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Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass gashaltiges, in einem Schachte oder Bohrloch aufsteigendes Mineralwasser infolge des Druckes der darauflastenden Wassersäule in der Tiefe grössere Gasmengen gelöst enthält als in der Nähe des Wasserspiegels. Beim Aufsteigen des Wassers wird infolge der hiebei eintretenden Druckverminderung ein grosser Teil des Gases, das sich bei höherem Druck im Wasser gelöst befindet, frei.
Es ist nun für die Gewinnung von Mineralwasser von Wert, das Freiwerden der Gase zu verhindern, das Wasser also in seinem natürlichen Zustande zum Ausfluss bzw. zur Abfüllung auf die Flaschen zu bringen, denn Mineralwässer, bei denen durch den vorerwähnten ¯organE des freien Aufsteigens im Bohrloche ein Teil des Gasinhaltes verloren gegangen ist, werden als reine, natürliche Mineralwässer nicht mehr angesehen, wenn sie mit den gleichen, ihnen vorher verlorengegangenen Gasen nachträglich wieder übersättigt werden.
Man hat nun schon versucht, bei der Abfüllung von Mineralwässern Eohlensäureverluste zu vermeiden, indem man das Mineralwasser möglichst tief unter dem Brunnenspiegel durch eine dichte Rohrleitung und eine über Tage stehende Pumpe ansaugt und zwischen der Pumpe und der Zapfstelle das Mineralwasser unter Druck setzt. Durch die Saugwirkung der Pumpe erfährt aber hiebei das Mineralwasser in noch höherem Masse. als es beim freien Aufsteigen bis
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durch deren Betrieb aber das Wasser wieder seine Eigenart als natürliches Mineralwasser ver- tieren würde.
Nach der Erfindung wird nun das Freiwerden der Gase bei der Förderung des Mineralwassers dadurch verhindert, dass die Flüssigkeit aus einer solchen Tiefe unter dem Wasserspiegel des Schachtes oder des Bohrloches, in der sich die gewünschte Gemenge noch in der Flüssigkeit gelost befindet, hochgedrückt wird und dass hiebei durch ein Standrohr, einen Windkessel, Dr. setung oder dgl. ein Gegendruck erzeugt wird, der eine Druckvorrichtung bis zur Zapfstelle verhindert.
Eine solche Förderung des Mineralwassers kann in einfacher Weise geschehen, indem die
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Bohrloches in einer Tiefe eingebaut ist, in der sich die gewünschte Gasmenge noch in der Flüssigkeit gelöst befindet. Über der Zapfstelle ist dann ein Standrohr bzw. ein Windkessel oder dgl. angeordnet, dessen Höhe bzw. Druck mindestens der Tiefe der Entnahmesteüe unter dem Wasser- spiegel entspricht.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 veranschaulicht schematisch ein mit einem Standrohr versehenes Pumpwerk und Fig. 2 zeigt den Ersatz des Standrohres durch einen Druckwindkessel.
Die Pumpe a saugt in dem Bohrloch b in einer Tiefe c unter dem Bohrlochwasserspiegel d das kohlensäurehaltige Wasser an und drückt es durch die Druckleitung f nach der Entnahme- stelle y. Die Druckleitung f ist. über die Entnahmestelle g hinaus mindestens um eine solche Höhe r'verlängert, dass die in der Druckleitung befindliche Wassersäule einen Ausgleich für
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die Höhe der Wassersäule c zwischen der Entnahmestelle der Pumpe a und dem Bohrlochwaaserspiegel d schafft. Hiedurch kann eine Druckverminderung unter die Höhe der Wassersäule c
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Kohlensäure gelöst enthält.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist das bei der Ausführungsform-nach Fig. 1 verwendete Standrohr durch einen Druckwindkessel h ersetzt, der einen der Flüssigkeitssäule c'entsprechenden Druck erzeugt.
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durch Standrohr, Windkessel, Drosselung oder dgl. ein Gegendruck erzeugt wird, der eine Druckminderung bis zur Zapfstelle verhindert.