Herbizides Mittel
Die vorliegende Erfindung betrifft neue selektiv-herbizide Mittel zur Bekämpfung von Gräsern und Unkräutern in Kulturen von Nutzpflanzen, insbesondere in Kulturen von Getreide, Mais,
Reis und Soja, welche ein Herbizid und einen Safener (Gegenmittel, Antidot) enthalten und welche die Nutzpflanzen, nicht aber die Unkräuter vor der phytotoxischen "Wirkung des
Herbizides bewahren, sowie die Verwendung dieses Mittels zur Unkrautbekämpfung in
Nutzpflanzenkulturen.
Beim Einsatz von Herbiziden können z.B. in Abhängigkeit von der Dosis des Herbizids und der Applikationsart, der Kulturpflanze, der Bodenbeschaffenheit und den klimatischen Bedingungen, wie Belichtungsdauer, Temperatur und Niederschlagsmengen auch die Kulturpflanzen in erheblichem Maße geschädigt werden. Um diesem und ähnlichen Problemen zu begegnen, sind schon verschiedene Stoffe als Safener vorgeschlagen worden, welche befähigt sind, die schädigende Wirkung des Herbizids auf die Kulturpflanze zu antagonisieren, das heißt, die Kulturpflanze davor zu schützen, wobei aber die Herbizidwirkung auf die zu bekämpfenden Unkräuter praktisch nicht beeinträchtigt wird. Dabei hat es sich gezeigt, daß die vorgeschlagenen Safener sowohl bezüglich der Kulturpflanzen als auch bezüglich des Herbizids und teilweise auch in Abhängigkeit von der Applikationsart oft sehr spezifisch wirken, das heißt, ein bestimmter Safener eignet sich oft nur für eine bestimmte Kulturpflanze und eine spezielle Herbizidstoffklasse oder ein bestimmtes Herbizid.
Es wurde nun gefunden, daß sich aus US-A-4,601,745, EP-A-0 492 366, EP-A-0 094 349, WO 91/7874 und WO 94/987 bekannte Safener zum Schützen von Kulturpflanzen vor der phytotoxischen Wirkung von Herbiziden eignen, die in WO 95/25730, DE 4 026 177, WO 91/10653, US-A-5,561,101 und US-A-5,506,192 beschrieben sind.
Erfindungsgemäß wird somit ein selektiv-herbizides Mittel vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es neben üblichen inerten Formulierungshilfsmitteln wie Trägerstoffen, Lösungsmitteln und Netzmitteln als Wirkstoff eine Mischung aus
a) einer herbizid-wirksamen Menge eines Herbizids der Formel I
/ W (l). \
worin
W die Gruppen
X die Gruppe -C(Q1)(Q2)-;
Y die Gruppe -C(0)-A bedeutet;
A Wasserstoff, Hydroxy, O" M+ , OR2 , NR28R29 oder zusammen mit Q2 -O-;
Q, Wasserstoff, Hydroxy, Halogen, Cyano. C(0)NH2, Cι-C5-Alkoxycarbonyl, OR58 oder -
OC(0)-R57;
Q2 Wasserstoff, Hydroxy oder zusammen mit Q =0 oder =NH;
M+ Li+ , Na+, K+, 1/2 Mg2+, 1/2 Ca2+ oder N+R30R31R32R33 ;
R22 und R23 unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen, C C5-Alkyl, Trifluormethyl, -O-
(C -C5)-Alkyl oder C3-C5-Cycloalkyl; oder
R22 und R2 zusammen eine Butadienylenkette, die durch Halogen, Methyl, Methoxy,
-S(0)r CH3 , Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiert sein kann und an Position 3 und 4 anneliert ist;
R59 und R6o unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen, C C5-Alkyl, Trifluormethyl, -O-
(C1-C5)-Alkyl, C3-C5-Cycloalkyl, -S(0)q -q-C5-Alkyl, C3- -Alkenyl, - -Alkinyl, C3-C5-
Cycloalkyl, Nitro, Amino, Cyano, -COO-Q- -Alkyl, -NH-C C5-Alkyl, N( -C5-Alkyl)2 , C3-
C6-Alkenyloxy, C3-C6-Alkinyloxy, Benzyloxy, Hydroxy, Phεnyl, Thienyl, Furyl, Pyrazolyl,
Oxazolyl, Pyridyl, oder durch Halogen, -C4-Alkyl, d-C4-Alkoxy, Cι-C4-Alkylthio, CTC^-
Alkylsulfinyl, Cι-C4-Alkylsulfonyl, C1-C4-Halogenalkoxy oder Trifluormethyl substituiertes
Phenyl, Thienyl, Furyl, Pyrazolyl, Oxazolyl oder Pyridyl; oder Phenyloxy, Thienyloxy,
Furyloxy, Pyrazolyloxy, Oxazolyloxy, Pyridyloxy oder durch Halogen, -C^-Alkyl, -C4-
Alkoxy, C C4-Alkylthio, C1-C4-Alkylsulfinyl, C C4-AlkyIsulfonyl, Cι-C -Halogenalkoxy oder
Trifluormethyl substituiertes Phenyloxy, Thienyloxy, Furyloxy, Pyrazolyloxy, Oxazolyloxy
oder Pyridyloxy; oder Phenylthio, Thienylthio, Furylthio, Pyrazolylthio, Oxazolylthio oder Pyridylthio; oder durch Halogen, C C4-Alkyl, Cι-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylthio, G-C4- Alkylsulfinyl, C1-C4-Alkylsulfonyl, C C4-Halogenalkoxy oder Trifluormethyl substituiertes Phenylthio, Thienylthio, Furylthio, Pyrazolylthio, Oxazolylthio oder Pyridylthio, oder die Gruppe Q3
(Q ), worin E2 Methin, -C(Halogen)- oder Stickstoff;
R64 Wasserstoff, -0-(C1-C5)-Alkyl, -O- - -Alkenyl, -O- - -Alkinyl, C C3-Halogenalkoxy oder Ci-Cs-Alkyl;
R65 C,-C3-Alkyl, C3-C5-Cycloalkyl, -0-(C )-Alkyl, -O-Q-Q-Alkenyl, -O-Q-Q-Alkinyi, Q-
Cs-Halogenalkoxy, Halogen oder Trifluormethyl;
RJS Wasserstoff, -0-(Q-C5)-Alkyl, -O-Q-Q-Alkenyl, -O-Q-Q-Alkinyl, C,-C5-Halogenalkoxy oder Q-Q-Alkyl;
R26 Q-Q-Alkyl, C3-C5-Cycloalkyl, -0-(Q-Q)-Alkyl, -0-C3-C5-Alkenyl, -O- - -Alkinyl, Q-
Q-Halogenalkoxy, Halogen oder Trifluormethyl;
R58 Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, C3-C5-Cycloalkyl, Halogen oder Trifluormethyl;
R27 C C8-Alkyl, C -C8-Cycloalkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, Benzyl, Cι-C5-Halogenalkyl,
Q-Q-Halogenalkenyl,
R2g Wasserstoff, Cι-C5-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl;
R29 Wasserstoff, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, oder durch Halogen, Cyano,
Cyclopropyl, Phenyl, Furyl, Thienyl, Naphtyl, Pyridyl, -X2-( C C5-Alkyl), Hydroxy, Amino, -
NH(C C5-Alkyl), N(C C5-Alkyl)2 oder -CH(X3R34)(X4R56) substituiertes Q-Q-Alkyl, Q-Q-
Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl; Phenyl, Pyridyl oder Benzyl oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-
Q-Halogenalkyl, -S(0)p-Cι-C5-Alkyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiertes
Phenyl, Pyridyl oder Benzyl; oder die Gruppe , worin
für Wasserstoff,
Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, Phenyl, Benzyl oder Q-Q-Alkinyl; R62 für Wasserstoff, Q-Q-
Alkyl, oder durch Hydroxy, SCH3, SH, Benzyl, Indol-3-yl, 4-Hydroxybenzyl, COOR^3,
C(0)NH2, Amino, oder Imidazol-5-yl substituiertes Q-Q-Alkyl; und
R_3 für Wasserstoff, Q-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, -NH(Q-Q-Alkyl), -N(Q-Q-
Alkyl)2, Phenylamino, wobei die Phenylgruppe durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-
Halogenalkyl,
Q-Q-Alkylthio, Q-C5-Alkylsulfonyl, Q-Q-Alkylsulfinyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiert sein kann, Morpholino oder Piperidino steht;
X2, X3 und X4 unabhängig voneinander Sauerstoff oder Schwefel; p, q, r, s und t unabhängig voneinander 0, 1 oder 2;
R28 und R29 zusammen eine Q-Q-Alkylenkette, die durch Halogen, Methyl, Methoxy,
-S(0)s CH3 , Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiert sein kann und durch -O-, -NH- oder -N(C2-Q-Alkyl)- unterbrochen sein kann;
R34 und R50 unabhängig voneinander Q-Q-Alkyl; oder
R34 und R56 zusammen eine C2-C3-Alkylenkette;
R57 Q-Q-AlkyL Q-Cg-Alkoxy, Q-Cg-Halogenalkyl, Ci-Cg-Halogenalkoxy, C -C8-Cycloalkyl,
Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, Phenyl oder Benzyl oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-
Halogenalkyl, -S(0)t-Q-Q-Alkyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl oder Benzyl;
Q die Gruppe
Ei Methin, -C(Halogen)- oder Stickstoff; oder
R 6 und Ei zusammen -CH2-CH2-;
R3o, R3ι, R32 und R33 unabhängig voneinander Wasserstoff, Q-Q-Alkyl oder durch Hydroxy oder Methoxy substituiertes Q-Q-Alkyl; oder
R30 und R3ι oder R30, R3ι und R32 oder R30, R3 l, R 2 und R zusammen eine Q-Q-
Alkylenkette, die durch -O-, -NH- oder -N(Q-Q-Alkyl)- unterbrochen sein kann, bedeuten; und b) einer herbizid-antagonistisch wirksamen Menge eines Safeners der Formel Ha
worin Ri Wasserstoff, Ci-Cg-Alkyl oder durch Q-Q-Alkoxy oder Q-Q-Alkenyloxy substituiertes Q-Q-Alkyl und X Wasserstoff oder Chlor ist; eines Safeners der Formel üb
worin E Stickstoff oder Methin;
R2 Q-C4-Alkyl;
R3 -CC13 oder gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Phenyl ist, und
R4 und R5 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Halogen sind; eines Safeners der Formel He
worin R
6 und R
7 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Halogen sind, und Rg, R9 und R
10 unabhängig voneinander Cι-C
4-Alkyl sind, eines Safeners der Formel Ild
worin
A2 für eine Gruppe
Rι3 und Rι unabhängig voneinander Wasserstoff, Ci-Cg-Alkyl, C3-C8-Cycloalkyl, Q-Q-
Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, ,oder durch C -C
4-Alkoxy oder
substituiertes Q-C
4-Alkyl bedeutet; oder Rι
3 und Rι
4 bilden
zusammen eine Q-Q-Alkylenbrückε, die durch Sauerstoff, Schwefel, SO, S0
2, NH oder -
N(Q-Qalkyl)- unterbrochen sein kann,
Ri5 für Wasserstoff oder Q-Q-Alkyl;
Rn für Wasserstoff, Halogen, Cyano, Trifluoromethyl, Nitro, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkoxy, Q-
C4-Alkylthio, Q-C4-Alkylsulfinyl, Cι-C4-Alkylsulfonyl, -COOR,, -CONRkRm, -CORn, -
S02NRkRm oder -OS02-Q-Q-Alkyl;
Rg für Wasserstoff, Halogen, Cyano, Nitro, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Halogenalkyl, Q-Q-
Alkylthio, Q-C_t-Alkylsulfinyl, Cι-C4-Alkylsulfonyl, -COOR,, -CONRkRm, -CORn, -
S02NRkRm, -OS02-Cι-C4-Alkyl, Q-Q-Alkoxy, oder Q-Qalkoxy substituiert durch Q-Q-
Alkoxy oder Halogen, Q-Q-Alkenyloxy, oder Q-Q-Alkenyloxy substituiert durch Halogen, oder Q-Q-Alkinyloxy, oder Rn und Rι2 zusammen bilden eine Q-Q-Alkylenbrücke, die durch Halogen oder Q-Q-Alkyl substituiert sein kann, oder bilden eine Q-Q- Alkenylenbrücke, die durch Halogen oder Q-Q-Alkyl substituiert sein kann, oder bilden eine Q-Alkadienylenbrücke, die durch Halogen oder Q-Q-Alkyl substituiert sein kann; Rι2 und Rh unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, Q-Q-Alkyl, Trifluormethyl, Q-Q-Alkoxy, Q-Q-Alkylthio oder -COORJ;
Rc für Wasserstoff, Halogen, Nitro, Q-Q-Alkyl oder Methoxy; R<j für Wasserstoff, Halogen, Nitro, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkoxy, Q-QAlkylthio, Q-Q-Alkylsulfinyl, Q-Q-Alkylsulfonyl, - COORj or CONRkRm;
Re für Wasserstoff, Halogen, Q-Q-Alkyl, -COORJ5 Trifluormethyl or Methoxy, oder Rd und R,, bilden zusammen eine Q-Q-Alkylenbrücke; Rf für Wasserstoff, Halogen oder Q-Q-Alkyl;
Rx und Ry unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkoxy, Q- Q-Alkylthio, -COOR16, Trifluoromethyl, Nitro oder Cyano; Rj, R und Rm unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Q-Q-Alkyl; oder Rk und Rm bilden zusammen eine Q-Qalkylenbrücke, die durch Sauerstoff, NH oder -N(Q- Q-Alkyl)- unterbrochen sein kann;
Rn für Q-Q-Alkyl, Phenyl, oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Methoxy, Nitro oder Trifluormethyl substituiertes Phenyl;
R16 für Wasserstoff, Q-Qo-Alkyl, Q-Q-Alkoxy-Q-Q-alkyl, Q-Q-Alkylthio-Q-Q-alkyl, Di- Q-Q-alkylamino-Q-Q-alkyl, Halogen-Q-Q-alkyl, C2-C8-Alkenyl, Halogen-C2-Cg-alkenyl, C3-C8-Alkinyl, Q-Q-Cycloalkyl, Halogen-C -C7-cycloalkyl, Ci-Cg-Alkylcarbonyl, Allylcarbonyl, C3-C7-Cycloalkylcarbonyl, Benzoyl, das unsubstituiert oder am Phenylring gleich oder verschieden bis zu dreifach durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Halogen-Q-Q-alkyl, Halogen-Q-Q-alkoxy oder Q-Q-Alkoxy substituiert ist; oder Furoyl, Thienyl; oder Q-Q- Alkyl substituiert durch Phenyl, Halogenphenyl, Q-Q-Alkylphenyl, Q-Q-Alkoxyphenyl, Halogen-Q-Q-alkylphenyl, Halogen-Q-Q-alkoxyphenyl, Q-Q-Alkoxycarbonyl, Q-Q- Alkoxy-Ci-Cg-alkoxycarbonyl, C -C8-Alkenyloxycarbonyl, C3-Cg-Alkinyloxycarbonyl, Q-Q-- Alkylthiocarbonyl, C -Cg-Alkenylthiocarbonyl, C -Cg-Alkinylthiocarbonyl, Carbamoyl, Mono-Q-Q-alkylaminocarbonyl, Di-C1-C4-alkylaminocarbonyl; oder Phenylaminocarbonyl, das unsubstituiert oder am Phenyl gleich oder verschieden bis zu dreifach durch Halogen, Q- Q-Alkyl, Halogen-Q-Q-alkyl, Halogen-Q-Q-alkoxy oder Q-Q-Alkoxy oder einfach durch Cyano oder Nitro substituiert ist, oder Dioxolan-2-yl, das unsubstituiert ist oder durch ein
oder zwei Q-Q-Alkylreste substituiert ist, oder Dioxan-2-yl, das unsubstituiert ist oder durch ein oder zwei Q-Q-Alkylreste substituiert ist, oder Q-Q-Alkyl, das durch Cyano, Nitro, Carboxyl oder Q-Q-Alkylthio-Q-Q-alkoxycarbonyl substituiert ist, bedeutet; eines Safeners der Formel Ile
worin
R17 und R18 unabhängig voneinander für Q-Q-Alkyl oder Q-Q-Alkenyl; oder R-l7 und Rι8
zusammen für
R 3 und R36 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Q-Q-Alkyl;
oder R17 und Rig zusammen für
R37 und R 8 unabhängig voneinander für Q-Q-Alkyl, oder R37und R38 zusammen -(CH2)r ;
R 9 für Wasserstoff, Q-Q-Alkyl oder
oder R 7 und Rig zusammen für
R40, R41, R42, ϊl43» R44, R45, R46, R47, R48, R49, R050, R51, Rsi, R53, R54 und R55 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Q-Q-Alkyl stehen; eines Safeners der Formel Ef
R20 Wasserstoff oder Chlor und R19 Cyano oder Trifluormethyl ist, oder eines Safeners der Formel Hg
R2] Wasserstoff oder Methyl ist, enthält.
Die bildliche Darstellung der Gruppen W , W und W3 ist in der Weise zu verstehen, daß die Verknüpfungsstelle zum Substituenten Y immer die obere freie Valenz ist. Beispielsweise ist beim Substituenten i die Verknüpfungsstelle zum Substituenten Y in ortho-Stellung zum Substituenten R59.
Die in den Substituentendefinitionen vorkommenden Alkylgruppen stehen beispielsweise für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl oder Octyl sowie deren verzweigte
Isomeren. Alkoxy-, Alkenyl- und Alkinylreste leiten sich von den genannten Alkylresten ab. Die Alkenyl- und Alkinylreste können ein- oder mehrfach ungesättigt sein.
Geeignete Cycloalkylsubstituenten enthalten 3 bis 6 Kohlenstoffatome und sind z.B. Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl.
Halogen bedeutet in der Regel Fluor, Chlor, Brom oder Jod. Halogenalkyl- und Halogenalkoxygruppen können ein- oder mehrfach substituiert sein, wobei als Halogen Fluor bevorzugt ist. In Substituenten wie -N(Q-Q-Alkyl)2 können die Alkylreste gleich oder verschieden sein. Vorzugsweise besitzen sie dieselbe Bedeutung.
Wenn R62 verschieden von Wasserstoff ist, besitzt die Gruppe ein durch *
markiertes Chiralitätszentrum, weiches besonders bevorzugt die Konfiguration <S> der natürlich vorkommenden L-Aminosäuren besitzt.
In bevorzugten erfindungsgemäßen Mitteln bedeutet
A Wasserstoff, Hydroxy, O' M" , OR27, NR28R2 oder zusammen mit Q2 -O-;
Q, Wasserstoff, Hydroxy, Halogen, Cyano, C(0)NH2, OR58 oder -OC(0)-R57;
Q2 Wasserstoff, Hydroxy oder zusammen mit Qi =0;
M+ Li+ , Na+, K+, 1/2 Mg2+, 1/2 Ca2+ oder N+R30R3ιR32R33 ;
R22 und R23 unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen, Q-Q-Alkyl, Trifluormethyl, -O-
(Q-C5)-Alkyl oder Q-Q-Cycloalkyl; oder R22 und R23 zusammen eine Butadienylenkette, die durch Halogen, Methyl, Methoxy,
-S(0)rCH , Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiert sein kann und an Position 3 und 4 anneliert ist;
R59 und R60 unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen, Q-Q-Alkyl, Trifluormethyl, -0-(Q-Q)-Alkyl oder Q-Q-Cycloalkyl;
R25 Wasserstoff, -0-(Q-Q)-Alkyl, -O-Q-Q-Alkenyl, -O-Q-Q-Alkinyl, Difluormethoxy oder
Trifluormethoxy;
R26 Q-Q-Alkyl, Q-Q-Cycloalkyl, -0-(G-Q)-Alkyl, -O-Q-Q-Alkenyl, -O-Q-Q-Alkinyl,
Difluormethoxy, Trifluormethoxy, Halogen oder Trifluormethyl;
R58 unabhängig voneinander Q-Q-Alkyl, Q-Q-Cycloalkyl, -0-(Q-Q)-Alkyl, -O-Q-Q- Alkenyl, -O-Q-Q-Alkinyl, Halogen oder Trifluormethyl; oder R_6 und Ei zusammen -CH2-CH2-;
R27 Ci-Cg-Alkyl, Q-Q-Cycloalkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, Benzyl, Q-Q-Halogenalkyl, Q -Q-Halogenalkenyl,
R28 Wasserstoff, Q-C5-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl;
R29 Wasserstoff, Q-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, oder durch Halogen, -X2-( Q-Q- Alkyl), Hydroxy, Amino, -NH(Q-Q-Alkyl), N(Q-Q-Alkyl)2 oder -CH(X3R34)(X4R56) substituiertes Q-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl; Phenyl, Pyridyl oder Benzyl oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Halogenalkyl, -S(0)p-Q-Q-Alkyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl, Pyridyl oder Benzyl; oder die Gruppe
, worin Rό1 für Wasserstoff, Q-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-
Alkinyl; R62 für Wasserstoff, Q-Q-Alkyl, oder durch Hydroxy, SCH3, SH, Benzyl, Indol-3-yl, 4-Hydroxybenzyl, COOR«, C(0)NH2, Amino, oder Imidazol-5-yl substituiertes Q-C5-Alkyl; und R63 für Wasserstoff, Ci-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl steht; X2, X3 und X4 unabhängig voneinander Sauerstoff oder Schwefel; p, r, s und t unabhängig voneinander 0, 1 oder 2;
R28 und R29 zusammen eine Q-Q-Alkylenkette, die durch Halogen, Methyl, Methoxy, -S(0)s CH , Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiert sein kann und durch -O-, -NH- oder -N(Q-Q-Alkyl)- unterbrochen sein kann;
R34 und R56 unabhängig voneinander Q-Q-Alkyl; oder R34 und R56 zusammen eine Q-Q- Alkylenkette; R57 Q-Q-Alkyl, Q-Q-Cycloalkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, Phenyl oder Benzyl oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Halogenalkyl, -S(0)t-Q-Q-Alkyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl oder Benzyl;
Q die Gruppe
'26
Ei Methin, -C(Halogen)- oder Stickstoff;
R30, R3ι, R und R33 unabhängig voneinander Wasserstoff, Q-Q-Alkyl oder durch Hydroxy oder Methoxy substituiertes Q-Q-Alkyl; oder R30 und R3] oder R30, R3ι und R32 oder R30, 3ι, 32 und R33 zusammen eine Q-Q-Alkylenkette, die durch -O-, -NH- oder -N(Q-Q- Alkyl)- unterbrochen sein kann.
Bei weiteren bevorzugten Mitteln der vorliegenden Erfindung steht bei den Verbindungen der
Formel I Ei für Methin, R22 und R23 und für Wasserstoff und R15 und R26 ieweils für Methoxy, wobei besonders bevorzugt
W für W, steht;
R59 Wasserstoff, Fluor, Chlor oder Methoxy;
R50 Wasserstoff, Fluor, oder Chlor;
A Hydroxy, O" M+ , NR28R29 oder zusammen mit Q2 -O-;
Qi Wasserstoff, Hydroxy, OR58 oder -OC(0)-R57 , und
R57 Q-Q-Alkyl5 Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl bedeuten.
Aus dieser Gruppe von erfindungsgemäßen Mitteln sind diejenigen besonders hervorzuheben, worin a) R28 Wasserstoff oder Methyl und R29 Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl, Q-Q-Alkinyl, oder durch Halogen, -X2-( Q-Q-Alkyl), Hydroxy, Amino, -NH(Q-Q-Alkyl), N(Q-Q-Alkyl)2 oder
-CH(X3R34)(X4R56) substituiertes Q-Cg-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl; Phenyl,
Pyridyl oder Benzyl oder durch Halogen, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Halogenalkyl, -S(0)p-Q-Q-
Alkyl, Nitro, Cyano oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl, Pyridyl oder Benzyl; oder die
Gruppe , worin R≤i für Wasserstoff, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-
Q-Alkinyl; R62 für Wasserstoff, Q-Q-Alkyl, oder durch Hydroxy, SCH3, SH, Benzyl, Indol- 3-yl, 4-Hydroxybenzyl, CO0R63, C(0)NH2, Amino, oder Imidazol-5-yl substituiertes Q-Q- Alkyl; und R6 für Wasserstoff, Q-Q-Alkyl, Q-Q-Alkenyl oder Q-Q-Alkinyl steht; bedeuten oder b) R5S Chlor; Rβo Wasserstoff; A O' M+ oder zusammen mit Q2 -O-;
Qi Wasserstoff, Hydroxy oder -OC(O)- Q-Cg-Alkyl ; und
M Li+ , Na+, K+, NH3 + C-Cg-Alkyl oder NH2 +(C1-C8-Alkyl)2 bedeuten.
Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Mittel enthalten einen Safener der Formel Ha, worin ganz besonders bevorzugt Xi für Chlor und Ri für -CH(CH3)QHn(n) steht.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum selektiven Bekämpfen von Unkräutern in Nutzpflanzenkulturen, welches darin besteht, daß man die Nutzpflanzen, deren Samen oder Stecklinge oder deren Anbaufläche gleichzeitig oder getrennt mit einer herbizid wirksamen Menge des Herbizids der Formel I und einer herbizid-antagonistisch wirksamen Menge des Safeners der Formeln Ha bis Hg behandelt. Als Kulturpflanzen, welche durch die Safener der Formeln Ha bis Ilg gegen die schädigende Wirkung der oben erwähnten Herbizide geschützt werden können, kommen insbesondere Getreide, Mais, Soja und Reis, vorzugsweise Getreide in Betracht. Unter Kulturen sind auch solche zu verstehen, die durch konventionelle züchterische oder gentechnologische Methoden gegen Herbizide bzw. Herbizidklassen tolerant gemacht worden sind. Bei den zu bekämpfenden Unkräutern kann es sich sowohl um monokotyle wie um dikotyle Unkräuter handeln, wie zum Beispiel Stellaria, Nasturtium, Agrostis, Digitaria, Avena, Setaria, Sinapis, Lolium, Solanum, Phaseolus, Echinochloa, Scirpus, Monochoria, Sagittaria, Bromus, Alopecurus, Sorghum halepense, Rottboellia, Cyperus, Abutilon, Sida, Xanthium, Amaranthus, Chenopodium, Ipomoea, Chrysanthemum, Galium, Viola und Veronica.
Als Anbauflächen gelten die bereits mit den Kulturpflanzen bewachsenen oder mit dem Saatgut dieser Kulturpflanzen beschickten Bodenareale wie auch die zur Bebauung mit diesen Kulturpflanzen bestimmten Böden.
Ein Safener der Formel II kann je nach Anwendungszweck zur Vorbehandlung des Saatgutes der Kulturpflanze (Beizung des Samens oder der Stecklinge) eingesetzt oder vor oder nach der Saat in den Boden gegeben werden. Er kann aber auch für sich allein oder zusammen mit dem Herbizid nach dem Auflaufen der Pflanzen appliziert werden. Die Behandlung der Pflanzen oder des Saatgutes mit dem Safener kann daher grundsätzlich unabhängig vom Zeitpunkt der Applikation des Herbizids erfolgen. Die Behandlung der Pflanze kann man jedoch auch durch gleichzeitige Applikation von Herbizid und Safener (z.B. als Tankmischung) vornehmen.
Die zu applizierende Aufwandmenge Safener zu Herbizid richtet sich weitgehend nach der Anwendungsart. Bei einer Feldbehandlung, welche entweder unter Verwendung einer Tankmischung mit einer Kombination von Safener und Herbizid oder durch getrennte Applikation von Safener und Herbizid erfolgt, liegt in der Regel ein Verhältnis von Herbizid zu Safener von 100 : 1 bis 1 : 10 insbesondere von 10:1 bis 1:1, vorzugsweise 5 : 1 bis 1 : 1 vor. In der Regel werden bei der Feldbehandlung 0,001 bis 5,0 kg Safener/ha, vorzugsweise 0,001 bis 0,5 kg Safener/ha, appliziert. Die Aufwandmengen an Herbizid liegt in der Regel zwischen 0,001 bis 4 kg/ha, vorzugsweise jedoch zwischen 0,005 bis 1 kg/ha.
Die erfindungsgemäßen Mittel sind für alle in der Landwirtschaft üblichen Applikationsmethoden wie z.B. preemergente Applikation, postemergente Applikation und Saatbeizung geeignet.
Bei der Samenbeizung werden im allgemeinen 0,001 bis 10 g Safener/kg Samen, vorzugsweise 0,05 bis 2 g Safener/kg Samen, appliziert. Wird der Safener in flüssiger Form kurz vor der Aussaat unter Samenquellung appliziert, so werden zweckmäßigerweise Safenerlösungen verwendet, welche den Wirkstoff in einer Konzentration von 1 bis 10000, vorzugsweise von 100 bis 1000 ppm, enthalten.
Zur Applikation werden die Safener der Formel II oder Kombinationen von diesen Safenern mit den Herbiziden der Formel I zweckmäßigerweise zusammen mit den in der Formulierungstechnik üblichen Hilfsmitteln zu Formulierungen verarbeitet, z.B. zu Emulsionskonzentraten, streichfähigen Pasten, direkt versprühbaren oder verdünnbaren Lösungen, verdünnten Emulsionen, Spritzpulvern, löslichen Pulvern, Stäubemitteln, Granulaten oder Mikrokapseln. Die Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z.B. durch inniges Vermischen und/oder Vermählen der Wirkstoffe mit flüssigen oder festen Formulierungshilfsmitteln wie z.B. Lösungsmitteln oder festen Trägerstoffen. Ferner können zusätzlich oberflächenaktive Verbindungen (Tenside) bei der Herstellung der Formulierungen verwendet werden.
Als Lösungsmittel können in Frage kommen: Aromatische Kohlenwasserstoffe, bevorzugt die Fraktionen Cg bis Q2, wie z.B. Xylolgemische oder substituierte Naphthaline, Phthalsäureester wie Dibutyl- oder Dioctylphthalat, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie Cyclohexan oder Paraffine, Alkohole und Glykole, sowie deren Ether und Ester wie Ethanol, Ethylenglykol,
Ethylenglykolmonomethyl- oder -ethylether, Ketone wie Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel wie N-Methyl-2-pyrrolidon, Dimethylsulfoxid oder N,N-Dimethylformamid, sowie gegebenenfalls epoxidierte Pflanzenöle wie epoxidiertes Kokosnußöl oder Sojaöl; oder Wasser.
Als feste Trägerstoffe, z.B. für Stäubemittel und dispergierbare Pulver, werden in der Regel natürliche Gesteinsmehle verwendet, wie Calcit, Talkum, Kaolin, Montmorillonit oder Attapulgit. Zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften der Formulierung können auch hochdisperse Kieselsäure oder hochdisperse saugfähige Polymerisate zugesetzt werden. Als gekörnte, adsorptive Granulatträger kommen poröse Typen wie z.B. Bimsstein, Ziegelbruch, Sepiolit oder Bentonit, als nicht sorptive Trägermaterialien z.B. Calcit oder Sand in Frage. Darüber hinaus kann eine Vielzahl von vorgranulierten Materialien anorganischer oder organischer Natur wie insbesondere Dolomit oder zerkleinerte Pflanzenrückstände verwendet werden.
Als oberflächenaktive Verbindungen kommen je nach der Art des zu formulierenden Wirk Stoffes der Formel I nichtionogene, kation- und/oder anionaktive Tenside und Tensidgemische mit guten Emulgier-, Dispergier- und Netzeigenschaften in Betracht. Geeignete anionische Tenside können sowohl sog. wasserlösliche Seifen wie wasserlösliche synthetische oberflächenaktive Verbindungen sein. Als Seifen seien die Alkali-, Erdalkali- oder gegebenenfalls substituierte Ammoniumsalze von höheren Fettsäuren (Qo-C22), wie z.B. die Na- oder K -Salze der Öl- oder Stearinsäure, oder von natürlichen Fettsäuregemischen genannt, die z.B. aus Kokosnuß- oder Talgöl gewonnen werden können. Ferner sind auch die Fettsäure- methyl-taurinsalze zu erwähnen.
Häufiger werden jedoch sog. synthetische Tenside verwendet, insbesondere Fettalkoho!- sulfonate, Fettalkoholsulfate, sulfonierte Benzimidazolderivate oder Alkylarylsulfonate.
Die Fettalkoholsulfonate oder -sulfate liegen in der Regel als Alkali-, Erdalkali- oder gegebenenfalls substituierte Ammoniumsalze vor und weisen einen Alkylrest mit 8 bis 22 C— Atomen auf, wobei Alkyl auch den Alkylteil von Acylresten einschließt, z.B. das Na- oder Ca- Salz der Ligninsulfonsäure, des Dodecylschwefelsäureesters oder eines aus natürlichen Fettsäuren hergestellten Fettalkoholsulfatgemisches. Hierher gehören auch die Salze der Schwefelsäureester und Sulfonsäuren von Fettalkohol-Ethylenoxid-Addukten. Die sulfonierten Benzimidazolderivate enthalten vorzugsweise 2 Sulfonsäuregruppen und einen Fettsäurerest
mit 8-22 C-Atomen. Alkylarylsuifonate sind z.B. die Na-, Ca- oder Triethanolaminsalze der Dodecylbenzolsulfonsäure, der Dibutylnaphthalinsulfonsäure, oder eines Naphthalinsulfonsäure-Formaldehydkondensationsproduktes.
Ferner kommen auch entsprechende Phosphate wie z.B. Salze des Phosphorsäureesters eines p- Nonylphenol-(4-14)-Ethylenoxid-Adduktes oder Phospholipide in Frage.
Als nichtionische Tenside kommen in erster Linie Polyglykoletherderivate von aliphatischen oder cycloaliphatischen Alkoholen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren und Alkvlphenolen in Frage, die 3 bis 30 Glykolethergruppen und 8 bis 20 Kohlenstoffatome im (aliphatischen) Kohlenwasserstoffrest und 6 bislδ Kohlenstoffatome im Alkylrest der Alkylphenole enthalten können.
Weitere geeignere nichtionische Tenside sind die wasserlöslichen, 20 bis 250 Ethylenglykol- ethergruppen und 10 bis 100 Propylenglykolethergruppen enthaltenden Polyethylen- oxidaddukte an Polypropylenglykol, Ethylendiaminopolypropylenglykol und Alkyl- polypropylenglykol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Die genannten Verbindungen enthalten üblicherweise pro Propylenglykol-Einheit 1 bis 5 Ethylen- glykoleinheiten.
Als Beispiele nichtionischer Tenside seien Nonylphenolpolyethoxyethanole, Ricinusölpoly- glykolether, Polypropylen-Polyethylenoxidaddukte, Tributylphenoxypolyethoxyethanol, Polyethylenglykol und Octylphenoxypolyethoxyethanol erwähnt.
Ferner kommen auch Fettsäureester von Polyoxyethylensorbitan wie das Polyoxyethylen- sorbitan-trioleat in Betracht.
Bei den kationischen Tensiden handelt es sich vor allem um quartäre Ammoniumsalze, welche als N-Substituenten mindestens einen Alkylrest mit 8 bis 22 C-Atomen enthalten und als weitere Substituenten niedrige, gegebenenfalls halogenierte Alkyl-, Benzyl- oder niedrige Hydroxyalkylreste aufweisen. Die Salze liegen vorzugsweise als Halogenide, Methylsulfate oder Ethylsulfate vor, z.B. das Stearyltrimethylammoniumchlorid oder das Benzyldi-(2- chlorethyl)-ethylammoniumbromid.
Die in der Formulierungstechnik gebräuchlichen Tenside, die auch in den erfindungsgemäßen Mitteln verwendet werden können, sind u.a. in "Mc Cutcheon's Detergents and Emulsifiers Annual" MC Publishing Corp., Ridgewood New Jersey, 1981, Stäche, H., "Tensid- Taschenbuch", Carl Hanser Verlag, München/Wien, 1981 und M. und J. Ash, "Encyclopedia of Surfactants", Vol I-IH, Chemical Publishing Co., New York, 1980-81 beschrieben.
Die herbiziden Formulierungen enthalten in der Regel 0,1 bis 99 Gew%, insbesondere 0,1 bis 95 Gew.-% Wirkstoffgemisch aus der Verbindung der Formel I mit den Verbindungen der Formeln Ha, üb, He, Ild, He, Ilf oder Hg 1 bis 99,9 Gew.% eines festen oder flüssigen Formulierungshilfstoffes und 0 bis 25 Gew.%, insbesondere 0,1 bis 25 Gew.% eines Tensides. Während als Handelsware üblicherweise konzentrierte Mittel bevorzugt werden, verwendet der Endverbraucher in der Regel verdünnte Mittel. Die Mittel können auch weitere Zusätze wie Stabilisatoren z.B. gegebenenfalls epoxydierte Pflanzenöle (epoxydiertes Kokosnußöl, Rapsöl oder Sojaöl), Entschäumer, z.B. Silikonöl, Konservierungsmittel, Viskositätsregulatoren, Bindemittel, Haftmittel sowie Dünger oder andere Wirkstoffe enthalten. Für die Verwendung von Safenern der Formel II oder sie enthaltender Mittel zum Schützen von Kulturpflanzen gegen schädigende Wirkungen von Herbiziden der Formel I kommen verschiedene Methoden und Techniken in Betracht, wie beispielsweise die folgenden:
i) Samenbeizung a) Beizung der Samen mit einem als Spritzpulver formulierten Wirkstoff der Formel II durch Schütteln in einem Gefäß bis zur gleichmäßigen Verteilung auf der Samenoberfläche (Trockenbeizung). Man verwendet dabei etwa 1 bis 500 g Wirkstoff der Formel Ha, üb, He, Ild, Ile, Ilf oder Hg (4 g bis 2 kg Spritzpulver) pro 100 kg Saatgut.
b) Beizung der Samen mit einem Emulsionskonzentrat des Wirkstoffs der Formel Ha, Eb, He, Ild, Ile, Ilf oder Hg nach der Methode a) (Naßbeizung).
c) Beizung durch Tauchen des Saatguts in eine Brühe mit 100-1000 ppm Wirkstoff der Formel Ha, üb, He, Ild, He, Ilf oder Hg während 1 bis 72 Stunden und gegebenenfalls nachfolgendes Trocknen der Samen (Tauchbeizung).
Die Beizung des Saatguts oder die Behandlung des angekeimten Sämlings sind naturgemäß die bevorzugten Methoden der Applikation, weil die Wirkstoffbehandlung vollständig auf die
Zielkultur gerichtet ist. Man verwendet in der Regel 1 bis 1000 g Antidot, vorzugsweise 5 bis 250 g Antidot, pro 100 kg Saatgut, wobei man je nach Methodik, die auch den Zusatz anderer Wirkstoffe oder Mikronährstoffe ermöglicht, von den angegebenen Grenzkonzentrationen nach oben oder unten abweichen kann (Wiederholungsbeize).
ii) Applikation als Tankmischung
Eine flüssige Aufarbeitung eines Gemisches von Antidot und Herbizid (gegenseitiges Mengenverhältnis zwischen 10:1 und 1 :100) wird verwendet, wobei die Aufwandmenge an Herbizid 0,005 bis 5,0 kg pro Hektar beträgt. Solche Tankmischungen werden vor oder nach der Aussaat appliziert.
iii) Applikation in der Saatfurche
Der Safener wird als Emulsionskonzentrat, Spritzpulver oder als Granulat in die offene besäte Saatfurche eingebracht. Nach dem Decken der Saatfurche wird in üblicher Weise das Herbizid im Vorauflaufverfahren appliziert.
iv) Kontrollierte Wirkstoffabgabe
Der Wirkstoff der Formel Ha, üb, He, Ild, Ile, Ilf oder Hg wird in Lösung auf mineralische Granulatträger oder polymerisierte Granulate (Harnstoff/Formaldehyd) aufgezogen und getrocknet. Gegebenenfalls kann ein Überzug aufgebracht werden (Umhüllungsgranulate), der es erlaubt, den Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum dosiert abzugeben.
Insbesondere setzen sich bevorzugte Formulierungen folgendermaßen zusammen:
(% = Gewichtsprozent)
Emulgierbare Konzentrate:
Aktives Wirkstoffgemisch: 1 bis 90 %, vorzugsweise 5 bis 20 % oberflächenaktives Mittel: 1 bis 30 %, vorzugsweise 10 bis 20 % flüssiges Trägermittel: 5 bis 94 %, vorzugsweise 70 bis 85 %
Stäube:
Aktives Wirkstoffgemisch: 0,1 bis 10 %, vorzugsweise 0,1 bis 5 % festes Trägermittel: 99,9 bis 90 %, vorzugsweise 99,9 bis 99 % Suspensions-K onzentrate:
Aktives Wirkstoffgemisch: 5 bis 75 %, vorzugsweise 10 bis 50 %
Wasser: 94 bis 24 %, vorzugsweise 88 bis 30 % oberflächenaktives Mittel: 1 bis 40 %, vorzugsweise 2 bis 30 %
Benetzbare Pulver:
Aktives Wirkstoffgemisch: 0,5 bis 90 %, vorzugsweise 1 bis 80 % oberflächenaktives Mittel: 0,5 bis 20 %, vorzugsweise 1 bis 15 % festes Trägermaterial: 5 bis 95 %, vorzugsweise 15 bis 90 %
Granulate:
Aktives Wirkstoffgemisch: 0,1 bis 30 %, vorzugsweise 0,1 bis 15 % festes Trägermittel: 99,5 bis 70 %, vorzugsweise 97 bis 85 %
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung weiter, ohne sie zu beschränken.
Formulierungsbeispiele für Mischungen aus Herbiziden der Formel I und Safener der Formel Ha. Hb. He, Ed. Ile. Ilf oder H (% = Gewichtsprozent)
Fl. Emulsionskonzentrate a) b) c) d)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, üb, Ec, Ild
Ee, πf oder Eg 5 % 10 % 25 % 50 %
Ca-Dodecylbenzolsulfonat 6 % 8 % 6 % 8 %
Ricinusöl-polyglykolether 4 % _ 4 % 4 %
(36 Mol EO)
Octylphenol-polyglykolether - 4 % - 2 %
(7-8 Mol EO)
Cyclohexanon - - 10 % 20 %
Arom. Kohlenwasserstoff- 85 % 78 % 55 % 16 % gemisch Q-Q2
Aus solchen Konzentraten können durch Verdünnung mit Wasser Emulsionen jeder gewünschten Konzentration hergestellt werden.
F2. Lösungen a) b) c) d)
Wirkstof mischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Ee, Ef oder g 5 % 10 % 50 % 90 % l-Methoxy-3-(3-methoxy- propoxy)-propan - 20 % 20 %
Polyethylenglykol MG 400 20 % 10 %
N-Methyl-2-pyrrolidon - - 30 % 10 %
Arom. Kohlenwasserstoff- 75 % 60 % gemisch Q-Q2
Die Lösungen sind zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet.
F3. Spritzpulver a) b) c) d)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Eε, Ef oder Eg 5 % 25 °Λ 5 500 ι %% 80 «%
Na-Ligninsulfonat 4 % - 3 3 % % -
Na-Laurylsulfat 2 % 3 3 % o //o - 4 %
Na-Diisobutvl-naphthalinsu ilfonat - 6 6 % o //o 5 5 % % 6 %
Octylphenol-polyglykolether 1 /o 2 %
(7-8 Mol EO)
Hochdisperse Kieselsäure 1 % 33 % /o 55 %% 10 %
Kaolin 88 % 52 /o 35 %
Der Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen gut vermischt und in einer geeigneten Mühle gut vermählen. Man erhält Spritzpulver, die sich mit Wasser zu Suspensionen jeder gewünschten
Konzentration verdünnen lassen.
F4. Umhüllungs-Granulate a) b) c)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Ee, Ef oder Eg 0.1 % 5 % 15 %
Hochdisperse Kieselsäure 0.9 % 2 % 2 %
Anorg. Trägermaterial 99.0 % 93 % 83 %
{JE 0.1 - 1 mm) wie z.B. CaC03 oder Si0
Der Wirkstoff wird in Methylenchlorid gelöst, auf den Träger aufgesprüht und das Lösungsmittel anschließend im Vakuum abgedampft.
F5. Umhüllungs-Granulate a) b) c)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Ee, Ef oder Eg 0.1 % 5 % 15 %
Polyethylenglykol MG 200 1.0 % 2 % 3 %
Hochdisperse Kieselsäure 0.9 % 1 % 2 %
Anorg. Trägermaterial 98.0 % 92 % 80 %
{JE 0.1 - 1 mm) wie z.B. CaC0 oder Si02
Der fein gemahlene Wirkstoff wird in einem Mischer auf das mit Polyethylenglykol angefeuchtete Trägermaterial gleichmäßig aufgetragen. Auf diese Weise erhält man staubfreie
Umhüllungs-Granulate.
F6. Extruder-Granulate a) b) c) d)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Ee, Ef oder Eg 0.1 % 3 % J /o 15 %
Na-Ligninsulfonat 1.5 % 2 % 3 % 4 %
Carboxymethylcellulose 1.4 % 2 % T 0 //o 2 %
Kaolin 97.0 % 93 % 90 % 79 %
Der Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen vermischt, vermählen und mit Wasser angefeuchtet. Dieses Gemisch wird extrudiert und anschließend im Luftstrom getrocknet.
F7. Stäubemittel a) b) c)
Wirkstoffmischung
I mit Ea, Eb, Ec, Ed,
Ee, Ef oder Eg 0.1 % 1 % 5 %
Talkum 39.9 % 49 % 35 %
Kaolin 60.0 % 50 % 60 %
Man erhält anwendungsfertige Stäubemittel, indem der Wirkstoff mit den Trägerstoffen vermischt und auf einer geeigneten Mühle vermählen wird.
F8. Suspensions-Konzentrate a) b) c) d)
Wirkstoffmischung I mit Ea, Eb, Ec, Ed, Ee, Ef oder Eg 3 % 10 % 25 % 50 % Erhylenglykol 5 % 5 % 5 % 5 %
Nonylphenol-polyglykolether - 1 % 2 % - (15 Mol EO) Na-Ligninsulfonat 3 % 3 % 4 % 5 % Carboxymethylcellulose 1 % 1 % 1 % 1 % 37%ige wäßrige Formaldehyd- 0.2 % 0.2 % 0.2 % 0.2% Lösung
Silikonöl-Emulsion 0.8 % 0.8 % 0.8 % 0.8% Wasser 87 % 79 % 62 % 38 %
Der feingemahlene Wirkstoff wird mit den Zusatzstoffen innig vermischt. Man erhält so ein Suspensions-Konzentrat, aus welchem durch Verdünnen mit Wasser Suspensionen jeder gewünschten Konzentration hergestellt werden können. Es ist oft praktischer, den Wirkstoff der Formel I und den Mischungspartner der Formel Ea, Eb, Ec, Ed, Ee, Ef oder Eg einzeln zu formulieren und sie dann kurz vor dem Ausbringen in Applikator im gewünschten Mischungsverhältnis als "Tankmischung" im Wasser zusammenzubringen.
In den folgenden Tabellen 1 und 2 bedeuten die Substituenten R22 und R^ jeweils Wasserstoff.
Tabelle 1 : Herbizide der Formel Ia
O w o
(Ia)
?' ^ ? CH, CH '.3
worin W für die Gruppen
Verb.Nr. R59 Rßo Q1 W Smp.[°C]
1.004 H H OCOMe Wi
1.005 H H OCOCH= :CHCH3 t
1.008 F H OCOEt W,
1.011 F Cl OH w7
1.014 Cl H OCOMe Wi
1.015 Cl H OCO-cyc- Propyl Wi
1.018 Me H OCO-nPr t
1.019 Me H OCO-i-Butyl W,
Verb.Nr. R R
55
99 RR
6Ö
0O QQ,i W Smp.[°C]
1.023 OMe H OCO-n-Pentyl Wi
1.026 Cl F OCO-n-Butyl Wi
1-027 C Cll C Cll O OHH W Wii 199-200
1.028 Cl Cl H ,
1-029 C Cll C Cll O OCCOO--nn--HHeexxyyll W Wii 90-92
1.030 - H H w2
1.031 H - OH w3
1.032 (1 -Thienyl) - CN w3
1.033 (1 -Furyl) - CN w3
1.034 (1 -Furyl) - OH w3
1.035 Phenyl - CN w3
1.036 Phenyl - OH w3
1.037 Phenyl - H w3
1.038 (4-F-Phenyl) - OH w3
1.039 (4-Cl-Phenyl - OH w3
1.040 (4-Br-Phenyl) - OH w3
1.041 (4-C1-1- - COOEt w
3
1.042 Cl H OCO-n-Hexyl Wi
1.044 Cl Cl OCOCH3 Wi
1-045 C Cll C Cll O OCCOO--nn--PPeennttyyll W Wii 89-91
1.046 Cl Cl OCO-cycl.-Propyl Wi
1.047 Cl Cl OCOCH=CH-CH3 W,
1.048 Cl Cl OCH2CH=CH2 Wi
1-049 C Cll C Cll F F ti 185-186
1.050 OCH3 Cl H w,
labeile 2: Herbizide der Formel Ib
worin W für die Gruppen (W2) oder
Verb.Nr R59 βo Qi Q2 W A Smp. [°C]
2.002 H - H H w
3 OH
2.005 Me H H H W
T O-Benzyl 2.006 H H CN H
I OH
2.009 H H CONH2 H W, OMe 2.010 H H COOEt H i COOEt
Verb. r RS9 ÖO Qi Q
2 w A Smp. [°C]
2.015 OMe H =0 w. OMe
2.016 Cl F =0 . OMe
2.017 Cl Cl =0 w, OMe
2.018 - H =0 w2 OMe
2.021 Cl H =0 w, O-n-Pr
Verb. R59 ÖO Qi Q2 w A Smp
Nr. . [°C]
2.024 H H =0 W, 0-CH(CH3)CH=CH2
2.027 Me H =0 Wi O-benzyl
2.028 OMe H =0 i 0-CH
2CCH
2.030 - H =0 w2. O-s-Bu 1
2.031 - H =0 w2 O-Li* 210
2.035 Me H =0 ! 0-Li+
2.042 Cl H OH H Wi 0-Li
+ 205-208
2.044 OMe H OH H W, 0-Na
+
2.046 H - OH H w3 o-κ+
2.047 - H OH H w2 o-κ+
Verb. R 59 R, 60 w Smp.
Nr. [°C]
2.054 Cl Cl o W, 0-Na
+ 260 264
2.055 H - o w3 0-Na+ 2.056 H - o w3 0-Na+ 2.057 - H o w2 0-Caι/2 + 2.058 H H o Wi 0-+NH3CH(CH3)2 179 (Zers
2.059 F H o Wi 0" +NH2(CH(CH3)2)2 2.060 Cl H o Wi 0" +NH2(CH3)2 2.061 Me H o Wi 0- +NH2(CH2 CH2 )2 2.062 OMe H o Wi 0 +NH3CH2CH2CH3 2.063 Cl F o W, 0 +NH3CH(CH2)2 2.064 F Cl o Wi 0 +NH3(CH2)3CH3 2.065 Cl Cl o Wi 0" +NH3CH(CH3)2 194- 196
2.066 H =o W2 0 +NH3(n-Hexyl)
2.067 H H =o WΪ NH-phenyl
2.068 Cl H =o i NHCH3 Harz
Verb. R ■59 Rso w Smp.
Nr. [°C]
2.070 OMe H :0 Wi N(CH
2CH
3)
2 2.071 Cl F =o Wi NHCH(CH
3)
2
2.073 - H OH H w
2 NH
2 2.074 - H OH H w
2 NHCH
3 127- 129
2.075 - H OH H w2 N(CH3)2 2.076 - H :0 w2 NHCH2CH3 2.077 - H rO w2 N(CH3)CH2CCH 2.078 - H OH H w2 NH-(n-Propyl) 2.079 - H OH H W2 NH-(n-Hexyl) 2.080 - H OH H W2 NH-(3-OMe-benzyl) 2.081 - H OH H w2 NH-(4-iPr-phenyl) 2.082 - H =o W2 N(CH3)-phenyl 2.083 - H OH H W2 NHNHC(CH3)3 109- 110
2.084 - H OH H W2 NHNH(4-Cl-phenyl) 149- 150
2.085 - H OH H w2 NHNH(2,4-F, 2- phenyl)
2.086 - H OH H w2 NHCH2C(CH3)CH3 2.087 - H OH H w2 NHCH(CH3)CH20 Me
2.088 - H =o w2 N(CH3)CH2COOEt 2.089 - H =o w2 N(CH3)CH2CONH2 2.090 H - H H w3 NHCH(CH3)COOEt 97 <S>-Form
Verb. 59 R≤o Qi Q2 W A Smp
Nr. [°C]
2.091 H H H w3 NHCH(Et)COO- Harz tBu
2.092 phenyl CN H 3 OCH3
2.093 (4-OMe- CN H w3 OCH3 phenyl)
2.094 (1-thienyl) CN H w3 OCH3
2.095 (1 -furyl) CN H w3 OCH3
2.096 phenyl CN OH w3 OCH3
2.097 (4-C1- COOEt OH w3 OCH2CH3
1 -thienyl)
2.098 (1-furyl) =0 w3 OCH3
2.099 phenyl =0 w3 OCH3
2.100 phenyl =0 w3 OCH2CH3
2.101 phenyl =0 w3 O-nPr
2.102 phenyl =0 3 O-n-Bu
2.103 phenyl =0 w3 O-benzyl
2.104 (4-Cl-l-thienyl) - =0 w3 O-nPr
2.105 (4-Cl-l-thienyl) - =0 • W3 O-iPr
2.106 (4-F-phenyl) =0 w3 OCH2CH3
2.107 (4-F-phenyl) =0 w3 O-nPr
2.108 (4-F-phenyl) =0 w3 O-i-Pr
2.109 (4-F-phenyl) =0 w3 O-allyl
2.110 (4-F-phenyl) =0 w3 N(CH2CH3)2
Verb. R59 Rβo Qi Q2 W A Smp
Nr. [°C]
2.111 (4-Cl-phenyl) - =0 w3 OCH2CH3
2.112 (4-Cl-phenyl) - =0 w3 O-nPr
2.113 (4-Cl-phenyl) - =0 w3 O-i-Pr
2.114 (4-Cl-phenyl) - =0 w3 O-allyl
2.115 (4-Cl-phenyl) - =0 w3 S-CH2CH3
2.116 (4-Br-phenyl) - =0 w3 O CH2CH3
2.117 (4-OMe-phenyl) - =0 w3 O CH2CH3
2.118 (4-OMe-phenyl) - =0 w3 O-nPr
2.119 (4-OMe-phenyl) - =0 w3 O-i-Pr
2.120 - H OH H w2 O Li+ 250
2.121 - H =0 w2 NHCH2- C(CH3)=CH2
2.122 - H =0 w2 N(CH3)2 124- 126
2.123 - H =0 w2 N(CH3)-CH2- CH3
2.124 - H =0 w2 NH-NH- Phenyl
Zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Mitteln besonders geeignete Safener sind in den folgenden Tabellen aufgeführt.
Tabelle 3: Safener der Formel Ila:
3.01 Cl -CH(CH
3)-C
5Hιι-n 3.02 Cl -CH(CH
3)-CH
2OCH
2CH=CH
2 3.03 Cl H
Tabelle 4: Safener der Formel üb
Verb. Nr. R2 R3 R4 R
4.01 CH3 Phenyl 2-Cl H CH 4.02 CH3 Phenyl 2-Cl 4-C1 CH 4.03 CH3 Phenyl 2-F H CH 4.04 CH3 2-Chlorphenyl 2-F H CH 4.05 C2H5 CC13 2-Cl 4-C1 N 4.06 CH3 Phenyl 2-Cl 4-CF3 N 4.07 CH3 Phenyl 2-Cl 4-CF3 N 4.08 CH3 2-Fluorphenyl 2-Cl H CH
Tabelle 5: Safener der Formel He :
Verb. Nr. R
9 R 10 R
8 R
fi R
7
5.01 CH3 CH3 CH3 2-Cl 4-C1 5.02 CH3 C2H5 CH3 2-Cl 4-C1 5.03 CH3 C2Hs C2H5 2-Cl 4-C1
Tabelle 6: Safener der Formel πh:
Verb. Nr. Rl4
Tabelle 7: Safener der Formel Ee:
Verb. Nr. R 17 Rl8 Rι +Ri8
7.001 CH2=CHCH2 CH2=CHCH2
CH,
7.003
CH, CH,
Verb. Nr. R
17 Rι
8 R17+R
18
Tabelle 8: Safener der Formel Ef:
Verb. Nr. R20 R19
8.01 H CN
8.02 Cl CF3
Tabelle 9: Safener der Formel Eg:
Verb. Nr. R: 21
9.01 H
9.02 CH3
Besonders bevorzugte erfϊndungsgemäße Mittel enthalten als Safener die Verbindung Nr. 3.01 und als Herbizid eine Verbindung ausgewählt aus den Verbindungen 2.090, 2.091, 2.065, 1.020, 1.013, 1.012 , 2.054, 2.120, 2.122, 1.045, 2.034 und 2.042.
Die in den Tabellen 3 bis 9 aufgeführten Safener und ihre Herstellung sind z. B. aus EP-A-492 366, WO 91/7874 und WO 94/987 bekannt. Die Fähigkeit der Safener der Formel Ea, Eb, Ec,
Ed, Ee, Ef oder Eg, Kulturpflanzen vor der phytotoxischen Wirkung von Herbiziden der Formel I zu schützen, wird in den folgenden Beispielen veranschaulicht.
Biologische Beispiele
Beispiel Bl: Postemergente phytotoxische Wirkung der Herbizide der Formel I und der Mischungen der Herbizide mit den Safenern der Formel E auf Weizen: Unter Gewächhausbedingungen wird Weizen in Kunststofftöpfen bis zum 4-Blattstadium angezogen. In diesem Stadium werden zum einen die Herbizide allein als auch die Mischungen der Herbizide mit den Safenern auf die Testpflanzen appliziert. Die Applikation erfolgt als Λväßrige Suspension der Prüfsubstanzen gemäß Beispiel F8 mit 500 1 Wasser/ha. Die Aufwandmengen für die Herbizide betragen 4000, 2000, 1000 und 500 g/ha, die Aufwandmenge für die Safener 60 g/ha. 14 Tage nach der Applikation wird mit einer Prozentskala ausgewertet. 100 % bedeutet Testpflanze abgestorben, 0% bedeutet keine phytotoxische Wirkung. Die Resultate zeigen, daß die Safener die durch die Herbizide verursachte Schädigung der Kulturpflanze deutlich reduzieren. Beispiele für die Reduktion der phytotoxischen Wirkung der Herbizide durch die Safener der Formel Ea bis Ee sind in der folgenden Tabelle Bl gegeben:
Tabelle Bl: Postemergente phytotoxische Wirkung auf Weizen:
Die Aufwandmenge des Safeners in der folgenden Tabelle beträgt 60 g AS/ha.
Herbizid Aufwandmenge Safener Phytotoxische Wirkung in %
Verb.Nr. Herbizid [g/ha] Verb.Nr,
1.002 4000 — 30
1.002 4000 3.01 0
1.002 2000 — 15
1.002 2000 3.01 0
1.002 1000 — 5
1.002 1000 3.01 0
1.002 500 — 0
1.002 500 3.01 0
1.003 4000 — 45
1.003 4000 3.01 10
1.003 2000 30
1.003 2000 3.01 0
1.003 1000 20
1.003 1000 3.01 0
1.003 500 5
1.003 500 3.01 0
Dieselben Resultate werden erhalten, wenn man die Verbindungen der Formel I gemäß den Beispielen Fl bis F7 formuliert.