CH447193A - Verfahren zur Herstellung von neuen basisch substituierten Diphenylalkanderivaten und ihren Salzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen basisch substituierten Diphenylalkanderivaten und ihren SalzenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen basisch substituierten Diphenylalkanderivaten und ihren Salzen Es wurde gefunden, da¯ basisch substituierte Diphenylalkanderivate der Formel I EMI1.1 worin R ein Halogenatom oder eine niedrigmolekulare Alkylgruppe, R1 und R2 Wasserstoffatome, niedrigmolekulare Alkyl- oder Alkoxygruppen oder Halogenatome und n die Zahl 1 oder 2 bedeuten, und ihre Salze wert vomie therapeutische Eigenschaften, insbesondere Herzund Kreislaufwirkung besitzen, und dass man ! diese Verbindungen efhält, wenn man ein Amin der nachstehen- den Formell II EMI1.2 mit l-Phenyl-2-halogen-propan bzw.-propen, gege benenfalls in Gegenwart von halogenwasserstoffbinden- de. Mitteln umsetzt und eine allenfalls vorhandene DoppelbindungmittelsaktiviertemWasserstoffhydriert und gegebenenfalls die erhaltenen basischen Verbindungen mit anorganischen oder organischen SÏuren in die entsprechenden Salze überführt. Als 1-Phenyl-2-halogen-propane bzw. -propene kommen beispielsweise in Frage: 1-Phenyl-2-chlor-propan, 1-Phenyl-2-brom-propan oder 1-Phenyl-2-jod-propan sowie die entsprechenden 1-Phenyl-2-halogen-propene. Die l-Phenyl-2-halogen-propane können durch Halogenierung von Methyl-benzylcarbinol erhalten wer den (vgl. Beilstein, Bd. 5, 391 und 5, I. Birg. Werk 190). Die Umsetzung wird zweckmässig in, geeigneten Lösungsmitteln, beispielsweise aromatischen Kohlen- wasserstoffen'wie Benzol oder Tdluol, durch längeres Erhitzen durchgef hrt. VorteHaft setzt man 1 Mol l-Phenyl-2-halogen-propan bzw.-propen mit 2 Mol des verwendeten Amins zur Bindung des freiwerdenden Halogenwasserstoffs um. Die Halogenwasserstoffbindung kann auch durch die üblichen basischen Mittel er- folgen, wie Alkali- und Erdalkali-carbonate oder -hy droxyde, sowie organische Basen wie Pyridin oder Chinolin, die'gegebenenfalls gleichzeitig als Lösungsmittel dienen k¯nnen. Die Aufarbeitung erfolgt in üblicher Weise durch Abtrennung des halogenwasser- stoffsauren Salzes der eingesetzten Base, beispielsweise durch AusfÏllen mit ¯ther oder Aussch tteln mit Wasser.DasVerfahrensp'rodiuktkämedürch'DestiNatKHi odssf durch ¯berf hrung in ein geeignetes Salz ge reinigt werden. Werden Propenhalogeni'de verwendet, wird die Doppelbindung anschliessend nach an sich bekannten Methoden hydriert. Die Verfahronserzeugnisse können als basische Verbindungen mit Hilfe von anorganischen oder organischen Säuren in die entsprechenden Salze übergeführt werden. Als anorganische Säuren kommen beispielsweise in Betracht : HalogenwasserstoffsÏuren wie Chlorwasser- stoffsäure und Bromwasserstoffsäure sowie Schwefel- sÏure, PhosphorsÏure und Amidosulfo, nsäure. Als or ganische Säuren seien beispielsweise genannt : Ameisensäure, EssigsÏure, PropionsÏure, MilchsÏure, Glykol- säure, GluconsÏure, MalcinsÏure, BernsteinsÏure, WeinsÏure, Benzoesäure, Salicylsäure, Zitronensäure, Acetur sÏure, OxyÏthansulfonsÏure und Athylendiamintetra- essigsäure. Man kann die Verfahrenserzeugnisse auch mit Hilfe von Alkylhalogeniden in entsprechende quaternÏre Salze überführen, wenn der basische Rest ein ter- tiÏres Stickstoffatom enthält. Die Verfahrensprodukte weisen eine au¯erordentlich günstige Herz-und Kreislaufwirkung auf. So führt z. B. die Verabreichung von 1-Phenyl-2- [1'-p-chlorphenyl-1'-4"-chlor-3"- methylphenyl)-propyl-(3')]-amino-propan im Versuch am isolierten Kaninchenherzen nach Langen dorff bei einmaliger Injektion von nur 2, 5 y zu einer starken Coronargefässerweiterung, die im Vergleich zu dem normalen unbehandelten Herzen einer Zunahme der Coronardurchströmung von etwa 50% entspricht. Die Verfahrenserzeugnisse sind den bereits bekannten Verbindungen ähnlicher Struktur erheblich überlegen. So ist beispielsweise von dem bereits bekannten 1-Phenyl-2-[1',1'-diphenyl-propyl-(3')] amino-propan die Applikation der doppelten Dosis (5 y) erforderlich, wenn eine gleich starke coronargefässerweiternde Wir- kung erreicht werden soll. Die Toxizität des neuen Ver- fahrensprodukts (Dos. let. min. i. v.) beträgt 10 mg/kg und ist im Hinblick auf die doppelte coronargefäss- erweiternde Wirksamkeit gegenüber der erwähnten be kannten Verbindung günstiger als der entsprechende Wert der erwähnten bekannten Verbindung, deren Dos. let. min. i. v. bei der Maus 15 mg/kg beträgt. Ein wei- terer wesentlicher Vorteil der neuen Verfahrensprodukte gegenüber den bekannten Verbindungen besteht darin, dass ihre coronargefässerweiternde Wirkung vergleichs- weise wesentlich länger anhält. Beispielsweise wirkt das neue Verfahrensprodukt 1-PhenylL2- [1'-p-chdorphenyl-1'- (4"-chlor-3"- methyl-phenyl)-propyl- (3)]-amino-propan etwa 2 bis 3 mal länger coronargefässerweiternd als die erwähnte bekannte Verbindung. Die Verfahrenserzeugnisse können als solche oder in Form ihrer Salze, gegebenenfalls auch in Mischung mit pharmazeutisch üblichen Trägerstoffen, parenteral oder oral appliziert werden. Im Fa-lle der oralen Applikation kommen als Darreichungsformen vorzugsweise Tabletten oder Dragées in Frage, zu denen die Verfahrenserzeug- nisse als Wirkstoffe mit den üblichen Trägerstoffen, wie Milchzucker, Stärke, Tragant und Magnesiumstearat verarbeitet werden. Als Einzeldosis werden 5 bis 10 mg verabreicht. Beispiel 24, 6 g 1-p-Chlorphenyl-l-phenyl-propylamin-(3) werden mit 10 g 1-Phenyl-2-brom-propan in 150 cm3 Toluol einige Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen wird die Toluollösung mit Wasser durchgeschüttelt, getrocknet und unter vermindertem Druck eingeengt. Der ¯lige Rückstand (9 g) wird mit 2n SalzsÏure versetzt, wobei das Hydrochlorid des 1-Phenyl-2- [1'-p-chlorphenyl-1'-phenylpropyl- (3')]-amino-propans auskristallisiert. Schmelzpunkt 146¯ (aus verdünntem Äthanol).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen basisch sub stituierten Diphenylalkanderivaten der Formel I EMI2.1 worin R ein Halogenatom oder eine niedrigmolekulare Alkylgruppe, Ri und R Wasserstoffatome, niedrigmole- kulare Alkyl-oder Alkoxygruppen oder Halogenatome und n die Zahlen 1 oder 2 bedeuten, dadurch gekenn- zeichnet, dass man ein Amin der nachstehenden Formel II EMI2.2 mit l-Phenyl-2-halogen-propan bzw.-propen umsetzt und eine gegebenenfalls vorhandene Doppelbindung mittels aktiviertem Wasserstoff hydriert.UNTERANSPR¯CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart halogenwasserstoffbindenden Mitteln durchführt.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verfahrensprodukte mit anorganischen oder organischen Säuren in ihre Salze berf hrt.
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