Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 436 975 Selbstentwicklerkamera Gegenstand des Hauptpatentes Nr. 436 975 ist eine Selbstentwicklerkamera zur Verwendung in Verbindung mit einem Rollfilmpack, bestehend aus einem lichtemp findlichen und einem Bildaufnahmestreifen und mit ei ner Schaltvorrichtung für die beiden Streifen, die da durch gekennzeichnet ist, dass wenigstens ein Mitneh- mer drehbar um eine auf der einen Seite eines konver gierenden Durchgangs befindliche Achse gelagert ist, welcher Durchgang zum Überlagern der beiden Strei fen dient und von den Druckrollen gebildet ist,
ferner der Mitnehmer in einer durch den engsten Teil des Durchgangs gelegten Ebene liegt und senkrecht steht zur Bewegungsrichtung der beiden Streifen im Durch gang, dass der Mitnehmer wenigstens einen radialen, von der genannten einen Seite des Durchgangs abstehenden und in und über den Durchgang gegen die gegenüber liegende Druckrolle ragenden Vorsprung aufweist, der an Teilen eines der beiden Streifen an einem Rand des selben angreift, die beiden Streifen an den Mitnehmer andrückbar sind, der Mitnehmer und dessen Vorsprung während der Bewegung der beiden Streifen im Durch gang zur Anlage mit dem genannten einen Streifen bringbar ist,
und Arretiermittel mit einem Arretierglied vorgesehen und in und aus dem Bewegungsweg eines Teils des Mitnehmers beweglich sind, um dessen Dre hung und die Bewegung der beiden Streifen zu unter binden, nebst von Hand betätigbaren und mit dem Arretierglied gekuppelten Mitteln, um letzteres in und aus dem Bewegungsweg des genannten Arretiergliedteils zu bewegen zwecks wahlweisen Einrückens und Stillset zens des Mitnehmers bzw. Ausrückens desselben für freie Drehung.
Hierbei kommt bei der bestimmungsgemässen Hand habung beim Herausziehen des Filmverbandes das von Hand zu betätigende Mittel von den Fingern frei und kann demgemäss in jene Stellung zurückkehren, in der der nächste Vorsprung erfasst wird. Wenn jedoch aus irgendwelchen Gründen der Auslöser in der gedrückten Stellung verbleibt, beispielsweise bei unsachgemässer Handhabung oder bei Verklemmung des Auslöseelemen- tes, dann besteht die Gefahr, dass der gesamte Film durchgezogen oder wenigstens der nächstfolgende Film verband zum Teil herausgezogen wird, obgleich dieser noch nicht belichtet war, weil die Arretiermittel nicht eingreifen können. Dieser folgende Filmverband ist dann verdorben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Fehlbedienungen zu vermeiden und eine Stillsetzung der Streifen auch dann zu bewirken, wenn der Auslöser in gedrückter Stellung versehentlich verbleibt.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer im Hauptpatent beschriebenen Selbstentwicklerkamera dadurch gelöst, dass ein die Drehung der Vorsprünge hinderndes Federelement von einem Vorsprung von sei ner Ruhestellung in eine Sperrstellung überführbar und mit dem zu den handbetätigten Mitteln gehörenden Druckknopf so gekuppelt ist, dass beim Eindrücken des Druckknopfes eine Kerbe am Federelement in die Vor sprungsebene tritt und das Federelement in seine Ruhe stellung zurückkehren lässt, da in gedrückter Stellung des Druckknopfs die Kerbe am Federelement von der Vorsprungsebene nach der einen Seite und bei losgelas senem Druckknopf nach der anderen Seite versetzt liegt.
Hierbei ist das Federelement zweckmässigerweise als Blattfeder ausgebildet, die mit einem Ende an einem den Druckknopf tragenden Schwenkhebel festgelegt ist. In Sperrstellung wirkt diese Feder über einen der ge nannten Vorsprünge gegen einen gehäusefesten An schlag.
Gemäss einer zweckmässigen Ausgestaltung der Er findung weist der die Blattfeder tragende Schwenkhebel eine Schneidenkante auf, mittels welcher die Film verbände nach erfolgter Stillsetzung abgetrennt werden können. Um dabei das Abreissen zu erleichtern, und eine gerade Abrisslinie zu erhalten, ist das Schneiden messer zweckmässigerweise in Schneidstellung durch eine Verriegelung festgelegt, die beim Niederdrücken des Druckknopfes gelöst wird.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Er- findung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine rückwärtige perspektivische Ansicht ei ner erfindungsgemäss ausgebildeten Selbstentwickler kamera, Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 gemäss Fig. 3 in grösserem Massstab, Fig. 3 eine Teilschnittansicht nach der Linie 3-3 ge- mäss Fig. 2,
Fig.4 eine Teilansicht einer erfindungsgemässen Selbstentwicklerkamera in gedrückter Stellung der Auslösetaste, Fig.5 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung, die Einzelteile der Kamera zeigt.
Im folgenden wird auf die Fig. 1 bis 3 der Zeich nung Bezug genommen, in denen eine Kamera 10 jener Bauart dargestellt ist, wie diese in der schweizerischen Patentschrift 448 728 beschrieben ist. Die Kamera 10 weist ein Gehäuse mit einem Vorderabschnitt 12 und ei nem rückwärtigen Abschnitt 14 auf, die schwenkbar miteinander verbunden sind. In Fig. 1 ist die Schliess- oder Gebrauchsstellung dargestellt, aus der die Teile in die Öffnungsstellung überführt werden können, um ei nen Filmpack in das Gehäuse einzulegen.
Der vordere Gehäuseabschnitt 12 weist einen Hauptkörperabschnitt mit einer oberen Wand 16, einer Stirnwand 18, einer relativ kurzen Rückwand 20 und einer unteren Wand sowie einer Vorderwand und einer Wand am entgegen gesetzten Ende auf, die in der Zeichnung nicht darge stellt sind. Vom Hauptabschnitt des vorderen Gehäuse abschnitts erstreckt sich ein Ansatz 22, auf dem die üb liche Linsen- und Verschlussanordnung 24 angeordnet ist. Auf der oberen Wand 16 ist ein Sucher 26 angeord net.
Der rückwärtige Gehäuseabschnitt 14 weist eine Rückwand mit einem ersten Feld 28 und einem nach hinten versetzten zweiten Feld 30 sowie eine obere Wandung 32 und eine untere sowie Seitenwandungen auf, die in der Zeichnung nicht sichtbar sind. Die oberen und unteren Wände des rückwärtigen Gehäuseabschnitts überlappen entsprechende Abschnitte der oberen und unteren Wände des vorderen Gehäuseabschnittes, und der rückwärtige Gehäuseabschnitt ist auf dem vorderen Gehäuseabschnitt schwenkbar um Drehzapfen 34 gela gert, die von der oberen und unteren Wand des vorde ren Gehäuseabschnitts vorstehen und in Öffnungen der oberen und unteren Wand des rückwärtigen Gehäuse abschnitts eingreifen. Vordere und rückwärtige Ab schnitte des Kameragehäuses können durch Massenfa brikation billig, z. B. aus organischem Plastikmaterial, hergestellt werden.
Das Kameragehäuse weist eine Einrichtung auf, um einen lichtempfindlichen Bildaufzeichnungsstreifen 36 zu beherbergen, der aufeinanderfolgend Bildaufnahme flächen aufweist, die durch Gehäusemittel in der Belich tungsstellung gehalten werden. Ausserdem weist das Kameragehäuse eine Einrichtung auf, die eine Spule, be stehend aus einem zweiten Bildaufzeichnungsstreifen 38, haltert und belichtete Flächen des lichtempfindlichen Streifens mit Flächen des Bildaufnahmestreifens zur Deckung bringt.
Der Kameramechanismus weist eine Baueinheit auf, die Flächen der beiden Streifen übereinanderfügt und eine Behandlungsflüssigkeit zwischen den übereinander gefügten Flächen ausbreitet, um einen Schichtenkörper zu bilden. Die gleiche Einrichtung setzt die Bewegung der Blätter durch die Kamera nach vorbestimmtem Vor- schub still und hält vorderen und hinteren Gehäuse abschnitt in Schliessstellung gemäss Fig. 1.
Diese Ein richtung ist im einzelnen in Fig. 5 dargestellt und weist einen ersten Rahmen 40 auf, der auf der Innenseite des zweiten Feldes 30 der Rückwand des rückwärtigen Gehäuseabschnitts montiert ist, und ausserdem einen zweiten Rahmen 42, der in dem vorderen Gehäuse abschnitt in der Nähe der Stirnwand 18 vorgesehen ist. Erster und zweiter Rahmen sind vorzugsweise aus Me tallblech hergestellt und tragen die Einrichtung zur Be handlung zur Stillsetzung und dem Verklinkungsmecha- nismus für die Kameraabschnitte.
Die zuletzt erwähnte Einrichtung weist Bauteile auf, die auf gegenüberliegen den Seiten der Streifen liegen und in Kombination und in Opposition zueinander auf die Streifen wirken, die zwischen ihnen und den Gehäuseabschnitten liegen, an denen sie befestigt sind; um das Einlegen und Einfädeln der Streifen in den Apparat zu erleichtern, sind Bauteile der Behandlungs- und Stillsetzungseinrichtung, die auf die Blätter in Opposition zueinander einwirken, auf ver schiedenen Abschnitten des Kameragehäuses angeord net, und es ist erforderlich, sie mit grösserer Genauigkeit festzulegen, als dies bei einer aus zwei Gehäuseteilen be stehenden Kamera möglich ist, deren Gehäuse aus orga nischem Plastikmaterial im Guss- oder Spritzverfahren hergestellt ist.
Die von den Einzelbauteilen dieses Me chanismus ausgeübten Kräfte sind wesentlich grösser als diejenigen Kräfte, die von einem billigen Plastikgehäuse aufgenommen werden können. Aus diesem Grunde ist die Behandlungseinrichtung mit der Stillsetzungseinrich- tung und der Verklinkungseinrichtung zu einer Bau einheit kombiniert, die zwei Abschnitte aufweist, welche auf Rahmen 40 und 42 befestigt sind, die voneinander durch die Schwenkgehäuseabschnitte 12 und 14 von einander distanziert werden können und die miteinan der in Verbindung gebracht werden können,
um be- triebsmässig die verschiedenen Bauteile mit der erfor derlichen Genauigkeit an Ort und Stelle zu bringen, wo bei die übertragung unzulässig hoher Spannungen auf das Kameragehäuse vermieden wird.
Der Rahmen 40 weist eine Basis 44, vorstehende Seitenbauteile 46 und ein vorstehendes Querbauteil 48 auf, welch letzteres sich zwischen den Seitenbauteilen 46 erstreckt und diese beiden Bauteile verbindet. Der Rahmen 40 ist so gelagert, dass die Basis 44 gegen die Rückwand des rückwärtigen Gehäuseabschnittes an liegt, während die Seitenbauteile 46 in der Nähe der oberen und unteren Wand des rückwärtigen Gehäuse abschnittes liegen.
Der Behandlungsmechanismus der Kamera, d. h. die Einrichtung zur übereinanderfügung der Streifen und Verteilung der Behandlungsflüssigkeit dazwischen besteht aus zwei gegenüberliegenden druck ausübenden Walzen 50 und 52, die auf einem ersten Rahmen 40 bzw.
einem zweiten Rahmen 42 gelagert sind und, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in Schliessstellung der Gehäuseabschnitte einander gegenüberliegen. Die Einrichtung zur Lagerung der Walze 50 auf dem ersten Rahmen 40 und Vorspannung der Walze auf die Walze 52 besteht aus einem Träger 54, der seinerseits auf dem Rahmen 40 gelagert ist und eine lang gestreckte Basis 56 aufweist, die vorstehende Endabschnitte 58, an den Enden einen Querbauteil 60, der von einem Längsrand der Basis 56 vorsteht, und Träger 62 aufweist, die von den Enden des Querbauteils 60 in entgegengesetzten Richtungen von den Endbauteilen 58 abstehen, und zwar in Ebenen,
die im wesentlichen parallel dazu lie gen. Der zweite Rahmen 42 weist allgemein U-förmige Gestalt auf und besitzt ein Querbauteil 64, das in der Nähe der Stirnwand 18 des vorderen Gehäuse abschnitts liegt und ausserdem zwei Seitenbauteile 65, die in der Nähe der oberen und unteren Wand des vor deren Gehäuseabschnitts liegen. Die Walze 52 besitzt einen allgemein zylindrischen Mittelabschnitt 68 und Wellen 70, die von den Enden vorstehen und in Löchern 71 in den Seitenbauteilen 66 gelagert sind.
Die Walze 50 weist einen allgemein zylindrischen Mittelabschnitt 72 auf, der mit dem Mittelabschnitt 68 der Walze 52 zusammenwirkt und eine Druckkraft auf die Mittelabschnitte der Streifen ausübt. An beiden Enden der Walze sind Wellen 74 vorgesehen, mit denen sie drehbar auf einem Träger 54 und dem Rahmen 40 gelagert ist. Die Wellen 74 sind in Schlitzen 76 der Trä ger 62 gelagert, wobei diese Schlitze an ihrem Vorder ende offen sind, um einen Zusammenbau des Mechanis mus zu ermöglichen. Ausserdem sind die Wellen in L-förmigen Schlitzen 78 im Seitenbauteil 46 des Rah mens 40 gelagert. Die L-förmigen Schlitze 78 sind an ihren vorderen Enden offen und erstrecken sich nach hinten und dann rechtwinklig nach dem Ende des Ka meragehäuses und nach der Walze 52.
Dadurch wird eine begrenzte Bewegung der Walze 50 auf die Walze 52 hin und von dieser weg ermöglicht, wobei die Ach sen der Walzen im wesentlichen in der gleichen Ebene liegen. Der Träger 54 wird von den Seitenbauteilen 46 des Rahmens 40 gleitbar erfasst, so dass er zusammen mit der Walze 50 auf die Walze 52 hin und von dieser weg bewegt werden kann, und dieser Träger ist durch Federn 80 vorgespannt, die zwischen dem Querbauteil 48 des Rahmens 40 und dem Querbauteil 64 des Rah mens 42 wirken und um Stifte 82 in den Querbauteilen geführt sind.
Der Eingriff der Wellen 74 in die L-för- migen Schlitze 78, insbesondere in den Abschnitten der Schlitze, die sich parallel zur Bewegungsrichtung des Trägers 54 gegenüber dem Rahmen 40 erstrecken, be wirkt, dass der Rahmen 40, der Träger 54, die Walze 50 und die Federn 80 zusammen als Baueinheit gehal tert werden, die im rückwärtigen Gehäuseabschnitt in der Nähe des zweiten Feldes 30 gelagert werden kann.
Die Seitenbauteile 66 des Rahmens 42 erstrecken sich nach hinten, wenn die Kameragehäuseabschnitte sich in Schliessstellung befinden, und zwar ausserhalb der Seitenbauteile 46 des Rahmens 40, wobei L-förmig gestaltete Schlitze 84 sich nach hinten öffnen und auf L-förmig gestaltete Schlitze 78 ausgerichtet sind und wo bei Endabschnitte über den Endabschnitten der Schlitze 78 in der Schliessstellung der Kameragehäuseabschnitte liegen.
Die L-förmig gestalteten Schlitze 84 und die Seitenbauteile 66 bilden Bestandteile eines Verklin- kungsmechanismus, durch den die Gehäuseabschnitte lösbar in ihrer Schliessstellung verriegelt werden kön nen. Zu dieser Einrichtung gehört auch eine Welle 86, die von der Aussenseite des Kameragehäuses vorsteht und drehbar in einem Loch 88 der Basis 44 des Rahmens 40 ist und an ihrem inneren Ende einen Nocken 90 trägt, der drehbar in einem Langloch 92 in der Basis 56 des Trägers 54 läuft.
Ein manuell erfassbarer Hebel 94 ist am äusseren Ende der Welle 86 angeordnet, um den Nocken zwecks Bewegung des Trägers 54 gegenüber dem Rahmen 40 und die Walze 52 gegen die Vorspan- nung der Federn 80 zu drehen. Auf diese Weise können die Wellen 74 der Walze 50 auf die Walze 52 hin und von dieser weg bewegt werden, und zwar innerhalb der Begrenzungen der Endabschnitte der L-förmigen Schlitze 78 des Rahmens 40. In der geöffneten Stellung des Kameragehäuses werden die Welle 86 und der Nocken ,90 so gedreht, dass die Walze 50 und der Träger 54 gegen die Vorspannung der Federn 80 auf den Querbau teil 48 des Rahmens 40 hin versetzt werden.
In dieser Lage der Walze 50 sind die Wellen 74 auf die offenen Enden der L-förmigen Schlitze 84 in den Seitenbauteilen 66 des Rahmens 42 des vorderen Gehäuseabschnittes ausgerichtet und werden von den L-förmigen Schlitzen 84 erfasst, wenn der rückwärtige Gehäuseabschnitt gegenüber dem vorderen Gehäuseabschnitt in die Schliessstellung verschwenkt wird.
Die Welle 86 und der Nocken 90 werden dann gedreht, damit der Träger 54 und die Walze 50 sich unter der Vorspannung der Federn 80 auf die Walze 52 zu bewegen können, so dass die Wellen 74 in den toten Endabschnitten der L-förmigen Schlitze 84 eingreifen können und die Ka- meragehäuseabschnitte wirksam in Schliessstellung hal ten.
Es ist eine Einrichtung vorgesehen, um den Rah men 40 und den ihm zugeordneten Träger 54 und die an diesem gelagerte Walze 50 gegenüber dem Rahmen 42 und der Walze 52 ordnungsgemäss anzuordnen und diejenigen Kräfte aufzunehmen, die auf die Rahmen 40 und 42 über die Walzen 50 und 52 ausgeübt werden, so dass die von und über die Walzen ausgeübten Kräfte nicht auf das Kameragehäuse übertragen werden. Diese Einrichtung weist zwei Stifte 96 auf, die nach aussen von den Seitenbauteilen 46 vorstehen und mit U-förmigen Schlitzen 98 in den Seitenbauteilen 66 des Rahmens 42 zusammenwirken, wenn sich die Kameragehäuseteile in ihrer Schliessstellung befinden.
Die aus dem zweiten Streifen 38 bestehende Spule wird in das Kameragehäuse zwischen die Seitenbauteile 66 des Rahmens 42 einge führt und durch ein Rückhalteorgan 100 gehaltert, das gegenüber dem vorderen Gehäuseabschnitt beweglich ist, und ausserdem erfolgt die Halterung der Spule durch ein Führungsorgan 102, das auf dem. Querbauteil 64 des Rahmens 42 angeordnet ist und mit dem Rück haltebauteil in Schliessstellung der Kamera derart zu sammenwirkt, dass eine Öffnung in der Nähe des Ein laufs der Walzen gebildet wird, durch welchen der Strei fen 38 in diesen Walzeneinlauf gelangen kann.
Der Bild aufzeichnungsstreifen 36 wird in aufgespulter Form in eine Kammer eingelegt, die am gegenüberliegenden Ende des Kameragehäuses vorgesehen ist, und dieser Strei fen wird über den rückwärtigen Kameragehäuse abschnitt in der Nähe der Innenseite des Feldes 28 vor dem Rahmen 40 und 54 und zwischen letzterem und dem Rückhaltebauteil 100 und um die Walze 50 her um geführt und mit dem Streifen 38 im Einlauf dieser Walzen zur Deckung gebracht. Der Filmpack, von wel chem die Streifen 36 und 38 Einzelteile darstellen, weist ausserdem mehrere in der Zeichnung nicht dargestellte aufreissbare Behälter auf, die auf dem Streifen 38 be festigt sind.
Ferner ist ein Führungsabschnitt vorgesehen, der mit den Vorderenden des lichtempfindlichen und zweiten Streifens verbunden ist und dazu dient, eine Ein fädelung zwischen die druckausübenden Walzen vorzu nehmen, wenn der Filmpack in die Kamera eingelegt wird.
Die Rückwand 20 des vorderen Gehäuseabschnitts 12 und das Feld 30 des rückwärtigen Gehäuseab schnitts 14 weisen gegenüberliegende Abschnitte auf, die eine Öffnung definieren, welche auf den Einlauf der Walzen 50 und 52 ausgerichtet ist und durch welche der aus den Streifen 36 und 38 bestehende Schichtenkörper unmittelbar nach Durchtritt durch die Walzen heraus- gezogen werden kann. Gemäss der Erfindung ist der vordere und hintere Kameragehäuseabschnitt mit einer Einrichtung versehen, die den Eintritt von Licht durch diese Öffnung in das Innere der Kamera verhindert.
Gemäss Fig.1 bis 3 besteht diese Einrichtung aus einer nach hinten vorspringenden Lippe 104 in dem Feld 30, die an einem Ende dieses Feldes angeordnet ist und sich von einer Seite des Feldes zur anderen erstreckt und eine Länge besitzt, die etwas grösser ist als die Breite der Blätter. Ausserdem ist eine zweite Lippe 106 vorgesehen, die sich nach hinten in der Nähe der Lippe 104 von der Wand 20 des vorderen Gehäuseabschnitts nach hinten erstreckt. Die Lippen 104 bzw. 106 weisen Endabschnitte 108 und 110 auf, die mit den Lippen und miteinander zusammenwirken, um einen schmalen Durchtritt 112 zu schaffen, der sich von dem Kamera gehäuse nach aussen erstreckt und durch den die Strei fen 36 und 38 weggezogen werden können.
Der Durch tritt 112, der durch die Lippen 104 und 106 und die Endabschnitte 108 und 110 definiert ist, ist nur etwas breiter als die maximale Dicke des Materials, das aus der Kamera vorgezogen werden soll, und der Durchtritt ist geneigt und so ausgerichtet, dass das durch den Durchtritt 112 einfallende Licht auf die Walze 52 trifft und von dieser an einem weiteren Eindringen in das Kameragehäuse gehindert wird.
Die Streifen 36 und 38 tragen dazu bei, den Zutritt von Licht durch den Durch tritt 112 zu vermeiden und da sie gegenüber aktinischem Licht undurchlässig sind, unterstützen sie die Ver meidung von Reflektionen an die Walze 52 nach ande ren Teilen innerhalb des Kamergehäuses, wo möglicher weise eine Belichtung des lichtempfindlichen Streifens 36 stattfinden könnte.
Als zusätzliche Vorkehrung gegen eine Belichtung des lichtempfindlichen Streifens durch Licht, das durch den Durchtrittskanal 112 einfällt, ist ein Abdeckorgan 114 vorgesehen, das auf den Endbau- teilen 108 schwenkbar zwischen einer Schliessstellung (Fig. 2) und einer Öffnungsstellung (Fig. 1) schwenkbar ist.
In der Schliessstellung steht der Abdeckbauteil 114 über den Kanal 112 vor und schliesst diesen ab, während in der Öffnungsstellung dieser Bauteil auf einer Seite des Kanals liegt und die Wegzugsbewegung der Streifen durch den Kanal nicht behindert.
Eine Fläche des lichtempfindlichen Streifens 36 wird nach der Belichtung mit einer Fläche des zweiten Streifens 38 zusammengebracht und zwischen die Wal zen 50 und 52 und durch den Kanal 112 aus der Ka mera herausgeführt. Während dieser Bewegung wird eine in einem auf dem Streifen 38 befestigten aufreiss- baren Behälter enthaltene Behandlungsflüssigkeit zwi schen der belichteten Fläche des lichtempfindlichen Streifens und der darüber gelegten Fläche des zweiten Streifens ausgebreitet,
und es wird gleichzeitig eine un belichtete Fläche des lichtempfindlichen Streifens in die Belichtungsstellung überführt. Demgemäss weist die Kamera eine Einrichtung auf, um die Bewegung der Streifen stillzusetzen, wenn die belichtete und behan delte Fläche des lichtempfindlichen Streifens durch den Kanal 112 aus der Kamera herausgeführt ist und die nächst folgende unbelichtete Fläche des lichtempfindli chen Streifens sich in der Belichtungsstellung befindet.
Diese Stillsetzungs- oder Indexeinrichtung weist einen mit dem Streifen zusammenwirkenden Bauteil in Ge stalt einer Scheibe 116 auf, die zwei radiale Vorsprünge 118 besitzt und koaxial zu der Walze 52 auf einer der Wellen 70 am Ende des Mittelabschnitts 68 der Walze gelagert ist.
Die Scheibe 116 ist gegenüber der Walze 52 drehbar und in Reibungsverbindung mit dem Ende des Mittelabschnitts 68 durch eine Schraubenfeder 120 vorgespannt, die über die Welle 70 geschoben ist und sich an der Scheibe 116 und einem Seitenbauteil 66 des Rahmens 42 abstützt. Ein Federgehäuse 122, dessen Aussendurchmesser etwa gleich dem Durchmesser des Mittelabschnitts 68 ist, umschliesst die Feder 120 und trägt dazu bei, den Lichteintritt in die Kamera am Ende des Mittelabschnitts der Walze 52 zu verhindern.
Der Mittelabschnitt der Walze 50 ist an einem Ende mit ei ner Umfangsnut 124 ausgestattet, die den radialen Vorsprüngen 118 angepasst ist und eine Drehung bei der Walzen und der Scheibe 116 ermöglicht. Die Scheibe 116 steht in Reibungsverbindung mit einem stirnseiti gen Ende des Mittelabschnitts der Walze 52.
Der Bildaufnahmestreifen 38 ist längs eines Randes mit einer Folge von Löchern 126 ausgestattet, wobei je des Loch einer Fläche des Bildaufnahmestreifens zuge ordnet ist, die mit einer belichteten Fläche des licht empfindlichen Streifens während der Behandlung zu sammengebracht wird, Die Löcher in dem Bildauf- nahmestreifen sind seitlich auf die Scheibe 116 ausge richtet, wenn sich die Streifen zwischen den Walzen hindurchbewegen, und die Reibungskupplung zwischen der Walze 52 und der Scheibe ist derart,
dass einer der Vorsprünge 118 unter Vorspannung auf der äusseren Oberfläche des Streifens 38 entlangläuft, bis ein Loch 126 auf diesen Vorsprung ausgerichtet ist, und somit tritt dieser Vorsprung in das Loch ein und wird durch den Hinterrand dieses Loches erfasst. Dadurch wird die Drehung der Scheibe um einen geringen Betrag fort gesetzt, was bewirkt, dass der Vorsprung ein Loch in den darunterliegenden Abschnitt des Streifens 36 ein stanzt und dann in der Nut 124 der Walze 50 eintritt. Die Bewegung der Streifen wird dadurch beendet, dass die Scheibe 116 stillgesetzt wird, von der ein Vorsprung 118 in eine Öffnung 126 des Streifens 38 und das aus gestanzte Loch in dem Streifen 36 einsteht.
Die Bewe gung der Streifen beginnt wieder, wenn sich die Scheibe 116 wieder drehen kann, wenn die Blätter zwischen den Walzen weggezogen sind, worauf die Scheibe 116 in folge der Reibungskupplung mit der Walze 52 sich wie derum gemäss Fig.2 im Uhrzeigersinn dreht, bis ein Vorsprung 118 gegen den Streifen 38 anschlägt, und die Bewegung der Blätter wird fortgesetzt, wobei ein Vorsprung an dem Streifen 38 entlanggleitet, bis ein Loch 126 auf diesen Vorsprung ausgerichtet ist.
Der Vorsprung tritt dann in das Loch ein und wird in den Einlauf der Walzen hereingezogen, wobei wiederum sein Loch in den Streifen 36 eingestanzt wird und in dieser in Fig. 2 dargestellten Stellung wird die Bewe gung der Blätter dadurch stillgesetzt, dass die Drehung der Scheibe 116 stillgesetzt wird.
Damit Abschnitte der zwischen den Lippen 104 und 106 liegenden Streifen manuell erfasst werden können, um die Streifen durch den Kanal 112 aus der Kamera vorzuziehen, sind diese Lippen mit aufeinander ausge richteten Einschnitten versehen. Diese bestehen aus ei nem Einschnitt 128 in der Lippe 104 und einem Ein schnitt 130 in der Lippe 106, der durch einen zurück springenden Abschnitt 132 der Lippe 106 definiert wird und eine Ausnehmung 134 bildet.
Nachdem ein Ab schnitt des Schichtenkörpers, der die belichtete Fläche des lichtempfindlichen Streifens enthält, aus der Kamera durch den Kanal 112 weggezogen ist, wird die Bewe gung des Schichtenkörpers stillgesetzt und jener Ab schnitt des Schichtenkörpers, der über die Ränder der Lippen 104 und 106 vorsteht, wird von dem restlichen Schichtenkörper innerhalb des Kanals 112 längs einer querverlaufenden Linie abgetrennt, die den Rändern der Lippen entspricht.
Zu diesem Zweck ist die Kamera mit einem Schneidmesser 136 ausgestattet, das schwenkbar an einem Ende (am weitesten von den Aus schnitten entfernt) zwischen den Lippen gelagert ist und sich in den Kanal 112 erstreckt. Das Schneidmesser 136 weist eine angeschärfte und im wesentlichen gradlinig verlaufende Schneide 138 auf, die sich wenigstens über die Einschnitte 128 und 130 erstreckt und im wesent lichen auf den Rand der Lippe 104 ausgerichtet ist.
Das Schneidmesser 136 ist auf einem Träger 140 in Gestalt eines gepressten Metallteils gelagert, das einen am Querbauteil 64 befestigten Basisabschnitt 142, ei nen ersten Trägerabschnitt 144, der im wesentlichen der Stirnwand 18 und der Rückwand 20 entspricht, und einen zweiten Trägerabschnitt 146 auf, der sich nach hinten in den Kanal 112 dicht benachbart zur Lippe 106 erstreckt. Erste und zweite Trägerabschnitte 144 und 146 sind mit einer Ausnehmung 150 ausgestattet, die den Ausnehmungen 128 und 130 in den Lippen ent spricht.
Das Schneidmesser 136 ist schwenkbar auf dem zweiten Trägerabschnitt 146 gegenüberliegend dem zweiten Abschnitt gelagert, wobei der rückwärtige Rand des Schneidmessers im wesentlichen auf die rückwär tigen Ränder der Lippen und den zweiten Träger abschnitt 146 ausgerichtet sind. Das Schneidmesser ist mit einer Lasche 148 ausgestattet, die sich in eine Öffnung 149 des Trägerabschnittes 146 hineinerstreckt und mit dieser zusammen arbeitet, um einen Anschlag zu schaffen, gegen den das Schneidmesser nach aussen vorgespannt wird und einen Anschlag für die Schwenk bewegung nach innen bildet.
Der Randabschnitt 138 des Schneidmessers bildet eine einzige kontinuierliche Schneide, die sich von einem Ende nach dem anderen Ende des Kanals 112 erstreckt und in der Länge wenig stens der Breite des Schichtenkörpers entspricht, gegen den dieser gezogen wird, um ihn längs einer vorbestimm ten querverlaufenden Linie abzutrennen.
Es ist eine Einrichtung vorgesehen, um das Schneid messer in der in den Fig.2 und 3 dargestellten Schneidstellung zu halten, wenn der Schichtenkörper gegen das Schneidmesser gezogen wird, um den Schich- tenkörper abzutrennen. Gemäss dem dargestellten Aus führungsbeispiel besteht diese Einrichtung aus einer Kerbe 152 im inneren und vorderen Randabschnitt des Schneidmessers 136 und einem kurzen Stift 154 auf dem zweiten Trägerabschnitt 146, der sich in die Kerbe 152 hineinerstreckt und das Schneidmesser gegen Bewegung festhält.
Der Stift 154 ist verhältnismässig kurz und weist eine nach hinten geneigte Nockenoberfläche auf und kann von der Kerbe 152 des Schneidmessers dadurch freigegeben werden, dass das Schneidmesser leicht auf die Lippe 104 hin versetzt wird.
Dies wird dadurch möglich, dass das Schneidmesser einer geringen Bie gung unterworfen wird und dass das Schneidmesser be züglich der Schwenkung ein gewisses Spiel aufweist; während des Abtrennens des Schichtenkörpers wird natürlich das Schneidmesser gegen den zweiten Träger abschnitt 146 gedrückt, so dass der Stift 154 wirksam in der Kerbe 152 zurückgehalten wird.
Um manuell ei nen Abschnitt des Schichtenkörpers zu erfassen, der innerhalb des Kanals 112 zwischen den Ausschnitten 128 und 130 liegt, muss das Schneidmesser 136 nach vorn oder innen - wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich versetzt werden. Um diese Versetzung durch Schwen- kung des Schneidmessers zu erleichtern, ist ein manuell erfassbarer Knopf 156 auf einem Ansatz 158 angeord net, der einen Teil des Schneidmessers bildet.
Der Knopf 156 ist innerhalb einer Ausnehmung 134 gelagert und weist eine schräge rückwärtige Oberfläche auf, die, wenn sie durch den Daumen oder einen ande ren Finger der Bedienungsperson betätigt wird, als Nok- kenoberfläche wirkt, die das Schneidmesser sowohl nach innen als auch auf die Lippe 104 zu verschiebt, so dass der Stift 154 aus der Ausnehmung <B>152</B> freikommt, so dass die Bewegung des Knopfes und des Schneidmes- sers nach innen oder vorn möglich wird.
Das Schneidmesser, das nach innen gedrückt wer den muss, dient dazu, den Schichtkörper zu erfassen, wenn dieser aus der Kamera weggezogen werden soll, ausserdem zur Steuerung des Indexmechanismus, der die Bewegung des Schichtenkörpers stillsetzt. Die Bewegung des Schichtenkörpers wird dadurch angehalten, dass man die Drehung der Scheibe 116 stillsetzt und dies wird durch einen elastischen Anschlag in Form einer allgemein flachen Auslegefeder 160 bewirkt, die an ei nem Ende mit einem Träger 164 verbunden ist, der in der Nähe des Endes des Schneidmessers, an dem dieses schwenkbar gelagert ist,
sich in einer Richtung im we sentlichen parallel zu dem Schneidmesser und zu der Schwenkachse der Scheibe 116 nach der Scheibe hin er streckt und einen Endabschnitt aufweist, der den kreis förmigen Bewegungspfad der radialen Vorsprünge 118 schneidet. Ein Abschnitt eines querverlaufenden Bau teils 64 des zweiten Rahmens 42 ist auf die Walzen zu gebogen, um einen U-förmigen Tragkörper 170 zu bil den, der Abschnitte aufweist, die in der Nähe gegen überliegender Seiten des kreisförmigen Bewegungspfades der Vorsprünge 118 und in der Nähe der vorderen Seite des freien Endabschnitts der Feder 160 liegen.
Ein ähnlicher Träger 172 wird von einem Teil des Trägers 140 gebildet und liegt benachbart zu dem Bauteil 170 in der Nähe der rückwärtigen Seite des freien End- abschnitts der Feder 160. Die Träger 170 und 172 sind voneinander entfernt angeordnet, damit eine be schränkte Bewegung des Endabschnitts der Feder 160 in einer Richtung im wesentlichen tangential zur Rich tung der Drehung der radialen Vorsprünge 118 erfolgen kann und ausserdem eine Längsbewegung der End- abschnitte der Feder 160 in einer Richtung im wesent lichen parallel zur Drehachse der Scheibe 116, um in den Drehbewegungspfad der radialen Abschnitte 118 einzudringen.
In Fig. 3 ist das Schneidmesser in seiner Betriebsstellung bzw. der Schneidstellung und die Feder 160 befindet sich in einer Stellung, in der sie auf die Vor sprünge 118 einwirkt und die Drehung der Scheibe 116 in Berührung mit den Streifen stillsetzt. Der Tragkörper 170 trägt die Feder 160 gegen eine Bewegung, wenn sie auf einen Vorsprung 118 einwirkt, während der Bauteil 172 die Bewegung des freien Endabschnittes der Feder 160 in Gegenrichtung begrenzt.
Die Feder 160 ist im wesentlichen gerade ausgebildet und ihr freies Ende liegt gegen den Bauteil<B>172</B> in einer solchen Lage, dass ein Radialvorsprung durch den Träger 174 erfasst wird, der von einem Teil des Verbindungsbauteils 64 des Rahmens 42 gebildet wird und derart angeordnet ist, dass er gegen den Mittelabschnitt der Feder 160 lagert. Zur Vorspannung des Schneidmessers in die Arbeits stellung, wie in Fig. 3 dargestellt ist, wird eine Zugfeder 176 vorgesehen, die mit ihren Enden an dem Träger 164 und dem Tragabschnitt 144 verankert ist.
Der freie Endabschnitt der Feder 160 ist mit einer Ausnehmung oder einer Kerbe 178 ausgestattet, die ei nen Raum für die Radialvorsprünge 118 bildet. Wenn die Feder 160 sich in ihrer Normalstellung befindet, in der sie auf einen radialen Vorsprung 118 einwirken kann, um die Drehung der Scheibe 116 und die Bewe gung der Streifen stillzusetzen, befindet sie sich in der in Fig. 3 dargestellten Lage, wobei der freie Endabschnitt der Feder gegen den Tragkörper 172 lagert und die Kerbe 178 auf einer Seite (gemäss Fig. 3 und 4, links) des Bewegungspfades der Radialvorsprünge 118 liegt.
Wenn die Scheibe 116 gedreht wird, weil ein Vor sprung<B>118</B> mit den Streifen in Wirkverbindung steht, dann bewegt sich der andere Vorsprung 118 zusammen mit dem freien Endabschnitt der Feder 160, wodurch die Feder in die in Fig. 3 strichliert dargestellte Stellung ausgebogen wird, wobei der freie Endabschnitt der Fe der gegen den Tragkörper 170 lagert, der dazu dient, ei nen weiteren Ausschlag der Feder zu verhindern und die Drehung der Scheibe 116 stillzusetzen. Damit der Schichtenkörper wieder vorgeschoben werden kann, werden der Knopf 156 und das Schneidmesser 136 an dem er befestigt ist - nach innen auf die Vor derseite der Kamera zu bewegt,
so dass die Bedienungs person den Schichtenkörper erfassen kann. Durch diese Drehbewegung des Schneidmessers im Gegenuhrzeiger sinn wird die Feder 160 in Längsrichtung (nach rechts) versetzt und richtet die Kerbe 178 auf den Vorsprung <B>118</B> aus, auf den die Feder einwirkt, so dass die Feder in eine Stellung zurückkehren kann, in der sie gegen den Träger 172 anliegt, und zwar hinter dem radialen Vorsprung, so dass die Scheibe 116 sich wiederum wenigstens so weit drehen kann, dass der Schichtenkör- per weiter herausgezogen werden kann.
Der Stillsetzungsmechanismus bzw. der Indexmecha nismus weist eine Sicherheitseinrichtung auf, die bei dem Indexmechanismus nach der oben erwähnten Pa tentanmeldung nicht vorhanden war. Bei dieser Index einrichtung nach den vorerwähnten Patentanmeldungen ist der Anschlagkörper, d. h. die Feder 160 derart an geordnet, dass sie nur aus dem Bewegungspfad der Vor sprünge<B>118</B> herausgezogen wird, wenn auf das Schneid messer gedrückt wird.
Diese Sicherheitseinrichtung schafft die Möglichkeit, dass das Schneidmesser nicht in seine Normalstellung zurückkehren kann, wenn sich diese Streifen in ihrer Anfangs- und in ihrer fortgesetz ten Bewegung befinden, so dass der Anschlag der oben beschriebenen Einrichtung ausserhalb des Bewegungs pfades der Blätter verbleibt, solange das Schneidmesser nach innen gedrückt verbleibt, und die Bewegung der Streifen kann nicht stillgesetzt werden.
Bei dem erfin- dungsgemässen Apparat setzt sich die Bewegung der Feder 160 in Längsrichtung infolge des Einwärtsdrük- kens des Schneidmessers fort, bis die Kerbe 178 auf der gegenüberliegenden Seite des Bewegungspfades der Vor sprünge 118 zu liegen kommt und der Endabschnitt der Feder 160 im Bewegungspfad der Radialvorsprünge liegt. Demgemäss wird einer der zwei Radialvorsprünge durch Niederdrücken des Schneidmessers freigegeben, so dass die Scheibe 116 sich genügend weit drehen kann,. um den Vorschub der Streifen zu ermöglichen.
Ein Teil des Schneidmessers liegt so, dass der andere radiale Vor sprung erfasst wird und die Bewegung der Streifen an einer bestimmten Stelle stillgesetzt wird, auch dann, wenn das Schneidmesser in der gedrückten oder freige gebenen Stellung verbleibt. Bei normalem Betrieb der Kamera kehrt, wenn der Schichtenkörper weggezogen wird, das Schneidmesser in seine Ausgangsstellung zu rück und führt die Feder 160 in ihre Normalstellung gemäss Fig. 3 hinter die Radialvorsprünge zurück, die vorher durch sie beeinflusst wurden.
Die vorstehend beschriebene Erfindung schafft eine Kamera und einen Bedienungsmechanismus, durch wel chen eine Öffnung in der Kamera gegen Lichtzutritt während des Wegziehens der Streifen durch diese öff- nung geschützt wird. Ausserdem wird eine Vorrichtung geschaffen, die zum Abtrennen aufeinanderfolgender Abschnitte des Streifenmaterials dient, wenn die Strei fen aus der Öffnung herausgezogen werden. Ferner wird ein Indexmechanismus geschaffen, der die Bewegung der Streifen an vorbestimmten Stellen festsetzt und automa tisch das Streifenmaterial freigibt, so dass sich dieses bewegen kann, wenn die Streifen ergriffen und aus der Kamera herausgezogen werden.
Diese Freigabe wird als automatisch bezeichnet, weil Konstruktion von Ka mera und Bedienungsmechanismus so ist, dass die Strei fen nicht erfasst und weggezogen werden können, ohne dass die Arretierungseinrichtung freigegeben wird, d. h. bevor die Scheibe zur Drehung freigegeben wird. Auf diese Weise wird ein Einreissen der Streifen verhindert, weil die Bedienungsperson sich nicht daran zu erinnern braucht, dass ein Stillsetzungsmechanismus ausgelöst werden muss. Ausserdem ist der Bedienungsmechanis mus angeordnet und konstruiert, dass es praktisch aus geschlossen ist, auch bei ungeschickter Handhabung eine Fehlfunktion durchzuführen, z.
B. das Schneid messer gedrückt zu halten, während der Schichtenkör- per weggezogen wird.