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CH170093A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe.

Info

Publication number
CH170093A
CH170093A CH170093DA CH170093A CH 170093 A CH170093 A CH 170093A CH 170093D A CH170093D A CH 170093DA CH 170093 A CH170093 A CH 170093A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
azine
production
condensation product
dark
blue
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Scholl Roland Dr Prof
Mueller Johannes Ing Dr
Original Assignee
Scholl Roland Dr Prof
Mueller Johannes Ing Dr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Scholl Roland Dr Prof, Mueller Johannes Ing Dr filed Critical Scholl Roland Dr Prof
Publication of CH170093A publication Critical patent/CH170093A/de

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/44Azines of the anthracene series

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der     Anthr        aehinonr        eihe.       Es wurde gefunden, dass man zu einem  neuen     "Kondensationsprodukt    der     Anthrachi-          nonreihe    gelangt, wenn man das     N-Dihydro-          anthronazin    mit     acroleinbildenden    Mitteln in  Gegenwart von kondensierend wirkenden  Mitteln, wie zum Beispiel Schwefelsäure, er  hitzt.

   Es findet dabei - unter Wasser- und       Wasserstoffabspaltung-Bildung    des     Dibenz-          anthronazins    statt, eine intensiv gefärbte Ver  bindung, die als Farbstoff oder als Zwischen  produkt für die Herstellung von     Farbstoffen     verwendet werden kann. Sie kann aus     Chi-          nolin    umkristallisiert werden, wobei Reduk  tion zu     N-Dihydrodibenzanthronazin    stattfin  det.

   Dasselbe kristallisiert in dunkeln Nadeln,  die mit     Hydrosulfit    und Natronlauge nicht       verküpen.    Das     N-Dihydrodibenzantbronazin     löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit  dunkelgrüner Farbe, die rasch in Rotviolett  übergeht, wobei Oxydation zum     Azin    statt  findet. Beim Eingiessen der Lösung in Wasser  fällt blaues     Azinsulfat    aus.

   Dieses wird beim       Alkalischmachen    zu einem dunkelbraunen    Niederschlag - dem     Azin    selbst -     hydro-          liniert.    Mit     Hydrosulfit    färbt sich das     Azin     blaugrün, indem das entsprechende     N-Dihydro-          benzanthronazin    zurückgebildet wird.  



  <I>Beispiel:</I>  20 Teile     N-Dihydroanthronazirr    (erhalten  nach Scholl und     Berblinger,    B. 36, 3436 (1903)  durch Reduktion des     N-Dihydro-1.2.2'.1'-          anthrachinonazins    mit     Jodwasserstoffsäure    bei  150-160  ) werden in einer Mischung von  1500 Teilen Schwefelsäure ä 62       Be    und 80  Teilen . Glyzerin auf 120   erhitzt. Bei 110    wird die Flüssigkeit viskos und färbt sich  blau, indem das     olivegrüne        Azinsulfat    ver  schwindet und ein sehr feiner, blauer Nieder  schlag entsteht. Gleichzeitig beginnt Gasent  wicklung, die bei weiterem Erhitzen auf 120    ziemlich stark ist.

   Nach Beendigung der  Hauptreaktion wird noch     3/4    Stunden auf  130   erhitzt. Nach dem Erkalten wird in  Wasser gegossen, abgesaugt, das isolierte  Reaktionsprodukt mit Natronlauge ausgezo-      gen,     alkalifrei    gewaschen und getrocknet.  Das in guter Ausbeute erhaltene rohe     Dibenz-          anthronazin    kann aus     Chinolin    kristallisiert  werden, wobei Reduktion zum N -     Dihydro-          dibenzanthronazin    stattfindet.  



  Man kann obige Reaktion auch auf in an  derer Weise hergestellte     Anthronazine    an  wenden. Das N -     Dihydro    -1. 2 . 2'.1'-     anthra-          chinonazin    kann zum Beispiel zum     N-Dihydro-          anthronazin    auch wie folgt reduziert werden:

    64 Teile     N-Dihydro    - 1. 2 . 2'.1'-     anthra-          chinonazin    werden bei gewöhnlicher     Tempe-          ratur        in        850        Teilen        Schwefelsäure        ä        95        %     gelöst. Hierauf wird die Lösung auf 40 0 er  wärmt und in dieselbe unter gutem Rühren  im Verlauf einer Stunde in kleinen Portionen  bei     40-450.12    Teile Aluminiumpulver ein  getragen.

   Die oben genannte Reaktionstem  peratur wird noch einige Zeit (2 Stunden)  beibehalten und dann aus der Reaktionsflüs  sigkeit das Reduktionsprodukt - das     Dian-          thronderivat    des Ausgangsmaterials - durch  Fällen in üblicher Weise isoliert.  



  In diesem Beispiel kann das Aluminium  pulver auch durch die entsprechende Menge  eines andern     Metalles,    wie Kupfer     bezw.     Eisen, ersetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes, dadurch gekenn zeichnet, dass das N-Dihydroanthronazin mit Acrolein bildenden Mitteln in Gegenwart von kondensierend wirkenden Mitteln behandelt wird. Das Dibenzanthronazin stellt eine intensiv gefärbte Verbindung dar, die als Farbstoff oder als Zwischenprodukt-für die Herstellung von Farbstoffen verwendet werden kann. Sie kann aus Chinolin umkristallisiert werden, wobei Reduktion zu N-Dihydrodibenzanthron- azin stattfindet.
    Dasselbe kristallisiert in dunkeln Nadeln, die mit Hydrosulfit und Na tronlauge nicht verküpen. Das N-Dibydro- dibenzanthr-onazin löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit dunkelgrüner Farbe, die rasch in rotviolett übergeht, wobei Oxydation zum Azin stattfindet. Beim Eingiessen der Lösung in Wasser fällt blaues Azinsulfat aus.
    Dieses wird beim Alkalischmachen zu einem dunkelbraunen Niederschlag - dem Azin selbst - hydrolisiert. Mit Hydrosulfit färbt sich das Azin blaugrün, indem das ent sprechende N-Dihydrobenzanthronazin zu rückgebildet wird.
CH170093D 1933-06-01 1933-06-01 Verfahren zur Herstellung eines neuen Kondensationsproduktes der Anthrachinonreihe. CH170093A (de)

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