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CH177634A - Grenzlehre (Toleranz- oder Passungslehre). - Google Patents

Grenzlehre (Toleranz- oder Passungslehre).

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Publication number
CH177634A
CH177634A CH177634DA CH177634A CH 177634 A CH177634 A CH 177634A CH 177634D A CH177634D A CH 177634DA CH 177634 A CH177634 A CH 177634A
Authority
CH
Switzerland
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wedge
gauge
displaceable
adjusting member
teaching according
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Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH177634A publication Critical patent/CH177634A/de

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/22Feeler-pin gauges, e.g. dial gauges
    • G01B3/24Feeler-pin gauges, e.g. dial gauges with open yoke, i.e. calipers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description


  Grenzlehre (Toleranz- oder     Passungslehre).       Die zur Prüfung von     Hasshaltigkeit    von       \VErl-,stüclien    zur Zeit     vorwieuend    benutzten  Rachenlehren gestatten zwar, eine     Messung     bei Erzielung verhältnismässig grosser Ge  nauigkeit mit sehr geringem Zeitaufwand  durchzuführen. Da jedoch die Rachenlehre  ,jeweils.     über,den    Prüfling geschoben werden  muss, so unterliegt sie einem .sehr starken  Verschleiss. Man ist daher gezwungen, eine  neue Rachenlehre im     Sinne    einer Verringe  rung der zulässigen Toleranz zu bemessen;  hierdurch ergibt     e,ieh    für die Fabrikations  teile eine Verteuerung.

   Des     weiteren    Be  stattet eine Rachenlehre lediglich festzu  stellen, ob sich das Werkstück innerhalb  oder ausserhalb der     Toleranzgrenzen    befindet,  nicht aber, wie     es    zum Toleranzfeld liegt.  Der     Einrichter    benötigt daher neben der  Rachenlehre noch eine     Mikrometerschraube     oder dergleichen, deren Gebrauch jedoch  verhältnismüssig zeitraubend ist und in der  Regel besondere     Ges.chiokliohkeit    des Messen  den erfordert.     Bei    der Verwendung zweier         Messgeräte    ergibt sich ferner die Schwierig  keit,     dass    durch.

   Abweichungen der Geräte  voneinander     Fehlmessungen    entstehen.  



  Die Erfindung macht es sich demgegen  über zur Aufgabe, diese     Schwierigkeiten    zu  beheben und eine Grenzlehre von verhältnis  mässig einfacher Konstruktion und bequemer       Bedienbarkeit    zu     schaffen,    die an     Prüf-          genauigkeitder    Rachenlehre sogar überlegen  sein kann und im     Gegensatz    zu dieser fast  keinem     Verschleiss    an den     Messflüchen    unter  liegt.  



  Um diese Aufgabe zu .erfüllen, ist die  neue Grenzlehre, die sich, ähnlich wie     be-.          kannte    Ausführungen, eines beweglichen,  durch Zug oder Druck verschiebbaren, über  eine Reihenschaltung zweier     Keilsehub-          fläohenübersetzungen    mit einem Einstell  glied einer Anzeigevorrichtung zusammen  arbeitenden     Tastkörpers    bedient, derart aus  gebildet, dass die     Keilsohubflächenüber-          setzungen,

      einen in     seiner        Längsrichtung    ver-           schieblichen    Keil und eine oder mehrere mit       diesem        zusummenarbeitencle    und quer zu       dessen.        Längsrichtung        zwischen    zwei Flächen       verschiebliche        Rollkörper    umfassen;

   wobei  die beiden     Flächen.    in Richtung der     Roll-          körperbahn        abnehmenden        gegenseitigen          aufweisen    und die eine dieser Flächen       fest        und    die andere an einem in Richtung  der Keilbewegung     verschieblichen    Teil ge  bildet ist. Auf diese Weise kann bei geeig  neter Wahl der Keilwinkel für die beiden  Keilgetriebe erreicht werden, dass einer ge  ringen Verschiebung des     Tastkörpers    eine  vielfach grössere     Verschiebung    des, Einstell  gliedes entspricht.  



       Die    beiden     Keilgetriebe        können        Vorteil-          haft    so zueinander angeordnet werden,     dass     der     Tastkörper    in     derselben    Richtung wie  das Einstellglied, zweckmässig allerdings  gegenläufig, verschiebbar ist.

   Dadurch er  möglicht sich eine gedrängte Bauart,     und    es  lässt sich     ausserdem    das     Bedienungsorgan,    so       anordnen,        dass    die Handhabung der Lehre  einfach und bequem wird, was in     Anbetracht     des häufigen     Gebrauches    einer Lehre von  Bedeutung ist.

   Ausserdem ergibt sich aber  bei Verwendung eines Keils. in Kegelform  in     Verbindung    mit einer Mehrzahl von die  sen umgebenden Kugeln oder Rollen der  noch bedeutendere Vorteil,     dass-,    da. der kegel  förmige Keil um seine Achse drehbar ist,  die Kugeln ebenfalls Drehbewegungen oder       Wälzbewegungen    ausführen können, stets  andere     Flächen:        :de.s.    Kegels mit andern Flä  chen     beziehungsweise        Punkten    der Kugeln in  Berührung kommen und ebenso auch diese  wieder mit andern Flächenteilen der zweiten       Keilschubflächenübengetzung    in Berührung  kommen.

   Das hat zur Folge,     dass    der Ver  echleiss der beiden konstruktiv vereinigten       Keilschubflächenübersetzungen    auch bei  langem     Gebrauch        überaus    klein bleibt und  damit die     Messgenauigkeit    der Lehre unter  obigen Voraussetzungen eine sehr grosse ist.    In ,dem     Zusammenhang    sei darauf- ver  wiesen, dass die     Verwendung    von Kugeln  oder Rollen     alG        Zwischenglieder    zur Weiter-         leitung    der Bewegung einer mit einer Kugel  in Berührung stehenden Keilfläche an sich  bekannt ist.  



  Einige Ausführungsbeispiele -sind in     .der     Zeichnung     .dargestellt.    Bei der in     Abb.    1  und 2 in verschiedenen Stellungen darge  stellten Ausführungsform befindet sich die  eine     Messfläche    der Lehre am Ansatz 1, die  andere, gegenüberliegende     Messfläche    an dem  längsverschiebbar geführten     Tastkörper    2.

    Dieser ist an     s.einem        rückwärtigen    Ende       kolbernförmig        verstärkt    und mit dieser Ver  stärkung 2a in     .der        zylindrischen    Bohrung  des     Lehrengriffesi    geführt.

   Mit     dem        Tast-          körper    2 wirkt über die unten noch näher  beschriebene     Keilschubflächenübersetzung     das     Einstellglied    3 zusammen, welches an       eeinem        äussern    Ende eine     kolbenförmige    Ver  stärkung 3a aufweist, die in einer mit der  Griffwandung     unverschiebbar        verbundenen          Buchire    4 geführt ist.

   Auf der     kolben-          förmigen    Verstärkung 3a     befindet    sich eine  Skala, die mit einer festen     Einstellmarke,     welche am einfachsten durch den Rand der  Buchse 4 gebildet wird, zusammenwirkt.

         Zwischen    die zur Längsachse des Einstell  gliedes 3 senkrechte     Stirnflächen    .der Buchse  4     und,die    kegelförmig gestaltete Stirnfläche  des     Tastkörperaneatzes    2a sind Kugeln 5     ein-          gefügt,    die unter der Wirkung der an dem       Tasbkörper    2, angreifenden Feder 6 und der  an der .Stirnwand des     Ansatzes    2a gebildeten  Schubfläche in seitlicher Anlage .gegen das       Einsstellglied    3     ,gehalten,    werden.

   Dieses ist  an. :seinem in der axialen     Bohrung    des     Tast-          körpers    2 mit freiem Spiel verschiebbaren  Ende zu einem eine geringe Steigung be  sitzenden Kegel 3b verstärkt.     Zwischen    dem  Boden ,der     Buchse    4     und,dem    Kolben 3a des  Einstellgliedes ist eine Druckfeder 7 ge  lagert,     .die    bei Loslassen des über den Kol  ben 3a     hineingedrückten    Einstellgliedes die  ses     zurückdrückt    und     @dabei    unter radialer  Verschiebung nach     auswä-rts    der Kugeln 5       mittelst    des.

       Kegels,        .3b    den     Tastkörper    2 ent  gegen der Wirkung der Feder 6 in die in       Abb.    2     dargestellte        Messstellung    führt. Die       Bewegung    findet ihr Ende, sobald der Tast-           körper    2 seine Endstellung erreicht,     bezie-          hung-zweise    seine     Messfläche,    wie in     Abb.    2  veranschaulicht, sich auf den eingebrachten  Prüfling aufsetzt.  



  Die Bedienung geht also folgendermassen  vor sich: Zur Öffnung der Lehre wird das  Einstellglied :3 über den dabei als Druck  knopf wirkenden Kolben 3a nach, innen ge  drückt. wodurch sich die Stellung nach       Abb.    1 ergibt. Dieser Hub des Einstell  gliedes 3 sei, da er ohne     Kraftübertragung     auf den Taktkörper 2 vor sich geht, als Leer  hub des     Einstellgliedesi    bezeichnet. Während       dieses    Hubes wird die Feder 7 gespannt, und  gleich zeitig rückt der     Ta.stkörper    2 unter  Vergrösserung seines Abstandes von der       Ciegenmessfläche    1 infolge der Wirkung der  Feder 6 in den     Lehrengriff    hinein.

   Sobald  man den Kolben     beziehungsweise    Druck  knopf 3a loslöst, geht die Lehre unter der       Wirkung    der Feder 7 in die in     Abb.    2 dar  gestellte     31essstellun.g    über, in der das     I.stmass     des Prüflings an der auf dem Kolben 3 be  findlichen Teilung genau ablesbar ist. Neben  dieser Teilung beziehungsweise an Stelle  dieser Teilung kann, wie     Abb.    2 veran  schaulicht, ein um den Kolben herumlaufen  des Band Anwendung finden. Die Breite des  Bandes wird entsprechend .der Breite des  Toleranzfeldes gewählt,     dasheisst    so gewählt.

         dass,    sofern bei der Messung die feste     Einstell-          tnarke    innerhalb des Bandes liegt, dadurch       qualitativ    angezeigt     wird,    dass die zulässige  Toleranz nicht überschritten ist, während an  der Teilung des     Kolbens    3a der wirklich       vorhandene        Is.twert    abgelesen werden kann.  Es kann so, in einfachster Weise die quali  tative Toleranzmessung mit einer genauen  quantitativen Messung vereinigt werden, be  ziehungsweise man kann je nach Bedarf die  Lehre zum einen oder andern Zweck verwen  den.

   Es ist ersichtlich,     d@ass    der zur Durch  führung einer Messung erforderliche Zeitauf  wand bei der neuen Lehre wesentlich gerin  ger als. bei Anwendung von     Mikrometer-          schrauben    und auch     wohl    noch geringer als,  bei Anwendung der     sonst    üblichen Rachen  lehren ist, während anderseits die in dem    starken Verschleiss und .der Unmöglichkeit  einer genauen quantitativen     Messung    be  ruhenden Nachteile der Rachenlehre hier in  Fortfall kommen;

   denn da 'beim Aufbringen  der Lehre auf den     Prüfling    keine Reibung  zwischen     Mess.flä.che    und Prüfling stattfindet,  vielmehr die     Messfläche    des     Taetkörpers     senkrecht zur Fläche des Prüflings sich auf       diesen    aufsetzt, so ist die Abnutzung der       14less-flächen,    wie auch Versuche bestätigt  haben, überaus gering und praktisch ohne  Bedeutung.  



  Das in     Abb.    1 und 2 dargestellte     Aus-          führungsbeispiel    lässt sich durch gering  fügige Ergänzungen auch zu einer     Lehre     für     Innenmeesungen    ausgestalten.

   Ein Aus  führungsbeispiel     ist    in     Abb.    3,     ,dargez-tellt.    Das  bei den Ausführungen nach     Abb.    1 und 2 als  Testkörper bezeichnete Glied 2 wirkt hier  nur mittelbar als Testkörper, und zwar       arbeitet    es über seine     kegelförmige        Spitze        2b     auf den     Messzylinder    8,

   der mit achsparalle  len Schlitzen 8a versehen und infolgedessen  gegen die     Innenwandung    des mit 9 ange  deuteten Prüflings spreizbar     ist.    Zur Erzie  lung einer möglichst elastischen     Spreizbar-          keit    ist der den eigentlichen     Messzylinder    8  mit dem Hauptkörper der Lehre verbindende  Zwischenzylinder 10 in der Wandstärke     ent-          @sprechend    ,dünn gehalten. Im übrigen ent  spricht die Lehre nach     Abb.    3 in der Bauart  der in     Abb.    1 und 2 dargestellten Lehre.

   Es  wird also zur Öffnung der Lehre ebenso wie  dort das     Einstellglied    3 durch     Ausübung     eines Druckes auf den Kolben 3a nach     innen     gedrückt, wobei die Feder 6 bezüglich des       Testkörpers    2. als.     Rückzugfeder    arbeitet und  hierbei gleichzeitig den über die Kugeln  geführten     Kraftschluss    zwischen dem Ein  stellglied 3 und dem Testkörper 2 aufrecht  erhält..     Beien        Loslassen    des Einstellgliedes 3  schiebt sich :

  die kegelförmige     .Spitze    .des  Gliedes 2 in ,den     Messzylinder    8 und spreizt  diesen     -sio    weit, bis er Anlage gegen die       Innenwandung    .des Prüflings     findet.    Der zu  messende Innendurchmesser kann an der  Teilung des Kolbens 3a abgelesen werden,       beziehungsweise    es ist aus der Stellung des      ringförmigen, auf dem Kolben 4 markierten  Bandes ersichtlich, ob der zu messende       Durehmesser    innerhalb der Toleranz liegt.  



  Wie aus der Darstellung hervorgeht, ist  die neue Lehre insbesondere mit     grossem     Vorteil als.     Pasis.ungslehre    verwendbar und  geeignet, die bisher übliche Rachenlehre  vollkommen. zu ersetzen. Wie schon er  wähnt, besitzt die Lehre     praktisch    fast keine  Abnutzung. Man kann daher bei der Eichung  einer neuen Lehre bereits ganz dicht an die  Grenzen des Toleranzfeldes herangehen, wo  durch der Vorteil     entsteht,        dass    sich die     Her-          stellung3taleranz    der Fabrikationsteile ent  sprechend vergrössert.

   Gleichzeitig fallen die  sonst in kürzeren     Zeitabständen.    erforder  lichen Kontrollen der Lehren fort beziehungs  weise die     Revisionen    sind nur in     wesentlich     grösseren Zeitabständen notwendig.  



  Für einen     Nenndurchmesser    lassen sich  ebenfalls im Gegensatz zu .den     bisher    üb  lichen Rachenlehren mehrere Sitze     in    einer  Lehre vereinigen; desgleichen können unter  schiedliehe     Fabrikations-    und Abnahmetole  ranzen in einer Lehre vereinigt werden. Die       entsprechenden    Toleranzfelder werden vor  teilhaft an der Lehre durch     verschiedene     Farben oder Markierungen kenntlich ge  macht.

   Zweckmässig     verwendet    man     in    die  sem Fall zur Markierung der Toleranzfelder  nicht, wie in     Abb.    2,     ,3    und 4     veranschau-          licht,    um den vollen Umfang des. Kolbens     3a     herumlaufende Bänder,     sondern    ordnet die  verschiedenartig     dargestellten    Toleranzfelder  möglichst in gleichem Abstand auf dem Um  fang des Kolbens     3a    nebeneinander an.  



       Selbstverständlich    kann die neue Lehre  ausser als     Passungslehre    auch ähnlich wie  eine     Mikrometerschraube    als: Lehre zur ge  nauen     quantitativen:    Messung     Anwendung     finden. Zweckmässig     sieht    man, wie     auch    in  der Ausführung nach     Abb.    1 und 2 ange  nommen, beide Möglichkeiten in der gleichen  Lehre vor,     dass    heisst; man bringt neben den  Toleranzmarkierungen auch     entsprechende     Teilungen zur genauen quantitativen Mes  sung an.

   Die     .Übersetzung    zwischen der       Tastkörperbewegung    und; der Bewegung des    Einstellgliedes kann bei der neuen Lehre an  verschiedenen Stellen beziehungsweise Be  reichen     des!        Gesamtmess'bereiches    in einfach  ster Weise dadurch verschieden gewählt       werden,    dass beispielsweise bei den Ausfüh  rungen nach     Abb.    1 bis 3 die Steigung der  an dem Teil 2a     befindliehen    Schubfläche  oder die     Steigung    .des "Kegels"     3u    an ver  schiedenen Stellen verschieden gewählt wird.

    Diese Möglichkeit bietet den Vorteil, die  Skala beziehungsweise die Teilung an be  stimmten Stellen des     Messbereiches,    z. B.     in     der Umgebung     des    zu     erzielenden    Solldurch  messers", zur Erhöhung der Genauigkeit     aus-          einanderzuziehen.    Im übrigen     kann    es     auch     aus Fabrikationsgründen angebracht sein,  von     edendargestellten        Kegelformen:    mit ge  radlinigen Mantellinien abzuweichen. So  lässt sich z.

   B. der an der Verstärkung     2a     des     Tastkörpers    2     befindliche        Hohlkonuus        we-          sentl'ich    genauer herstellen, wenn seine Ober  fläche nach einer Kugelfläche gestaltet wird.  



  Die Verwendung von Zwischenelementen,  wie Rollen, Spreizringen oder, wie bei der  Ausführung nach     Abb.    1 und 3, von Kugeln  5, bietet den Vorteil einer doppelten Über  setzung zwischen der     Tastkörperbewegung     und der Bewegung des Einstellgliedes; denn,  wie ersichtlich, besteht bei der Ausführung  na-eh     Abb.    1 bis, 3 zunächst eine Übersetzung  zwischen der Bewegung des     Tastkörpers    2  und der Bewegung der Kugeln 5 und dann  wiederum eine Übersetzung     zwischen    der  Bewegung der Kugeln 5 und der Bewegung  des Einstellgliedes 3. Es lässt sich auf diese  Weise eine sehr starke und     anderseits        doch     überaus genaue Übersetzung erzielen.

   Na  türlich kann man     auch    für Spezialzwecke  zur Erzielung einer noch grösseren Über  setzung die Bewegung des Einstellgliedes 3  auf ein. weiteres     Einstellglied        übertragen,    in  ähnlicher Weise, wie die Bewegung des       Tastkörpers    2 auf das erste     Einstellglied     übertragen wird. Für die     praktischen    Ver  hältnisse genügt jedoch in der Regel eine  Übersetzung von     etwa    1 :200, die sich mit  den dargestellten     Ausführungsformen    ohne  weiteres erreichen lässt.

        Die -dargestellte Anordnung der     M.ess-          flächen    ist für die Erfindung nicht wesent  lich. So besteht ohne weiteres     :die    Möglich  keit, die neue Lehre ähnlich wie eine Schub  lehre mit Tastern zur Messung von     Innen-          oder    Aussendurchmessern auszurüsten; .des  gleiehen kann man zur Erhöhung     .des        Mess-          bereiches    die an     sieh    feste     Messfl.ächedurch     Schraube oder     Aufsatzstück    stufenweise ein  stellbar gestalten.

   Aus der     Abb.        0'        und    der  darauf bezüglichen     Beschreibung        erhellt.          dass,    wenn in der Beschreibung und in den  Ansprüchen das Glied 2 als     Tastkörper    be  zeichnet ist, :darunter nicht unbedingt zu  verstehen ist, dass dieses- Glied die beweg  liche     MeZfläche    enthält. Es kann vielmehr  auch die bewegliche     Messfläche    in irgend  einer Weise,     beispielsweise    über Zwischen  elemente, antreiben.  



  Es .sei weiterhin hervorgehoben, dass es  für den Grundgedanken der Erfindung nicht       wesentlich    ist., wenn :die     Anordnung    so ge  troffen ist,     .dass    der Kegel 3b am Ende des  Leerhubes mit dem     Tastkörper    2 auf der  gleichen Seite der .durch die Kugeln  bestimmten Ebene liegt (vergleiche     Abb.    1).

    Man kann statt dessen auch den Kegel     3>>     auf der andern Seite der genannten Ebene  anordnen,     d-is    heisst, für den Kegel     3b    die       entbegengesetzte        Steigung    wählen und die  Feder 7 als einerseits an der Buchse 4 und       anderseits    an dem Kolben     3a    angreifende  Zugfeder ausbilden. Bei dieser     Aueführung     wäre :dann zur Öffnung der Lehre jeweils  das     Einsteldglied    3 nach aussen zu ziehen,  wozu man den Kolben 3a mit einem Zug  knopf oder Zugring versehen könnte. Die  dargestellte Ausführung hat jedoch dem  gegenüber den Vorzug grösserer Handlich  keit.

   Bei der zuletzt erwähnten     Ausführungs-          möglichkeit    würde ,das Stärkeverhältnis  zwischen der Zugfeder und der auf den     Tas-t-          körper    .einwirkenden Feder 6 in gleicher       Weise    wie bei der Ausführung nach Abt. 1  zu wählen sein. Indes kann auch das     Stärke-          v        erhältnis    der beiden. Federn     umgekehrt     :ein.

   Hiervon wird man dann Gebrauch  machen, wenn     beispielsweise    das vordere    Ende :des     Tastkörpers    2 und der feste An  satz 1 mit einander nicht     übergreifenden     Tastern zur     Messung    von     Innendurchmessern     oder :dergleichen ausgerüstet werden.

   In  diesem Falle würde :dann :die     Feder    6 die  Überführung des     Tastkörpers    2 in die     Mess-          etellung    übernehmen, während :die Feder 7  nur zur Aufrechterhaltung des Kraft  schlusses     zwischen    Einstellglied und     Tast-          körper    zu dienen hätte und dementsprechend       so.    schwach zu     bemesisen    wäre, dass sie die       Wirkung    der Feder 6 nicht aufhebt.  



  Die Gestallt der     Messflächen    kann je nach  der Art des Prüfobjektes verschieden ge  wählt werden; so     besteht    bei der neuen  Lehre z. B. :die Möglichkeit, bei entsprechen,  der     Gestaltung    der     Messfläehen    :die Mass  haltigkeit von     Formteilen,    z. B. Gewinden,  zu prüfen beziehungsweise .die Masse genau  zu bestimmen.  



  Bei :den in der Zeichnung :dargestellten       Ausführungsbeispielen    der neuen Lehre ist  der     Messdruck    von dem     Messenden    unab  hängig. Zur Erzielung dieses Vorteils ist es  nicht notwendig,     dass;    wie     'bei    den Ausfüh  rungsformen nach     Abb.    1 bis 3, die     Messung     erfolgt, nachdem     das,    Einstellglied bezie  hungsweise der mit diesem verbundene Be  dienungsknopf     3a        losgela;ssen    ist.

   Es sind  vielmehr auch Ausführungen möglich, bei  welchen der Übergang :des     Tastkörpers    in die       142essstellung    während des     Hineindrückens     des     Bedienungsknopfes        3a    erfolgt.  



  Wenn in der Beschreibung beziehungs  weise in :den Ansprüchen angegeben ist, dass  der     Ta.stkörper        mittelst    Zug oder Druck ver  schiebbar ist, so soll damit einer der Unter  schiede, die zwischen einer Mikrometer  schraube und der neuen Lehre     bestehen,     hervorgehoben werden.

   Denn, während bei  einer     Mikrometers:chraube    der     Tastkörper    in  einer Gewindemutter mit selbstsperrendem  Gewinde geführt ist und mithin nur durch  eine Drehbewegung in :die     Messstellung    sieh  überführen lässt, ist beim Erfindungsgegen  stand der     Tastkörper    so geführt, dass ein auf  ihn ausgeübter Zug oder     Druck    hinreicht, um  ihn in die     Messstellung    zu führen. Damit ist      jedoch nicht     gesagL,    da) eine     Drehbewegung     des Testkörpers 2 ausgeschlossen sein soll.

    'So     besteht    die Möglichkeit, auf dem     Tast-          körper    2 eine Schraubennut starker Steigung       anzubringen    und in :diese einen ortsfesten  Führungsstift     eingreifen    zu lassen, so     :dass     der     Testkörper    2 neben :der Längsverschie  bung auch eine     Drehbeiwegung        ausführt.    Die  Steigung der Schraubennut wird man je  doch zweckmässig     so.    wählen,     .dass    die Ver  schiebung des     Testkörpers    2 durch Aus  übung eines Druckes oder Zuges möglich ist.

    Eine mit der Verschiebung     verbundene    Dreh  bewegung des     Testkörpers    2 kann gegebe  nenfalls im Interesse einer gleichmässigen  Beanspruchung .der Kugeln 5 von Vorteil  sein.  



  Es besteht des     weiteren    auch ,die Mög  lichkeit,     dao    Einstellglied 3 beziehungsweise  den Mittelteil des Einstellgliedes als eine  stark steigende, .das heisst nicht selbsthem  mende und in einer     feststehenden    Mutter  geführte Schraube auszubilden.

   In diesem  Fall kann man, abweichend von der     Dar-          stellung-,die        Anzeigemarken    beziehungsweise       arkierungen    über den     Umfang    .des     mit,dem     Einstellglied verbundenen Druckknopfes     30     verteilen oder auf     :dessen        Stirnfläohe    an  bringen.

   Die Gewindesteigung wird     hierbei          zweckmässig    so     beinessen,    dass die Wirkungs  weise des.     Einstellgliedeis    im übrigen die  gleiche bleibt wie bei der in     Abb.    1     darge-          stellten    Ausführung, das heisst, dass das Ein  stellglied seinen Leerhub unter der Wirkung  eines auf den Knopf 311 ausgeübten     Druekes     und seinen Krafthub unter der Wirkung :der  Feder 7     ausführt.     



  Die Erfindung ist nicht auf die darge  stellten und oben beschriebenen     Le$renfor-          men    beschränkt. Die Vorzüge der neuen       Ausführung    treten vielmehr auch in Er  scheinung, wenn man sie z. B. mit.

   Bezug auf       Afib.    1 unter Weglassung des dort :darge  stellten, die feste     Gegenmessfläche    enthalten  den Bügels-     als    Zusatzgerät     ausbildet,    :das  nach Art ,der bekannten     Fühlhebelanordnun-          gen    in     :eine        Prüfvorrichtung    eingespannt  werden ,kann und :dann zusammen mit dem         :der        Lagerung    des     Messgegenstandes    :dienen  den     Widerlager    eine Grenzlehre bildet.

Claims (1)

  1. PATENTA.@ SPIZ UCH Grenzlehre mit beweglichem, :durch Zug oder Druck versehiebbarem Testkörper, der über eine Reihenschaltung zweier Keilschub- C, mit einem Einstell glied einer Anzeigevorrichtung zusammen arbeitet, :dadurch gekennzeichnet, :dass :die Keil#schubflächenübersetzungeneinen in sei ner Längsrichtung verschiebli:
    chen Keil (3b) und einen oder mehrere mit diesem zu- sammenar#beitende und quer zu .dessen Längsrichtung zwischen zwei Flächen ver- s.chiebliche Rollkörper (5) umfassen, wobei die beiden Flächen. in Richtung der Roll- körperbahn abnehmenden gegenseitigen Ab stand aufweisen und die eine dieser Flächen fest und die andere an einem in Richtung der Keilbewegung verschieblichen Teil ge bildet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Lehre naoh Patentanspruch, :dadurch ge kennzeichnet, dass: das Einstellglied (3) und der Testkörper (2) auf :der gleichen geometrischen Achse verschiebbar sind und das Einstellglied (3) eine Keilfläche .der einen, der Testkörper (2) eine Keil fläche der andern Keilschubfläehenüber- setzung aufweist. ?.
    Lehre nach Patentanspruch, .dadurch ge kennzeichnet, :dass der mit den Kugeln (5) zusammenarbeitende Keil (3b) in einer Aussparung des Testkörpers (2) mit freiem Spiel beweglich ist, das: Ganze derart, dass der Keil (3b) des Einstell- gliedes. (3) am Ende des Leerhubes- sich mit .dem Ta@stkörper (2) auf der gleichen Seite einer durch die Kugeln (5) quer zum Einstellglied (3) gelegten Ebene befindet. 3.
    Lehre nach Patentanspruch, :dadurch ge kennzeichnet, :dass das Einstellglied (3) an seinem einen Ende einen aus einer Führung (4) herausragenden Kolben (3a) enthält, der sowohl die Messteilung trägt, wie auch zur Führung des Einstellgliedes (3) und als Bedienungsknopf zurOffnung der Lehre dient.
    -i. Lehre nach Patentanspruch und Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (3a) des Einstellgliedes (3) in einer in den Griff der Lehre fest ein gesetzten und durch ein Bodenloch .das Einstellglied hindurehtreten lassenden Buchse (.t) geführt ist, die zwischen Boden und Kolben die an .dem EinsteJl- gIied angreifende Feder (7) enthält und deren Aussenseite des Bodens die zur Füh rung der Kugeln (5) dienende feste Fläche bildet. 5.
    Lehre nach l'atentarnspruch, dadurch ge kennzeichnet, class das in der Hubrichtung des Tastkörpers (2) verschiebbare Ein- stellglie-d (3) als nicht selbsthemmende Schraube ausgebildet ist, die an der Aussenfläche des mit diesem verbunde nen Dr-aokknopfes: die Markierungen trägt. G. Lehre nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Steigung der Keil- schubflächen über die Länge des Ar beitsbereiches verschieden stark gewählt ist.
CH177634D 1934-08-25 1934-08-25 Grenzlehre (Toleranz- oder Passungslehre). CH177634A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3060584A (en) * 1958-02-26 1962-10-30 Westfall Robert Vernier caliper
DE4034158A1 (de) * 1990-10-26 1992-04-30 Hirschmann Richard Gmbh Co Messstiftlehre, insbesondere fuer mikrobohrungen

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DE4034158A1 (de) * 1990-10-26 1992-04-30 Hirschmann Richard Gmbh Co Messstiftlehre, insbesondere fuer mikrobohrungen

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