Wägeeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Wägeeinrich- tung zum Wägen von Nettogewichten.
Bei Wägevorgängen wird ein das Wägegut tragendes Element, z. B. ein Haken, eine Schale oder eine Waagplatte (der Einfachheit halber im folgenden als Tragelement bezeich- net), entgegen der Wirkung einer Gegenkraft niedergedrückt, wobei die Bewegung dieses Tragelementes eine bestimmte Bewegung, beispielsweise einer Welle, verursacht. Diese Be wegung betätigt ihrerseits Mittel zur Messung des Gewichtes, welche aus einem Zeiger und einer Skala bestehen können, wobei die jeweilige Bewegung des Zeigers relativ zur Skala das Gewicht am Tragelement anzeigt.
Die er wähnte Bewegung kann aueh einen das Gewicht am Tragelement anzeigenden Zähler betätigen Wenn es sieh wie bei der Verwen dung einer automatischen Zuführung um ein bestimmtes Gewicht handelt, kann die er wähnte Bewegung eine Vorriehtung zum Abmessen von Wäg'egutmengen betätigen, z. B. einen Zeiger, der aus seiner Nullpunktslage nach einem vorbestimmten Punkt seiner kreisförmigen Bahn bewegt wird, an welchem Punkt die Zuführung unterbrochen wird.
Zuweilen ist es zweckmässig, Wägegut direkt in Behältern zu wägen. Dieses Verfahren bedingt, dass man den Behälter auf die Wägevorrichtung stellt, um ihn zu wägen, oder dass man das Behältergewicht in Betracht zieht und dann den Behälter angemessen füllt und das Endgewicht feststellt, oder dass man das Material in den Behälter einfüllt, bis das gewünschte Gewicht erreicht ist. Das Gewicht des Behälters heisst Tara, während das Verfahren zur Beriieksichtigung des Be hältergewichtes als Tarieren bekannt ist.
Muss eine grosse Wägegutmenge in vielen einzelnen Behältern so ausgewogen werden ; dass jeder das gleiche Gewicht enthält, so hat sich herausgestellt, dass jeder Behälter separat tariert werden muss, da die Behalter kleine Unterschiede im Gewicht aufweisen. Das Tarierverfahren wurde bisher auf verschiedene Weise ausgeführt ; so kann der Behälter beispielsweise leer gewogen werden und dann wiederum nach Einfüllung des erforderlichen Inhaltes.
Das ist jedoch ein langsames Verfahren, und der Tarierprozess wurde durch die Verwendung von Wägevorriehtungen be schleunigt, bei denen der Behäter zuerst auf die Wägevorrichtung gesetzt wird und der Zeiger dann durch eine handbedienten Me chanismus, das heisst durch Einstellung der gewichtsmessenden Mittel, auf seine Nullage zurückgedreht wird und danach das Wägegut in den Behälter eingewogen wird, bis der Zeiger das gewünschte Gewicht angibt. Der gefüllte Behäter wird dann entfernt, und ein neuer Behälter wird für den nächsten Wägevorgang auf die Wägeeinrichtung gebracht.
Bei einer solchen Vorriehtung hängt die Rich- tigkeit des endgültigen Gewichtes von der Genauigkeit ab, mit welcher der Arbeiter beim jedesmaligen Abwägen den Nullpunkt dieser Wägeeinriehtung einstellt. Die Ungenauigkei- ten, die bei diesem Einjustieren auftreten, können, falls das ausgewogene Wägegut verhältnismässig billig ist, geduldet werden ; wenn das ausgewogene Wägegut jedoch verhältnismässig teuer ist oder bei vielen sich wiederholenden Wägevorgängen, ist ein Tarierverfahren erwünscht, welches unabhängig von der Geschicklichkeit des Arbeiters zum Einjustieren ist.
Die erfindungsgemässe Wägeeinrichtung zum Wägen von Nettogewichten ist dadurch gekennzeichnet, dass während der Bewegung des Tragelementes für die Last zur Austarierung vorerst die Gewichtsmessvorrichtung in einem Zustand gehalten wird, in welchem kein Gewicht gemessen wird, dass Nachweismittel vorgesehen sind zur automatischen Feststellmg der Beendigung der genannten Bewegung und dass die genannten Nachweismittel nach einer solehen Feststellung die Messvorrichtung betätigen, um von Null aus die weitere Bewegung des Tragelementes zu messen.
Die genannte Nachweisvorrichtung kann, wenn gewünscht, einen Wägegutfluss in den Behälter auslosen.
Das Wort Wägegut soll sowohl Gegen- stände als auch Materialien, wie z. B. Pulver, Körner, Kügelehen, Klumpen, Späne, wässrige Mischungen, Pasten, Flüssigkeiten und Gase, einschliessen, und Tragelement schliesst irgendeine Vorrichtung für die Aufnahme des Wägegutes ein, wie zum Beispiel eine Waagschale.
In der beiliegenden Zeichnung sind in Fig. 1 bis 15 Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Wägeeinrichtung ist auf Fig. 1 dargestellt. Weitere Einzelheiten über diese Ausführungsform sind auf den Fig. 3 und 6 zu sehen.
Fig. 1 veranschaulicht eine Stirnansieht einer Wägeeinrichtung mit einer Wägeplatte 10, einem Zeiger 11, einer feststehenden Skala 12 und einer beweglichen Skala 13. Die Skala 13 ist mit Elotzkontakten 14 und 4a zur Steuerung einer automatischen Zufuhrvorriehtung versehen. Der Zeiger 11 bewegt sich entsprechend der Bewegung der Waagplatte 10 in einer bestimmten Weise.
Er zeigt somit die Bruttogewichte an der Skala 12 an.
Die Skala 13 ist durch den in Fig. 3 gezeigten Servomechanismus mit der Wägeeinrich- tung gekuppelt. Der hier angewendete Typus von Servomechanismus ist wohlbekannt und besteht aus zwei Dreiphasen-Servomotoren, wovon einer ein Geber 30 und der andere ein Nachlaufelement 31 ist. Ihre Statorwicklungen sind an den Klemmen 32, 33, 34, 35, 36 und 37 angeschlossen. Die Rotorwieklung des Ge- bers 30 ist mit der Wechselstromquelle 44 verbunden.
Der Rotor des Nachlaufelementes 31 ist mittels der Welle 38 mit dem Rotor des An triebsmotors 39 gekuppelt, welcher seinerseits direkt mittels der Welle 41 mit dem Rotor des Induktionsgenerators 40 gekuppelt ist. Die Rotorwicklung des Nachlaufelementes 31 und die des Induktionsgenerators 40 sind zum Eingang des Verstärkers 42 gesehaltet. Der Ausgang des Verstärkers 42 ist an den Antriebsmotor 39 angelegt. Der Verstärker 42 ist an die Stromquelle 43 angeschlossen. Die Verbindungen zu den Anschlusspunkten 81, 82, 87, 88, 89 und 90 sind auf Fig. 6 gezeigt. Der Antriebsmotor 39 ist ein Zweiphasen-Induktionsmotor.
Eine Gruppe seiner Pole ist mit der Wechselstromquelle 44 verbunden, um eine Bezugsphase zu erhalten,währenddem die andere Gruppe von Polen mit dem Ausgang des Verstärkers 42 verbunden ist, der die Steuerphase liefert. Der Induktionsgenerator 40 wirkt als Dämpfvorrichtung, indem er dem Verstärker 42 eine Gegenkopplungsspannung zuführt.
Der Ausgang des Induktionsgenera- tors 40 ist parallel mit dem Ausgang des Nach laufelementes 31 geschaltet, indem eine Leitung des Induktionsgenerators zusammen mit einer Leitung des Nachlaufelementes 31 zum Verstärker 4 ? führt, während die zweite Leitung auf bekannte Weise zum Verstärker 42 geschaltet ist, um eine Signalumkehrung zu erzielen. Die Gegenkopplungsspannung vom Induktionsgenerator ist eine Funktion der Drehzahl der Welle.
Wenn bei der Schaltung auf Fig. 3 dem Geber 30 Strom von der Weehselstromquelle 44 zugeführt wird, so entsteht im Nachlauf- element 31 ein Kraftfluss. Deshalb besitzt der Rotor des Naehlaufelementes 31 eine Ausgangsspannung. Diese sinkt auf Null ab, wenn der Rotor in eine Lage gebracht wird, in der die Achse seiner Einphasenwicklung senkrecht zum Kraftfluss steht. Die Folge davon ist, dass dann beide Rotoren stillstehen. Diese Lage wird als Koinzidenzlage bezeichnet. Wenn die Rotoren nicht in der Koinzidenzlage sind, oder wenn sie sich drehen, wird ein Induktions- strom in der Rotorwicklung der Naehlaufein- heit 31 erzeugt, welcher dem Verstärker 42 zugeführt wird.
Der verstärkte Strom fliesst dann zum Antriebsmotor 39, welcher den Rotor des Nachlaufelementes 31 antreibt, bis sich dieser in der Koinzidenzlage befindet und kein Strom mehr von dem Nachlaufelement 31 zum Verstärker 42 fliesst. Der Rotor des Nachlaufelementes 31 bleibt deshalb in der Koinzidenzlage stehen.
Die Skala 13 ist mit dem Nachlaufelement 31, und die Wägeeinrichtungswelle ist mit dem Geber 30 gekuppelt. Die Servoschaltung ist so ausgebildet, dass während des Tarierens der Stromkreis von dem Nachlaufelement 31 zum Verstärker 42 geschlossen ist (von dem Nachlaufelement 31, Punkt 89, über den umgelegten Kontakt E5 (Fig. 6), Punkt 90 zum Verstärker (42), so dass der Geber 30 das Nachlaufelement 31 mittels des Motors 39 antreibt. Dadurch wird die Skala 13 im gleichen Ausmass wie der Zeiger 11 bewegt, das heisst die gewichtsmessenden Mittel (Skala 13 und Zeiger 11) werden in einer Lage gehalten, in der während des Tarierens das Gewicht Null angezeigt wird.
Wenn beim Tarieren das Gleichgewicht erzielt worden ist, so fliesst kein Strom mehr in den Verstärker 42 vom Nachlaufelement 31.
Wenn aber kein Strom mehr fliesst, fällt das Relais E (Fig. 6) ab und öffnet den Stromkreis vom Nachlaufelement 31 zum Verstärker 42 mittels seines Kontaktes E5. Das Resultat davon ist, dass eine weitere Bewegung des Gebers 30 nicht auch eine entsprechende Be wegung des Nachlaufelementes 31 zur Folge hat, weil der geöffnete Stromkreis verhindert, dass ein Strom zum Verstärker 42 fliesst. Weil bei der Bestimmung des Nettogewichtes das Nachlaufelement 31 und deshalb auch die Skala 13 stillstehen, wird auf dieser Skala das Nettogewiclzt durch den Weg des Zeigers von der Nullstellung bis zur neuen Stellung angezeigt.
Bei dieser Ausführungsform der Er findung hält der Servomechanismus und die ihm zugeordneten Relais die gewichtsmessen- den Mittel 11, 13 in einer Lage, in der sie während des Tarierens Null anzeigen. Ferner stellen sie fest, wann die Bewegung der Waagplatte 10 aufhört, weil die Nachlaufeinheit 31 beim Gleichgewichtszustand keinen Strom mehr abgibt und deshalb das Relais D (Fig. 6) umschaltet. Dadurch wird bewirkt, dass sich die Skala 13 während dem folgenden Stadium der Wägoperation nicht mehr bewegt.
Fig. 6 veranschaulicht die elektrische Schaltung, welche für die auf den Fig. 1 und 3 abgebildete Ausführungsform der Erfindung benützt wird. Der Gleichrichter 80 ist an die Ausgangsklemmen 81 und 82 des Verstärkers 42 (Fig. 3) angeschlossen, dessen Eingangs- klemmen uber 89 und 90 und Kontakt E5 mit der Rotorwicklung der Naehlaufeinheit 31 (Fig. 3) verbunden ist. Ein Widerstand 83 befindet sich im Ausgangsstromkreis des Ver stärkers 42 (Fig. 3).
D, E, F und G sind Relais, welche die vier Kontaktgruppen D1, E1, E2, E3, 4, E5, Fl, F2 bzw. G1, G2 betätigen.
Die Kontakte sind in Fig. 6 alle im Ruhezustand der Relais dargestellt.
Ein an der Waagplatte 10 (Fig. 1) ange brachter Schalter 84 wird durch Gewicht des darauf abgestellten Behälters geöffnet. Der Schalter 84 ist derart montiert, dag er blob geöffnet wird, wenn der Behälter ganz auf der Waagplatte aufliegt.
Die Klemmen 85 und 97 sind an ein Gleichstromnetz von 24 Volt angeschlossen, während die Klemme 86 an ein Wechselstromnetz von 230 Volt angeschlossen ist. Die Klemmen 87 und 88 sind durch eine 50-Volt-Wechselstromquelle in Serie mit der Eingangsseite des Servomotorsystems geschaltet, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Die Klemmen 91 und 92 sind mit der automatischen Zufuhrvorrichtung verbunden, wobei die Verbindung über 91 eine Wagegutzufiihrung in groben Mengen und diejenige über 92 eine solche in feinen Mengen in Tätigkeit setzt. Die bei 93 und 94 gezeigten Lampen sind weisse bzw. grüne Kontrollampen. Andere, nicht gezeichnete Kontrollampen sind parallel mit der automatischen Zuführleitung geschaltet, wobei eine rote Lampe eine grobe und eine gelbbraune Lampe eine feine Zufuhr andeutet.
Die bei 95 und 96 gezeigten Ausloser stellen die an der beweg- lichen Skala befindlichen Kontakte 14 und 14a dar. Die wahrend einer Wägeperiode stattfindende Reihenfolge der Vorgänge ist in der Tabelle I dargestellt.
Beim Anschluss der Wägeeinriehtung an das Netz muss das Relais E erregt werden, bevor der 230-Volt-Kreis geschlossen wird, weil sonst, solange das Relais E nicht erregt ist, Strom vom Netz über Punkt 86 die Relais kontakte E3 und F'2, Punkt 91 bzw. 92 zur automatisehen Zufuhrvorriehtung fliessen und diese schon in diesem Stadium betätigen konnte. Wenn die Wägeeinricht. ung angefangen hat, normal zu funktionieren, so bleibt das Relais E, wenn ein gefüllter Behälter von der Waagplatte 10 (Fig. 1) genommen wird, erregt, wie das auch aus Tabelle I hervorgeht.
Das Stadium 1 der Tabelle I stellt den Zu standder'Wägeeinrichtungnacherfolgter Entfernung eines gefiillten Behälters dar.
Tabelle I Zustand des Stadium Zustand dr Servomotorsystems und Waagplatten- Relais Relais Relais Relais des Wäge- Ergebnis Wägeeinrichtung des Stromkreises über die schalter 84 D E F G Schalter E4 und E5 1 Waagplatte leer In Koinzidenz, geschlossen aus- ein- aus- aus- Zeiger und Skala am Stromkreis geschlossen geschaltet geschaltet geschaltet geschaltet Nullpunkt.
Weisses Licht an.
2. Behälter teilweise Ausser Konizidenz geschlossen ein ein aus aus Zeiger und Skala auf der Platte bewegen sich.
Weisses Licht an.
3. Behälter gänzlich Ausser Koinzidenz offen ein ein aus aus Weisses Licht an. auf der Platte 4 Gleichgewichts- Koinzidenz offen aus aus aus aus Zufuhr in groben Mengen zustand beginnt. bein Tarieren Rotes Licht an.
5 Auslösevorrichtung Stromkreis offen offen aus aus ein aus Zufuhrmenge ändet sich für Zufuhrin groben von grob zu fein.
Mengen erreicht Gelbbraunes Licht an.
6 Auslösevorrichtung Stromkreis offen offen aus aus ein ein Materialzufuhr hört auf. für Zufuhr in feinen Grünes Licht an.
Mengen erreicht 7 Behälter entfernt Ausser Koinzidenz, geschlossen ein ein aus aus Zeiger kehrt zum Null Stomkreis geschlossen punkt zurück und Skala folgt ihm.
Weisses Licht an.
8 Waagplatte leer In Koinzidenz, geschlossen aus ein aus aus Zeiger und Skala arn biem Gleich- Stromkreis geschlossen Nullpunkt. gewichtszustand. Weisses Licht an.
Im Betrieb bewegt, sich die Skala 13 so, dass sie der Bewegung des Zeigers 11 während des Tarierens nachläuft, so dass, wenn die Be wegung in der Wägeeinrichtung beim Tarieren aufhört, die Null der beweglichen Skala sich gegenüber dem Zeiger 11 befindet. Da der Geber und das Nachlaufelement der Servomotorvorrichtung bem Tarieren in der Koin zidenzstellung und in Ruhe sind, fliesst kein Strom vom Verstärker 42 (Fig. 3) zum Gleichrichter 80, folglich sind die Relais D uncl E stromlos, und der Servomotorstromkreis ist offen und bleibt offen, bis der Behälter von der Waagplatte 10 (Fig. 1) weggenommen wird. Die Skala 13 bleibt daher während Nettowägung stationär.
Der Stromkreis ist so angeordnet, da. nach dem Tarieren eine hy- draulische, einer Schüttelwirkung ausgesetzte Zufuhrvorrichtung Wägegut in den Behälter fòrdert, bis der Zeiger den Kontakt 95 der beiden an der beweglichen Skala angebrachten Kontakte 95 und 96 berührt. Das Mass der Materialzufuhr ändert sich dann von grob auf fein, bis der zweite Kontakt 96 vom Zeiger bestrichen wird, worauf die Zufuhr auf hort. Die Stellung des zweiten Kontaktes 96 bestimmt das Nettogewicht des in den Behäl- ter eingefüllten Materials.
Nach Entfernung des gefüllten Behälters von der Waage kehrt der Zeiger in Nullage zurück, und der Servo motorenmechanismus tritt wieder in Wirkung und bringt die bewegliche Skala auf die Nullpunktstellung zurück, so dass die Wägeein- richtung für einen weiteren Wägevorgang bereit ist.
Die in Fig. 1 dargestellte Wägeeinrichtung kann auch zur Schaffung einer gedruckten Aufzeichnung des Nettogewichtes und, wenn erwünscht, auch der Tara sowie des Bruttogewiehtes in Verbindung mit einer Zählvorrichtung verwendet werden, welche, wie später erläutert, durch elektrische Impulse be tätigt wird. Der die Gewichtsmessvorrichtung einstellende Mechanismus kann zur Steuerung eines elektrischen Stromkreises verwendet werden, so dass elektrische Impulse in eine Zählvorrichtung gelangen, welche die Tara registriert, worauf dann der Stromkreis beim Gleichgewichtszustand antomatiseh geändert wird, so dass weitere Impulse naeh einer Zählvorrichtung gelangen, welche das Nettogewicht aufzeiehnet.
Statt einer Servoschaltung kann eine Wheatstone-Brückenanordnung benutzt werden. Fig. 4 veranschaulicht eine Anordnung dieser Art. Die Wheatstone-Brüeke besteht aus den vier Widerständen 51, 5, 53 und 54, und es wird ihr Strom von der Wechselstromquelle 55 aus zugeführt. Die Wheatstone- Brüeke ist, wie dargestellt, an den Eingang eines Verstärkers 56 angeschlossen, während ein elektriseher Antriebsmotor 57 mit dem Ausgang des Verstärkers 56 verbunden ist.
Der Verstärker 56 ist an eine Stromquelle 58 angeschlossen. Die Widerstände 51 und 52 sind beide veränderlich, und der Widerstand 52 ist mit dem Rotor des Antriebsmotors 57 mechanisch verbunden, so dass bei einer Än derung des Widerstandes 51 ein Strom durch die Anordnung fliesst, der verstärkt und dann in den Motor 57 geleitet wird. Dieser fängt hierauf an zu laufen und regelt den Wert des Widerstandes 52, bis Gleichgewichtslage hergestellt ist, worauf der Stromfluss durch die Brücke zum Stil] stand kommt.
Diese Anordnung kann in der Wägeein- richtung gemäss Fig. 1 verwendet werden, indem man den Zeiger 11 über einen Wider standsdraht schleifen lässt, dessen Länge zwischen dem Zeiger und dem feststehenden Nullpunkt der Skala 12 dem Widerstand 51 der Fig. l gleichwertig ist. Auch die bewegliehe Skala in Fig. I muss ein Eontaktstück aufweisen, das über einen Widerstandsdraht schleift, wobei der Widerstand 52 der Fig. 4 gleich der Länge des Widerstandsdrahtes zwischen dem Berührungspunkt des Kontaktstiiekes der bewegliehen Skala mit dem Widerstandsdraht und dem Nullpunkt der feststehenden Skala ist. Der Antriebsmotor wird mit der beweg- lichen Skala verbunden.
Jede Versehiebung des Zeigers verursaeht einen Stromfluss in dem Brüekenkreis, so dass der Motor die be wegliche Skala bis zur Wiederherstellung des Gleichgewichtszustandes dreht, das heisst, bis die Null der beweglichen Skala unter der Zei gerspitze liegt. Die bewegliche Skala kann auf diese Weise veranlasst werden, jeder Bewegung des Zeigers zu folgen. Wenn die Bewegung des Zeigers über einen Widerstandsdralit Reibung verursacht, kann diese durch eine Kapazitäts-Wheatstone-Brüeke kompensiert werden.
Fig. 2 veransehaulieht eine Ausführungs- form der Erfindung, bei welcher der Zeiger 22 festgehalten wird, bis das Aufhören der Bewegung der Wägeplatte durch die Tara nachgewiesen ist. Fig. 5 zeigt eine elektrische Schaltma, welche für diese Ausführungsform gebraueht werden kann. Nach Fig. 2 besitzt die Wageeinrichtung eine Waagplatte 20, eine kalibrierte Skala 21, einen Zeiger 22 und eine drehbare Welle 23, welche durch Niederdrük- ken der Waagplatte 20 in einem bestimmten Ausmass betätigt wird.
Wird ein Behälter auf die Waagplatte gebracht, so-kann die Welle 23 gegenüber dem Zeiger 22 gleiten, bis der Gleichgewichtszustand zwischen dem Behältergewicht und der Wägeeinriehtung erreicht ist, worauf dann automatisch eine magnetische Kupplung in Tätigkeit tritt, um zu bewirken, dass der Zeiger 22 einer weiteren Drehung der Welle 23 folgt. Diese Ausführungsform ist mit einem Servosystem versehen, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, wobei der Geber 30 mit der Wägeeinrichtungswelle 23 (Fig. 2) gekuppelt ist. Die Bewegung der Waagplatte 20 verursacht einen Strom, der von der Nachlaufeinheit 31 zum Verstärker 42 fliesst und das Relais A (Fig. 5) erregt. Dadurch wird der Stromkreis der magnetischen Kupplung offengehalten.
Wenn die Bewegung der Waagplatte 20 aufhört, so hört auch der Strom auf, zum Verstärker 42 zu fliessen. Das Relais A (Fig. 5) fällt deshalb ab, und sein Kontakt sehliesst den Stromkreis der magnetischen Kupplung, so dass der Zeiger 22 mit der Wägevorriehtungswelle 23 gekuppelt wird und jede weitere Bewegung der Wägeeinrichtungs- welle 23 dureh den Zeiger 22 angezeigt wird.
Fig. 5 veranschaulicht die elektrisehe Schaltung, die in Verbindung mit der in Fig. 2 gezeigten Wägeeinrichtung benützt wird.
In Fig. 5 bedeutet 60 einen Gleichrichter, der mit den Ausgangsklemmen 81 und 82 des Verstärkers des Servosystems verbunden ist, dessen Einlassklemmen an die Rotorwicklung des Nachlaufelementes des Servomotorsystems angeschlossen sind. Ein Widerstand 63 ist in der nach 82 führenden Leitung eingeschaltet.
Ein Waagplattenschalter 84 ist vorgesehen, welcher einen Kontakt momentan betätigt, sobald ein Behälter auf die Waagplatte 20 ge stellt ist ; dieser Schalter tritt nicht in Tätig- keit, wenn der gefüllte Behälter von der Waag platte wieder entfernt wird. Der Schalter 64 kann mechanisch oder photoelektrisch betätigt werden. A, B und C sind im aberregten Zu stand gezeigte Relais, welche die drei Kon taktgruppen AI, A2, A3, A4, A5 ; B1, B2 bzw.
C1, C2, C3 betätigen. Die Klemme 86 ist an eine 230-Volt-Wechselstromquelle angeschlos- sen. Jede der Klemmen 66 und 73 sind mit dem Stromkreis der magnetischen Kupplung so verbunden, dass dieser geschlossen wird, so bald die Kontakte A3 und C3-geschlossen sind.
Die Klemmen 87 und 88 sind durch eine 50-Volt-Wechselstromquelle mit dem Servo motorsystem verbunden, während die Klemme
89 am Ausgang des Servomotors und die
Klemme 90 am Eingang des Verstärkers an geschlossen ist, so dass der Eingangsstrom kreis zum Verstärker durch den Umsehalter A5 geöffnet oder geschlossen werden kann.
Der Servomotorstromkreis ist in Fig. 5 nicht dargestellt ; er entspricht jedoch demjenigen gemäss Fig. 3. Die Klemmen 71 und 72 sind mit einer elektrisch betätigbaren, automati schen Zuführungsvorrichtung verbunden, wo bei die Verbindung über 71 eine grobe und diejenige über 72 eine feine Zuführung in
Gang setzt. Die bei 74 und 75 gezeigten Lam pen stellen weisse bzw. grüne Kontrollampen dar. Andere, nicht gezeichnete Kontrollampen sind parallel zu den automatischen Zufüh- rungsstromkreisen geschaltet, wobei ein rotes
Licht die grobe Zuführung und ein gelbbrau nes Licht die feine Zuführung andeutet.
Die bei 76 und 77 gezeigten Auslöser stellen Kon taktanordnungen dar, die an vorgestimmten
Skalastellen die Wägeeinrichtung enthalten und welchebeimBestreichendurch,denZei- ger bewirken, dass sich zuerst die grobe Zuführung in eine feine Zuführung ändert ; dann die ganze Zufuhrbewegung zum Stillstand kommt. Die Anschlussklemme 85 ist mit einer Gleichstromquelle von 24 Volt verbun- den. Die während einer Wägeperiode stattfindende Reihenfolge der Vorgänge ist in der Tabelle II dargestellt.
Es muss beachtet werden, dass beim Anschluss der Wägeeinrichtung an das Netz das Relais A durch Schliessen des Schalters 64 erregt werden muss, bevor der 230-Volt-Stromkreis geschlossen wird, da sonst die automatische Zuführung in Tätigkeit tritt.
Während einer Reihe von Wägevorgängen bleibendieRelais.ss und C immer erregt, solange das Relais A nicht. erregt ist, ausgenommen, wenn sich die Wägeeinrichtung bei ihrer Tarierstellung im ausgeglichenen Zustand befindet, und der automatische Vorschub kann daher nur nach dem selbsttätigen Tarieren des Behälters in Tätigkeit treten. Das Staclium 1 der Tabelle II stellt daher den Zustand der Wägeeinriehtung nach erfolgter Entfernung eines gefüllten Behälters dar.
Bei dieser Ausführungsform können Taraund Bruttogewichte mittels eines zweiten Zeigers angezeigt werden, der dauernd auf der Welle 23 befestigt ist.
Tabelle II Stadium Zustand des Waag Zustand der Magnetische Relais Relais Relais des Wage0 Servomotor- Platten- Ergebnis Wägevorichtung Kupplung A B C vorganges systms schalter 1 Waagplatte leer aus In Koinzidenz, offen ausgeschaltet eingeschaltet eingeschaltet Zeiger auf Nullpunkt.
Stromkreis offen Grünes Licht an.
2 Behälter teilweise aus Ausser Konzidenz, geschlossen ein aus aus Zeiger verbleibt auf auf der Platte Stromkreis Nullpunkt. geschlossen Weisses Licht an.
3 Bchälter gänzlich aus Ausser Koinzidenz, offen ein aus aus Keine Änderung. auf der Platte Stromkreis geschlossen 4 Behälter ganz auf in In Koinzidenz, offen aus aus aus Grobe Zuführung beginnt. der Platte, Gleich- Stomkreis offen Rotes Licht an. gewichtszustand Der Zoiger bewegt sich. erreicht 5 Auslösevorrichtung in Stromkreis offen offen aus ein aus Grobe Zuführung ändert für grobe Zufüh- sich zu feiner Zuführung. rung erreicht Gelbbraunes Licht an.
6 Auslösevorrichtung aus stromkreis offen offen aus ein ein Zufuhrbewegung hört auf. für feine Zuführung Grünes Lieht an. rreicht 7 Bchälter entfernt aus Stromkreis offen offen aus ein ein Zeiger wird durch Feder and Nullpunktslage zurückgeführt.
Grünes Licht an.
8 Bereutscgaft für das aus Stromkreis offen offen aus ein ein Zeiger am Nullpunkt. nächste Abwägen Grünes Licht an.
Der in Fig. 5 dargestellte Stromkreis kann, zwecks ausschliesslicher Verwendung der in Fig. 2 gezeigten Wägeeinrichtung zur Bestimmung des Bruttogewichtes geändert werden.
Bei dieser Variante lässt man den Waagplat- tenschalter (an dessen Stelle auch ein durch den Zeiger betätigter photoelektrischer Schalter treten kann) kurz tätig sein, um die magnetische Kupplung auszuschalten, wenn der Zeiger in die Nähe der Nullpunktsstelle zuriickgekehrt ist. Der Zeiger wird durch Federn gegen einen festen Anschlag genau in die Nullpunktslage eingestellt. Die magnetische Kupplung wird, sobald sich die unbelastete Wägeeinrichtung im Gleichgewicht befindet, wieder eingeschaltet. Das heisst, die magnetische Kupplung ist während des ganzen Wägevorganges in Betrieb, bis sich der Zeiger nahe am Nullpunkt befindet, und sie tritt wiederum in Wirkung, wenn der Zeiger durch eine schwache Feder genau am Nullpunkt gehalten wird.
Somit bewegt sich der Zeiger stets von einem präzisen Nullpunkt aus, und zwar unabhängig von der Lage der Waagplatte bei unbelastetem Zustand. Dies kann erreicht werden, indem die Wägeeinrich- tung mit einem Servomotorsystem und mit einem Stromkreis versehen wird, welcher die magnetische Kupplung eingeschaltet lässt, solange sich das Servomotorsystem im statischen Gleichgewicht befindet ; ferner ist ein Haltestromkreis vorgesehen, welcher die magnetische Kupplung eingeschaltet hält, so lange, bis dieser Haltestromkreis bei der Rückkehr des Zeigers durch die Betätigung des Schalters unterbrochen wird.
Während des Zeitraumes zwischen der Wirksamkeit des Schalters und dem abermaligen Einschalten der magnetischen Kupplung, wenn sich das Servomotorsystem in statischer Koinzidenz befindet, das heisst beim Gleichtgewichtszustand der unbelasteten Wägevorrichtung wird der Zeiger durch eine Feder auf den Nullpunkt zurück- gebracht.
Ein anderes Verfahren zur Steuerung der durch die selbsttätige Zuführungsvorrichtung gelieferten Menge von Wägegut besteht in der Verwendung elektrischer oder elektronischer Zählwerke. Elektrische Zählwerke dieser Art bestehen aus Sätzen von Relais, wobei jedes Relais ein Umschaltrelais ist, und bei der Zuleitung elektrischer Impulse in dieses Zähl- werk bewirkt jeder Impuls eine Änderung der Anordnung der Relais, so dass für eine bestimmte Anzahl von Impulsen die dadurch erzielte Anordnung der Relais einmalig ist.
Die Kontakte der Relais können so sein, dass sich ein Stromkreis ergibt, der nur dann geschlossen ist, wenn ihm eine bestimmte Anzahl von Impulsen zugeführt wurde. Da jeweils für eine bestimmte Zahl jedes Relais in einer seiner beiden möglichen Stellungen sein muss, so ist zur Auffindung des Stromkreises, welcher geschlossen ist, wenn eine bestimmte Zahl von Impulsen zugeführt wurden, die Benutzung aller Relais erforderlich. Der Stromkreis wird gefunden, indem der Eingangsleiter mit dem entsprechenden festen Kontakt des ersten Relais die Ansehlussklemme des beweglichen Kontaktes des ersten Relais mit dem passenden, festen Kontakt des zweiten Relais verbunden wird und so fort.
Die in das Zähl- werk gesandten Impulse können durch die Waageeinrichtung, beispielsweise durch spä- ter beschriebene Verfahren, erzeugt werden und jeder Impuls kann dabei ein Gewicht von 1/10 Pfund darstellen. Dadurch, dass der durch diese Anordnung der zählenden Relais geschaffene Stromkreis einen Teil des die selbsttätige Zuführung des Wägegutes besor genden Kreises bildet, kann die Zuführung an Wägegllt angehalten werden, sobald die dem gewünschten Gewicht entsprechenden Impulse in das Zählwerk gesandt sind.
Ferner kann durch Anordnung von zwei solehen Zählkreisen der eine von ihnen die Änderung von grober auf feiner Speisung bewirken, während der andere dazu dient, die Speiseleitung gänzlich abzuschalten. Beim jeweiligen Auswägen von Material von je 50 Pfund Nettogewicht und bei einer Änderung der Speiseleitung von grober auf feine Speisung nach Einfüllung von 45 Pfund, würden die Relaiskontakte zum Beispiel auf zwei Arten miteinander verbunden werden, so dass der eine Zählkreis bei 45 Pfund und der andere bei Erreichung von 50 Pfund geschlossen wird.
Bei den bekannten elektrischen Zählwer- ken kann es unpraktisch sein, die vorhandenen Relais auf diese Weise wu verwenden, und unter solchen Umständen kann jedes vorhan- dene Relais ein zweites, parallel zum ersten geschaltetes Relais haben, dessen einziger Zweck darin besteht, Kontakte für den Netto Speisekreis vorzusehen.
Elektrische Zählwerke können mit 50 bis 100 Impulsen pro Sekunde arbeiten, und wenn jeder Impuls t/lo Pfund bedeutet, so stellt dieser Wert eine Zuführgeschwindigkeit von 5 bis 10 Pfund pro Sekunde dar. Langsamere Zufuhrgesehwindigkeiten können auch benützt werden, und man kann die Impulse auch so einstellen, dass sie einen Bruchteil eines Pfundes darstellen, der weniger als 1/10 Pfund ist. Für höhere Zufuhrgeschwindigkei- ten können elektronische Zählwerke verwendet werden, wobei die Anordnung der zwei stabilen Zustände (oder drei, falls ein ternäres System verwendet wird) des elektronischen Systems ausgenutzt wird, welche einer be stimmten Anzahl bestimmter, in das Zählwerk gesandter Impulse entspricht.
Die einer bestimmten Impulszahl und daher auch einem bestimmten Gewicht entspreehende Anord nung kann elektronisch gesteuert werden, um einen leitenden Weg vorzusehen, der seinerseits zur Steuerung der automatischen Zuführung des Wägegutes dient. Elektronische Zählwerke können zur Zählung von Impulsen bis zu einer Geschwindigkeit von 100 000 pro Sekunde gebaut werden.
Die in Fig. 7, 8 und 9 dargestellte, durch Fernsteuerung automatisch betätigte Wäge- einriehtung gestattet eine Ablesung der Anzeigen und liefert eine gedruckte Aufzeichnung der Tara, des Netto-und Bruttogewich- tes.
Fig. 7 zeigt die allgemeine Anordnung der Wägeeinrichtung, Fig. 8 stellt den Teil der Einrichtung dar, welcher den das Nettogewicht angebenden Zeiger auf seinen Nullpunkt bringt, und Fig. 9 zeigt den zum Nachweis des in der Wägeeinriehtung herrschenden Gleichgewichtszustandes verwendeten Stromkreis, welcher die Tätigkeit der automatischen Speisevorrichtung und des Druckmechanis- mus steuert.
In Fig. 7 stellt 120 die Waagplatte mit einem darauf befindlichen, zylindrischen Behälter 121 dar, welcher eine teilweise gefüllte Einlage 122 enthält, deren Hals über den Auslass der automatischen Speisevorrichtung 123 geschoben ist. Die automatische Speisevor- richtung 123 besitzt einen hydraulisch be tätigten Schütteltisch 124 und kann für grobe oder feine Zuführung eingestellt werden. Die Bewegung der Platte der Wägeeinrichtung wird der Fernanzeigevorriehtung durch ein Servomotorsystem mitgeteilt, dessen Geber bei 125 und dessen Empfänger bei 126 gezeigt ist.
Die Fernanzeigevorrichtung weist eine die beiden Zeiger 128 und 129 tragende Skala 127 und zwei Kontakte 130 und 131 auf, welche durch den Zeiger 128, nicht aber durch den Zeiger 129 bestrichen werden. Am Zeiger 128 ist eine aus Leichtmetall, beispielsweise aus Aluminium, angefertigte Scheibe 137 angebracht. Diese hat die Aufgabe, mittels einer Feder den Zeiger 128 in die Nullstellung zu bringen, wenn die Waagplatte entlastet wird.
Die Seheibe 137 wird später mit Bezug auf die Fig. 8 genauer beschrieben. Falls zweekmässig, kann diese Scheibe auch aus einem nichtleitenden Material wie Kunstharz angefertigt werden. Der Zeiger 129 bewegt sich beständig während eines Wägevorganges, der Zeiger 128 dagegen tritt nur nach erfolgtem Tarieren des leeren Behälters mittels einer magnetischen Kupplung in Tätigkeit. Das Servomotorsystem ist von der vorbeschrie- benen Art und besitzt einen Antriebsmotor 132 und einen Induktionsgenerator 133. Der Empfänger 126 betätigt auch die Druckvorrichtung, wobei die Zähleinrichtungen für das Bruttogewicht, die Tara und das Nettogewicht bei 134, 135 bzw. 136 gezeigt sind.
In der Druckeinrichtung wird der Brutto zähler 134 durch die Nachlaufeinheit 126 mittels der magnetischen Kupplung 143 angetrie- ben. Der Tarazähler 135 ist mit dem Bruttozähler 134 durch die magnetische Kupplung 144 gekuppelt. Auch der Nettozähler 136 wird durch die Nachlaufeinheit 126 angetrieben, und zwar mittels der magnetischen Kupplung 142. Die Schaltung (Fig. 9) ist so besehaffen, dass, wenn der Behälter auf die Waagplatte abgestellt wird, der Bruttozähler 134 durch die magnetische Kupplung 143 und der Tarazähler 135 durch die magnetische Kupplung 144 mit der Nachlaufeinheit 126 gekuppelt werden.
Wenn das Taragleichgewicht sich eingestellt hat, wird die magnetische Kupplung 144 automatisch ausgekuppelt, die magnetische Kupplung 142 hingegen automatisch eingekuppelt, um den Nettozähler 136 mit der Nach laufeinheit] 26 zu kuppeln. Wenn die Wägung beendet ist, gibt deshalb der Zähler 134 das Bruttogewicht, der Zähler 135 die Tara und der Zähler 136 das Nettogewicht an. Nur der die beiden Servomotoren verbindende Stromkreis ist gezeichnet, da der übrige Teil Teil des Servomotorstromkreises dem in Fig. 3 besclriebenen ähnlieh ist.
Fig. 8 zeigt in einer Detailansicht das zum Rückstellen des Zeigers 128 verwendete Verfahren. Die Scheibe 137 besitzt eine Kerbe 141 und eine in diese eingreifende, an einer schwachen Feder 138 gehaltene Rolle 140, welche die Scheibe 137 im Gegenuhrzeigersinn zu drehen sucht. Das andere Ende der Feder 138 ist an der Stirnseite der Skala 127 befestigt und geerdet. In der Nähe dieser Feder befindet sich ein ebenfalls an der Stirnseite der Skala 127 befestigter Kontakt 139, der mit dem magnetischen Kupplungskreis verbunden ist.
Während des Bestimmens des Nettogewichtes wird der Zeiger durch die magnetische Kupplung mitgenommen und be wegt sich im Uhrzeigersinn, während die Rolle 140 am Aussenumfang der Scheibe leicht aufliegend läuft und einen Kontakt zwischen der Feder 7. 38 und dem Kontakt 139 herstellt.
Nach dem Entfernen des gefüllten Behälters von der NVaagplatte bleibt die magnetische Kupplung in Tätigkeit und bringt den Zeiger 128 gegen seinen Nullpunkt zurück, bis die Rolle 140 in die Kerbe 141 fällt und den Kontakt der Feder 138 mit dem Kontakt 139 unterbricht. Dadurch wird der magnetische Kupplungskreis geöffnet und der Zeiger durch die Wirkung der Feder 138 in seinen Nullpunkt zurückgebracht. An Stelle der Feder 138 kann auch eine selnwenkbare Stance verwendet werden, welche am einen Ende eine die Funktion der Rolle 140 übernehmende Rolle tragt, während ihr anderes Ende durch eine schwache Feder unter Zugspannung ge. halten wird.
Die Anordnung der Kerbe und der Feder ist so gewählt, dass der magnetische Kupplungskreis beim Heranbewegen des Zeigers nahe an seinem Nullpunkt geöffnet wird, so dass eine schwache Federwirkung genügt, um den Zeiger gegen den festen Anschlag am Nullpunkt zurückzuschieben.
In Fig. 9 ist 150 ein Gleiehriehter, dessen Eingangsklemmen mit den Ausgangsklemmen des Verstärkers des Servomotorsystems verbunden sind und dessen Ausgangsklemmen an das Relais H angeschlossen sind. 11, I, J, K, L, M und N sind Relais, welche die fion- taktgruppen H1, H2 ; I1, 12 ; J1, J2 J3, J4 ; K1, K2 ; Ll, L2 ; m, M2, 113 und N1, N2 steuern. Die Relais sind im aberregten Zustand dargestellt.
Der Umschalter 151 und der einfache Schalter 152 sind zusammengekup- pelt und werden durch die Bewegung der Waagplatte betätigt ; die Kontakte sind in einem der unbelasteten Waagplatte entspre chenden Zustand dargestellt oder in einem Zustand bei nicht völlig auf der Waagplatte befindlichem Behälter. Die Auslösevorrieh- tungen 153 und 154 stellen den Zeiger 128 und Kontakt 130 bzw. den Zeiger 128 und Kontakt 131 dar.
Wenn der Zeiger 128 über den Kontakt 130 streicht, so macht der Ausloser 153 Kontakt, und ähnlieh stellt der Ausloser 154 eine Kontaktverbindung beim Bestreiehen des Kontaktes 131 her. Die Klemme 155 ist mit einer weissen Signallampe verbunden, die Klemmen 156 und 157 sind an die selbsttätige Zuführungsvorrichtung angeschlossen.
die Klemme 156 regelt die Grobspeisung und die Klemme 157 die Feinspeisung. Eine rote Signallampe ist parallel zum Stromkreis für Grobspeisung geschaltet und eine gelbbraune Signallampe parallel zum Stromkreis für Feinspeisung. Die Klemme 158 ist an die Druekvorrichtung angeschlossen, deren Stromkreis eine grüne Signallampe parallel geschal- tet hat. Die Klemmen 159, 160 und 161 sind über die magnetischen Kupplungskreise zur Betätigung der Tara-, Netto-bzw. Bruttogewichts-Zählwerke an ein Gleiehstromnetz von 24 Volt angeschlossen.
Die den Zeiger 128 betätigende, magnetische Kupplung ist bei 162 gezeigt. Die Klemme 163 ist an ein 230-Volt-Wechselstromnetz angeschlossen. Die Klemme 164 ist mit dem in Fig. 8 gezeigten Kontakt 139 verbunden und sehafft einen Haltekontakt für das Relais K, so dass, nachdem letzteres einmal erregt und der magnetische Kupplungskreis geschlossen wurde, dieser Kreis geschlossen bleibt, bis der Zeiger fast zu seinem Nullpunkt zurüekkehrt und die Rolle in die Kerbe der am Zeiger befestigten Scheibe fällt. Jede der mit + bezeichneten Klemmen ist mit einer 24-Volt-Gleichstrom- quelle verbunden.
Beim Betrieb wird ein Behälter zuerst auf die. Waagplatte gesetzt und die Tara am Tarazähler angezeigt. Der Bruttozähler arbeitet beständig während des Wägevorganges. Der Zeiger 129 bewegt sich ebenfalls und zeigt die Tara an. Nach erfolgter Ausgleichung beginnt die Wägegutzuführung in groben Mengen, der Tarazähler hört auf zu arbeiten und der Nettogewichtszähler tritt in Funktion. Wenn der Zeiger 128 über den Kontakt 130 streicht, ändert sich die grobe in eine feine Zuführung, und beim Streichen des Zeigers über den Kontakt 131 hört das Zuführen von Wägegut auf.
Nachdem alles durch die automatische Speisevorrichtung gelieferte Wägegut den Behälter erreicht hat, kommt die Wägevorriehtung zur Ruhe, Gleichgewicht ist hergestellt, und die Zähler zeigen das Bruttogewicht, die Tara und das Nettogewicht an, während die Druckvorrichtung zur Herstellung einer gedruekten Aufzeichnung in Tätigkeit tritt. Die Zähler werden automatisch auf ihren Nullpunkt zurückgestellt, sobald der Behälter von der Waagplatte entfernt ist, und beide Zeiger kehren zum Nullpunkt zurüek, wobei mecha- nische Zähler zum Beispiel durch einen Rückstellarm auf ihren Nullpunkt gebracht werden, welcher die Rüekstellung bewirkt.
Der Stromkreis der den Zeiger 128 betätigenden magnetischen Kupplung ist offen, wenn sich dieser bei seiner Riiekkehr in der Nähe des Nullpunktes, z. B. ungefähr bei der 1-Pfund Markierung der Skala, befindet, und der Zeiger wird dann durch eine Feder in seine Nullage gebracht, welche den Zeiger gegen einen festen Anschlag zurückschiebt.
Die Tabelle III zeigt die Reihenfolge der Wägevorgänge während des Wagons bei Verwendung einer Vorrichtung gemäss den Fig. 7, 8 und 9.
Tabelle III Zustand des Waag- Magnet.Kupp Stadium Zustand der R e l a i s Servomotor- platte- lung den Zeiger Ergebnis Nr. Wägevorrichtung H I J K L M N systems schalter betätigend 1 Waagplatte leer In Koinzidenz offen ausgeschaltet aus aus ein aus aus aus ein Weisses Licht an. Keine Zuführung. bie Nullpunkts- Brutto- und Trazählkreise lage geschlossen.
2 Behäter teilweise Ausser offen aus ein aus ein aus aus aus ein Bruttogewicht und Tara auf der Waagplatte Koinzidenz werden gezählt.
3 Behälter gänzlich Ausser geschlossen aus ein ein ein aus aus aus ein Relais J ird nur durch Relais HI auf der Platte Koinzidenz gehalten.
4 Registrierung In Koinzidenz geschlossen eingeschaltet aus ein aus ein aus aus ein Grobzuführung beginnt. Magnetische der Tara bei Tara- Kupplung eingeschaltet. Rotes Licht Einstellung an.Nettogeweichtzähler ein-und Tarazähler ausgeschaltet.
5 Zeiger passiert das Ausser geschlossen ein ein ein aus ein aus aus ein Rolle läuft am Scheibenumfang und 1-Pfund-Zeichen Koinzidenz macht den Haltekontakt für das Relais K.
6 Auslöser für Grob- Ausser geschlossen ein ein ein aus ein ein aus ein Grobzuführung ändert sich in Feinzuführung berührt Koinzidenz zuführung. Gelbbraunes Licht an.
7 Auslöser für Fein- Ausser geschlossen ein ein ein aus ein ein ein ein Feinzuführugn hört auf, gelbbraunes zuführung berührt Koinzidenz Lich erlischt. Brutto- und Nettozähler eingeschaltet.
8 Im Gleichgewicht Koinzidenz geschlossen ein aus ein aus ein ein ein aus Brutto- und Nettozähler bei vollem beim ausgeschaltet. Druckvorrichtung Nettogewicht Nettogewicht arbeitet. Crünes Licht an.
9 Gefüllter Behälter Ausser offen ein ein ein aus ein ein ein aus Grünes Licht aus, Zeiger durch die entfernet Koinzidenz magnetische Kupplung noch festgehalten.
10 Gekuppelter Zeiger Ausser offen aus ein ein aus aus ein ein aus Zeiger wird durch eine Feder von fällt auf das 1-Pfd.- Koinzidenz dem 1-Pfund-Zeichen auf den Zeiehen zurück Nullpunkt zurückgebracht.
11 Waagplatte Koinzidenz bei offen aus aus aus ein aus aus aus ein Stromkreis der Druckvorrichtung in Ruhe und leer Nullpunktslage bei Koinzidenz nicht geschlossen, da Schaltor 152 offen ist.
Weisses Licht an.
Bei gewissen Arten des Wägegutes wie beispielsweise feinem Pulver ist es zweeks Vermeidung von Verlust an Wägegut zu weilen zweckmässig, das Gut in einen durch einen Behälter, z. B. eine zylindrische Büehse, abgestützten Einsatz zu füllen, dessen Ifals mit der Zuführungsvorrichtung verbunden ist. Die Wägevorrichtung gemäss Fig. 7, 8, 9 ist für das selbsttätige Handhaben solcher Einsätze nicht geeignet, und solche Einsätze müssen daher, bevor der Wägevorgang stattfinden kann, von Hand eingestellt werden.
Um sieher zu gehen, dass nicht irgendeine während dieser Einstellung auf die Wäge- einriehtung ausgeübte Kraft unrichtig an den Zählern angezeigte Taren und Bruttogewiehte verursacht, kann ein Handschalter zum Absehalten des Servomotorsystems wahrend des Einstellens des Einsatzes vorgesehen sein. Bei mechanischen Zählern mag dieser Handschal- ter nicht von Wichtigkeit sein, da solehe Zähl- werke so gebaut werden können, dass sie sich bei irgendwelcher Gewichtsänderung sowohl rückwärts als auch vorwärts drehen.
Bei einem Zählwerk, das gemäss der Anzahl der empfangenen elektrischen Impulse arbeitet, ist jedoch ein solcher Schalter von Bedeutung, da in diesem Fall jede Zeigerbewegung registriert wird.
In der Wägeein riehtung gemäss den Fig. 7, 8 und 9 wird bei Verwendung eines Einsatzes für das Wägegut der Servomotorkreis offengehalten, und der in diesem Fall handbediente Mehrfachschalter wird in seiner offenen Lage bis nach erfolgter Einstellung des Einsatzes gehalten. Der Servomotorstromkreis wird dann gesehlossen nnd hierauf aueh der Mehrfachsehalter in Schliesslage gebracht. Der Mehrfaehsehalter kann auch einen Schalter zur Steuerung des Servomotorkreises vorsehen, so dass, wenn der Schalter unten, das heisst der Schalter 152geschlossen ist, auch der Stromkreis des Servomotors geschlossen ist.
Der Schalter muss jedoch so angeordnet sein, dass der Servomotorkreis vor dem Umsehal- ten des Schalters 151 und vor dem Schliessen des Sehalters 152 geschlossen wird. Das Tarieren und das Wägen geht hierauf selbsttätig vonstatten. Bei Beendigtmg des Wägevorgan- ges wird der Mehrfachschalter nach oben bewegt und der Servomotorkreis beim Zurüekkehren des Zeigers auf seinen Nullpunkt ge öffnet. Der Stromkreis kann auch so angeord- net sein, dass der ebenfalls den Schalter für den Servomotorkreis enthaltende Mehrfach- schalter nach Beendigung des Druekvorganges automatisch in seine hoehgestellte Lage zurückgebracht wird.
Falls es erwünscht ist, Zählwerke zu verwenden, welche in der Wägeeinrichtung ge mäss den Fig. 7, 8 und 9 durch elektrische Impulse betätigt werden, so wird die als geerdet gezeigte Verbindung N2 statt dessen mit der Quelle der elektrischen Impulse verbunden.
Fig. 10 zeigt eine andere Schaltung für die in Fig. 8 und 9 abgebildete Einrichtung.
Sie ermöglicht es, ein zum vornherein bestimmtes Nettogewicht automatisch abzufül- len. Dabei kann die Waage durch den Zeiger oder durch einen Impulszähler gesteuert werden, welche bewirken, dass die Zufuhr von Wägegut unterbrochen wird, wenn das eingestellte Nettogewicht abgefüllt worden ist.
In Fig. 10 stellen P, Q, R, S, T, U, V, W und X Relais dar, welche die neun Kontaktgruppen P1, Q1, R1, R2, R3 ; S1, S2, S3, S4 ; Tl ; U1, U2 ; VI, V2, V3 ; W1, W2, W3 bzw.
X1 betätigen. Die Kontakte P1 sind von dem Typ, welcher einen Stromkreis schliesst, bevor er ihn öffnet, das heisst, es erfolgt eine Umschaltung ohne Unterbrechung, Diese Relais sind im aberregten Zustand dargestellt. Das Relais R und der handbediente Druckknopf- schalter 195 werden nur benötigt, wenn es beabsichtigt ist, Wägegut in einen von einem Behälter abgestützten Einsatz zu wägen, dessen Einsatzhals zuvor an der Abgaberinne der selbsttätigen Zuführvorrichtung befestigt wird. Der Stromkreis ist derart, dass das Relais R bei unbelasteter Waagplatte und bei der Rüekkehr des Mechanismus der Wägeein- richtung in die Nähe seiner Nullpunktstellung erregt wird und den Servomotorkreis öffnet.
Der Servomotorkreis wird erst nach Schlie- ssung des Schalters 195 wieder in Betrieb gesetzt. Der Druckknopfschalter 195 kehrt wie der in seine offene Lage zuriiek, sobald sein Druck mehr auf ihn ausgeübt wird. Beim Betrieb der Wägeeinriehtung wird nach dem IEntfernen eines gefüllten Behälters ein neuer Rehälter auf die Waagplatte gesetzt und der Einsatz für das Wägegut eingestellt ; dann wird der Schalter 195 momentan gedrüekt, und das Tarieren des Behälters und das Netto abwägen gehen automatiseh vonstatten.
Falls keine Einsätze verwenden werden oder diese nicht eingestellt werden müssen, solange der Behälter auf der Waagplatte ruht, wird das Relais R nicht benötigt, und der Servomotorstromkreis wird stets geschlossen gehalten.
Die Eingangsklemmen des Gleichrichters 180 sind mit den Ausgangsklemmen des Servomotorverstärkers verbunden. 181 stellt ein Gleichstromnetz von 110 Volt dar. Die Eon- takte des Relais R sind wie folgt verbunden : 182 und 183 in Serie durch eine 50-Volt-Weeh- selstromquelle mit der Eingangsseite des Servomotorsystems, so dass R1 den Servomotoreingangskreis öffnen oder sehliessen kann ;
184 und 185 in Serie mit dem Verstärkereingang und mit dem Ausgang des Nachlaufelementes, so dass R2 den Eingangskreis nach dem Verstärker öffnen oder schliessen kann, und 186 und 187 in Serie mit dem Verstär kereingang und der Abgabeseite des Induk- tionsgenerators. Die Klemme 193 ist an ein 230-Volt-Wechselstromnetz angeschlossen, wel- ehes über S4 naeh einer weissen Signallampe 188 geleitet werden kann oder über U2 nach der groben Zuführung 190, welcher eine rote Signallampe parallel geschaltet ist. Das 230- Voltnetz kann auch über U2 mit der feinen Zuführung 191 verbunden sein, welche ein gelbbraunes Licht parallel geschaltet hat.
Der Kontakt 194 bedeutet den durch die federbetätigte Rolle bei ihrem Gleiten an der Scheibe während des Nettoabwägens gemach- ten Kontakt, welcher durch seine Berührung einen Kraftschluss für die den Zeiger betäti- gende magnetische Kupplung 189 vorsieht.
Die magnetische Kupplung besitzt eine paralleI geschaltete blaue Signallampe. Der Schalter 196 wird durch den Servomechanismus bedient und bleibt geschlossen, wenn sich ein Gewicht von ungefähr 3 Pfund oder weniger auf der Waagplatte befindet. Dieser Sehalter kann photoelektrisch betätigt werden, z.
B. durch eine motorgetriebene Seheibe mit einem Hchtdurchlässigen Sektor, welcher einen Lichtstrahl auf eine photoelektrische Zelle fallen lässt und dadurch einen Strom erzeugt, welcher naeh seiner Verstärkung den Schalter 196 schliesst. Der lichtdurchlässige Sektor und die Bewegung der Seheibe sind so angeordnet, dass der Liehtstrahl bei einem jeureiligen auf der Waagplatte vorhandenen Gewicht von nicht mehr als drei Pfund durch diesen Sek- tor gelangt, während er den lichtundurchläs- sigen Scheibenteil trifft, sobald sich ein grö sseres Gewicht als 3 Pfund auf der Waagplatte befindet.
Es muss beachtet werden, dass sieh diese Seheibe bei geschlossenem Servo motorkreis stets in einem Winkelabstand be wegt, welcher der Wirkung des Gewichtes auf die Waagplatte proportional ist. Die Auslöser 197 und 198 bewirken bei ihrer Betätigung die Umsehaltung von grober auf feiner Zufüh- rung bzw. die Unterbreehung der Wägegut- zufuhr. Sie werden durch den Zeiger (128 in Fig. 7) betätigt und bestreichen die Kontakte an der anzeigenden Skala (130 und 131 der Fig. 7).
Werden die Auslösevorriehtungen 197 und 198 durch ein elektrisches oder elektrorisches Zählwerk betätigt oder dadurch, dass die Anordnung der zählenden Relais Kreise zum Schliessen bringt, welche die ainderung der Zuführung und die Unterbrechung der Wägegutzufuhr steuern, dann ist ein Zeiger zum Nachweis des Nettogewichtes nicht erfor derlich, da der Kreis so angeordnet ist, dass die Impulse dem Zählwerk nach dem Tarieren des Behälters zugesandt werden, wenn die Einrichtung automatisch auf ihre Nullage zurüekkehrt, die Wägegutzuführung aufhort und die Druekvorrichtung in Tätigkeit tritt.
Die Rüekkehr des Zählwerkes auf Null ist in Fig. 11 nicht gezeigt, da diese eine bekannte Massnahme bei Druekvorriehtungen für Zählwerke ist und kein Merkmal der vorliegenden @ bildet. Der Kontakt 199 ist mit der Quelle elektrischer Impulse verbunden, z. B. mit einem rotierenden Kontaktgeber oder mit einem Verstärker, welcher die Impulse von einer photoelektrischen Zelle wie bereits beschrieben verstärkt. Der Kontakt 200 ist mit dem Zählwerk und der Kontakt 201 mit der Druekvorriehtung verbunden.
Die Druckvorrichtung wird durch einen momentanen Strom betrieben, welcher im Stadium 7 (Ta belle III) weitergeleitet wird ; kein weiterer Strom gelangt in diesem Stadium naeh der I) riiekvorrichtung, da der Kontakt X1 in dem Augenblick, wo die Druckvorrichtung arbei- tet, geöffnet wird. Das Relais X weist eine grüne, parallel zu ihm geschaltete Signallampe 192 auf. Alle mit + bezeichneten Kontakte sind am positiven Pol einer Gleichstromquelle von 24 Volt angeschlossen. Es ist selbstver ständlich, dass sich, wo das 230-Volt-Wechselstromnetz angelegt wird, so zum Beispiel an der groben Materialzuführung, eine passende Nulleiterverbindung befindet.
Tabelle IV Stadium Zustand der Servomotor- Schalter R e l a i s Ergebnis Nr. Wägevorrichtung system 196 194 P Q S T U V W X 1 Waagplatte leer Koinzidenz ge- offen aus ein ein aus aus aus aus aus Weisses Licht an. bei Nullpunktslage schlossen Keine Zuführung.
2 Behälter auf der Ausser Koinzidenz. offen offen ein aus ein aus aus aus aus aus S bleibt eingeschaltet, da P1 ein Waagplatte Mitläufer jens. der schleppender Kontakt 3-Pfd.-Markierung (ohne Unterbrechung) ist.
3 Behälter auf der Koinzidenz offen offen aus aus aus ein aus aus ein aus Grobzuführung beginnt. Rotes Waagplatte beim Tarieren Licht an. Magnetische Kuplung eingeschaltet. Impuse werden ins Zählaggregat geschickt.
4 Zeiger passiert die Ausser Koinzidenz offen ge- ein aus aus ein aus aus ein aus Magnetische Kupplung 1-Pfund. schlossen jetzt durch 194 eingeschaltet Markierung gehalten.
5 Auslöser für Grob- Ausser Koinzidenz offen ge- ein aus aus ein ein aus ein aus Grobzuführung ändert sich in zuführung erreicht schlossen Feinzuführung.
Gelbbraunes Licht an.
6 Auslöser für Fein- Ausser Koinzidenz offen ge- ein aus aus ein ein ein ein aus Zuführung hörtauf, gelbbraunes zuführung erreicht schlossen Licht aus. Impulse werden noch ins Zählaggregat gesandt.
7 Alles Material dem Koinzidenz beim offen ge- aus aus aus ein ein ein aus ein Impulse nach dem Zählaggregat Behälter zugeführt Bruttogewicht schlossen unterbrochen. Impulse nach der Druckvorrichtung gesandt.
Grünes Licht an.
8 Gefüllter Behälter Ausser Koinzidenz offen ge- ein aus aus ein ein ein aus aus Grünes Licht aus. entferat schlossen Zeiger immer noch gekupelt 9 Gekuppelter Zeiger Ausser Koinzidenz offen offen ein aus aus aus ein ein aus aus Zeiger durch Feder fällt auf 1-Pfund- auf Nullpunkt zurückgebracht.
Markiorung zurück 10 Mitläufer erreicht Ausser Koinzidenz ge- offen ein ein aus aus ein ein aus aus Druckvorrichtungdie 3-Pfund- schlossen Kreis goöffnet.
Markierung 11 Waagplatte Koinzidenz boim ge- offen aus ein ein aus aus aus aus aus Weisses Licht an. Druckvorrichin Ruho und leer oder in der Nähe schlossen tung-Kreis immer noch offen. des Nullpunktes
Bei dieser Ausführungsform trägt das entfernt von der Wägeeinrichtung befindliche Zifferblatt einen Zeiger, an welchem eine Scheibe befestigt ist, welche ähnlich der in Fig. 8 gezeigten Scheibe 137 eingekerbt ist und durch die Wirkung einer sehwaehen, eine Rolle tragenden Feder auf ihren Nullpunkt zurückgebracht wird. Solange die Rolle am Scheibenumfang läuft, schliesst die Feder einen Kontakt, jedoch ist die Verbindung, anstatt geerdet zu sein wie in Fig. 8, an eine Gleichstromquelle von 24 Volt angeschlossen.
Falls Sehleifkontakte angewendet werden, um die Zufuhreinrichtung zu steuern, so werden sie auf dem Zifferblatt montielt. Beim Betrieb der Einrichtung wird ein Behälter auf die Waagplatte gestellt, und nach Erreichung des Gleichgewichtes beginnt die Zuführung, wel che abgestellt wird, wenn der Zeiger über den zweiten Kontakt streicht oder wenn der Zähler den eingestellten Wert erreicht hat, je naehdem, welches dieser beiden Systeme zur Anwendung gelangt.
Beim Entfernen des ge lullten Behälters von der Waagplatte kehrt der Zeiger in die Nähe der Nullmarkierung zurüek, während die Rolle in die Kerbe der Seheibe fällt und die magnetische Kupplung sich löst, so dass der Zeiger dann durch die Feder in seinen Nullpunkt gegen einen festen Ansehlag zurückgebracht wird.
Die Impulse, die in den Zähler geführt werden, können beispielsweise durch die relativen Bewegungen eines Magnetfeldes mit fester Feldverteilung und eines Leiters bei Bewegung der Waagplatte erzeugt werden, indem man zum Beispiel ein magnetisches Band mit abwechselnd magnetisierten und nicht- magnetisierten Teilen sich in der Nähe eines Leiters bewegen lässt, wobei die Bewegung dieses Magnetbandes durch das Servosystem so gesteuert wird, dass die Anzahl der durch die Bandbewegung erzeugten Impulse ein Mass für das Gewicht darstellt, welches die Bewegung des Bandes hervorrief.
Die Impulse kön- nen auch durch einen Stromkreis erzeugt werden, welcher abwechslungsweise durch einen oder mehrere Leiter schnell geöffnet und geschlossen wird, wenn die Waagplatte bewegt wird, wobei die Zahl der Stromkreisunter- brüche proportional zur Gewichtsveränderung ist. Dies kann beispielsweise durch einen Anker bewerkstelligt werden, indem der Stromkreis durch eine über diese Segmente streichende Bürste geschlossen wird, und wenn die Bürste mit einem zwisehen den Segmenten befindliehen nichtleitenden Teil in Berüh- rung kommt, wieder geöffnet wird.
Die Impulse können weiterhin durch die Rotation einer Scheibe hergestellt werden, deren Win kelbewegung proportional zum Gewicht an der Waagplatte ist, wobei diese Scheibe abwechselnd lichtundurchlässige und durchläs- sige Flächen in der Nähe der Peripherie aufweist, welche das in eine photoelektrische Zelle gelangende Licht unterbrechen. An Stelle einer Scheibe kann ein drehender, hohler Zylinder verwendet werden mit abwechselnd lichtdurchlässigen und undurchlässigen Teilen, die umfangsmässig um seine Fläche verteilt sind, wobei entweder die Lichtquelle oder die photoelektrisehe Zelle im Innern des Zylinders angeordnet ist.
Beim Bewegen der er wähnten Scheibe erzeugt die photoelektriscle Zelle elektrische Impulse, welche verstärkt und in ein Zählaggregat geleitet werden können. Die so eingerichtete Wägeeinrichtung, bei der das abgefüllte Gewicht durch Impulszäh- ler gesteuert wird, hat den Vorteil, dass das gewünschte Nettogewicht immer unabhängig davon gemessen wird, ob die Waagplatte sau- ber ist oder ob sie mit ausgesehüttetem Ma. terial bedeekt ist.
Die Tabelle IV stellt die Reihenfolge der Stadien dar, welche bei Verwendung einer durch den Kreis gemäss Fig. 10 gesteuerten Wägeeinrichtimg während eines Wägevorgan- ges stattfinden. Zwecks Vereinfachung ist die Arbeitsweise des Relais R in der Tabelle IV nicht enthalten. Die Aufgabe des Relais R besteht darin, den Servomotorkreis so lange offen zu halten, bis der Einsatz an der Wägegutzuführung angebracht und die Wägeeinrichtung ausgeglichen ist. Während dieses Stadiums befinden sich die Relais, wie im Sta dium 1 der Tabelle IV dargestellt, wobei das Relais R eingeschaltet ist.
Sobald der Einsatz in Ordnung gebracht ist, schliesst augenblicklich der Sehalter 195, das Relais R fällt ab, der Servomotorkreis wird geschlossen, und die Relais befinden sieh dann, wie im Stadium 2 der Tabelle IV dargestellt. Das Relais R wird vor Erreichung des Stadiums 11 der Tabelle IV nicht wieder eingeschaltet.
Andere Verfahren, durch welche das Gleichgewicht in der Wägeeinriehtung nachgewiesen werden kann, schliessen elelitronische, magnetische, hydraulische und pneumatische Verfahren ein. Bei einem elektronischen Verfahren kann ein elektronisches Mittel vorgese- hen sein, das leitfähig gemacht wird, sobald die NTachweismittel mit elektrischen Impulsen beschie. lkt werden, und dieses elektronische Mittel kann dann ein Relais betätigen, wenn dieses leitend ist, und den Zustand des Relais ändern, wenn dieses nicht mehr leitend ist.
Natürlich kann das elektronische Mittel um- gekehrt auch nicht leitend sein, wenn dieses mit elektrischen Impulsen beschickt wird, und leitend, wenn die Impulse aufhören. Wenn sich die Wägeeinriehtung ihrem Gleichge- wichtszustand nähert und sich die Geschwindigkeit der Impulszuführung verlangsamt, mag es wünsehenswert sein, sieherzustellen, dass das elektronische Mittel leitfähig bleibt, und das kann durch bekannte Methoden erzielt werden wie durch die Verwendung von passenden Kondensatoren.
Das Gleichgewicht kann magnetisch nachgewiesen werden, indem ein Magnet einem leitenden, vorzugsweise nichtmagnetischen Teil der Wägeeinrichtung frei in ausgeglichener Lage benachbart gehalten wird, so dass jede Bewegung dieses Teils eine leichte Ablenkung des Magneten bewirkt, wobei diese Ablenkung dann zum öffnen oder Schliessen eines elektrischen Stromkreises verwendet werden kann. Wenn der Magnet bei Gleichgewicht in seine ausgeglichene Lage zn- rückkehrt, kann durch Veränderung des elek trischen Stromkreises ein Relais betätigt werden.
Bei einer hydraulischen Methode kann ein beweglicher Teil der Wägeeinriehtung zur Ausübung einer leichten Versehiebung einer Flüssigkeit aus ihrer normalerweise stabilen Lage verwendet werden und dadurch ein Kontakt zum Sehliessen oder Unterbrechen eines elektrischen Stromkreises bewegt werden.
Bei einem pneumatischen Verfahren kann die Expansion oder Kompression eines Gases, welche durch die Bewegung der sich nicht im Gleieh- gewicht befindlichen Wägeeinrichtung hervorgerufen wird, auf einen sich entsprechend be wegenden Teil übertragen werden und dadurch einen Kontakt, der einen elektrischen Kreis öffnet oder schliesst, bewegen, wobei dieser Teil sich in seine gewohnliehe Lage zurüek- bewegt, sobald sich die Wägeeinriehtung im Gleichgewicht befindet und das Gas wieder atmosphärischen Druck besitzt.
Die Fig. 11, 12, 13 und 14 zeigen sehematisch weitere solehe Methoden, welche zur auto matischen Steuerung des zur Inbetriebsetzung gewiehtsmessender Mittel von einer Nullage aus dienenden Mechanismus benutzt werden können.
Fig. 11 zeigt einen Kreis für ein elektro- nisches Verfahren zum Naehweisen des Gleieh- gewichtes in der Wägeeinriehtmg. Dieser Kreis wird durch elektrisehe Impulse beschickt, welche, wie bereits besehrieben, erzeugt werden können, so zum Beispiel durch einen Anker oder eine photoelektrisehe Zelle oder durch die Bewegung eines magnetischen Bandes. Der Kreis gemäss Fig. 1 besteht aus Elektronenröhren, Kondensatoren, Relais, Wi- derständen und einem Gleichrichter, die alle in der übliehen Weise gezeichnet sind.
Die Elektronenrohre 210 ist eine die Leistung oder Spannung verstärkende Rohre, z. B. eine Röhre von dem als 6L6 bekannten Typ. Die Röhre 211 ist eine Spannungsverstärkerröhre, z. B. eine Dreielektrodnröhre, von mittlerer Impedanz vom Typ L63. Das Relais 212 ist ein mit grosser Geschwindigkeit arbeitendes Relais, das die Kontakte 213 betätigt, deren oberer Kontakt an ein 110-Volt-Gleiehstromnetz angeschlossen ist und deren unterer Kontakt mit dem elektrischen oder elektronischen Zählwerk durch geeignete Kontakte verbunden ist.
Die Stromquelle 215 ist der positive Pol einer Gleichstromquelle von hoher Spannung, deren Grösse von den verwendeten Röhren abhängt, so ivurde beispielsweise die Hoch spannung bei einer für 210 benutzten Rohre von dem als 6L6 bekannten Typ 400 Volt betragen. Die von der WVageeinrichtung kom- menden elektrischen Impulse werden bei 216 eingeführt Die Rohre 210 verstärkt diese Impulse und leitet sie an das schnellwirkende Relais 212 weiter, welches durch Schliessen und Öffnen der Kontakte 213 die elektrischen Impulse für das Zählwerk verfügbar maeht.
Während die Rohre 210 Impulse weiterleitet, steuert und erregt die Röhre 211 das Relais 214. Wenn die Rohre 210 aufhort Impulse weiterzugeben, das heisst, wenn sich die Wäge- einrichtung im Gleichgewieht befindet, hört auch die Rohre 211 auf zu leiten und das Relais 214 wird aberregt. Je nach den Kapa zitäten der Kondensatoren und den Werten der Widerstände R1 und R2 kann bezweekt werden, dass die Röhre 211 sofort zu leiten aufhort oder erst nach einem gewissen Zeitraum, der bis zu mehreren Sekunden betragen kann.
Wenn beispielsweise Röhren vom Typ 6L6 und L63 verwendet werden, so hat sich ergeben, dass eine Verzögerung von ein bis zwei Seknnden erzielt werden kann, bevor die Röhre 211 aufhört zu steuern, wenn die Kondensatoren Cl und C2 Kapazitäten von 0, 05 bzw. 1, 0 Mikrofarad und die Widerstände . Hl und B2 Widerstandswerte von 680 000 Ohm bzw. 2 Megohm aufweisen. Eine solche Verzögerung kann dann wünschenswert sein, wenn es von Wichtigkeit ist, dass alle Impulse gezählt werden, bevor das Relais 214 aberregt wird.
Wenn ein konstanter Strom in die Rohre 210 fliesst, was beispielsweise der Fall sein kann, falls die Impulse durch eine Licht nach einer pliotoelektrischen Zelle unterbrechenden, rotierenden Scheibe erzeugt werden und diese Scheibe mit einem liehtdurchlässigen Teil zwischen dem Lichtstrahl und der photoelektrischen Zelle beim Gleichgewichtszustand zur Ruhe kommen sollte, so fällt das Relais 211 dennoeh aus, da eine Ladungsübertragung über den Kondensator nur bei einer Anderung des Potentials stattfindet.
Der Kreis gemäss Fig. 11 kann in Verbindung mit dem Kreis gemäss Fig. 10 verwendet werden, indem das Relais P (Fig. 10) durch das Relais 214 (Fig. 11) ersetzt wird und der untere Kontakt von 213 (Fig. 11) mit dem untern Kontakt von W3 (Fig. 10) verbunden wird. Der übrige Teil des Kreises gemäss Fig. 10 bleibt unverändert.
Das Servomotorsystem kann bei Benutzung dieser Anordnung ganz weggelassen werden, wenn die photoelektrischen Impulse durch eine an der Spindel der Wägeeinrichtung befestigte Seheibe erzeugt werden und wenn die Fernanzeige lediglich durch anzeigende Zähler erzielt wird, welche durch die Druckvor- richtung oder einen ähnlichen Mechanismus eingestellt werden. Da in diesem Falle keine entfernt von der Waagplatte der Wägeein- richtung betätigte Scheibe ist, so wird der Wechsel von grober a. uf feiner Zuführung und das Einhalten der Zufuhr durch die vorbeschriebene Zählwerkmethode bewirkt. Die Wägeeinrichtung muss in diesem Falle genü- gend gedämpft sein, um eine völlig schwin- gungsfreie Anzeige zur Vermeidung von Uberschwingungen zu erzielen.
Wenn dieser Zustand nicht erreicht wird, so würde das Zähl- werk die den wahren Wert überschreitenden Schwingungen mitzählen, und die Steuerungsanzeige wäre ungenau. An Stelle einer Scheibe, die elektrische Impulse in einer photoelektrischen Zelle erzeugt, können auch andere Mittel verwendet werden, z. B. ein rotierender Anker oder ein rings um den Umfang einer Scheibe oder eines Zylinders angeordnetes magnetisehes Band, welches abwechselnd ma gnetisierte und nichtmagnetisierte Teile besitzt, so dass die Bewegung der magnetisierten Teile beim Drehen der Scheibe während des Wagons die Induktion von elektrischen Impulsen in einem Kreis bewirken kann, welche Impulse ein Mass für das auf der Waagplatte befindliche Gewicht bilden können.
Fig. 12 zeigt ein Verfahren zum Nachweis des Gleichgewichtes mittels eines Magneten.
In dem eine Vorder-und eine Seitenansicht darstellenden Schema bildet 220 einen Teil einer Scheibe, die sich dreht, solange die Wägeeinrichtung nicht im Gleichgewicht ist.
Unterhalb der untern Kante der Scheibe ist ein Magnet 221 angeordnet, welcher durch Messerschneiden 222 abgestützt ist, die auf den Unterlagen 223 ruhen, wobei diese Messerkanten oberhalb des Schwerpunktes des Magneten gelegen sind. Die Form und die Lage des Zlagneten ist derart, dass die Scheiben- kante mitten zwischen den Polen des Magneten durchläuft. Am Magnet ist ein dünner Draht 224 befestigt, welcher eine Maske 225 mit einem darin befindlichen Schlitz trägt.
Die Maske 225 kann aus irgendeinem leich- ten, lichtundurehlässigen, festen Material, wie z. B. Metallfolie, angefertigt sein. In der Gleichgewichtsstellung wird die Maske 225 zwischen zwei andern Masken 226 liegend angeordnet, welche auch Schlitze aufweisen, so dass ein von der Quelle 228 kommender Lichtstrahl durch das optische System 227 und durch diese Sehlitze nach der photoelektrischen Zelle 229 gelangt. Die Scheibe 220 wird vorzugsweise aus Nichteisenmetall angefertigt, z. B. aus Aluminium, um jede Anziehung der Scheibe durch einen der Magnetpole zu verhindern.
Wenn sich die Scheibe dreht, so bewirkt sie, dass sich auch der Magnet etwas in seiner Drehrichtung bewegt ; der Magnet sehwingt daher ein wenig auf seinen Messerkanten, und der Schlitz 225 kommt aus seiner Flucht mit den in den Masken 226 befindlichen Schlitzen. Die photoelektrische Zelle 229 Art dann auf, einen Strom zu liefern.
Solange sich die Wägeeinrichtung nicht im Gleichgewicht befindet, wird diese Zelle daher keinen Strom abgeben, während sie beim Gleichgewichtszustand der Wägeeinrichtung wieder Strom liefert. Dieser Strom kann naeh seiner Verstärkung die Relais betätigen, welche die gewiehtsmessenden Mittel von einer Nullage aus betätigen. Dieses Verfahren kann zur Steuerung des Relais H der Fig. 9 an Stelle der Benutzung des Ausganges des Servomotorsystems angewandt werden. Da jede Gleichgewichtslage einem Stromfluss von der photoelektrisehen Zelle entspricht, so ist es in diesem Falle notwendig, die Kontakte Ill und H2 zu ändern, so dass Hl geschlossen und 112 offen ist, wenn H aberregt ist.
Bevor die Scheibe im Gleichgewicht zur Ruhe kommt, mag sie bis zu einem gewissen Grad um die (xleichgewichtslage sehwingen, was von der Geschwindigkeit abhängt, mit der sie sich dieser Lage nähert, wenn sie zum Beispiel eine feine Zuführung betätigt, so wird die Seheibe normalerweise ohne Oszillieren zum Halten kommen. Wenn der Magnet jedoch in seine Gleichgewichtslage zurückkehrt, so wird er verursaehen, dass die photoelektrisehe Zelle zunächst einen unterbrochenen Strom liefert, später wird dieser Strom dann konstant werden. Irgendwelche daraus entstehende nach- teilige Wirkungen können verhindert werden, indem ein Verzogerungselement bekannter Art in den Kreis eingebaut wird, z.
B. ein parallel zur Relaisspule geschalteter Kondensator, welcher die Erzeugung einer Spannung an der Relaisspule verzögert, so dass die photoelek- trisehe Zelle für eine bestimmte Zeit beleuehtet werden muss, bevor das Relais arbeitet.
Fig. 13 zeigt ein hydraulisches Verfahren für den Nachweis des Gleichgewichtszustan- des der Wägeeinriehtung. In diesem Sehema ist 230 der Tarierträger einer Wägeeinrichtung, an welchem ein Kolben 231 herabhängt, so dass dieser beim Hoeh-und Niederbewegen des Tarierträgers dessen Bewegung folgt. Das Ende des Kolbens 231 befindet sich unterhalb des Spiegels der in dem Behälter 233 vorgesehenen Flüssigkeit 232. Dieser Behälter ist mittels Federgelenk 235 an einem Träger 234 befestigt. Mit dem Boden des Behälters ist der Kontakt 236 verbunden. Beidseits des Kontaktes 236 befinden sieh zwei andere Kontakte 237 und 238.
Wenn sich der Tarierbalken 230 nach oben bewegt, neigt der Behälter dazu, durch den Kolben nach oben getragen zu werden, und während dieser Aufwärtsbewe- gung des Tarierbalkens berührt der Kontakt 236 den Kontakt 237, wodurch ein Stromfluss durch einen passenden Kreis bewirkt wird. In ähnlicher Weise kommt während der Abwärts- bewegung des Tarierbalkens der Kontakt 236 mit dem Kontakt 238 in Berührung und schliesst einen Kreis, welcher derselbe oder ein anderer sein kann wie der dureh die Kontakte 236 und 237 geschlossene Kreis.
Wenn der Tarierbalken beim Gleichgewieht zur Ruhe kommt, so erlaubt die Flüssigkeitsstro- mung in dem Behälter, letzterem auf seine normale Lage zurückzukehren, in welcher der Kontakt 236 keinen der beiden andern Son- takte 237 und 238 berührt. Strom fliesst folglich nur, wenn sieh der Tarierbalken bewegt.
Dieser Kreis kann durch die Einfügung von mindestens einem Kondensator abgeändert werden, um sicherzustellen, dass entweder kein Strom oder nur ein konstanter Strom fliesst, wodurell bei Ruhelage des Tarierbalkens oder beim Beginn einer Bewegung desselben als Folge ein konstanter Strom entweder aufhört ru fliessen oder zu fliessen beginnt. Diese Ver änderung im Zustand des Stromkreises kann zum Auffinden des Gleichgewichtes verwendet werden, indem ein Relais betätigt wird, z. B. zur Betätigung einer magnetischen Kupplung oder eines indirekten Antriebsstromkreises.
Fig. 14 zeigt ein Verfahren, durch welches Gleiehgewieht in der Wägeeinrichtung durch eine pneumatische Methode nachgewiesen werden kann. In dem Schema ist 240 ein weicher Balg, das heisst ein Balg, der keine Steifigkeit besitzt, wie beispielsweise ein aus Gewebe oder weieher Haut angefertigter Balg. Der Balg 241 ist ein solcher von mittlerer Steifigkeit, das heisst ein Balg, der zusammengedrückt oder expandiert werden kann, welcher jedoch nach Aufhören des Druckes die Tendenz besitzt, auf eine bestimmte Lage zurückzukehren.
Ein solcher Balg kann aus Metall angefertigt sein. Der Balg 240 ist am Tarierbalken 244 einer Wägeeinriehtung befestigt, und er ist durch ein Rohr 243 mit dem Balg 241 verbun- den. Dieses Rolir besitzt ein Ventil 949, welches den Durchgang von Luft von einem Balg zum andern auf jedes gewünschte Mass ein sehränkt. Der Balg 240 ist mit Ventilen 249 und 250 verselen, welehe rasche Luftzufuhr oder Luftaustritt naeh der Umgebung erlau- ben, so dass die Bewegung des Tarierbalkens durch die Kompression oder Expansion des Balges 240 nicht behindert wird.
Der Balg 241 besitzt ein nach der Aussenluft offenes Mundstück 245, welches einen zwisehen zwei andern Kontakten 247, 248 liegenden Kontakt 246 trägt. Wenn sich der Waagbalken aufwärts bewegt, wird der Balg 240 zusam- mengedrückt, und ein Teil der komprimierten Luft gelangt in den Balg 241, der sich dadurch streekt. Das Mundstüek 245 bewegt sich abwärts, und der Kontakt 246 berührt den Kontakt 247. Bei der Abwärtsbewegung des Tarierbalkens wird Luft vom Balg 241 nach dem Balg 240 gesogen.
Kommt der Tarierbalken zur Ruhe, so neigt der Balg 241 dazu, wieder seine mittlere Lage einzunehmen, und um dies zu ermöglichen, wird, je nachdem der Balg 241 gestreekt oder zusammengedrückt ist, durch das Mundstüek Luft entweder eingesaugt oder ausgestossen. Wenn sich der Tarierbalken in Ruhelage befindet und der Balg 241 seine mittelbare Stellung eingenommen hat, wird somit der Kontakt 246 v. on jedem der beiden Kontakte 247, 248 getrennt sein.
Durch Einstellung des Ventils 242 und der Grösse des Mundstückes 245 kann es dem Balg 241 erst eine gewisse Zeit nach Einnahme der Ruhestellung des Tarierbalkens ermöglieht werden, auf seine mittlere Lage zurüekzukehren, wodurch die Kontakte erst, nachdem die Wägeeinriehtung statisches Gleichgewicht erreicht hat, unterbrochen werden können. Die Kontakte können einen Teil eines Kreises bilden, der die weitere Betäti- gung der Wägevorriehtung steuert, indem ein Relais betätigt wird, und dieses Verfahren kann dazu verwendet werden, um zwischen dem Gleichgewicht in der Wägeeinrichtung im belasteten und im unbelasteten Zustand zu unterscheiden.
Die beschriebene Wägeeinrichtung kann sowohl. zum Ausmessen von Wägegut nach Gewiehtsmengen in Behältern verwendet werden als auch zum Bestimmen des Wägegutgewichtes, welches in Behältern eingefüllt worden ist, solange letztere auf der Waagplatte einer Wägeeinriehtung stehen. Für den ersteren Verwendungszweck kann eine Vorrichtung zur Zuführung von Wägegut nach dem Be hälter durch den Mechanismus in Betrieb gesetzt werden, welcher das Gleichgewicht zwischen dem Gewicht des Behälters und der Bewegung der Wägeeinrichtung nachweist.
Diese Vorrichtung kann durch jedes der folgenden Verfahren abgestellt werden :
1. Schleifen über Kontakte
Wenn der Zeiger 22 der Wägeeinriehtung gemäss Fig. 2 den Kontakt 24 berührt, wird ein clektrischer Strom eingeschaltet, welcher den in den Behälter fliessenden Strom von Wägegut anhält. Bei einem solchen System werden zwei Kontakte 24 und 24a bevorzugt, wobei die Berührung des Zeigers mit dem Kontakt 24a einen Strom zum Verlangsamen der Wägegutzuführung nach dem Behälter auslöst und die entsprechende Berührung mit dem Kontakt 24 die Wägegutzufuhr unterbricht.
Es ist zu beachten, dass ein ähnliches System zum Anhalten des Wägegutstromes in einer gewichtsanzeigenden Vorrichtung gemäss Fig. l vorgesehen werden kann, indem ein oder zwei ähnliche Sehleifkontakte 14, 14a an der beweglichen Skala 13 angeordnet werden.
Ferner kann dieses System auf die in den Fig. 7 und 8 dargestellte Fernanzeige-Skalenscheibe angewandt werden, indem eine beweg liche Skala vorgesehen wird, welche aufhört, sich zu bewegen, wenn bei einem leeren Behälter auf der Waagplatte der Gleichgewichts- zustand hergestellt wird. Die bewegliche Skala trägt einen Kontakt, welcher während des Nettowägens von dem Zeiger bestriehen wird und den Wägegutfluss in den Behälter zum Halten bringt.
Wenn die besxchriebene Wägeeinrichtung zum Ausmessen von Gewiehtsmengen von in Behätern einzufüllendem Material verwendet wird, so besteht ein Vorteil der ferngesteuerten Vorrichtung darin, dass die Vorriehtung zum Abmessen dieser Gewichtsmenge entfernt von jenem Teil der Einriehtung ist, wo das Gewicht des zugefügten Wägegutes durch gegenwirkende Kräfte ausgegli- chen wird, so dass der empfindliche Mechanismus, der dieses Ausgleichen bewirkt, nicht dadurch gestört wird, dass er noch andere mechanische Betätigungen auszuführen hat.
2. Zd) zler
Ein Zähler kann zur Feststellung der Ge wiehtsmenge des Wägegutes benutzt werden, das in Behälter gefüllt wird. Er kann eingestellt werden, um einen Wägegutstrom nach einem Behälter zu unterbrechen oder zunächst zu verlangsamen und dann zu unterbrechen, naehdem er zum Zählen eines erforderliehen Nettogewichtes in Betrieb war.
Mechanische Zähler können für diesen Zweek verwendet werden, indem nach dem Anzeigen des gewünsch- ten Gewichtes ein durch Kontakte an den zifi'erntragenden Seheiben gebildeter elektrischer Stromkreis geschlossen wird, wodurch sieh das Mass der Zuführung verlangsamt und indem nach dem Anzeigen des gewünsehten Nettogewichtes ein anderer Kreis geschlossen wird, welcher die Zufuhr absehaltet. Es kann notig sein, die Unterbrechung der Zufuhr etwas vor dem Anzeigen des gewünschten Nettogewiehtes vorzusehen, um noch im Fall be findliches Wägegut in Betraeht zu ziehen.
Die praktische Erfahrung wird das Nettogewicht bestimmen, bei dem die Zuführung abgesehal- tet werden muss, um sicher zu sein, dass das erforderliche Nettogewieht zugeführt wurde.
Für diesen Zweck kann bei elektrischen und elektronisehen Zählwerken aus der einzigarti- gen Anordnung der zahlenden Relais im elek trisehen Zählwerk oder aus dem Zustand des elektronisehen Zählwerkes für alles und jedes gezählte Nettogewicht Nutzen gezogen werden.
Passende Kontakte an dem elektrischen und elektronisehen Zählwerk, welches das Nettogewicht zählt, können in einen Serienkreis eingeschaltet werden, weleher erst bei einem be stimmten gewählten Nettogewicht geschlossen ist und dadurch die Zufuhrvorriehtung absehaltet. Kontakte, für zwei solche Stromkreise können vorgesehen sein, wobei der eine die Gesehwindigkeit der Zuführung verlangsamt und der andere die Wägegutzufuhr unterbrieht.
3. Photoelektrisch
Photoelektrische Methoden können zum Anhalten des Wägegutflusses aus einer auto matischen Zuführung verwendet werden, indem man zum Beispiel den in Fig. 1 gezeigten Zeiger 11 über eine photoelektrische Zelle bewegen lässt, welche so angeordnet ist, dass die Unterbrechung von Lieht nach der Zelle oder der Eintritt von Licht in die Zelle einen Stromkreis betätigt, welcher die Zuführung zum Anhlaten bringt oder verlangsamt und dann absehaltet.
Wird die beschriebene Einrichtung zum automatischen Einlullen von Mengen von Pul- ver, kleinen Körnern, Kügelchen, Klumpen oder Spänen in Behältern verwendet, so wird eine mit Hilfe einer hydraulischen Schiittelvorrichtung arbeitende Zuführung bevorzugt, da diese Art von Zufuhreinrichtung eine schnelle Absehaltung gestattet, verhältnismässig ruhig arbeitet, bei veränderlichen Am plituden und Frequenzen tätig sein kann und zur Zuleitung von sehr versehiedenen Grössen fester Materialien benutzt werden kann.
Wenn die beschriebene Wägeeinrichtung zum Füllen von Behältern aus Bunkern oder Fülltriehtern mit einer automatischen Auslasszuführung benutzt wird und diese Behäl- ter Einsätze aufweisen, so wird ein Schalter zum In-Gang-Setzen und Anhalten des auto matischen Betriebes dieser Wägeeinriehtung bevorzugt, damit der Einsatz an der Zufüh- rungsvorrichtung angebracht werden kann, ohne den Wägemechanismus in Unordnung zu bringen.
Dieser Schalter wird nach zweekmässiger Anordnung des Einsatzes betätigt und verursaeht in der bestimmten Reihenfolge die Einstellung der Wägeeinriehtung für die Gewiehtsbestimmung des Behälters für Be ginn und Unterbrechung der Wägegutzufüh- rung, falls erwünscht, zusammen mit Tarieren, Netto-und Bruttowägen, worauf, wenn gewünscht, die Entfernung des gefüllten Behäl- ters von der Waagplatte, dessen Etikettieren und das Aufstellen eines neuen Behälters auf die Waagplatte folgt.
Dieser Schalter kann automatisch gesteuert werden, so dass er am Ende des Wägevorganges den Stromkreis öff net, welcher die automatische Betätigung der Vorrichtung steuert und dieser Kreis nur dureli Handbedienung des Schalters geschlos- sen wird.
Die beschriebene Einrichtung kann zur Bestimmung der Nettogewichte von Flüssigkei- ten und Gasen in Behältern benutzt werden.
Flüssigkeiten können mittels eines komprimierten inerten Gases in tarierte Behälter geleitet werden, wobei die Zuführung vorzugs- weise mittels solenoidbetätigten, normalerweise durch Federdruck geschlossener Ventile automatisch geregelt wird. Unter Druck befindliche Gase können auf ähnliche Weise ausgewogen und in Behälter gefüllt werden.
Es ist zu beachten, dass die besebriebene Einrichtung nicht nur dazu verwendet werden kann, um Wägegut in Behältern zu wägen oder um in Behältern fliessendes Material auszuwägen und, falls erwünscht, die Behälter zu etikettieren und passende Aufzeichnungen zu schaffen, sondern, dass diese auch im Zusammenwirken mit einer Einrichtung zum Zählen der Behälter, die mit einer bestimmten Wägegutsorte gefüllt wurden, benutzt werden kann.