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CH195837A - Verfahren zur Herstellung von d-Threose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von d-Threose.

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Publication number
CH195837A
CH195837A CH195837DA CH195837A CH 195837 A CH195837 A CH 195837A CH 195837D A CH195837D A CH 195837DA CH 195837 A CH195837 A CH 195837A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
threose
oxidation
carried out
aldehydes
arabitol
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
F Hoffmann- Aktiengesellschaft
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Publication of CH195837A publication Critical patent/CH195837A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H3/00Compounds containing only hydrogen atoms and saccharide radicals having only carbon, hydrogen, and oxygen atoms
    • C07H3/02Monosaccharides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     d-Threose.       Sowohl die 1-, als auch die     d-Form    der       Threose    sind zwar bekannte, aber recht  schwer zugängliche Zucker. Zu ihrer Herstel  lung sind besonders die folgenden Abbau  reaktionen benützt worden:

   Abbau der     Xy-          lose    nach     Ruff    (Berichte der Deutschen Che  mischen Gesellschaft 34     [19017,S.        137,0;    Ab  bau der     Xylose    nach Wohl (Annalen     chim.    j7/  24 [19017, S. 404) für die     1-Form    durchge  führt von     Deulofeu    (Journal<B>ei</B>     the        Chemical          Society    [19291,     @S.    2458);

   Abbau der     Xylose     über das     Xylal    mit Ozon (Berichte der  Deutschen Chemischen Gesellschaft 6,5 [1932],  S. 1.68). Diese Methoden sind umständlich  und wenig ergiebig. Prinzipiell     lassen    sie  sich auch mit dem     epimeren    Zucker, der       Lyxose,        ausführen,    die jedoch schwerer zu  gänglich ist als     Xylose.     



  In neuerer Zeit sind zur Herstellung       kurzkettiger    Zucker oft mit Erfolg solche  Oxydationsmittel verwendet worden, die     ali-          phatische    oder     alicyclische        Glycole    in der    durch folgende Formeln     erläuterten    Weise  zu Aldehyden spalten:

    
EMI0001.0030     
    Insbesondere werden für diesen Zweck das       Bleitetraoetat    (Annalen der Chemie 495  [1'932],<B> & </B> 211), sowie die     Perjodsäure    (Bulle  tin de la     @Societe        Chimique    de France /5/ 1  [1934], S.

   833)     verwendet.    So     wurde    mit  Hilfe dieser Reaktionen zum Beispiel der       Aceton-d-glyzerin-aldehyd    aus     Diaceton-d-          mannit    bereitet     (Helvetica        Chimica    Acta 17  [1934],     @S.        62i5),    sowie die     1-Xylose    aus dem       Mono-benzal-sorbit        (Berichte    der Deutschen  Chemischen Gesellschaft 68 [1935], S.     1$).     



  Bei der Auswertung     dieser    Reaktion ist  man oft auf den Zufall angewiesen, da nur  in Ausnahmefällen gerade solche Verbindun  gen mit bekannter Konstitution zur Verfü  gung .stehen, die es     erwarten    lassen, .die ge-      wünschten Produkte zu erhalten. In vielen  Fällen müssen Verbindungen von unbekann  ter Konstitution als Ausgangsprodukte ge  wählt werden, wobei erst der Verlauf der  Oxydation Anhaltspunkte     darüber    gibt, ob  sie brauchbar sind, wodurch     wiederum    auf  die     Konstitution    des     angewandten    Ausgangs  produktes geschlossen     werden    kann.

   Insbe  sondere war bis heute     kein    Ausgangsstoff be  kannt. bei .dem erwartet werden konnte, dass  durch Behandlung mit     Oxydationsmit1elii    der  genannten Art. 1- oder     d-Threose    entstehen       würde.     



  Es wurde nun gefunden, dass der     Mono-          benzal-a-rabit    von E. Fischer (Berichte der  Deutschen Chemischen     Gesellschaft   <B>2</B>i     T189-1-1,          S.   <B>1535)</B> einen geeigneten Ausgangsstoff zur  Herstellung von     Threose    darstellt, z. B. die       d-Form    des     Arabits    zur Herstellung von d  Threose.

   Behandelt man     Monobenzal-d-arabit     in üblicher Weise in     Eisessiglösung    mit un  gefähr der molekularen     lVlenge        Bleitetracetat,       so     entsteht    ein     iiliger.        reduzierender    Körper,  der eine     Benzal-d-threose    darstellt, denn  durch wässerige Säuren lässt sich daraus  leicht.     ssenzaldehyd        abspalten    und wird freie       d-T'hreose    erhalten. Die     Reaktion        kann    durch  die im folgenden sich findenden Formeln er  läutert werden.

   Für den     Monobenzal-d-arabit     kommen zwei verschiedene Formeln in Be  tracht, nämlich (I) oder     (II),    ganz analog  für die als Zwischenverbindung erhaltene       Monobenzal-d-threose    (ITT)     oder    (IV). Wel  che Formel die richtige ist, wird durch die  angegebene Reaktionsfolge nicht entschieden.  Für die     Beurteilung        des    Prinzips ist diese  Unsicherheit belanglos.  



  Die Reaktion verläuft demnach prinzipiell  genau gleich wieder Abbau des     Monobenzal-          sorbits    nach     'Varglia    (Berichte der Deutschen  Chemischen Gesellschaft 68     f19357,    S. 18).  Dieser Verlauf konnte aus den oben erläuter  ten Gründen jedoch nicht vorausgesehen  werden.  
EMI0002.0041     
  
EMI0002.0042     
    Statt des     Benzal-d-arabits    können auch die  analogen Produkte mit andern     aromatischen     Aldehyden. beispielsweise die Verbindungen  mit     p-Tolyl-aldehyd    und Anisaldehyd     ver-          -,vendet    werden.

           Statt        Bleitetracetat    kann mit ähnlichem  Erfolg auch     Per,jodsäure    benützt werden, wo  bei in wässeriger Lösung oder in einem Ge  misch von     Wasser    mit einem organischen Lö  sungsmittel     gearbeitet    werden kann, z. B. in      wässerigem Alkohol, verdünnter Essigsäure       etc.     



  Will man die     erhaltene        .d-Threoe-e    reini  gen, so. kann     flies    vorteilhaft ,dadurch ge  schehen, dass man :sie nach an und für sich       bekannten    Methoden in eine     Mono-acetonver-          bindung    überführt, die nicht nur     erwartungs-          g   <B>C,</B>       emäss    destillierbar ist, sondern auch gut kri  stallisiert und .daher leicht völlig rein erhal  ten werden kann. Durch Spaltung mit wässe  rigen     ,Säuren    lässt sich daraus leicht ganz  reine     d-Threo-se    gewinnen.  



  Das, den Gegenstand .des vorliegenden Pa  tentes bildende Verfahren zur Herstellung  von     d-Threose    besteht somit darin, dass man  die aus.     d-Arabit    mit aromatischen Aldehy  den erhältlichen     Methylenätherverbindungen     mit Oxydationsmitteln behandelt, die geeig  net sind     aliphatiche    oder     alicyclische        Gly-          cole    mit     ortho-ständigen        Hydroxylgruppen     unter Spaltung der     Kohlenstoffbindung    zwi  schen diesen     Hydroxylen    zu Aldehyden zu  oxydieren,

   aus den entstandenen Zwischen  produkten die     aromatischen    Aldehyde mit  wässerigen     iSäuren    wieder abspaltet und die       erhaltene        d-Threose    über     sdie        Monoacetonver-          bindung    reinigt.  



  Die     d-Threose    bildet ein Zwischenprodukt  für die Herstellung von     Arzneimitteln.     <I>Beispiel 1:</I>  9,5 g     Kaliumperjodat    werden fein     ge-          pulvert    und mit<B>250</B> cm' Wasser versetzt,  das 2,1 g     .Schwefelsäure    enthält. Unter Rüh  ren lässt man die Lösung von 11 g Mono  benzal-.d-arabit in der eben nötigen Menge  Alkohol     rausch    zulaufen, wobei .die Tempera  tur durch äussere Kühlung auf 10 bis 15   ge  halten wird.

   Nach     einstündiger    Einwirkung  wird mit     :Soda    oder     Calziumearbonat    genau       neutralisiert    und im Vakuum fast zur       Trockne    gedampft. Dem Rückstand entzieht  man die organischen     Bes=tandteile    mit Alko  hol.

   Die alkoholische Lösung wird im Va  kuum eingedampft, der Rückstand in 50 cm'  einprozentiger Schwefelsäure aufgenommen  und eine     Stunde    auf 80       erwärmt.    Nach dem       Neutralisieren    mit     Bariumcarbonat    wird vom         Bariumsulfat        abfiltriert    und die klare Lö  sung im Vakuum     einsgedampft.    Die erhaltene       d-Threose    kann     weiter    gereinigt werden,       wenn    man     sie    in Alkohol löst und von ge  ringen Mengen unlöslicher Verunreinigungen  durch Filtration befreit.

   Nach dem Abdamp  fender alkoholischen     Lösung    erhält man sie  als hellen Sirup, der glasig erstarrt.  



  <I>Beispiel 2:</I>  10 g     d-Arabit    werden mit 9 g Anis  aldehyd und 10 g Salzsäure     übergossen    und  durch Einleiten von     Salzsäuregas    bei einer  Temperatur von unter<B>10'</B> mit diesem     ge-          sättigt.    Nach     2stündigem    Stehen bei 0 bis       1,0,'    wird im Vakuum zur Trockene gebracht,  wobei die Temperatur möglichst niedrig zu  halten ist.

   Die Mischung bleibt dann noch       längere        Zeit    im Vakuum über     Natronkalk     stehen, wodurch sie völlig     erstarrt.    Die er  starrte Masse wird mit soviel wässeriger       Sodalösung    gründlich verrieben,     dass    die Re  aktion auf Lackmus deutlich alkalisch ist.  Dann wird     abgenutscht,    mit     weni             Wasser,  dann mit Benzol     und    schliesslich mit etwas  Äther gewaschen.

   Es wird 112 g roher     Anisal-          d-arabit    als farblose Kristallmasse von feinen  Nadeln, die etwas,     unscharf    gegen 180    schmilzt, gewonnen. Man behandelt den       Anisal-d-arabit        weiter    nach dem im Beispiel  1     beschriebenen    Verfahren und erhält     d-          Threose.        Führt    man     diese    in die     Aeetonver-          bindung    über,

   so erhält man     farblose    Kri  stallnadeln vom Schmelzpunkt 84'     und    einer  optischen Drehung von [a]      ,    -15   (in  Aceton).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von d-Thre- ose, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus -d-Arabit mit aromatischen Aldehyden erhältlichen Methylenätherverbindungen mit Oxydationsmitteln behandelt, .die geeignet sind,
    aliphatische oder alicyclische Glycole mit ortho-ständigen Hydroxylgruppen unter .Spaltung der Kohlenstoffbindung zwischen diesen Hydroxylen zu Aldehyden zu oxydie ren, aus den entstandenen Zwi8ch-enproduk- tendie aromatischen Aldehyde mit wäts@seri- gen Säuren wieder abspaltet und die erhal tene d-Threo::e über .die Monoacetonverbin- dung reinigt.
    UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation mit ungefähr einem Mal Bleitetracetat ausführt. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation mit einem Überschuss von Bleitetracetat ausführt. 3. Verfahren nach Patent-ansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von Wasser mit Perjod- säure ausführt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation in Gegenwart von Wasser mit einem Ge misch von Perjodaten und starken Säuren ausführt, die selbst von Perjodsäure nicht. angegriffen werden.
CH195837D 1936-08-28 1936-08-28 Verfahren zur Herstellung von d-Threose. CH195837A (de)

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