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CH163020A - Verfahren zur Herstellung von geformten Massen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von geformten Massen.

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Publication number
CH163020A
CH163020A CH163020DA CH163020A CH 163020 A CH163020 A CH 163020A CH 163020D A CH163020D A CH 163020DA CH 163020 A CH163020 A CH 163020A
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CH
Switzerland
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resin
added
formaldehyde
amine
precipitation
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Application number
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English (en)
Inventor
Gesellschaft Fuer Chemis Basel
Original Assignee
Chem Ind Basel
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Filing date
Publication date
Application filed by Chem Ind Basel filed Critical Chem Ind Basel
Publication of CH163020A publication Critical patent/CH163020A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06Amines
    • C08G12/08Amines aromatic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung von geformten     Massen.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung geformter  Massen unter     Kondensation    von primären  aromatischen Aminen und mehr     :

  als        äqui-          molekulmen    Mengen Formaldehyd in Gegen  wart von mindestens etwa 1/2 Äquivalent  einer starken Mineralsäure, bezogen auf das  Amin,     @dadurch        gekennzeichnet,        @dass    minde  stens ein Teil des primären Amins mit dem  Formaldehyd im Verhältnis 1     Mol    Amin zu  mehr     .als    2     Mol    Formaldehyd zur Konden  sation gebracht und das ausgefällte Harz  nach Eliminierung der Säure unter Anwen  dung von Hitze und Druck     verpresst    wird.  



  Es ist bekannt,     dass    primäre aromatische  Amine mit mehr als 1     Mo.l    Formaldehyd in  mineralsaurer Lösung unter Bildung     un-          schmelzbarer,    unlöslicher     Kondensationspro-          dukte    reagieren, die sich unter Einwirkung  von Hitze und Druck in äusserst wertvolle       Presskörper    umwandeln lassen.

   Gemäss der       übliehen    Arbeitsweise wird hierbei das  Amin zunächst in einer Mineralsäure auf-         ,gelöst    und hierauf mit .der- Formaldehyd  lösung versetzt, wobei Weit darauf gelegt  wird,     dass    die     Reaktionstemperatur    nicht zu  hoch     ansteigt,    was     beispielsweise    durch     lang-          @sames        Zufliessenlassen    des Formaldehyds er  reicht wird.

   Dabei steigen mit zunehmendem       Forma1dehy.dgehalt        zwar    die Wärmefestig  keit und     Widerstandsfähigkeit    der     Press-          linge,    aber     auch,die    zur     Verpressung    nötigen  Temperaturen und Drucke. Schon kleine       Formaldehydüberschüsse    von beispielsweise  0,2     Mol    führen zu     Kondensationsprodukten     von mässigem Fliessvermögen, was besonders  beim     Pressen    komplizierter Formen als Übel  stand     empfunden    wird.

   Bei Anwendung von  1,5 bis 1,7     Mol    Formaldehyd muss man unter  Anwendung normaler Drucke schon     Press-          temperaturen    von 180 bis 200   und darüber  anwenden, um in kurzer Zeit klare     Press-          linge    zu erhalten.  



  Durch Zufügung von     Weichmachungs-          mitteln    kann allerdings der     Flu.ss    verbessert  wenden, aber auf Kosten der Wärmebestän-           digkeit    der Harze; werden     ,statt    indifferenter       Flussmittel    Aldehyde oder     aldehydabgebende          .Substanzen    zugesetzt, so werden, besonders  bei     Anwendung    von     Furfurol    und Phenol  polyalkoholen, zwar sowohl Russ wie       Wärmefestigkeit    in ausgezeichneter Weise       verbessert,

      aber meist auf     Kosten    der hellen  Farbe oder der Durchsichtigkeit der     Press-          linge.     



  Nach dem vorliegenden Verfahren ge  lingt es, aus Formaldehyd     und    primären aro  matischen Aminen in Gegenwart beträcht  licher Mengen einer     starken.    Mineralsäure  auch ohne Zusätze von     Weichmachungs-          bezw.        Flussmitteln        leicht±liessend.e    und nach  dem Pressen doch ausserordentlich wärme  beständige Harze herzustellen, die den zur  Härtung nötigen Farmaldehyd nicht als me  chanische     Beimischung,    sondern in chemi  scher Bindung enthalten, wenn man nämlich  dafür     ,sorgt,    dass     mindestens    ein Teil des  Amins, zweckmässig bei höheren Temperatu  ren,

   pro Hol     Amin    auf mehr als 2     Mol    Form  aldehyd zur     Einwirkung    gebracht wird. Das  Amin wird zweckmässig in Form eines mi  neralsauren Salzes, zum Beispiel des     Chlor-          hydrates,    angewendet. Man kann aber auch  dem Formaldehyd die nötige, zweckmässig  etwa .die     äquimolekulare    Menge einer starken  Mineralsäure zusetzen. Als Mineralsäuren       kommen    besonders die Halogenwasserstoff  säuren und Schwefelsäure in Betracht.  



  Von den verschiedenen Verfahren, pri  märe aromatische Amine in organischen Lö  sungsmitteln mit überschüssigem Formalde  hyd in Gegenwart organischer Säuren zu  kondensieren, unterscheidet sich     .das    Verfah  ren sowohl durch die Anwendung starker       Mineralsäuren    in vorzugsweise annähernd  äquivalenten     Mengen,    als auch durch den  Wegfall der     teuren        Lösungsmittel,    vor allem  aber .durch die Endprodukte, die in Benzol  unlöslich sind und klare hellgelbe bis rote       Press-linge    von     .sehr    guter mechanischer und  thermischer Festigkeit ergeben, während'  nach den erwähnten Verfahren in Benzol  lösliche,

   bis zu einem     gewissen    Grade här-         tende    Harze entstehen, die aber erst durch  -die     Behandlung    mit weiteren Aldehyden in  Gegenwart saurer     Kondensationsmittel        Press-          linge    mit guter Wärmefestigkeit .liefern.  



  Die neuen Produkte sind auch chemisch  von den Kondensationsprodukten, wie sie im  Patent Nr. 1257219 beschrieben     ,sind,    deut  lich verschieden, indem sie, wie durch Ver  gleichsanalysen     festgestellt    wurde, einen  nicht unerheblich höheren Sauerstoffgehalt  aufweisen als     Jetztere,    was auf die wenig  :stens teilweise Bindung ,des     Formaldehyds     in Form von     Methylolgruppen    hindeutet,  während bei der in obigem Patent beschrie  benen Arbeitsweise der Formaldehyd in  weitaus überwiegender     Menge    in Form von       Methylengruppen    gebunden zu werden  scheint.

   In     >Mersteinstimmung    hiermit  kommt den<B>,</B> neuen Harzen eine deutliche       'Härtbarkeit    zu, indem bei niederer Tempe  ratur     verpresste    Harze dieses Typus eine     wen-          sentlich    geringere Wärmefestigkeit aufwei  sen, als     solche,    die bei höherer Temperatur       verpresst    oder vor oder nach dem Pressen  einer geeigneten     Wärmebehandlung    unter  worfen werden.  



  Am deutlichsten ausgeprägt sind diese  Eigenschaften, wenn     man    beispielsweise Ani  linchlorhydrat in einen grossen     Überschuss     (3 bis 5     Mol)    von Formaldehyd bei Tem  peraturen über 50   einlaufen lässt, oder,  ebenfalls bei höherer     Temperatur,    den über  schüssigen Formaldehyd möglichst auf ein  mal zu dem     Aminsalz    zufügt und nicht etwa  langsam .einträgt.

   Einen     Teilerfolg    kann  man aber schon ohne     Aufwendung    eines gro  ssen     Formaldehydüberschusses    erzielen, wenn  die gesamte angewandte     Formaldehydmen-e     zwar unter 2     Mol    bleibt, beispielsweise 1,5       Mol,    durch langsames Eintragen des Amin  salzes in die     Formaldehydlösung    aber dafür  <B>gesorgt</B> wird, dass     wenigstens        ein    grosser       Teildes    Amins beim     Eintropfen    mit einem       Formaldehytdüberschuss    von über 2     Mod    rea  gieren kann.

   Zweckmässig trägt man das  Amin in     heissen    Formaldehyd ein, da die Bil  dung     leichtfliessender    Harze durch höhere  Temperaturen begünstigt wird.      Wir haben dabei die Beobachtung ge  macht,     dass,    während bei Anwendung gerin  ger     Formaldehydübers.ehüsse        (insgesamt        1,2     bis 1,4     Mol    Formaldehyd pro Mal Amin)  Temperaturen über 50 bis 60 ',die Kontrolle  .des Reaktionsverlaufes erschweren und leicht  eine Beeinträchtigung der mechanischen Ei  genschaften der Harze bewirken     können,

      bei  dem vorliegenden     Verfahren    .die Anwendung  von Temperaturen bis zur Kochtemperatur  kaum eine Abnahme der mechanischen Fe  stigkeit, dagegen -eine     sehr    erhebliche Ver  besserung der Fliessfähigkeit bewirkt. Die  günstigsten Verhältnisse können von Fall zu  Fall durch     Tastversuche    leicht     festgestellt     werden.  



       Wenn    die     Säuremenge    wesentlich, bei  spielsweise     unter    1/     Mol    Säure auf 1     Mol     Base herabgesetzt wird, nähern .sich die Pro  dukte in manchen     Eigenschaften    den in Ge  genwart organischer Säuren in organischen  Lösungsmitteln erhaltenen Harzen, das heisst  ihre Löslichkeit wächst an, sie erweichen bei  relativ niedrigen Temperaturen und sind für  sich allein nur nach     vorausgegangener     Wärmebehandlung     presshar.     



  Nachdem beim Arbeiten mit     Aminsalz-          lösungen,    wie     Anilinchlorhydrat,    bei     mäss:--          gen    Temperaturen eine Steigerung der zu  gesetzten     Formaldehydmenge    von 1,0 bis  gegen 2,0 Moll Aldehyd auf 1     Mol    Amin  eine ständige Abnahme des Fliessvermögens  bewirkt, war     in    keiner     Weise    vorherzusehen.

    dass mit .den gleichen Ansätzen ,durch blosse  Abänderung der     Bedingungen    in dem Sinne,  dass die     Einwirkung    eines über 2     Mol    hin  ausgehenden     Formaldehydüberschusse,s    we  nigstens auf einen erheblichen Teil des  Amins     sichergestellt    wird und .dieser Reak  tionsverlauf gegebenenfalls durch Erhöhung  der Temperatur begünstigt wird, das Fliess  vermögen .der Harze in :so beträchtlicher  Weise gesteigert werden konnte, ohne     dass    die  Wärmefestigkeit herabgedrückt würde, wie  das bei der Kondensation in organischen Lö  sungsmitteln in Gegenwart organischer Säu  ren und überschüssigen Formaldehyds der       Fall    ist.

      Die neuen Harze fallen beim Eliminieren  der Säure in ganz ähnlicher Form aus wie die       Aminharze    gemäss den Patenten Nr. 125729,  Nr. 146009, Nr. 150936 und Nr. 150937 und  'können, wie     ,diese,    in jedem Stadium der  Herstellung, zum Beispiel vor oder nach der  Fällung des     Harzes;

      oder nach der Fällung  und Trocknung des Harzes, mit Füllmate  rialien,     Weichmachungs-,        Härtungsmitteln,     Farbstoffen,     Flussmitteln    und .dergleichen  versetzt werden, insbesondere eignen sie sich  zur Herstellung von     harzhaltigen    Papieren,  wie sie in den Patenten Nr. 142936     und     Nr. 154520 beschrieben sind, indem sie die  gleichmässige     Verpressung    der     geschichteten     Papiere erleichtern und doch zu Produkten  von     ausgezeichneter        Wärmefestigkeit    führen.  



  Das Verfahren wird durch folgende -Bei  spiele erläutert, wobei .die Teile Gewichts  teile bedeuten:  <I>Beispiel, 1:</I>  In einem emaillierten     Rührgefäss    werden  '865 Teile     (etwa    10     Mo.l)    technische Form  aldehydlösung mit     1200    Teilen     Wasser    und  25 Teilen     konz.    Salzsäure auf<B>50'</B>     erwärmt     und im Verlauf von 10     Minuten        eine    Lö  sung von 260 Teilen     Aiuilinchlorhydrat     (2     Mol)    in 1000 Teilen Wasser in dünnem       ,

  Strahl    unter     kräftigem    Rühren einlaufen ge  lassen. Die Lösung wird dunkelrot und  schwach     trüb.    Man rührt noch 5     Minuten     weiter bei 5.5   und neutralisiert mit Natron  lauge. Das     Kondensationsprodukt    fällt     a15     ,voluminöser weisser Niederschlag aus,     ,der     ausgewaschen und     getrocknet    wird.

   Das er  haltene     weisse    Pulver wird heiss     verpresst,    wo  bei schon bei 145   klare gelbe .bis röte     Press-          linge    erhalten werden;     die        mechanischen    und  thermischen Eigenschaften werden aber       .durch    Erhöhung der     Presstemperatur    auf  <B>165'</B> noch     wesentlich    verbessert.  



       Beispiel   <I>2:</I>  In einem mit     Rückflusskühler    versehenen       Rührgefäss    werden 780 Teile     (etwa    9     Mol)     technische     Formaldehydlösung,   <B>1000</B> Teile       Wasser    und 25 Teile     konz.    Salzsäure zum      Sieden erwärmt und unter lebhaftem Rüh  ren in 4     Minuten    eine Lösung von 280 Tei  len (3 Mal) Anilin, 270     Teile        konz.    Salz  säure und 1000     Teile-Wasser        einlaufen    .ge  lassen. Die Lösung wird tief rot und bleibt  vollständig klar.

   Man lässt sie noch 1-6 Mi  nuten bei 90 bis 100   stehen und trägt sie  dann in kalte verdünnte Natronlauge ein. Es  fällt ein weisser voluminöser Niederschlag  aus, der nach ,dem Auswaschen,     Trocknen     und Mahlen als weisses bis schwach gelb  liches Pulver erhalten wird, .das hernach  heiss     verpresst        wird.    Der Fluss ist schon bei  niedern Temperaturen ganz     ausgezeichnet,     zweckmässig wendet man aber auch hier       Presstemperaturen    von 160     bis        1'70      an,

   oder  unterwirft die .bei 145   gepressten Körper  einer     Nachbehandlung    bei erhöhter Tem       peratur.-          Beispiel   <I>3:</I>  260 Teile (2 Mal)'     Anilinchlorhydrat     werden in 2000 Teilen Wasser gelöst, auf  95       erwärmt    und .dann unter lebhaftem     Rüh=          ren    möglichst auf     einmal    870 Teile     (etwa     10 Mal)     Formaldehydlösüng        zugegeben.    Die  Temperatur     steigt    auf     etwa    100   und wird  einige Minuten gehalten.

       Die    Lösung wird  tief rot     unid    bleibt vollständig klar. Nach  dem Neutralisieren, Auswaschen, Trocknen  und Verprassen erhält man ein dem nach  Beispiel 1 erhaltenen sehr, ähnliches Produkt.  <I>Beispiel</I>     .4:

       In einem emaillierten Rührgefäss mit       Rückflusskühler    werden 2000 Teile Wasser  mit 390 Teilen     Formaldehydlö'sung    (4,5     1VIo1)     und 25 Teile     könz.    Salzsäure zum Kochen  erhitzt und unter kräftigem Rühren eine Lö  sung von 280 Teilen Anilin<B>(</B>3     Mal),    270  Teile     konz.        ,Salzsäure    und 1000 Teile Was  ser einlaufen gelassen. Die Lösung wird tief  rot und bleibt     vollständig    klar.

   Man kocht  noch drei Minuten und lässt in verdünnte  Lauge     einlaufen.    Das durch Auswaschen  und Trocknen erhaltene Harz wird heiss     ver-          presst.    Es zeigt sehr guten Fluss und liefert  gut     wärmebeständige        Presslinge.       <I>Beispiel s:</I>  540 Teile Formaldehyd (etwa 6 Mal).  700 Teile Wasser und 25 Teile     konz.    Salz  säure werden auf<B>100'</B>     erwärmt    und eine  Lösung von 214 Teilen     m-Toluidin    (2 Mal),  190 Teile     konz.    Salzsäure     und    1000 Teile  Wasser - unter gutem Rühren eingetragen.

    Man rührt dann bei 95   noch 10     Minuten     weiter und neutralisiert die klare rote Lö  sung mit der     nötigen    Menge Natronlauge  oder Soda. Der ausgewaschene Niederschlag  wird nun in einer     Knetmaschine    mit 300  Teilen Holzmehl .gründlich vermischt, ge  trocknet und in üblicher Weise     verpresst.    Man  erhält homogene     Presslinge    von guten mecha  nischen     und    elektrischen     Eigenschaften.     



       Beispiel   <I>6:</I>  In einem Rührgefäss mit     Rückflusskühler     werden . 785 Teile Formaldehyd (9 Mal),  1000 Teile Wasser und 140     Teile        konz.    Salz  säure     (11/.>    Mal) auf<B>90'</B> erwärmt und unter  kräftigem Rühren 279 Teile Anilin (3 Mal)  eingetropft. Die Lösung .bleibt dauernd im       ,Kochen,    wird tief dunkelrot und bleibt klar.  Man lässt     etwas    abkühlen und neutralisiert  durch Eingiessen in     verdünnte    kalte Natron  lauge.

   Das erhaltene weisse körnige Produkt  wird nach dem Auswaschen und Trocknen  mehrere Stunden auf 120   erwärmt und  dann in üblicher Weise     verpresst.    Man erhält       ,dunkelrote        Presslinge    von guten     mecbani-          schen    und elektrischen Eigenschaften.  



  Die nach irgendeinem ,der vorstehenden  Beispiele hergestellten     Kondensationslösungen     oder Harzfällungen können nun mit Faser  materialien,     wie    .Zellstoff oder Asbest, in  verschiedenster Weise zu harzhaltigen Pa  pieren verarbeitet werden.

   Man kann das  .Fasermaterial in aufgeschlagenem Zustand  bereits den     Reaktionskomponenten    oder .der  fertigen     Kondensationslösung    zusetzen, oder  die Kondensationslösung zu .der aufgeschla  genen.     Pülpe    zulaufen lassen und das Harz  auf und in der Faser durch Elimination der  Säure niederschlagen, darauf gegebenenfalls  den Brei auswaschen, im Holländer bis zur  Erreichung der gewünschten Faserlänge      mahlen und auf Lang- oder     Rundsieb-          Papiermaschinen-    zu Papier, Karton oder       Pressspan    verarbeiten.  



  Man     kann    auch das gefällte Harz mit  dem Zellstoff vor oder nach dem Auswaschen  vermischen und nach der üblichen Vor  behan.dlung zu Papier verarbeiten, oder aber  den bereits aufgeschlagenen und gemahlenen  Zellstoff mit irgend einer Phase der     Kon-          c-ensationslösung    oder mit dem gefällten,  eventuell bereits ausgewaschenen Harz mi  schen,     aufschlagen    und der Papiermaschine.  zuführen. Schliesslich kann das Harz auch  getrocknet auf gewünschte Feinheit     bezw.          Körnung    vermahlen, der     Pülpe    zugefügt und       clas    Gemisch nach entsprechender Vorberei  tung auf Papier verarbeitet werden.

   Durch  Variation der Harzmenge lassen sich sowohl  harzarme, wie sehr harzreiche Papiere her  stellen, .die im     verpressten    Zustand .der ver  schiedensten Anwendungen     fähig    sind. Es  können auch     Weichmacher,        Farbstoffe,        Här-          tungsmittel    und dergleichen der     Pülpe    oder  dem Harz einverleibt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung geformter Massen unter Kondensation von primären aromatischen Aminen mit mehr als äquimole- kularen Mengen Formaldehyd in Gegenwart von mindestens etwa i/2 Äquivalent einer starken Mineralsäure, bezogen auf das Amin, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des primären Amins mit dem Form aldehyd im Verhältnis 1 Mol Amin zu mehr als 2 Mol Formaldehyd zur Kondensation ,
    gebracht und das ausgefällte Harz nach Eli minierung der Säure unter Anwendung von Hitze und Druck verpresst wird. jTNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Konden sation in Gegenwart einer ungefähr äqui valenten Menge einer starken Mineral säure, bezogen auf Amin, vorgenommen wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, ,dass .die Konden sation bei Temperaturen oberhalb 50 durchgeführt wird. 3.
    Verfahren .gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man ein Aminsalz einer starken Mineralsäure und Formaldehyd auf einander einwirken lässt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Amin mit einer Formaldehydlösung zur Reak tion gebracht wird, die eine beträcht liche Menge einer starken Mineralsäure enthält. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass vor der Fäl lung des Harzes Füllstoffe zugefügt werden. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass vor .der Fäl lung des Harzes Weichmachungsmittel zugefügt werden. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass vor der Fäl lung des Harzes Farbstoffe zugefügt werden. B. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch .gekennzeichnet, dass vor der Fäl lung des Harzes Flussmittel zugefügt werden. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass nach der Fäl lung des Harzes Füllstoffe zugefügt werden. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach der Fäl lung des Harzes Weichmachungsmittel zugefügt werden. 11.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I,<B>da-</B> durch. gekennzeichnet, dass nach .der Fäl lung des Harzes Farbstoffe zugefügt werden, 12. Verfahren .gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach der Fäl lung des Harzes Flussmittel zugefügt werden. 13. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach .der Fäl lung und Trocknung ,des Harzes Füll stoffe zugefügt werden. 14.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass nach 7der'Fäl- lung und Trocknung des Harzes Weich- machungsmittel zugefügt werden. 15. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet,,dass nach der Fäl lung und Trocknung des Harzes Farb stoffe zugefügt Werden. 16. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass nach der Fäl lung und Trocknung des Harzes Fluss mittel zugefügt werden.
    17-. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Harz mit Fasermaterialien vermischt, das Ge misch in Blattform überführt und die erhaltenen Blätter einzeln durch Hitze und Druck verpresst. 18. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da ss man .das Harz mit Fasermaterialien vermischt, das Ge misch in Blattform überführt und die erhaltenen Blätter geschichtet durch Hitze und Druck verpresst. PATENTANSPRUCH II: Formkörper, erhalten nach dem Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
CH163020D 1932-07-05 1932-07-05 Verfahren zur Herstellung von geformten Massen. CH163020A (de)

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