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Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Stengeln, wie Flaelhs, Hanf,
Jute u. dgl.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sieh auf eine Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Stengeln, wie Flachs, Hanf, Jute u. dgl., bei welcher in bekannter Weise das Fasergut, das auf einem Tisch quer ausgebreitet ist und über dessen schräg zur Bewegungsbahn des Fasergutes liegende Brechkante übersteht, schräg angeordneten Brechhaspeln durch ein endloses Band zugeführt wird.
Erfindungsgemäss ist die Anordnung so getroffen, dass obere und untere Haspeln mit in gegenseitigem Eingriff stehenden Leisten auf Achsen umlaufen, die parallel zur geneigten Brechkante des Tisches gelagert sind, u. zw. derart, dass beim Umlauf der unteren Haspel jede Leiste dieser Haspel unter der geneigten Brechkante des Tisches mit geringem Spiel auftaucht. Gleichzeitig bewegt sich beim Umlauf der oberen Haspel jede Leiste derselben an der geneigten Brechkante des Tisches mit demselben geringen
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kante des Tisches dicht an der Leiste der unteren Haspel vorbei.
Auf diese Weise wird jeder Stengel des längs des Tisches vorgeschobenen Fasergutes Punkt für Punkt durch die Kante der unteren Leiste gehalten und durch die obere Leiste nach unten über die geneigte Brechkante des Tisches gebrochen, während der Stengel unmittelbar darauf von der Leiste der unteren Haspel in entgegengesetzter Richtung über die Leiste der oberen Haspel im selben Punkt gebrochen wird.
Die Leisten können auf ihren Haspeln so angeordnet sein, dass jede Leiste der unteren Haspel, wenn sie aus ihrer Lage unterhalb der geneigten Breehkante des Tisches auftaucht, sieh schräg zu der geneigten Brechkante des Tisches bewegt, und dass jede Leiste der oberen Haspel bei ihrer Abwärtsbewegung zwischen der Leiste der unteren Haspel und der geneigten Brechkante des Tisches in ihrer schrägen EingTiffslage sowohl zu der benachbarten Leiste der unteren Haspel als auch zu der geneigten Brechkante des Tisches gehalten wird.
Die Umlaufachse der Welle der oberen Haspel kann in der Ebene der Oberfläche des Tisches und die Achse der Welle der unteren Haspel senkrecht unter der geneigten Breehkante des Tisches liegen, so dass die Leisten der unteren Haspel waagrecht unter der geneigten Brechkante des Tisches vorbeistreichen und die Leisten der oberen Haspel sich senkrecht an der geneigten Breehkante des Tisches abwärts bewegen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
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des Tisches 20 hindurchtreten. Die Kette 35 läuft über Kettenräder 36 und 37, die auf den Querwellen 38 kurz unter der unteren Fläche des Tisches gelagert sind. An den gegenüberliegenden Seiten der Ketten 35, aber besser über dem Tisch als unter ihm, sind die Hilfsketten 39, 40 angeordnet. Jede dieser Ketten 39 und 40 wird am hinteren Ende von einem Kettenrad 41 getragen, das auf einer Querwelle 42 gelagert ist. Das vordere Ende der Kette 39 wird von einem Kettenrad 43 getragen, das vordere Ende der Kette 40 von einem Kettenrad 44, das in bedeutendem Abstande von dem Kettenrad 43 liegt.
Die Ketten 39,40 laufen über Kettenräder 45, die auf der Querwelle 46 gelagert sind, wodurch die Krtten so angetrieben werden, dass sieh die unteren Stränge vorwärts oder nach rechts (Fig. 3) bewegen. Auf Armen 48, die um die Querwellen 46 schwenkbar sind, ist je ein loses Rad 47 zur Einstellung der Ketten 39 bzw. 40 angeordnet. Die Kette 35 wird von der Welle 46 mittels eines Rades 49 angetrieben, das in Eingriff mit einem Rad 50 steht (Fig. 2), das mittels einer Kette 51 und passender Kettenräder mit der Welle 38 verbunden ist, auf welcher das Rad 37 für die Kette 36 gelagert ist. Die Hilfsketten 39,40 werden mit etwas grösserer Geschwindigkeit angetrieben als die Kette 35. Die Welle 46 wird von der Riemenscheibe 52 angetrieben.
Gemäss Fig. 5 trägt die Kette 39 eine Reihe nach auswärts vorspringender Daumen 53, die in Berührung mit dem Tisch 20 kommen ; die Kette 40 ist ähnlich gestaltet und gelagert.
Vom vorderen Ende der Maschine aus werden zwei, von den Ketten 35,39 und 40 unabhängige Hauptkette 59 und 68 vermittels einer Welle 54 samt Riemenscheibe 55 angetrieben. Eine Kette 56 verbindet durch Kettenräder die Welle 54 mit einer Triebwelle 57 etwa in der Mitte der Maschine. Die Welle 57 hat ein Kettenrad 58, das durch die endlose Kette 59 mit einem Kettenrad 60 verbunden ist ; dieses liegt gegenüber dem vorderen Ende der unteren Kette 35. Gemäss Fig. 7 ist das Kettenrad 60 zweiteilig zur Anpassung der besonderen Form der Kette 59, wie später beschrieben. Beide Teile sind auf einer Nabe 61 gelagert, die an dem Gestell drehbar gelagert ist. Gemäss Fig. 4,7 und 11 weist die Kette 59 drei in Abständen voneinander angeordnete Reihen von Längsrippenteilen auf. Die Rippenteile der Zwischenreihe sind etwas breiter als die Rippenteile der beiden andern Reihen.
Die Kette 59 trägt die verbindenden Plattenteile als längs der Kette fortlaufende Rippen. In den Zeichnungen ist dix breitere Zwischenrippenteil mit 62 bezeichnet, während die äusseren Rippenteile mit 63 bezeichnet sind. Gemäss Fig. 4 sind die äusseren Kanten der Rippenteile 62 und 63 mit Zähnen versehen. Auf den Enden der Nabe 61 sitzen zwei gezahnte Förderräder 64 und 65 in solchem Abstande, dass die Kette zwischen ihnen sich frei bewegen kann ; die Zähne der Förderräder haben einen kleinen Abstand von der oberen Fläche des Tisches 20 (Fig. 4).
Auf dem Tisch 20 unterhalb der Kette 59 sind Längsrippen 66 und 67 angeordnet, deren glatte obere Kanten gegenüber den unteren Kanten der Rippenteile 63 der Kette liegen. Der Rippenteil 62 tritt nach unten zwischen den Rippen 66 und 67 hindurch. Die hinteren Enden der Rippen 66 und 67 sind abgeschrägt, so dass die Stengel des Fasergutes leicht nach oben gestossen werden können.
Vor der Kette 59, u. zw. am hinteren Ende in kurzem Abstande gegenüber dem Vorderende, ist die Kette 68 angeordnet, deren hinteres Ende von einem Kettenrad 71 getragen wird, das auf dem Gestell 21 drehbar gelagert ist. Das Kettenrad 71 hat dieselbe Gestalt wie das Kettenrad 60, kann sich aber einer grösseren Anzahl von Längsrippenteilen 70 anpassen. An ihrem vorderen Ende wird die Kette 68 von einem Kettenrad 72 getragen, von dem sie auch angetrieben wird. Das Rad 72 wird von der Welle 54 durch Kette 73 und entsprechende Räder angetrieben (Fig. 1). Die Kette 68 gleicht der Kette 59 mit der Ausnahme, dass sie vier Längsrippen 69 an Stelle der drei gleichen Teile der Kette 59 hat. Die Rippen 69 der Kette 68 haben jedoch dieselbe senkrechte Breite, so dass ihre äusseren Kanten, welche mit Zähnen versehen sind, einander gegenüberstehen.
An Stelle der zwei Rippen 66 und 67 der Kette 59 sind fünf feststehende Längsrippen 70 auf der oberen Fläche des Tisches 20 unter der Kette 68 angeordnet. Die glatten oberen Kanten der Rippen 70 erstrecken sich aufwärts in die Zwischenräume zwischen den Rippen 69 der Kette.
Wenn den verschiedenen Riemenscheiben 30, 52 und 55 Kraft zugeführt und die Pumpe 29 angelassen wird, wird das Fasergut mit den Stegeln quer auf das hintere Ende des Tisches aufgegeben und längs des Tisches vorwärts gestossen, bis es in die Lage kommt, in der es durch die Hilfsketten 39, 40 und die untere Kette 35 vorwärts gezogen wird. Da die Hilfsketten etwas schneller angetrieben werden als die untere Kette, werden die Stengel in ihren mittleren Teilen gebogen, so dass jedes Stengelende sieh etwas schräg nach vorn legt. Der Neigungswinkel der Endteile wächst mit der Vorwärtsbewegung der Stengel.
Sehr bald jedoch kommen die Stengel ausser Eingriff mit der unteren Kette 35 und etwa in derselben Zeit in Eingriff mit den Förderrädern 64, 65, die die Stengel über die abgeschrägten Enden der Rippen 66,67 der Kette 59 übergeben. In Fig. 7 sind zwei Stengel 74 und 75 dargestellt ; der eine geht gerade über die abgeschrägten Enden der Rippen 66,67 und der andere wird zwischen den Rippen der Kette 59 und den glatten oberen Kanten der Rippen 66,67 gekröpft. Der Stengel 75 hat eine solche Lage,
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Gleiten stattfindet.
Wenn die Stengel des Fasergutes durch die Hilfsketten 39, 40 sowie die Kette 59 vorwärts geführt werden, werden die Enden nacheinander in den Wirkungsbereich der Breeh-und Schlagvorrichtung (Fig. 1, links) gebracht. Die Hilfsketten 39, 40 sowie die Kette 59 werden mit derselben Geschwindigkeit
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angetrieben, so dass die Stengel gewöhnlich in derselben gebogenen Winkellage gehalten werden, die sie einnehmen, wenn sie von der Kette 59 erfasst werden. Da die Achsen der Haspeln zu der Vorwärts- bewegung der Stengel längs des Tisches 20 schräg angeordnet sind, so werden die Stengel allmählich weiter und weiter in den Wirkungsbereich der Haspeln gebracht und die Holzbestandteile in kurze Stücke gebrochen und aus den Fasern herausgeschlagen.
Die Wirkung der Haspeln besteht zunächst in dem
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um das vollständige Brechen der Holzmasse sowie ihre Entfernung durch die schabende oder sehlagende Wirkung der Leisten der Haspeln zu sichern, wenn die Stengel sieh unter dem Einfluss der Ketten vorwärts bewegen. Durch die Wirkung der Haspeln (Fig. 1, links), die nach vorn zu der Bewegungsbahn der Stengel konvergieren, wird eine Schlagwirkung erreicht, die von den Enden der Stengel nach dem Mittelteil zunimmt, wo sie durch die Kette 59 gehalten werden.
Wenn die Stengel nach dem vorderen Ende des ersten Satzes der Haspeln vorschreiten und darüber hinaus, werden die gegenüberliegenden Enden zum Eingriff mit den Haspeln an der gegenüberliegenden Seite des Tisches 20 gebracht. Diese Haspeln konvergieren auch nach vorn an der Bewegungsbahn der Stengel. Durch diese Haspeln werden die Stengel an dieser Seite des Tisches in der beschriebenen Weise gebrochen, und eine Schlagwirkung tritt ein, die von den Enden der Stengel an jener Seite des Tisches nach dem mittleren Teil zunimmt, wo die Stengel von der Kette 59 gehalten werden. Wenn die Stengel noch in Eingriff mit den zuletzt erwähnten Haspeln sind, gelangen sie aus dem Wirkungsbereich der Kette 59 und in denjenigen der zweiten Kette 68.
Da die Hauptteile der Holzmasse von den Stengeln geschlagen sind und nichts ausser den Fasern in dem Zeitpunkt hinterlassen, in welchem sie von der Kette 68 erfasst werden, ist eine etwas andere Form der Kette 68 (Fig. 12) vorgesehen. Die Fasern, die in Berührung mit der Kette 68 sind, sind mit 76 bezeichnet. Wegen der bedeutenden Anzahl der Längs-
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bewegung zum Tisch fest, selbst wenn sie verhältnismässig fein und weich sind.
An gegenüberliegenden Seiten des Tisches 20 (Fig. 1, rechts von den bereits erwähnten Haspeln) sind Haspeln derselben Art und Wirkung angeordnet, mit der Ausnahme, dass der zweite Satz Haspeln an jeder Seite nach vorn zu der Bewegung der Stengel oder Fasern divergiert, so dass die Schlagwirkung der Haspeln von einem Zwischenpunkt nach den Enden zunimmt. Wenn die Stengel ausser Eingriff mit der Kette 59 und zur Kette 68 kommen, wird die Brech-und Sehlagwirkung zu dem Punkt und darüber hinaus geführt, wo die Stengel ursprünglich in Eingriff mit der Kette 59 waren, so dass die Stengel von einem Ende zum andern zerschlagen werden.
Um die Fasern von dem ersten Satz der Haspeln an der Seite des Tisches 20 und zum Angriff des nächstfolgenden Haspelsatzes an derselben Seite des Tisches zu bringen, sind Führungen 77 und 78 an- geordnet. Gemäss Fig. n und 1U ist die Führung/7 Koniseh, zum Leiten der. fasern in ihrer Vorwarts- bewegung längs des Tisches nach dem Punkt, wo sie zum Angriff des zweiten Haspelsatzes an der Seite des Tisches gelangen. Gemäss Fig. 10 haben die vorderen Enden der Leisten 26 des unteren Rades (Fig. 10, links) bei 26a auf den inneren Flächen Aussparungen zur Aufnahme des hinteren Endes der Führung 77, so dass die Fasern glatt und ohne Unterbrechung von dem unteren Rade in die Führung 77 übertreten.
Die Führung 78 hat dieselbe Form.
Mit der dargestellten Vorrichtung wird das Brechen und Sehlagen der Fasern durch den ersten
Haspelsatz an jeder Seite des Tisches so gründlich ausgeführt, dass der grössere Teil, wenn auch nicht der ganze, von der Holzmasse befreit wird. Bei der Behandlung von gewissen Faserstoffen können die Fasern schon durch den ersten an beiden Seiten befindlichen Haspelsatz gereinigt werden. Flachs jedoch und manches andere Fasergut verlangen einen oder mehrere Haspelsätze neben dem ersten. Die weiteren
Haspelsätze dienen dazu, das Sehlagen in entgegengesetzter Richtung an jedem Ende des ersten Schlag- vorganges auszuführen. Die Fasern werden dann gründlich gereinigt, während sie gleichzeitig in dem besten Zustande ohne VerwilTenund Zerreissen gehalten werden.
Mit der Maschine wird der beste Wirkungs- grad erreicht, und die Fasern werden gereinigt, selbst wenn die Stengel verhältnismässig sehr schnell durch die Maschine laufen.
Am besten werden die Stengel und Fasern mit einer Vorschubgeschwindigkeit durch die Maschine geführt, die in einem bestimmten Verhältnis zu der Umfangsgeschwindigkeit der Haspeln steht. So wird jede Stange 26 der oberen Haspel fortschreitend zum Angriff mit den Stengeln gebracht, die über die Brechkante des Tisches 20 herausstehen, so dass die Stengel nach unten gebogen werden. In etwa demselben Augenblick, wo der Stengel durch eine Leiste 26 der oberen Haspel abwärts gebogen wird, wird eine der Leisten 26 der unteren Haspel in schräger Lage von der unteren Seite des Tisches empor- geführt und biegt den Stengel um die führende Kante der Leiste 26 der oberen Haspel in entgegengesetzter
Richtung von derjenigen, in welche der Stengel durch die Leiste 26 der oberen Haspel um die Brech- kante des Tisches gebogen wurde.
Die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung der Stengel wird so be- messen, wie es die aufeinanderfolgenden Abwärtsbiegllngen des Stengels über die Brechkante des Tisches in dem gewünschten Abstande längs des Stengels je nach der Natur und dem Zustande des Fasergutes erfordern. Die Mitwirkung der andern Teile wird auch zeitlich so bemessen, dass das Aufwärtsbiegen eines Stengels durch die Leiste 26 der unteren Haspel um die Kante einer der Leisten 26 der oberen Haspel
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an etwa demselben Punkt des Stengels stattfindet, wo der Stengel vorher in entgegengesetzter Richtung über die Breehkante des Tisches gebogen wurde. Durch diese Anordnung wird das Brechen des Holzteiles des Stengels sehr wirksam ausgeführt.
Um die gewünschte Einstellung zwischen den das Brechen ausführenden Teilen zu bewirken, erhält die Brechkante des Tisches 20 neben jedem Haspelpaar die Form einer besonderen Stange 20a, die durch mehrere Bolzen 20b einstellbar gemacht sind, so dass die Brechkante waagrecht in Richtung der
Achse der oberen Haspel oder von ihr fort eingestellt werden kann. Auch die gegenseitige Einstellung eines jeden Haspelpaares in Richtung des Umfanges ist vorgesehen. Gemäss Fig. 15 ist das Rad 32 in der Umfangsrichtung zur Welle 24 einstellbar, auf der das untere Rad gelagert ist. Die Einstellung erfolgt durch kreisförmige Schlitze 32a mit Bolzen 32b zum Feststellen des Rades in verschiedener Lage zu der
Nabe.
Durch die Einstellung des Rades 32 kann man die Leisten einer jeden Haspel zu denjenigen der andern Haspel verändern, ohne die Haspeln aus der überschneidenden Lage zu bringen.
Gemäss Fig. 8 und 9 ist der Durchmesser der unteren Haspel verhältnismässig grösser als derjenige der oberen, die Umfangsgeschwindigkeit der Leisten 26 der unteren Haspel ist erheblich grösser als diejenige der Leisten 26 der oberen Haspel. Infolge der Überschneidung der Haspeln kann jede Leiste der unteren Haspel sich einer der Leisten der oberen Haspel verhältnismässig schnell nähern. Die Leisten der
Haspeln üben bei ihrer gegenseitigen Annäherung an der Brechkante des Tisches eine Brechwirkung auf die Stengel an Punkten aus, die sieh längs der Haspeln verschieben, und diese Brechwirkung findet an jedem Punkt plötzlich statt. Nach diesem plötzlichen Brechen an jedem Punkt längs der Leisten ent- fernen sich die Teile derselben schnell voneinander.
Durch die Verwendung einer unteren Haspel von grösserem Durchmesser als demjenigen der oberen wird die Geschwindigkeit der Annäherung der einen
Leiste an die andere und die Schnelligkeit der Bewegung der einen Leiste von der andern fort vermehrt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Stengeln, wie Flachs, Hanf, Jute u. dgl., bei welcher das Fasergut, das auf einem Tisch quer ausgebreitet ist und über dessen schräg zur Bewegungsbahn des Fasergutes liegende Brechkante übersteht, schräg angeordneten Breehhaspeln durch ein end- loses Band, z. B.
Kette, zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass obere und untere Haspeln (25) mit in gegenseitigem Eingriff stehenden Leisten (26) auf Achsen (23, 24) umlaufen, die parallel zur geneigten Brechkante des Tisches (20) gelagert sind, derart, dass beim Umlauf der unteren Haspel jede
Leiste dieser Haspel unter der geneigten Brechkante des Tisches mit geringem Spiel auftaucht, und dass beim Umlauf der oberen Haspel jede Leiste dieser Haspel sich an der geneigten Brechkante des Tisches mit demselben geringen Spiel vorbeibewegt und sich dann abwärts zwischen der Leiste der unteren Haspel und der geneigten Brechkante des Tisches dicht an der Leiste der unteren Haspel vorbeibewegt,
so dass jeder Stengel des längs des Tisches vorgeschobenen Fasergutes Punkt für Punkt durch die Kante der unteren Leiste gehalten und durch die obere Leiste nach unten über die geneigte Brechkante des Tisches gebrochen wird, während der Stengel unmittelbar darauf von der Leiste der unteren Haspel in entgegen- gesetzter Richtung über die Leiste der oberen Haspel im selben Punkt gebrochen wird.