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AT259496B - Verfahren zum örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn - Google Patents

Verfahren zum örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn

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Publication number
AT259496B
AT259496B AT79264A AT79264A AT259496B AT 259496 B AT259496 B AT 259496B AT 79264 A AT79264 A AT 79264A AT 79264 A AT79264 A AT 79264A AT 259496 B AT259496 B AT 259496B
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AT
Austria
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sep
yarn
reactive
dye
agent
Prior art date
Application number
AT79264A
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English (en)
Original Assignee
Astro Dye Works Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Astro Dye Works Inc filed Critical Astro Dye Works Inc
Priority to AT79264A priority Critical patent/AT259496B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT259496B publication Critical patent/AT259496B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn, bei dem Färbeflüssigkeit in mindestens einen ausgewählten Teil eines Garnwickels injiziert wird, so dass das Garn gefärbte und ungefärbte Bereiche unterschiedlicher Länge erhält. Textilstoffe, die aus solchem Garn hergestellt werden, haben eine völlig unregelmässige, sich nicht wiederholende Musterung. Farbflecke, die in ihrer Grösse schwanken, erscheinen an beliebigen Stellen der Stoffbahn, und ein festes Muster, wie z. B. ein Zickzack- oder ein Streifenmuster od. dgl., entsteht nicht. 
 EMI1.1 
 blassen der gefärbten Bereiche und ein Verfärben des gesamten Games bzw. Textilstoffes ergibt. 



   Ferner sind seit langem Reaktivfarbstoffe bekannt, die mit zellulosehaltigen Garnen eine chemische Reaktion eingehen und eine hohe Waschfestigkeit zeigen. Diese Reaktivfarbstoffe wurden jedoch bisher stets zum   Färben   von Garnen oder Geweben in einem Färbebad od. dgl. benutzt. Auch ist die Zugabe von Netzmitteln und Konservierungsmitteln zur Flotte bekannt. 



   Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zum unregelmässigen Färben von zellulosehaltigem Garn, durch das die beim Injizieren von Substantivfarbstoffen erhaltenen unbefriedigenden Ergebnisse verbessert werden. 



   Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass beim örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn als Färbeflüssigkeit eine Lösung eines Reaktivfarbstoffes und einer Base oder einer basischen Verbindung in Wasser verwendet wird, und dass gegebenenfalls dieser Lösung in an sich bekannter Weise ein Netzmittel, allenfalls auch ein schimmelverhütendes Mittel, zugesetzt wird. 



   Es hat sich bei dem   erfindungsgemässen   Verfahren überraschenderweise gezeigt, dass Reaktivfarbstoffe bei der Injektionsmethode zum unregelmässigen Färben von Garnen angewendet werden können, ohne dass die bei der chemischen Reaktion des Farbstoffes mit der Zellulosefaser auftretenden Reaktionsprodukte Schädigungen der Faser verursachen oder sonstige schädliche Ausscheidungen oder Rückstände hinterlassen, obwohl bei der Injektion der Farbstoff-Flüssigkeit die Reaktionsprodukte nicht von der Flotte aufgenommen und entfernt werden, wie dies bei den   bekannten Färbeverfahren   mit Reaktivfarbstoffen der Fall ist.

   Ferner zeigte sich überraschenderweise, dass bei dem   erfindungsgemässen   Verfahren der Reaktivfarbstoff trotz der sich im injizierten Bereich stark ändernden Konzentrationsverhältnisse in einem hohen Masse mit der Zellulosefaser reagiert. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren bietet den Vorteil, dass ein Verlaufen oder Ineinanderlaufen der Farben auch beim Waschen vermieden wird und dass die erhaltenen Produkte völlig farbecht und waschfest sind. Das erfindungsgemässe Verfahren stellt somit einen bedeutenden technischen Fortschritt auf dem Gebiet des örtlichen Färbens von zellulosehaltigen Garnen dar. 



   Das erfindungsgemässe Färbeverfahren ist gegenüber anderen bekannten Färbeverfahren auch äusserst billig, da   teute   Mittel, z. B. Druck- und Färbemaschinen, langwierige und umständliche Verfahten, z. B. das Aufhängen und Abnehmen der Garnstränge, das kostspielige Herstellen der Druckrollen   usw.,   vermieden werden und lediglich billige Injektionsmittel, z. B. eine Spritze und eine Hohlnadel, erforderlich sind. Hinzu kommt, dass praktisch der gesamte Farbstoff, der bei dem erfindungsgemässen Verfahren 
 EMI1.2 
 



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren können an verschiedenen Stellen des Garnwickels Farbstoff-   Flüssigkeiten unterschiedlicher Farbe eingespritzt werden. Da eine Nachbehandlung nicht erforderlich ist, tritt eine gegenseitige Störung der verschiedenen Farbstoff-Flüssigkeiten nicht auf.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei dem erfindungsgemässen Verfahren ist es besonders vorteilhaft, das Injizieren bei Raumtemperatur vorzunehmen und den Garnwickel auf Raumtemperatur zu halten, bis die Reaktion beendet ist. 



   Im folgenden wird die Erfindung an Hand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. 



   Fig. 1 zeigt in Draufsicht einen Wickel eines   erfindungsgemäss eingefärbten   Garnes, Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Wickels gemäss Fig. 1. Fig. 3 ist ein Längsschnitt entlang der Linie   3-3   in Fig. 1 und Fig. 4 zeigt ein   erfindungsgemäss   eingefärbtes Garn in Draufsicht. 



   Das in Fig. 4 dargestellte   erfindungsgemässe   Garn 15 weist gleich oder verschieden gefärbte Stellen 12 bis 14 und ungefärbte Stellen 16 auf und ist wasch-, licht- und reibecht sowie echt gegenüber dem Bleichen mit Peroxyden. Die gefärbten und ungefärbten Strecken treten in verschiedener Länge und völlig unregelmässig auf. Die mit der Faser reaktionsfähige Farbstoffaufbereitung durchdringt die Zellulosefasern und wird auf und in diesen durch eine chemische Reaktion fixiert, so dass das Garn ohne Ausbluten und Verfärbung der ungefärbten Bezirke gewaschen werden kann. Die aus dem Garn nach der Erfindung beispielsweise durch Weben, Wirken od. dgl. hergestellte Textilware weist keine unerwünschten, sich wiederholenden Streifen- oder Zickzackmuster auf. 



   Ein   Farbstoffansatz,   der im wesentlichen aus   Reaktivfarbstoffen, Lösungsmittel   und Alkali besteht, wird in einen aufgewundenen Wickel von zellulosehaltigem Garn injiziert. Der Ausdruck "Reaktivfarbstoff" bezieht sich auf Farbstoffe, die eine Gruppe aufweisen, die chemisch mit der Faser reagieren kann. Ein Netzmittel und ein die Schimmelbildung verhinderndes Mittel können, wie bekannt, der   Farbstoffauf-   bereitung zugefügt werden. Beim Färben von Baumwollgarn ist ein Netzmittel besonders angebracht, damit man sicher ist, dass der Farbstoff so weit wie möglich in das Garn eindringt. Der injizierte Garnwickel bleibt dann bei Raumtemperatur stehen, bis der Farbstoff mit den Fasern chemisch reagiert hat. 



  Dies benötigt im allgemeinen 24 h, jedoch reagieren manche Stoffarben auch in kürzerer Zeit vollständig. 



   Der   Ausdruck "zellulosehaltiges Garn"bedeutet   hier sowohl natürliche Zellulosegarne, wie Baumwollgarne, als auch Game aus umgewandelter Zellulose, wie Viscose-, Kupferammoniak, Nitrozellulose-, Triacetat- und Acetatseyon und Gemische daraus. 



   Der   Ausdruck "faserreaktiver Farbstoff"bezieht   sich auf diejenige Klasse von   Stoffarben,   in welcher ein Farbstoff mit einer chemisch reaktiven Gruppe gekuppelt ist ; derartige Stoffarben gehen eine chemische Reaktion mit Textilfasern ein. Beispiele für Arten von faserreaktiven Farbstoffen sind die in dem "New Color Index" unter folgenden Bezeichnungen aufgeführten   Stoffarben :

    
Reactive Yellow 1 (Reactiv-Gelb), Reactive Yellow 2, Reactive Yellow 3, Reactive Yellow 4, Reactive Yellow 5, Reactive Orange 1 (Reactiv-Orange), Reactive Orange 2, Reactive Orange 3, Reactive Red 1 (Reactiv-Rot), Reactive Red 2, Reactive Red 3, Reactive Red 4, Reactive Red 5, Reactive Red 6, Reactive Red 7, Reactive Red 8, Reactive Red 9, Reactive Red 10, Reactive Red 11, Reactive Red 12, Reactive 
 EMI2.1 
 Brown 1 (Reactiv-Braun), Reactive Black 1 (Reactiv-Schwarz). 



   Nachdem der Farbstoff mit dem Garn reagiert hat, kann der Garnwickel auf verschiedene Weise behandelt werden, beispielsweise wie folgt : a) Der gefärbte Wickel kann, während er noch feucht ist und ohne Nachbehandlung, zu einem Stoff verarbeitet werden. Der genoppte Stoff wird am besten zwecks Entfernung von etwa nicht umgesetztem Farbstoff durchgewaschen und kann mit Wasserstoffperoxyd gebleicht werden. b) Soll der Garnwickel in feuchtem Zustand aufbewahrt werden, so ist dem Farbstoffansatz ein das Schimmeln verhütendes Mittel zuzufügen. c) Nachdem die chemische Reaktion stattgefunden hat, kann das Garn abgespult, gebeucht, gegebenenfalls mit Peroxyd gebleicht, getrocknet und wieder aufgewunden werden oder es kann d) nach stattfindender Reaktion einfach auf geeignete Weise getrocknet werden. 



   Gemäss einem bestimmten Trockenverfahren kann der Garnwickel auf eine sogenannte "Foster"Spulvorrichtung aufgebracht werden. Er wird dort gleichzeitig abgespult und passiert als Einzelfaden einen an die Spulvorrichtung anschliessenden Trockner, der auf 316   C aufgeheizt ist und aus einer elektrischen Heizschlange besteht, die um ein 25, 4 cm langes und im Durchmesser 1, 25 mm messendes Rohr aus hitzebeständigem Glas   ("Pyrex")   läuft. Der Faden wird dann wieder aufgewunden. 



   Zweckmässige und illustrative Beispiele für Farbstoffaufbereitungen folgen. Die Bestandteile können in beliebiger Reihenfolge vermischt werden ; vorzugsweise erwärmt man das gesamte Wasser auf 21   C und gibt dem Farbstoffpulver gerade soviel Wasser zu, dass eine weiche Paste gebildet wird. Zu etwa   90%   des restlichen Wassers wird zunächst das Netzmittel und das schimmelverhütende Mittel, falls solche Mittel benutzt werden, zugegeben, worauf man die Paste einrührt. Zu den zurückgehaltenen, etwa 10% Wasser gibt man das Alkali zu und fügt diese Lösung der wässerigen Farbstofflösung bzw. Aufschwemmung erst kurz vor Gebrauch zu. 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Ansatz a : Faserreaktiver Farbstoff, erhalten   duich   Reaktion äquimolarer Mengen Cyanurchlorid und der Verbindung, die beim Kuppeln von diazotierter   2-Naphthylamin-6, 8-di-   
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> sulfonsäure <SEP> mit <SEP> m-Toluidin <SEP> entsteht <SEP> 60 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 200 <SEP> cm <SEP> 3 <SEP> 
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 60 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz b :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Umsetzung von äquimolaren Mengen Cyanur- chlorid und der Verbindung, die beim Kuppeln von diazotierter 4-Chlor-5-Methyl-
2-aminobenzolsulfonsäure unter alkalischen Bedingungen mit 2-Amino-5-Naphthol- 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 7-sulfonsäure <SEP> (gekuppelt <SEP> in <SEP> o-Stellung <SEP> zu <SEP> der <SEP> Hydroxylgruppe) <SEP> 30 <SEP> g <SEP> 
<tb> Netzmittel................................................................... <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Natriumbicarbonat........................................................... <SEP> 30g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Ansatz c :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von diazotiertem   5-Nitro-2-sulfanilin,   mit Cresidin, Diazotieren des resultierenden Produktes, Kuppeln des Diazotierungs- 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> 8-amip-Aminoacetanilid <SEP> .......................................................... <SEP> 20g
<tb> Netzmittel <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> Trinatriumphosphat <SEP> 10 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Ansatz d :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von diazotiertem Anilin unter alkali- schen Bedingungen mit 2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure, Diazotieren der erhaltenen 
 EMI3.5 
 
 EMI3.6 
 
<tb> 
<tb> (4', <SEP> 6'-Dichlor-s-triazin-2'-yl-amino)-5-naphthol-7-sulfonsäure <SEP> 50 <SEP> g <SEP> 
<tb> Netzmittel <SEP> ....................................................................... <SEP> 75 <SEP> cm3
<tb> Natriumsesquicarbonat <SEP> 25 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Ansatz e :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von 1 Mol diazotiertem p-Amino- acetanilid mit   l     Moll- (2', 5'-Dichlor-4'-sulfophenyl) -3-methyl-5-pyrazolon,   Hydroly- sieren des Kupplungsproduktes und Kondensieren mit äquimolaren Mengen Cyanur- 
 EMI3.7 
 
<tb> 
<tb> bromid <SEP> ...................................................................... <SEP> 100g
<tb> Netzmittel <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> Natriumsesquicarbonat <SEP> 50 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Ansatz f :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von diazotiertem Anilin unter alkali- schen Bedingungen mit 2-Amino-5-naphthol-7-sulfonsäure, Diazotieren der erhaltenen
Monoazoverbindung und Kuppeln mit   2- (4', 6'-DicWor-s-triazin-2'-yl-amino) -5-   
 EMI3.8 
 
<tb> 
<tb> naphthol-7-sulfonsäure <SEP> .................................................. <SEP> 50g
<tb> Natriumsesquicarbonat <SEP> 25 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz g :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von 1 Mol diazotiertem p-Amino- acetanilid mit 1 Mol 1-(2',5'-Dichlor-4'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, Hydro- lysieren des Kupplungsproduktes und Kondensieren mit äquimolaren Mengen 
 EMI3.9 
 
<tb> 
<tb> Cyanurbromid <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Natriumsesquicarbonat........................................................ <SEP> 50 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
Ansatz h :

   Faserreaktiver Farbstoff der Formel 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> ........................................................................ <SEP> 100g
<tb> Netzmittel <SEP> .............................................................. <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> Natriumhydroxyd..................................................,.......... <SEP> 35 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz i :

   Faserreaktiver Farbstoff der Formel 
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
<tb> 
<tb> .......................................................................... <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 100 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 
 EMI4.5 
 :

  benzol-3-sulfonsäure mit 1   Mol 2-Amino-5-hydroxynaphthalin-7-sulfonsäure,   Kuppeln von 1 Mol des Produktes mit 1 Mol diazotierter   2- (4'-Aminophenyl)-6-methyl-     benzothiazoldisulfonsäure   und Umsetzen von 1 Mol des erhaltenen Produktes mit 1 Mol 
 EMI4.6 
 
<tb> 
<tb> 4-Amino-2-chlor-1, <SEP> 3, <SEP> 5-triazin <SEP> 40 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 200 <SEP> cm3
<tb> Natriumcarbonat <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> .......................................... <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz k :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Diazotieren von 1 Mol 4-Nitro-2-aminophenol,
Kuppeln des diazotierten Produktes mit 1   Mol 2- (4'-Amino-phenyl)-amino-5-hydro-   xynaphthalin-7,3'-disulfonsäure, Neutralisieren des erhaltenen Produktes mit Am- moniak und Kondensieren des neutralisierten Produktes mit 1 Mol 4-Amino-2-chlor- 
 EMI4.7 
 
<tb> 
<tb> 1, <SEP> 3, <SEP> 5-triazin <SEP> 40 <SEP> g <SEP> 
<tb> Netzmittel <SEP> 300 <SEP> cm3
<tb> Natriummetasilicat <SEP> ................................................ <SEP> 40g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 40 <SEP> g
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Ansatz 1 :

   Faseraktiver Farbstoff, erhalten durch Diazotieren von 1 Mol Metaaminobenzolsulfon- 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> säurefluorid <SEP> und <SEP> Kuppeln <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> l- <SEP> (4'-Sulfophenyl)-3-carboxy-5-pyrazolon...... <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 10 <SEP> g <SEP> 
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz m :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Diazotieren von 1 Mol l-Amino-4-methyl- benzol-3-sulfonsäure-ss-hydroxyäthylamid, Kuppeln mit l-Phenyl-3-methylpyrazolon-5 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> und <SEP> Esterifizieren <SEP> der <SEP> freien <SEP> Hydroxylgruppe <SEP> mit <SEP> Schwefelsäure <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 10 <SEP> g <SEP> 
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel................................................... <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz n :

     Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von 1 Mol diazotiertem Metaaminobenzolsulfonsäure-N-äthylenimin mit 1 Mol l-Acetylamino-8-hydroxy-naphthalin-    
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> 3,6-disulfonsäure........................................................ <SEP> 2,5 <SEP> g
<tb> Netzmittel................................................................... <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz o :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Diazotieren von 1   Mol 2-Amino-8-naphthol-5-   
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> sulfonsäure <SEP> und <SEP> Kuppeln <SEP> mit <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> 1-Phenol-3-sulfon-ss-chloräthylamid........... <SEP> 2,5 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz p :

   Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kuppeln von   l   Mol diazotierter   l-Amino-3   4-di-   chlorbenzol-6-sulfons ure   mit   l   Mol 1-Methyl-2-(3-chlorpropionylamino)-4-hydroxy- 
 EMI5.5 
 
<tb> 
<tb> benzol <SEP> 2,5 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Ansatz q :

     Faserreaktiver Farbstoff, erhalten durch Kondensieren von 1 Mol l-Amino-4-bromanthrachinon-2-sulfonsäure mit 1 Mol l, 4-Dianinobenzol-2-sulfonsäure und Acylieren   
 EMI5.6 
 
<tb> 
<tb> des <SEP> Produktes <SEP> mit <SEP> -Chlorpropionsäurechlorid <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Netzmittel <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Natriumbicarbonat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Schimmelverhütendes <SEP> Mittel <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> 
 
Sämtliche oben angeführten Ansätze für faserreaktive Farbstoffaufbereitungen sind geeignet zur Injektion in Zellulosegarnwickel in konischer, röhrenförmiger oder aufgebäumter Form. Selbstverständlich kann das Volumen der an der einzelnen Stelle injizierten Farbstoffkompositionen variieren, je nach dem gewünschten Verhältnis von farbigem zu ungefärbtem Garn.

   Es wurde festgestellt, dass 10-100 cm3 der obigen Farbstoffaufbereitungen je 0, 454 kg Garn zweckmässig ist. 



   Die Beispiele erläutern das Verfahren nach der Erfindung näher. 



     Beispiel 1: 2,21   kg ungefärbtes Baumwollgarn (7680 m, 4/2) werden auf   einer #Foster#-Spulmaschine   auf einen Konus 10 aufgespult. Der resultierende Wickel 11 ist von mittlerer Dichte und hat bei einem Durchmesser von 20 cm an der Spitze und 24 cm an der Basis eine Höhe von 19 cm. 



   50 cm3 des   Farbansatzes "a" werden   in eine Spritze mit einer Injektionsnadel von 0, 2 mm Durchmesser, die über ihre Länge verteilte Öffnungen aufweist, aufgezogen. Die Nadel wird so weit in den Garnwickel eingeführt, dass ihre Spitze den Konus berührt, worauf der Farbstoff an der Stelle 12 in das Garn eingespritzt wird. 



   250 cm3 des   Farbansatzes "b" werden   auf gleiche Weise an der Stelle 13 in den Garnwickel eingespritzt. 

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   500 cm3 des   Farbansatzes "c" werden   ebenfalls an einer dritten Stelle 14 in den Garnwickel eingespritzt.
Man lässt den Garnwickel 24 h bei Raumtemperatur stehen, worauf er entweder in das Lager überführt oder getrocknet oder auf einen genoppten Stoff verarbeitet wird. 



   Beispiel 2 : 1, 36 kg ungefärbtes Garn aus Viscosereyon (2880 m,   1, 25/1)   werden auf ein Röhrchen zu einem Garnwickel von mitdeier Dichte, 20 cm Höhe und 15 cm Durchmesser, aufgespult. 



   Auf die oben beschriebene Weise werden in den   Garnwickel 300 cm3 des Farbstoffansatzes "f# einge-   spritzt. 



   An einer anderen Stelle werden auf gleiche Weise 150 cm3 des   Ansatzes "g" eingespritzt.   



   Ebenso werden an einer dritten Stelle 30 cm3 des   Ansatzes "h# eingespritzt.   



   Man lässt nun den Garnwickel 24 h stehen und windet das Garn zu Gebinden auf. Die Gebinde werden in einem Bad, das 6, 8 g eines nichtionischen Detergentiums (Äthylenoxydkondensat) und 1, 3 g 35-prozen- 
 EMI6.1 
 äquivalente Menge Natriumperoxyd ersetzt werden. 



   Beispiel 3 : 3, 63 kg ungefärbtes Garn aus Kupferammoniakreyon (6184 m, 2/2) werden auf einen Konus aufgespult zu einem Garnwickel mittlerer Dichte, der oben 16, 5 cm und an der Basis 23 cm Durchmesser hat und 20 cm hoch ist. 



   Je 90 cm3 der   Farbansätze "a", "b", "c", "d", "e", "f" und "g" werden   wie oben an verschiedenen Stellen voneinander getrennt in den Garnwickel eingespritzt. Man lässt das Garn 24 h stehen. 



   Beispiel 4 : Man arbeitet nach Beispiel 3, ersetzt jedoch die dort benutzten Farbansätze durch je 80 cm3 der   Ansätze "h#,"i#"j#,"k# und "1#.   
 EMI6.2 
 zu einem Garnwickel mittlerer Dichte, der bei einer Höhe von 15 cm an der Spitze 13 cm und an der Basis 20 cm Durchmesser hat. 



   In den Garnwickel werden auf die oben beschriebene Weise an einer Stelle 40 cm3 des   Farbansatzes "d",   an einer anderen Stelle 100 cm3 des   Ansatzes "e",   an einer dritten Stelle 50 cm3 des   Ansatzes "h" und   an einer vierten Stelle 70 cm3 des   Ansatzes "i" eingespritzt.   



   Der Garnwickel bleibt dann zunächst 24 h bei Raumtemperatur stehen. 



   Nun wird der Garnkonus in   eine Foster"-Spulmaschine   eingesetzt, abgespult und getrocknet, indem man ihn in Einzelstrangform mit   91, 44 m/min   bei 316   C durch eine Heizeinrichtung laufen lässt, die aus einer 25 cm lange Röhre aus hitzebeständigem Glas   ("Pyrex")   mit 1, 3 cm Durchmesser besteht, um deren Aussenseite eine elektrische Heizschlange gelegt ist. Nach dem Trocknen wird das Garn wieder zu einem konischen Wickel aufgespult. 



   Beispiel 7 : 3, 18 kg ungefärbtes Baumwollgarn (40325 m, 30/2) wird auf einen Konus aufgespult zu einem 20 cm hohen Garnwickel von mittlerer Dichte, der oben 18 cm, an der Basis 24 cm Durchmesser hat. 



   Je 70 cm3 der   Farbansätze #j#, #k#, #l# und #m# werden   an verschiedenen Stellen auf die beschriebene Weise getrennt in den Garnwickel eingespritzt, worauf man diesen 24 h bei Raumtemperatur stehen lässt. 



   Beispiel 8: 3,63 kg ungefärbtes Baumwollgarn (6144 m, 2/2) wird auf einen Konus aufgespult zu einem 20 cm hohen Garnwickel von mittlerer Dichte, der oben 19 cm, an der Basis 25, 5 cm Durchmesser hat. 



   Je 80 cm3 der   Farbansätze #n#, #o#, #p# und #q# werden   an verschiedenen Stellen auf die oben beschriebene Weise getrennt in den Garnwickel eingespritzt, worauf man diesen 24 h bei Raumtemperatur stehen lässt. 



   Beispiel 9 : 3, 63 kg ungefärbtes Garn aus Viscosereyon (15362 m, 5/2) wird auf einen Konus aufgespult zu einem 20 cm hohen Garnwickel von mittlerer Dichte, der oben 18 cm, an der Basis 24 cm Durchmesser hat. 



   Je 100   cm'der Farbansätze"a".."b","c","d"und"e"werden   an verschiedenen Stellen auf die oben beschriebene Weise getrennt in den Garnwickel eingespritzt, worauf man diesen bei Raumtemperatur 24 h stehen lässt. 
 EMI6.3 
 



   Das auf die oben beschriebene Weise mit örtlichen Einfärbungen versehene Garn kann mit Hilfe zahlreicher Methoden auf Textilfabrikate verarbeitet werden. So kann es beispielsweise auf übliche Art zur Bildung des gesamten Flors eines genoppten Vorlegers oder Teppichs benutzt werden und der so erhaltene Vorleger oder Teppich kann dann gegebenenfalls noch überfärbt werden. 



   Auch gewebte Textilstoffe können aus dem oben beschriebenen Garn, das als Kette oder als Schuss   duder   als beides benutzt werden kann, hergestellt werden. Das Garn kann auch auf beliebige Weise mit gefärben oder ungefärbten   Schuss- oder   Kettgarnen gemeinsam verwebt werden und die erhaltenen Gewebe können nochmals überfärbt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum örtlichen Färben von zellulosehaltigem Garn, wobei in mindestens einen ausgewählten Teil eines aufgespulten Garnwickels eine Färbeflüssigkeit injiziert wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Färbeflüssigkeit eine Lösung eines Reaktivfarbstoffes und einer Base oder einer basischen Verbindung in Wasser verwendet wird, und dass gegebenenfalls dieser Lösung in an sich bekannter Weise ein Netzmittel, allenfalls auch ein schimmelverhütendes Mittel, zugesetzt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Injizieren bei Raumtemperatur vorgenommen und der Garnwickel auf Raumtemperatur gehalten wird, bis die Reaktion beendet ist.
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