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Elektrische Zündvorrichtung für Viertakt-Brennkraftmaschinen
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Der Verschleiss der Unterbrecherkontakte ist bei den bei einfachen Transistoren verwendeten Zünd- systemen auf ein Minimum herabgemindert bzw. bei den komplizierteren durch die kontaktlose Steue- rung der Zündimpulse völlig vermieden. Diese kontaktlosen Steuervorrichtungen nutzen die elektrische
Spannungsinduktion von rotierenden Magneten verschiedener Gruppierung aus. Die induzierte Spannung wird in den weiteren Stromkreisen in geeigneter Weise umgeformt, um eine ein genaues Steuern der
Zündimpulse gewährleistende Form und einen für das richtige Steuern desVorzündungszeitpunktes nöti- gen Verlauf zu erreichen. Insofern also ein Kontaktnockenunterbrecher mit einer der Zylinderzahl ent- sprechenden Zahl von Nockenhöckern vorhanden ist, wird dadurch zugleich eine gewisse Grenze der
Motordrehzahlsteigerung gesetzt.
Bei den kontaktlosen, die Spannungsinduktion in einer Spule bei Än- derung des Magnetfeldes ausnutzenden Systemen fällt dieser Nachteil weg. Bei einer niedrigen Dreh- zahl ist jedoch die induzierte Spannung gering und bei einer hohen Drehzahl ist sie wieder zu gross, was weitere Komplikationen bereitet. Ausserdem stellt dieser Generator hohe Anforderungen an die Fertigung. Es kann also allgemein gesagt werden, dass die bisherigen Transistorsysteme, sofern sie die mit magneto-elektrischen Steuervorrichtungen gekoppelten Rotationsverteiler benutzen, zwar eine Verbesserung von Parametern des Zündsystems mit sich bringen ; bis auf seltene Ausnahmen, wo sie doppelte klassische Systeme ersetzen, steht deren Preis jedoch erheblich über dem erreichten technischen Effekt.
Die nachfolgend beschriebene Erfindung behebt die erwähnten Mängel, vereinfacht das ganze Zünd- system und gewährleistet eine ausreichende Reserve der Zündfunkenkraft auch für die höchstbeanspruchten Motoren durch Anwendung einer neuen Schaltung der Funkenenergiequelle, wodurch sich zugleich der Bedarf eines Funkenverteilers bei mehrzylindrigen Motoren erübrigt. Dadurch wird die ganze Vorrichtung weniger statisch und die Verwendung einer neuen Vorrichtung zum Steuern der Funken behebt die Abhängigkeit der induzierten Spannung von der Drehzahl, sie ist kontaktlos, kann unmittelbar auf die Kurbelwelle aufgesetzt werden, so dass auch die auf das Spiel im Antrieb zurückzuführenden Fehler in der Vorzündung vermieden werden.
Die einfache Steuerung der Vorzündung arbeitet ohne elektrische Kontakte, welche bei den bisher vorgeschlagenen Systemen mit Gleitwiderständen eine Quelle von Ungenauigkeiten und Störungen bilden können. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum periodischen Induzieren einer Zündspannung als eine aus zwei miteinander gekoppelten Schaltkreisen bestehende Kippschaltung ausgebildet und an ihrem Eingang mittels einer in einem steuerbaren Generator erzeugten, gegebenenfalls gleichgerichteten Wechselspannung steuerbar ist und in den Ausgang eines jeden Kreises die Primärwicklung mindestens je einer Zündspule verlegt ist, deren Sekundärwicklung mit ihren beiden Enden, gegebenenfalls jedoch mit nur einem Ende bei Masseschluss des andern Endes, unmittelbar an die Zündkerze jedes übernächsten Zylinders, angefangen vom ersten bzw.
vom zweiten gemäss der Zündfolge der Maschine angeschlossen ist.
Jeder der Stromkreise leitet Strom nur während einer Hälfte des durch eine Umdrehung der Kurbelwelle gegebenen Zeitabschnittes ; während der andern Hälfte leitet er keinen Strom. Im Augenblick des Wechsels der Leitfähigkeit kommt es zur Induktion der Sekundärspannung, so dass die Verteilung der Funken regelmässig ist ; es kann daher auf einen Rotationsverteiler verzichtet werden.
Beispielsweise springen bei einem Vierzylinder-Motor im gegebenen Augenblick zwei Funken zu gleicher Zeit über, u. zw. einer in den Zylinder, der gerade Arbeit leistet und der andere in einen andern, wo es zu keiner Zündung des Gemisches kommen kann. Diese andere Zündkerze bildet gleichzeitig eine zusätzliche Funkenstrecke, die die Steilheit der induzierten Spannung für die Zündkerze des Arbeitszylinders wirksam steigert. Sind mehr als vier Zylinder vorhanden, müssen weitere Wicklungen in den Stromkreisen vorgesehen sein und es werden Zündkerzen weiterer, genau bestimmter Zylinder angeschlossen, wie an der beispielsweisen Ausführung noch gezeigt wird.
Das Wechseln der Leitfähigkeit der Stromkreise kann durch Zuführung des Steuerstromes zu einem von denselben über die leicht belasteten Kontakte eines normalen Unterbrechers oder, noch besser, kontaktlos unter Ausnutzung sämtlilicher Vorteile dieser Schaltanordnung erfolgen. Hiebei findet ein zusätzlicher Oszillator Verwendung, der in einen intermittierenden Gang gebracht wird, wo er während eines bestimmten Zeitabschnittes des Motorkreislaufes schwingt. Seine Wechselspannung wird gleichgerichtet und speist die Steuerelektrode des zugehörigen Schaltkreises. Die Entstehung und das Löschen der Schwingungen wird durch Änderung von Parametern des Schwingkreises mittels einer durch dieNockenwelle oder Kurbelwelle angetriebenen Scheibe erreicht.
Die Schaltkreiswicklung bildet also einen Fühler, dessen Lage gegenüber der Scheibe und folglich auch gegenüber der Kolbenlage im Zylinder sich noch in Abhängigkeit von der durch die Stellung der Membran und den in der Vergaseransaugleitung herrschenden Unterdruck gegebenen Motorbelastung ändert.
Es wird somit auf einfache Art und Weise auch den Forderungen an die Vorzündungssteuerung ent-
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sprochen, wo mit Hilfe einer Feder und Zugstange von der Membran her eine geeignete Steuerung erreicht werden kann. Die von der augenblicklichen Motordrehzahl abhängige Vorzündungsregelung durch Fliehkraft erfolgt durch blosses Verdrehen der Scheibe von ihrer Ausgangsstellung gegenüber den Motorkolben. Durch Anbringung der Scheibe unmittelbar an die Kurbelwelle verringert sich auch der Winkelfehler der Vorzündung, der dem Spiel zwischen der Kurbelwelle und der Nockenwelle, gegebenenfalls auch weiteren Übertragungsgliedern auf die verteilerachse, zuzuschreiben ist, auf ein Minimum.
Mit Rücksicht darauf, dass der Wechsel der Parameter praktisch augenblicklich erfolgt, bleibt die Funkenlänge konstant und zeitgemäss genau definiert von der geringsten Motordrehzahl aufwärts. Das energetische Vermögen des Funkens kann durch die Stromgrösse in der Transformatorprimärwicklung derart gesteuert werden, dass er wirksam bis zu der erforderlichen Drehzahl zündet, da der Primärstromkreis nirgends über einen Kontakt geschlossen wird.
Nachdem die Zündenergie bei einer Hochspannungszündung direkt an die Zündkerzen oder bei Gleitfunkenzündungen über zusätzliche Funkenstrecken, jedoch ohne Verteilung der Funken über den Läufer geleitet wird, fallen die vorhin erwähnten Mängel weg. Die ganze Vorrichtung bietet grössere Sicherheit und ist anspruchsloser in der Herstellung.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. In diesen zeigen : Fig. 1 ein Prinzip-Schaltbild des verteilerlosen Zündsy- stems für eine Vierzylinder-Brennkraftmaschine mit durch Unterbrecherkontakte betätigter Steuerung ; Fig. 2 dieselbe Zündvorrichtung mit kontaktloser Funkensteuerung : Fig. 3 ein Schaltbild des verteilerlosen Zündsystems für eine Achtzylinder-Brennkraftmaschine mit kontaktloser Funkensteuerung ; Fig. 4 Aufstellung und Bezeichnung der Zylinder zur beschriebenen Tätigkeit der achtzylindrigen Brennkraftmaschine;
Fig.5 ein Diagramm der Arbeitsvorgänge der achtzylindrigen Brennkraftmaschine, einschliess- lich der Ventilsteuerung, und Fig. 6 ein Schaltbild des verteilerlosen Zündsystems für eine SechszylinderBrennkraftmaschine.
In dem in Fig. l gezeigten Schaltbild bilden Transistoren -- 10, 11 -- zusammen mit in deren Kollektorkreisen eingeschalteten Transformatoren-12, 13-, zwei Schaltkreise. Die Basis des Transi- stors-10-ist hiebei über einen Widerstand -- 14 -- an den Kollektor des Transistors --11-- und die Basis des Transistors -- 11-- über einen Widerstand -- 15 -- und Unterbrecher -- 16 -- an den Negativpol der Energiequelle angeschlossen. Die Emittoren der beiden Transistoren--10 und 11 -- sind miteinander gekoppelt und über einen Widerstand -- 17 --, an dem eine geeignete Vorspannung der beiden Transistoren gebildet wird, an den Positivpol der Energiequelle angeschlossen.
Sind die Unter- brecherkontakte-16-geschlossen, ist der Transistor-11-leitfähig und der Stromkreis kann über denselben, die Primärwicklung --18-- des Transformators --13-- und über den Begrenzungswiderstand -- 19 -- geschlossen werden. Hiebei baut der Strom um die Primärwicklung --18-- ein magnetisches Feld auf.Der Transistor --10-- ist praktisch nichtleitend, da die Spannung zwischen dem Emitter und Kollektor des Transistors -- 11 -- einen sehr niedrigen Wert aufweist und die Basis des Transi- stors-10-mit dem Kollektor des Transistors 11--über einen Widerstand -- 14 - verbunden ist.
Beim Öffnen der Unterbrecherkontakte -- 16 -- wird der Transistor - 11 -- nichtleitend und der
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des nunmehr durch den Widerstand -- 21 -- eingestellten Stromes baut sich um die Primärwicklung - 22-ein Magnetfeld auf. Nach wiederholtem Schliessen der Kontakte des Unterbrechers -- 16 -- wird
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eine Spannung induziert.
Der Widerstand -- 24 -- bildet zusammen mit dem Widerstand --17-- einen Spannungsteiler an dem durch den Stromfluss eine positive Vorspannung gebildet und über Widerstände -- 25 und 26 -- den Basen der einzelnen Transistoren zugeführt wird. Kondensatoren -- 27 und 28 -- begrenzen die Spannungsspitzen an den Basen der Transistoren -- 10 und 11 -- imAugenblick des Wechsels von deren Leitfähigkeit.
Die nachstehende Tabelle veranschaulicht die Zustände während eines Arbeitsvorganges einer Vierzylinder-Viertakt-Brennkraftmaschine mit der Zündfolge- 1-3-4-2-. Hiebei werden die Zündkerzen der Zylinder- V. und V-mit einem Schaltkreis und die Zündkerzen der Zylinder -- V2 und
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Vomit dem andern Schaltkreis verbunden.
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<tb>
<tb>
Motorzylinder
<tb> V1 <SEP> V2 <SEP> V, <SEP> V,
<tb> Umdrehung <SEP> I. <SEP> Kolben-L <SEP> Expansion <SEP> Auslass <SEP> Verdichten <SEP> Ansaugen
<tb> der <SEP> liubKurbelwelle. <SEP> Auslass <SEP> Ansaugen <SEP> Expansion <SEP> Verdichten
<tb> III. <SEP> Ansaugen <SEP> Verdichten <SEP> Auslass <SEP> Expansion
<tb> II. <SEP> IV. <SEP> Verdichten <SEP> Expansion <SEP> Ansaugen <SEP> Auslass
<tb>
Bei andern Zündfolgen, beispielsweise-1-4-3-4 oder 1-2-3-4-werden sich die Zündkerzen der Zylinder-Vl und Vg-mit dem einen Schaltkreis und die Zündkerzen der Zylinder -- V2 und V4 -- mit dem andern Schaltkreis verbinden. Für die Zündfolge -- 1-2-4-3 -- wäre die Verbindung dieselbe wie bereits für das erste Beispiel angeführt.
Es wird vorausgesetzt, dass es im gegebenen Falle soeben zum Öffnen der Kontakte des Unterbre-
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erfolgten also Funkenüberschläge. Mit Rücksicht darauf, dass die Gemischzündung immer einige Grade vor die obere Totpunktlage verlegt ist, überschlägt sich der Funke im vierten Zylinder im Raum mit verbranntem Gemisch, nachdem der Beginn des Öffnens des Ansaugventils ungefähr 130 vor der oberen Totpunktlage liegt. Es ist hier deshalb nichts anzuzünden. Im Zylinder -- Vl -- kommt es hiebei zu einer normalen Zündung und Expansion. Nach der Umdrehung der Nockenwelle um 900 kommt es wie- der zum Schliessen der Kontakte des Unterbrechers -- 16 -- und der Funke überschlägt nunmehr an den Zündkerzen der Zylinder-V und Vg-, wo gleiche Zustände herrschen, wie oben beschrieben.
Mit Rücksicht darauf, dass die vorgeschlagene Schaltanordnung in dem einen und im andern Schaltkreis abwechselnd einen Funken stets bei jedem Schliessen und Öffnen der Kontakte liefert, ist bei einem Vierzylinder-Motor lediglich ein von der Nockenwelle angetriebenetZweihöcker-Unterbrechemocken oder ein mit der Kurbelwelle verbundener Einhöckernocken ausreichend. Hiedurchsind auch bessere Voraussetzungen zur Ausgestaltung des Nockens gegeben, so dass auch die Schwingungsgrenze des Verteilerläufers verschoben wird und die Drehzahl und Motorleistung gesteigert werden können.
Nachdem über die Kontakte lediglich der Zusatz-Steuerstrom und der Hauptstrom durch einen geeigneten Transistor fliessen, können derartige Verhältnisse eingestellt werden, dass weder die Speisung des Transformators, noch die Sekundärspannung bis zu denHöchstdrehzahlen des Motors absinken. Regelmässige Funkenüberschlagszeitpunkte werden sodann durch Schliessen und Öffnen der Kontakte stets nach 900 gegeben, falls der Unterbrecher von der Nockenwelle angetrieben wird, oder durch Schliessen und Öffnen stets nach 1800 im Falle der Verbindung mit der Kurbelwelle.
Für die Schaltung nach Fig. 2 gilt grundsätzlich dasselbe, was bereits vorstehend angeführt wurde.
Ein Unterschied besteht lediglich in dem Steuermechanismus und der Schaltung der kontaktlosen Funkensteuerung. Aus dem, was bereits angeführt wurde, geht hervor, dass es genügt, die Basis mit geeignetem Strom eines Transistors, der in Fig. l mit -- 11 -- bezeichnet ist, zu speisen. Gemäss Fig. 2 erfolgt dies durch eine Zusatzspannung, die nach Gleichrichtung der Wechselschwingungen des grundsätzlich durch den Transistor --29-- und Transformator --30-- gebildeten Generators entstanden ist. Seine Primär- wicklung -- 31 -- ist im Kollektorkreis des Transistors -- 29 -- und die Sekundärwicklung -- 32 -- dient als Rückkopplung im Basiskreis. Die Schwingungszahl ist durch die Induktivität der Primärwicklung - 31-und die Kapazität des Kondensators-33 gegeben.
Der Widerstand -- 34 -- dient zur Einstellung der Basisvorspannung und der Kondensator -- 35 -- teilt die Gleichvorspannung vom Rückkopplungszweig ab. Die Wechselschwingungen werden durch den Gleichrichter -- 36 -- gleichgerichtet und die entstandene Negativspannung erzeugt im Stromkreis einen Strom, der die eigentliche Quelle der Zündimpulse -- 37 -- steuert.
Solange also der Generator schwingt, lässt der Gleichrichter -- 36 - Strom durch. Im Augenblick, wo er zu schwingen aufhört, hat der Gleichrichter eine derartige Polarität, dass der Strom von der Positiv-Quellenklemme nicht fliessen kann. Die Steuerung der Schwingungen erfolgt mit Hilfe einer geteilten Scheibe-38--. Durch dieselbe werden die Parameter des Schwingungskreises geändert. Auf der Scheibe sind metallische und nichtmetallische Segmente abwechselnd angeordnet. Ist die Scheibe mit
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der Nockenwelle verbunden, wechseln die Segmente nach 900 und im Falle der Verbindung mit der
Kurbelwelle hat jedes der Segmente 1800.
Die Grundvorzündung ist gegeben durch die Lage des Transformators -- 30 -- gegenüber der Schei- be -- 38 -- und dem oberen Totpunkt des Kolbens. Die Steuerung der Vorzündung gegenüber der Motor- 5 belastung erfolgt durch Änderung dieser Lage mit Hilfe der schematisch veranschaulichten Zugstange --39--, die mit der durch Unterdruck in der Ansaugleitung betätigten Membran in Verbindung steht, und die drehzahlabhängige Steuerung der Vorzündung erfolgt, wie bereits beschrieben, durch ein nachträg- liches Verdrehen der Scheibe -- 38 -- gegenüber ihrer Anfangsstellung.
In Fig. 3 ist ein unterbrecherloses Zündsystem für einen Achtzylinder-Motor mit einer gleichfalls ) kontaktlosen Funkensteuerung dargestellt. Die richtige Funktion des Systems ist bedingt durch die rich- tige Verbindung der Sekundäranschlüsse mit den Zündkerzen der einzelnen Zylinder. Von all den mög- lichen Kombinationen für eine gegebene Zündfolge ist bloss eine die richtige.
Fig. 4 zeigt ein tiefer angeführtes Beispiel und veranschaulicht die Anordnung und Bezeichnung der
Zylinder für den Achtzylinder-Motor Tatra 603 A, mit der Zündfolge -- 1-3-6-2-7-8-4-5 --, bei Anordnung der vier Kurbeln in je 900 und Zylinderanordnung in 90 V-Form.
Aus der nachstehenden Tabelle sind die Verhältnisse in den Zylindern während des vollen Kreislau- fes ersichtlich. Fig. 5 ergänzt diese Tabelle in weiteren Einzelheiten.
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<tb>
<tb>
Motorzylinder
<tb> V1 <SEP> V2 <SEP> Vs <SEP> V4 <SEP> V, <SEP> V, <SEP> V, <SEP>
<tb> S <SEP> K <SEP> V <SEP> E <SEP> K <SEP> S <SEP> V
<tb> Umdrehung <SEP> der <SEP> I. <SEP> Kolben- <SEP> 1. <SEP> Expansion <SEP> @ <SEP> @
<tb> Kurbelwelle <SEP> hub <SEP> V <SEP> S <SEP>
<tb> II <SEP> Auslass <SEP> S <SEP> E <SEP> K
<tb> E <SEP> V <SEP> S <SEP> K
<tb> iii. <SEP> Ansaugen <SEP> K <SEP> V <SEP> E
<tb> V <SEP> S <SEP> K <SEP> E <SEP>
<tb> IV. <SEP> Verdichten <SEP> E <SEP> S <SEP> V
<tb> S <SEP> K <SEP> E <SEP> V
<tb>
Bei dieser Zündfolge verbinden sich in einem Schaltkreis die Zündkerzen der Zylinder -- V1 bis V7 und V4 bis Veg-, in dem andern sodann die der Zylinder -- Va bis Va und V2 bis Vs --, wie auch in Fig. 3 dargestellt ist.
Für eine andere Anordnung und Zündfolge-- 1-6-2-5-8-3-7-4--wäre die Verbindung der Zündkerzen wie folgt :
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: Vu. zw. : I: Vl bis VI und V4 bis V7 ;
II: V2 bis V8 und V8 bis Vs.
Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, überschlägt sich der Funkeimgegebenen Augenblickan den Kerzen der Zylinder- Vl und Vy-. Die Zündung des Gemisches erfolgt stets einige Winkelgrade vor der oberen Kolbentotpunktlage. Im Zylinder- V.-geschieht dies also im Augenblick, bei dem die optimale Motorleistung gewährleistet wird (zirka 80 mindestens vor der oberen Totpunktlage). In demselben Augenblick beginnt im Zylinder -- V7 -- das Ansaugen, da das Ansaugventil zirka 150 vor der oberen Totpunktlage öffnet, wobei das Auslassventil ebenfalls offen ist, nachdem dasselbe zirka 20 nach der oberen Totpunktlage schliesst. Der Funke kommt hier nicht zur Wirkung, da noch kein Zündgemisch vorhanden ist.
Zu gleicher Zeit schlägt jedoch der Funke auch an den Zündkerzen der Zylinder -- V4 und V 6 -- über. Zu dieser Zeit geht im Zylinder --V4-- das Verdichten zu Ende, wobei das Auslassventil bereits offen steht, da dasselbe zirka 500 vor der unteren Totpunktlage öffnet. Der Funke schlägt also im Raum mit verbranntem Gemisch über. Im Zylinder- V-geht in diesem Augenblick das
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Ansaugen zu Ende. Mit Rücksicht darauf, dass das Ansaugventil erst 55 nach der unteren Totpunktlage schliesst, bleibt noch ein Viertel des Zeitabschnittes zur Füllung des Zylinders übrig, bevor es zum wirksamen Verdichten kommt. Wie festgestellt, steht die Menge des angesaugten Gemisches in keiner Proportion zum Verdrehen der Kurbelwelle.
Ein weiterer günstiger Umstand für die richtige Funktion des neuen Zündsystems besteht in der Tatsache, dass es zum Zünden des Gemisches erst bei Drücken kommen kann, die eine gewisse Minimalgrenze überschreiten. Mit steigender Funkenenergie sinkt hiebei
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kreisprozesses im Zylinder -'13 --, wobei die Funken auch in den Zylindern-Vg, V-und V -, bei Stromunterbrechung im andern Kreis, überschlagen. Wie der angeführten Tabelle zu entnehmen ist, erfolgen die Funkenüberschläge mit gleicher Regelmässigkeit auch in den restlichen Arbeitslagen bis zum Schluss des Arbeitsspieles. Dies wird auch in dem die Ventilsteuerung darstellenden Diagramm in Fig. 5 bewiesen.
Gemäss Fig. 3 ist der Grundgedanke desverteilerlosen Zündsystems für eineAchtzylinder-Brennkraft- maschine mit kontaktloser Funkensteuerung gleich, wie bereits in der vorangegangenen Beschreibung zu den Fig. 1 und 2 angeführt wurde, dargestellt. Er unterscheidet sich lediglich durch weitere hinzugefügte Transformatoren und durch die Wahl einer andern Schaltanordnung des die Spannung steuernden Generators. Gleich gut wäre allerdings auch der bereits zu Fig. 2 beschriebene Generator.
Die Transistoren -- 40 und 41 -- bilden Grundbestandteile von zwei Schaltkreisen. Bei dem ersten sind zwischen dem Negativpol der Stromquelle und dem Kollektor des Transistors -- 40 -- zwei Transformatoren-42 und 43 -- zusammen mit einem Begrenzungswiderstand -- 44 -- hintereinander ge-
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Hauptstromkreis geschlossen. Die Basis des Transistors --40-- ist über den Widerstand -- 49 -- mit dem Kollektor des Transistors -- 41 -- verbunden und die Basis des Transistors -- 41 -- steht über den Widerstand - 50 - mit der Quelle der Zusatzspannung, die durch Gleichrichtung der Wechselschwingungen des Generators durch den Gleichrichter --51-- gewonnen wurde, in Verbindung. Schwingt der Oszillator, so erhält die Basis des Transistors - 41-- Strom und sein ganzer Kreis steht offen.
Der durchfliessende Strom bildet um die Primärwicklung -- 52 und 53 -- herum ein Magnetfeld.
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Transistor - 40 - ist praktisch geschlossen,57 -- ein Magnetfeld erzeugt. Nach Wiederauftreten von Schwingungen schliesst sich, wie bereits beschrieben, der Transistor -- 40 --, der Strom in den Primärwicklungen-56 und 57 -- wird unterbrochen und beim Löschen des Magnetfeldes kommt es zu einer Spannungsinduktion in der Sekundärwick- lung-58, 59-.
Der Widerstand -- 60 -- erzeugt zusammen mit dem Widerstand -- 48 -- eine positive Polar !sationsspannung, die über Widerstände-61, 62-zu den Basen der einzelnen Transistoren geleitet wird. Dadurch wird sowohl die Grösse des Stillstandstromes des geschlossenen Transistors, als auch die Übergangsgeschwindigkeit in den nichtleitenden Stand gesteuert. Die Kondensatoren --63 und 64-regeln die Spannungsverhältnisse auf den Basen der beiden Transistoren im Übergangsmoment des Leitfähigkeitswechsels derselben.
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-- 41 -- ist- 67-in Parallelschaltung bestehenden Schwingungskreis, der zwischen demPositivpol der Quelle und dem Kollektor des Transistors --65-- eingeschaltet ist, gebildet wird.
Die Werte der beiden Teile - 66 und 67-werden gemäss der Schwingungszahl gewählt, mit welcher der Oszillator arbeiten soll.
Die Rückkopplung ist eingeleitet in den Emitter des Transistors -- 65 -- aus einem aus Kondensatoren
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<tb>
<tb>
-- <SEP> beMotorzylinder
<tb> V2 <SEP> Va <SEP> V4 <SEP> Vs <SEP> V6 <SEP> 00 <SEP>
<tb> Vs
<tb> 1 <SEP> Ansaugen <SEP> V <SEP> K <SEP> E <SEP> 120
<tb> E <SEP> V <SEP> S <SEP> 1800 <SEP>
<tb> Kurbelwellen-." "
<tb> Umdrehung <SEP> II. <SEP> Verdichten <SEP> S <SEP> E <SEP> V
<tb> V <SEP> K <SEP> 360
<tb> Kolben- <SEP> III. <SEP> Expansion <SEP> K <SEP> V <SEP> S
<tb> II. <SEP> hub <SEP> S <SEP> E <SEP> 540
<tb> IV. <SEP> Auslass <SEP> K <SEP> E <SEP> S <SEP> V <SEP> K <SEP> 720
<tb>
Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, schlägt der Funke im gegebenen Augenblick an den Zündkerzen der Zylinder -- V3 - über. Im Zylinder --V1-- geschieht dies einige Grade vor der oberen
Totpunktlage. Im selben Augenblick ist im Zylinder -- V2 -- der Auslassbeginn, da das Auslassventil annähernd 420 vor der unteren Totpunktlage öffnet.
Der Funke schlägt also in einem aus verbranntem
Gemisch bestehenden Umgebungsmedium über. Zu gleicher Zeit schlägt auch der Funke an der Zündkerze des Zylinders--Va-über, wo das Ansaugen stattfindet und bis zu seinem Ende nicht einmal die ganze Hälfte übrigbleibt, d. i. annähernd 1040, angenommen, dass annähernd 1220 bereits verlaufen sind. Hiebei wird angenommen, dass das Einlassventil annähernd 100 vor der oberen Totpunktlage öffnet und annähernd 360 nach der unteren Totpunktlage schliesst. Die Verhältnisse stellen sich hier also günstiger als bei einem Achtzylinder-Motor. Bis zur wirksamen Verdichtung bleibt nicht einmal die ganze Hälfte des Zeitabschnittes übrig, so dass hier verhältnismässig wenig Gemisch zur Verfügung steht und die Hauptphase der Füllung steht erst bevor.
Ausserdem kann es in diesem Falle auch zum Zünden des Gemisches erst bei Drücken kommen, die eine gewisse Minimalgrenze überschreiten. Nicht einmalhier kommt die Wirkung des Funkens zur Geltung.
Gleiche Verhältnisse herrschen auch in der nächstfolgenden Arbeitsphase, d. i. im Augenblick der Expansion im Zylinder--Vs--, wo der Funke auch in den Zylindern-V. und V6 --, bei Unterbrechung des Stromes im andern Kreis, überschlägt. Wie an Hand der Tabelle festgestellt werden kann, erfolgen die Funkenüberschläge mit gleicher Regelmässigkeit auch in den übrigen Arbeitsstellungen bis zum Schluss des Arbeitsspieles.
Die Zylinderzahl ändert also nichts an dem angewandten Prinzip des neuen Zündsystems. Insofern Motoren mit noch grösserer Zylinderzahl in Betracht kämen, bei welchen die ganze Zündvorrichtung einschliesslich des Rotationsverteilers der Funken besonders kompliziert ist, ist dies bloss die Frage der Erhöhung der Transformatorenzahl bei einer der beschriebenen Schaltungen.
Mit Rücksicht darauf, dass neue Motoren mit geringerer Zylinderzahl die gleiche Leistung abgeben, für welche früher zwölf und mehr Zylinder nötig waren, wird eine derartige Anwendung praktisch kaum in Betracht kommen.
Die beschriebenen Schaltanordnungen bleiben nicht auf den angeführten Transistortyp beschränkt.
Beim Wechsel der Klemmenpolarität an der Speisequelle können Transistoren umgekehrten Typs zur Verwendung gelangen. Die Schaltungen mit kontaktloser Steuerung ermöglichen nach diesem Vorschlag ohne weitere Umgestaltungen oder Änderungen der Funktion jede Klemme der Stromquelle zu erden.
Die angeführten Schaltanordnungen sind nicht nur auf Transistoren beschränkt, sondern es können bei ihnen auch andere Halbleiterelemente oder Elektronenröhren angewandt werden, deren Eigenschaften dem beschriebenen Prinzip entsprechen.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.