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CH390907A - Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylcyclohexylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonylcyclohexylharnstoffen

Info

Publication number
CH390907A
CH390907A CH84061A CH84061A CH390907A CH 390907 A CH390907 A CH 390907A CH 84061 A CH84061 A CH 84061A CH 84061 A CH84061 A CH 84061A CH 390907 A CH390907 A CH 390907A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
methyl
urea
cyclohexyl
benzenesulfonyl
formula
Prior art date
Application number
CH84061A
Other languages
English (en)
Inventor
Weber Helmut
Aumueller Walter
Weyer Rudi
Korger Gerhard
Original Assignee
Hoechst Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst Ag filed Critical Hoechst Ag
Priority claimed from DEF38828A external-priority patent/DE1185606B/de
Publication of CH390907A publication Critical patent/CH390907A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea
    • C07C311/57Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea having sulfur atoms of the sulfonylurea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • C07C311/59Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea having sulfur atoms of the sulfonylurea groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings having nitrogen atoms of the sulfonylurea groups bound to carbon atoms of rings other than six-membered aromatic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
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    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen   Benzolsulfonylcyclohexylharnstoffen   
Es ist bereits bekannt, dass   Benzolsulfonylharn-    stoff-Derivate blutzuckersenkende Eigenschaften aufweisen und somit als per os verabreichbare Antidiabetika geeignet sind [vgl. beispielsweise Arzneimittelforschung, 8, S. 448-454   (1958)].    Insbesondere der   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff    hat auf Grund seiner guten blutzuckersenkenden Eigenschaften und seiner guten Verträglichkeit in der Diabetestherapie grosse Bedeutung erlangt.



   Es wurde nun gefunden, dass auch Verbindungen der Formel
EMI1.1     
 in der R ein Wasserstoffatom, ein Chlor-oder Bromatom oder eine Alkyl-oder Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, und deren Salze wertvolle Arzneimittel darstellen und sich insbesondere durch eine starke Senkung des Blutzuckerspiegels auszeichnen.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung derartiger   Sulfonylharn-    stoffe der angegebenen Formel, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 mit Verbindungen der Formel
EMI1.3     
 umsetzt, wobei X und Y Reste bedeuten, die durch Anlagerung oder Kondensation die   Harnstoffbrücke    ergeben.



   Die Verfahrensprodukte können mit anorganischen oder organischen Basen in ihre entsprechenden Salze übergeführt werden. In Ausführung des erfin  dungsgemässen    Verfahrens kann man a) ein Benzolsulfonyl-isocyanat der Formel
EMI1.4     
 mit einem Methyl-cyclohexylamin oder b) ein   Methyl-cyclohexyl-isocyanat    mit einem   Benzolsulfonsäureamid    der Formel
EMI1.5     
 oder deren Alkalisalzen, umsetzen, oder c) einen   Benzolsulfonyl-carbaminsäureester    der Formel
EMI1.6     
 worin   Ri    einen Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise eine Alkylgruppe mit   1-4    Kohlenstoffatomen oder eine Phenylgruppe, bedeutet, mit einem Methyl-cyclohexylamin oder    d)

      einen   Methyl-cyclohexyl-carbaminsäureester    der Formel
EMI2.1     
 mit Benzolsulfonsäureamiden der Formel
EMI2.2     
 oder der Alkalisalzen,   chl d der    e) ein   Benzolsulfonyl-carbaminsäurechlorid    der Formel
EMI2.3     
 mit einem Methyl-cyclohexylamin, oder
D ein   Methyl-cyclohexyl-carbaminsäurechlorid    mit   Benzolsulfonsäureamiden    der Formel
EMI2.4     
 oder deren Alkalisalzen umsetzen oder g) einem   Benzolsulfonylharnstoff,    der eine Gruppierung der Formel
EMI2.5     
 enthält, mit einem Methyl-cyclohexylamin oder h) einen Methyl-cyclohexyl-harnstoff, der eine Gruppierung der Formel
EMI2.6     
 enthält, mit   Benzolsulfonsäureamiden    der Formel
EMI2.7     
 oder deren Alkalisalzen umsetzen.



   Die verschiedenen Herstellungsmethoden können hinsichtlich der Reaktionsbedingungen weitgehend variiert und den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden. Beispielsweise können die Umsetzungen unter Verwendung von Lösungsmitteln, bei Zimmertemperatur oder bei erhöhter Temperatur, durchgeführt werden. Um die Verfahrensprodukte in einer möglichst reinen Form zu erhalten, nimmt man zweckmässig eine vollständige Abtrennung von den als Ausgangsstoff eingesetzten oder im Verlauf der Reaktion entstehenden Benzolsulfonamiden vor, die vorteilhaft dadurch erreicht werden kann, dass man das Verfahrensprodukt in stark verdünntem Ammoniak aufnimmt, von ungelösten Bestandteilen abfiltriert und durch Ansäuern den gewünschten Benzolsulfonylmethyl-cyclohexyl-harnstoff gewinnt.



   Als Ausgangsstoff verwendet man einerseits solche Verbindungen, die einen R-substituierten Benzolrest enthalten.



   Als Reste R kommen in Betracht :
Wasserstoff, Chlor, Brom, Methyl, Äthyl, n-Propyl, Isopropyl-n-Butyl, Isobutyl, sek. Butyl, tert. Butyl sowie die entsprechenden Alkoxygruppen ; vorzugsweise werden   4-Chlorbenzol-,    Toluol-bzw. 4-Methoxybenzol-Verbindungen herangezogen, jedoch kann sich der Substituent auch in anderen Stellungen befindden. Anderseits werden solche Ausgangsverbindungen verwendet, welche Methylcyclohexylreste enthalten ; dabei kann der Cyclohexylrest in verschiedenen Stellungen durch die Methylgruppe substituiert sein. Im allgemeinen können für die Umsetzung Gemische aus cis-und trans-Methyl-cyclohexylaminen herangezogen werden, wie sie z. B. bei der katalytischen Hydrierung von Toluidinen unter Verwendung eines Kobalt Katalysators anfallen.

   Man kann die Amine selbstverständlich auch in Form der reinen bzw. angereicherten cis-oder trans-Form einsetzen.



   Bei der Umsetzung von Benzolsulfonyl-harnstoffen, die eine Gruppierung der Formel
EMI2.8     
 enthalten, mit einem Methyl-cyclohexylamin, kommen als Ausgangsstoffe solche Verbindungen in Betracht, die wie Isocyanate reagieren, beispielsweise N-Benzolsulfonyl-N'-acylharnstoffe, bis-Benzolsulfonylharnstoffe und solche Sulfonylharnstoffe, deren freie endständige Aminogruppe entweder unsubstituiert ist oder Alkylgruppen oder Phenylreste als Substituenten enthalten. Bei der Umsetzung von   Benzolsulfonsäure-    amiden bzw. deren Alkalisalzen mit Methyl-cyclohexyl-harnstoffen, die eine Gruppierung der Formel
EMI2.9     
 enthalten, können als Ausgangsstoffe ebenfalls acylierte Harnstoffe oder solche Methyl-cyclohexyl-harnstoff-derivate, deren endständige Aminogruppe entweder unsubstituiert ist oder Alkyl-bzw.

   Phenylgruppen als Substituenten tragen, verwendet werden.



   Als Acylreste sind beispielsweise niedrigmolekulare aliphatische Säurereste, insbesondere der Acetyl rest, aber auch aromatische Säurereste, geeignet ; auch anorganische Säurereste, beispielsweise die Nitrogruppe, kommen in Betracht.



   Die neuen   Sulfonylharnstoff-Derivate    stellen wertvolle Arzneimittel dar, die sich insbesondere durch eine starke blutzuckersenkende Wirksamkeit auszeichnen. Ihre blutzuckersenkende Wirkung konnte z. B. an Hunden und Kaninchen dadurch festgestellt werden, dass man die Verfahrensprodukte in den üblichen Dosen von 400 mg/kg (Kaninchen) bzw. 100   mg/kg    (Hund)   verfütterte    und den Blutzuckerwert in der üblichen Weise nach   Hagedorn-Jensen    über eine   län-    gere Zeitdauer hinaus bestimmte. So wurde z.

   B. ermittelt, dass der   N- (4-Methylbenzolsulfonyl)-N'- (4'-      methyl-cyclohexyl)-harnstoff    nach drei bis sechs Stunden beim Kaninchen eine maximale Blutzuckersenkung von etwa 50 % bewirkte, während der seit langem als orales Antidiabetikum bekannte und in gro ssem Umfang angewendete   N- (4-Methyl-benzolsulfo-    nyl)-N'-butyl-harnstoff im analogen Versuch nur eine Senkung um etwa 40   %    zeigte. Um die stärkere Wirksamkeit der Verfahrensprodukte gegenüber der zuletzt genannten Verbindung nachzuprüfen, wurden Vergleichsversuche an Hunden durch Verfütterung einer niedrigen Testdosis von 5   mg/kg    durchgeführt.



  Als Ergebnis dieser Versuche konnte festgestellt werden, dass beispielsweise der   N- (4-Methyl-benzolsulfo-      nyl)-N'-      (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    nach zwei Stunden den Blutzuckerspiegel der Versuchstiere um 30 % zu senken vermag, während für den bekannten N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff    im gleichzeitig laufenden Kontrollversuch nur eine Senkung des Blutzuckerspiegels um 22 % festgestellt wurde.

   Auch der   N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-N'-      (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff zeigte    im obigen Versuch eine dem bekannten   N- (4-Methyl-benzolsulfo-    nyl)-N'-n-butyl-harnstoff überlegene Wirkung. 5 mg/ kg verursachten nach zwei Stunden eine Senkung des Blutzuckerspiegels um   24%,    nach sechs Stunden um   27      %,    nach 24 Stunden um 14 %, während die entsprechenden Zahlen für   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-    n-butyl-harnstoff im gleichzeitig durchgeführten Kontrollversuch bei 22,24 und 7 % lagen.



   Infolge des Fehlens einer   p-ständigen    Aminogruppe weisen die Verfahrensprodukte keine chemotherapeutische Wirksamkeit auf, so dass bei ihrem Einsatz in der Humanmedizin nicht die Gefahr einer Schädigung der Darmflora bzw. einer Resistenzentwicklung pathogener Keime usw. besteht. Infolge dieser Eigenschaften unterscheiden sie sich vorteilhaft von dem ebenfalls als orales Antidiabetikum in der Praxis verwendeten   N- (4-Amino-benzolsulfonyl)-N'-    n-butyl-harnstoff.



   Die Verfahrenserzeugnisse sollen vorzugsweise zur Herstellung von oral verabreichbaren Präparaten mit blutzuckersenkender Wirksamkeit zur Behandlung des Diabetes mellitus dienen und können als solche oder in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, die zu einer Salzbildung führen, appliziert werden. Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden :
Alkalische Mittel, wie Alkali-oder Erdalkalihydroxyde, Carbonate oder Bicarbonate. Als medizinische Präparate kommen vorzugsweise Tabletten in Betracht, die neben den Verfahrenserzeugnissen die üblichen Hilfs-und Trägerstoffe, wie Talkum, Stärke, Mlichzucker, Tragant, Magnesiumstearat usw. enthalten.



   Als Einzeldosis werden im allgemeinen 0,2-2 g verabreicht.



   Beispiel 1    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
30 g Toluolsulfonylisocyanat werden bei   20     langsam unter Rühren zu 17 g 4-Methylcyclohexylamin in 100 cm3 absolutem Benzol eingetropft. Man rührt das Reaktionsgemisch zwei Stunden bei Zimmertemperatur nach, engt danach im Vakuum ein und nimmt den Rückstand in viel   1 %    igem Ammoniak in der Wärme auf. Nach Behandlung mit Tierkohle wird die Reaktionslösung mit Salzsäure gefällt. Der erhaltene   N-4- (Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-      cyclohexyl)-harnstoff    schmilzt nach zweimaligem Umkristallisieren aus Alkohol bei   175-176 .   



   Beispiel 2    N- (3-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-(4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
34,5 g 3-Methylbenzolsulfonylmethylurethan und 17 g 4-Methylcyclohexylamin werden zwei Stunden auf   125-130     erhitzt. Das   sirupöse    Reaktionsprodukt wird so lange mit 1 % igem Ammoniak behandelt, bis nichts mehr in Lösung geht. Nach Filtrieren über Tierkohle wird die ammoniakalische Lösung mit Salzsäure angesäuert. Der ausfallende   N- (3-Methyl-ben-    zol-sulfonyl)-N'- (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff schmilzt nach zweimaliger Umkristallisation aus Al  kohol bei 157-160 .   



   Beispiel 3    N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
Man mischt 25 g   4-Methoxybenzolsulfonylmethyl-    urethan mit 11,5 g   4-Methylcyclohexylamin    und erhitzt das Gemisch zwei Stunden auf   130 .    Die Schmelze wird in 1 % igem Ammoniak aufgenommen und mit Kohle behandelt. Die klare ammoniakalische Lösung wird mit Salzsäure angesäuert. Der ausfallende, zunächst ölige   N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-      N'- (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    wird nach erfolgter Kristallisation aus Alkohol umkristallisiert und schmilzt bei   178-180 .   



   In analoger Weise erhält man durch Umsetzung von   4-Chlorbenzolsulfonylmethylurethan    und 4-Methylcyclohexylamin den   N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-    N'-   (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    vom Schmelz punkt   188-189     sowie durch Umsetzung von 4-Brombenzolsulfonylmethylurethan mit   4-Methylcyclohexyl-    amin den   N- (4-Brom-benzolsulfonyl)-N'- (4-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff vom Schmelzpunkt   202-204 .   



   Beispiel 4    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (3'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
19,7 g Toluolsulfonylisocyanat werden langsam bei   0-10  zu    einer Lösung von 11,3 g   3-Methylcyclo-    hexylamin in 100 cm3 absolutem Benzol getropft. Es wird eine weitere Stunde bei Zimmertemperatur gerührt. Danach wird unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mehrmals mit warmer 1   %    iger Ammoniaklösung behandelt. Der beim Ansäuern ausfallende N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-    (3'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff schmilzt nach zweimaligem Umkristallisieren aus Alkohol bei   174-175 .   



   Beispiel   5   
N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-N'- (3'-methyl cyclohexyl)-harnstoff
30 g   4-Methoxybenzolsulfonylmethylurethan    werden in Essigester gelöst und vorsichtig mit 14,5 g 3  Methylcyclohexylamin    versetzt. Das nach Einengen auskristallisierende Salz wird getrocknet und danach drei Stunden auf   120-130     erhitzt. Beim Abkühlen kristallisiert die   sirupöse    Masse und wird mit warmer 1   % iger Ammoniaklösung    in Lösung gebracht. Die Ammoniaklösung wird über Kohle filtriert und mit Salzsäure angesäuert. Nach Umkristallisation aus Methanol schmilzt der   N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-N'-      (3'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    bei   179-180 .   



   Beispiel 6   
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (21-methyl- cyclohexyl)-harnstoff   
46 g 4-Methylbenzolsulfonylmethylurethan werden in Essigester mit 23 g   2-Methylcyclohexylamin    versetzt. Nach Einengen wird drei Stunden auf 120 bis   130  erhitzt.    Nach Behandeln mit   1 % igem    warmem Ammoniak wird über Kohle filtriert. Nach Ansäuern mit Salzsäure fällt der N- (4-Methyl-benzol  sulfonyl)-N'-    (2'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff als bald kristallisierendes   01    an und schmilzt nach zweimaliger Umkristallisation aus Alkohol bei   166-168 .   



   Beispiel 7    N- (4-Methoxy-benzolsulfonyl)-N'- (2'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
49,2 g   4-Methoxybenzolsulfonylmethylurethan    werden mit 23 g   2-Methylcyclohexylamin    versetzt und danach drei Stunden auf   120-130  erhitzt.    Der Harnstoff wird in 1   %    iger warmer Ammoniaklösung aufgenommen und nach Behandlung mit Tierkohle und Salzsäure ausgefällt. Er schmilzt nach zweimaliger Umkristallisation aus Alkohol bei   167-169 .   



   Beispiel 8    N- (4-Athyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
48,6 g   N- (4-Athyl-benzolsulfonyl)-carbaminsäure-    methylester und 22,6 g 4-Methyl-cyclohexylamin werden gut miteinander vermischt und 35 Minuten auf etwa   130  erhitzt.    Die beim Erhitzen gebildete Schmelze wird durch Verreiben mit verdünntem Ammoniak zur Kristallisation gebracht. Die Kristalle werden in Wasser gelöst. Die Lösung wird mit Salzsäure angesäuert und der dabei entstandene Niederschlag nach dem Abkühlen abgesaugt. Man behandelt die Kristalle mit verdünnter Natronlauge in der Hitze, wobei der grösste Teil in Lösung geht. Es wird vom Unlöslichen abgesaugt, mit Kohle geklärt und das praktisch farblose Filtrat in der Hitze mit Salzsäure angesäuert, wobei eine Fällung entsteht.

   Man saugt ab und kristallisiert den Rückstand zweimal aus   Metha-    nol um. Der so erhaltene   N- (4-Äthyl-benzolsulfonyl)-      N'- (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    schmilzt bei 165 bis   167 .   



   Beispiel 9    N- (4-tert.-Butyl-benzolsulfonyl)-N'-(4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
54,2 g   N- (4-tert.-Butyl-benzolsulfonyl)-carbamin-      säure-methylester    (hergestellt durch Umsetzung von 4-tert.-Butyl-benzolsulfonamid mit Chlorameisen  säure-methylester    in Gegenwart von wasserfreiem Kaliumcarbonat und Aceton) und 22,6 g 4-Methyl-cyclohexylamin werden gut miteinander vermischt und 35 Minuten auf   130  erhitzt.    Die beim Erhitzen gebildete Schmelze wird noch warm mit verdünntem Ammoniak zur Kristallisation gebracht. Die Kristalle wurden gelöst, der beim Ansäuern entstandene Niederschlag wird abgesaugt und auf dem Dampfbad mit   verdünn-    ter Natronlauge behandelt.

   Man filtriert vom   Ungelö-    sten ab und säuert das Filtrat mit Salzsäure an. Der beim Ansäuern erhaltene Niederschlag wird abgesaugt, mit heissem Wasser gewaschen und zweimal aus Methanol umkristallisiert. Man erhält so den   N- (4-       tert.-Butyl-benzolsulfonyl)-N- (4'-methyl-cyclohexyl)-    harnstoff in Form weisser Kristalle vom Schmelzpunkt   209-211  .   



   Beispiel 10    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
21,4 g   N-4-Methyl-benzolsulfonyl-harnstoff,    19 g p-Methyl-cyclohexylamin-azetat (trans-Form) und 400 ml Toluol werden unter mechanischem Rühren und unter Rückfluss zum Sieden erhitzt (Innentemperatur etwa   108 ).    Nach einer Stunde ist alles gelöst.



  Man rührt bei Siedetemperatur noch 30 Minuten nach und kühlt die Lösung ab.



   Die klare Toluollösung wird einmal mit 500 ml und zweimal mit je 250 ml   l %    igem Ammoniak ausgeschüttelt. Unter Zusatz kleiner Mengen Aktivkohle wird die ammoniakalische Lösung abfiltriert und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure langsam angesäuert. 



  Der so erhaltene N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'methyl-cyclohexyl)-harnstoff wird abgesaugt und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 28,7 g (92,58% der Theorie). Der Schmelzpunkt liegt bei   177-179 .    Aus Athanol umkristallisiert, schmilzt die Verbindung bei 183-185 . Das als Ausgangsstoff verwendete p  Methyl-cyclohexylaminacetat    (trans-Form) kann z. B. wie folgt hergestellt werden : 113 g   p-Methyl-cyclo-    hexylamin werden in 800 ml Diisopropyläther und 160 ml Methanol gelöst und bei   5'C mit    58   ml    Eisessig tropfenweise versetzt. Anschliessend rührt man eine Stunde bei   5     nach.

   Die kristalline Fällung wird abgesaugt, mit Diisopropyläther gut ausgewaschen und bei   60  getrocknet.    Der Schmelzpunkt liegt bei   136-138 .    Die Ausbeute beträgt 97,6 g   (57%    der Theorie).



   Beispiel 11   
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl- cyclohexyl)-harnstoff   
2,56 g N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-acetyl-    harnstoff und 1,73 g p-Methyl-cyclohexylamin-azetat werden gut gemischt und   l 1/2    Stunden im offenen Kolben im Ölbad auf   140  erhitzt.    Die klare Schmelze wird in 1 % igem Ammoniak auf dem Dampfbad in Lösung gebracht und dann kurz in Eis gestellt.



   Man filtriert von geringen Ausscheidungen ab und säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Der so erhaltene N-   (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N- (4'-    methyl-cyclohexyl)-harnstoff schmilzt nach dem Absaugen und Trocknen bei   176-178 .    Aus Äthanol umkristallisiert, liegt der Schmelzpunkt bei   183-185 .   



  Die Ausbeute beträgt 1,6 g (= 51, 61 % der Theorie).



   Beispiel 12    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
15,4 g N,   N-Diphenyl-N'- (4-methyl-cyclohexyl)-    harnstoff (hergestellt aus   Diphenyl-carbaminsäure-    chlorid und p-Methyl-cyclohexylamin, das seinerseits durch Freisetzen aus dem gemäss Beispiel 10 hergestellten p-Methyl-cyclohexylamin-azetat mit Natronlauge gewonnen wurde), 4,83   g p-Toluolsulfonsäure-    amidnatrium und 50 ml Dimethylformamid werden 7 Stunden auf   100  im tjlbad erhitzt.    Nach dem Stehen über Nacht setzt man   1 1    Wasser zu, macht das Reaktionsgemisch mit verdünnter Natronlauge alkalisch und   äthert    aus.



   Die wässrige Phase wird unter Zusatz von Aktivkohle filtriert und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Der so erhaltene   N- (4-Methyl-benzolsul-    fonyl)-N'- (4-methyl-cyclohexyl)-harnstoff wird abgesaugt und getrocknet. Der Schmelzpunkt liegt bei 177 bis   179 .    Die Ausbeute beträgt 6,9 g (88,9 % der Theorie).



   Aus   Athanol    umkristallisiert, schmilzt die Ver bindung bei   183-185 .   



   Beispiel 13   
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl- cyclohexyl)-harnstoff   
17,1 g   4-Methyl-benzolsulfonsäureamid    werden in 100 ml Aceton und 100 ml ln Natronlauge unter Rühren gelöst und tropfenweise mit 14 g 4-Methyl  cyclohexyl-isocyanat    (Kp.   l5      70-71 ,    aus trans-4  Methyl-cyclohexylaminhydrochlorid    und Phosgen dargestellt) versetzt. Die Lösung wird eine Stunde gerührt, dann filtriert und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Die kristalline Fällung wird zweimal aus   Äthanol/Wasser    umkristallisiert.

   Man erhält den   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-      cyclohexyl)-harnstoff    vom Schmelzpunkt   183-185 .   



   Beispiel 14   
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl- cyclohexyl)-harnstoff   
17,1 g   4-Methyl-benzolsulfonsäureamid,    15,6 g   4-Methyl-cyclohexyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt   202-203 ,    55 g gemahlenes Kaliumkarbonat und 150 ml   Glykolmonomethyläther    werden 20 Stunden unter mechanischem Rühren auf   110  erhitzt.    Man dampft den überschüssigen   Glykolmonomethyläther    unter vermindertem Druck ab und nimmt den   unlös-    lichen Rückstand in 2000 ml warmen Wassers auf.



  Nach dem Filtrieren wird abgekühlt und mit 2n Salzsäue angesäuert. Den ausgefallenen Niederschlag löst man in einem Überschuss von 1 % igem Ammoniak, filtriert und säuert das Filtrat mit Salzsäure an. Das kristalline Produkt wird aus Athanol umkristallisiert.



  Man erhält den   N-      (4-Methyl=benzolsulfonyl)-N'- (4'-      methyl-cyclohexyl)-harnstoff    vom Schmelzpunkt 183 bis   184 .   



   Beispiel 15   
N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl- cyclohexyl)-harnstoff   
10,7   4-Chlorbenzolsulfonsäureamid-natrium,    20 g   N- (4-Methyl-cyclohexyl)-N'-acetyl-harnstoff    (Schmelzpunkt   135-136 ,    trans-Form) und 100   ml    Dimethylformamid werden 16 Stunden auf 100  im Ölbad erhitzt. Die gelbe, klare Lösung wird mit 1 1 Wasser versetzt und nach Behandlung mit Kohle filtriert.



  Beim Ansäuern des Filtrats mit 2n Salzsäure fällt die trans-Form des N- (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'- (4'  methyl-cyclohexyl)-harnstoffs    aus, die nach   zweimali-    gem Umkristallisieren aus Äthanol bei 188-189  schmilzt.



   Beispiel 16    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl-harnstoff
23,5 g   4-Methyl-benzolsulfonyl-carbaminsäure-    chlorid (hergestellt durch Einleiten von trockenem Chlorwasserstoff in eine Lösung von   Toluolsulfonyl-    isocyanat in Trichlorbenzol, Schmelzpunkt 95-96 ) werden unter Kühlung portionsweise in überschüssiges   4-Methyl-cyclohexylamin (Kp. 24    52,5-53 , n r5
1,4488, trans-Form) eingetragen. Das Gemisch wird nach Beendigung der Reaktion in Wasser gegeben, filtriert und der beim Ansäuern mit 2n Salzsäure erhaltene Niederschlag in 1 % igem Ammoniak aufgenommen.

   Die ammoniakalische Lösung wird mit Kohle geklärt, angesäuert und der abgesaugte   N- (4-Methyl-       benzol-sulfonyl)-N'- (4'-methyl-cyclohexyl)-harnstoff    aus   Äthanol/Wasser    umkristallisiert. Das reine Produkt schmilzt bei   183-184 .   



   Beispiel 17    N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff
39 g eines rohen, kristallwasserhaltigen N, N'-Di (4-methyl-benzolsulfonyl)-harnstoffs werden in wenig 1 % igem Ammoniak gelöst. Die Lösung versetzt man mit 11,4 g   4-Methyl-cyclohexylamin    (trans-Form,   n25    1,4488) und erhält eine kristalline Fällung des 4-Methyl-cyclohexyl-aminsalzes von N,   N'-Di- (4-methyl-      benzolsulfonyl)-harnstoff,    welche man absaugt und trocknet.



   25 g dieses Salzes werden im Trockenschrank   11Xo      Stunden auf 120-130  erhitzt.    Die erkaltete Schmelze wird mit 1 % igem Ammoniak behandelt und vom ungelösten   p-Toluol-sulfonsäureamid    durch Filtration getrennt. Beim Ansäuern des Filtrats mit Essigsäure fällt der   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'- (4'-methyl-    cyclohexyl)-harnstoff aus, der nach Umkristallisieren aus   Äthanol/Wasser    bei   183-185     schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen der Formel EMI6.1 worin R Wasserstoff, Chlor, Brom, eine Alkyl-oder Alkoxygruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI6.2 mit Verbindungen der Formel EMI6.3 umsetzt, wobei X und Y Reste bedeuten, die durch Anlagerung oder Kondensation die Harnstoffbrücke ergeben.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verfahrenserzeugnisse mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze überführt.
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