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Projektionsschirm.
Wenn man ein kinematographisches Bild auf einen flachen, rechteckigen Schirm wirft, derart, dass die Achse des optischen Projektionssystems senkrecht zum Schirm und in dessen Mitte steht, so hat das Strahlenbündel, welches durch den Film geht, die Form einer vierseitigen Pyramide, deren BÅasis def Schirm ist.
Die schrägen Lichtstrahlen sind um so länger, je weiter der Punkt ihres Auftreffens auf den Schirm vom Mittelpunkt des Schirmes entfernt ist. Hieraus ergibt sich, dass das Licht nicht gleichmässig über die Oberfläche des Schirmes verteilt wird.
Wenn nun die Achse des optischen Projektionssystems selbst zur Ebene des Schirmes geneigt ist, so wird dieser Übelstand noch grösser.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein konkaver Schirm, der den Zweck erfüllt, den oben erwähnten Übelstand zu vermeiden und ausserdem in Verbindung mit einem korrigierenden Objektiv ein aplanatisches Projektionssystem bildet, in welchem durch Verzerrung der Eindruck des Reliefs hervorgerufen wird. Das Korrekturobjektiv besteht aus einer zwischen den Projektionsapparat und den Schirm angeordneten plankonvexen Linse, die um eine horizontale Achse verstellbar ist. Diese kann derart eingestellt werden, dass die Verzerrung des Bildes, die infolge der schrägen Lage des Strahlenbündels in bezug auf den Schirm entsteht, kompensiert wird.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführung dar, u. zw. ist Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht des orthotropen Schirmes und Fig. 2 dessen Seitenansicht.
Auf die Flächen a-e-h-d und/t-/--c eines rechtwinkeligen Parallelipipeds a-b-c-d-e- -f-g-h, dessen Seite a-b-c-d die gewöhnlichen Abmessungen der kinematographisehen Schirme
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gleichbleibend ist. Diese Hyperbeln erzeugen bei Verschiebung mit der Ellipse 1 (Fig. 2) als Leitlinie, wobei ihre Ebenen stets senkrecht zur Fläche a-b-c-d bleiben, eine ausgehöhlte Oberfläche, welche der des orthotropen Schirmes gemäss der Erfindung entspricht und deren wagerechte Schnitte Teile von Ellipsen bilden.
Wenn man nun eine die Hyperbel 2 darstellende Schablone anfertigt und die Ebene dieser Schablone parallel zur Fläche a-e-h-d so verschiebt, dass ihr hyperbolisches Profil fortgesetzt in Berührung mit der leitenden, durch die Ränder eines elliptischen, in ein als Schablone dienendes Brett eingeschnittenen Loches gebildeten Ellipse bleibt, so beschreibt auch der Scheitel j der, Hyperbel eine Kurve, die einen Ellipsenteil bildet und deren Abstände von der die Rückseite des Schirmes bildenden Ebene a-b, c-d berechnet werden können. Diese durch den Scheitel j führende Kurve würde bei Parallelverschiebung längs den Schenkeln der Hyperbel ebenfalls die Oberfläche des orthotropen Schirmes ergeben.
Wenn die Projektionsachse zur Ebene a-b-c-d geneigt ist, konstruiert man die orthotrope Oberfläche des Schirmes, von der Achse i-o-j-n-7c ausgehend, derart, dass man diese Achse in die Richtung der Achse des Strahlenbündels bringt, so dass die Tangentialebene im Punkt J senkrecht zur Achse des durch den Mittelpunkt der Ellipse hindurchgehenden Strahlenbündels ist.
Es ist bekannt, dass ein auf der Mattscheibe einer Dunkelkammer durch ein photographisches Objektiv hervorgerufenes Bild vom Beobachter im Relief gesehen wird. Dieser Eindruck beruht auf
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den durch Strahlenbrechung verursachten Verzerrungserscheinungen, die bei dem Bau des eingangs erwähnten korrigierenden Objektivs benutzt worden sind.
Dieses korrigierende Objektiv, welches die bei einer geneigten Projektion auftretenden Formveränderungen aufhebt, kann solche Formveränderungen bei einer normalen Projektion hervorrufen, wenn die Linse geneigt eingestellt oder durch ein System von Linsen ersetzt wird. Es bewirkt auf dem vorstehend beschriebenen orthotropen Schirm eine fassförmige Formveränderung des Bildes, welche infolge des Abstandes des Schirmes vom Beobachter bei letzterem den Eindruck eines Reliefs hervorruft, den der Schirm allein nicht in genügender Weise erzeugen könnte.
Man kann diesen Eindruck durch die Tatsache erklären, dass die Wagerechten der Natur für den Beschauer konvex werden und bei ihm einen Eindruck von Wölbung hervorrufen, welche die Illusion des Reliefs begünstigt. Übrigens schafft die Verzerrung der Senkrechten in den projizierten Ansichten einen Hilfsfluchtpunkt, der, zusammen mit dem wirklichen Fluchtpunkt des Bildes, den Eindruck von Relief noch verstärkt.
Jeder dieser beiden Faktoren, der orthotrope Schirm und der Korrektor, genügt allein nicht, um den Eindruck von Relief hervorzurufen, während die Kombination der beiden Systeme zu diesem Zweck genügt, wobei das korrigierende Objektiv die Verzerrung der Bilder bewirkt, während der Schirm die durch die Krümmung im Gesichtsfeld hervorgerufenen Abweichungen korrigiert.
Bei der praktischen Ausführung des Schirmes wird man die ausgeschnittenen Ebenen nach dem Profil a-e-n-'-q--d in wagrechten Abständen von 10 cm anordnen und ihre Pfeilhöhe i-f mit Bezug auf die Rückseite a-b-c-d werden den in Fig. 2 der Zeichnung niedergelegten Kurvenpunkten entsprechen.
Die oben erwähnten Anordnungen sollen nur als Ausführungsbeispiel dienen ; die Formen (besonders diejenigen der erzeugenden Hyperbel und der leitenden Ellipse), Abmessungen, Materialien, Hilfsmittel und Anordnungen können den Umständen entsprechend verändert werden, ohne die Grenzen der Erfindung zu überschreiten.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1.. Projektionsschirm für kinematographische Vorführungen, dadurch gekennzeichnet, dass er entsprechend einer Fläche gekrümmt ist, welche durch Führung eines Astes einer Hyperbel parallel zur Hyperbelebene längs einer Ellipse entsteht, deren Mittelpunkt in der Projektionsachse und deren Ebene senkrecht zur Hyperbelebene liegt, wobei die Brennpunktlinien der Hyperbel in der durch die Achse des Lichtstrahlenbündels und die grosse Achse der Ellipse bestimmten Ebene liegen.
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