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Verfahren zur Imprägnierung von Holz mit Paraffin od dgl.
Es wurde festgestellt, dass fertig zugerichtet Holzgegenstände, wie Parketten, Fensterrahmen, Karosserie-und Flugzeugbestandteile usw. durch eine Imprägnierung mit Paraffin od. dgl. nicht nur härter und homogener, sondern auch raumbeständig und wasserabstossend werden, wobei der Paraffingrund bei Anstrichen farbsparend wirkt und auch der Leimung nicht hinderlich ist.
Dieser Imprägnierung mit Paraffin od. dgl. muss eine künstliche Trocknung des Holzes auf möglichst niederen Wassergehalt unbedingt vorausgehen, da sonst einerseits die eingeschlossene Feuchtigkeit im Holze schädlich wirkt, anderseits das geschmolzene Paraffin od. dgl. wasserhältig und unbrauch- bar wird.
Wird die Trocknung vor der Imprägnierung vorgenommen, so setzt sich das Holz als hygroskopischer Körper in der Zeit zwischen Trocknung und Imprägnierung mit der Luftfeuchtigkeit von 15 bis 18% wieder ins Gleichgewicht und vereitelt dadurch den Erfolg der Imprägnierung.
Wird dagegen die Trocknung durch länger andauerndes Eintauchen in heisses, geschmolzenes Paraffin od. dgl. in bekannter Weise erreicht, so nimmt letzteres selbst Wasser, Harze und andere Stoffe aus dem Holze auf und nimmt diese Stoffe bei der folgenden Druckimprägnierung wieder ins Holz mit. Auch ist der Verbrauch an Paraffin od. dgl. bei Verwendung von geschmolzenem Paraffin od. dgl. zum Imprägnieren von Holz sehr gross, mindestens 10% vom Holzgewicht.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, welches obige Troeknungssehwierigkeit be- seitigt, die Gewinnung von Nebenprodukten aus dem Holz (wie Harz, Öl, Farbstoffe usw. ) gestattet, die durch diese Stoffe verlegten Kanäle im Holz für die Imprägnierung frei macht, an teurem Imprägnierstoff dadurch wesentlich spart, dass an Stelle von geschmolzenem Paraffin od. dgl. eine Lösung desselben in einem billigen organischen Lösungsmittel verwendet wird und gleichzeitig im selben Apparat die der Imprägnierung schädliche Feuchtigkeit selbst bei Verwendung von waldfrischem Holz entfernt, ohne mit dieser das Paraffin od. dgl. zu verunreinigen.
Das Verfahren wird'in folgender Weise ausgeführt :
In einem Tränkungskessel wird mit Hilfe eines organischen Lösungsmittels für Paraffin od. dgl., welches ausserdem mit Wasser nicht mischbar sein darf, wie z. B. Benzol, Terpentinöl, Trichloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff u. a., das Holz so lange erhitzt, bis das abziehende Dampfgemisch bei seiner Kondensation in einem Kühler kein Wasser mehr abscheidet. In dem im Kreislauf zu verwendenden Lösungsmittel, welches bei Anreicherung mit Harzen usw. von Zeit zu Zeit durch Destillation zu reinigen ist, wird nunmehr die für die Imprägnierung der im Kessel befindlichen Holzcharge berechnete Paraffinmenge gelöst und die Lösung in den Tränkungskessel einfliessen gelassen.
Hiedurch werden die im Kessel noch vorhandenen Dämpfe kondensiert und dadurch ein Vakuum erzeugt, so dass das Holz die paraffinhältige Lösung begierig aufsaugt. Nach Beendigung der wenn nötig unter Anwendung von Druck durchgeführten Imprägnierung wird der Überschuss der Lösung abgelassen und das paraffinierte Holz aus dem Kessel
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Um Verluste an Lösungsmitteln zu vermeiden, kann vor dem Ausfahren des Holzes aus dem Kessel das vom Holze aufgenommene Lösungsmittel durch Absaugen im Vakuum bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunktes des Paraffins od. dgl. aus dem Holz entfernt und ausserhalb des Kessels durch Kondensation wiedergewonnen werden.
Vor der nächsten Imprägnierung muss der Kessel durch Nachspülen mit dem heissen Lösungsmittel gereinigt werden, da sonst vorhandenes Paraffin od. dgl. den folgenden Holztrocknungsprozess stören würde.
Da das Paraffin od. dgl. gegen Pilz-und Insektenbefall keinen ausreichenden Schutz bietet, emp-
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zuzusetzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Imprägnierung von Holz mit Paraffin od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Holz zunächst durch Erhitzen in einem organischen Lösungsmittel für das Paraffin od. dgl., das nicht mischbar mit Wasser ist, das Wasser entfernt und durch Kondensation des Dampfgemisehes ausserhalb des Kessels ausgeschieden wird und hierauf das in demselben Lösungsmittel gelöste Paraffin od. dgl. dem Holze zugeführt wird, wobei die im Tränkungskessel vorhandenen Lösungsmitteldämpfe abgekühlt und kondensiert werden, wodurch ein teilweises Vakuum erzeugt und die Aufnahme der Imprägnierflüssigkeit gefördert wird.
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