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Verfahren zur Abscheidung fester Stoffe aus Fliissigkeiten, Trtiben, Pulpen nsw. durch Absitzenlassen.
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und 16 bilden zusammen einen Fang.
Ein Auslassrohr 16 führt vom Gefäss 13 unter und neben dem Behälter 5 bis über die Kante der
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ragt in das Gefäss 3 hinein und ist in wagrechter Ebene rechtwinklig so abgebogen, dass die durch dieses Rohr 20 zugeleitete Flüssigkeit in dem Ringraum zwischen dem Rohr 15 und der Wendung des Gefässen. 1.'3 kreisen muss. Die Richtung des aus der Mündung des Rohres 20 austretenden Stromes ist so gewählt, dass die kreisende Flüssigkeit bis zu einer Höhe etwas oberhalb der Mündung des Rohres 7. 5 keine Wirkung auf den Schlamm am Boden des Gefässes 13 haben kann, vielmehr aufsteigt und den über diese Höhenebene aufsteigenden Schlamm verdünnt und mitnimmt.
Zu dem Zwecke kann das Ende des Rohres 20
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so hat sich der Schlamm in gewisser Menge auf dem Behälterboden angesammelt. Ein Teil davon Ist durch das Rohr 15 in den Fang gesunken, der vorher mit Wasser getüllt war. Der Schlamm sinkt aber immer weiter nach und verdrängt das Wasser aus dem Fang, das nun in die Rohre 16 und 20 getrieben wird, bis der hydrostatische Druck des Wassers in den Rohren dem der Flüssigkeitssäule im Behälter und im Fang das Gleichgewicht hält. Der Zustand des Systems der dann besteht, ist in der Fig. 1 dargestellt, wo die feinere Strichlung die klare Lösung, die stärkere den Schlamm andeutet.
Das Wasser in den Rohren 16 und 20 steht hier höher als die Füllung des Behälters, da es sich um eine reine Flüssigkeitssäule gegenüber einer solchen handelt, die aus einer Mischung von Flüssigkeit und Feststoffen besteht und die ein höhere3 spezifisches Gewicht besitzt als die erstere. Erfolgt keine weitere Zufuhr von Feststoffen, so verbleibt das System fortdauernd in der dargestellten Lage, da ein vollkommener Gleichgewichtszustand obwaltet. Bei Zuführung von Feststoffen durch Einführen von frischer Pulpe in den
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Oberflächen des abgesetzten Schlammes im Behälter und Fange.
Offenbar kann man also durch Einstellung der Ablaufhülse 17 die Schlammschicht im Behälter 5 bestimmen, regeln und in gewünschter Höhe halten. Mit wachsender Schlammschicht im Behälter steigt auch die Standhöhe des Schlammes im Fang, bis sie die Mündung des Waschrohres 20 erreicht. Wird nunmehr Wasser aus der Leitung 22 durch das Rohr 20 zugeführt, so mischt sich das aus dem Rohr 20 zugeführte, in das Gefäss 13 eintretende Wasser mit dem hochgestiegenen Schlamm, verdünnt ihn in seiner obersten Schicht und führt ihn aus dem Fang durch das Rohr 16 fort.
Wie schon erwähnt, ist der eintretende Wasserstrom so gerichtet, dass er die Sehlammasse unterhalb der Ausmündung des Rohres 15 nicht stören kann, damit ein ununterbrochener Verschluss des Fanges gewahrt bleibt. Dadurch bleibt das Niveau der Schlammschicht im Gefäss 13 das Gleiche, da der Sehlamm in dem Masse wie er dieses erreicht und überschreitet, vom Waschwasser fortgeführt wird. Da der Druck
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der Rohres 16 konstant ist, und da auch das Niveau der Schlammschicht im Fange, wie eben erörtert, konstant bleibt, muss auch die Standhöhe des Schlammes im Behälter 5 konstant bleiben. Dass sich dies so verhält, lässt sich, wie folgt, zeigen.
Angenommen, der Behälter 5 sei mit Pulpe gefüllt worden, aus der sich der Schlamm mehr oder weniger abgesetzt hat, und angenommen, ein Strom Waschwasser geht durch denFang und fliesse aus dem Rohr16, und angenommen, das Überlauf ende des Rohres 16 ist auf einem bestimmten Höhenstand gegen- über dem Niveau derFüssigkeitimBehä.
lter J eingestellt, und dass das ganze System den eben beschriebenen Gleichgewichtszustand erreicht hat, bei dem das Niveau der Schlammschicht im Fange genau unterhalb desWirkungsniveaus des einströmenden Waschwassers liegt, und angenommen, ein ununterbrochener Zufluss von Pulpe zum Behälter 5 findet statt, so wird das Gewicht des sich neu abzusetzenden Schlammes sich den des bereits abgesetzten addieren. Da der hydrostatischeDruck des Waschwassers eine bestimmte Grösse hat, die gerade ausreicht, um den Gesamtdruck der aus Schlamm und klarer Lösung bestehenden
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ansammelt.
Die Folge davon ist, dass das Schlammniveau im Behälter praktisch an gleicher Stelle bleibt, gleichviel mit welcher Geschwindigkeit die Zufuhr in dem Behälter erfolgt vorausgesetzt dass die Höhenlage des Fangüberlaufes, die Zufuhrgeschwindigkeit, sowie das spezifische Gewicht und die Absetz- chwindigkeit sowie das spezifische Gewicht und die Absetzgeschwindigkeit des Schlammes konstant bleiben.
Aus Vorstehendem ergibt sich, dass jede Änderung im spezifischen Gewicht des Schlammes oder in seiner Absetzgeschwindigkeit oder auch des Niveaus des Fangüberlaufes eine Änderung des Schlamm- niveaus im Behälter J nach oben oder nach unten hin zur Folge hat, bis wieder ein Gleichgewichtszustand eingetreten ist. Dann bleibt das Schlammniveau im Behälter feststehen, so lange, bis eine neue Änderung in einem oder in allen der genannten veränderlichen Vehrältnisse eintritt. Das Gleichgewicht des Systems ist somit stabil, da es nach einer Störung von selbst zur Norm zurückkehrt.
Die erwähnten veränderlichen Verhältnisse liegen gewöhnlich nur in einem engen Rahmen ; daher kann auch die Tiefe der Schlamm-
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dickte Schlamm mit Wasser od. dgl. verdünnt werden muss, und hier namentlich dann, wenn mit Gegenstromdekantierung, zwecks Scheidung der Lösung von Schlamm gearbeitet wird. Bei der gewöhnlichen Art der Gegenstromdekantierung bildet das Absetzenlassen des Schlammes bis zu möglichst hoher Dichte und das Abziehen der Lösung den ersten Schritt. Danach wird der abgesetzte Schlamm abgezogen und verdünnt und die so gebildete neue Pulpe lässt man dann wieder absetzen. Dieser Vorgang des Verdünnen und Wiederabsetzens wird so oft wie nötig wiederholt.
Um eine Höchstleistung zu erreichen, ist es von grösster Wichtigkeit, dass bei jede, Phase der Schlamm eine möglichst hohe Dichte gewinnt und dass nach Erreichung dieses Zustandes sofort zur nächsten Arbeitsphase übergegangen wird.
Das Verfahren bietet besondere Vorteile in der Ausführungsweise, bei der die Bewegung des Schlammes von Phase zu Phase mit einer gleichzeitigen Verdünnung durchgeführt wird, da die selbsttätige Regelung des Schlammniveaus in jedem Behälter dahin wirkt, einen Höchstdichtegrad des Schlammes zu erzeugen. Weiter bedarf der Apparat, da Verstopfungen bei der grossen Breite der Wege nicht auftreten und eine selbsttätige Regelung besteht, keiner Ergänzung, nachdem er einmal für ein Material bestimmter Art und Menge eingestellt worden ist.
Die breiten Schlammwege mit nur wenig Biegungen und ohne Ventile oder Drosselungen geben
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Bei bekannten Apparaten mit Ventilen und Düsen zum Regeln des Schlammabganges ist das nicht der Fall. Auch die gebräuchlichen Pumpen mit ihren Ventilen, Kolben, Membranen geben bei den bisherigen Apparaten zu vielerlei Störungen des Betriebes Anlass, die bei dem vorliegenden Apparat nicht auftreten können. Dazu kommen noch die erheblichen Kosten solcher Pumpen und ihres Betriebes, wohin-
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führung des Schlammes benötigt wird.
Ein Hauptvorteil dieses Verfahrens liegt ferner darin, dass das System sich jederzeit im Gleichgewichtszustande befindet, so dass gewöhnliche Änderungen in den Verhältnissen keine Regelung oder Veränderung in der Einstellung erfordern, während überall dort, wo mit Pumpen, Ventilen, Düsen gearbeitet wird, ein nicht stabiles Gleichgewicht vorherrscht, da bei irgendeiner den Schlamm beeinflussenden Änderung in den Arbeitsverhältnissen eine kumulativ Wirkung auf den Schlamm eintritt, so dass er seine normale Beschaffenheit verliert und Wiedereinstellungen oder sonstige Abhilfe erforderlich werden, um die normalen Arbeitsverhältnisse wieder anzubahnen.
Hat bei dem vorliegenden Verfahren eine Änderung in den Arbeitsverhältnissen zur Folge, dass der Schlamm an seiner gewöhnlichen Dichte verliert, so sinkt auch das Gewicht der Schlammsäule.
Daher sinkt auch die Geschwindigkeit mit der der Schlamm in den Fang niedergeht und der Schlamm verbleibt länger im Behälter 5. Damit aber steigt wieder die Dichte des Schlammes und es kehren die normalen Verhältnisse wieder zurück. Steigt dagegen die Schlammdichte aus irgendeinem Glunde, so wirkt das damit erhöhte Gewicht der Schlammsäule im Behälter 5 auf einen schnelleren Niedergang des Schlammes in den Fang hin, dabei aber wird die Verweilungsdauer des Schlammes im Behälter 5 wieder gekürzt, und wie vorher kehren damit die normalen Verhältnisse wieder zurück.
Ändert sich auch die Geschwindigkeit, mit der sich der Schlamm im Behälter 5 absetzt, auf Grund einer Änderung in der Zuführungsgeschwindigkeit oder Verdünnung, namentlich wenn der Fang Schlamm von Höchstdichte empfängt, so hat jede Geschwindigkeitsänderung sofort eine entsprechende Änderung in der Durchflussgeschwindigkeit im Fang zur Folge, so dass keine Einstellung oder Regelung benötigt wird. Dies trifft auch zu für den Fall, wenn die Zuführungsgeschwindigkeit oder Speisegesehwindigkeit
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wächst und der Schlamm zu schnell durch den Behälter 5 geht, als dass er die gewünschte Dichte erreichen konnte.
Das ist ein Zustand, der gewöhnlich nicht erreicht wird, bevor der Schlamm über den Rand des Behälters fliesst und eine Neueinstellung der Speisegeschwindigkeit erfordert, ausgenommen in Fällen, wo im Behälter das Schlammniveau eine beträchtliche Strecke unter der überlaufkante gehalten wird.
Wenn die Speisegeschwindigkeit sinkt, so findet im Fange keine Änderung statt und wird der Schlamm darin bei Höchstdichte aufgenommen, ausser dass die Geschwindigkeit des Schlammdurch- flusses etwas sinkt. Hört die Zufuhr ganz auf, so hört auch der Schlammdurchf1uss völlig auf, und das Schlammniveau im Behälter 5 bleibt dann nahe der gewöhnlichen Arbeitsgrenze.
Wird der Fang so eingestellt, dass der Schlamm von geringerer als Höchstdlichte fördert, so bewirkt ein Nachlassen in der Zufuhrgeschwindigkeit ein etwas grösseres Nachlassen im Sclammdurchiluss und damit tritt dann eine Zunahme in der Schlammdichte ein, bis die Änderung gross genug ist oder die Zufuhr vollständig aufhört und die Schlammdichte im Fang die Höchstgrenze erreicht. Dies ist in der Praxis der einzige Fall, wo eine Neueinstellung eines Teiles der Anlage nötig wird, um einen Schlammdurchfiuss von gewünschter Dichte zu erhalten.
Vergleicht man damit eine Anlage mit Ventilen oder Düsen, wo der Schlammdurchfluss durch Eingangsgewiehtswirkung erfolgt und durch Einstellung eines Ventiles oder durch Änderung des Durchmessers einer Rohrauslass- oder Düsenöffnung geregelt wird, so findet man, dass hier beim Sinken der Schlammdichte aus beliebigen Gründen, auch die Viskosität geringer wird, und daher, da der hydrostatische Druck praktisch konstant ist, die Durchflussgeschwindigkeit durch das Ventil oder die Rohrmündung wächst.
Das hat aber eine schnellere Bewegung des Schlammes, eine kürzere Verweilungs-
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anderseits die Schlammdichte über die Norm steigt, so wächst auch die Viskosität die Durchflussgeschwindigkeit nimmt ab und die Verweilungsdauer wird länger mit daraus folgender Steigerung der Schlammdichte, also auch hier wird der normale Zustand noch verschlimmert.
Im Falle einer ein feststehendes Volumen in gegebener Zeiteinheit ausstossenden Pumpe stellt sich eine bestimmte Kompensationswirkung ein, wenn Änderungen in der Schlammdichte auftreten, u. zw. infolge der geringeren Menge Feststoffe pro Volumeneineit bei geringerer Dichte und der höheren Menge pro Volumeneinheit bei grösserer Dichte als normalerweise. Indessen reagiert keine der bekannten Arbeitsweisen mit Ventil- und Rohrdüsen oder Pumpenbetrieb zur Schlammabscheidung in irgendeiner Weise auf änderungen in der Zuführungs- oder Speisegeschwindigkeit oder Verdünnung, so lange jene Änderungen nicht auch eine Änderung in der Schlammdichte an der Austragsstelle zuwege gebracht hat.
Wächst die Zufuhrgeschwindigkeit, so füllt sich der Behälter unvermeidbar mit Schlamm und läuft über,
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genommen wird. Hört die Zufuhr ganz auf, so entleeren hier die Ventilpumpen usw. Systeme die Lösung, falls nicht aufgepasst wird, und wenn dann die Zufuhrverhältnisse wieder auf die Norm zurückgebracht sind, so werden immer noch weitere Bedienungsarbeiten und Einstellungen an der Apparatur erforderlich sein.
Ist bei diesem Verfahren einmal eine gehörige Einstellung für einen bestimmten Wirkungsgang erfolgt, so kann man danach weiter arbeiten, ohne dass eine besondere Wartung oder eine Änderung in der Einstellung und Regelung der Apparatur nötig wird, wenngleich die Zuführung-Verhältnisse in weiten Grenzen sich ändern mögen. Bei den bekannten Methoden der Schlammabscheidung wird dagegen eine regelmässige Wartung und Besichtigung unentbehrlich und alle Änderungen in den Zuführungsverhält- nissen verlangen, von geringsten Schwankungen abgesehen, eine sofortige Neueinstellung der Apparatur.
Zusammengefasst stellen sich die Vorteile des neuen Verfahrens kurz wie folgt dar :
1. Selbsttätige Regelung der Schlammdichte.
2. Kein Eintritt von Verstopfungen.
3. Einfache Bauart bei niedrigen Anlagekosten.
4. Keine beweglichen Teile bei geringstem Bedürfnis an Wartung und Reparaturen, ao niedt'is : ejt Betriebskosten.
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des bekannten Dorrsystems vornehmen. Dabei wird zwar eine geringe bauliche Abänderung des schon beschriebenen Apparates notwendig, allein im Prinzip bleiben Verfahren und Vorrichtung ungeändert. In der Fig. 3 ist ein solcher, mit mehreren Etagen arbeitender Eindickungsapparat für diesen Ausführungsfall des Verfahrens dargestellt. Der Behälter 25 besitzt eine Überlaufsrinne 26 und zwei Oberböden 28 und 24 von leicht konischer Form, so dass drei Abteile vorhanden sind.
Eine Rühr-und Sammel- vorrichtung leitete den auf den drei Böden absitzenden Schlamm zu zentralen Austragsöffnungen ; oie besteht aus einer senkrechten Hängewelle 28 mit Kugelantrieb, 29 am oberen Ende und mit radialen. nach aufwärts gerichteten Armen 80 Über jedem der drei Böden. Die Arme sind mit Schrauben oder Rührleisten il versehen.
Die Ablauföffnungen werden von Rohrstutzen 35 gebildet, die von Gefässen 3 :. 1 umgeben sind. Die Gefässe 33 der beiden oberen Etagen sind oben offen und unten geschlossen, sitzen festverbunden auf
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Flanschen der Welle 28 und reichen mit ihren oberen Rändern nicht bis ganz an die Böden 2J bzw. ç Das unterste Gefäss 8J ist dagegen mit seinem oberen Rande an den Boden angeschlossen und mit einem Austragrohr 34 versehen.
Der Apparat besitzt somit drei Absitzkammern A, B, C. Klare Lösung fliesst vom Abteil J. über in die Rinne 26 und aus den Abteilen B und C durch die Überlaufrohre 43 und 44 ab. Die Überlaufenden dieser beiden Rohre werden von einstellbaren Hülsen 37 gebildet, um das Uberlaufniveau einstellen zu können. Der Anlauf der Lösung erfolgt hier in zwei Gefässen 45, 46. Das unterste Gefäss steht durch ein Steigrohr. 36 mit einem dritten Ablaufgefäss. 38 in Verbindung und auch hier ist auf dem Rohr eine einstell- bare Überlaufhülse 37 vorgesehen.
Die Stützen Ja bilden mit den Gefässen 33 Fänge, wie schon bei der Fig. 1 beschrieben. Der Fang unter dem Boden. 3. 3 erhält sein Waschwasser aus dem Gefäss 46 mittels der Rohrleitung 40, der Fang unter dem Boden 24 empfängt Waschwasser oder Lösung durch die mit einem Einlauftrichter versehene Rohrleitung 40'und dem Fang unter dem untersten Boden wird das Waschwasser durch das Rohr 40" zugeführt. Auf der Unterseite der beiden Böden 23, 24 ist je ein Führungszylinder 47 vorgesehen, der ober das Gefäss 33 greift und dazu dient, die Vermischung der aus dem Fang ablaufenden verdünnten Pulpe mit der klaren Lösung im oberen Teile der beiden Kammern B und C zu verhindern.
Der Schaber 48 an den Rohrstutzen J der beiden oberen Böden dient zum Lösen der sich auf dem Boden der Gefäss feststehenden Stoffe.
Die Arbeitsweise der in der Fig. 3 dargestellten Anlage ist folgende : Im Betrieb findet eine Be- wegung des Schlammes durch die Fänge und seine Verdünnung mittels Waschwasser in gleicher Weise wie im Apparat nach Fig. 1 statt. Aus den Fängen der Böden 2. 3 und 24 geht der Schlamm aber nicht wie in der Fig. 1 durch ein Rohr ab, sondern ersteigt über den Rand der Gefässe 33 und durch den Ringkanal zwischen Gefäss und Führungszylinder zwischen 47 zum Absetzen auf den nächsten Boden nieder. Die dabei abstehende klare Lösung im oberen Teile der Kammern B und C fliesst durch die Rohre 53,. 55 ab.
Der Ablauf aus dem Rohre der untersten Kammer erfolgt oberhalb der Standhöhe der Flüssigkeit in der obersten Kammer. A in Abhängigkeit von dem aus dem Gewicht des Schlammes in allen oberen Kammern - ich ergebenden Gesamtdruck, der gleich der Summe der Drucke der Schlammsäulen, in den beiden oberen Kammern ist. So hat dann die mittlere Kammer eine mögliche Unterlauf standhöhe, die niedriger liegt als die der untersten Kammer, u. zw. entsprechend der Schlammenge in der mittleren Kammer. Der hydrostatische Druck, der zu überwinden ist, um dasWaschwasser in den Fang gelangen zu lassen, entspricht der Standhöhe des Überlaufrohres der betreffenden Kammer.
Daher hat das Überlaufrohr der untersten Kammer C eine grössere Höhe als das der nachfolgenden Kammer B, so dass die von ihm anlaufende Flüssigkeit unmittelbar in die Waschleitung für den Fang der nächsten Kammer B geführt werden kann.
Das gilt dann auch weiter für die folgenden Kammern, wenn das System eine grössere Anzahl, die beliebig gewählt werden kann, besitzt.
Bei dieser Einrichtung kann man demnach das Waschwasser in den untersten Fang einleiten und als Überlaufflüssigkeit immer wieder zu den Fängen der folgenden Kammern fortleiten. Dabei fliesst dann der in der obersten Kammer abgesetzte Schlamm durch den obersten Fang, wird hier mit der Überlaufflüssigkeit der nächst unteren Kammer gemischt oder verdünnt und setzt sich, so oft als Kammern vorhanden sind, d. h. es findet ein Niedergang des Schlammes von der obersten zur untersten Kammer bei gleichzeitigem Hochgang der Waschflüssigkeit auf dem umgekehrten Wege. also eine richtige Gegenstromauswaschung oder Dekantierung statt.
Der Lauf der Flüssigkeiten und Feststoffe ist somit folgender : Die Feststoffe der in die oberste Kammer A eingeleiteten Pulpe setzen sich hier an und klare Lösung fliesst in die Rinne 26. Der auf dem Boden 23 sich absetzende Schlamm geht in den Fang, wird hier durch das aus dem Rohr 40 zuströmende Waschwasser (Lösung) verdünnt, fliesst aus dem Fang in die folgende Kammer B, wo er sich auf dem Boden 24 absetzt und geht dann in den nächsten Fang, um durch das aus dem Rohr 40'zuströmende Wasehwasser verdünnt und in die unterste Kammer geschwemmt zu werden. Der Fang dieser Kammer nimmt dann den sich absetzenden Schlamm auf und das durch die Leitung 40"zugeführte Wasehwasser führt ihn durch die Leitung J6 seiner weiteren Verwendung zu.
Soll der Schlamm aus dem untersten Fang mit hoher Dichte abgezogen werden, so kann man zu dem Zwecke eine Pumpe od. dgl. benutzen. Die in der Fig. 3 dargestellte Einrichtung des Fanges ist für den Fall bestimmt, wo der Schlamm so weit verdünnt werden kann, dass er leicht abfliesst.
Das durch die Leitung 40"zugeführte Wasser zum Fortführen des Schlammes durch das Rohr : 36 mit einstellbarer Mündung 87 dient lediglich zur Fortleitung des ausgearbeiteten Schlammes und hat mit dem übrigen Betriebe der Anlage weiter nichts zu tun.
Das im Gegenstrom arbeitende Waschwasser wird durch das Rohr 40'eingeleitet, dessen äussere Mündung so hoch liegt, dass das Wasser jeden Gegendruck im Apparat überwindet. Nachdem es durch den Fang des Bodens 24 der Kammer B gegangen ist und den Schlamm darin ausgeschwemmt hat, was natürlich ununterbrochen geschieht, aber auch absatzweise geschehen kann, fliesst es aufsteigend durch das Rohr 44 und über dessen einstellbare Überlaufhfilse 37 in das Gefäss 46 ab, um durch das Rohr 40 in den Fang des obersten Kammerbodens 23 zu gelangen. Hier wirkt das Wasser wieder in gleicher Weise auf den
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Der hydrostatische Ausgleich bei der Anlage nach Fig. 3 ist folgender : Im untersten Fang it der Druck, dem die verdünnte Schlammsäule im Rohr 36 das Gegengewicht zu halten hat, gleich dem Gewicht des Schlammes und der Lösung im ganzen Behälter. Da der Schlamm mit dem Wasser im Rohr. 36 auf-
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des Bodens 24 entspricht dem Inhalte in den Kammern A und B. Diesem Druck steht eine Säule klaren Wassers im Überlaufrohre 44 gegenÜber und daher hat das Überlaufende dieses Rohres immer eine be-
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Ausmündung des Rohres 44 und der tieferen Kante der Rinne 26.
Dieser geringe Druck im obersten Fang und die daher kommende niedrigere Lage des Überlaufende des Rohres 4-3 ermöglichen es, dass aus dem Rohr44 überlaufende Wasser unmittelbar in das zum obersten Fang führende Waschwasserrohr zu leiten. Ist der Überlauf aus dem untersten Fang so eingestellt worden, dass er einem gewissen Gesamtbetrage an Schlamm im Behälter 25 das Gleichgewicht hält, so wird er den Betrag ununterbrochen aufrecht erhalten, obzwar das Verhältnis des Gesamtbetrages auf den einzelnen Absetzböden sich erheblieh 25 ändern mas.
Die Schlammenge auf den einzelnen Böden hängt von der Höhenlage des Überlaufes aus der
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t'oberläufer ab. Beispielsweise wenn bei der durch den untersten Fang an einem bestimmten Punkt gehaltene Gesamtschlammenge die andern Überlaufenden auf Punkte eingestellt sind, welche den Abstand zwischen dem Überlauf vom untersten Fang und der Überlaufkante der Rinne 26 gleichmässig teilen. so wird auch die Gesamtschlammenge gleichmässig unter die einzelnen Böden verteilt werden. In diesem Falle entspricht die Überlaufhöhel1lage für den untersten Fang der Lage, wenn der Fang verdünnte Pulpe abgibt, mit einer Korrektur für den Unterschied im spezifischen Gewicht gegenüber einem Ablauf von klarer Lösung.
Die bereits genannten Vorzüge des einfachen Apparates nach Fig. 1 treffen auch auf den Etagen-
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wird und ein Apparat mit beispielsweise drei Etagen vorteilhafter arbeitet wie drei einfache Einboden- apparate. So werden, wenn die Pulpe während der Bearbeitung in höherer Temperatur gehalten werden muss, die Anlage und der Aufwand für die zur Erhaltung der Wärme erforderliche Isolierung weniger kostspielig, dabei können dann auch die Überlauf- und Waschwasserrohre dicht neben dem Behälter angeordnet und durch Isoliermasse gegen Ausstrahlung geschützt werden, und nur die Überlaufgefässe sind neben dem Behälter dem Wärmeverlust durch Ausstrahlung unterworfen : diese ist aber gering und lässt sich durch Isolierungsmittel verhindern.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung'ist in der Fig. 4 dargestellt. Der Apparat gleicht durchaus dem Apparat der Fig. 3 und hat nur geringe Abweichungen.
Es sind vier Kammern. A, B, C, D vorhanden. Aus der untersten Kammer wird der Schlamm nicht durch einen Fang sondern durch einen Hahn, Ventil oder durch eine Pumpe oder in ähnlicher Weise ausgetragen. Ferner ist das Gefäss. 33 der Fig. 3 weggefallen. Der Rohrstutzen 53, 53', 53" ist nicht an die Böden angehängt, sondern ungefähr mit seiner Mitte in dieselben eingesetzt.
Die Fangabschlüsse sind durch Überlappungsdeckel 51, 51', 51" gebildet, an denen die Rühr : ume sitzen, welche mit Rührschaufeln 49 versehen sind. Für jeden Fang ist ein Entlüftungsrohr 52, 52', 52" vorgesehen. Das Verdünnungsmittel wird durch die Rohre 54, 64', 54" zugeführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abscheidung fester Stoffe aus Flüssigkeiten wie Trüben, Pulpen usw. durch
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geschwindigkeit durch das automatische Erhalten eines Gleichgewichtszustandes des von der Trübe und den aus ihr abgeschiedenen festen Bestandteilen innerhalb des Absitzbehälters ausgeübten Druckes und des Druckes einer Flüssigkeitssäule von geringerem spezifischen Gewicht geregelt wird.