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CH219938A - Bohrölemulsion. - Google Patents

Bohrölemulsion.

Info

Publication number
CH219938A
CH219938A CH219938DA CH219938A CH 219938 A CH219938 A CH 219938A CH 219938D A CH219938D A CH 219938DA CH 219938 A CH219938 A CH 219938A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
oil
acid
drilling oil
oil emulsion
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie G M B H Henkel
Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel & Cie Gmbh filed Critical Henkel & Cie Gmbh
Publication of CH219938A publication Critical patent/CH219938A/de

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Description


      Bohrölemulsion.       In der     metallverarbeitenden        Industrie     werden bei der Bearbeitung der Metalle an  Stelle von reinem     Mineralöl    sehr oft wässe  rige     Mineralölemulsionen,        sogenannte    Bohr  öle, zur besseren Kühlung     verwendet.        Diese     Bohröle     bestehen    aus Mineralöl, dem fett  saure oder     türkischrotölsaure    Seifen oder  andere     organische        Emulgatoren        zugesetzt     sind.

   Die Verdünnung mit Wasser wird in  .dem Masse vorgenommen,     dass    der Ölgehalt  der Emulsion noch eine genügende     Schmier-          wirkung        gewährleistet.    Solche wässerigen       Ülemulsionen        vemnsachen    nun sehr oft bei  der Verarbeitung von     Metallteilen        Rostbil-          dung.    Um diese Rastbildung zu verhüten,  hat man bisher oft den     Ölgehalt    der     Emul-          sionen    erhöht, d. h.

   man     arbeitete    mit     öl-          reicheren        Emulsionen,    als eigentlich für die       Sohmierwirkung    erforderlich war. Diese  Massnahme war     naturgemäss    wenig wirt  schaftlich.  



  Es ist bekannt, die     korrodierende    Wir  kung der     wässerigen    Ölemulsionen     dadurch       zu beseitigen,     dass    man ihnen Nitrit, insbe  sondere in Form von     Natriumnitnit,    zusetzt.  Diese Emulsionen haben aber :den     Naehteil,     dass sie     selbst        in    geringer     Konzentration    be  sonders     nach    längerem Stehen zur     Olabschei-          dung    neigen.  



  Es wurde nun befunden,     dass    man zu       Bohrölen,        .die    in     vorzüglichem    Masse die  Rostbildung     verhüten    und die     Nachteile    der       bekannten    Ölemulsionen nicht aufweisen, ge  langen kann, wenn man den     wässerigen    Öl  emulsionen     wasserlösliche        .Salze    von     Äther-          carbonsäuren    der     allgemeinen    Formel    R.

   O.     R'.COOH            zusetzt.    In der     allgemeinen        Formel    stellt R  einen beliebigen organischen     Rest    mit wenig  stens 4     gohlenstoffatomen    dar, der durch       Heteroatome    oder     Heteroatomgzuppen    unter  brochen und     aueh        eyclisch    angeordnet sein  kann,     während    R' ein     Alkylenrest    ist, der  noch substituiert     sein    kann.           Derartige        Äthercarbonsäuren    sind z. B.

         Butyloxyessigsäure,    i -     Amyloxyessigsäu@re,          Gemische    von     Allzoxyessigsäuren,    die aus  Gemischen von Alkoholen erhalten werden,  welche der Reduktion von     Vorlaufsäuren    der  Paraffinoxydation entstammen oder als hoch  siedende Anteile bei der     Methanolsynthese     anfallen.

       Octyloxyessigsäure,        Dodecyloxy-          essigsäure,        Alkoxyfettsäuren,    erhältlich aua  sekundären Alkoholen, die ihrerseits aus  Vorlauffettsäuren mit 7-9 Kohlenstoff  atomendurch     Ketonisierung    und nachfolgen  der Hydrierung gewonnen.

   sind, durch Um  setzung mit Halogenfettsäuren,     Cyclohexyl-          oxyessigsäure,        Tetrahy        drofurfuryloxyessig-          säure,        Phenoxyessigsäure,        Kresoxyessib        äii@re,     im Kern     alkylierte    oder     ey        eloalky        lierte        Ary        1-          oxy-fettsäuren,        Naphthenyloxyessibsäuren,          Abietyloxyessigsäuren,

          Benzyloxyessigsäure,          a-Heptyloxypropioiisäure,ss-Octyloxy        propion-          säure,        a-Octyloxy-isobuttersäure,        a-Oet@vloxy-          oaprinsäure,    Äthersäuren, erhältlich aus Al  koholaten der primären Alkohole     C-,-G>     und     a-Halogenfettsäuren        C;-C;

  "        a-Butoxy-          laurinsäure,        6-Oxy-    oder     #lethoxy-n-liexyl-          oxyessigsäure        iund        dergl.    Unter diesen     Äther-          ea:rbonsäuren    haben die     Alkoxy-    und     Cyclo-          alkoxyfettsäuren    den Vorrang.  



  Die wasserlöslichen Salze der Äther  carbonsäuren haben gegenüber     Na.triumnitrit     den     Vorteil,        da.ss    sie nicht nur die Beständig  keit der Emulsionen nicht     beeinträelitigen,     sondern vielmehr     noeli        emulgierende    Wir  kung aufweisen.  



  Die     äthercarbonsauren    Salze können     aueli     an Stelle der bisher verwandten     fettsauren     Seifen angewandt werden, da sie weniger       kalkempfindlich    sind, als -die     Alkalisalze    der       Fettsäuren    und gleichzeitig     rostseli:ützende     Wirkung     haben.     



       Ferner    wurde gefunden, dass sieh     Bolir-          ölemulsionen,        die    mit einem Zusatz     äther-          carbonsaurer    Salze hergestellt worden sind,       durch    den     Zusatz    von wasserlöslichen     Al-          kalisilikaten    wesentlich     verbessern    lassen.

    Durch     diesen        ZImatz    werden     die        Vorteile    der  neuen     Bohrölemulsionen    noch -wesentlich er  höht, und     "-gleichzeitig    wird eine die. Teil-         ehenbrösse    der Emulsion verkleinernde sowie  die Beständigkeit derselben erhöhende Wir  kung ausgeübt.  



  Durch den Zusatz von wasserlöslichen       Alkalisilikaten    zu den     wasserlösliche        äther-          earbonsaure    Salze enthaltenden     Bohröl-          emulsionen    wird ausserdem erreicht, dass  man die Bohröle viel mehr mit     'Wasser     verdünnen kann. als dies     bisher    üblich  war.     Beispiels eise    kann das Verhält  nis Öl zu     Wasser    anstatt 1:10     oder     1:15     bei    den     bisherigen    handelsüblichen       Boliröleniulsioncn    1 :

  111     betragen.    Hierdurch  wird also die Möglichkeit geschaffen,     be-          träclitlielie    (     ilrne.ngen    einzusparen.  



  Als     Alka.l.isilikate    eignen sieh alle       was-serlöslielien        Alkalisilikate,    wie feste     und     flüssige     Wassergläser,    die     Na=0    und     Si02    in  beliebigem Verhältnis,     beispielsweise    im       Verhältnis    1 : ? und 1 :

       3,35        enthalten,    und       Alkalimetasilikate.    Je nach     Verdün.nungs-          gi,ad    der     Bahröleinulsion    und     Korrosions-          empfindlicli.keit    des zu bearbeitenden Mate  rials genügt ein Zusatz von     1),1-0,5e    der       Mischung    aus     ätliereai@bonsa,uren    Salzen und       wasserlösl.ielien        Alkalisilikaten.     



  Einer so hergestellten     Bohrölemulsion          können    gegebenenfalls auch     Alkalinitrite    zu  gesetzt werden, ohne     .dass    man das leicht bei  Zusatz von Nitrit allein auftretende Brechen  der Emulsion zu befürchten braucht.  



  Ein besonderer Vorteil der erfindungs  gemäss     hergestellten        Bohrölemulsionen    ist  der, dass sieh .mit ihnen auch Leichtmetalle       ohne    Korrosionsgefahr     bearbeiten    lassen.

           Beispiele:       1.     Ein        Bohröl    von der Zusammensetzung:  13  o' Wasser  64% Mineralöl     (leielites        Maschinenöl)     23 % Schmierseife  wurde mit     Leitungswasser    in einem Verhält  nis 1     :

  20    verdünnt. und     dieser    Emulsion       0,25        bezw.        0,5%        Natriumsa.lz    einer     Äther-          carbonsäure,    hergestellt aus einer technischen  Mischung primärer Alkohole mit 7-9     C-Ato-          men        durch        Umsetzung    mit     Monochloressig-          sä.ure,

          zugesetzt.         In diese Emulsion     wurden        jeweils    vorher       entfettete        @Gusseisensstücke    gelegt     und    die  Emulsion     auftrocknen    und die Stücke       .18    Stunden trocken liegen     gelassen.     



  Die     Gusseisenstücke        aus    der     Bohrölemul-          sion    mit einem Zusatz von     0,255V0        .äthercar-          bonsaurem.        Natrium        zeigten    noch     vereinzelte     Rostflecken.  



  Die     Gusseisenstücke    aus der     Bohrölemul-          sion    mit einem Zusatz von 0,5 %     äthercarbon-          sa.urem    Natrium waren vollkommen rostfrei.  



  Eine     Entmischung    der Emulsion selbst  nach     tagelangem    Stehen trat nicht ein.    2. Ein Bohröl von der Zusammensetzung:  18 % Wasser  64 % Mineralöl (leichtes     Maschinenöl)          23%        Schmierseife       Wird mit Leitungswasser im Verhältnis,  1 :

  40 verdünnt, worauf dieser     Emulsion     0,3 % einer aus gleichen     Gewichtsteilen    des       Natriumsalzes    einer     Äthercarbonsäure,    her  gestellt     aus        einem        technischen        Gemisch    pri  märer Alkohole mit 7-9     Kohlenstoffatomen     und     Monochloressigsäaire,

      und eines     wasser-          löslichenSilikates    der     Zusammensetzung          Na2S.i0a.    9     H20        entstehenden        Mischung    zu  gesetzt     werden.     



  Nach dem     Bearbeiten    höchst     ro3tempfind-          hcher        Graugussteile    mit dieser Emulsion  tritt keinerlei     Rostbildung    auf.  



  3. Der bleichen     Bohrölemulsion,    wie     im          Beispiel    2 beschrieben, wird dieselbe Menge  einer     Misohung    gleicher     Gewichtsteile        des        im          Beispiel    2     verwendeten        äthercarbansauren     Salzes und eines 20%     Wasser        enthaltenden            Silikates    der     Zusammensetzung        Na20    . 2     si02          zugesetzt.     



  4.     Unter    :denselben     Umständen    wie in  den Beispielen 2 und 3     wird        ein.    ungefähr  20     %    Wasser     enthaltendes        IS:ilikat    der Zu  sammensetzung     Naz0.3,3,5-Si02        verwendet.     



  5. Der gleichen     Bohrölemulsion,    wie im       Beispiel    2     beschrieben,    werden     0,2%        einer          Mischung        aus    2,5 Teilen des     äthercarbon-          sauren    Salzes gemäss     Beispiel    2, 25     Ge-          wichtsteile        Natriumnitrit    und 50     @Gewichts-          teile    des     Silikates    ;

  gemäss Beispiel 3     zu-          ,gesetzt.    Ein     Aufrahmen    der Emulsion tritt  auch bei     längerem        ,Stehen    nicht ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wässerige Bohrölemulsion, gekennzeich net durch einen Zusatz an wasserlöslichen Salzen von. ÄthercaTbonssäuren der allgemei nen Formel R. 0.
    R'. COOH, worin R einen wenigstens 4 gohlenstoffatome enthaltenden organischen Rest und R' einen Alkylenrest bedeuten. UNTERAN SPRüCHE 1. Bohrölemuleion nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rest R' einen substituierten Alkylenrest bedeutet.
    z. Bo#hmölemulsion nach Patentanspruch, ,dadurch ,gekennzeichnet, dass wässerlösliche Silikate zugesetzt sind. 3. Bohrölemulsion nach Patentanspruch; s dadurch ,gekennzeichnet, dass wasserlösliohe Silikate zusammen mit Alkalinitriten zu gesetzt sind.
CH219938D 1940-07-06 1941-05-23 Bohrölemulsion. CH219938A (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE219938X 1940-07-06
DE235999X 1940-07-26
DE121240X 1940-12-12
DE240341X 1941-03-24

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CH219938A true CH219938A (de) 1942-03-15

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ID=27430459

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CH219938D CH219938A (de) 1940-07-06 1941-05-23 Bohrölemulsion.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE843459C (de) * 1943-03-26 1952-07-10 Hoechst Ag OEle fuer die Metallverarbeitung
DE856686C (de) * 1943-07-22 1952-11-24 Hoechst Ag OEle fuer die Metallbearbeitung

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DE843459C (de) * 1943-03-26 1952-07-10 Hoechst Ag OEle fuer die Metallverarbeitung
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