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Verfahren und Maschine zum Sortieren von Registrierkarten Die Erfindung
bezieht sich auf das masichinelle Sortieren von Registrierkarben. Maschinen, die
diesem Zwecke dienen, besitzen im allgemeinen Vorrichtungen zum Abfühlen der Zeichen,
die auf den Karten in von der Maschine wahrnehmbarer Weise dargestellt sind und
nach Maßgabe von deren Ordnungsfolge die Karten sortiert werden sollen. Es ist dabei
eine der Zeichenzahl entsprechende Anzahl .von Karteinfächern in der Maschine vorgesehen,
und die Abfühleinrichtung steuert Sortierweichen derart, daß jede Karte in das ihrem
Zeichenentsprechende Fach geleitet wird. Sollen z. B. die Karten, wie es der Regelfall
isst, nach den Ziffern o bis g geordnet werden., so. werden sie in einem Sortiergang
in zehn verschiedene Fächer selbsttätig eingeordnet, und diese zehn verschiedenen
Kartenpakete werden dann von dem Bedienenden in der richtigen Reihenfolge. übereinan;derges:chichtet.
Die Zeichen stellten: im allgemeinen Ziffern dar, jedoch können sie ebensogut Buchstaben-
oder irgendeine andere Bedeutung haben; die Darstellung - der Zeichen .auf den Karten
in maschinell wahrnrehmbarer Weise- kann durch - Lochungen oder durch lichtelektrisch
wahrnehmbare Schriftzeichen erfolgen.
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Sortiermaschinen, die in der angedeuteten Weise in einem Arbeitsgang
alle Zeichen einer Spalte aussoetie:ren, ergeben höhe Arbleitsgeschwindigkeite:n.,
sind aber auch umfangreich, denn sie erfordern mindestens ebenso viele Sortierfächer,
als Zeichen vorhanden sind, und eine Kartentransporteinrichtung mit entsprechend
vielen Rollenpaaren. Ihre wirtschaftliche Anwendung beschränkt sich wegen, ihrer
großen Leistungsfähigkeit auf große Betriebe, die. einen hohen Anfall von Sortierarheit
haben und .deshalb 'diese Maschinen wirtschaftlich- ausnutzenkönnen. -
Gemäß
.der Erfindung kommen nun ein Verfahren und eine Maschine zur Anwendung, die für
den Kle;inbe:trieb dadurch geeignet sind, daß die Maschine unter Anwendung des neuen
Verfahrens kleiner und hilldger ;gehalten werden kann als die bekannten. Ihre Leistung
darf entsprechend dem im Kleinbetrieb geringeren Anfall von Sortierarbeit auch kleiner
sein als bei den bekannten Maschinen; wichtig ist nur, daß damit überhaupt für den
Kleinbetrieb erst einmal die Möglichkeit der wirtschaftlichen Anwendung des Lochkartenverfahrens
geschaffen wird. Um Karten nach Maßgabe der auf ihnen dargestellten Zeichen im Sinne
der Ordnungsfolge, dieser Zeichen zu - sortieren., wird nach dem neuen Verfahren
die Sortierung nach diesen Zeichen mit Hilfe einer an sich bekannten Kartenaussuchmaschine,
die nur zwei Fächer, nämlich ein. Aussuchfach A und ein R.estkartenfach R, sowie
einen auf de vers:chiedenen auszusuchenden Zeichen einstellbaren Zeichenwähler,
z. B. Kommutator 103
bis 1o5, besitzt, durch mehrere aufeinanderfolgende Aussuchgänge
in der Weise vorgenommen, daß der Zeichenwähler für die aufeinanderfolgenden Aussuchgänge
auf im Sinne der Ordnungsfolge der Zeichen aufeinanderfolgende Zeichen eingestellt
wird und die Karten, aus dem Restkartenfach R für den jeweils nächsten Aussuchgang
immer wieder in den Vorratsbehälter nachgelegt werden, so, daß sich der Restkartenstapel
mit fortschreitender Sortierung verkleinert und im selben. Maße die Karten im Aussuchfach
A nach der Zeichenfolge geordnet anfallen. Eine Maschine, die nach diesem Verfahren
arbeitet, hat nur zwei Kartenfächer und eine einzige Kantenweiche, jedoch sind so
viele Arbeitsgänge erforderlich, als Zeichen vorhanden sind, nach denen die Karten
geordnet werden, sollen. Bei, der Sortierung nach Ziffern, fängt man also zweckmäßig
im ersten: Arbeitsgang mit dem Aussuchen der mit 9 gelochten Karten an, im zweiten.
Arbeitsgang werden die 8-Lochungen ausgesucht, im dritten die 7-Lachungen usw. bis
zum neunten Arbeitsgang, in dem die i-Lochungea ausgesucht werden, und im zehnten,
Arbeitsgang werden die o-Lochungen ausgesucht. Wenn dann noch Karten im Resitfach
vorhanden, sind, so sind dies die ungelockten Karten. In dem Fach, in das die jeweils
ausgesuchten Karten geleitet werden, würden, also die Kanten richtig geordnet liegen,
wobei die o-Lochungen zuoberst und die 9-Lochungen zuunterst liegen.
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Zum Aussuchen der Karten mittels einer an sich bekannten Kartenaussuchmaschine
mit nur zwei Fächern, wird in einer solchen Maschine erfindungsgemäß vorzugsweise
ein von Hand oder selbsttätig schrittweise weiterzuschattender Zeichenwähler vorgesehen.
Bei selbsttätiger Betriebstveise erhält der Zeichenwähler einen Steuerimpuls, «wenn
eine dem Kartenstapel beigefügte Schaltkarte mit einem besonderen Steuermerkmal
nach Beendigung des Arbeitsganges die Maschine durchläuft. Eine solche Schaltkarte
muß dem zu sortierenden. Kartenpaket als letzte Karte beigefügt .werden. Es ist
dann zum Zwecke der Ordnung der Karten nach einer Kartenspalte nur nötig, daß die
Bedienungsperson die ausgesuchten Karten. m einem Fach beläßt oder, wenn dasselbe
nicht ausreichen sollte, herausnimmt und in einem besonderen Stapel sammelt, und
daß sie bei stets laufendem Maschinenhetrieb die Karten aus dem Restkartenfach @ein.fa.ch
immer wieder in den Vorratshehälter der Maschine legt, wobei natürlich auf die Karten
im Vorratsbehälter immer die untersten Karten des Restkartenfaches gelegt werden
müssen.. Die Trennungsstelle des Kartenstapels im Vorratsbehälter wird dann immer
durch die Schaltharte gekennzeichnet, die bei ihrem Durchgang dien Zeichenwähler
auf das nächste Zeichen schahet.
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Zum Zwecke der manuellen Weiters@chaltung des Zeichenwählers, die
in gewissen Fällen erwünscht sein mag, ist eine besondere Handtaste vorgesehen.
Um wahlweise die selbsttätige Weiterschaltung des Zenchenwählers durch die Schaltkarte
oder durch die Handtaste zu ermöglichen unter jeweiliger Sperrung der nicht benutzten
Einrichtung, ist ein Umschalter vorgesehen, durch den bei Einstellung der Maschine
auf selbsttätige Weiterschaltung des Zeichenwählers eine Betätigung der fü.r diesen
Zweck vorgesehenen Handtaste unwirksam ist, während umgekehrt bei Weiterschaltung
von Hand ein selbsttätiges Schalten des Zeichenwählers ausgeschlossen wird.
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Sind in dem zu sortierenden Kartenstapel Karten mit dem einen oder
anderen Zeichen überhaupt nicht vorbanden, so erübrigen sich die betreffenden Sortiergänge.
Um unnötige Sortiergänge zu vermeiden, ist erfindungsgemä(.i in der zur Ausühun;g
des Verfahrens benutzten Maschine eine \Zerk.einrichtung vorgesehen, die bereits
beim ersten Sortiergang die nicht vorhandenen Zeichen vermerkt und das Schrittschaltwürk
des selbsttätigen Zeichenwählers derart steuert, daß die diesen Zeichen zugeordneten
Wählerstellungen bei der Weiterschaltung des Wählers übersprungen werden. Die Merkeinrichtung
enthält vorzugsweise eine Anzahl von Merkkontakten. Jeder dieser Merkkontakte ist
bei Beginn des So.rtierens geschlossen und wird beim Durchgang des ihm entsprechenden
Zeichens
geöffnet. Die Einstellung erfahren die Mexkkontakte bei dem Bersten Sortiergang
und behalten sie bei allen folgenden Sortiergängen der betreffenden Spalte. Aus
der Kontakteinstellung kann dann abgeleitet werden, welche Zeichen nicht vorkommen;
die geschlossen gebliebe.rnen Merkkontakte verursachen dann das erwähnte Überspringen
der entsprechenden Stellungen des Zeichenwählers, womit der betreffende Sortiergang
,gespart wird.
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Sind die Karten, nach dem Lochkombinationssystem gelocht, so kann
diie übersetzung in einen Einzelimpuls entsprechend der Zeichenbedeutung .durch
irgendeinen bekannten Übersetzer erfolgen, z. B. durch einen elektromechanischen
Übersetzer, in dem durch die Lochkombination jeweils einer von zehn verschiedenen
Leitungswegen, nämlich der der Lochkombination entsprechende, ausgewählt wird.
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Ein elektrisches Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Lochkartiens.teuerung
ist in den Zeichnungen veranschaulicht.
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Fig.- i zeigt einen Läggsschnitt durch die Sortiermaschine und im
unteren Teil die Maschine in Ansicht. -F.ig. i a zeigt den vor der Schnittebene
der Fig. i liegenden ühllichen Kartenhebel sowie die Abfühlanordnung für die Schaltkarte.
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Fg. z :ist eine Draufsicht auf -die in Fig. i dargestellte Maschine
und läß.t die Kartenfördierbahn sowie die hinter der Maschine liegenden Einrichtungen
(Übersetzer, Zeichenwähler und Merkeinrichtung) in Draufsicht erkennen.
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Fig.3 vsteine Ansicht der Maschine von der Seite und ein teilweiser
Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. i.
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Fig.4 zeigt die Maschine von der Rückseite betrachtet.
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Fig.5 zeigt eine Registrierkarte, üi der die Zeichen in bekannter
Weise symbolisch durch Lochkombinationen dargestellt sind.
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Fig. 6 zeugt die Schaltkarte zur selbsrttätigen Weiterschaltung des
Zeichenwählers. Fig.7 veranschaulicht den Lochschlüssel, nach dem die Zeichen in
den Lochkarten gelocht werden.
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Fig. 8 zeigt einen Schnitt durch eine übers,etzereinheit.
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Fig. 9 zeigt einen Merlunagneten nebst zugeordnetem Merkkontakt und
läßt auch die Rückstelleinrichtung für die Merkvorrichtung erkennen.
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Fig. io ist das Schaltbild der Maschine. Karteneinteilung Die zu sortierenden
Karten, wie -eine solche in Fig. 5 veranschaulicht ist, besitzen ein Format nach
den Deutsichen Industrie-Normen A 7 (Din A 7), also eine Größe von 74 X Ios mm.
Die Karte ist in zwei übereinanderl2egende Reihen von Lochspalten e.ingeteilt, welche
Reihen man im allgemeinen als Lochdecks bezeichnet. Jedes Lochdeck besteht aus zwanzig
nebeneinanderliegenden Spalten, so daß die Karte vierzig Spalten enthält, was für
Kleinbetriebe im allgemeinen ausreichend ist. Unter den Spalten ist .ein Schriftraum
vorgesehen für hand- oder druckschriftliche Eintragungen, und der darü,berliegeride
Spaltenraum enthält die entsprechende Lochung. Die Lochung ist nach einem additiven
Lo.chkombinationsschlüssel erfolgt (vgl. Fi@;g. 7), nach dem sich die Zeichenbedeutung
einer Komblination aus dnr Summe der Bedeutungen der einzelnen Löcher zusammensetzt.
Die Karten laufen in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung durch die Maschine,
so daß also die untere Kante vorangeht und die Seite mit dein Aufdruck nach oben
liegt.
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In Fig.6 ist eine Schaltkarte veranschaulicht, die zur selbsttätigen
Weiterschaltung des Zeichenwählers dient. Diese Schaltkarte wird vorzugsw ,eise
aus widerstandsfähigerem Material hergestellt als die eigentlichen Lochkarten,
da die Schaltkarte immer wieder verwendet werden soll. Die Schaltkarte trägt
,einen Ausschnitt 69, durch den ein Abfühler hindurchtreten kann, der die Weiterschaltung
des Zeichenwählers veranlaßt.
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Es .ist klar, d@aß Größe und Einteilung der Karten sowie die Art der
Darstellung .der Zeichen und die Ausgestaltung der Schaltkarte für das Wesen der
Erfindung ohne Bedeutung sind.
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Aufbau der Maschine Wie die Fig. i zeigt, besitzt die Maschine nur
zwei Fächer, nämlich ein R- und ein A-Fach (ein Restfach und ein Aussuchfach) .entsprechend
den Restkarten und den aussortierten oder ausgesuchten harten. Der Kartenvorschub
wird von dem Motor i i abgeleitet, der über ein Schneckengetriebe die Welle 36 antreibt,
von der aus durch einen Kurbeltrieb das Kartenmesser 12 hin und her bewegt wird.
Dieses führt die in den Vorratsbehälter io eingelegten Karten nacheinander den Transportrollen
13 zu. Die letzteren erhalten durch an der Rückwand 44 (v,-l. Fig. 3 und 4) der
Maschine vorgesehene Zahnräder 33, 34 ihren Antrieb von dem auf der Welle36 sitzenden
Rad aus. Da. je,#veil:s sämtliche vier Lochpositionen einer Lochspalte gleichzeitig
abgefühlt werden, sind vier Abfühlbürsten 16 (Fig. i) vorgesehen, die durch die
Kartenlöcher hindurch mit der Kontaktplatte 17 :eine leitende Verbindung herstellen
können. Die Bürsten 16 sitzen an
dem Bürstenhalter 151 der in der üblichen |
Weise durch eine Spindel 14 mit Hilfe einer |
Handkurhel in Querrichtung der Maschine |
verstellt werden kann, so daß die Bürsten |
auf eine der Spalten eines Decks eingestellt |
werden können. Die Bürsten sind durch |
nachgiebige Drahtverbindungen mit festen |
Anschlußstellen für die Stromzuführung ver- |
buinden. An dein Bürstenhalter 15 sitzt auch |
ein Zeiger 2o, der durch einen Schlitz des |
Abdieckbleches der Maschine hindurchragt@ |
und längs einer Skala spielt, die auf dem Ab- |
deckblech 25 vorgesehen ist. Diese Skala |
il.it , iii der oberen Reibe die Spalten. i |
bis 2o und in der unteren Reihe die Spalten |
21 bis 4o an. Die Deckauswahl selbst er- |
folgt durch den Schalter 85 (Fi.g. i). Wenn |
dieser in der oberen Stellung steht, iverd,eti |
die Bürsten für die ausgewählte Spalte des |
oberen Decks wirksam, wenn er nach unten |
geschaltet ist, werden se für die ausgewählte |
Spalte des unteren Decks wirksam. An der |
Vorderwand der Maschine ist eine Ziffern- |
scheibe 31 (vgl. Fig. 3) vorgesehen, die unter |
einer Kappe 32 liegt, dii:rcli deren Fenster |
3o jeweils eitre Zitier der Ziffernscheibe |
sichtbar ist. Diese Ziffernscheibe zeigt je- |
weils die Stellung und damit das Zeichen an, |
auf das der Zeichenwähler eingestellt ist. |
Die Weiterschaltung des Zeichenwählers und |
der ZiffernsrheIbe 31 kann, wie bereits an- |
gedeutet, entweder von Hand geschehen oder |
selbsttätig unter Steuerung durch die Schalt- |
karte. |
Läuft durch die Maschine eine Karte, die |
in der ausgewählten Spalte des ausgewählten |
Lochdecks das von dem Zeichenwähler be- |
stimmte Zeichen trägt, so wird der Sortier- |
magnet 2i (Fig. i) erregt und zieht seinen |
als Sorti:eriveiche ausgebildeten Anker 22 |
hoch, so daß dLie harte in das A-Fach ge- |
Ieitet wird und auf den federnd mach oben |
gezogenen hartenivagen 24 dieses Faches |
fällt. In dieses Fach werden also alle ans- |
zusortiefenden, d.li. alle karten, die in der |
ausgewählten Spalte das ausgewählte Loch- |
zeichen tragen, befördert. Bei den übrigen |
Karten findet eine Erregung des Sortier- |
magneten 21 rich.t statt; sie werden daher, |
über die `'eiche 22 hinweggleitend, in das |
R-Fach befördert. |
Übersetzer |
Der Übersetzer ist in bekannter Weise |
ausgebildet. Jeder Abfühlb.ürste 16 ist eine |
Lbersetzereinheit zugeordir.et, die zusammen- |
wirken und die von den Löchern ausgelösten |
Steuerimpulse in einen einheitlichen Steuer- |
impuls umsetzen. Wie aus dem Schaltbild |
(Fig. io) ersichtlich ist, iv:rd durch den Über- |
setzer vermittels der Umschaltung der Kon- |
takte 65 (die Umschaltung erfolgt durch die unter Bürstensteuerung stehenden übersetzermagnete
57) einer von zehn Stromwegen ausgewählt. Da es sich hier um eine bekannte Einrichtung
handelt, braucht dieselbe nicht im einzelnen erläutert zu werden.
Es sei
nur an Hand der Fig. S und damit in Verbindung der Fig. 3 und 4 die konstruktive
Ausgestaltung der Übersetzeinrichtung kurz erwähnt. Jede Abfühlbürste
16 führt zu ,einem übersützermagneten 57, von denen jeder eine verschiedene
Anzahl von Umschaltkontakten 65 steuert. Wenn ein übersetzermagnet 57 erregt wird,
zieht er seinen Anker 67 (Fig.8) nach unten, so daß die Klinke 66 unter dem Druck
der mittleren Kontaktfeder sich nach links bewegt und nunmehr der rechte Kontakt
sich öffnet, dagegen der linke Kontakt geschlossen wird. Die Anzahl und Anordnung
der von jedem übersetzermagneten 57 gesteuerten Umschaltkontakte 65 geht aus Fig.
io und der Draufsicht in Fig.2 hervor. Der Übersetzer wird nach jedem Kartendurchgang
in seine Ausgangslage' zurückgestellt. Die Rückstellung der Klinken 66 der Übersetzermagnet-e
erfolgt in der bekannten Weise durch eine gemeinsame Rückstellsta.nge 7.1 (vg1.
Fig.4), die von einem Hebel
73 bewegt wird-, der von einem synchron mit dem
Kartendurchgang bewegten Nocken
83 so gesteuert wird, daß nach jedem Kartendurchgang
eine Rückstellung des Übersetzers erfolgt.
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Zeichenwähler Der Übersetzer übersetzt jede Lockkombination in ein
Einzelzeichen. Der' Zeichenwähler hat nun die Aufgabe, den Sortiermagneten 2 i jeweils
nur beim Vorhandensein des gesuchten Zeichens zum Ansprechen zu bringen. Zu diesem
Zwecke besitzt der Zeichenwähler, wie schematisch in Fig. i o dargestellt ist, einen
Kontaktbügel io5, der schrittweise an die Leitungen io6, die vom Übersetzer kommen,
angeschlossen werden kann. Die schrittweise Schaltung erfolgt durch einen Schaltmagneten
ioi, der über .eine Klinkenschaltung die Welle 37 antreibt, auf der auch der Wählerarm
i o5 sitzt. Die konstruktive Ausgestaltung dieser Anordnungen ist aus Fig.2 und
3 ersichtlich. Innerhalb eines aus zwei ineinandergeschobenen Isolationskörpern
io8,l und ioBL gebildeten zylindrischen Hohlraumes sitzt ein aus Isolationsmaterial
bestehender Zylinder i 18, der in einer noch zu beschreibenden Weise Kontaktverbindungen
herstellt. Der Zylinder i 18 ist fest mit der Welle 37, die an ihrem vorderen Ende
das Ziffernrad 3I trägt, verstiftet; am hinteren Ende dieser «gelle (vgl.
Fig.4) sitzt das Schaltrad io2, das durch die Klinke
1o9 bei Erregung
und darauffolgender Aberrebgung des Magneten i o i weitergeschaltet wird. Die Schaltschritte
sind. dabei so, bemessen, daß der Zeichenwähler bei jedem Schaltschritt auf das
nächste Zeichen geschaltet wird. In dem Körper 108b sitzt ein Kontaktring 103, dar
.eine stromzuführende Verbindung f& einen Kontaktbügel 1o5 bildet. Dieser
Kontaktbügel 105 ist in Metallhülsen ,eingelassen, die Kontaktkugeln tragen. Die
linke Kugel in Füg. 3 schleift auf ,dem Kontaktring 103, während die rechte
Kugel an .den; Kontaktstücken 1o¢ des Zeichenwählers schleift (vg1. auch Fig. i
o) . Es wird also j e nach der Stellung des Bügels 1o5 eine stromführende Verbindung
zwischen dem Kontaktring 103 und nur einem der Kontaktstücke ioq. zustande kommen.
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Merkeinrichtung Wenn in dem zu sortierenden Kartenstapel .ein Zeichen
überhaupt ,nicht vorkommt, s,o erübrigt es sich zwecks Aussuchens dieses Zeichens,
den Stapel durch .die Maschine laufen zu lassen, sondern. es kann gleich nach dem
nächsten vorkommenden Zeichen ausgesucht werden. Um solche Sortiergänge, die erspart
werden können, festzustellen, wird beim ersten Dumchlauf der Karten durch die Maschine
von der Merkeinrichtung vermerkt, welche Zeichen vorhanden sind und damit natürlich
auch, welche Zeichen nicht vorhanden sind. Für die nicht vorhandenen Zeichen kann
@dami die Merkeinrichtung den Zeichenwähler so beeinflussen, daß die dem nicht vorhandenen
Zeichen entsprechende Stellung des Zeichenwählers übersprungen wird.
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Die Merkeinrichtung umfaßt für jedes der Zeichen 8 bis o -einen Merkmagneten
79; für das Zeichen 9 isst kein Merkmagnet erforderlich; .da, das Zeichen 9 schon
im ersten Gang aussortiert wird und die Maschine in diesem ersten Gang auf jeden
Fall ,auf 9 eingestellt sein muß. jedem Merkmagneten 79 (vgl. auch Fig. 9) ist ein
Merkkontakt 78 zugeordnet, der durch die veranschaulichte Verriegelung (der Anker
76 greift unter eine Schulter des Hebels 77) normalerweise geschlossen gehalten
wird. Geht eine Karte imersten Gang ,durch die Maschine, so wird der ihrer Lochung
entsprechende Merkmagnet 79 erregt, zieht seinen Anker 76 an, so daß der Hebe177
nach unten fallen kann und sich .der Kontakt 78 öflnet, denn die Merkmagnete sind
über die Leitungen 107 (vgl. Fyg. i o) an die entsprechenden Auswahlleitungen des
Übersetzers angeschaltet. Beim ersten Duä7chlauf des Kartenstapels durch die Maschine
werden daher alle diejenigen Merkkontakte 78 geöffnet sein, für welche ein Lochzeichen
durch ,die Maschine gegangen ist. Die Einstellung der Merkkontakte 78 bleibt darin
erhalten, bis der ganze Kartenstapel durchsortiert isst, also während der verschiedenen
Sortiergänge, die für eine Lochspalte erforderlich sind; erst wenn die Sortierspalte
durchsortiert ist, wird die Merkvorrichtung wieder in ihre Ausgangslage zurückgest.ellt.-Daß
eine Durchs.ortierung aller Zeichen .erfolgt ist, ist daran zuerkennen, daß dann
deir Zeichenwähler und damix auch die ihn drehende Welle 37 von der o- in die 9-Stellung
übergeht. Bei diesem -Übergang erhalten nun die Rückstellmagnete 8o (Fig. 9, z und
q.) für die Merkvorrichtung Strom und heben bei ihrer Erregung mittels ihres Ankers
84 en in Gelenkverbindung damit stehendes Querjoch 8z hoch, das. unter den Hebeln
77 hinwegragt. Beim Hochheben dieser Hebel werden die Kontakte 78 wieder geschlossien,
und der Anker 76 jedes Merkmagneten 79 kehrt unter Federspannung in die in Fig.9
gezeichnete Lage zurück. Vor Beginn der Dnrchsortierung einer Spalte mußte der Zeichenwähler,
@da er nur in einer Richtung- drehbar ist, immer von o aud 9 geschaltet worden sein,
und die Merkvorrichtung wird daher auch evangsläufig vor der Sortierung einer neuen
Spalte in ihre Ausgangsstellung zurückgestellt.
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Es folgt aus den vorhergehenden Erläuterungen, daß die nicht geöffneten
Merkkontakte 78, die also den nicht vorhandenen Zeichen entsprechen, ein Überspringen
des Zeichenwählers hervorrufen müssen. Zu diesem Zwecke sind die Merkkontakte 78,
«ie Fig. io zeigt, mit den Kontaktstücken I 14 verbunden, die durch einen Kontaktbü,ge-1115
nacheinander mit einem Kontaktring 113 in stromführende Verbindung gebracht werden.
Die konstruktive Ausbildung dieser Anordnung ist ähnlich wie diejenige des Zeichenwählers
und aus Fig. 3 ersichtlich. Die Kontaktstücke 114 sind im Umfang des Isolationskörpers
1o8 angeordnet und vermögen mit einer im Isolationszylinder i 18 gelagerten Kugel
Kontakt zu machen. An dem Zuführungskontaktring 113 schleift ebenfalls eine Kugel,
und es ist ersichtlich, daß durch die mit I 15 bezeichnete Verbindung, dIe
dem Kontakthügel i 15 in. Fig. io entspricht, eine Verbindung mit den Kontaktstücken
114 zustande kommen. kann.. Der Bügel i 15 verbindet aber über eine andere Kontaktkugel
auch das. Kontaktstück I 19, das in der aus Fig. io ersichtlichen und noch
zu beschreibenden Weise geschaltet isst.
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Schaltbild und Wirkungsweise Vor dem - Beginn eines Sortiervorganges
muß zunächst festgelegt werden, - welche Spalte und in welchem Deck sortiert werden
soll.
Die Spaltenauswahl erfolgt durch die erwähnte Verstellung :der Bürsten 16. vermittels
der Spindel 14, während die Deckauswahl durch die Einstellung des Schalters 85 (vgl.
Fig. io und Fig. i) erfolgt.
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Die Maschine wird meist auf automatischen Betrieb eingestellt sein,
bei dem also die Schaltkarte das Weiterschalten des Zeichenwählers besorgt. In diesem
Falle sind die drei Schalter 7 1, 81, 91 in die aus Fig. i o ersichtliche Lage einbestellt.
Da diese drei Schalter immer gleichzeitig umgelegt werden müssen, sind sie, wie
Fig. i und 2 zeigt, durch eine gemeinsame Hülse ioo miteinander verbunden.
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Das Anlassen der Maschine erfolgt durch Niederdrücken der Anlaßtaste
i2o, wodurch der zugehörige Kontakt geschlossen wird und ein Stromfluß von der positiven
Leitung 75 über Leitung 141, Motorrelais 122 zur ne,-ativen Leitung 95 stattfindet.
Das Motorrelais 122 (vgl. auch Fig.2) schließt seine beiden Kontakte 123 und 124.
Da das Motorrelais nach Öffnen des Anlaßkontaktes über den Kontakt der Stopptaste
140, Leitung 43, Kontakt 125, Kontakt 123 Strom erhalten kann, wird es erregt bleiben
und somit auch den Motor eingeschaltet erhalten, der seinen Strom über Leitung 142,
Kontakt 124, Motor i i zur Leitung 95 erhält. Soll die Maschine aus irgendeinem
Grunde während des Betriebes oder bei manueller Betriebsweise nach Beendigung der
Arbeit angehalten werden, so wird die Stopptaste 140 gedrückt, wodurch der zugeordnete
Kontakt geöffnet und damit der Kreis des Motorrelais unterbrochen wird, so da,ß
der Motor zum Stillstand kommt.
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Die Bürsten 16 erhalten ihren Strom von der Leitung 75 über die Leitung
146, den vom Kartenhebel 28 gesteuerten Kontakt 29 und Leitung 147. Ist der Schalter
85 auf das obere Deck eingestellt, wie Fig. io, zeigt, so kann der Strom nur über
Kontakt 133U gehen, da dieser Kontakt von seinem zugeordneten Nocken 131,
nur geschlossen wird, wenn sich gerade das obere Deck unter den Bürsten befindet.
Der Strom geht dann über Leitung 148, Koutaktpaar85b und Leitung i5o zur Kontaktplatte
17. Ist jedoch der Schalter 85 auf das untere Deck eingestellt, so kann der Strom
nur über den Kontakt 134L, da dieser von seinem Nocken 134.a nur geschlossen wird,
wenn sich gerade das untere Deck unter den Bürsten befindet, und der Stromverlauf
würde dann über Leitung 149, Kontaktpaar 85a und Leitung i 5o wieder zur KontaktPlatte
17 gehen. Von dort aus fließt der Strom durch diejenigen Bürsten 16, die Löcher
entdeckt haben, über Leitungen 44, durch die übersetzermagnete 57 (die römischen
Zahlen entsprechen den Lochpositionen, denen die Magnete zugeordnet sind) und die
gemeinsame Rückleitung 145 zur Leitung 95. Die erregten übersetzermagnete 57 veranlassen
eine Umnschakung der Kontakte 65, so daß je nach der vorhandenen Lochkombination
nur ein einziger Leitungsweg über die übersetzerkontakte 65 zwischen der Zuleitung
147 und den Ableitungen io6 ausgewählt wird. Die Endpunkte der Leitungen io6 sind
mit den Kontaktstücken 104 des Zeichenwählers verbunden, und nur von demjenigen
Kontaktstück, auf das der Zeichenwähler eingestellt isst, kann über den Kontaktbügel
1o5, Kontaktring 103 und Leitung 156 ein Stromfluß über den. Sortiermagneten 21
zur Leitung 95 zustande kommen.
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Von den Leitungen io6, die den Zeichen 8 bis o entsprechen, zweigen
Leitungen 107 zu den zugeordneten Merkmagneten ; 9 ab, von denen aus eine
gemeinsame Rückleitung über den Kontakt 81a, Leitung 159 zur Leitung 95 führt. Beim
Durchlauf des Kartenstapels durch die Maschine wird der Übersetzer bei jeder Karte
entsprechend der abgefühlten Lochung eingestellt, jedoch kann der Sortiermagnet
2 i nur bei denjenigen Karten ansprechen, die bei 9 gelocht sind, weil beine ersten
Durchgang der Zeichenwähler auf 9 steht. Die Merkmagnete 79 werden jedoch beim ersten
vorhandenen, ihnen entsprechenden Zeichen erregt, und ihr zugeordneter Merkkontakt
78 wird dann während aller folgenden Sortiergänge der Spalten offen bleiben, während
die übersetzerlnagnete 57 durch die Stange 74 nach jedem Kartendurchgang zurückgestellt
werden.
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Die automatische Schaltung des Zeichenwählers durch die Schaltkarte
erfolgt unter Vermittlung einer besonderen Bürste 98 (v-l. auch Fig. ia) und eines
ihr zugeordneten Kontaktstückes 88. Läuft am Ende des Kartenstapels die Schaltkarte
(Fig.6) durch die Maschine, so kommt der Ausschnitt 69 unter die Bürste 98, und
es wird ein Stromfluß über den Schaltmagneten i o i des Zeichenwählers zustande
kommen. Die Stromführung wird wieder über Leitung 1.16. Kartenkontakt 29, Leitung
147 erfolgen, aber nun über den vom Nocken 131 gesteuerten Kontakt 132, der durch
seinen Nocken nur gerade in dem Augenblick geschlossen wird, in, dem der Ausschnitt
69 der Schaltkarte unter der Bürste 98 vorbeigeht (durch die anderen Karten kann
eine Kornt.aktgebung bei 98, 88 nicht erfolgen, da die regulären Karten, wie Fig.
5 zeigt, .am Rand nicht gelocht sind). Der Strom wird daher über Kontakt 132, Kontaktstück
88, Bürste 98, Leitung 151, Kontaktpaar 71a, Leitung 152 über Schaltmagneten ioi
des Zeichenwählers und Leitung 153 zur negativen Leitung 95 fließen.
Der
Schaltmagnet r o I wird- durch den Vorbeigang des Ausschnittes 69 an der
Bürste 98 kurzzeitig erregt, und beim Rückgang seines Ankers wird durch die Schaltklinke
das Klinkenrad rot um einen Schritt weiter geschaltet und damit auch die Welle 37
einen Schritt weiter gedreht, so daß nun der Kontaktbügel' io5, der ja auf der gleichen
Welle fest-, sitzt, von der 9-Stellung auf die 8-Stellung geschaltet wird.
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Wenn in der zugeordneten Spalte alle Zeichen vorkommen, so vollziehen
sich die verschiedenen VorgäAge des Aussortierens nacheinander für alle Zeichen.
Da die Bedienungsperson die Karten aus dem Restfach immer wieder in den Vorratsbehälter
legt und diese Restkarten natürlich auch die Schaltharte enthalten, so wird nach
jedem Durchgang ,des Restkartenpakets diese Schaltkarte eine Weiterschalttag des
Zeichenwählers um eine. Einheit bewirken, bis er in der o-Stellung angelangt ist
und von da an wieder in die 9-Stellung übergeht. Bei diesein Übergang wird auf die
noch zu beschreibende Weise auch die Merkeinrichtung auf Null gestellt, und da ihre
Rückstellstange 82 bei ihrer Verstellung den im Motorkreis liegenden Kontakt 125
öffnet, bleibt dann die Maschine stehen.
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Wenn aber nun irgendwelche Zeichen feh-
len, so muß durch die
Merkeinrichtung ein Springen des Zeichenwählers bewirkt werden. Für die fehlenden
Zeichen ist der zu:beordnete Merkkontakt 78 geschlossen. Immer wenn der Zeichenwähler
auf das nächste Zeichen geschaltet wird; wird auch der Kontaktbügel i 15, der ja
auf der gleichen Welle 37 sitzt, in die nächste Stellung gedreht. Ist der dieser
Stellung' entsprechende Kontakt 78 geschlossen, d. h. das Zeichen fehlt, so wird
ein Stromkreis von Leitung 75 über Leitung 16o, Kontakt giQ, den betreffenden Merkkontakt
78 und die zugeordnete Leitung 16q. zu dem Kontaktstück 114 zustande kommen, auf
dem sich der Bügel I15 befindet. Dann fließt der Strom über den Kontaktbügel 115,
Kontaktring 113, Leitung 162, Kontakt 121, Leitung 163 und durch den Schaltmagneten
ioi über Leitung 153 zur Leitung 95. Der Sichaltmagnet erhält also einen weiteren
Impuls, :diesmal jedoch von der Merkeinrichtung aus, so daß der Zeichenwähler gleich
auf die nächste Stellung geschaltet wird, wenn der Magnet i o i infolge der Unterbrechung
des dauernd sich öffnenden und schließenden Kontaktes 121 abeiripgt wird (das öffne
und Schließen des Kontaktes 121 erfolgt durch den sich dauernd drehenden Sternnocken
122'). Ist das der nächsten Stellung entsprechende Zeichen wiederum nicht vorhanden
gewesen, so wird auch der entsprechende Merkkontakt 78 geschlossen sein, und es
wird über den Bügel i 15, der -ja gleichzeitig mit dem Zeichenwähler wieder weitergeschaltet
wurde, auf dieselbe Weis. wie vorher ein 'Stromkreis. zustande kommen, und der Schaltmagnet
ioi wird den Zeichenwähler wiederum weiterschalten. Es. ist also ersichtlich, daß
auf diese Weise ein Überspringen derjenigen Sortiergänge stattfindet, für die keine
Zeichen auszusuchen sind.
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Die Rückstellung der Merkeinrichtung in die Ausgangslage erfolgt erst,
wenn die ganze Spalte durchsortiert ist. Dann geht der Schaltbügel 115 von der letzten
Stellung auf dem Kontaktstück 114 aus in die in Fig. io gezeichnete Stellung über,
welcher Übergang in drei Schaltschritten erfolgt. Bei diesem Übergang stellt er
aber eine Verbindung zwisichen den Kontaktstücken 168 und i 19 . her. Es kann als
.ein Stromfluß von Leitung 75 aus über Leitung 16o, Kontakt giQ, Leitung 161 und
Kontaktbügel i i 5 erfolgen. Dann entstehen zwei parallele Leitungen: ,erstens über
Kontaktstück I 19, Leitung 165,durch die beiden Rückstellmagnete 8o, Leitung 166
zur Leitung 95; dadurch wird die Merkeinrichtung zurückgestellt. Der andere Zweig
führt vom Kontaktbügel i 15 aus über Schleifring 113, Leitung 162, Kontakt i 2 i,
über Schaltmagneten roi, Leitung 153 zur Leitung 95, so daß die Welle 37 in zwei
weiteren Schaltschritten in ihre Ausgangsstellung zurückgedreht wird. Bei der Rückstellung
der Merkeinrichtung wird zwar durch öffnung des Kontaktes 125 der Motorkreis unterbrachen,
jedoch ist das ohne Einfluß auf die Weiterschaltung der Welle 37; der Kontakt 121
muß zwar noch unterbrochen werden, jedoch läuft der Nocken i22' noch genügend lange,
bis der Zeichenwähler in der Ausgangsstellun,g ist.
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Es mag erwünscht sein, den Zeichenwähler vorn' Hand anstatt durch
eine Schaltkarte weiterzuschalten oder unter Umständen auch die Maschine nur zum
Aussuchen irgendeines Zeichens zu benutzen, zu welchem Zwecke dann der Zeichenwähler
von Hand auf eine bestimmte Ziffer einzustellen wäre. In diesem Falle werden die
Schaltergriffe, die durch die Hülse i oo miteinander verbunden sind, nach unten
gedreht, so d.aß also die Kontakte 71Q, 81Q, 91Q (Fig. i o) frei liegen und die
Kontakte 71v verbunden sind. `Die ganze Merkeinrichtung und die Steuerung durch
die Schaltkarte ist dann umwirksam gemacht. Es kann, dann die Schalttoaste i i r
gedrückt werden, und bei jedem Schließen des ihr zugeordneten Kontaktes wird ein
Stromstoß über den * Schaltmagneten des Zeichenwählers zustande kommen, und zwar
von der Leitung 75 über den Kontakt der
Schalttaste i i i, Kontakt
71U, Leitung 152, Schaltmagnet ioi und Leitung 153 zur Leitung 95. Durch entsprechend
häufiges Niederdrücken der Schalttaste i i i kann also der Zeichenwähler auf jede
gewünschte Ziffer eingestellt werden.
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Es ist selbstverständlich, daß die erfindungsgemäß.e Maschine in mannigfacher
.anderer `'leise ausgebildet werden kann. Soll sie z. B. noch weiter vereinfacht
werden, so, kann ohne grundsätzliche Beeinträchtigung ihrer Wirkungsweise die Merkeinrichtung
weggelassen werden. Es ist dann aber für jedes Zeichen ein Sortiergang erforderlich.
Wenn es sich um die Sortierung von Karten nach dem sog. Einzellochsystem handelt,
bei dem also jedes Zeichen nur durch die Lage eines einzigen Loches innerhalb einer
Spalte bestimmt wird, wird auch eine übersetzereinrichtung entbehrlich. Wenn bei
dieser Ausführung auch die Merkeinrichtung weggelassen wird, ergibt sich die denkbar
ein-
fachste Ausführungsart, die. also im wesentlichen nur aus dem kurzen
Kartenförderweg, zwei Sortierfächern, dem Abfühlorgan und dem Sortiermagneten besteht.
Bei dieser Ausführungsform wird also der Unterschied gegenüber den bekannten Maschinen
besonders deutlich, bei denen außer dem langen Kartenförderweg noch zahlreiche Sortierweichen
und oft auch eine besondere Synchronsteuerung fü,r die Weichen erforderlich sind.
Es ist auch ohne weiteres möglich, sich die Vorteile der Merkeinrichtung bei manueller
Betriebsweise des Zeichenwählers nutzbar zu machen, wenn aus irgendwelchen Gründen
von der Steuerung durch eine Schaltkarte abgesehen werden soll. Es ist dann lediglich
nohvendig, die selbsttätige Weiterschaltung zwischen der Merkeinric'htung und dem
Zeichemv ähler zu überbrücken. Beim ersten Durchgang der Karten würde dann die Merkeinrichtung
die nicht vorhandenen Zeichen angeben, was z. B. durch Anzeigel>lappen erfolgen
könnte, und bei der manuellen Weiterschaltung durch die Zeich@enschalttaste könnten
dann diejenigen Stellungen des Zeichenwählers übersprungen werden, die von der Merkeinrichtung
angegeben werden. Die selbsttätige Rückstellung der 1Ierkeinrichtung bei dem Obergang
des Zeichennvählers von seiner Endstellung in die Ausgangsstellung, könnte aber
bei dieser Betriebsweise trotzdem beibehalten werden.