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AT167657B - Gußpreßverfahren und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Gußpreßverfahren und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Info

Publication number
AT167657B
AT167657B AT167657DA AT167657B AT 167657 B AT167657 B AT 167657B AT 167657D A AT167657D A AT 167657DA AT 167657 B AT167657 B AT 167657B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
metal
casting
press
carrying
liquid metal
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alois Fritz Ing Baum
Original Assignee
Alois Fritz Ing Baum
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alois Fritz Ing Baum filed Critical Alois Fritz Ing Baum
Application granted granted Critical
Publication of AT167657B publication Critical patent/AT167657B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D18/00Pressure casting; Vacuum casting
    • B22D18/02Pressure casting making use of mechanical pressure devices, e.g. cast-forging

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gusspressverfahren und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens 
In der Giesserei werden drei Verfahren benützt, das Sandgussverfahren, das Kokillengussverfahren und das Druckgussverfahren. Als Druckguss- verfahren sind der Spritzguss und das Pressguss- verfahren bekannt. Das Druckgussverfahren hat dem   Sand-und Kokillengussverfahren   gegenüber den Vorteil grösserer Homogenität und besserer
Festigkeitseigenschaften des Gussstückes. Beim
Spritzgussverfahren wird das flüssige Gussmetall unter hohem Druck in die Gussformen einge- spritzt, beim Pressgussverfahren wird flüssiges oder breüges Metall in die Form gegossen, der
Pressvorgang erfolgt aber meistens erst, wenn das
Metall schon breiig oder gar rotglühend ist, mittels sehr hohen Druckes (bis zu 800 atü) durch den Stempel einer hydraulischen Presse. 



   Noch höher sind die Drücke bei der ebenfalls bekannten Herstellung von geschmiedetem Guss, wobei das Gussmetall durch schlagartig wirkenden
Druck (Schmieden) bei oder ganz kurz vor der
Erstarrung einer Erschütterung unterworfen wird, die eine Gefügeänderung und damit eine Steigerung der Festigkeit bezweckt. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein
Gusspressverfahren, bei dem-ebenso wie beim zuvor genannten Verfahren-das flüssige Metall in eine aus Gesenkunterteil und-oberteil bestehende Gussform eingegossen wird, wobei der Gesenkoberteil in das noch flüssige Metall vorzugsweise mittels einer hydraulischen Presse eingedrückt wird. Zum Unterschied von den bekannten Verfahren erfolgt jedoch die Einsenkung des Gesenkoberteiles in das flüssige Metall derart, dass der volle Pressdruck auf der ganzen Fläche des Pressstempels bis zur Erstarrung des Metalls aufrechterhalten wird.

   Bei der Einrichtung zur Durchführung dieses erfindungsgemässen Verfahrens ist der Gesenkoberteil in den Gesenkunterteil so eingepasst, dass der Abschluss der Pressform bereits ein ausreichendes Stück vor dem Ende des Presshubes hergestellt wird, damit der volle Pressdruck auf das flüssige Metall bis zu dessen Erstarrung wirken kann. Durch diese Massnahme wird auch eine Gefährdung der Arbeiter durch herausspritzendes Metall vermieden. 



   Ein grosser Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens gegenüber dem bekannten Spritz-   gussverfahren ist der Wegfall eines besonderen Presskolbens zum Einspritzen des flüssigen Metalls   in die Spritzgussform. Denn ihr Oberteil kommt in Fortfall, d. h. er wird durch den Pressstempel der hydraulischen Presse ersetzt. Das Gefüge eines nach der Erfindung hergestellten Guss- stückes ist absolut homogen, was beim Spritz- gussverfahren nicht zu erreichen ist. Auch können beim erfindungsgemässen Verfahren keine Risse oder Lunker entstehen. Gegenüber dem bekannten Pressgussverfahren bringt die Erfindung den
Vorteil, dass mit bedeutend geringerem Druck gearbeitet werden kann, weil der Pressvorgang bei noch völlig flüssigem Metall stattfindet und der Pressdruck auf der ganzen Fläche des Gesenkoberteiles wirkt.

   Hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung von geschmiedetem Guss gilt das soeben über den hohen Druck Gesagte in erhöhtem Ausmasse, ganz abgesehen davon, dass nach diesem Verfahren nur geometrisch sehr einfache Gussstücke hergestellt werden können, wogegen das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung auch komplizierter Gussstücke geeignet ist. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Einrichtung zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens in einem Beispiele dargestellt, die Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das fertige Gussstück. 



   Auf dem Presstisch 1 einer hydraulischen Presse ist der Gesenkunterteil 2 befestigt. Der bewegliche Matrizenoberteil ist mit 3 bezeichnet. Die Kante 4 des Gesenkoberteiles 3 passiert die Kante 8 des Gesenkunterteiles 2, noch bevor die eigentliche Pressform 9 in das flüssige Metall 6 taucht. Der zylindrische Mantel 10 des Gesenkoberteiles 3 und der dazugehörige Mantel 11 des Gesenkunterteiles 2 passen so ineinander, dass beim weiteren Niedergehen des Pressstempels wohl Luft, aber kein Metall entweichen kann. Das flüssige Metall füllt zuletzt den ganzen Zwischenraum zwischen den eigentlichen Pressformen 9 und 12 aus. Die Hubbegrenzung 5 kommt normalerweise nicht zur Wirkung, wenn die Menge des eingegossenen Metalls 6 entsprechend der gewünschten Dicke des Bodens 13 des fertigen   Gussteiles   14 richtig bemessen ist.

   Das flüssige Metall 6 bleibt bis zur völligen Erstarrung unter dem vollen Pressdruck. Dadurch werden die Gussstücke völlig homogen und rissefrei und erhalten Festigkeitseigenschaften, die den bekannten Pressgussstücken nicht nachstehen. : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Ist das Gussstück schon fertig erstarrt, so wird es durch den Auswerfer 7 aus dem Gesenkunterteil 2 herausgehoben. 



     PATENTANSPRÜCHE   : 
1. Gusspressverfahren, bei dem das flüssige Metall in eine aus Gesenkunterteil und-oberteil bestehende Gussform eingegossen wird, wobei der Gesenkoberteil in das noch flüssige Metall vorzugsweise mittels einer hydraulischen Presse, eingedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsenkung des Gesenkoberteiles in das flüssige Metall derart erfolgt, dass der volle Pressdruck auf seiner ganzen Fläche bis zur Erstarrung des Metalles aufrechterhalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesenkoberteil (3) so in den Gesenkunterteil eingepasst ist, dass der Abschluss der Pressform bereits ein ausreichendes Stück vor dem Ende des Presshubes hergestellt wird, damit der volle Pressdruck auf das flüssige Metall bis zu dessen Erstarrung wirkt.
AT167657D 1947-08-13 1947-08-13 Gußpreßverfahren und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens AT167657B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT167657T 1947-08-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT167657B true AT167657B (de) 1951-02-10

Family

ID=3654042

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT167657D AT167657B (de) 1947-08-13 1947-08-13 Gußpreßverfahren und Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens

Country Status (1)

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AT (1) AT167657B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4049040A (en) * 1975-08-07 1977-09-20 N L Industries, Inc. Squeeze casting apparatus and method

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4049040A (en) * 1975-08-07 1977-09-20 N L Industries, Inc. Squeeze casting apparatus and method

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