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CH167924A - Anordung zur Speisung und Nutzbremsung von Gleichstrommaschinen mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. - Google Patents

Anordung zur Speisung und Nutzbremsung von Gleichstrommaschinen mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe.

Info

Publication number
CH167924A
CH167924A CH167924DA CH167924A CH 167924 A CH167924 A CH 167924A CH 167924D A CH167924D A CH 167924DA CH 167924 A CH167924 A CH 167924A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
groups
control
machine
discharge
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Publication of CH167924A publication Critical patent/CH167924A/de

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Description


  Anordnung zur Speisung und Nutzbremsung von Gleichstrommaschinen     mittelst     gittergesteuerter Entladungsgefässe.    Die Erfindung betrifft eine Anordnung  zum Speisen und Nutzbremsen von Gleich  strommaschinen mittelst gittergesteuerter  <U>E</U>ntladungsgefässe, insbesondere     Quecksilber-          dampf        gleichrichter.     



  Beim Betrieb von Gleichstrommaschinen,  die von gesteuerten Gleichrichtern gespeist  werden, hat es sich als Übelstand heraus  gestellt, dass beim Übergang vom Treiben  zum Nutzbremsen oder für den Fall, dass die  angetriebene Arbeitsmaschine die Richtung  ihres Drehmomentes wechselt, eine Umschal  tung vorgenommen werden muss, wobei  der Steuergleichrichter vollständig gesperrt  bleibt. Während dieser Umschaltzeit     ist     also die Maschine sich selbst überlassen, und  es besteht die Gefahr, dass sie durchgeht  oder ihre Drehzahl doch in einer für den  Arbeitsvorgang nachteiligen Weise ändert.

    Bis zu einem gewissen Grade werden hier  bei mechanische oder sonstige     Verlust-Gross-          bremsen    den Betrieb sichern können, doch    ist dieses Verfahren natürlich immer um  ständlich und unvollkommen.  



  Erfindungsgemäss wird die Anordnung  zum Speisen und Nutzbremsen von Gleich  strommaschinen     mittelst    gesteuerter     Gas-          oder        Dampfentladungsstrecken,    insbesondere       Quecksilberdampfgleichrichter,    so getroffen,  dass zwei Gruppen von Entladungsstrecken  mindestens jedoch zwei Gleichrichter, zu  der zu betreibenden Maschine entgegengesetzt  parallel geschaltet sind, und dass die Steuer  spannungen der beiden Entladungsstrecken  gruppen     bezw.    Gleichrichter derart in zwang  läufiger Abhängigkeit voneinander stehen,

    dass mit zunehmender     Zündvorverlegung    der  Steuerimpulse der einen Gruppe     eine    zuneh  mende Rückverlegung der Zündimpulse der  andern Gruppe     eintritt.     



  In der     Fig.    1 ist ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung dargestellt. Ein grosser  Gleichrichter 1 und ein kleiner Gleichrichter  2 sind über die Transformatoren 3 und      an das Drehstromnetz 5 angeschlossen. Mit  6 ist eine fremderregte Gleichstrommaschine  bezeichnet, die an die Kathoden 7 und 8  der Gleichrichter 1 und 2 einerseits und an  die Sekundärwicklungen der Transformato  ren<B>3</B> und 4 anderseits angeschlossen ist.  Mit 9 sind Drehtransformatoren bezeichnet.  Als solche kann man kleine festgebremste       Asynchronmotoren    verwenden, deren Läufer  feld im     Drehsinne    entgegengesetzt ist.

   Wie  aus der Figur ersichtlich ist, sind die Dreh  transformatoren so erregt, dass die Drehfel  der der beiden auf einer Welle sitzenden  Drehtransformatoren entgegengesetzte Rich  tung haben. Die     Drehtransformatorspannun-          gen,    die den     Gittern    aufgedrückt werden,  erhalten dadurch einander entgegengesetzte  Phasenverschiebungen. Die betriebene Ma  schine kann nun je nach der Drehrichtung  der Maschine als Motor und als Generator  arbeiten. Setzt man voraus, dass die Erre  gung der an die Entladungsgefässe ange  schlossenen Maschine nicht geändert wird, so  ist die Stromrichtung gleichbedeutend mit  dem     Sinne    oder der Richtung des Dreh  momentes, das von der Maschine entwickelt  wird.

   Bei Linksdrehmoment ist also die eine       Entladungsgefässgruppe,    bei Rechtsdreh  moment die andere     Entladungsgefässgruppe     in Tätigkeit. Bei Linkslauf und Linksdreh  moment arbeitet die     Maschine    als Motor,  ebenso bei Rechtslauf und Rechtsdreh  moment. Haben Drehrichtung und     Dreh-          =moment    verschiedene Richtung, zum Beispiel  Linksdrehmoment und Rechtslauf, so tritt       Generatorbetrieb        bezw.    Bremswirkung der  Maschine ein.

   In der     Fig.    1 sind die     Strom-          verläufe    für die     einzelnen        Betriebsarten    und  Drehrichtungen der Maschine eingetragen.  Arbeitet das Entladungsgefäss 1 als Gleich  richter und dreht sich die Maschine 6 im    Rechtssinne, so fliesst ein Strom in Richtung  des ausgezogenen Pfeils. Überschreitet die       EMK    der im Rechtslauf befindlichen Ma  schine die     EMg    des Entladungsgefässes 1,  so fliesst ein Strom in     Rielitung    des gestri  chelten Pfeils durch das Entladungsgefäss 2.

    Dreht sich die Maschine hingegen im Links  sinne, so wird ihr der hierzu erforderliche  Motorstrom von dem Entladungsgefäss 2 in  Richtung des     strichpunktierten    Pfeils gelie  fert und arbeitet bei gleichbleibendem Dreh  sinne die Maschine als Generator, so fliesst  ein Strom in Richtung des     striehdoppelpunk-          tierten    Pfeils durch das Entladungsgefäss 1.  Es sei erwähnt, dass infolge des Ventil  charakters der Entladungsgefässe 1 und 2  der Strom stets seine Richtung durch die  Entladungsgefässe beibehalten muss.

   Hin  gegen wird eine Spannungsumkehr bei Rück  gang der Maschine vom Motorbetrieb zum       Generatorbetrieb    einsetzen und an den Trans  formatorwicklungen eine     EMK    zur Folge  haben, die entgegengesetzt der vom Wech  selstromnetz 5 den     Transformatorwicklungen     aufgedrückten     EMK    gerichtet ist und somit  einen Energieübertritt aus dem Gleichstrom  kreis -in den Wechselstromkreis ermöglicht.  



  Zur Erläuterung der Wirkungsweise der  Einrichtungen gemäss der Erfindung können  die in den     Fig.    2 bis 8 wiedergegebenen  Diagramme dienen. In den     Fig.    2 bis 7 ist  die allmähliche Aussteuerung eines beispiels  weise     sechsanodigen    Entladungsgefässes dar  gestellt. Wie aus diesen Zeichnungen zu er  kennen ist, wird der     Zündverzögerungsw        in-          kel    zwischen 0 und 180   variiert. Dadurch  werden bestimmte Werte der     mittleren          Gleichrichterspannung   <B>E.,</B> erhalten.

   Diese  Werte für     Es    haben für die in den     Fig.    2  bis 7 dargestellten Fälle der Aussteuerung die  in folgender Aufstellung gegebenen Grössen:  
EMI0002.0039     
  
    Fig. <SEP> 2 <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> I <SEP> Fig. <SEP> <U>4-1</U> <SEP> Fig.5 <SEP> I <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> I <SEP> Fig. <SEP> 7 
<tb>  Zündwinkel <SEP> a <SEP> = <SEP> I <SEP> 0 <SEP>   <SEP> <B><U>1</U></B><U> <SEP> 30 <SEP> <B>0</B> <SEP> I <SEP> <B>600 <SEP> 1 <SEP> 900</B> <SEP> I</U> <SEP> 1200 <SEP> - <SEP> <U>I <SEP> <B>1500</B></U>
<tb>  Gleichspannung:

   <SEP> e . <SEP> I <SEP> eo <SEP> # <SEP> <U>3 <SEP> '</U>
<tb>  eo <SEP> # <SEP> 0 <SEP> -eo <SEP> # <SEP> 2 <SEP> .I--eo <SEP> # <SEP> <U>3 <SEP> #@@3</U>
<tb>  ,@ <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 7r <SEP> 2 <SEP> @r
<tb>  Eg <SEP> I <SEP> = <SEP> 0,955eo <SEP> = <SEP> 0,827eo <SEP> I <SEP> = <SEP> 0,478e <SEP> o <SEP> = <SEP> 0 <SEP> =- <SEP> 0,478eo <SEP> ' <SEP> _- <SEP> 0,827eo         Unter     e.    ist hierbei der Scheitelwert der       Anodenphasenspannung    verstanden, und bei  dieser Aufstellung sind die Verluste im       Lichtbogen    und im Transformator vernach  lässigt. Die Rubrik a = 180   ist fortgelas  sen, da sie die genaue Umkehrung der Ru  brik a = 0   enthalten würde.

   Es sei nun  darauf hingewiesen, dass ein Gleichrichter  eine elektrische Anordnung darstellt, die nur  dann Strom abgeben kann, wenn seine     EMIi     im Mittel grösser ist als die     EMK    des Ver  brauchers, hingegen kann ein Gleichrichter       nur    dann Energie aus dem Gleichstromkreis  in das Wechselstromnetz zurückgeben, also  als Wechselrichter arbeiten, wenn die     EMIL          des    Gleichstromkreises grösser ist als die       Fleh    des Wechselrichters.

   Auf die     Fig.    2  bis 7 übertragen bedeutet dies, dass die mitt  lere Grenzlinie     Ey    des schraffierten Span  nungsgebietes stets höher liegen muss als die  Linie     E""    der fremden     Gleichstrom-EME,     die im Sternpunkt des Gleichrichters an  geschlossen gedacht ist. Es sei darauf hin  gewiesen,     da,ss    die     Induktivität    der Gleich  strommaschine als Energiespeicher im Gleich  stromkreis wirkt.

   Durch die     Anordnung    von  zwei Gleichrichtern oder     Gleichrichtergrup-          pen,    derart, dass sie bezüglich des äussern  Gleichstromkreises entgegengesetzt parallel       geschaltet    sind, wird, wie anhand der     Fig.    i  ersichtlich ist, ermöglicht, dass die Gleich  sfrommaschine bei ein- und derselben Dreh  richtung sowohl als Motor, als auch als Ge  nerator arbeiten kann.  



  Trägt man nun den Verlauf von     E    i     o          Abbängigkeit    von dem     Zündverzögerungs-          winkel    a auf, so erhält man das in     Fig.    8  dargestellte Diagramm. In diesem Dia  gramm stellt die Linie a, die     Steuerkenn-          iinie    des in     Fig.    1 dargestellten Entladungs  gefässes 1 dar. Die Steuertrennlinie     a.    ver  läuft in. der gleichen Weise wie die Steuer  kennlinie a,.

   Um jedoch die Tatsache, dass  die beiden     Statoren    der Drehtransformatoren  9 auf der Welle derart blockiert sind, dass  die     Zündverzögerungswinkel    der beiden Ent  ladungsgefässe sich stets zu<B>180'</B> ergänzen,  in dem Diagramm zum Ausdruck zu brin-    gen, ist diese     Steuerkennlinie        a2    des Gleich  richters 2 als Spiegelbild der Steuertrenn  linie des Entladungsgefässes 1 dargestellt,  und zwar derart, dass die Steuertrennlinie     a@     über dem Winkel 180 bis 0   aufgetragen  ist. Bei dieser Darstellung ist die Spannung  jedes Gleichrichters auf den zugehörigen       Transformatorsternpunkt    bezogen.

   Es muss  nun berücksichtigt werden, dass die Ent  ladungsgefässe 1 und 2 in bezug auf den  äussern Gleichstromkreis entgegengesetzt pa  rallelgeschaltet sind. Diese Schaltung ist aus  führbar, wenn die     Gitterspannungen    beider  Entladungsgefässe so gesteuert werden, dass  der eine Gleichrichter gesperrt wird, wenn  der andern Strom führt. Wenn die beiden  Entladungsgefässe den     Zündverzögerungs-          winkel        a    = 90   erhalten, so wird weder der  Maschine über das eine Entladungsgefäss  Spannung zugeführt, noch von der Maschine  Energie über das andere Entladungsgefäss in  das Netz zurückgegeben.

   Ein innerer Kurz  schluss in den beiden Entladungsgefässen  kann ebenfalls in dieser Stellung der beiden       Steuerdrehtransformatoren    nicht auftreten,  weil ein solcher Strom noch die :Spannungs  gefälle der Lichtbögen in den beiden Ge  fässen zu überwinden     hätte.    Um die Span  nungsgefälle der Lichtbögen in dem Dia  gramm der     Fig.    8 zu     berücksichtigen,    muss  in bezug auf die beiden Kennlinien a, und     a2     roch eine Korrektur in der Weise vorgenom  men werden, dass beide Kennlinien a, und     a=     um den Betrag des Spannungsgefälles in den  Entladungsgefässen vertikal nach unten ver  schoben werden.

   Das hat zur Folge, dass  beispielsweise bei der Stellung a = 60   der  Drehtransformatoren 9 der absolute Wert     E'g.     des als Wechselrichter     arbeitenden    Gefässes  grösser ist als der absolute Wert     E,    des als  Gleichrichter     arbeitenden    Gefässes 1. Die  Differenz der absoluten R. -Werte nennt man  auch Respektabstand, da das als Gleichrich  ter arbeitende Gefäss wegen seiner zu klei  nen Spannung verhindert ist, Strom an das  als Wechselrichter arbeitende Gefäss abzu  geben. Der Respektabstand kann durch an  ders gewählte Blockierstellungen der Stato-           ren    der beiden Drehtransformatoren 9 ver  grössert oder verkleinert werden.  



  Die     obengenanute    Voraussetzung, dass die  beiden     Zündverzögerungswinkel    ,der Ent  ladungsgefässe     sich    zu 180  ergänzen, wird,  wie bereits erwähnt, dadurch erfüllt, dass  die beiden     Statoren    der Drehtransformatoren  in entsprechender Weise gegeneinander     blok-          kiert        sind.    Wird eine Verdrehung der Ro  toren, die auf der gleichen Welle angebracht  sind, vorgenommen, so hat dies     zur    Folge,  dass der     Zündverzögerungswinkel    des einen  Gefässes in dem gleichen Masse wächst,

   wie  der     Zündvergrösserungswinkel    des andern  Entladungsgefässes abnimmt. Die     mittlere     Regelstellung,<B>901</B> der beiden Steuerdreh  transformatoren, stellt nun ein ganz beson  deres     charakteristisches    Gebiet des Aus  steuerungsbereiches der beiden Entladungs  gefässe dar,     wie        :

  die        Fig.    8 erkennen     lässt.     Bei     Überschreiten    dieses     Zündverzögerungs-          winkels    wird nämlich der     Mittelwert    der       Gleichspannung    des als Gleichrichter arbei  tenden     Entladungsgefässes    negativ oder mit  andern Worten, dieses Gefäss arbeitet dann  als Wechselrichter. Es setzt dies jedoch vor  aus, dass die von dem Gleichstromkreis ge  lieferte     EMg    grösser ist als die     Gegen-EMg     des betreffenden Entladungsgefässes.

   Der  Steuerbereich in der Nähe von<B>90'</B> wird bei  spielsweise eingestellt, wenn die zu betrei  benden Maschinen aus dem     Stillstand    heraus  angefahren werden sollen.  



  Die vorstehenden Ausführungen gelten  dann, wenn die Voraussetzung erfüllt ist,  dass der jeweilige     Gleichspannungswert    kon  stant ist oder mit andern Worten, dass eine  vollkommene     Glättuug    der den Entladungs  gefässen entnommenen .Spannung vorhanden  ist. Praktisch wird dies jedoch nicht in dem  Masse. erreicht, wie es wohl erwünscht wäre,  sondern die erzeugten     Gleichspannungskur-          ven    werden noch in abgeschwächter Form  einen Verlauf zeigen, wie er in den     Fig.        \?     bis 7 dargestellt ist.

   Die sich dementspre  chend in der     Praxis    ergebenden     sägeförmi-          gen        Gleichspannungskurven    haben nun zur  Folge, dass bei bestimmten Einstellungen der         Statoren    der Drehtransformatoren die für die  beiden Entladungsgefässe geltenden Arbeits  flächen sich überlappen. Das bedeutet aber,  dass     nun    eine treibende     Spannung    von dem  Betrage der sich überlappenden Arbeitsflä  chen vorhanden ist, die einen Gleichstrom in  dem von den beiden Entladungsgefässen ge  bildeten greise (in Form einer liegenden 8,  deshalb Achterkreis genannt) hervorruft.

    Diese Gleichströme in dem Achterkreis wer  den nun zu Beginn einer     Überlappung    der  Arbeitsflächen nur     intermittierend    auftre  ten. Wird aber die Einstellung der     Statoren     der     Drehtransformatoren    in dem gleichen  Sinne fortgesetzt, so bildet sich aus den an  fangs     intermittierend    auftretenden Aus  gleichströmen ein ständig fliessender Kurz  schlussstrom in dem Achterkreis aus, der zu  Beschädigungen     bezw.    zur Zerstörung der  Entladungsgefässe führen kann.

   Das Auftre  ten von     Ausgleichströmen    in dem Achter  kreis bedeutet deshalb ein     Warnungszeichen     für den Grad der     Aussteuerung    und kann  somit zur Inbetriebsetzung von :Signalen oder       Schutzeinrichtungen    verwendet werden.  



  Eine solche auf ein übermässiges An  wachsen der     Ausgleichströme    ansprechende  Schutzeinrichtung für die Anordnung wird  man vorteilhaft so ausführen, dass die     Steuer-          gitterspannungen    einer oder beider     Gruppen     durch die     Schutzeinrichtung    mittelbar oder       unmittelbar    so beeinflusst werden. dass die  Phasenlage der     Zündzeitpunkte    verzögert  wird, um durch Verkleinerung     bezw.    voll  kommene Vermeidung der     Ausgleichströme     die Anordnung aus dem     Gefahrzustande    her  auszubringen.

   Der Grad der Aussteuerung  der Entladungsgefässe, bei dem Ausgleich  ströme auftreten, stellt aber gleichzeitig den  Zustand des kleinsten Respektabstandes       bezw.    der höchsten Empfindlichkeit der    Steuereinrichtungen dar,     @a    eine gering       fügi        ge    Veränderung der Verdrehung eines       Stators    allein oder beider     Statoren    im Sinne  voreilender Zündung ein Anwachsen der       Ausgleichströme    in beiden Entladungsgefä  ssen zur Folge hat.

   Wird deshalb die For  derung gestellt,     zeit    Hilfe 'der Anordnung      gemäss der Erfindung eine Maschine so zu  regeln,     bezw.    so ihre Tourenzahl zu halten,  dass bei einer verhältnismässig kleinen Er  höhung der Tourenzahl, die eine Erhöhung  der     EMIi    der Maschine zur Folge hat, so  dass die als Wechselrichter arbeitende     Ent-          ladungsstrecl-zenbruppe    anspricht, so wird  durch diese     Belastimb    die Gleichstrom  maschine in ihrer Tourenzahl wieder ab  gebremst.

   Ein Absinken der Tourenzahl  unter das vorgeschriebene Mass ist ebenfalls  unmöglich, weil bei Absinken der     EMg    des  Gleichstromkreises unter das der vorbe  stimmten Tourenzahl entsprechende Mass die  als     Gleiehrichter    arbeitende     Entladungs-          streckengruppe    der Maschine Energie zu  führt und so ihre Tourenzahl wieder auf den  gewünschten Zustand bringt.

   Bei einer  solchen hochempfindlichen Regelanordnung  wird man deshalb die     Steuerorgane    der Ent  ladungsgefässe so beeinflussen, dass bereits  im Leerlauf bei abgeschalteter Gleichstrom  maschine die besteuerten mittleren Gleich  stromspannungen der beiden Gruppen bei  beliebiger Stellung des Regelapparates so  weit einander genähert liegen, dass pulsie  rende Gleichströme im     greis    der beiden  Gruppen fliessen.  



  Bei der normalerweise verlangten Regel  genauigkeit von Maschinenanordnungen wird  man jedoch auf eine derartige kochempfind  liche Steuerung verzichten können und daher  die Steuerorgane der Entladungsgefässe der  art beeinflussen, dass bei beliebiger Klem  menspannung beim Übergang vom Treiben  zum Nutzbremsen der betriebenen Gleich  strommaschine eine gleichzeitige     Stromlosig-          keit    beider Gruppen nur in einem sehr klei  nen Intervall des Einstellungsbereiches des  Regelapparates eintritt (Toter Gang).  



  Anderseits kann es für verschiedene Ver  wendungszwecke der mit Hilfe der An  ordnung gemäss der Erfindung     betriebenen     Maschine wünschenswert sein, den Respekt  abstand verhältnismässig gross zu wählen,       bezw.    einen solchen Zustand der Aussteue  rung der Entladungsgefässe einzustellen, dass  pulsierende     Ausgleichströme    in dem Achter-    kreis im ganzen Einstellungsbereich des  Regelapparates noch nicht auftreten.

   Eine  solche Betriebsweise der Anordnung kann  beispielsweise für Förderanlagen von Vorteil  sein, um bei der Regelung .dem Bedienungs  mann der Anlage das Einstellen der     Steue-          i-ing    zu erleichtern; denn bei einer solchen  Ausbildung der Steuerapparatur hat er bei  spielsweise zum     .Stillsetzen    der Gleichstrom  maschine nicht mehr das Handrad in eine  bestimmte, vorher genau festgelegte Einstel  lung, sondern nur in die Nähe dieses Ein  stellpunktes zu bringen.  



  Ein solcher Steuerzustand der Anordnung  wird dadurch erreicht, dass die     Zündverzöge-          rung    der Zündimpulse einer der beiden  Gruppen von Entladungsstrecken so gross ge  wählt ist, dass diese sich bei beliebiger Klem  menspannung der betriebenen Gleichstrom  maschine nicht an der Stromführung betei  ligen kann.  



  Wirtschaftliche Vorteile können noch  durch verschieden grosse Bemessung der Ent  ladungsgefässe erzielt werden, wenn     etwa    die  Durchschnittsbelastung eines der beiden we  sentlich     überwiegt.    Das trifft gelegentlich bei  Förderanlagen zu. Bei derartigen Anlagen  wird durch die neue Anordnung erst die er  forderliche Sicherheit für den     @Steuergleich-          richterbetrieb    erreicht. Als Beispiel ist hier  der Fall anzuführen, wo bei fehlendem Un  terseil während .der Abwärtsfahrt der För  derkorb Übergewicht bekommt. Hier kann  das Anziehen der mechanischen Bremsen  durch die Erfindung vermieden und der Mo  tor ohne weiteres abgefangen werden.

   Erst  durch diese neue Anordnung werden ge  steuerte Entladungsgefässe als Ersatz für die       Leonard=Schaltung    brauchbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zum Speisen und Nutzbrem sen von Gleichstrommaschinen mittelst ge steuerter gas- oder dampfgefüllter Ent ladungsgefässe, insbesondere Quecksilber dampfgleichrichter, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gruppen von Entladungsstrecken mindestens jedoch zwei Gleichrichter zu der zu betreibenden Maschine entgegengesetzt parallel geschaltet sind, und dass die Steuer spannungen der beiden Entladungsstrecken gruppen bezw. Gleichrichter derart in zwang läufiger Abhängigkeit voneinander stehen,
    dass mit zunehmender Zündvorverlegung der Steuerimpulse der einen Gruppe eine zuneh mende Rückverlegung der Zündimpulse der andern Gruppe eintritt. _UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Zündver zögerung der Steuerimpulse einer der bei den Gruppen so gross gewählt ist, dass diese bei beliebiger Klemmenspannung der betriebenen Gleichstrommaschine sieh nicht an der Stromführung beteiligen kann. 2.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Steuer organe der Entladungsgefässe derart regel bar sind, dass bei beliebiger Klemmen- spannung beim Übergang vom Treiben zum Nutzbremsen der betriebenen Gleich- strommaschine eine gleichzeitige Strom- losigkeit beider Gruppen, in einem sehr kleinen Intervall des Einstellungsberei ches des Regelapparates eintritt (toter Gang). 3.
    Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bereits im Leerlauf bei abgeschalteter Gleichstrom maschine die gesteuerten mittleren Gleich stromspannungen der beiden Gruppen bei beliebiger Stellung des Regelapparates so weit einander genähert liegen, dass pulsie rende Gleichströme im greis der beiden Gruppen fliessen.
    4.. Anordnung nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass beim Anwach sen der innerhalb des greises der beiden Gruppen pulsierenden Gleichströme über ein gewisses Mass hinaus die,Steuergitter- spannungen einer oder beider Gruppen so beeinflussbar sind, dass die Phasenlage der Zündzeitpunkte verzögert wird.
CH167924D 1931-08-11 1932-05-02 Anordung zur Speisung und Nutzbremsung von Gleichstrommaschinen mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe. CH167924A (de)

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CH167924D CH167924A (de) 1931-08-11 1932-05-02 Anordung zur Speisung und Nutzbremsung von Gleichstrommaschinen mittelst gittergesteuerter Entladungsgefässe.

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CH (1) CH167924A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE757638C (de) * 1936-06-20 1952-10-20 Aeg Anordnung fuer die Steuerung der beiden Drehregler eines Umkehr-stromrichters zur Erzielung einer stetigen Stromspannungskennlinie
DE1080206B (de) * 1953-12-19 1960-04-21 Siemens Ag Einrichtung fuer selbsttaetig geregelte Synchron- oder Gleichstrommaschinen

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