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DE99154C - - Google Patents

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Publication number
DE99154C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate
piano
soundboard
tone
sound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT99154D
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English (en)
Publication of DE99154C publication Critical patent/DE99154C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/06Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musik-Instrumente.
EDMUND SYHRE in DRESDEN. Resonanzplatte für Klaviere.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1897 ab.
Um den Klavierton zu runden, zu füllen und zu reinigen und dadurch bei älteren Klavieren dem matt gewordenen Ton wieder aufzuhelfen, hat man eine oder auch mehrere Platten entweder vor oder hinter bezw. unter dem Saitenbezug, oder wohl auch unter dem Resonanzboden so angebracht, dafs sie mit dem einen oder anderen der Theile des Klavieres, welche auf die Tonerzeugung von Einflufs sind, in unmittelbarer Verbindung stehen.
Durch eingehende Versuche will der Erfinder festgestellt haben, dafs durch diese starre Verbindung einerseits die tonerzeugenden Theile und andererseits die zum Zweck der Verbesserung der erzeugten Töne angebrachten Platten in ihrer Schwingungsthätigkeit gehemmt werden , dafs ferner durch diese Hemmung die Fülle und Rundung des Tones leidet, und dafs demzufolge nur ein verkleinerter Ton erzeugt wird. Ein Klavier ohne solche Platten erklingt daher mindestens ebenso voll, wie ein solches mit Platten, die mit den tonerzeugenden Theilen fest verbunden sind.
Hinter oder unter dem Resonanzboden angebrachte Platten, mögen dieselben isolirt sein oder nicht, sollen verdumpfend auf den Ton wirken, weil sie den Ton gerade an derjenigen Stelle nicht herauslassen, von welcher aus er sich am freiesten und reinsten entfalten soll, nämlich an der dem Saitenbezug angewendeten Seite des Resonanzbodens bei aufrecht stehenden Klavieren, z. B. an der hinteren Fläche des Resonanzbodens. Eben darum rückt man in Magazinen und Musikzimmern Pianinos möglichst von der Wand ab.
Auf Grund der durch seine Versuche gewonnenen Erfahrung hat Erfinder, für die zur Erzielung einer Füllung und Rundung des Tones an Klavieren anzubringenden Platten folgende Neuerungen getroffen.
Eine, wie aus Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung ersichtlich, an ihrem oberen Theil gewölbte, an ihrem unteren Theil ebene, metallene Platte α erhält eine Breite, die nur wenig mehr beträgt als die volle Breite des gesammten Saitenbezuges des Instrumentes. Dieser Platte giebt man durch ein hierzu geeignetes Verfahren eine hohe Spannung, um sie klangreicher zu machen.
Damit diese metallene Platte α bei ihrer Anbringung in einem Instrument weder auf dessen zur Tonerzeugung beitragenden Theile irgend einen hemmenden Einflufs auszuüben vermag, noch andererseits von diesen Theilen nicht beeinflufst werden kann, wird sie, wie aus Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung zu ersehen, unmittelbar hinter der vorderen Gehäusewand so aufgehängt, dafs sie mit keinem Theil des Instrumentes in unmittelbare Berührung tritt, also frei schwebend. Dabei kommt der ebene Theil der Platte α annähernd parallel zum Saitenbezug s zu stehen, während ihr gewölbter Theil, über die Mechanik hinweggreifend, gegen den Saitenbezug hinneigt.
Zum Zweck der frei schwebenden Aufhängung der Platte α ist dieselbe, wie Fig. 3 zeigt, zwischen zwei Schienen bb eingespannt; für die Enden dieser Schienen sind an den Seitenwänden des Klaviergehäuses Unterstützungen anzubringen.
Von besonderem Nutzen soll die Anbringung einer solchen metallenen Platte . bei älteren, im Ton geschwächten Instrumenten sein, weil sie bei solchen eine Hebung des Tones herbeiführt. Mit Rücksicht auf die bei solchen älteren Instrumenten ganz verschieden liegenden Tonbildungsverhältnisse mufs die Platte, ihrer Stellung nach, diesen ohne Schwierigkeit anzupassen sein. Es mufs daher der gewölbte Theil der Platte a in seiner Höhenlage über der Mechanik m, ihr ebener Theil in den geeigneten Abstand vom Saitenbezug s gebracht und die Platte mehr nach rechts oder links gestellt werden können, letzteres je nachdam entweder der Discant oder der Bafs der Stärkung mehr bedarf.
Eine Vorrichtung, mittelst welcher die Platte von jedem Laien im Klavier in die für ihre günstigste Wirkung geeignete Stellung gebracht werden kann, ist in Fig. 3 und 4 der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Die vorteilhafteste, am ausgiebigsten für die Verbesserung des Klaviertones wirkende Stellung der Platte wird durch das Gehör ermittelt.
Die erwähnte Vorrichtung besteht im Wesentlichen in Auflagen c, die an den Seitenwänden des Klaviergehäuses so angebracht sind, dafs sie sich in senkrechter Richtung verstellen lassen. Auf diesen Auflagen ruhen die Enden der die Platte α haltenden Schienen b b. Mittelst der Auflagen c kann die Platte α in der Höhe durch Vor- oder Zurückschieben der Schienen b auf den Auflagen c in der Entfernung vom Saitenbezug und durch Verschieben der Platte α zwischen den Schienen b mehr nach rechts oder mehr nach links eingestellt werden.
Durch die frei schwebende Anordnung der Platte α im Klavier werden weder dessen tonerzeugenden Theile, noch auch die Platte selbst in ihrer Bethätigung gehemmt.
Bei richtiger Einstellung der Platte wirkt dieselbe in der Weise tonveredelnd für das Klavier, dafs in ihr Aliquottöne hervorgerufen und diese durch den Resonanzboden in verstärktem Mafse wiedergegeben werden, so dafs nun die von den Saiten hervorgebrachten Töne voller und runder zu Gehör kommen. Zugleich macht die Platte die von der Mechanik erzeugten störenden Geräusche für den Spieler unhörbar.
Mit der gleichen Wirkung, den Klavierton durch Hervorbringung von Aliquottönen zu verbessern, läfst sich die frei schwebende metallene Platte auch zwischen dem Saitenbezug und dem Resonanzboden anordnen.
Vortheilhaft für die zu erzielende Wirkung der Platte wird es sein, wenn man dieselbe in der Stärke von einer Seite nach der anderen hin verjüngt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Resonanzplatte für Klaviere, welche vor dem Saitenbezug (s) oder auch zwischen diesem und dem Resonanzboden, nur an ihren Enden unterstützt, im Uebrigen aber frei schwebend angebracht ist, und deren oberer bezw. bei Flügeln vorderer Theil sich in einer Wölbung den Saiten zuneigt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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