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CH420953A - Tabakwarenfilterstöpsel sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben - Google Patents

Tabakwarenfilterstöpsel sowie Verfahren und Einrichtung zur Herstellung desselben

Info

Publication number
CH420953A
CH420953A CH1073360A CH1073360A CH420953A CH 420953 A CH420953 A CH 420953A CH 1073360 A CH1073360 A CH 1073360A CH 1073360 A CH1073360 A CH 1073360A CH 420953 A CH420953 A CH 420953A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
fibers
fiber
fiber fleece
roller
filter
Prior art date
Application number
CH1073360A
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Dipl-Ing Mueller Paul
Original Assignee
Mueller Paul Adolf Dipl Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH7901959A external-priority patent/CH380623A/de
Application filed by Mueller Paul Adolf Dipl Ing filed Critical Mueller Paul Adolf Dipl Ing
Priority to CH1073360A priority Critical patent/CH420953A/de
Priority to US60224A priority patent/US3225390A/en
Publication of CH420953A publication Critical patent/CH420953A/de

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES FOR CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter-tips, filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces for cigars or cigarettes
    • A24D3/02Manufacture of tobacco smoke filters
    • A24D3/0204Preliminary operations before the filter rod forming process, e.g. crimping, blooming

Landscapes

  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description


      Tabakwarenfilterstöpsel    sowie Verfahren     sind    Einrichtung zur Herstellung desselben    Die bisher bekannten Verfahren zur Herstel  lung von Filterstöpseln, insbesondere für Zigaretten,  lassen sich in zwei Klassen einteilen:  a) in Verfahren, bei welchen eine Papierbahn auf  geraubt,     perforiert    oder auf andere Weise zerfasert  wird, um anschliessend durch Aufrollen oder Zusam  menraffen der Papierbahn zu einem Filterstöpsel um  geformt zu werden,  b) in Verfahren, bei welchen aus einem losen  Fasermaterial ein Filterstrang hergestellt wird.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von Filterstöpseln aus  einem lockeren Fasermaterial, also auf ein Verfahren  der obengenannten Klasse b). Für die Herstellung  geeigneter Filterstöpsel aus losen Fasern besteht die  grösste Schwierigkeit darin, auf geeignete Weise einen  genügend guten inneren Zusammenhalt der einzelnen  Fasern innerhalb des Filterstöpsels zu gewährleisten.  Bekanntlich werden Filterstöpsel aus einem endlosen  Filterstrang abgeschnitten, und zwar auf Längen von  beispielsweise 10 bis 12 mm. Es ist verständlich, dass  bei einem derart kurzen Abschnitt eines Faserbün  dels die einzelnen Fasern, wenn dieselben nicht an  einander befestigt werden, herausfallen oder beim  Gebrauch     herausgesogen    werden können.

   Dies ist ins  besondere deshalb der Fall, weil natürlich nicht sämt  liche Fasern die ungefähre Länge des, Abschnittes  besitzen, sondern eine Vielzahl kürzerer Faserenden  in einem solchen Abschnitt vorhanden sind.  



  Es existieren viele Vorschläge, um einen ge  nügend guten inneren Zusammenhalt der Fasern in  einem solchen Faserbüschel zu gewährleisten. Bei  spielsweise wurde die Verwendung von thermoplasti  schen Fasern vorgeschlagen und der Faserstrang er  hitzt, damit die nahezu schmelzenden Fasern an  ihren Berührungsstellen zusammengeschweisst werden.  Bei weit verbreiteten Filterstöpseln wird durch Bei-         fügung    eines Bindemittels eine genügende Anzahl  von Haftpunkten zwischen sich berührenden Fasern  innerhalb des Faserbündels geschaffen. Es wurde  auch vorgeschlagen, den Fasern im Faserbündel eine  gewisse Menge dickerer Stützfasern beizugeben, wo  durch bei gleichmässiger Verteilung dieser dickeren  Fasern oder Fäden innerhalb des Faserbündels ein  guter innerer Zusammenhalt erzielt werden soll.  



  Es hat sich aber gezeigt, dass die Schaffung eines  Stützskeletts aus solchen Haftpunkten innerhalb  eines derartigen Faserbündels durch     Verklebung    der  thermoplastischen Fasern     untereinander    bzw. mit den  nicht thermoplastischen Fasern nicht zu einem be  friedigenden Zigarettenfilter führen kann. Es muss  nämlich die Erhitzung der thermoplastischen Kunst  fasern so weit getrieben werden, dass dieselben nahezu  schmelzen, damit sie zusammengeschweisst werden. Es  ist offensichtlich, dass auf diese Weise zwar ein sehr  kompakter Strang aus Fasern erzeugt werden kann,  dass aber eine Struktur dieses Gebildes entsteht, die  eher einem porösen Schwamm als einem durch ein  Stützskelett verfestigten Faserstrang gleicht.

   Für den  Filterfachmann ist es nicht verwunderlich, dass sich  derartige Zigarettenfilter in der Praxis nicht ein  geführt haben, denn     ein        iso        erzeugter    poröser     Flter-          körper    muss einen sehr hohen Zugwiderstand besitzen  und ist als Filterstöpsel für Zigaretten wenig geeignet.  



  Ein ganz anderes bekanntes Verfahren zur Ver  wendung der für Absorptionszwecke durchaus geeig  neten dünnen Fasern besteht darin, ein solches  Fasermaterial in dünner Schicht auf einer Papier  unterlage auszubreiten und dieses kombinierte  Material durch Aufrollen oder Zusammenraffen zu  einem Filterstrang zu verarbeiten. Derartige Filter  stöpsel unter Verwendung von einem      bewatteten      Papier sind in grosser Zahl und in den verschieden  sten Ausführungen bekannt.

        Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, das  Stützskelett nicht erst im gebündelten Faserstrang  herzustellen, sondern das vorgesehene Fasermaterial  vor der Verformung zu einem Faserstrang in die  Gestalt eines sehr dünnen und leichten Flors zu  bringen und in dieser Form mit einem Haftpunkt  skelett zu versehen, aus welchem verfestigten Flor  dann durch Zusammenraffen in Querrichtung erst  das Faserbündel erzeugt wird.

   Dieses Verfahren zur  Herstellung von Filterstöpseln, die nach ihrer Fertig  stellung     einen    Faserstrang mit rundem oder ovalem  Querschnitt bilden und ein Stützskelett aus willkür  lich verteilten Haftpunkten zwischen den Fasern  innerhalb des Stranges aufweisen, ist insofern beson  ders vorteilhaft, weil natürlich die Erzeugung der  Haftpunkte in der     flachen    und ausgebreiteten Flor  bahn in Form eines mehr oder weniger dichten  Netzes oder Musters erfolgen kann, so dass ganz  nach Wunsch der fertige Faserstrang ein dichteres  oder weniger dichtes Stützskelett aufweist.  



  Bei der     Weiterentwicklung        dieses    zuletzt erwähn  ten Verfahrens ist     nunmehr    erkannt worden, dass  durch ein     Stützskelett        innerhalb        des        hergestellten        Fil-          terstrangs    vor     allem    auch die     Elastizität    desselben  senkrecht zur     Stranglängsachse    erhöht     wird.    Es be  steht also die Aufgabe;

       ein:        Faservlies        herzustellen,     welches nach     Zusammenraffung        quer    zu     seiner    Be  wegungsrichtung zu einem Strang eine     möglichst     grosse     Zahl    von     Kreuzungsstellen        zwischen    Einzel  fasern aufweist, wobei     die        Einzelfasern    an den     Kreu-          zungsstreuen    gegenseitig     fixiert    sind,

   so dass sie beim       Zusammenraffen        des        Faservlieses        gekrümmt        und     mit einer elastischen     Vorspannung        verstehen    werden.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lösung  dieses Problems und     ermöglicht    die Herstellung von       Tabakwarenfilterstöpseln,    bestehend aus einem quer       zur    Filterachse zusammengerafften Faservlies, die  dadurch gekennzeichnet sind, dass im Faservlies und  damit auch im Filterstöpsel eine Anreicherung der  quer zur     Filterstöpselachse    verlaufenden Einzelfasern  stattgefunden hat und die Zahl der quer zur     Filter-          stöpselachse    gerichteten Fasern mindestens 50 % der  in Achsrichtung verlaufenden Fasern beträgt.  



  Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur  Herstellung von derartigen     Tabakwarenfilterstöpseln,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass die Fasern  nach einer     Vorreinigung,    einem Kochen und Blei  chen auf einer Maschine     vorgeöffnet    und anschlie  ssend auf einer     kardenartigen    Maschine zu einem  dünnen Faservlies     verarbeitet    werden und dass hierbei  auf mindestens einen Teil der     Einzelfasern    quer zur       Laufrichtung    des Faservlieses eine zusätzliche Ab  lenkkraft ausgeübt und im Faservlies die Anzahl  der quer zu dessen Laufrichtung gerichteten Einzel  fasern vergrössert wird,

       woraufhin    das Faservlies zu  einem endlosen Docht     kontinuierlich    umgeformt  wird, der umhüllt und in     Filterstöpselabschnitte     unterteilt wird.  



  Die erfindungsgemässe     Einrichtung    zur Herstel  lung derartiger Faservliese kennzeichnet sich da-    durch, dass bei der das Faservlies erzeugenden  Maschine mindestens eine mit dieser     zusammen    ar  beitende, mit einer feinen     Kratzengarnitur    versehene  Walze vorgesehen ist, welche zusätzlich zu ihrer  Rotation pro Umlauf wenigstens eine axiale Hin- und       Herbewegung    ausführt und auf die von ihr     erfassten     Einzelfasern eine     Ablenkkraft    ausüben kann.  



  Die Erfindung ist nachstehend in einigen Aus  führungsbeispielen anhand der     Fig.    1 bis 5 näher  erläutert. Von diesen zeigen:       Fig    1 und 2 je eine vergrösserte Wiedergabe  eines normalen und eines nach dem erfindungs  gemässen Verfahren hergestellten Faservlieses, zu  sammen mit einer Auswertung bezüglich der Faser  richtungen,       Fig.    3 und 4 einen Aufriss bzw. Grundriss eines  Ausführungsbeispiels eines Teiles einer Vorrichtung  zur Herstellung der     erfindungsgemässen    Filterstöpsel,       in    schematischer Wiedergabe,       Fig.    5 die Wiedergabe einer Photographie eines  normalen und eines nach dem erfindungsgemässen  Verfahren hergestellten Faserstrangs.  



  Die Erzeugung     eines    lockeren Faservlieses, wie  es zur Herstellung von Filterstöpseln der vorliegen  den     Bauart    verwendet wird, erfolgt üblicherweise da  durch, dass die betreffenden Fasern über eine so  genannte Karde bekannter Bauart als dünner Schleier  auf ein unter dem Austrittsschlitz der Karde vorbei  bewegtes Transportband ausgebreitet werden. Nach  der bisherigen Ansicht ist in einem derartigen nor  malen Faservlies keine bevorzugte Richtung der ein  zelnen Fasern feststellbar,     viehmehr    wurde bisher an  genommen, dass die Richtung der Einzelfasern inner  halb des Faservlieses     völlig        willkürlich    ist, also  sämtliche Richtungen     gleich    häufig auftreten.

   Bei  der Betrachtung     eines    derartigen normalen     Faser-          vlieses    bei entsprechender Vergrösserung     erhält    man  auch den Eindruck, dass diese bisherige Ansicht über  die     Richtungsverteilung    der Fasern innerhalb eines  solchen Faservlieses durchaus richtig ist.  



  Die     Fig.    1     zeigt    auf der linken Seite eine ver  grösserte Photographie eines Flächenstückes eines  derartigen normalen Faservlieses. Bei Betrachtung  des Fasergewirrs     erhält    man tatsächlich den Eindruck,  als ob keine Richtung seitens der Fasern bevorzugt       wird.    Eine genauere Untersuchung zeigt jedoch, dass  dieser Eindruck unrichtig ist. Zur Ermittlung der  Richtungsverteilung für die einzelnen Fasern in  einem derartigen Faservlies wurden, wie in     Fig.    1  angedeutet ist, in einer vergrösserten Photographie  gemäss dem linken Teil der     Fig.    1 sieben verschie  dene horizontale Streifen ausgeblendet und näher  untersucht.

   Die Untersuchung erfolgte     derart,    dass  in den jeweiligen ausgeblendeten Streifen einerseits  die Fasern gezählt wurden, die innerhalb eines Win  kels von     -30     bis     -f-30     zur Laufrichtung ge  legen sind, und anderseits die Anzahl der Fasern  ermittelt wurde, die eine Richtung innerhalb des       Winkelbereiches    von -90  bis -30  und von       -I-30     bis     -I-90     aufweisen.

   Bei völlig willkür-           licher    Richtung der Fasern innerhalb des Faservlieses  müsste eigentlich erwartet werden, dass im erstgenann  ten, insgesamt 60 Winkelgrade umfassenden Winkel  bereich nur halb so viel Fasern festgestellt werden  als in dem zuletzt genannten, insgesamt 120 Winkel  grade umfassenden Winkelbereich.  



  Das Ergebnis der     Auszählung    der sieben mit  Nr. 1 bis 7 bezeichneten horizontalen Streifen der  Vergrösserung eines normalen Faservlieses zeigt die  Tabelle auf     Fig.    1. Dort ist der Winkelbereich von  -30  bis     -I-30     zur Laufrichtung mit L und der  Winkelbereich von -90  bis -30  und von       -f-30     bis.     -h90         mit    Q bezeichnet. Überraschen  derweise stellt sich heraus, dass entgegen den Erwar  tungen die Anzahl der im Winkelbereich L gelegenen  Fasern wesentlich grösser als die Anzahl der im Win  kelbereich Q gelegenen Fasern ist.

   Dabei ist ersicht  lich, dass die Bevorzugung der Richtung L sowohl  für ein besonders dünnes Stück des Faservlieses,  etwa für den Streifen Nr. 3, als auch für ein besonders  dichtes Stück des Faservlieses, etwa für den Streifen  Nr. 7, feststellbar ist.     Wird    der Mittelwert aus dem       Zählergebnis    für die Streifen Nr. 1 bis 7 gebildet,  so kann beim normalen Faservlies gemäss     Fig.    1  festgestellt werden, dass das Verhältnis     LIQ    den Wert  3,6 besitzt, also im Winkelbereich L die     3,6fache     Anzahl von Fasern     festgestellt    wurde     als,    im Winkel  bereich Q.

   Anders ausgedrückt besitzen also von den  insgesamt betrachteten Einzelfasern nur 21,3 % eine  Richtung innerhalb des Winkelbereiches Q und  78,7 % eine Richtung innerhalb des Winkelberei  ches L. Bei völlig gleichmässiger und willkürlicher  Richtungsverteilung der Einzelfasern innerhalb des  Faservlieses müsste die Anzahl der in den Winkel  bereich Q fallenden Fasern etwa 67 % und die An  zahl der in den Winkelbereich L fallenden Fasern  etwa 33 % betragen. Die gemäss     Fig.    1 ermittelten  Ergebnisse eines derartigen, auf normale Weise her  gestellten Faservlieses zeigen also, dass hierbei eine  deutliche Bevorzugung der Laufrichtung des Vlieses  bei seiner Herstellung vorhanden ist.  



  Auf Grund dieser neuen Erkenntnis wurde ver  mutet, dass es möglich sein müsste, die mechani  schen Eigenschaften von Faservliesen zu verbessern,  wenn es gelingen würde, ein Faservlies herzustellen,  bei dem die Bevorzugung der Laufrichtung in der  richtungsmässigen Verteilung der Einzelfasern inner  halb des Vlieses beseitigt werden könnte.

   Durch das  vorliegende Verfahren, das weiter unten anhand einer  hierzu geeigneten Einrichtung noch näher erläutert  werden wird, ist es tatsächlich     möglich,    ein     Faser-          vlies    herzustellen, bei welchem,     gemittelt    über ein  genügend     grosses    Flächenstück, die Anzahl der an  genähert quer zur Bahnlängsrichtung verlaufenden  Fasern mindestens 50 % der angenähert in Bahn  längsrichtung verlaufenden Fasern beträgt.  



  Die     Fig.    2 zeigt eine vergrösserte Photographie  eines Flächenstückes eines derartigen verbesserten  Faservlieses. Das Gewicht dieses     Faservlieses    ist  identisch mit dem Gewicht des zur Auswertung nach         Fig.    1 verwendeten normalen Faservlieses, und auch  der Vergrösserungsmassstab der Photographie des  Faservlieses ist in     Fig.    1 und 2 der gleiche. Die Aus  zählung der in den Winkelbereich L bzw. Q fallenden  Fasern ist bei dem neuartigen      Wirrvlies     gemäss       Fig.    2 in gleicher Weise durchgeführt worden, wie  anhand von     Fig.    1 beschrieben.

   Die Ergebnisse der  Auszählung zeigen aber wesentliche Unterschiede  gegenüber     denjenigen    der Auswertung von     Fig.    1,  denn das Verhältnis     LIQ    ist hier 1,07, und von den  insgesamt festgestellten Fasern gehören im Mittel  etwa 48 % dem Winkelbereich Q an und nur 52  dem Winkelbereich L. Bei diesem gemäss dem vor  liegenden Verfahren. hergestellten     sogenannten        Wirr-          vlies    ist es also gelungen, die Anzahl der quer  zueinander verlaufenden     Fasern        wesentlich    zu ver  grössern.  



  Es hat sich durch Versuche mit derartigen     Wirr-          vliesen    gezeigt, dass die mechanischen Eigenschaften  sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand  gegenüber dem Verhalten vergleichbarer normaler       Faservliese        wesentlich        günstiger        sind.    Insbesondere  ist, bei gleicher Saugwirkung eines derartigen     Faser-          vlieses,    die     Nasszerreissfestigkeit    des neuartigen Wirr  vlieses wesentlich grösser als diejenige eines normalen  Vlieses aus den gleichen Fasern und mit gleichem  Flächengewicht.

   Diese Verbesserung     dei    mechani  schen Eigenschaften von saugfähigen Faservliesen  durch Vergrösserung der Anzahl der quer zueinander  verlaufenden Fasern macht derartige     Wirrvliese    be  sonders geeignet zur Herstellung eines Faserstrangs  für     Tabakwarenfilter,        insbesondere    von Zigaretten  filterstöpseln. Es hat sich dabei gezeigt, dass zur Er  zielung einer deutlichen Verbesserung der mechani  schen Eigenschaften solcher Materialbahnen bei ver  gleichbarer Saugfähigkeit derselben, die Anzahl der  angenähert quer zur Bahnlängsrichtung verlaufenden  Fasern mindestens 50 % der angenähert in Bahn  längsrichtung verlaufenden Fasern betragen muss.

         Wenn    dieser     Prozentsatz        grösser    ist - bei dem     Wirr-          vlies    gemäss     Fig.    2 ist die Anzahl der angenähert  quer zur     Bahnlängsrichtung    verlaufenden Fasern etwa  94 % der angenähert in Bahnlängsrichtung verlau  fenden Fasern - ergibt sich eine entsprechende Er  höhung der Verbesserung der mechanischen Eigen  schaften.  



  Eine Vorrichtung zur Durchführung des vorlie  genden Verfahrens für die Vergrösserung der Anzahl  der quer zueinander verlaufenden Fasern in einem  Faservlies, indem Fasern einander in sich kreuzen  den Richtungen überlagert werden, ist nachstehend  anhand der     Fig.    3 und 4 näher erläutert.  



  Die zur Verarbeitung vorgesehenen Fasern wer  den z. B. auf den bekannten, in der Spinnerei ver  wendeten Maschinen vorbereitet, auf diesen geöffnet  und zur Herstellung eines gleichmässigen, dünnen       Faservlieses    auf einer Karde oder     Krempelmaschine     bearbeitet.  



  Diese letztgenannte Maschine ist für das vor  liegende Verfahren mit einer zusätzlichen Vorrich-           tung    versehen, welche     bewirkt,    dass     anstelle    eines  Vlieses mit vorzugsweise in der Längsrichtung ver  laufenden Fasern eine Erhöhung der Anzahl quer  zueinander verlaufender Fasern erzielbar ist. An der  in     Fig.    3 und 4 dargestellten Vorrichtung ist 1 eine  Zusatzwalze an der     Krempelmaschine    2, 3, welche  mit einer feinen     Kratzengarnitur    1' bezogen ist. Mit  2 ist die Abnehmerwalze     (Doffer)    und mit 3 der       Tambour    der     Krempehnaschine    bezeichnet.

   Die     Zu-          satzwalze    1 arbeitet mit der Abnehmerwalze 2 zu  sammen und ist zu diesem Zweck unterhalb dieser,       parallel    zu deren Achse so angeordnet, dass ihre       Kratzengarnitur    1'     in:        die        Kratzengarnitur    2' der Ab  nehmerwalze 2 eingreift. Die Zusatzwalze wird in  gleichem     Drehsinn    wie die Abnehmerwalze 2 ange  trieben, d. h. die Zusatzwalze rollt nicht an der Ab  nehmerwalze 2 ab, sondern ihre     Mantelflächen    be  wegen sich gegenläufig zueinander, wie dies durch  die Pfeile in     Fig.    3 angedeutet ist.

   Gleichzeitig mit  der     Umlaufbewegung    a wird die Zusatzwalze 1 axial  hin und her bewegt, beispielsweise um etwa 15 mm;  es wurde als     vorteilhaft    festgestellt, dass sich die Zu  satzwalze pro Umdrehung dreimal hin und her be  wegt. Durch diese zusätzliche Hin- und     Herbewegung     der Walze 1 wird die Anzahl sich kreuzender Fasern  vergrössert, indem ein Teil der Fasern erfasst, aus  ihrer     Laufrichtung    gezerrt und den nicht erfassten  Fasern überlagert wird.

   Durch diese Querverzerrung  von Fasern wird eine     wesentlich    stärkere sperrende  Verkettung der Fasern erreicht als beim normalen  Faservlies und auf diese Weise ein     selbsttragendes     Fasergebilde von einer gewissen Steifheit erzeugt. In       an    die     Krempelmaschine        anschliessenden    bekannten       Vorrichtungen    wird das von der Abnehmerwalze 2  durch einen     Abstreifer    5 abgehobene     Vlies    z. B. in  an sich     bekannter    Weise quer zu seiner Laufrichtung  zu einem Faserstrang von rundem oder ovalen Quer  schnitt     zusammengerafft.     



  Das auf die beschriebene Weise hergestellte       Wirrvlies    besteht     zweckmässigerweise    aus natürlichen       hydrophilen    Fasern, wie Baumwolle usw., oder vor  zugsweise aus regenerierten Fasern, wie     Viscose-Zell-          wolle.    Die für die Herstellung des     Wirrvlieses    be  stimmten Fasern, die nicht     aviviert,        entschwefelt    und  nicht mattiert sein brauchen, verschiedene Stapel  längen und     Deniers    aufweisen können,

   werden bei  spielsweise in loser     Flockenform    mittels Soda und  verschiedener für die Reinigung geeigneter     Hilfs-          mittel    während einer     Stunde    bei 90 bis 95  C ge  brüht. Diese     Behandlung    hat zum Ziel, die Verun  reinigungen, die an der     Zellwollfaser    haften, aufzu  schliessen, zu lösen und zu     dispergieren.    Dadurch       erhält    man die für Filterzwecke     gewünschte    Reinheit  der Faser und eine erhöhte Saugfähigkeit.

   Nachher  werden die gebrühten     Zellwollflocken    oder     Baumwoll-          flocken        abgesäuert    und mit Wasser gut gespült.  



  Um ein reines und dauerhaftes Weiss sowie die       erwünschte    Steifheit der     Woll-    oder     Baumwollfaser     zu erreichen, werden die Faserflocken in der Regel       während        etwa   <B>30</B>     Minuten    bei     maximal    24  Q in    Chlor und nach einer kurzen Spülung während etwa  3 Stunden bei 85  C in einem     Peroxydbad    ge  bleicht. Die gebleichten Flocken werden     anschliessend     wiederum     abgesäuert,    gespült, intensiv gewaschen und       getrocknet.     



  Durch diese     Vorbehandlung    der Fasern durch  Brühen und Bleichen wird auf natürlichem Wege und  ohne Zuhilfenahme irgendwelcher     Verfestigungs-          oder        Stärkemittel,    die auf der Faser zurückbleiben  können, eine feste Struktur und rauhe Oberfläche  der Fasern erhalten.

   Dies bewirkt, dass einerseits  die aus diesem Material hergestellte Materialbahn  eine grosse Festigkeit aufweist, ohne dass die     Porosität     beeinträchtigt wird und anderseits die gereinigte Fa  seroberfläche dem Faserstrang eine sehr hohe     Saug-          fähigkeit        (Absorbtionsvermögen)        verleiht.    Bei Ver  wendung von     Viscose-Zellwolle    als Fasermaterial be  steht die Faser auch nach der obigen Behandlung  immer noch zu 100 % aus reiner Zellulose, d. h.  es sind     darauf    keine Stoffe feststellbar, die sich bei  Verwendung zu hygienischen Zwecken irgendwie nach  teilig auswirken könnte.  



  Koch- und Bleichverfahren sowie die hierzu not  wendigen Maschinen und Apparate sind bekannt und  werden u. a. auch für das Bleichen von Verbandwatte  benützt.  



  Eine andersartige Vorrichtung zur Durchführung  des     erfindungsgemässen    Verfahrens besteht in der  Anwendung eines an sich bekannten sogenannten  Querverlegers (siehe beispielsweise Schweizer Patent  Nr. 273 053), durch welchen auf eine     Trägerbahn     mindestens ein sehr lockeres     Faservlies    mittels einer  hin und her gehenden Querbewegung in bekannter  Weise aufgelegt wird. Wenn hierbei die Längsbewe  gung der Trägerbahn und die Querbewegung des       Vliesverlegers    in     ihrer    Geschwindigkeit richtig auf  einander     abgestimmt    werden, können die querver  legten     Vliesabschnitte    sich schräg zueinander weit  gehend überlappen.

   Auch hierdurch entsteht, beson  ders wenn sehr lockere dünne     Vliese    auf diese Weise  verlegt werden, ein Faservlies, bei welchem die An  zahl der quer zueinander verlaufenden Fasern ver  grössert ist, da auch hier Fasern in sich kreuzenden       Richtungen    gegenseitig überlagert werden. Da der  artige Querverleger für Faservliese allgemein be  kannt sind, erübrigt sich eine     nähere    Beschreibung  derselben.  



  Die Wirkung der beschriebenen Erhöhung der  Anzahl quer zur Laufrichtung des     Faservlieses    ver  laufenden     Einzelfasern        1'ässt    sich sehr einfach dadurch  nachweisen, dass das erzeugte Faservlies durch eine  Düse mit rundem Querschnitt gezogen und auf diese  Weise zu einer sogenannten Lunte bzw. einen Faser  strang umgeformt wird. Beim Verlassen der Düse  ergibt sich ein runder Faserstrang, dessen Durch  messer je nach der Elastizität des Stranges quer zu  seiner     Längsachse    grösser oder kleiner ist.

   Wird ein  auf der Einrichtung nach     Fig.    3 und 4 hergestelltes  Faservlies durch eine Düse von 8     nun    lichter Weite  gezogen und die Walze 1 zunächst nicht in axialer      Richtung verschoben, so ergibt sich der in     Fig.    5  wiedergegebene dünnere Strang, dagegen entsteht der  dickere Strang gemäss     Fig.    5, wenn die Walze 1 die  oben beschriebene     Axialbewegung    ausführt. Der     dik-          kere    Strang weist einen     mittleren    Durchmesser von  etwa 40 mm auf, der dünnere Strang nur etwa 20 mm.

    Die Dichte und das Gewicht pro Flächeneinheit des  Faservlieses sind unabhängig davon, ob die Walze 1  eine     Axialbewegung    ausführt oder nicht. Durch die  Erhöhung der Anzahl sich kreuzender Fasern wird  eine Volumenvergrösserung des Strangs gemäss     Fig.    5  um etwa 1 :4 erzielt, lediglich hervorgerufen durch  die grössere Anzahl gekrümmter und vorgespannter  Einzelfasern. Die Elastizität des dickeren Strangs ist  entsprechend grösser als diejenigen des dünneren,  aus dem bisher bekannten Faservlies hergestellten  Strangs.  



  Wird ein     Wirrvlies    der oben beschriebenen Art  zu einem Filterstrang und zu Filterstöpseln verarbei  tet, so zeigen dieselben, ohne zusätzliche Massnahmen  zur Herstellung eines künstlichen Stützskeletts sowohl  im ungebrauchten Zustand als auch beim Gebrauch  eine ausgezeichnete Festigkeit trotz geringen Zug  widerstandes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Tabakwarenfilterstöpsel, bestehend aus einem quer zur Filterachse zusammengerafften Faservlies, dadurch gekennzeichnet, dass im Faservlies und da mit auch im Filterstöpsel eine Anreicherung der quer zur Filterstöpselachse verlaufenden Einzelfasern statt gefunden hat und die Zahl der quer zur Filterstöpscl- achse gerichteten Fasern mindestens 50 % der in Achsrichtung verlaufenden Fasern beträgt.
    II. Verfahren zur Herstellung von Tabakwaren filterstöpseln nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass Fasern nach einer Vorreinigung, einem Kochen und Bleichen auf einer Maschine vor geöffnet und anschliessend auf einer kardenartigen Maschine zu einem dünnen Faservlies verarbeitet werden und dass hierbei auf mindestens einen Teil der Einzelfasern quer zur Laufrichtung des Faser- vlieses eine zusätzliche Ablenkkraft ausgeübt und im Faservlies die Anzahl der quer zu dessen Laufrich tung gerichteten Einzelfasern vergrössert wird,
    worauf hin das Faservlies zu einem endlosen Docht kontinu ierlich umgeformt wird, der umhüllt und in Filter stöpselabschnitte unterteilt wird. 11I. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass bei der das Faservlies erzeugenden Maschine mindestens eine mit dieser zusammen arbeitende mit einer feinen Kratzengarnitur versehene Walze vor gesehen ist, welche zusätzlich zu ihrer Rotation pro Umlauf wenigstens eine axiale Hin- und Herbewegung ausführt und auf die von ihr erfassten Einzelfasern eine Ablenkkraft ausüben kann.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern zur Erzielung eines wirksamen Bleichprozesses und der notwendigen Steif heit der Faser bei maximal 24 C in Chlor und nach einer kurzen Spülung bei 85 C in einem Per oxydbad gebleicht und anschliessend abgesäuert, ge spült, gut gewaschen und getrocknet werden, worauf hin sie der kardenartigen Maschine zugeführt werden. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch 11I, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer feinen Kratzen garnitur versehene Zusatzwalze mit der Abnehmer walze einer Krempehnaschine zusammenwirkt und eine gegenüber der Abrollbewegung der Abnehmerwalze entgegengesetzte Drehrichtung aufweist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Abnehmerwalze der Krempelmaschine zusammen arbeitende Zusatzwalze pro Umlauf drei Hin- und Herbewegungen ausführt.
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