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CH411177A - Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien - Google Patents

Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien

Info

Publication number
CH411177A
CH411177A CH443264A CH443264A CH411177A CH 411177 A CH411177 A CH 411177A CH 443264 A CH443264 A CH 443264A CH 443264 A CH443264 A CH 443264A CH 411177 A CH411177 A CH 411177A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
weight
parts
polyvinylpyrrolidone
modified
Prior art date
Application number
CH443264A
Other languages
English (en)
Inventor
Pfeiffer Gerhard
Stetzelberg Kurt
Winkler Fritz
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEF34749A external-priority patent/DE1240811B/de
Priority claimed from DEF39438A external-priority patent/DE1298076B/de
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Publication of CH411177A publication Critical patent/CH411177A/de

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Description


  Verfahren     zurr    Färben oder Bedrucken von     Textilmaterialien       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren  zum Färben und Bedrucken von     Textilmaterialien,     bei dem man die Materialien einerseits mit Um  setzungsprodukten von     Diketen    mit durch     Poly-          alkylenglykol    oder     Polyalkylenoxyd    modifizierten       Polyvinylalkoholen    und anderseits mit stabilisierten       Diazoniumverbindungen    klotzt bzw.

       bedruckt.    Ein  weiterer Gegenstand des Hauptpatentes sind Druck  pasten und     Klotzflotten    zur Durchführung dieses Ver  fahrens.  



  Als Weiterentwicklung und Verbesserung dieses  Verfahrens wurde nun gefunden, dass man bei sonst  gleicher Arbeitsweise als Filmbildner anstelle des  Umsetzungsproduktes von     Diketen    mit durch     Poly-          alkylenglykol    bzw.     Polyalkylenoxyd    modifiziertem       Polyvinylalkohol    mit Vorteil ein Produkt einsetzen  kann, das durch Umsetzung von     Diketen    mit einem  durch     Polyvinylpyrrolidon    modifiziertem     Polyvinyl-          alkohol        erhalten    wurde.  



  Bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung  werden auf die zu färbenden oder zu     bedruckenden     Textilmaterialien  A. durch     Polyvinylpyrrätidon        modifizierte        Poly-          vinylacetessigester    und  B.     stabilisierte        Dsazoniumverbindungen     aufgebracht und danach wird zur     Fixierung    neutral  oder sauer gedämpft oder kurze Zeit auf hohe Tem  peraturen erhitzt. Auf die Textilmaterialien können  gleichzeitig ausserdem     Aminoplastvorkondensate,    die  partiell oder vollständig     veräthert    sein können, mit  aufgebracht werden.

   Das Auftragen der beiden Kom  ponenten A und B kann aus     wässrigen    Zubereitungen,  entweder in einem Arbeitsgang oder nacheinander  getrennt vorgenommen werden. Im letzteren Falle    werden die     Aminoplastkondensate,    ;sofern solche       mitverwendet    werden, zweckmässig     zusammen    mit  der Komponente A auf das zu färbende Textil  material aufgetragen.  



  Die Fixierung der Färbung und Drucke kann  durch Erhitzen auf Temperaturen über 90  C, und       zwar    wahlweise durch einen neutralen oder sauren       Dämpfprozess    bei Temperaturen von etwa 90 bis  etwa 120  C während 5 bis 10 Minuten oder durch  trockenes Erhitzen auf höhere Temperaturen, vor  zugsweise während 30 Sekunden bis 10 Minuten, auf  Temperaturen oberhalb 100  C, je nach Art des zu  färbenden Textilmaterials bis auf etwa 200  C vor  genommen werden.  



  Bei beiden     Fixierungsarten    kann ausserdem noch  eine Nachbehandlung mit einer     wässrigen    Form  aldehydlösung vorgenommen werden. Diese Nach  behandlung erfolgt vorzugsweise in der Wärme, z. B.       während    etwa 1/2 bis 2 Minuten bei 90 bis 100 C.  Die Konzentration des Formaldehyds wird meist bei  etwa 1 bis 10, vorzugsweise 2 bis 5     g/1,    gehalten.  Die Nachbehandlung mit Formaldehyd kann auch mit  der Fixierung durch Dämpfen verbunden werden, in  dem das Dämpfen bei gleichzeitiger Anwesenheit  von Formaldehyd erfolgt. Anschliessend kann zur       Fertigstellung    wie üblich geseift und gespült werden.  



  Die erfindungsgemäss     als    Filmbildner verwendeten,  durch     Polyvinylpyrrolidon    modifizierten     Polyvinyl-          acetessigester    können hergestellt werden, indem man       Polyvinylalkohol,    der durch     Polyvinylpyrrolidon     modifiziert ist, in an sich bekannter Weise mit     Di-          keten        umsetzt.    Es     können    hierbei auch     Pol'yvinyl-          alkohole    verwendet werden, die ausser Vinylpyrroli-           doneinheiten    noch     Vinylestereinheiten,

      vorzugsweise       Vinylacetateinheiten,    im Molekül enthalten.  



  Für die     Umsetzung    mit     Diketen    können     Poly-          vinylalkohole    herangezogen werden, die durch     Ver-          seifung    bzw.     Umesterung    von     Pfropfpolymerisation     von     Vinylestern,    vorzugsweise     Vinylacetat,    mit     Poly-          vinylpyrrolidon    gewonnen wurde.

   Der     K-Wert    der       Pfropfpolymerisate    ist nicht von entscheidender Be  deutung; bevorzugt kommen solche mit     K-Werten     zwischen 15 und 95 in Betracht. Die Herstellung  der genannten     Pfropfpolymerisate    kann z. B. nach  dem Verfahren der Deutschen Auslegeschrift  Nr. 1 149904 erfolgen. Hiernach wird die Pfropf  polymerisation in einem geeigneten Lösungsmittel  für das     Polyvinylpyrrolidon    in Gegenwart von     ra-          dikalischen    Katalysatoren, wie z.

   B. organischen  Peroxyden,     Persalzen,    Hydroperoxyden,     Redoxkata-          lysatoren,    vorzugsweise     Azoverbindungen,        und/oder     unter Bestrahlung     mit    ultraviolettem Licht unter an  sich bekannten Bedingungen vorgenommen. Als Lö  sungsmittel sind z. B. geeignet:     Ketone,    Wasser oder  auch     Vinylester    selber, oder     bevorzugt    Alkohole,  entweder allein oder in Mischung mit anderen Lö  sungsmitteln.

   Die zur Anwendung kommende     Poly-          merisationstemperatur    richtet sich nach dem je  weiligen     Vinylester    und vor allem der Art des     Kata-          lysators.    Bei Verwendung von     peroxydischen    Kata  lysatoren arbeitet man im allgemeinen     bei    etwa 40  bis 100  C, bei     Redoxysystemen    bei 0 bis 40  C.  



  Als     Vinylester    eignen sich z. B.     Vinylpropionat,          Vinylbutyrat,        Vinylstearat,        Vinylbenzoat,    und be  sonders     Vinylacetat.    Dabei können diese     Vinylester          allein    oder auch in Mischung miteinander oder     im     Gemisch mit anderen     mischpolymerisierbaren    Ver  bindungen, wie     Maleinsäureestern    oder     Fumarsäure-          estern,    polymerisiert werden.  



  Das     Molekulargewicht    des     Polyvinylpyrrolidons     kann in weiten Grenzen variieren, vorzugsweise wird  ein     Polyvinylpyrrolidon    mit     K-Werten    (gemessen in  1     %iger        methanolischer    Lösung) von etwa 10 bis 100       verwendet;    jedoch können auch höher- oder niedriger  molekulare Produkte eingesetzt werden, wenn sie in  der Reaktionsmischung wenigstens etwas löslich sind.  



  Es ist ein Vorteil     im    Hinblick auf die Erzielung  beständiger Dispersionen, für die Umsetzung mit       Diketen    solche     Verseifungs-    bzw.     Umesterungs-          produkte    der genannten     Pfropfpolymerisate    einzu  setzen, die ausser     Vinylalkoholeinheiten    und     Vinyl-          pyrrolidoneinheiten    im     Molekül    noch     Vinylester-          einheiten,    vorzugsweise     Vinylacetateinheiterl,    ent  halten.  



  Der Gehalt der     modifizierten        Polyvinylalkohole     an diesen     Vinylacetateinheiten    kann etwa 6 bis 30  Gewichtsprozent, vorzugsweise 15 bis 25 Gewichts  prozent     betragen.     



  Die     modifizierten        Polyvinylalkohole    enthalten  als übrige Komponente im allgemeinen 42 bis 86 Ge  wichtsprozent, vorzugsweise 45 bis 70 Gewichts  prozent,     Polyvinylalkoholeinheiten    und etwa 8 bis    28 Gewichtsprozent, vorzugsweise 15 bis 30 Ge  wichtsprozent,     Vinylpyrrolidoneinheiten.     



  Derartige modifizierte     Polyvinylalkohole    können  durch partielle     Verseifung    bzw.     Umesterung    von       Pfropfpolymerisaten    von     Polyvinylpyrrolidonen    im       Verhältnis   <B>95:</B> 5 bis<B>80:</B> 20, vorzugsweise 90 :<B>10</B> bis  <B>80:</B> 20, nach bekannten Methoden hergestellt werden.

    Die vollständige oder teilweise     Verseifung    der     Vinyl-          estergruppen    wird im allgemeinen in Gegenwart  niederer Alkohole, vorzugsweise Methanol und  Äthanol, oder auch eines Gemisches aus Methanol  und     Methylacetat    vorgenommen; sie kann nach den  bekannten Verfahren alkalisch oder sauer, bei Zim  mertemperatur oder auch bei erhöhter Temperatur,  z. B. bei Siedetemperatur des     Lösungsmittels,    in  jeweils gewünschtem Umfang, vorzugsweise zu 20  bis 100 Gewichtsprozent, der im     Pfropfpolymerisat     enthaltenen     Estereinheiten    erfolgen.  



  Die Umsetzung der modifizierten     Polyvinylalko-          hole    mit     Diketen    kann nach verschiedenen an sich  bekannten Verfahren erfolgen; es sei auf die ent  sprechenden Angaben des Hauptpatentes Nr. 375 812  verwiesen.  



  Die gemäss dem Verfahren der vorliegenden Er  findung verwendeten     Polyvinylacetessigester,    die  durch     Polyvinylpyrrolidon        modifiziert    sind, sind  überraschend deutlich stabiler als die durch     Poly-          alkylenglykol    bzw.     Polyalkylenoxyd    modifizierten       Acetessigester,    wie sie in dem Verfahren des Haupt  patentes zur Anwendung kommen.

   Die erfindungs  gemäss     wässrigen    Zubereitungen mit durch     Polyvinyl-          pyrrolidon    modifizierten     Polyvinylacetessigestern    be  sitzen daher eine bedeutend längere Haltbarkeit, auch  bei höheren Temperaturen,     als    die Zubereitungen  gemäss Hauptpatent. Diese erhöhte Haltbarkeit wirkt  sich in der Praxis besonders im Hinblick auf die       Wirtschaftlichkeit    der Arbeitsweisen und auf eine  Arbeitserleichterung aus, da ein sonst öfter erforder  liches neues Ansetzen der Zubereitungen nicht not  wendig ist.

   Auch hinsichtlich der Sicherheit der Durch  führung der Druck- und Färbevorgänge weisen die  erfindungsgemässen Zubereitungen deutliche Vor  teile auf, da     ein    sonst oft beobachtetes Zusetzen  der     Filmdruckschablonen    und     Rouleauxdruckgravuren     nicht mehr auftritt, wodurch zeitraubende und kost  spielige Reinigungsarbeiten vermieden werden.  



  Gegenüber den bisher verwendeten     Polyvinyl-          alkoholen    besteht bei den durch     Polyvinylpyrrolidon     modifiziertem     Polyvinylalkohol    der Vorteil, dass eine  vorherige     Mahlung    dieser Substanzen nicht erfor  derlich ist, da für sie Eisessig ein hervorragendes       Zerteilungs-        bzw.        Quellungsmittel    darstellt, so dass  auch sehr grobkörnige Anteile schnell in feine     Flok-          ken    zerfallen.  



  Als stabilisierte     Diazoniumverbindungen    kommen  bei dem Verfahren der vorliegenden Erfindung in  erster Linie solche in Betracht, wie sie als Echt  färbesalze vorliegen (vgl. z. B.     Ull.mann         Encyclo-          pädie    der Technischen Chemie , 3. Auflage, München      1954,     Bd.    5, Seiten 795 bis 797 und     Bd.    4, Seiten  138 und 139).  



  Als gegebenenfalls     mitzuverwendende        Amino-          plastvorkondensate,,    deren     Methylgruppen        partiell     oder vollständig durch niedere Alkohole     veräthert     sein können, kommen die im Hauptpatent genannten  Produkte in Frage. Es handelt sich hierbei in erster  Linie um     N-Methylolverbindungen,    wie sie durch  Umsetzung von 1     Mol    Harnstoff und 1 bis 4     Mol     Formaldehyd oder von 1     Mol        Melamin    und 1 bis  6     Mol    Formaldehyd entstehen.

   Für die     Verätherung     der     Methylolreste    der     Vorkondensate    kommen niedere  mono- oder     bifunktionelle        aliphatische    Alkohole mit  1 bis 4     Kohlenstoffatomen,    wie z. B. Methanol,       Butanol,        Äthylenglykol    und     Butandiol-1,4,    oder Ge  mische dieser Alkohole, in Betracht.

   Die     Amino-          plastvorkondensate    und deren     Methyläther    kommen  bevorzugt beim Färben oder     Zerdrücken    von Ma  terialien oder     Regeneratzellulose    zur Anwendung.  



  In den gemäss dem Verfahren der vorliegenden  Erfindung     verwendeten    Zubereitungen kann das Ver  hältnis der einzelnen Komponenten - des modifizier  ten     Polyvinylacetessigesters,    der     stabilisierten        Diazo-          niumverbindung    und des gegebenenfalls     mitzuver-          wendenden        Aminoplastvorkondensats    -     in    weiten  Grenzen schwanken. Die Menge der     Diazonium-          verbindung    richtet sich in erster Linie nach der Tiefe  der gewünschten Färbung.

   Im allgemeinen kommen  auf 1 Gewichtsteil des modifizierten     Polyvinylacet-          essigesters    0,05 bis 0,5 Gewichtsteile der stabilisierten       Diazoniumverbindung    sowie gegebenenfalls 0,5 bis  1,5 Gewichtsteile des     Aminoplastvorkondensats    zur  Anwendung.  



  Zur Herstellung von Druckpasten kann die sta  bilisierte     Diazoniumverbindung    als farbgebende  Komponente einer aus dem modifizierten     Polyvinyl-          acetessigester    und einem     Verdickungsmittel,    wie z. B.  Tragart,     Alginat,    Stärke, Pflanzengummi, einer Ben  zinemulsion oder dergleichen sowie gegebenenfalls       Aminoplastvorkondensat    hergestellten     wässrigen    Zu  bereitung beigemischt werden. In einer Abwandlung  der üblichen Druckverfahren ist es jedoch auch     mög_          lich,    zunächst die aus den obergenannten zwei bzw.

    drei Komponenten, dem modifizierten     Polyvinylacet-          essigester,    dem Verdickungsmittel und gegebenen  falls dem     Aminoplastvorkondensat    bestehende Druck  paste als solche auf das Substrat aufzubringen, bei  Temperaturen bis zu etwa 80  C zu trocknen und  auf das so bedruckte Material anschliessend auf be  liebige Weise, z. B. durch Eintauchen, eine Lösung  des stabilisierten     Diazoniumsalzes    aufzutragen. Hier  bei findet an den bedruckten Stellen des Materials  eine Kupplung mit der     Diazoniumverbindung    statt.  



  Zum Färben kann in analoger Arbeitsweise das  zu färbende Material mit einer den durch     Polyvinyl-          pyrrolidon    modifizierten     Polyvinylacetessigester    und  gegebenenfalls ein     Aminoplastvorkondensat    sowie  gegebenenfalls ein     Verdickungsmittel    enthaltenden       wässrigen    Lösung imprägniert und nach dem Trocknen  bei Temperaturen bis zu 80  C. z. B. durch Klotzen         mit    einer     Diazoniumsalziösung    behandelt werden.

   Es  kann jedoch auch     eine        Klotzflotte        verwendet    werden,  die bereits die     stabilisierte        Diazoniumverbindung     enthält.  



  Nach dem Drucken oder Klotzen erfolgt die  Fertigstellung wie beschrieben entweder durch Dämp  fen oder trockenes Erhitzen und gegebenenfalls nach  trägliches Behandeln mit Formaldehyd oder auch  durch Dämpfen in Gegenwart von Formaldehyd.  



  Als zu bedruckendes oder zu färbendes Material  kommen Fasern und textile Flächengebilde, wie z. B.  Gewebe, Gewirke,     Gestricken,        Faservliese    und der  gleichen, aus nativer oder regenerierter     Cellulose,          acetalisierter        Cellulose,    Wolle, Seide oder vollsyn  thetischen Fasern, wie z. B. Polyamid-, Polyester-,       Polyacrylnitril-,        Dinitril-,        Polyvinylchloridfasern,    fer  ner Glasfasern oder Asbest, in Betracht. Es werden  Färbungen und     Drucke    von guten     Echtheiten    und  angenehmem     Griff    erhalten.  



  <I>Beispiel 1</I>  Ein     Baumwollgewebe    wird mit einer Druckpaste  folgender Zusammensetzung bedruckt:  
EMI0003.0083     
  
    200 <SEP> Gewichtsteile <SEP> der <SEP> 35 <SEP> %igen <SEP> wässrigen <SEP> Lö  sung <SEP> eines <SEP> wie <SEP> nachfolgend <SEP> beschrieben
<tb>  hergestellten, <SEP> durch <SEP> Polyvinylpyrrolidon
<tb>  modifizierten <SEP> Polyvinylacetessigesters,
<tb>  30 <SEP> Gewichtsteile <SEP> einer <SEP> 80 <SEP> %igen <SEP> wässrigen <SEP> Lö  sung <SEP> von <SEP> Dimethylolharnstoff, <SEP> der <SEP> pro <SEP> Mo\1
<tb>  Vorkondensat <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Methanol <SEP> und
<tb>  1 <SEP> Mol <SEP> Butandiol-1,4 <SEP> veräthert <SEP> ist,
<tb>  10 <SEP> Gewichtsteile <SEP> eines <SEP> durch <SEP> Zinkchlorid <SEP> sta  bilisierten <SEP> Diazoniumchlorids <SEP> des <SEP> 5-Amino  2-benzoyl-amino-1,

  4 <SEP> - <SEP> diäthoxy <SEP> - <SEP> benzolchlor..
<tb>  hydrats <SEP> und
<tb>  760 <SEP> Gewichtsteile <SEP> einer <SEP> nachfolgend <SEP> beschrie  benen <SEP> Öl-in-Wasser-Emulsion.
<tb>  1000 <SEP> Gewichtsteile.       Nach dem Drucken und Trocknen wird 5 Minuten  auf 150  C erhitzt, anschliessend 1 Minute bei 95  C  mit 2 g/1     Formaldehydlösung    (40     %ig)    nachbehandelt  und hierauf     gespült    und getrocknet. Der lebhafte,       rotstichig    gelbe Druck zeichnet sich durch angenehmen  Griff und gute     Echtheiten    aus.  



  Herstellung des durch     Polyvinylpyrrolidon        modi-          fizierten        Polyvinylacetessigesters:     a) Herstellung des     Ausgangspfropfpolymerisates     von     Polyvinylpyrrolidon    auf     Vinylacetat     In einem Kessel mit Rühren und     Rückflusskühler     werden 900     Gewichtsteile        Vinylacetat,    100 Gewichts  teile     Polyvinylpyrrolidon    vom     K-Wert    31,2 Ge  wichtsteile     a,

  a'-Azo-diisobutyronitril    und 500 Ge  wichtsteile Methanol 10 Stunden bei 90  C Wasser  badtemperatur unter     Rückfluss    gerührt. Nach jeweils  3, 5 und 7 Stunden werden je 1 Gewichtsteil     a,a'-          Azo-diisobutyronitril,    gelöst     in    jeweils 50 Gewichts  teilen Methanol, zugegeben. Dann werden zur Ent  fernung geringer Mengen nicht umgesetzten Vinyl-           acetats    150 Gewichtsteile Lösungsmittel bei atmo  sphärischem Druck     abdestilliert    und durch frisches  Methanol     ersetzt.    Es wird eine zähe, etwas trübe  Lösung des     Pfropfpolymerisats    erhalten.

   Der     K-          Wert,    gemessen l     %ig    in Methanol, beträgt 38.  



  b) Partielle     Umesterung    des     Pfropfpolymerisates     zum modifizierten     Polyvinylalkohol     Die obige     Polymerisatlösung    wird in derselben  Apparatur mit 730 Gewichtsteilen Methanol und  1000 Gewichtsteilen     Methylacetat    verdünnt und bei  20  C und schnellem Rühren mit 49,5 Gewichtsteilen       lOgewichtsprozentiger        methanolischer    Natronlauge  versetzt. Nach 20 bis 25 Minuten wird die Lösung  hochviskos, nach weiteren 20 bis 30 Minuten wieder  relativ dünnflüssig. 2 Stunden nach Zugabe der  Lauge werden 8,2 Gewichtsteile Eisessig, verdünnt  mit 11,8 Gewichtsteilen Methanol, zugesetzt.

   Wäh  rend der     Umesterung    wird mittels Wasserbad die  Innentemperatur auf 20 bis 25  C gehalten. Man  erhält eine sämige Suspension des modifizierten     Poly-          vinylalkohols,    aus welcher das Methanol und das  durch die Umsetzung entstandene     Methylacetat    unter  dauerndem Rühren zunächst bei 60  C Wasserbad  temperatur unter Vakuum     abdestilliert    werden. Es  entsteht ein     körniges    Produkt, aus welchem die letzten  Reste von Lösungsmitteln durch Erhöhung der Bad  temperatur auf 90  C abgetrieben werden.  



  Die Analyse ergibt:  59,6 Gewichtsprozent     Vinylalkoholeinheiten,     25,1 Gewichtsprozent     Vinylacetateinheiten,     15,3 Gewichtsprozent     Vinylpyrrolidoneinheiten.     Der     K-Wert,    gemessen 1     %ig    in Wasser, beträgt 45.  



  c) Herstellung des modifizierten       Polyvinylacetessigesters     150 Gewichtsteile des gemäss b) erhaltenen  modifizierten     Polyvinylalkohols    werden in der vor  stehend beschriebenen Apparatur mit 1290 Ge  wichtsteilen Eisessig, der 3     Gewichtsteile    wasser  freies     Natriumacetat    gelöst enthält,     versetzt    und       kräftig    gerührt. Hierbei wird das grobkörnige Pro  dukt zu feinen     Flocken    zerteilt.

   Dann werden bei  20  C 170 Gewichtsteile     (100,%    der Theorie) frisch       destilliertes        Diketen        zugesetzt.        Unter    dauerndem  Rühren wird bei 50  C     Wasserbadtemperatur    die  Innentemperatur auf 45  C     gesteigert.    Bei ausgeschal  teter     Badheizung    steigt diese in 35 Minuten weiter  auf 66  C und     beginnt    langsam zu sinken. Nun wird  die     Badtemperatur    auf 60  C erhöht und die Innen  temperatur steigt in 10 Minuten nochmals auf 66  C  und sinkt dann wieder. Nun wird die     Badtemperatur     auf 80  C erhöht.

   Die Innentemperatur steigt in 20  Minuten auf 78,5  C und wird 1 Stunde bei dieser  Temperatur gehalten.     Gesamtreaktionszeit        41/2    Stun  den. Man erhält     eine    klare Lösung, aus welcher 1020  Gewichtsteile Essigsäure im Vakuum unter     Rühren          abdestilliert    werden. Der zähflüssige Rückstand wird  unter langsamem Rühren mit destilliertem Wasser         gefällt,    dekantiert und durch     öfteres    Dekantieren mit  frischem Wasser von Essigsäure und     Natriumacetat     befreit.  



  Der wasserhaltige Rückstand wird unter heftigem  Rühren unter     Rückfluss    mit 380 Gewichtsteilen  Methanol in eine milchige Lösung übergeführt. Aus  dieser wird bei 50 C Wasserbad das Methanol im  Vakuum     abdestilliert.    Man erhält eine stabile     wäss-          rige    Dispersion, die auch nach monatelanger Lage  rung keinerlei Anzeichen einer     Gelierung    zeigt. Der  Festgehalt beträgt<B>35%.</B>  



  Herstellung der     öl-in-Wasser-Emulsion:     In eine Lösung von  
EMI0004.0058     
  
    3,3 <SEP> Gewichtsteilen <SEP> des <SEP> Umsetzungsproduktes
<tb>  von <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Triisobutylphenol <SEP> mit <SEP> 13 <SEP> Mol
<tb>  Äthylenoxyd <SEP> in
<tb>  146,7 <SEP> Gewichtsteilen <SEP> Wasser <SEP> werden <SEP> mit <SEP> dem
<tb>  Schnellrührer
<tb>  850 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Testbenzin <SEP> vom <SEP> Siedeinter  vall <SEP> 190 <SEP> bis <SEP> 230  <SEP> C <SEP> einemulgiert.
<tb>  1000 <SEP> Gewichtsteile.

         <I>Beispiel ?</I>  Mit einem Gemisch aus  200 Gewichtsteilen des in Beispiel 1 beschriebenen       ketenisierten        Polyvinylalkoholderivates,     30 Gewichtsteilen des ebenfalls in Beispiel 1 er  wähnten     Verätherungsproduktes    aus Harn  stoff-Formaldehyd-Vorkondensat,  10 Gewichtsteilen eines durch     ZnC12    stabilisier  ten     Diazoniumchlorids    aus     1-Methyl-2-ben-          zoylamino-4    -     rnethoxy        -;

  5-        ami        nobenzolchlor-          hydrat    und  760 Gewichtsteilen einer gemäss Beispiel 1 her  gestellten     Öl-in-Wasser    Emulsion  wird ein     Zellwollgewebe    bedruckt. Nach dem Trock  nen wird unter gleichzeitiger Anwesenheit von 40     %-          iger        Formaldehydlösung    10 Minuten bei 102  C ge  dämpft. Nach dem Spülen und Trocknen erhält man  einen     grünstichig    gelben Druck von sehr guten     Echt-          heiten    und weichem Griff.  



  <I>Beispiel 3</I>  Ein Baumwollgewebe wird mit einer Paste der  folgenden Zusammensetzung bedruckt:  
EMI0004.0079     
  
    200 <SEP> Gewichtsteile <SEP> des <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> beschriebenen
<tb>  Umsetzungsproduktes <SEP> von <SEP> Diketen <SEP> mit <SEP> teil  verseiftem <SEP> Pfropfpolymerisat, <SEP> bestehend <SEP> aus
<tb>  70 <SEP> % <SEP> Vinylalkohol-, <SEP> 15 <SEP> % <SEP> Vinylpyrrolidon  und <SEP> 15 <SEP> % <SEP> Vinylacetateinheiten,
<tb>  30 <SEP> Gewichtsteile <SEP> einer <SEP> etwa <SEP> 80 <SEP> ",igen <SEP> wässrigen
<tb>  Lösung <SEP> eines <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> Methanol <SEP> und <SEP> 1 <SEP> Mol
<tb>  Butandiol-1,4 <SEP> verätherten <SEP> Dimethylolharn  stoffes <SEP> und
<tb>  770 <SEP> Gewichtsteilen <SEP> der <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> beschrie  benen <SEP> Öl-in-Wasser-Emulsion.

           Nach dem Trocknen wird mit einer Lösung von  10     Gewichtsteilen    des stabilisierten     Diazoniumchlorids     von     2-Amino-4-methoxy-5-methyl-2-chlor-4'-nitro-          1,1'-azobenzol    in 990 Gewichtsteilen Wasser bei  Zimmertemperatur geklotzt und anschliessend 5 Mi  nuten auf 150 C erhitzt. Hierauf wird 1 Minute  bei 95  C mit 2     g/1        Formaldehydlösung    nachbehandelt,  dann gut gespült, geseift, wieder gespült und ge  trocknet. Man erhält an den vorgedruckten Stellen  einen roten     Kunstharzfilm    von sehr guten     Echtheiten     und angenehmem Griff.  



  <I>Beispiel 4</I>  Man bedruckt ein Baumwollgewebe mit einem  Gemisch aus 200 Gewichtsteilen des in     Beispiel    1  beschriebenen     ketenisierten        Polyvinylalkoholderivates,     10 Gewichtsteilen eines durch Zinkchlorid stabilisier  ten     Diazoniumchlorids    des     5-Amino-2-benzoyl-amino-          1,4-diäthoxy-benzolchlorhydrats    und 790 Gewichts  teilen     einer    gemäss Beispiel 1 hergestellten     Öl-in-          Wasser-Emulsion.     



  Nach dem Trocknen wird in 5 Minuten auf 150   erhitzt. Es resultiert ein lebhafter     rotstichig    gelber  Druck von sehr guten     Echtheiten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Materialien einen durch Polyvinylpyrrolidon modifizierten Polyvinylacetessigester und eine stabi lisierte Diazoniumverbindung aufbringt, anschliessend zur Fixierung neutral oder sauer dämpft oder kurze Zeit auf hohe Temperatur erhitzt.
    II. Wässrige Druckpaste oder Klotzflotte zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem durch Polyvinylpyrrolidon modifizierten Polyvinylacetessig- ester und einer stabilisierten Diazoniumverbindung. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man anschliessend bei erhöhter Temperatur mit einer Formaldehydlösung nachbe handelt und fertigstellt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausserdem ein Aminoplastvor- kondensat, das partiell oder vollständig veräthert sein kann sowie gegebenenfalls ein Verdickungsmittel mit aufbringt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, d'ad'urch ge kennzeichnet, dass die Komponenten gemeinsam in einer wässrigen Druckpaste oder Klotzflotte aufge bracht werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I oder Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man erst den durch Polyvinylpyrrolidon modifizierten Poly- vinylacetessigester und dann die stabilisierte Diazo- niumverbindung getrennt aufbringt, wobei dazwischen getrocknet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Fixierung durch Dämpfen in Gegenwart von Formaldehyd vornimmt. 6.
    Druckpaste oder Klotzflotte nach Patent anspruch II, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Aminoplastvorkondensat, das partiell oder vollständig veräthert sein kann.
CH443264A 1961-08-22 1964-04-08 Verfahren zum Färben oder Bedrucken von Textilmaterialien CH411177A (de)

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