkenschaltung die Welle 37 antreibt, auf der auch der Wählerarm i o5 sitzt. Die konstruktive Ausgestaltung dieser Anordnungen ist aus Fig.2 und 3 ersichtlich. Innerhalb eines aus zwei ineinandergeschobenen Isolationskörpern io8,l und ioBL gebildeten zylindrischen Hohlraumes sitzt ein aus Isolationsmaterial bestehender Zylinder i 18, der in einer noch zu beschreibenden Weise Kontaktverbindungen herstellt. Der Zylinder i 18 ist fest mit der Welle 37, die an ihrem vorderen Ende das Ziffernrad 3I trägt, verstiftet; am hinteren Ende dieser «gelle (vgl. Fig.4) sitzt das Schaltrad io2, das durch die Klinke 1o9 bei Erregung und darauffolgender Aberrebgung des Magneten i o i weitergeschaltet wird. Die Schaltschritte sind. dabei so, bemessen, daß der Zeichenwähler bei jedem Schaltschritt auf das nächste Zeichen geschaltet wird. In dem Körper 108b sitzt ein Kontaktring 103, dar .eine stromzuführende Verbindung f& einen Kontaktbügel 1o5 bildet. Dieser Kontaktbügel 105 ist in Metallhülsen ,eingelassen, die Kontaktkugeln tragen. Die linke Kugel in Füg. 3 schleift auf ,dem Kontaktring 103, während die rechte Kugel an .den; Kontaktstücken 1o¢ des Zeichenwählers schleift (vg1. auch Fig. i o) . Es wird also j e nach der Stellung des Bügels 1o5 eine stromführende Verbindung zwischen dem Kontaktring 103 und nur einem der Kontaktstücke ioq. zustande kommen.
  • Merkeinrichtung Wenn in dem zu sortierenden Kartenstapel .ein Zeichen überhaupt ,nicht vorkommt, s,o erübrigt es sich zwecks Aussuchens dieses Zeichens, den Stapel durch .die Maschine laufen zu lassen, sondern. es kann gleich nach dem nächsten vorkommenden Zeichen ausgesucht werden. Um solche Sortiergänge, die erspart werden können, festzustellen, wird beim ersten Dumchlauf der Karten durch die Maschine von der Merkeinrichtung vermerkt, welche Zeichen vorhanden sind und damit natürlich auch, welche Zeichen nicht vorhanden sind. Für die nicht vorhandenen Zeichen kann @dami die Merkeinrichtung den Zeichenwähler so beeinflussen, daß die dem nicht vorhandenen Zeichen entsprechende Stellung des Zeichenwählers übersprungen wird.
  • Die Merkeinrichtung umfaßt für jedes der Zeichen 8 bis o -einen Merkmagneten 79; für das Zeichen 9 isst kein Merkmagnet erforderlich; .da, das Zeichen 9 schon im ersten Gang aussortiert wird und die Maschine in diesem ersten Gang auf jeden Fall ,auf 9 eingestellt sein muß. jedem Merkmagneten 79 (vgl. auch Fig. 9) ist ein Merkkontakt 78 zugeordnet, der durch die veranschaulichte Verriegelung (der Anker 76 greift unter eine Schulter des Hebels 77) normalerweise geschlossen gehalten wird. Geht eine Karte imersten Gang ,durch die Maschine, so wird der ihrer Lochung entsprechende Merkmagnet 79 erregt, zieht seinen Anker 76 an, so daß der Hebe177 nach unten fallen kann und sich .der Kontakt 78 öflnet, denn die Merkmagnete sind über die Leitungen 107 (vgl. Fyg. i o) an die entsprechenden Auswahlleitungen des Übersetzers angeschaltet. Beim ersten Duä7chlauf des Kartenstapels durch die Maschine werden daher alle diejenigen Merkkontakte 78 geöffnet sein, für welche ein Lochzeichen durch ,die Maschine gegangen ist. Die Einstellung der Merkkontakte 78 bleibt darin erhalten, bis der ganze Kartenstapel durchsortiert isst, also während der verschiedenen Sortiergänge, die für eine Lochspalte erforderlich sind; erst wenn die Sortierspalte durchsortiert ist, wird die Merkvorrichtung wieder in ihre Ausgangslage zurückgest.ellt.-Daß eine Durchs.ortierung aller Zeichen .erfolgt ist, ist daran zuerkennen, daß dann deir Zeichenwähler und damix auch die ihn drehende Welle 37 von der o- in die 9-Stellung übergeht. Bei diesem -Übergang erhalten nun die Rückstellmagnete 8o (Fig. 9, z und q.) für die Merkvorrichtung Strom und heben bei ihrer Erregung mittels ihres Ankers 84 en in Gelenkverbindung damit stehendes Querjoch 8z hoch, das. unter den Hebeln 77 hinwegragt. Beim Hochheben dieser Hebel werden die Kontakte 78 wieder geschlossien, und der Anker 76 jedes Merkmagneten 79 kehrt unter Federspannung in die in Fig.9 gezeichnete Lage zurück. Vor Beginn der Dnrchsortierung einer Spalte mußte der Zeichenwähler, @da er nur in einer Richtung- drehbar ist, immer von o aud 9 geschaltet worden sein, und die Merkvorrichtung wird daher auch evangsläufig vor der Sortierung einer neuen Spalte in ihre Ausgangsstellung zurückgestellt.
  • Es folgt aus den vorhergehenden Erläuterungen, daß die nicht geöffneten Merkkontakte 78, die also den nicht vorhandenen Zeichen entsprechen, ein Überspringen des Zeichenwählers hervorrufen müssen. Zu diesem Zwecke sind die Merkkontakte 78, «ie Fig. io zeigt, mit den Kontaktstücken I 14 verbunden, die durch einen Kontaktbü,ge-1115 nacheinander mit einem Kontaktring 113 in stromführende Verbindung gebracht werden. Die konstruktive Ausbildung dieser Anordnung ist ähnlich wie diejenige des Zeichenwählers und aus Fig. 3 ersichtlich. Die Kontaktstücke 114 sind im Umfang des Isolationskörpers 1o8 angeordnet und vermögen mit einer im Isolationszylinder i 18 gelagerten Kugel Kontakt zu machen. An dem Zuführungskontaktring 113 schleift ebenfalls eine Kugel, und es ist ersichtlich, daß durch die mit I 15 bezeichnete Verbindung, dIe dem Kontakthügel i 15 in. Fig. io entspricht, eine Verbindung mit den Kontaktstücken 114 zustande kommen. kann.. Der Bügel i 15 verbindet aber über eine andere Kontaktkugel auch das. Kontaktstück I 19, das in der aus Fig. io ersichtlichen und noch zu beschreibenden Weise geschaltet isst.
  • Schaltbild und Wirkungsweise Vor dem - Beginn eines Sortiervorganges muß zunächst festgelegt werden, - welche Spalte und in welchem Deck sortiert werden soll. Die Spaltenauswahl erfolgt durch die erwähnte Verstellung :der Bürsten 16. vermittels der Spindel 14, während die Deckauswahl durch die Einstellung des Schalters 85 (vgl. Fig. io und Fig. i) erfolgt.
  • Die Maschine wird meist auf automatischen Betrieb eingestellt sein, bei dem also die Schaltkarte das Weiterschalten des Zeichenwählers besorgt. In diesem Falle sind die drei Schalter 7 1, 81, 91 in die aus Fig. i o ersichtliche Lage einbestellt. Da diese drei Schalter immer gleichzeitig umgelegt werden müssen, sind sie, wie Fig. i und 2 zeigt, durch eine gemeinsame Hülse ioo miteinander verbunden.
  • Das Anlassen der Maschine erfolgt durch Niederdrücken der Anlaßtaste i2o, wodurch der zugehörige Kontakt geschlossen wird und ein Stromfluß von der positiven Leitung 75 über Leitung 141, Motorrelais 122 zur ne,-ativen Leitung 95 stattfindet. Das Motorrelais 122 (vgl. auch Fig.2) schließt seine beiden Kontakte 123 und 124. Da das Motorrelais nach Öffnen des Anlaßkontaktes über den Kontakt der Stopptaste 140, Leitung 43, Kontakt 125, Kontakt 123 Strom erhalten kann, wird es erregt bleiben und somit auch den Motor eingeschaltet erhalten, der seinen Strom über Leitung 142, Kontakt 124, Motor i i zur Leitung 95 erhält. Soll die Maschine aus irgendeinem Grunde während des Betriebes oder bei manueller Betriebsweise nach Beendigung der Arbeit angehalten werden, so wird die Stopptaste 140 gedrückt, wodurch der zugeordnete Kontakt geöffnet und damit der Kreis des Motorrelais unterbrochen wird, so da,ß der Motor zum Stillstand kommt.
  • Die Bürsten 16 erhalten ihren Strom von der Leitung 75 über die Leitung 146, den vom Kartenhebel 28 gesteuerten Kontakt 29 und Leitung 147. Ist der Schalter 85 auf das obere Deck eingestellt, wie Fig. io, zeigt, so kann der Strom nur über Kontakt 133U gehen, da dieser Kontakt von seinem zugeordneten Nocken 131, nur geschlossen wird, wenn sich gerade das obere Deck unter den Bürsten befindet. Der Strom geht dann über Leitung 148, Koutaktpaar85b und Leitung i5o zur Kontaktplatte 17. Ist jedoch der Schalter 85 auf das untere Deck eingestellt, so kann der Strom nur über den Kontakt 134L, da dieser von seinem Nocken 134.a nur geschlossen wird, wenn sich gerade das untere Deck unter den Bürsten befindet, und der Stromverlauf würde dann über Leitung 149, Kontaktpaar 85a und Leitung i 5o wieder zur KontaktPlatte 17 gehen. Von dort aus fließt der Strom durch diejenigen Bürsten 16, die Löcher entdeckt haben, über Leitungen 44, durch die übersetzermagnete 57 (die römischen Zahlen entsprechen den Lochpositionen, denen die Magnete zugeordnet sind) und die gemeinsame Rückleitung 145 zur Leitung 95. Die erregten übersetzermagnete 57 veranlassen eine Umnschakung der Kontakte 65, so daß je nach der vorhandenen Lochkombination nur ein einziger Leitungsweg über die übersetzerkontakte 65 zwischen der Zuleitung 147 und den Ableitungen io6 ausgewählt wird. Die Endpunkte der Leitungen io6 sind mit den Kontaktstücken 104 des Zeichenwählers verbunden, und nur von demjenigen Kontaktstück, auf das der Zeichenwähler eingestellt isst, kann über den Kontaktbügel 1o5, Kontaktring 103 und Leitung 156 ein Stromfluß über den. Sortiermagneten 21 zur Leitung 95 zustande kommen.
  • Von den Leitungen io6, die den Zeichen 8 bis o entsprechen, zweigen Leitungen 107 zu den zugeordneten Merkmagneten ; 9 ab, von denen aus eine gemeinsame Rückleitung über den Kontakt 81a, Leitung 159 zur Leitung 95 führt. Beim Durchlauf des Kartenstapels durch die Maschine wird der Übersetzer bei jeder Karte entsprechend der abgefühlten Lochung eingestellt, jedoch kann der Sortiermagnet 2 i nur bei denjenigen Karten ansprechen, die bei 9 gelocht sind, weil beine ersten Durchgang der Zeichenwähler auf 9 steht. Die Merkmagnete 79 werden jedoch beim ersten vorhandenen, ihnen entsprechenden Zeichen erregt, und ihr zugeordneter Merkkontakt 78 wird dann während aller folgenden Sortiergänge der Spalten offen bleiben, während die übersetzerlnagnete 57 durch die Stange 74 nach jedem Kartendurchgang zurückgestellt werden.
  • Die automatische Schaltung des Zeichenwählers durch die Schaltkarte erfolgt unter Vermittlung einer besonderen Bürste 98 (v-l. auch Fig. ia) und eines ihr zugeordneten Kontaktstückes 88. Läuft am Ende des Kartenstapels die Schaltkarte (Fig.6) durch die Maschine, so kommt der Ausschnitt 69 unter die Bürste 98, und es wird ein Stromfluß über den Schaltmagneten i o i des Zeichenwählers zustande kommen. Die Stromführung wird wieder über Leitung 1.16. Kartenkontakt 29, Leitung 147 erfolgen, aber nun über den vom Nocken 131 gesteuerten Kontakt 132, der durch seinen Nocken nur gerade in dem Augenblick geschlossen wird, in, dem der Ausschnitt 69 der Schaltkarte unter der Bürste 98 vorbeigeht (durch die anderen Karten kann eine Kornt.aktgebung bei 98, 88 nicht erfolgen, da die regulären Karten, wie Fig. 5 zeigt, .am Rand nicht gelocht sind). Der Strom wird daher über Kontakt 132, Kontaktstück 88, Bürste 98, Leitung 151, Kontaktpaar 71a, Leitung 152 über Schaltmagneten ioi des Zeichenwählers und Leitung 153 zur negativen Leitung 95 fließen. Der Schaltmagnet r o I wird- durch den Vorbeigang des Ausschnittes 69 an der Bürste 98 kurzzeitig erregt, und beim Rückgang seines Ankers wird durch die Schaltklinke das Klinkenrad rot um einen Schritt weiter geschaltet und damit auch die Welle 37 einen Schritt weiter gedreht, so daß nun der Kontaktbügel' io5, der ja auf der gleichen Welle fest-, sitzt, von der 9-Stellung auf die 8-Stellung geschaltet wird.
  • Wenn in der zugeordneten Spalte alle Zeichen vorkommen, so vollziehen sich die verschiedenen VorgäAge des Aussortierens nacheinander für alle Zeichen. Da die Bedienungsperson die Karten aus dem Restfach immer wieder in den Vorratsbehälter legt und diese Restkarten natürlich auch die Schaltharte enthalten, so wird nach jedem Durchgang ,des Restkartenpakets diese Schaltkarte eine Weiterschalttag des Zeichenwählers um eine. Einheit bewirken, bis er in der o-Stellung angelangt ist und von da an wieder in die 9-Stellung übergeht. Bei diesein Übergang wird auf die noch zu beschreibende Weise auch die Merkeinrichtung auf Null gestellt, und da ihre Rückstellstange 82 bei ihrer Verstellung den im Motorkreis liegenden Kontakt 125 öffnet, bleibt dann die Maschine stehen.
  • Wenn aber nun irgendwelche Zeichen feh- len, so muß durch die Merkeinrichtung ein Springen des Zeichenwählers bewirkt werden. Für die fehlenden Zeichen ist der zu:beordnete Merkkontakt 78 geschlossen. Immer wenn der Zeichenwähler auf das nächste Zeichen geschaltet wird; wird auch der Kontaktbügel i 15, der ja auf der gleichen Welle 37 sitzt, in die nächste Stellung gedreht. Ist der dieser Stellung' entsprechende Kontakt 78 geschlossen, d. h. das Zeichen fehlt, so wird ein Stromkreis von Leitung 75 über Leitung 16o, Kontakt giQ, den betreffenden Merkkontakt 78 und die zugeordnete Leitung 16q. zu dem Kontaktstück 114 zustande kommen, auf dem sich der Bügel I15 befindet. Dann fließt der Strom über den Kontaktbügel 115, Kontaktring 113, Leitung 162, Kontakt 121, Leitung 163 und durch den Schaltmagneten ioi über Leitung 153 zur Leitung 95. Der Sichaltmagnet erhält also einen weiteren Impuls, :diesmal jedoch von der Merkeinrichtung aus, so daß der Zeichenwähler gleich auf die nächste Stellung geschaltet wird, wenn der Magnet i o i infolge der Unterbrechung des dauernd sich öffnenden und schließenden Kontaktes 121 abeiripgt wird (das öffne und Schließen des Kontaktes 121 erfolgt durch den sich dauernd drehenden Sternnocken 122'). Ist das der nächsten Stellung entsprechende Zeichen wiederum nicht vorhanden gewesen, so wird auch der entsprechende Merkkontakt 78 geschlossen sein, und es wird über den Bügel i 15, der -ja gleichzeitig mit dem Zeichenwähler wieder weitergeschaltet wurde, auf dieselbe Weis. wie vorher ein 'Stromkreis. zustande kommen, und der Schaltmagnet ioi wird den Zeichenwähler wiederum weiterschalten. Es. ist also ersichtlich, daß auf diese Weise ein Überspringen derjenigen Sortiergänge stattfindet, für die keine Zeichen auszusuchen sind.
  • Die Rückstellung der Merkeinrichtung in die Ausgangslage erfolgt erst, wenn die ganze Spalte durchsortiert ist. Dann geht der Schaltbügel 115 von der letzten Stellung auf dem Kontaktstück 114 aus in die in Fig. io gezeichnete Stellung über, welcher Übergang in drei Schaltschritten erfolgt. Bei diesem Übergang stellt er aber eine Verbindung zwisichen den Kontaktstücken 168 und i 19 . her. Es kann als .ein Stromfluß von Leitung 75 aus über Leitung 16o, Kontakt giQ, Leitung 161 und Kontaktbügel i i 5 erfolgen. Dann entstehen zwei parallele Leitungen: ,erstens über Kontaktstück I 19, Leitung 165,durch die beiden Rückstellmagnete 8o, Leitung 166 zur Leitung 95; dadurch wird die Merkeinrichtung zurückgestellt. Der andere Zweig führt vom Kontaktbügel i 15 aus über Schleifring 113, Leitung 162, Kontakt i 2 i, über Schaltmagneten roi, Leitung 153 zur Leitung 95, so daß die Welle 37 in zwei weiteren Schaltschritten in ihre Ausgangsstellung zurückgedreht wird. Bei der Rückstellung der Merkeinrichtung wird zwar durch öffnung des Kontaktes 125 der Motorkreis unterbrachen, jedoch ist das ohne Einfluß auf die Weiterschaltung der Welle 37; der Kontakt 121 muß zwar noch unterbrochen werden, jedoch läuft der Nocken i22' noch genügend lange, bis der Zeichenwähler in der Ausgangsstellun,g ist.
  • Es mag erwünscht sein, den Zeichenwähler vorn' Hand anstatt durch eine Schaltkarte weiterzuschalten oder unter Umständen auch die Maschine nur zum Aussuchen irgendeines Zeichens zu benutzen, zu welchem Zwecke dann der Zeichenwähler von Hand auf eine bestimmte Ziffer einzustellen wäre. In diesem Falle werden die Schaltergriffe, die durch die Hülse i oo miteinander verbunden sind, nach unten gedreht, so d.aß also die Kontakte 71Q, 81Q, 91Q (Fig. i o) frei liegen und die Kontakte 71v verbunden sind. `Die ganze Merkeinrichtung und die Steuerung durch die Schaltkarte ist dann umwirksam gemacht. Es kann, dann die Schalttoaste i i r gedrückt werden, und bei jedem Schließen des ihr zugeordneten Kontaktes wird ein Stromstoß über den * Schaltmagneten des Zeichenwählers zustande kommen, und zwar von der Leitung 75 über den Kontakt der Schalttaste i i i, Kontakt 71U, Leitung 152, Schaltmagnet ioi und Leitung 153 zur Leitung 95. Durch entsprechend häufiges Niederdrücken der Schalttaste i i i kann also der Zeichenwähler auf jede gewünschte Ziffer eingestellt werden.
  • Es ist selbstverständlich, daß die erfindungsgemäß.e Maschine in mannigfacher .anderer `'leise ausgebildet werden kann. Soll sie z. B. noch weiter vereinfacht werden, so, kann ohne grundsätzliche Beeinträchtigung ihrer Wirkungsweise die Merkeinrichtung weggelassen werden. Es ist dann aber für jedes Zeichen ein Sortiergang erforderlich. Wenn es sich um die Sortierung von Karten nach dem sog. Einzellochsystem handelt, bei dem also jedes Zeichen nur durch die Lage eines einzigen Loches innerhalb einer Spalte bestimmt wird, wird auch eine übersetzereinrichtung entbehrlich. Wenn bei dieser Ausführung auch die Merkeinrichtung weggelassen wird, ergibt sich die denkbar ein- fachste Ausführungsart, die. also im wesentlichen nur aus dem kurzen Kartenförderweg, zwei Sortierfächern, dem Abfühlorgan und dem Sortiermagneten besteht. Bei dieser Ausführungsform wird also der Unterschied gegenüber den bekannten Maschinen besonders deutlich, bei denen außer dem langen Kartenförderweg noch zahlreiche Sortierweichen und oft auch eine besondere Synchronsteuerung fü,r die Weichen erforderlich sind. Es ist auch ohne weiteres möglich, sich die Vorteile der Merkeinrichtung bei manueller Betriebsweise des Zeichenwählers nutzbar zu machen, wenn aus irgendwelchen Gründen von der Steuerung durch eine Schaltkarte abgesehen werden soll. Es ist dann lediglich nohvendig, die selbsttätige Weiterschaltung zwischen der Merkeinric'htung und dem Zeichemv ähler zu überbrücken. Beim ersten Durchgang der Karten würde dann die Merkeinrichtung die nicht vorhandenen Zeichen angeben, was z. B. durch Anzeigel>lappen erfolgen könnte, und bei der manuellen Weiterschaltung durch die Zeich@enschalttaste könnten dann diejenigen Stellungen des Zeichenwählers übersprungen werden, die von der Merkeinrichtung angegeben werden. Die selbsttätige Rückstellung der 1Ierkeinrichtung bei dem Obergang des Zeichennvählers von seiner Endstellung in die Ausgangsstellung, könnte aber bei dieser Betriebsweise trotzdem beibehalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum SoTtieren von Registri,erkarten nach 3Iaßgabe der auf ihnen in maschinell wahR-nebmbarer Weise vorgesehenen unterschiedlichen Zeichen im Sinne der Ordnungsfolge dieser Zeichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Sor- tierung nach diesen Zeichen mit Hilfe einer an sich bekannten KartenauSsuch- maschi,ne, die nur zwei Fächer, nämlich ein Aussuchfach (A;) und ein Restkarten- fach (R), sowie einen auf die verschiede- nen auszusuchenden Zeichen einstellbaren Zeichenwähler (z. B. Kommutator 1o3 bis io5) besitzt, durch mehrere aufeinander- folgende Aus.suchgänge in der Weise vo.r- genommen wird, daß der Zeichenwäbler für die aufeinanderfolgenden Aussuch- gänge auf im Sinne der Ordnungsfolge der Zeihen aufeinanderfolgende Zeichen eingestellt wird und die Karten aus dem Restkartenfach (R) für den jeweils näch- sten Aussuchgang immer wieder in den Vorratsbehälter nachgelegt werden, so da:ß sich der Restkartenstapel mit fort- schreitender Sortierung verkleinert und im selben Maße die' Karten im Aus- suchfach (A) nach der Zeichenfolge ge- ordnet anfallen. z. Kartenaussuchm.aschine zur Aus- übung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichen- wähler (z. B. Konimutator io3 bis los) durch ein von einer Handtaste (t i i) ge- steuertes Schrittschaltwerk (io9, io2) zei- chenweise auf die aufeina.nderfolgenden Zeichen einstellbar isst. 3. Kartenaussuchma.schine zur Aus- übung des Verfahrens mach Anspruch i, -dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichen- wähler (z. B. Kommutator i o3 bis 105) durch ein Schrittschaltwerk ( i o9, i o2) mit- tels einer am Ende des Kartenstapels beigefügten Schaltkarte selbsttätig auf das jeweils nächste Zeichen in der Ordnungs- folge der Zeichen weitergeschaltet «er- ;den kann. d.. Maschine nach Anspruch 2 und 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichen- wähler wahlweise (z. B.. durch Umschalter 7 1) unter Handtastensteuerang oder Schaltkart.eneteuerwng gestellt werden kann. 5. Maschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schrittschaltwerk (i o9, i o2) ein die Zei- cheniauswahl überwachender Drehkörper (11s) geschaltet wird, der nach eher Umdrehung vom letzten auf das erste Zei- chen der Zeichenfolge übergeht. 6. Kartenaussuchmaschine zur Aus- übung des Verfahrens nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß eine Merk- vorrichtung (z. B. 79, 76) beim Durch- gang der Karten im ersten Aussuchgang die nicht vorhandenen Zeichen vermerl@t und nach Maßgabe dieser Vermerke ein Oberspringen der entsprechenden Stellun-
    gen des Zeichenwählers (z. B. des Kommutators 103 bis 105) veranlaßt, sobald der Zeichenwähler in die betreffende Wählerstellung gelangt. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Merkeinrichtung derart mit dem Zeichenwähler in Wirkungsverbindung steht, daß sie selbsttätig zurückgestellt wird, wenn. der Zeichenwähler nach dem letzten Sortiergang in die 'Ausgangsstellung zurückkehrt. B. Maschine nach Anspruch 6 und 7, .dadurch ;gekennzeichnet, daß die Rückstellung der Merkeinrichtung durch Elektromagnete (8o) erfolgt, die im Augenblick des überganges des Zeichenwählers in seine Ausgangsstellung einen Impuls über einen vom Schrittschaltwerk (i og, 102) des Zeichenwählers betätigten. Kontakt (168, 169) erhalten. g. Maschine nach Anspruch 6 bis 8, dadurch ,gekennzeichnet, daß auf einer von dem Schrittschaltwerk (log, 102) gedrehten Welle (37) ein Kontaktbügel sitzt, -der nacheinander Auswahlleitungen (io6) eines elektrischen übersetzers mit dem Sortiermagneten (21) verbindet, sowie ein weiterer Kontaktbügel, durch den nacheinander die Merkkontakte (78) an ,den Schaltmagneten (i o i) des S@chrittschaltw,erkes angeschlossen werden. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstarndes vom Stand der Technik sind im E.rtei.lungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften ... Nr. 351 o3o und 594 333 USA.-Patentschriften ..... - 138-9951 und 1 669 238.
DED78032D 1938-05-23 1938-05-24 Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten Expired DE746295C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED78032D DE746295C (de) 1938-05-23 1938-05-24 Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE529842X 1938-05-23
DED78032D DE746295C (de) 1938-05-23 1938-05-24 Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE746295C true DE746295C (de) 1944-08-01

Family

ID=25945198

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED78032D Expired DE746295C (de) 1938-05-23 1938-05-24 Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE746295C (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1389951A (en) * 1920-09-24 1921-09-06 Tabulating Machine Co Attachment for card-sorting machines
DE351030C (de) * 1919-10-24 1922-03-30 Hermann Schmitt Sortiermaschine zum alphabetischen Ordnen von gelochten Karten, Zetteln usw
US1669238A (en) * 1924-12-03 1928-05-08 Tabulating Machine Co Alphabetical sorter
DE594333C (de) * 1927-12-14 1934-03-16 Charles Borel Verfahren und Anlage zur felderweisen UEbertragung der Lochangaben eines Originalstreifens auf ein Streifendoppel

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE351030C (de) * 1919-10-24 1922-03-30 Hermann Schmitt Sortiermaschine zum alphabetischen Ordnen von gelochten Karten, Zetteln usw
US1389951A (en) * 1920-09-24 1921-09-06 Tabulating Machine Co Attachment for card-sorting machines
US1669238A (en) * 1924-12-03 1928-05-08 Tabulating Machine Co Alphabetical sorter
DE594333C (de) * 1927-12-14 1934-03-16 Charles Borel Verfahren und Anlage zur felderweisen UEbertragung der Lochangaben eines Originalstreifens auf ein Streifendoppel

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1141115B (de) Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Sortieren von Aufzeichnungsträgern nach mehrstelligen Sortiermerkmalen.
DE746295C (de) Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten
DE652100C (de) Lochmaschine zur Nachbildung von Musterkarten
DE625287C (de) Durch Zaehlkarten gesteuerte Maschine mit Einrichtung zum getrennten Ablegen der Karten eines Stapels nach Grenzwerten ihrer Kennlochungen
DE503119C (de) Durch Zaehlkarten mit Lochkombinationen gesteuerte Maschine
DE457265C (de) Lochkarten-Sortiermaschine
DE917461C (de) Anordnung fuer die Abfuehlung von Aufzeichnungstraegern
DE1011190B (de) Durch Zaehlkarten gesteuerte Formulareinrichtung
DE747603C (de) Eintragungsmaschine fuer Registrierkarten
DE424814C (de) Lochkartenkopiermaschine
DE888323C (de) Anordnung zum spaltenweisen Pruefen von gelochten Aufzeichnungstraegern
DE868231C (de) Anordnung zum Sortieren von Lochkarten
DE453190C (de) Maschine zum Sortieren von Lochkarten nach Lochkombinationen mit elektromagnetischer Steuerung der Kartenweichen
DE643110C (de) Lochkartendupliziereinrichtung
DE1011195B (de) Unter Zaehlkarten-(Lochkarten-) Steuerung arbeitende Maschinenanlage mit Druckwerk und mit einer Einrichtung zum Aussuchen von mit Kennmarkierungen versehenen Registrierunterlagen
DE621881C (de) Lochkartenmaschine zur rechnerischen Auswertung von Lochkarten
DE661130C (de) Elektrische Aussucheinrichtung fuer Lochkarten gleichen Kennzeichens
DE740320C (de) Lochkartensortiermaschine mit druckenden Zaehlwerken
DE743868C (de) Sortiermaschine fuer Registrierkarten
DE756392C (de) Durch Zaehlkarten gesteuerte Geschaeftsmaschine
DE529328C (de) Adressendruckmaschine mit einer durch eine Auswaehlkarte o. dgl. zu steuernden UEberspringvorrichtung fuer Druckplatten
DE729099C (de) Sortiermaschine fuer Registrierkarten
DE852469C (de) Sortiermaschine fuer Zaehlkarten mit Fachwechsel bei vollem Fach
DE756457C (de) Sortiermaschine fuer Registrierkarten
DE552488C (de) Sortiermaschine fuer Zaehlkarten mit Lochkombinationen