<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Zerquetschen und Zerkleinern von Grünfutter
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerquetschen und Zerkleinern von Grünfutter, bei welcher in einem Gehäuse, das mit einer Eintrittsöffnung und einem Austritt versehen ist, eine oder mehrere Förderschnecken angeordnet sind und zwischen dieser Schnecke und dem Austritt des Gehäuses ein oder mehrere Gitter mit im wesentlichen radial gerichteten Stäben und ein oder mehrere Sätze umlaufender Messer vorgesehen sind, wie in der österr. Patentschrift Nr. 198115 beschrieben ist.
Vorrichtungen dieser Art werden zum Behandeln von Gras und ähnlichem langfaserigem Material verwendet, das ensiliert werden muss. Der Grad der Zerquetschung und der Zerkleinerung kann dabei sehr verschieden sein, da junges und saftiges Gras sich leichter zerquetschen lässt als im Herbst geerntetes Gras, dessen Stengel viel zäher sein können.
Zweck der Erfindung ist, den Grad der Zerquetschung und Zerkleinerung in einfacher Weise ändern und der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials anpassen zu können. Erfindungsgemäss sind die Stäbe des Gitters oder ein Teil derselben je um eine parallel zur Achse der Schnecke gerichtete Achse verstellbar. Durch diese Anordnung wird es ermöglicht, die Stäbe unter einem Winkel mit der radialen Richtung zu stellen. Je nachdem die Stäbe des Gitters nun in bezug auf die radiale Richtung nach der einen oder der andern Seite hin verstellt werden, wird die zerquetschende und schneidende Wirkung des Gitters verstärkt oder herabgesetzt.
In der Zeichnung, in welcher ein Ausftihrungsbeispiel der verstellbaren Gitterstäbe nach der Erfindung dargestellt ist, zeigt Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt der Vorrichtung nach der Linie I-I in Fig. 2, die selbst ein Querschnitt nach der Linie II- II in Fig. 1 ist.
Im Gehäuse 1, das eine Eintrittsöffnung 2 und einen Austritt 3 aufweist, ist eine Förderschnecke 4 gelagert, deren Steigung nach dem Austritt hin abnehmen kann.
Zwischen dem Austritt 3 und der Schnecke 4 ist ein Gitter 5 angeordnet, das sich dicht an der Eintrittsöffnung 2 befindet. Hinter dem Gitter 5 sind auf der Welle der Schnecke 4 radial gerichtete Messer 6 befestigt.
Die Stäbe 7 des Gitters sind fest und die Gitterstäbe 8 sind verstellbar und dazu sind diese Stäbe mittels eines Zapfens 9 drehbar im Aussenring des Gitters gelagert. Die Stäbe 8 können je gesondert verstellbar sein, aber auch können diese Stäbe durch einen gemeinsamen Verstellring 10 miteinander gekuppelt sein, der an Verlängerungen 11 der Gitterstäbe 8 angreift und mit einem Handgriff 12 versehen ist.
Falls die Gitterstäbe 8 in bezug auf die radiale Stellung in die mit voll gezogenen Linien dargestellte Lage verstellt sind, wird das durch die Schnecke 4 zugeführte Material zu der Welle hin getrieben, so dass die zerquetschende und schneidende Wirkung verstärkt wird, Falls dagegen die Stäbe 8 zur mit punktierten Linien in Fig. 2 angegebenen Lage verstellt werden, wird das Material zum Umfang des Gitters hin getrieben, wo es einen grösseren Durchtritt findet, so dass nun die zerquetschende und schneidende Wirkung des von den Roststäben und Messer gebildeten Systems herabgesetzt ist.
Obgleich beim in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel nur die Hälfte der Gitterstäbe verstellbar ist, können auch mehr oder weniger Stäbe und gegebenenfalls sämtliche Stäbe des Gitters verstellbar sein.
Es sei bemerkt, dass auch zwei oder mehrere Gitter und mehrere Sätze Messer vorgesehen werden können.