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CH162139A - Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten.

Info

Publication number
CH162139A
CH162139A CH162139DA CH162139A CH 162139 A CH162139 A CH 162139A CH 162139D A CH162139D A CH 162139DA CH 162139 A CH162139 A CH 162139A
Authority
CH
Switzerland
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liquids
added
increasing
glucosides
capillary activity
Prior art date
Application number
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English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft H Th Boehme
Original Assignee
H Th Boehme Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by H Th Boehme Ag filed Critical H Th Boehme Ag
Publication of CH162139A publication Critical patent/CH162139A/de

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  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Erhöhung der Kapillar     aktivität    -von -Flüssigkeiten.    Es ist bekannt,     höhermolekulare        alipha-          tische    Alkohole in Form wasserlöslicher  Derivate, zum Beispiel der Schwefelsäure  ester, als Mittel zur Erhöhung der Kapillar  aktivität, insbesondere für die Zwecke der  Textilindustrie, zu verwenden.  



  Zur Herstellung dieser Verbindungen  müssen die Fettalkohole mit     Sulfonierungs-          mitteln    behandelt und die     Sulfonierungspro-          dukte    von der überschüssigen Säure befreit  beziehungsweise neutralisiert werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     Glukoside,     die sich von mehr als 5     Kohlenstoffatome     enthaltenden,     Hydroxylgruppen    tragenden  organischen Verbindungen, wie     höhermole-          kulare        aliphatische,        cycloaliphatische    und  aromatische Alkohole sowie     Phenole    oder       Substitutionsprodukte    dieser Verbindungen  einerseits und von Kohlehydraten, wie Zucker  arten oder polymere Kohlehydrate anderseits  ableiten, vorzügliche     kapillaraktive    Eigen-         schaften    besitzen, die sie als Netz-,

       Beini-          gungs-,    Schaum- und     Dispergiermittel,    ins  besondere für die Zwecke der Textil- und  Lederindustrie; sehr geeignet machen.     Diese     Verbindungen     sind--    teils - wasserlöslich; teils  können sie durch     Dispergierungsmittel,        wie     zum Beispiel sulfonierte Öle und dergleichen  in wässerige Dispersion übergeführt und in  dieser Form verwendet werden. Die     Glukoside     sind farblos und neutral und können     daher,     zur Behandlung der empfindlichen     Materialien     verwendet werden.

   Eine Beeinträchtigung der       Faserfestigkeit    tritt nicht ein, ebensowenig  wie eine Trübung selbst der zartesten- Farb  töne. Ein besonderer Vorteil ist auch die  gute Beständigkeit der Verbindungen gegen  Erdalkali-,     hIagnesium-    und Metallsalze, was  die Verwendung der     Glukoside,    zum     Beispiel,     in hartem Wasser und in metallsalzhaltigen  Färbeflotten und dergleichen ermöglicht. Als  besonders     geeignet    haben sich die     Glukoside     erwiesen, die einen-     aliphatischen.    einwertigen-      Alkoholrest mit mehr als 5 Kohlenstoff  atomen enthalten.  



  Die Darstellung der Verbindung ist ausser  ordentlich einfach und kann zum Beispiel  unter sinngemässer Anwendung der für die  Herstellung der     Glukoside    niederer     alipha-          tischerAlkohole    bekannten Methoden erfolgen:  10 Gewichtsteile     Acetobrom-Glukose,    63,7  Gewichtsteile     Laurylalkohol,    3,8 Gewichts  teile     Chinolin,    werden     1'/z    Stunden am Rück  flusskühler im Sieden gehalten. Die abge  kühlte Masse wird mit Äther und 515 Ge  wichtsteilen N- Schwefelsäure in mehreren  Portionen gut durchgeschüttelt. Die dunkel  gefärbte Ätherlösung wird nochmals mit  Säure und schliesslich mit Wasser gewaschen.

    Hierauf wird die Lösung, gegebenenfalls nach  Zusatz von etwas     Kieselgur    zur Erleichte  rung der Filtration,     abfiltriert.    Dann wird  die Lösung zu     Syrupkonsistenz    eingedampft  und durch     Wasserdampfdestillation    der     Lauryl-          alkohol    abgetrieben. Der Rückstand wird  gegebenenfalls durch längeres Erwärmen mit  0,5     %iger    Kalilauge verseift oder direkt der  Verwendung zugeführt.  



  Man kann die     Glukoside    auch-zum Beispiel       direkt    durch Einwirkung einer     etwa    0,25 bis  1     %igen    Lösung von Chlorwasserstoff in dem  betreffenden Alkohol, zum Beispiel     Lauryl-          alkohol,    auf Zucker darstellen.    <I>Beispiel 1:</I>  Rohwolle wird in einer Waschflotte, die  pro Liter 5 g Na-Salz des     Rieinolschwefel-          säureesters    und 5. g     Laurylglukosid    enthält,  bei Temperaturen zwischen 50 und 55 o ge  waschen. Es wird eine rasche und wirksame  Reinigung bei grösster Schonung der Woll  faser erzielt.

      <I>Beispiel 2:</I>  Ein Färbebad für 150 kg     Baumwollkreuz-          spulen    bestellt man mit 3 kg Soda     calc.,     30 kg Natriumsulfat     krist.,    0,5 kg Natrium  salz des     Laurylschwefelsäureesters,    0,5 kg       Laurylglukosid    und 2 kg     Siriusblau    G. Das       Ausfärben    erfolgt in üblicher Weise.

           Beispiel   <I>3:</I>  In eine Lösung von 0,5 Teilen     Cetyl-          glukosid    und 0,5 Teilen     Türkischrotöl    in  100 Teilen Wasser lässt man unter bestän  digem Rühren 9 Teile     Olein    einlaufen. Die  entstehende Emulsion dient als Spinnschmelze.  



  In analoger Weise können die entspre  chenden Verbindungen anderer Zuckerarten,  zum Beispiel der Fructose, der     Mannose    usw.  oder auch anderer polymerer Kohlehydrate,  zum Beispiel der Stärke, verwendet werden.  An Stelle normalprimärer, einwertiger,     ali-          phatischer    Alkohole können auch mehr  wertige primäre oder auch sekundäre oder  tertiäre ein- oder mehrwertige     aliphatische     oder auch     cycloaliphatische    oder aromatische  Alkohole sowie     Phenole    verwendet werden.  



  Man kann auch an Stelle der Alkohole  oder     Phenole    deren     Substitutionsprodukte,     zum Beispiel die Halogen-,     Amino-    oder       Carboxylderivate,    verwenden. Auch können  Verbindungen mit verschiedenen alkoholischen  Resten Anwendung finden, wodurch die     Lös-          lichkeits-    und     Kapillaritätseigenschaften    der  Produkte in     beliebiger    Weise variiert werden  können.  



  Die     Glukoside    können für sich allein,  zum Beispiel in wässeriger Lösung, oder insbe  sondere soweit es sich um schwer lösliche       Glukoside    handelt, auch in Verbindung mit  Seifen und anderen     Dispergierungsmitteln,     verwendet werden. Auch andere geeignete       Stoffe    wie anorganische Salze, organische  Lösungsmittel usw. können     mitverwendet     werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Kapillar aktivität von Flüssigkeiten, dadurch gekenn zeichnet, dass man denselben Glukoside, die sich von mehr als 5 Kohlenstoffatome ent haltenden, Hydroxylgruppen tragenden organi schen Verbindungen einerseits, von Kohlehy draten anderseits ableiten, zusetzt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Flüssig keiten noch Seifen zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Flüssig keiten noch Dispergierungsmittel zusetzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Flüssig keiten noch Salze zusetzt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Flüssig keiten noch organische Lösungsmittel zusetzt.
CH162139D 1931-08-06 1932-06-17 Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten. CH162139A (de)

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DE162139X 1931-08-06

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CH162139A true CH162139A (de) 1933-06-15

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CH162139D CH162139A (de) 1931-08-06 1932-06-17 Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten.

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