Stützplatte für Karteien. In Karteien .mit dünnen Blättern werden, damit diese den erforderlichen Halt im Kartei kasten bezw. im Blattstapel erhalten, Stütz platten aus Metall eingesetzt. Diese haben in der Regel am untern Rand Zapfen zum Eingriff in Schlitze des Kastenbodens. Abge sehen von den Schwierigkeiten der Metall- beschaffung kälten solche Metallstützplatten ausserordentlich und vermehren auch das Ge wicht des Kastens mit Inhalt, weil eine Vielzahl solcher Stützplatten für einen Kar teikasten benötigt wird, damit die einzelnen Blattstapel die notwendige Abstützung erfah ren.
Stützplatten werden auch aus nicht metallischen Stoffen hergestellt, insbesondere aus Pressstoff, wie Kunstmasse bezw. Kunst harzen und dergl. Diese haben aber den Nach teil, dass sie sehr stark federn. Will man dies vermeiden, so müssen sie bedeutend dicker als Metallplatten hergestellt werden. Stütz platten aus Pressspan und ähnlichen Stoffen haben nicht genügend Haltbarkeit, insbeson dere nicht an den Stützzapfen, um die sie am Boden des Karteikastens geschwenkt werden.
Die Erfindung sieht von der Verwendung von Metallplatten sowie auch von Kunstmasse vollständig ab und verwendet an deren Stelle Stützplatten aus Sperrholz, dessen äussere Schichten senkrecht verlaufen, so dass sie sich auch in den gegebenenfalls vorgesehenen Einsteckzapfen am untern Rand der Stütz platte in derselben Richtung erstrecken.
Die Zeichnung stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dar, und zwar ist Fig.1 die Ansicht einer Stützplatte üblicher Form, jedoch aus Sperrholz.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie 2-2 in Fig. 1, jedoch bei mehrfach übertriebener Dickenabmessung.
Fig. 3 ist ein, waagrechter Schnitt nach Linie 3-3 in Fig. 1 ebenfalls in mehrfach übertriebener Dickenabmessung.
Die Stützplatte a hat die übliche recht eckige Form und besitzt am untern Rand Einsteckzapfen b für den Eingriff in Schlitze eines Karteikastenbodens. Die Stützplatte a besteht aus Sperrholz und zwar vornehmlich dreischichtigem, dessen beide äussere Schich- ten c und d senkrecht verlaufen, sich also in dieser Faserrichtung auch in den Zapfen b fortsetzen. Die mittlere Schicht e verläuft waagrecht. Durch den senkrechten Verlauf der äussern Schichten sind die Zapfen b ausreichend starr und gegen Bruch gesichert.
In der Querrichtung ist die stärkere Biegsam- keit der Sperrholzplatte für den Gebrauch. als Stützplatte nicht nachteilig, da die Bean spruchung hauptsächlich in senkrechter Rich tung erfolgt.
\#Vie sich gezeigt hat, ist ein solches im Handel in sehr dünnen Abmessungen erbält liches Sperrholz für die gedachten Zwecke vollständig ausreichend, da seine grösste Bean spruchung in senkrechter Richtung erfolgt. Die Aussteifung in der Querrichtung durch die Mittelschicht reicht für den Gebrauch vollkommen aus. Solche Sperrholzplatten, vor nehmlich aus drei Schichten, nämlich zwei äussern längs- und einer mittleren querver laufenden Schicht, können auch so dünn her gestellt werden wie Metallplatten, sind da gegen wesentlich leichter, auch fühlen sie sich angenehm an, da sie nicht kühlen. Sie stellen sich auch in der Herstellung bedeutend einfacher und billiger.
Zweckmässig werden für das Sperrholz Holzarten verwendet, die verhältnismässig porenfrei bezw. äusserlich sehr glatt sind.
Die Kanten der Stützplatte aus Sperr holz werden zweckmässig glatt geschliffen, jedoch könnten sie auch mit einem Lack überzug j' gemäss Fig. 1 und 3 versehen sein, der sich z. B. durch Tauchen erzielen lässt, ebenso werden auch zweckniii.l, ig die Zapfen b durch Tauchen finit einem Lacküberzug ver sehen. Schliesslich ist es denkbar, die ganze Stützplatte aus Sperrholz mit einem feinen Lacküberzug zu versehen, um die Holzporen zu schliessen und ebenfalls glatte Ränder zu erhalten. Eine solche Stützplatte lässt sich auch durch Stanzen herstellen.
Es wäre denkbar, solche Stützplatten auch aus fünfschichtigem Sperrholz herzustellen; wenn es für den Gebrauch nicht zu stark wird. Die einzelnen Furnierlagen müssten dem- gemäss sehr dünn geschält sein. Zweckmässig ist, die Ecken der Stützplatten abzurunden, wie in Fig. 1. bei g ersichtlich, da es bereits üblich ist. auch die Karteiblätter an den Ecken abzurunden. Diese werden dadurch für den Gebrauch handlicher.