<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Darstellung von wasserarmen, streufähigen Nitrophosphaten.
Die gewöhnlichen kristallwasserhaltigen Nitrophosphate sind bekanntlich derart hygro- skopisch, dass sie schon nach kurzem Lagern an feuchter Luft eine breiige bis schmierige Beschaffenheit annehmen, was die Streufähigkeit natürlich stark beeinträchtigt,
Die vorliegende Erfindung betrifft nun die Aufschliessung von Rohphosphaten mit Salpetersäure und bezweckt, ein viel streufähigeres, d. h. längere Zeit an der Luft haltbares, zur Hauptsache aus wasserlöslichen Phosphaten und Kalziumnitrat bestehendes Produkt dadurch zu erzielen, dass Konzentration und Menge der anzuwendenden Salpetersäure so bemessen werden, dass wesentlich geringere Mengen Wasser in den Prozess eingeführt werden, als dem normalen Kristallwassergehalt der Hauptkomponenten des Produktes entspricht.
Man erhält so ein Nitrophosphat, das sehr streufähig und haltbar sowie auch in seinem Düngwerk in keiner Weise benachteiligt ist. Die Konzentrations-und Mengenverhältnisse der Salpetersäure richten sich naturgemäss nach dem zu behandelnden Rohphosphat. Man wird also zweckmässig die Aufschliessung so vornehmen, dass das in der Salpetersäure enthaltene Wasser zur Bildung des Tetraquo-Kalziumnitrates nicht ausreicht. Unter diesen Bedingungen ist es zweckmässig, den Aufschluss der Rohphosphate zuerst bei tiefer Temperatur vorzunehmen und erst gegen Schluss durch stärkeres Erwärmen die Reaktion zu vervollständigen, weil sonst ein erheblicher Teil der Salpetersäure unter Stickoxydentwicklung zersetzt wird.
Bezüglich des Phosphoritaufschlusses wurde von der Anmelderin festgestellt, dass der Phosphoritaufschluss vermittels Salpetersäure dann am besten gelingt, bzw. zum günstigsten Reaktionsprodukt führt, wenn man zum Aufschliessen eine Salpetersäure von solcher Konzentration, zweckmässig von ungefähr 65-78 %, und in solcher Menge verwendet, dass der gesamte Wassergehalt des Fertigproduktes rechnerisch einem Kalziumnitrat mit 2-3 Molekülen
Kristallwasser entspricht. Bei Verwendung einer zu konzentrierten Säure wird der vollständige Aufschluss mechanisch und chemisch erschwert. Überdies wird ein erheblicher Teil der Salpeter- säure unter Bildung von Stickoxyden und Wasser zerstört.
Bei den gemäss dem vorliegenden Verfahren angewandten Salpetersäurekonzentrationen tritt dieser Nachteil nur in sehr geringem Masse in Erscheinung.
, Es ist schon mehrfach versucht worden, beispielsweise nach dem amerikanischen Patent Nr. 1036909, den Aufschluss von Rohphosphaten mit Stickoxyden vorzunehmen. Es hat sich aber dabei gezeigt, dass dieser Aufschluss im grossen ausserordentlich schwierig durchzuführen ist und dass dabei niemals homogene Produkte entstehen, d. h. solche, welche nitritfrei sind. Diese Aufschlussversuohe mussten durchwegs aufgegeben werden, weil sie einerseits nicht wirtschaftlich waren und weil anderseits die nach diesen Verfahren erhaltenen Produkte den Anforderungen des Düngemittelmarktes nicht entsprachen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung wird durch folgendes Beispiel erläutert :
1000 kg Marokkophosphorit, enthaltend 33'68 % P2 O und 50-67 11/0 Ca 0, werden in einem Knetwerk mit 973#17 kg einer 72#56%igen Salpetersäure portionenweise vermischt, u. zw. zuerst bei einer Temperatur von zirka 400 C. Zwecks eines möglichst vollständigen Aufschlusses des Phosphorits wird die Masse bei ungefähr 60 - 700 C noch einige Zeit weiterverarbeitet. Das homogene Reaktionsprodukt liefert nach achttägiger Lagerung eine harte Masse. welche alsdann auf das gewünschte Korn gebrochen wird. Nach mehrtägiger Lagerung zeigt das Produkt einen Gehalt von rund 94 % wasserlöslicher Phosphorsäure.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von wasserarmen, streufähigen Nitrophosphaten durch Aufschliessen von Rohphosphaten mit Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, dass Konzentration und Menge der anzuwendenden, vorzugsweise 65 bis 780/oigen Salpetersäure so bemessen
EMI1.1
normalen Kristallwassergehalt der Hauptkomponenten des Produktes entspricht, u. zw. zweckmässig in der Weise, dass das Endprodukt nur soviel Wasser enthält, als rechnerisch einem Kalziumnitrat mit etwa 2 bis 3 Molekülen Wasser entspricht.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.