DE972321C - Elektromedizinisches Reizstromgeraet - Google Patents
Elektromedizinisches ReizstromgeraetInfo
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- DE972321C DE972321C DES21532A DES0021532A DE972321C DE 972321 C DE972321 C DE 972321C DE S21532 A DES21532 A DE S21532A DE S0021532 A DES0021532 A DE S0021532A DE 972321 C DE972321 C DE 972321C
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61N—ELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
- A61N1/00—Electrotherapy; Circuits therefor
- A61N1/18—Applying electric currents by contact electrodes
- A61N1/32—Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents
- A61N1/36—Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents for stimulation
- A61N1/36014—External stimulators, e.g. with patch electrodes
- A61N1/3603—Control systems
- A61N1/36034—Control systems specified by the stimulation parameters
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Description
- Elektromedizinisches Reizstromgerät Die Erfindung betrifft ein elektromedizinisches Reizstromgerät mit einem sekundär die Reizspannung liefernden Transformator, dessen Primärwicklung über einen elektromagnetischen Unterbrecher an das Netz angesclllossen ist. Solche Geräte werden zur Stellung der Diagnose oder zur Behandlung von Patienten mit Reizströmen entsprechender Frequenz und Dauer verwendet. Die Reizströme, d. h. periodische Ströme von gewünschter Kurvenform, werden in der Praxis durch Einwirkung von mechanischen, elektromagnetischen oder elektronischen Vorrichtungen auf den Nutzstromkreis oder auf einen mit dem Nutzstromkreis elektrisch verbundenen Stromkreis erzeugt, da es sich gezeigt hat, daß Behandlungsströme mit sich verändernder Intensität auf die behandelte Person eine günstige Wirkung ausüben. Die Modulation kann durch periodische Unterbrechung des Behandlungsstromes erzielt werden.
- Bei bekannten Geräten wird diese periodische Unterbrechung durch periodisches Ansteigen bzw.
- Abfallen des Nutzstromes bewirkt, das durch das abwechselnde Ein- bzw. Ausschalten des Heizstromes einer im Unterbrecherkreis liegenden Röhre erzeugt wird. Der Reizstrom eines derartigen Gerätes kann jedoch nur annähernd sinusförmig moduliert werden. Eine Rechteckmodulation kann mit einem solchen Gerät nicht erzielt werden.
- Die Erfindung bezweckt ein Gerät zu schaffen, dessen dem Patienten zugeführte Reizspannung leicht regelbar ist und in Frequenz und Impulsweite in weiten Grenzen verändert werden kann.
- Gemäß der Erfindung wird dies bei einem Reizstromgerät mit einem sekundärseitig die Reizspannung liefernden Transformator, dessen Primärwicklung über einen elektromagnetischen Unterbrecher an das Netz angeschlossen ist, dadurch erreicht, daß die Erregerwicklung des Unterbrechers über einen Gleichrichter und einen veränderbaren Widerstand aus der Primärwicklung des Transformators gespeist wird und daß die mit dem Widerstand in Reihe geschaltete Wicklung durch einen Kondensator überbrückt ist.
- Diese Anordnung bringt über die gewünschten Wirkungen hinaus den weiteren Vorteil, daß durch vollständige Isolierung des Nutzstromkreises von der Netzspannung die Sicherheit des zu behandelnden Patienten erheblich erhöht wird.
- Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann bei Verwendung einer Glühkathodenröhre als Gleichrichter für die Erzeugung der Heizspannung der Röhre ein besonderer, von dem Transformator für die Reizspannung galvanisch getrennter Netztransformator vorgesehen sein. Die Anordnung eines zweiten Transformators zur Erzeugung der Heizspannung für die Röhre überwindet das störende Moment der Wiedererwärmung der nach dem Ausschalten der Heizspannung erkalteten Kathode der Röhre.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Schaltung des erfindungsgemäßen Reizstromgerätes dargestellt, und zwar zeigt Fig. I die Schaltung eines Reizstromgerätes mit einem Netztransformator und Fig. 2 eine schematische Schaltung eines Gerätes mit einem zusätzlichen Transformator zur Erzeugung der Röhrenheizspannung.
- Der Transformator T des Reizstromgerätes wird durch einen Kontakt C gesteuert, der im primären Stromkreis des Transformators angeordnet ist und unter der Wirkung einer Spule B steht. Der Kontakt C ist im Ruhezustand, d. h. bei Stromlosigkeit des Gerätes geschlossen. Die Spule B ist in den von den entsprechenden Wicklungen des Transformators T gespeisten Diodenstromkreis D eingeschaltet.
- Diese Wicklungen sind von den Speisewicklungen des Reizstromgerätes eIektrisch isoliert.
- Ein Widerstand R liegt in dem Anodenstromkreis mit der SpuleB in Reihe, und eine Kapazität liegt der Reihenschaltung der Spule B und des Widerstandes R parallel.
- Der Widerstand R und die Kapazität K können einstellbar sein. Es ist dann vorteilhaft, dieselben durch Gruppen von beliebig wählbaren oder kombinierbaren Widerständen oder Kondensatoren zu bilden.
- Wenn der Kontakt C geschlossen ist, ist auch der Primärstromkreis geschlossen, und es fließt ein Strom im Anodenstromkreis der Röhre durch den Widerstand R und die Spule B hindurch, und der Kondensator K lädt sich. Die Dauer dieses Stromflusses hängt insbesondere von den Werten R und K ab. Das Offnen des Kontaktes C erfolgt nach einer Zeit, die von diesen Elementen und den mechanischen Eigenschaften des Kontakts C abhängt.
- Wenn der Kontakt C geöffnet ist, entlädt sich der Kondensator K durch die Spule B und den Widerstand R, was eine schnelle Rückkehr des Kontaktes C in den Ruhezustand verhindert. Diese Verzögerung hängt von den Charakteristiken von B, K und R ab sowie von den mechanischen Eigenschaften von C.
- Durch die Änderung des elektrischen Wertes des Widerstandes R und der Kapazität K oder der elektrischen Werte nur eines dieser Schaltelemente kann die Erregung und die Dauer der Stromimpulse im Nutzstromkreis des elektromedizinischen Reizstromgerätes einfach geändert werden. Bei Verwendung eines Regel- oder Stufenwiderstandes und eines entsprechend bemessenen Dreh- oder Stufenkondensators erfolgt die Änderung also nur durch Drehung an zwei Einstellknöpfen.
- Bei der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform werden zwei Transformatoren zum Speisen des elektromedizinischen Gerätes verwendet. Der Transformator T1 liefert die niedrigen Heizspannungen der Röhren, und der Transformator T2 liefert die Hochspannung. Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende Vorrichtung kann dann nur beim Transformator T2 angewendet werden, wie dies schematisch in der Fig. 2 dargestellt wird. um die Nachteile zu vermeiden, die sich aus der Erhitzung der Röhren ergeben können. In diesem Falle hängt die Form des Reizstromes bei seiner Schließung und seiner Ausschaltung von den Charakteristiken der Kapazitäten und der Filterdrossel ab.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Elektromedizinisches Reizstromgerät mit einem sekundärseitig die Reizspannung liefernden Transformator, dessen Primärwicklung über einen elektromagnetischen Unterbrecher an das Netz angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerwicklung (B) des Unterhrechers über einen Gleichrichter (D) und einen veränderbaren Widerstand (R) aus der Primärwicklung des Transformators (T) gespeist wird und daß die mit dem Widerstand (R) in Reihe geschaltete Wicklung (B) durch einen Kondensator (K) überbrückt ist.
- 2. Gerät nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung einer Glühkathodenröhre als Gleichrichter (D) für die Erzeugung der Heizspannung der Röhre ein besonderer, von dem Transformator (T2) fiir die Reizspannung (HT) galvanisch getrennter Netztransformator (T,) vorgesehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 389 64I, 535 934; österreichische Patentschrift Nr. I44229; »Ergebnisse der Physiologie«, München, 34, I932, 5. 583 bis 677.In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. Sog 701.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
FR972321X | 1950-01-19 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE972321C true DE972321C (de) | 1959-07-02 |
Family
ID=9515880
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DES21532A Expired DE972321C (de) | 1950-01-19 | 1951-01-13 | Elektromedizinisches Reizstromgeraet |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE972321C (de) |
Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE389641C (de) * | 1922-07-11 | 1924-02-13 | Reiniger Gebbert & Schall Akt | Geraeuschdaempfende Unterbrecheranordnung |
DE535934C (de) * | 1929-06-23 | 1931-10-17 | Koch & Sterzel Akt Ges | Einrichtung zur Erzeugung von periodisch ansteigendem und abfallendem pulsierenden Gleichstrom oder faradischem Strom aus einem Wechselstrom |
AT144229B (de) * | 1933-04-10 | 1936-01-10 | Martha Dr Bruenner-Ornstein | Kurzwelleneinrichtung zur Erzeugung modulierter Schwingugen im Behandlungskreis. |
DE809701C (de) * | 1948-01-03 | 1951-08-02 | Stanley Jay Sarnoff | Einrichtung zur Anregung physiologischer Funktionen bei Lebewesen, insbesondere bei Menschen |
-
1951
- 1951-01-13 DE DES21532A patent/DE972321C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE389641C (de) * | 1922-07-11 | 1924-02-13 | Reiniger Gebbert & Schall Akt | Geraeuschdaempfende Unterbrecheranordnung |
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DE809701C (de) * | 1948-01-03 | 1951-08-02 | Stanley Jay Sarnoff | Einrichtung zur Anregung physiologischer Funktionen bei Lebewesen, insbesondere bei Menschen |
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