Anlage mit einer Aufnahmevorrichtung für eine Vielzahl von mit ihren flachen Seiten aneinanderliegenden, kartenförmigen Aufzeichnungsträgern und mit einer Entnahmeanordnung mit wählbarem Zugriff zu den Aufzeichnungsträgern
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage mit einer Aufnahmevorrichtung für eine Vielzahl von mit ihren flachen Seiten aneinanderliegenden kartenförmigen Aufzeichnungsträgern und mit einer Ent nahmeanordnung mit wählbarem Zugriff zu den Auf zeichnungsträlgern,
Die Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmevorrichtung als Entuahmeanordnung mehrere getrennte Zugrif±sstationen zugeordnet sind, deren jede mit einer Bedienungsvorrichtung versehen ist,
um einen in der Aufnahmevorrichtung enthaltenen Aufzeichnungsträger auszuwählen, und seine Beförderung wenigstens teilweise in die betreffende Zugriffstation herbeizuführen, und dass jeder Zugriffstation eine Manipuliervorrichtung zum vollständigen Entnehmen und zum Wiedereingliedern eines ausgewählten Aufzeichnungsträgers aus der bzw. in die Aufnahmevorrichtung sowie Sperrmittel zum gegenseitigen Blockieren der Zugriffstationen zugeordnet sind, derart, dass während einer Manipulierfolge irgendeiner Zugriffstation die Auslösung einer Manipulierfolge einer weiteren Zugriffstation verhindert wird.
Zur Vereinfachung der bei der nun folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen verwendeten Terminologie sollen die zu speichernden Dokumente allgemein als Karten bezeichnet werden. In diesem Begriff seien alle die verschiedenen Arten von Dokumenten enthalten, zu denen unter anderem folgende gehören: Kontokarten, Magnetkarten, optische Karten, Lochskarten, Bänder, Diapositive, Filmkarten, Mikrobelege, Mikrofilmhüllen. Ein spezielles Beispiel ist eine aus einer transparenten Folie bestehende Karte, welche hundert oder mehr einzelne Filmbilder trägt.
In der folgenden Beschreibung sind anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine als Speichereinrichtung ausgebildete Anlage mit wählbaren Zugriff und mit mehreren Zugriffstationen,
Fig. 2 einen ebenen Schnitt durch die Einrichtung mit Blick auf die Arbeitsmechanik zum Kartenindizieren und Kartentrennen, die an jeder Zugriffstation vorhanden ist, s Fig. 3 eine perspektivische Teilansicht einer Kartenindizier- und Kartentrennmechanik in den Zugriffstationen, wobei die Bewegungsschritte von die Karten erfassenden Keilen angedeutet und numeriert sind,
Fig. 412 in Form von Diagrammen die verschle- denen tBewegungsschritte der Kartenindizier- und Kartentrennkeile nach Fig. 3, so wie sie von dem in Fig. 2 dargestellten Mechanismus bewerkstelligt werden, und
Fig.
13 ein Schaltbild für eine der Stationen und die Sperrbetriebsschaltanordnung zwischen den gleichartigen Stationen.
Das Speichern von Karten in der Einrichtung erfolgt vorzugsweise an zufälligen Speicherplätzen, so dass die Karten in den Speicher aus der jeweiligen Stellung heraus, die er gegenüber der Station innehat, und von der aus sie zurückgegeben werden sollen, zurückgesandt, werden können, ohne dass der Speicher und die Station eine besondere Stel;lung zueinander einnehmen müssen.
Die Karten selbst sind mit einer Identifizierung versehen, die insbesondere aus Schlitzen am vorderen Rand der Karten bestehen kann. Die Schlitze sind nach irgendeinem gewünschten Code, etwa dem gewöhnlichen Binär-Code, dem binär verschlüsselten Dezimal-Code, dem Gray-Binär-Code, dem Oktal-Code und ähnlichen Codierungen, angeordnet,-so dass jede einzelne Karte mit Hilfe ihrer Identifizierungsnummer adressiert und an einem zufälligen Speicherplatz wieder aufgefunden werden kann.
Obwohl an sich der Speicher und die Wähleinrichtung auch geradlinig zueinander bewegt werden könnten, ist in der vorliegenden Ausführungsart der Speicher als Trommelspeicher ausgebildet, welcher im Verlauf seiner Drehbewegung die Karten an einer die Identifizierungsnummer einer bestimmten herauszunehmenden Karte enthaltenden Bedienungsvorrichtung vorbeiführt.
In der Bedienungsvorrichtung wird die adressierte Karte automatisch von den andern Karten im Trommelspeicher getrennt, indem sie in radialer Richtung aus dem Trommelspeicher nach aussen gezogen wird, wobei beim Vorbeilaufen der Karte an einer Abfühlvorrichtung die Drehbewegung des Trommelspeichers gestoppt wird, und zwar in einer Stellung des letzteren, in welcher die Karte sich praktisch in der Entnahmeiage befindet. Daraufhin wird ein zusätzlicher Mechanismus in Betrieb gesetzt, um schliesslich die gewählte Karte zu indexieren oder zu zentrieren und, falls gewünscht, die ihr benachbarten Karten von ihr zu trennen, um sie ungehindert durch andere im Speicher befindliche Karten relativ einfach herausnehmen bezw.
wieder eingliedern zu können.
Gemäss- der bevorzugten Ausführungsart werden die Karten -anhand von an ihrer Vorderkante vorgesehenen Schlitzen identifiziert, welche einem bestimmten Code, z. B. dem gewöhnlichen Binär-Code, entsprechend vorgesehen sind, so dass für jede Karte eine ihr eigene Code-Kombination möglich ist. Die gewünschten Karten werden durch eine Abfühlvorrichtung ,ausgesucht, welche bewegliche Teile aufweist, mittels denen die durch die Kartenschlitze gebildeten Code-Kombinationen einstellbar sind. Diese Abfühlvorrichtung kann z. B. eine Anzahl Codeplättchen aufweisen, deren jedes in zwei verschiedenen Stellungen einstellbar ist, nämlich eine Binär-Null stellung und eine Binär-Einstellung.
Durch Drehung des Trommelspeichers mit den darin enthaltenen Karten wird eine Relativbewegung zwischen den Karten einerseits und den Codeplättchen der Abfühlvorrichtung andrerseits erzeugt, wobei die Kartenvorderkanten an den ihnen zugekehrten Kanten der Codeplättchen vorbeistreichen und wobei die Schlitze in der einen gewünschten Karte mit den Kanten der betrefferrden Codeplättchen übereinstimmen und diese aufnehmen, so dass sich die Karte aus ihrer Speicherstellung heraus vorwärtsbewegen kann. Diese Vorwärtsbewegung wird durch Permanentmagnetpole an der Bedienungsvorrichtung erreicht, welche zur Umfangslinie des Trommelspeichers nichtkonzentrisch sind und zu welchen die Karten, wenn sie durch die Codeplättchen freigegeben werden, durch an der Karten Vorderkante gegenüber den Magnetpolen angebrachte Streifen aus magnetisierbarem Material, hingezogen werden.
Der Einfachheit halber können die Karten natürlich auch über ihre ganze Höhe mit magnetisierbarem Material - versehen sein, z. B. durch Aufkleben oder Aufpressen einer entsprechenden Schicht, in welcher die Codeschlitze natürlich auch vorgesehen sein müssen.
Wie bereits erwähnt, sind die Polvorderflächen der Permanentmagnete zur Umfangslinie des Trommelspeichers nichtkonzentrisch, d. h., dass derjenige Abschnitt der Polvorderfläche, welcher von den magnetisch ansprechbaren Vorderkanten der Karten zuerst erreicht wird, sich relativ nahe der Umfangslinie des Trommelspeichers befindet, während derjenige Abschnitt der Polvorderfläche, an welchem die Karte die Bedienungsvorrichtung wieder verlässt, zur Umfangslinie des Trommelspeichers einen grösseren Abstand aufweist, derart, dass die gewählte Karte beim Entlanggleiten an dieser Polvorderfläche um eine bestimmte, relativ kurze Distanz in radialer Richtung aus dem Trommelspeicher herausgezogen wird.
Die Wähl- und Abfühleinrichtungen sind in jeder mit dem Speicher zusammenarbeitenden Station gleichermassen vorhanden. Dies trifft auch auf die Kartenindizier- und Trenneinrichtungen zu, was das Abrufen und Zurückgeben der Karten hinsichtlich des Speichers erleichtert. Auch die X-Y-Stellmechanismen sind in jeder Station vorhanden. Der Bewegungsablauf in der in einer horizontalen Ebene verlaufenden X Richtung für das Entnehmen und Zurückgeben der Karten ist in der Zeichnung im einzelnen dargestellt. Es sei darauf hingewiesen, dass irgendwelche zusätzliche Manipulationen für die X-Richtung und irgendwelche Einrichtungen für die nicht dargestellte, vertikal verlaufende Y-Richtung vorgesehen oder benutzt werden können.
Die Arbeitsweise der verschiedenen Stationen beim Auswählen und Handhaben der Karten hinsichtlich des Speichers entspricht zweckmässigerweise einer Art Sperrbetrieb, so dass eine gegenseitige Störung der einzelnen Stationen bei einem gleichzeitig erfolgenden Zugriff zum Speicher von mehreren Stationen aus vermieden wird. Ist erst einmal irgendeine Station mit dem Speicher verbunden und eine Manipulierfolge eingeleitet, so hat keine andere Station mehr Zugriff zum Speicher, bis die Folge abgeschlossen worden ist. Man spricht dabei auch von einer sogenannten Zustandspriorität . Versuchen mehrere Stationen zur gleichen Zeit Zugriff zum Speicher zu erhalten, so ist eine feststehende Reihenfolge oder Serienprioritätssperre vorgesehen, bei der den einzelnen Stationen ein be stimmte Rang zugeordnet ist.
Die als erste Zugriff zum Speicher erhaltende Station besitzt den höchsten Rang oder die grösste Priorität vor den Stationen mit untergeordneten drängen.
Es wird nun zuerst auf Fig. 1 Bezug genommen. Die Karten sind in einer zylinderförmigen Trommel 21 gespeichert. Zugriff zu den Kartenrändern am Trommelumfang besteht von den um die Trommel herum angeordneten Zugriffstationen aus. In der vorliegenden Ausführungsform sind vier Stationen A, B, C und D vorgesehen. Jede Station besitzt eine Bedienungsvor richtung 22A, 22B usw., mit Codiermitteln, zum auswählen der Karten im Speicher 21 anhand von Codierschlitzen, welche an den vorderen Rändern der Karten enthalten sind. Die ausgewählten Karten können im einzelnen durch jede Bedienungsvorrichtung mit Hilfe von bogenförmigen, nichtkonzentrischen Magneten 23A, 23B usw. an den verschiedenen Stationen aus dem Speicher teilweise herausgezogen werden.
Jede Bedienungsvorrichtung besitzt einen Arbeitsmagneten 24A-24D, der die Karten im Speicher halten und ihre Entnahme durch die Magnetvorrichtungen 23A, 23B usw. verhindern kann. Zu diesem Zweck betätigen die Arbeitsmagnete die Hebelarme 24A-25D, welche die Karten im Speicher zurückhalten. Jede Station ist mit einer zweckmässig geformten Abtasteinrichtung 26A-26D versehen, die einen normalerweise geöffneten Reed-Schalter 27A-27D enthält. Der Schalter 27A ist in Fig. 13 dargestellt. Die Kartenspeichertrommel 21 wird durch einen Motor M1 im Uhrzeigersinn in Drehung versetzt, so wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
Jede Station ist mit einem als Manipuliervorrichtung wirkenden Organ 28A, 28B usw. zum Erfassen und Handhaben der Karten ausgerüstet. Jedes dieser Organe wird einzeln in der horizontalen X-Richtung von einem Motor M3-M3D bewegt. Die an jeder Station in den Trommelspeicher zurückzugebenden Karten werden mit Hilfe von Führungsschienen 29A-29D (Fig. 1) bei rotierender Trommel vollständig in diese hineingestossein.
Im folgenden wird nun insbesondere auf Fig. 2 und Fig. 3 Bezug genommen. Die Karten werden in verschiedenen Stationen A bis D mit Hilfe eines zweckmässigen Mechanismus, etwa durch die auf den benachbarten Enden der Arme 33 und 34 sitzenden Keile 31 und 32, indiziert und getrennt. Die Arme 33 und 34 sind an den Enden von vertikalen Armen 35 bzw. 36 angelenkt. Die Arme 33 und 34 werden in annähernd horizontaler Lage durch Spannfedern 37 gehalten. Die Arme 35 und 36 sind um die Achse 38 in einer Stütze 39 verschwenkbar, welche selbst um eine Achse 41, die senkrecht zur Achse 38 verläuft, verschwenkbar ist. Die unteren Enden 42 der Arme 35 und 36 sind kugelförmig ausgebildet und ruhen in komplementären Fassungen, die sich in pfannenförmigen Elementen 43 und 44 befinden.
Die Naben der Elemente 43 und 44 liegen jeweils in zwei rechtwinkelig zueinander verlaufenden Schlitzen, so dass sich die Elemente horizontal in beliebiger Richtung bewegen können. Jeweils ein Schlitz jedes Paares bildet die in einem Querbalken 47, der in der X-Richtung jeder Station bewegt werden kann, liegenden Schlitze 45 und 46. Die Schlitze 45 und 46 verlaufen rechtwinklig zur X Richtung. Die anderen Schlitze 48 und 49 jedes Schlitzpaares liegen parallel zur X-Richtung in jeder Station und befinden sich an den Enden räumlich getrennter, drehbarer Arme 51 und 52, welche festsitzende Drehzapfen 53 und 54 aufweisen.
Eine vertikale Achse 55 in jeder Station wird von jeweils einem Motor M-M2I, in Drehung versetzt.
Auf der Achse 55 sind mehrere übereinanderliegende Kurvenscheiben befestigt. Eine Kurvenscheibe 56 drückt gegen den Querbalken 47 und bewirkt dass sich dieser in der X-Richtung auf eine Gegendruckfeder 50 zubewegt. Eine Kurvenscheibe 57 drückt den Arm 51 von der Zugfeder 58 weg. Eine Kurvenscheibe 59 drückt den Arm 52 ebenfalls von der Zugfeder 58 weg. Eine Kurvenscheibe 61 besitzt einen Nocken 62, mit dem !sie zwei fest angebrachte elektrische Schalter 63 und 64 betätigt. Der Motor M2A-M2.D in jeder Station treibt die Kurvenscheiben 56, 57 und 59 an, so dass die Keile 31 und 32 die durch die Ziffern 1 bis 5 in Fig. 3 angedeuteten Bewegungen zum Indizieren und Handhaben der Karten ausführen können. Die Nocke 62 an der Kurvenscheibe 61 betätigt die Schalter 63 und 64, die sich in der in Fig. 13 abgebildeten Schaltung befinden.
Es soll nun auf Fig. 13 Bezug genommen werden. Die innerhalb der Begrenzungslinie 71A befindlichen Schaltund Steuerelemente sind in jeder Zugriffstation gleichermassen vorhanden. Die Elemente für die Station A innerhalb der Begrenzungslinie 71A sind in den die Stationen B, C und D andeutenden Blöcken von Fig. 13 ebenfalls enthalten. Die Energieversorgung für das System erfolgt über die Leitungen 72 und 73, wobei die Leitung 72 geerdet ist, um die Schaltungen im System zu vereinfachen. Die Schaltkreise sind durch die Verbindung mit Erde geschlossen. Eine zweite Energieversorgungsquelle für jede Station bildet die Batterie 74A, welche die Richtungsumkehr des Motors M3A, der die Manipuliervorrichtung 28A in X-Richtung zur Trommel 21 hin- und von dieser wegbewegt, vereinfacht.
Der Kartenmanipulator 28A betätigt ein Paar Mehrfachendschalter an seinen Umkehrpunkten; einen Endschalter 75 am inneren Umkehrpunkt an der Trommel 21 und einen Endschalter 76 am äusseren von der Trommel entfernten Umkehrpunkt. Die Endschalter 75 und 76 sind in den Stellungen gezeigt, die sie einnehmen, wenn sich der Kartenmanipulator 28A am inneren Umkehrpunkt befindet. Im Endschalter 75 werden dabei die Kontakte 77 und 78 geschlossen und die Kontakte 79 geöffnet. Im Endschalter 76 werden die Kontakte 81 und 82 geöffnet und die Kontakte 85 geschlossen.
Der Schalter 63A ist ein kurzzeitig betätigter Umschalter, dessen Kontakte 84A normalerweise geschlossen und dessen Kontakte 85A normalerweise geöffnet sind. Der Schalter 64A ist zweipolig ausgeführt und besitzt normalerweise geöffnete Kontakte 86A und 87A.
Zwei Relais 88A und 89A arbeiten mit dem X Koordinaten-Motor MsA zusammen. Das Relais 88A besitzt eine mit den Kontakten 79A und 81A, den normalerweise geschlossenen Kontakten 92A und 93A und den normalerweise geöffneten Kontakten 94A und 95A verbundene Arbeitsspule 91A. Das Relais 89A besitzt eine mit den Kontakten 77A und 83A, den normalerweise geschlossenen Kontakten 97A und 98A und den normalerweise geöffneten Kontakten 99A und 100A verbundene Arbeitsspule 96A.
Der Selektor 22A wird über Kontakte 101A adressiert, welche die Erregung von codierenden Magnetspulen 102A, die auch normalerweise geschlossene Kontakte 103A öffnen, steuern. Die Magnetspulen 102A ordnen die Adressierplatten im Sinne der Schlitzkombinationen am vorderen Rand der Karten, so dass eine bestimmte Karte aus dem Speicher adressiert wird.
Der Reed-Schalter 27A und die Arbeitsspule 104A eines Relais 105A sind über einen Begrenzerwiderstand 106A mit der Erdleitung 72 verbunden. Das Relais 105A besitzt einen normalerweise geschlossenen Kontakt 107A und normalerweise geöffnete Kontakte 108A und 109A. Die Arbeitsspule 111A des Relais 110A ist über den Begrenzerwiderstand 112A mit Erde verbunden. Das Relais 110A besitzt drei normalerweise geöff nete Kontakte 113A, 114A und 115A. Ein zweipoliger Druckknopfschalter 1 16A besitzt normalerweise geöffnete Kontakte 1 17A und 118A.
Ein Schritthalter 120A mit normalerweise geöffneten Kontakten 1 19A wird durch eine Stossklinke 121A, welche von einem Relais 122A mit einer Arbeitsspule 123A betätigt wird, weitergerückt. Das Relais 122A besitzt normalerweise geschlossene Kontakte 124A, die den Solenoiden 24A steuern, normalerweise geschlosse- ne Sperrbetriebskontakte 125A-128A und normalerweise geöffnete Kontakte 129A, die zum Zuschalten des Reed-Schalters 27A geschlossen werden. Der Schrittschalter 120B für die Station B wird von einem Sperr Relais 122B betätigt, das eine Arbeitsspule 123B > normalerweise geschlossene Kontakte 124B-128B und normalerweise geöffnete Kontakte 129B besitzt.
Der Schrittschalter 120C der Station C wird durch ein Relais 122C betätigt, das eine Arbeitsspule 123C, normalerweise geschlossene Kontakte 124C-128C und normalerweise geöffnete Kontakte 129C besitzt. Der Schrittschalter 120D der Station D wird von einem Relais 122D betätigt, das eine Arbeitsspule 123D, normalerweise geschlossene Kontakte 124D und 126D-128D und normalerweise geöffnete Kontakte 129D besitzt.
Der Motor M1 ist einerseits mit der Erdleitung 72 und andererseits mit den Leitungen 131A, 131B, 131C und 131D der entsprechenden Stationen verbunden. Die Station A ist über die Leitungen 132A, 133A, 134A und 135A mit der Sperrschaltung verbunden. 'Die Stationen B, C und D sind über entsprechende Leitungen 132B, 132C, 132D > 133B, 133C, 133D, 134B, 134C, 134D und 135db, 135C, 135D mit der Sperrschaltung verbunden.
Für die Beschreibung des Operationsablaufes in einer der Zugriffstationen soll angenommen werden, dass die Station A eine Karte aus dem Speicher entnommen hat, die nun nicht mehr benutzt wird, so dass diese alte Karte in den Speicher zurückgegeben und eine neue Karte daraus entnommen werden soll. Beim Entnehmen der alten Karte aus dem Speicher war die Karten-Manipuliervorrichtung 28A in X-Richtung vom Motor M3A nach aussen bewegt worden, wobei die Endschalter 75A und 76A in Positionen gebracht wurden, die denen in Fig. 13 gezeigten entgegengesetzt sind. Bei der anfänglichen Auswärbsbewegung des Organs 28A öffneten sich die Kontakte 77A und 78A und dann schloss sich der Kontakt 79A. In der am weitesten aussen liegenden Position wird der Endschalter 76A betätigt, schliesst die Kontakte 81A und 82A und öffnet den Kontakt 83A.
Beim Zurückgeben der alten Karte und beim Entnehmen einer neuen Karte adressiert die Bedienungsperson an der Station A die neue Karte mit Hilfe der Schalter 101A und in Übereinstimmung mit der Codie rungsnummer der gewünschten Karte. Dann drückt sie kurzzeitig auf die Start-Taste 116A, so dass die Kontakte 117A und 118A geschlossen werden. Durch das Schliessen Jedes Kontaktes 118A wird die Spule 111A des Relais 110A erregt, welche über die Kontakte 115A einen Haltekreis am Kontakt 118A und auch die Kontakte 113A und 114A schliesst. Durch das Schliessen des Kontaktes 124A wird die Spule 123 des Relais 122A über die Kontakte 126B, 127C, 127D erregt.
Das Relais 122 öffnet nun die Kontakte 124A-128A, schliesst den Kontakt 129 A und schaltet den Schrittschalter 120A weiter.
Sämtliche Selektoren der Bedienungsvorrichtungen 22A-22D befanden sich aufgrund der Erregung der Spulen 24A-24D über die normalerweise geschlossenen Kontakte 124A-124D in der Ruhelage. Beim Öffnen des Kontaktes 124A wird der Solenoid 24A nicht mehr erregt, so dass der Selektor 22A eine adressierte Karte mit Hilfe der Magnete 23A schnell aus dem Speicher entnehmen kann. Beim Öffnen der Kontakte 125A-128A werden die Arbeitsspulen 123B, 123C und 123D nicht mehr erregt, während die Station A damit beschäftigt ist, ihre alte Karte zurückzugeben und eine neue zu entnehmen. Das Schliessen des Kontaktes 129A bewirkt, dass der Reed-Schalter 27A in einen Kreis zugeschlatet wird, der die Spule 104A überbrückt, wenn der Reed-Schalter geschlossen wird.
Zu anbeginn dieses Operationszyklus wurde die Spule 104A des Relais 105A über ihre Haltekontakte 109A erregt. Während dieses Erregungszustandes sind die Kontakte 108A geschlossen und die Kontakte 107A offen. Wenn das Relais 122A den Schalter 120A weiterschaltet, werden auch kurzzeitig die Kontakte 119A geschlossen und die Spule 104A überbrückt, so dass sich das Relais 105 öffnet und ihre Kontakte die in Fig. 13 gezeigte Stellung einnehmen.
Der Motor M wird nun über die Kontakte 98A, 93A, 84A und 107A mit Energie versorgt. Dadurch werden die auf der Welle 55 in Station A befindlichen Kurvenscheiben in Drehung versetzt, so dass die Keile 31 und 32 in Station A die Bewegungsschritte 1, 2, 3 und 4, welche in den Figuren 3 bis 7 dargestellt sind, ausführen. Danach wird durch die Nocke 62 an der Kurvenscheibe 61 der Schalter 63A betätigt, wobei sich der Kontakt 84A öffnet und der Kontakt 85A kurzzeitig schliesst. Durch das Schliessen des Kontaktes 85A wird die Spule 91A des Relais 88A über die Kontakte 107A und 81A erregt. Die Betätigung des Relais 88A bewirkt, dass über die Kontakte 79A und 95A ein Haltekreis geschlossen wird, so dass das Öffnen des Kontaktes 85A ohne Auswirkungen bleibt.
Durch Schliessen der Kontakte 94A wird der Motor MSA aus der Batterie 74A mit Energie versorgt und bewegt die Manipuliervorrichtung 28A nach innen, so dass die alte Karte in den Trommel speicher zurüokgegeben werden kann, so wie das durch den Pfeil 140 in Fig. 7 angedeutet ist. Die Betätigung des Relais 88A bewirkt, dass sich der Kontakt 93A öffnet und damit das Schliessen des Kontaktes 84A unwirksam wird.
Sobald sich das Organ 28A nach innen bewegt, nehmen die Kontakte des Endschalters 76A die in Fig.
13 gezeigte Lage ein. Erreicht das Organ 28A seine innerste Stellung, wobei die alte Karte in der Position von Fig. 7 in den Speicher zurückgegeben worden ist, so nimmt der Endschalter 75A die in Fig. 13 gezeigte Stellung ein und öffnet zuerst den Kontakt 79A, so dass die Arbeitsspule 91A des Relais 88A nicht mehr erregt wird. Dadurch öffnet sich der Kontakt 94A und schaltet den Motor M3A ab. Durch das Abfallen des Relais 88A wird der Kontakt 93A wieder geschlossen und der Motor M2A über die Kontakte 84A wieder angeschaltet.
Der Motor M2A versetzt und die Kurvenscheiben auf der Welle 55 in Station A in Drehbewegung und bewegt die Keile 31 und 32 durch den Bewegungsschritt 5 in die in Fig. 8 gezeigte Stellung. Der Motor M2A wird a!bgeschaltet, wenn idie Nocke 62 auf der Kurvenscheibe 61 den Schalter 64A betätigt, wobei das Schliessen des Kontaktes 86A bewirkt, dass die Spule 104A des Relais 105A erregt wird. Dieses zieht an und öffnet den Kontakt 197A. Die Spule 104A bleibt durch den Haltekreis über Kontakt 109A erregt.
In diesem Moment wird der Trommelspeichermotor M1 über die Kontakte 78A, 113A und 108A angeschaltet. Die Trommel 21 dreht sich und die neue im Selektor 22A adressierte Karte wird schrittweise mit Hilfe der Magnete 23A aus dem Speicher geholt. Ihre Anwesenheit wird festgestellt, wenn sie sich gegenüber der Abfühleinrichtung 26A befindet und sich der Reed Schalter 27A schliesst. Beim Ausschalten des Motors M1 waren die Keile 31 und 32 in der in Fig. 8 gezeigten Position. Durch die Drehbewegung des Trommelspeichers 21 wird der Rand der zurückzugebenden Karte durch die Schiene 141 erfasst und die Karte ganz in den Speicher zurückbefördert.
Schliesst sich der Reed-Schalter 27A, so wird die Spule 104A des Relais 105A überbrückt. Das Relais 105A fällt ab, wobei der Motor M1 abgeschaltet wird.
Die Trommel 21 läuft nun frei oder wird bis zum Stillstand abgebremst und die neu ausgewählte in Station A befindliche Karte ist von der Manipuliervorrichtung 28A erfasst und in der Station zentriert, so wie in Fig. 9 angedeutet.
Beim Schliessen der Kontakte 107A wird der Motor M2A über die Kontakte 84A, 93A und 98A angeschaltet. Seine zugehörigen Kurvenscheiben bewegen die Keile 31 und 32 in Station A entsprechend dem Bewegungsschritt 1 von Fig. 3 und Fig. 9 ein Stück nach innen, dann aufeinander zu, entsprechend dem Bewegungsschritt 2 von Fig. 10, dann entsprechend dem Bewegunsschritt 3 von Fig. 11 weiter nach innen und schliesslich entsprechend dem Bewegungsschritt 4 von Fig. 12 auseinander. Nun wird der Motor M2 durch Betätigung des Schalters 63A mit Hilfe der Nocke 62 an der Kurvenscheibe 61 abgeschaltet, wobei die Keile 31 und 32 in der innen liegenden, getrennten, in Fig. 12 durch vollausgezogene Linien dargestellten Stellung verbleiben.
Jetzt wird die Arbeitsspule 96A des Relais 89A erregt, bildet über den Kontakt 100A einen eigenen Haltekreis, schaltet den Motor M3A über den Kontakt 99A an und legt die Kontakte 84A still, indem es den Kontakt 98A öffnet. Der Motor MlA bewegt sich nun in der umgekehrten Richtung, da er mit entgegengesetzter Polarität an die Batterie 74A angeschlossen ist, und bewegt die Manipuliervorrichtung 28A in X-Richtung nach aussen, um die neue ausgewählte Karte aus dem Speicher zu ziehen. Sobald die Vorrichtung 28A sich nach auswärts bewegt, nehmen die Kontakte des Endschalters 75A die umgekehrten Positionen von Fig. 13 ein.
Erreicht das Organ 28A seine am weitesten aussen liegende Position, nehmen die Kontakte des Relais 76A die umgekehrte Lage von Fig.13 ein, wobei sich der Kontakt 83A öffnet, die Spule 96A nicht mehr erregt wird und das Relais 89A abfällt und den Motor M3A abschaltet. Durch das Schliessen des Kontaktes 98A wird nun der Motor M2A angeschaltet, dessen rotierende Kurvenscheibe die Keile 31 und 32 in die in Fig. 12 gestrichelt angedeutete Position bringen. Der Schalter 64A wird von der Nocke 62 auf der Kurvenscheibe 61 betätigt, schliesst den Kontakt 86A und erregt die Spule 104A des Relais 105A. Die Betätigung des Relais 105A bewirkt, dass sich der Kontakt 170A öffnet und der Motor M2A abgeschaltet wird, und dass ein Haltekreis für die Spule 104A über den Kontakt 109A entsteht.
Das Schliessen des Kontaktes 108A hat keinerlei Folgen für den Motor M1 weil der Kontakt 78A offen ist.
Die Betätigung des Schalters 64A bewirkt auch, dass sich der Kontakt 87A schliesst, und da der Kontakt 82A geschlossen ist, wird die Spule 111A nicht mehr erregt, das Relais 110A fällt ab und öffnet alle Kontakte 113-115A. Dadurch wird die Arbeitsspule 123A des Relais 122A in der Sperrschaltung nicht mehr erregt, das Relais 122A fällt ab und seine Kontakte nehmen wieder die in Fig. 13 gezeigte Stellung ein. Irgendeine der Stationen B, C und D, deren Drucktaste 116 betätigt worden ist oder nun betätigt wird, nachdem die Adresse einer neuen Karte über die Schalter 101 eingegeben wurde, löst eine Operationsfolge, wie oben für eine Station, deren Drucktaste betätigt wurde, beschrieben, aus.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Betätigung des Relais 122 dieser Station die Sperrschaltungen öffnet und die Phase der Zustandspriorität auslöst, wobei in keiner anderen Station der erläuterte Mechanismus in Tätigkeit treten kann, so lange die betrachtete Station ihre Operationsfolge nicht beendet hat und eine alte Karte zurückgeben und eine neue Karte aus dem Speicher auswählen und entnehmen möchte.
Im Falle der Zustandspriorität -Sperre ist eine Station dem Speicher zugeordnet und verhindert, dass irgendeine andere Station angeschaltet wird, so lange die zugeordnete Station ihre Operationsfolge nicht beendet hat. Ausserdem sorgt die Sperrschaltung für eine Serienpriorität , falls mehr als eine Station zum selben Zeitpunkt Zugriff zum Speicher zu erhalten sucht.
Durch die Schalter 125A, 125B und 125C ist eine Serienprioritätssperre vorgesehen, die sich von der Zustandsprioritätssperre in der Weise unterscheidet, dass die höchstrangige Station von mehreren Stationen, die Zugriff zum Speicher haben möchten, diesen Zugriff vor den Stationen mit niedrigerem Rang erhält. Möchten beispielsweise zum gleichen Zeitpunkt die Stationen A, B, C und D alle Zugriff zum Speicher erhalten, so erhält ihn nur Station A, weil durch die Öffnung des Kontaktes 125A die Schaltkreise über die folgenden Kontakte 125B und 125C zu den Leitungen 132B, C und D unterbrochen sind. Versuchen beispielsweise C und D gleichzeitig zum Speicher Zugriff zu erhalten, so hat die Station C Vorrang und ihr Kontakt 125C öffnet den Schaltkreis zur Leitung 132D.
Ist andererseits irgend eine niederrangige Station bereits dem Speicher zugeordnet, kann eine höherrangige Station so lange nicht dazwischentreten, bis die bereits zugeordnete Station ihren Operationsablauf beendet hat. Die Zustandspriorität steht dabei also über der Serienpriorität.
Bei der obigen Beschreibung wurde angenommen, dass zu Beginn der Operationsfolge die Spule 104A über ihren Haltekontakt 109A erregt wird und zwar bei dem Zustand, bei dem die obige Beschreibung beendet worden war. Sollte aus irgendeinem Grunde das Relais 105A am Ende der vorhergehenden Operationsfolge abgefallen sein, kann durch Betätigung der Drucktaste 116 über den Kontakt 117 die Spule 104A erregt und das Relais 105A betätigt werden.
Möchte eine Bedienungsperson eine alte Karte zurückgeben, ohne eine neue zu entnehmen, so hat sie alle Schalter 101 zu öffnen, wobei der Schaltkreis über die Schalter 103 geschlossen wird. Leitet sie dann eine Operationsfolge in ihrer Station durch Betätigung der Drucktaste ein, wird die alte Karte in den Speicher zurückgegeben und die Keile 31 und 32 arbeiten wie oben beschrieben. Es wird jedoch in diesem Fall, wenn der Schalter 64A die Kontakte 86A kurzzeitig schliesst, die Spule 111A abgeschaltet, so dass sich der Kontakt 1 13A öffnet und die Operationsfolge beendet.
Aus der vorangegangenen Beschreibung geht hervor, dass die Anlage einen vollautomatischen Operationsab- lauf in einer Zugriffstation unter der Kontrolle des Bewegungsablaufs in X-Richtung vorsieht. Sie sieht ferner vor, dass von mehreren Stationen aus Zugriff zu einem gemeinsamen Speicher besteht, der Karteneinheiten enthält, so dass mehrere Benutzer gleichzeitig Karten, die von verschiedenen Stationen aus dem Speicher entnommen worden sind, betrachten oder sonstwie benutzen können. Die Anlage sieht ausserdem sowohl eine Zustandsprioritätssperrung als auch eine Serien prioritätssperung vor, um zu verhindern, dass sich die Stationen gegenseitig stören und um eine eindeutige Rangfolge beim Zugriff zum Speicher zu erreichen.
Zur gleichen Zeit können die einzelnen Stationen jedoch über die Schalter 101 eine neue Karte adressieren, ohne dass sie auf das Ende der Manipulierfolge in einer gerade tätigen Station warten müssen. Ebenso kann der Startknopf einer wartenden Station jederzeit gedrückt werden, wobei das Relais 110 anzieht und im angezoge- nen Zustand gehalten wird, so dass die Manipulierfolge automatisch eingeleitet wird, wenn die vorher tätige Station ihren Betrieb beendet hat.