CH390672A - Spiegelreflex-Taschenkamera - Google Patents
Spiegelreflex-TaschenkameraInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B13/00—Viewfinders; Focusing aids for cameras; Means for focusing for cameras; Autofocus systems for cameras
- G03B13/18—Focusing aids
- G03B13/20—Rangefinders coupled with focusing arrangements, e.g. adjustment of rangefinder automatically focusing camera
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Description
Spiegelreflex-Taschenkamera Die Erfindung betrifft eine Spiegelreflex-Taschen- kamera mit mindestens einem im Raum zwischen den Filmspulen liegenden fest angeordneten Um lenkspiegel. Spiegelreflexkameras dieser Art sind bekannt, insbesondere in der Form, dass Bildbühne und Matt scheibe an je einer von zwei einander gegenüber liegenden Gehäusewandungen und parallel zur opti schen Achse angeordnet sind (zweiäugiges Prinzip). Insbesondere liegen dabei Aufnahme- und Sucher objektiv praktisch nebeneinander, und die einerseits den Aufnahmestrahl, anderseits den Sucherstrahl ablenkenden, mit ihren Ebenen praktisch senkrecht zueinander liegenden (gekreuzten) Spiegel sind trapez- förmig gestaltet und mit den schmalen Kanten zu den Objektiven hin angeordnet, wobei die optischen Achsen der beiden Objektive so nahe beieinander liegen, dass die Spiegel praktisch in der Mitte zweier benachbarter schräg laufender Trapezkanten gegen einanderstossen. Somit ist auf der Oberseite des Kameragehäuses die Mattscheibe für das Sucherbild parallel zur Filmbildebene angeordnet, und an der beim Betrachten der Mattscheibe dem Benutzer ab gewendeten Schmalseite des Gehäuses sitzen die COffnungen für das Sucher- und das Aufnahmeobjek tiv. Die Objektivachsen liegen parallel zur Film bildebene. Die Umlenkspiegel reichen zweckmässig einerseits bis zur Mattscheiben- bzw. Filmebene und anderseits bis zum zugehörigen Objektiv bzw. Ver schluss. Wenn der beschriebene Umlenkspiegel für den Sucherstrahl entfällt (einäugiges Prinzip), kann die Suchervorrichtung in bekannter Weise als Rah men, bzw. Durchsichtssucher ausgebildet werden. Kameras der erwähnten Art lassen sich mit Vorteil als Kleinst(Taschen-)-Kameras ausbilden, deren Aussenmasse bei Verwendung insbesondere von Nor malfilm von 35 mm Breite z. B. 20 X 40 X 60 mm (für Bildformat etwa 18 X 24 mm) oder 33 X 63 X 130 mm (für Bildformat etwa 24 X 36 mm) betra gen, wobei die kleinste Kantenlänge den Durchmesser der verwendeten Filmspulen bzw. Magazine nur geringfügig übertrifft. Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, den zwischen den beiden Filmspulen einer solchen Kamera vorhandenen Raum so auszunut zen, dass ausser den erwähnten Umlenkspiegeln bzw. den Objektiven usw. noch weitere, insbesondere der Funktionserweiterung bzw. der Bedienungsverein fachung dienende Kamerateile unterzubringen sind, ohne dass insbesondere die Kameradicke vergrössert wird. Erfindungsgemäss werden zwischen dem einen der beiden bzw. dem vorhandenen einen festen Umlenkspiegel, vorzugsweise dem des Aufnahme strahls, und einer Fihnspule oder der Bildbühne Teile einer nach Massgabe der aufgenommenen Ob jekthelligkeit (Leuchtdichte) voll- oder halbautoma tisch arbeitenden Vorrichtung für Blenden- bzw. Verschlusszeiteinstellung angeordnet. Derjenige Teil der die Objektive aufweisenden Kameraschmalwand, hinter dem sich diese Automatik ganz oder teilweise befindet, trägt beispielsweise ein Photoelement. Dabei kann dieses Photoelement auch denjenigen Teil der Kameraschmalwand ganz oder teilweise bedecken, hinter dem sich die der Automatik benachbarte Filmspule befindet. Die Einstellautomatik enthält beispielsweise ein Differentialgetriebe oder analoge Steuermittel, die einerseits mit einem Nachstellzeiger des an das Photoelement angeschlossenen Galvano meters, anderseits mit den Blenden bzw. Verschluss- zeiteinstellmitteln gekuppelt sind. Zweckmässig ist der Nachstellzeiger zugleich so ausgebildet, dass er mit einer z. B. durch einen Rändelknopf oder Rändel- ring von aussen her drehbaren Filmempfindlichkeits- skala z. B. über Friktionsmittel koppelbar ist. Dabei entspricht die Lage der Achse des Nachstellzeigers zweckmässig der Lage der Achse der Filmempfind- lichkeitsskala. Durch die Anbringung der beschriebenen Auto matik im Gehäuseinnern zwischen den Filmspulen wird die Länge der geraden Filmführung zwischen den beiden Spulen so vergrössert, dass zugleich eine spannungsfreie Kanalführung des Films möglich wird, d. h. ein gestreckter Filmverlauf, der keine die Trans portbewegung in nachteiliger Weise hemmende Rei bung des Films an den festen Kamerateilen, an denen er entlanggeführt wird, aufkommen lässt. Dies gilt insbesondere für Kleinstkameras zier angegebenen Ausmasse in Verbindung mit normalem 35-mm-Film. Die Kamera wird dadurch für den Filmtransport mittels Federwerk --geeignet, und es wird dabei infolge der geringeren Reibung ein längerer Gesamttransport für ein einmaliges Auf ziehen des Federwerkes erzielt, z. B. von etwa 8 bis 12 Aufnahmen bei einem Bildhochformat von etwa 18 X 24 mm, wobei der Vorschub des Films auto matisch Einzel- oder Serienaufnahmen zulassen kann. Im Zusammenhang damit, dass dem Aufnahme strahl etwa auf seine halbe Länge nur weniger als die halbe Dicke des Kameragehäuses zur Verfügung steht und daher ein Objektiv relativ geringer Brenn weite (z. B. 25 mm) verwendet wird, kann es sich empfehlen, den festen Umlenkspiegel als Prisma auszubilden und dabei die Korrektur des Objektivs auf die optischen Eigenschaften dieses Prismas ab zustimmen. Die Objektive sind im übrigen beispielsweise ent weder fest eingestellt, oder es sind zur Scharfein stellung mindestens einzelne Linsen der Objektive in Richtung der Objektivachsen verstellbar angeord net und über einen Verstellmechanismus entspre chender Übersetzung miteinander gekuppelt. Das Sucherobjektiv hat zweckmässig eine Lichtstärke, die auf einer nicht mit Lichtschacht ausgestatteten Mattscheibe eine genügende Bildhelligkeit gewähr leistet. Es empfiehlt sich ferner, das Aufnahme- und das Sucherobjektiv mit abnehmbaren Tele- oder Weitwinkelvorsätzen auszubilden. Besonders das einäugige Spiegeireflexprinzip, bei dem durch den Fortfall des Sucherumlenkspiegels mehr Raum für die erfindungsgemässe Unterbringung zusätzlicher funktionserweiternder Teile entsteht, iässt sich mit Vorteil unter Verwendung von Fixfokus- objektiven verwirklichen, die eine Sucherstrahlscharf- einstellung entbehrlich machen, so dass man z. B. mit einem einfachen in die Kamera eingebauten Durchsichtssucher auskommt. Ein solches festes Ob jektiv, das keiner entfernungsabhängigen Einstellung in Richtung der optischen Achse bedarf, ist z. B. unter Verwirklichung einer Brennweite von etwa 25 mm, für das Bildformat 18 X 24 mm, und einer Blendenöffnung von etwa 1 :4 herstellbar. Bei einer mittleren eingestellten Entfernung von beispielsweise 4,0 m reicht dann die Schärfentiefe von 2,18 m bis Unendlich und ermöglicht somit Landschafts-, Per sonen- und sonstige Aufnahmen ohne besondere Entfernungseinstellung. Lediglich bei Porträtaufnah men kann eine z. B. in die Kamera miteingebaute Vorsatzlinse von etwa einer Dioptrie vor das Objek tiv geschaltet werden, die die Schärfentiefe auf etwa 0,9 m bringt. Bei einem Format von 24 X 36 mm wechselt man zweckmässig gegen eine Optik der Brennweite von 35-40 mm aus. Dann reicht bei Blende 5,6 die Schärfentiefe bei 4 m Einstellung von 2,5 m bis Unendlich. Der Kameraraum zwischen den Filmspulen kann auch in der Weise funktionserweiternd ausgenutzt werden, dass zusätzlich zur Belichtungsautomatik, gegebenenfalls auch statt dieser, ein Mikrophon ein gebaut wird. Hierdurch wird der Anschluss eines kleinen, tragbaren Tonaufnahmegeräts, z. B. eines Magnetbandgeräts, und damit die Festhaltung ge sprochener Erläuterungen, Geräusche, Begleitmusik oder dergleichen zur photographischen Aufnahme möglich. Bei einer zweiäugigen Spiegelreflexkamera der eingangs beschriebenen Art wird ein solches Mikrophon zweckmässig in langgestreckter Form im Raum zwischen den Umlenkspiegeln und der einen, insbesondere der hinteren Kameraschmalwand an geordnet, bei einer einäugigen Kamera am besten an der Stelle des sonst vorhandenen Umlenkspiegels für den Sucherstrahl. Durch die Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine zweiäugige Spie gelreflexkamera von der einen, die Suchermattscheibe tragenden Flachwand des Kameragehäuses, Fig.2 eine Draufsicht auf die die Objektive tragende Schmalwand der gleichen Kamera, Fig. 3 eine seitliche Ansicht einer mit Differential getriebe arbeitenden Belichtungsautomatik bei auf gerissener Seitenwand und Fortlassung der der Auto matik am nächsten liegenden Filmspule, Fig.4 - in mehrfacher Vergrösserung - eine Draufsicht auf die Konstruktionsteile einer weitem Form der Belichtungsautomatik, Fig. 5 eine Ansicht des Kamerainnern bei ab genommener Bodenwand. In den Figuren bedeutet 1 ein flaches, z. B. an einem Armband, an einer Halskette oder in einer Tasche zu tragendes Kameragehäuse, dessen Aussen masse beispielsweise etwa 20 X 40 X 80 mm betragen. Die in Fig. 1 betrachtete obere Flachwand dieses Gehäuses enthält insbesondere eine Suchermatt scheibe 2, die gegebenenfalls durch eine aus Fig. 2 ersichtliche Feldlinse 23 bzw. einen Sucherschacht mit Lupe oder Pentaprisma ergänzt werden kann. Die obere Wand des Gehäuses 1 weist ferner eine Entfernungseinstellscheibe 3 sowie eine vorzugsweise mit einer Bildzählscheibe 4 verbundene Blenden- einstelischeibe 5 auf. Beide Scheiben 3 und 5 sind vorzugsweise gerändelt und stehen um einen geringen Betrag über die Aussenkante der vorderen, d. h. objektivseitigen Gehäusewand hinaus. Mit 6 ist der an der vorderen Schmalseite des Gehäuses vor gesehene Auslöseknopf bezeichnet. An dieser vorde ren Schmalwand befinden sich (siehe Fig.2) das Aufnahmeobjektiv 7 und das Sucherobjektiv 8, die durch einen Schieber 9 bei Nichtgebrauch verdeckt werden können. An der Objektivseite abgewandten Schmalwand der Kamera sitzen, wie aus Fig.l ersichtlich, die Einstellscheibe 10 für die Verschluss- zeiten, die Anschlussmittel 11 für synchrone Blitz lichtaufnahme, ein Filmaufzugknopf 12 für ein Trans portfederwerk und ein Filmrückspulknopf 13, wobei also die Filmspulen entlang den Achsen dieser Knöpfe 12 und 13 im Gehäuseinnern angeordnet sind. Während nun bei der eingangs erwähnten be kannten zweiäugigen Ausführungsform einer Spiegel reflex-Kleinkamera die abwickelnde Filmspule, die die Welle des Rückspulknopfes umgibt, dem Um lenkspiegel für den Aufnahmelichtstrahl benachbart ist, ist gemäss der Erfindung zwischen dem Umlenk- spiegel für den Aufnahmestrahl und der Abwickel- spule ein Raum für die Anbringung von Teilen einer Belichtungsautomatik vorgesehen. Hierzu ge hören, wie insbesondere die Fig. 3 erkennen iässt, ein Galvanometer 14 mit einem Zeiger 15 sowie ein Differentialgetriebe 16, das einerseits mit einem Nachstellzeiger 17, anderseits mit den Einstellmitteln für die Blende oder die Verschlusszeit gekuppelt ist. Der Nachstellzeiger 17 ist auf einer Achse 18 an geordnet. An dieser Achse 18 sitzt ein Rändelknopf oder Rändelring 19, mit dem eine aus Fig. 1 er sichtliche Skala 20 für die Einstellung der Film empfindlichkeit verbunden ist. .Zwischen diesem Rändelknopf 19 bzw. seiner Skala 20 und dem Nachstellzeiger 17 besteht eine Kupplung, die in der Weise arbeitet, dass durch die Einstellung der Filmempfindlichkeit der auf einem Ausschnitt 21 (Fig. 1) sichtbare Nachstellzeiger 17 zunächst eine bestimmte Stellung einnimmt. Durch die nach Art einer Vorwahl erfolgende Einstellung der Blende oder der Belichtungszeit wird über das Differential- getriebe 16, von dem je eine Achse mit dem Blen den- bzw. dem Beiichtungszeiteinstellknopf (5 bzw. 10) verbunden ist, der Nachstellzeiger dann ohne Mitnahme der Filmempfindlichkeitsskala 20 in die dieser Vorwahl entsprechende Stellung auf der Galvanometerskala gebracht. Bei der Aufnahme, d. h., wenn die Kamera auf das aufzunehmende Objekt gerichtet ist, wird dann das über das Diffe- rentialgetriebe mit dem Nachstellzeiger 17 verbun dene Blenden- bzw. Verschlusszeiteinstellmittei so lange geändert, bis in bekannter Weise eine Ko inzidenz des Nachstellzeigers 17 mit dem ebenfalls am Ausschnitt 21 sichtbaren Galvanometerzeiger 15 erzielt ist. Das Photoelement, von dem das Galvanometer 14 betrieben wird, ist in Fig. 1 und 2 mit 22 be zeichnet. Es überdeckt an der objektivseitigen Kameraschmaiwand den Raum, hinter dem sich die Filmabwickelspule befindet, sowie teilweise noch den Raum für die Mittel der Automatik. Die Ober- fläche des Photoelements 22 ist zweckmässig in an sich bekannter Weise mit einer Wabenlinse versehen, wie dies aus Fig. 2 und 5 hervorgeht. Die Fläche der objektivseitigen Schmalwand ist zweckmässig so aufgeteilt, dass die vom Photoelement 22 einge nommene Fläche vom äussersten, abgerundeten Gehäuserand bis zum einen Rand des Objektiv-. schiebers 9 reicht, dessen längs dieser Schmalwand eingenommene Länge sich wieder nach der in gleicher Richtung eingenommenen Uänge der von den beiden Objektiven 7 und 8 bedeckten Fläche richtet. Ferner befinden sich auf dem Kameragehäuse 1 bei 58 die Schallöcher eines an ein Tonaufnahme gerät anschiiessbaren Mikrophons (siehe Fig. 1). Hier durch wird es ermöglicht, gesprochene Erläuterungen oder Geräusche bei der photographischen Aufnahme festzuhalten. Dadurch wird dem Benutzer in Ver bindung mit einem Taschentonbandgerät auch die Möglichkeit gegeben, seine aufgenommenen Filme anhand der gleichzeitig aufgezeichneten Erläuterun gen nach erfolgtem Entwickeln und Kopieren zu ordnen und beispielsweise Diapositive in der richti gen, den Erläuterungen entsprechenden Reihenfolge vorzuführen. Bei der zweiäugigen Kamera der Fig. 1 liegen Schallöcher und Mikrophonmembran in dem Raum zwischen den Umlenkspiegeln und der einen, den Objektiven 7 und 8 abgewandten Schmalseite des Kameragehäuses, soweit sie nicht mit in dem der Automatik zugewiesenen Hohlraum unterzubringen sind. Bei einer einäugigen, einen Umlenkspiegel für den Sucherstrahl nicht enthaltenden Kamera kann das Mikrophon an der gleichen Stelle wie sonst der Sucherspiegel angeordnet werden. Ein für den Mikrophonkreis vorgesehener Regelwiderstand ist zweckmässig mit in dem Raum für die Belichtungs automatik angeordnet und mit seiner Achse durch eine der Gehäuseflachwände bei 59 herausgeführt. Statt des erwähnten Differentialgetriebes kann für die Belichtungsautomatik auch eine andersartige Anordnung der mit dem Nachstellzeiger kuppelbaren Mittel benutzt werden, die in Fig. 4 dargestellt ist: Hiernach ist eine Doppelseilscheibe 42, an der zwei Kupplungsseile 39 und 40 befestigt sind, frei drehbar, jedoch seitlich nicht verschiebbar auf einer Welle 49 der Filmempfindlichkeitsskala 20 angeordnet. Sie ist mit einer Reihe radial umlaufender Bohrungen ver sehen und trägt den Nachstellzeiger 17. Die Welle 49 entspricht der in Fig. 3 gezeigten Welle 18 für den Rändelknopf 19. Beim Drücken dieses Rändelknopfes 19, der mit der Filmempfindlichkeitsskala 20 und der Achse 49 fest verbunden ist, wird ein an der Skala 20 sitzender achsenparalleler Stift 36 aus einer von mehreren kreisförmig im Gehäuse 1 angeordneten Bohrungen herausgedrückt, greift aber vor dem vollständigen Ausrasten bereits mit seinem anderen Ende in eine der entsprechend gegenüberliegenden Bohrungen der Doppelseilscheibe 42 ein. Im gedrückten Zustand wird nun die Filmempfindlichkeit eingestellt und am Gehäusewandausschnitt 52 abgelesen. Bei diesem Vorgang werden über Kupplungsseile 39 und 48 Seil scheiben 31 und 33 mitbewegt, ohne aber den Blen- denring 5 und die Verschlusszeitenscheibe 10 mit zunehmen, da diese zunächst von den Seilscheiben entkuppelt sind. Nach der beschriebenen Einstellung der Film empfindlichkeit wird beispielsweise die gewünschte Zeit folgendermassen eingestellt: Die zugleich axial verschiebbare Verschlusszeitscheibe 10 wird gegen das Gehäuse 1 gedrückt, wobei ein auf einer Scheibe 45 sitzender achsenparalleler Stift 38 aus einer von mehreren kreisförmig im Gehäuse angeordneten Bohrungen austritt und gleichzeitig in eine der eben falls radial zur Zeiteinstellachse 50 angebrachten Bohrungen der Seilscheibe 31 eingreift und dadurch mit dieser gekuppelt wird. Die Verschlusszeitscheibe 10 wird nun durch Verdrehen auf die einzustellende Belichtungszeit gebracht, wobei die Seilscheibe 31 über Umlenkrollen 41 und 42 durch das Seil 39 die Doppelseilscheibe 42 mit dem darauf befindlichen Nachstellzeiger 17 mitnimmt, ohne dass aber die Filmempfindlichkeitsskala 20, die schon vorher durch eine Druckfeder 43 von der Scheibe 42 entkuppelt wurde, mitgedreht wird. Nach dem Einstellen wird die Verschlusszeitscheibe 10 losgelassen, durch eine Druckfeder 44 entkuppelt und durch den Stift 38 in einer der Bohrungen im Gehäuse 1 gegen ein Ver drehen blockiert. Die Bedienung des Blendenringes 5 erfolgt analog wie bereits bei Zeit und Filmempfindlichkeit 'be schrieben: Durch axiales Eindrücken und Drehen des Blendenringes 5 wird über einen an einer fest auf der Blendenringwelle 51 sitzenden Scheibe 46 vorgesehenen achsenparallelen Stift 37 der Nach stellzeiger 17 über eine auf der Welle 51 sitzende Seilscheibe 43, das Seil 48 und die Scheibe 42 mit dem Messwerkzeiger 15 in Deckung gebracht. Die Entkupplung von der Doppelseilscheibe 42 nach erfolgter Blendeneinstellung und die Blockierung über den Stift 37 im Gehäuse 1 wird beim Loslassen des Blendenringes 5 durch die Feder 47 bewirkt. Die Doppelseilscheibe 42 wird vorzugsweise mit einer Rast versehen, die ein Verdrehen durch Stoss oder Schlag im ausgekuppelten Zustand verhindert. Das in Fig. 5 von der Unterseite her versehene Innere der Kamera lässt folgende Einzelheiten er kennen: Das vorzugsweise zu etwa 20 X 40 X 80 mm bemessene Kameragehäuse 1 enthält an seinen kurzen Seiten die Filmspulen 53 und 54, von denen die erstere in ihrem Innern eine - nicht mitdargestellte - durch den Knopf 12 aufziehbare Feder für den Filmtransport enthält. Etwa in der Gehäusemitte ist der Umlenkspiegel 55 für den über das Objektiv 7 eintretenden Aufnahmelichtstrahl sichtbar. Zwischen diesem und der Fihnvorratsspule 54 bzw. deren Magazin liegt der zu etwa 20 X 20 X 40 mm bemes sene Raum 57 für die Teile der Belichtungsauto matik, die z. B. gemäss Fig. 3 oder Fig. 4 ausgebildet ist. Zwischen dem Umlenkspiegel 55 und der Auf- wickelspule 53 liegt - von der Rückseite gesehen - der Umlenkspiegel für den Sucherstrahl und etwa auf gleicher Höhe mit diesem ein gezahntes Film transportrad 56. Bei den angegebenen Ausmassen der Kamera ist ein Film der üblichen Breite von 35 mm verwendbar. Die Kanalführung zwischen den beiden Filmspulen ist dann unter gleichzeitiger Ausnützung des für die Automatik oder Halbautomatik vorgesehenen Innen raumes 57 so lang, d. h. zu etwa dem Doppelten der Filmbreite, bemessen, dass die eingangs erwähnte spannungs- und wölbungsfreie Filmführung erzielt wird. Bei allen dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung kann der vom Photoelement der Belich tungsautomatik gelieferte Strom entweder einem Galvanometer zugeführt werden, dessen Zeiger ein Nachstellzeiger von Hand nachbewegt wird, der mit einem oder zwei Einstellmitteln für die Verwirkli chung der Belichtungsgrössen (Blende bzw. Ver- schlusszeit gekuppelt ist. Statt dieser Halbautomatik kann auch eine Vollautomatik in der Weise ver wirklicht werden, dass der Strom des Photoelemen tes - gegebenenfalls nach Verstärkung durch einen eingebauten Transistorverstärker - unmittelbar das letzte noch einzustellende Mittel für die Verwirkli chung der Betriebsgrössen steuert, z. B. Aufnahme blende oder die Belichtungszeiteinstellung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spiegelreflex-Taschenkamera mit mindestens einem im Raum zwischen den Filmspulen liegenden fest angeordneten Umlenkspiegel, dadurch gekenn zeichnet, dass im Raum zwischen dem Umlenk- spiegel und einer Filmspule oder der Bildbühne Teile einer nach Massgabe der Objekthelligkeit voll- oder halbautomatisch arbeitenden Vorrichtung für Blenden- bzw. Verschlusszeitsteuerung angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Teile einer Belichtungsautomatik in dem Raum (57) zwischen einem Umlenkspiegel (55) für den Aufnahmestrahl und einer der Film spulen, z. B. der Vorratsspule, angeordnet sind. 2. Kamera nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass eine der beiden senkrecht zu den Filmspulenachsen liegen den, das Aufnahmeobjektiv (7) tragenden Kamera schmalwände vorzugsweise in dem Teil, hinter dem sich die Automatik ganz oder teilweise befindet, ein Photoelement (22) enthält. 3.Kamera nach Patentanspruch und Unteran spruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ihre das Aufnahmeobjektiv (7) enthaltende Schmalwand auch ein Sucherobjektiv (8) enthält, hinter dem sich ein zweiter, zum Umlenkspiegel (55) des Aufnahme strahles senkrecht liegender Umlenkspiegel befindet. 4.Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die halbautomatisch wirkenden Steuer- mittel ein Differentialgetriebe (16) enthalten, das einerseits mit einem Nachstellzeiger (17) eines an das Photoelement (22) angeschlossenen Galvano meters (14), anderseits mit den Blenden- bzw. Ver- schlusszeiteinstellmitteln gekuppelt ist. 5.Kamera nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, d'ass der Nach stellzeiger (17) zugleich mit einer durch einen Rän- delknopf oder Rändelring (19) von aussen her dreh baren Filmempfindlichkeitsskala (20) lose über Frik- tionsmittel gekuppelt ist. 6. Kamera nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lage der Achse des Nach stellzeigers (17) der Lage der Achse der Film empfindlichkeitsskala (20) entspricht. 7.Kamera nach Unteransprüchen 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen des Galvanometerzeigers (15), des Nachstellzeigers (17) und der Filmempfindlichkeitsskala (20) sowie die Hauptachsen des Differentialgetriebes (16) senkrecht zur Filmebene angeordnet sind. B. Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen den Nachstellzeiger (17) und den ihn mit den Einstellmitteln für Blende und Verschlusszeit verbindenden Kupplungsmitteln eine Kurvenscheibe angeordnet ist. 9.Kamera nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die halbautomatisch wirkenden Einstellmittel eine mit dem Nachstellzeiger (17) fest verbundene Doppel seilscheibe (42) enthalten, die über je ein Triebseil (39, 48) mit je einer weiteren Scheibe (31 bzw. 33) kuppelbar ist, an denen der Blendenwert bzw. die Belichtungszeit einstellbar ist. 10. Kamera nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelseilscheibe (42) auf der Welle (49) der Anzeigeskala (20) für die Film empfindlichkeit angeordnet ist. 11.Kamera nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede der lose drehbar auf ihrer Welle sitzenden Seilscheiben (33, 31, 42) mit einem drehbaren Kupplungsglied verbindbar ist, das mit dem jeweiligen Einstellknopf für die Blende (5), die Belichtungszeit (10) oder die Filmempfindlichkeit (19) verbunden ist. 12.Kamera nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das drehbare Kupplungsglied aus einer fest auf der jeweiligen Einstellwelle (51, 50, 49) sitzenden Kupplungsscheibe (46, 45, 29) besteht, die einen über ihre 'beiden Oberflächen hinausragen den Nocken oder Kupplungsstift (37, 38, 36) auf weist, der im unbenutzten Zustand unter der Wirkung einer gegen das Ende der Welle drückenden Feder (47, 44, 43) ein eines der Löcher einer kreisförmigen Lochreihe in einer Festwand, z. B. der Gehäuse wand, im Betriebszustand, und zwar beim Ein drücken des jeweiligen Bedienungsknopfes nach dem Gehäuseinneren zu, in eines der Löcher einer kreis- förmigen Lochreihe in der jeweiligen Seilscheibe einrastet. 13.Kamera nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auf nahmeobjektiv (7) - gegebenenfalls auch das Sucher objektiv (8) - in einem festen Abstand zum zugehöri gen Umlenkspiegel bzw. der Bildbühne bzw. der Suchermattscheibe angeordnet ist. 14. Kamera nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Objektive für die Anbringung von Vorsatzlinsen oder -elementen ein gerichtet sind bzw. Linsen enthalten, die - gegebenen falls zwischen den Objektiven, z. B. mit Übersetzung, miteinander gekuppelt - in Richtung der Objektiv achse verstellbar sind. 15. Kamera nach Patentanspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv mehrere auswech selbare, z.B. revolverartig angeordnete Objektive gleicher oder annähernd gleicher Schnittweite und verschiedener Brennweiten enthält. 16. Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mit einem Mikrophon versehen ist. 17. Kamera nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon - z. B. bei zweiäugiger Ausführung der Kamera - in dem Raum zwischen dem oder den Umlenkspiegeln und der den Objektiven (7, 8) abgewandten Schmalwand angeordnet ist. 18. Kamera nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophon - z.B. bei einäugiger Ausführung der Kamera - zwischen dem Umlenkspiegel und einer der Filmspulen oder der dem Film gegenüberliegenden Kamerawand angeord net ist. 19. Kamera nach Unteransprüchen 16, 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Kameragehäuse nach aussen schalenförmig gewölbt und am Wöl bungsumfang mit Schallöchern versehen ist, wobei die Membran des Mikrophons im Innern des Kamera gehäuses akustisch zugänglich angeordnet ist. 20.Kamera nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass bei einer die Gehäusemasse von etwa 20 X 40 X 80 mm aufweisenden, auf normalen Standbildfilm von 35 mm Breite eingerichteten Ka mera der Innenraum (57) für die Belichtungsauto matik, insbesondere für das Galvanometer (14), den Nachstellzeiger (17), die Kupplungsmittel, die Film- empfindlichkeitsskala (20) und gegebenenfalls eine Kurvenscheibe bzw. ein Mikrophon zu etwa 20 X 20 X 40 bemessen ist. 21.Kamera nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede der lose drehbar auf ihrer Welle sitzenden Seilscheiben (33, 31, 42) mit einem drehbaren Kupplungsglied verbindbar ist, das mit dem jeweiligen Einstellknopf für die Blende (5), die Belichtungszeit (10) oder die Filmempfindlichkeit (19) verbunden ist. 22. Kamera nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv mehrere aus wechselbare, z. B. revolverartig angeordnete Objek- tive gleicher oder annähernd gleicher Schnittweite und verschiedener Brennweiten enthält.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
CH461360A CH390672A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Spiegelreflex-Taschenkamera |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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CH461360A CH390672A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Spiegelreflex-Taschenkamera |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
CH390672A true CH390672A (de) | 1965-04-15 |
Family
ID=4279357
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
CH461360A CH390672A (de) | 1960-04-22 | 1960-04-22 | Spiegelreflex-Taschenkamera |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
CH (1) | CH390672A (de) |
-
1960
- 1960-04-22 CH CH461360A patent/CH390672A/de unknown
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