DE961772C - Verfahren und Anordnung zum Verdampfen von auf Traegermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden Metallen, insbesondere Aluminium im Hochvakuum - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Verdampfen von auf Traegermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden Metallen, insbesondere Aluminium im HochvakuumInfo
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- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
AUSGEGEBEN AM 11. APRIL 1957
V9306VII48b
Für die Überführung von Metallen, z. B. Aluminium, die auf Trägerstoffe, z. B. Papierbahnen,
im Hochvakuum aufgedampft werden sollen, sind Schiffchen zur Aufnahme einer bestimmten Menge
des zu verdampfenden Metalls bekannt, die direkt oder indirekt erwärmt werden. Das Metall wird
den Schiffchen z. B. in fester oder flüssiger Form laufend zugeführt, um demgemäß auch einen gleichmäßigen
kontinuierlichen Verdampfungsprozeß zu erhalten. Die Schiffchen bestehen zumeist aus Carbiden
oder Boriden verschiedener Metalle, z. B. aus Titancarbiden oder Zirkoniumboriden.
Solche Carbide sind jedoch sehr spröde. Häufig kommt es vor, daß sie schon nach mehrmaligem
Aufheizen und wieder Abkühlen platzen, wodurch sie unbrauchbar werden. Hingegen hilft auch ein
sehr langsames Anheizen nicht, weil sich die auf dem Sinterwege hergestellten Carbide, jedenfalls
für die Verwendung als Verdampfungsschiffchen, kaum in solch gleichmäßiger Struktur herstellen
lassen, daß beim Erwärmen jegliche Wärmespannung der Schiffchen vollständig vermieden wird.
Es wurde nun gefunden, daß dieser Mißstand dadurch vermieden werden kann, daß die Temperatur
der Verdampfungsbehälter insbesondere as während des Chargenwechsels stets oberhalb einer
Mindesttemperatur gehalten wird, bei welcher der Werkstoff des Behälters seine sonst vorhandene
Sprödigkeit verloren hat.
Behälter, z. B. Schiffchen, die in dieser Weise behandelt bzw.- betrieben werden, haben eine sehr
viel größere Lebensdauer, die praktisch nur durch
die Auflösung des Werkstoffes durch das zu verdampfende
Metall, z. B. Aluminium, begrenzt wird. Doch ist es möglich, in einfacher Weise auch diesen
Nachteil zu überwinden, indem man in bekannter Weise Carbide oder Boride, welche besonders
gegenüber dem zu verdampfenden Metall, z. B. Aluminium, beständig sind, verwendet.
Vorteilhafterweise werden nach der weiteren Erfindung die Verdampfungsbehälter während der
ίο Zeit, in der sie bei oder oberhalb der bestimmten Mindesttemperatur gehalten werden, in einer besonderen
Vakuumkammer untergebracht, die z. B. an die eigentliche Bedampfungskammer angeschlossen,
z. B. angeflanscht ist oder aus einem einzigen Teil mit ihr besteht, wobei zweckmäßigerweise
zwischen der Bedampfungskammer und der Schiffchenkammer eine entsprechend große, abschließbare
Öffnung vorgesehen ist.
Würden die Schiffchen auf oder oberhalb der Mindesttemperatur gehalten und hierbei der Atmosphäre
ausgesetzt werden, so würde etwa noch anhaftendes Material oxydieren und eventuell der
Werkstoff des Schiffchens in Mitleidenschaft gezogen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind aus der Darstellung sowie der folgenden Beschreibung zu
entnehmen.
In der Vakuumkammer 1 wird das z. B. bandförmige Material 2, z. B. Papierband, bedampft.
Die Kammer weist innen eine Trennwand 3 mit einer Durchtrittsöffnung 4 auf, die mittels eines
Deckels 5 verschlossen werden kann
Das das zu verdampfende Material, z. B. Aluminium, aufnehmende Schiffchen 6 wird von den
eigenen Stromzuführungen 7,8 gehalten Das zu verdampfende Metall wird in Form eines Drahtes 9
von der Vorratsrolle 10 mittels der Förderrolle 11
dem Schiffchen 6 zugeleitet.
An dem Stutzen 12 der Vakuumkammer wird
ein Ventil 13 die Vakuumpumpe, z. B. eine Diffusionspumpe 14, angeschlossen, die zugleich zum
Evakuieren der Bedampfungskammer 15 verwendet werden kann. Mit Hilfe des zwischen der Diffusionspumpe
14 und dem Anschlußstutzen 16 für die Bedampfungskammer 15 vorgesehenen Absperrventile
17 ist es möglich, die Bedampfungskammer auf Atmosphärendruck zu fluten, wobei die weiterhin
in Betrieb befindliche Diffusionspumpe 14 bei geöffnetem Ventil 13 über den Saugstutzen 12 die
das Schiffchen 6 enthaltende andere Kammer 18 der eigentlichen Bedampfungsanlage unter Hochvakuum
hält.
Wird das Ventil 13 geschlossen, so kann auch diese Kammer 18 auf Atmosphärendruck geflutet
werden, so daß ζ. B. die Vorratsrolle des Metalldrahtes von außen her ausgewechselt werden kann.
Bei entsprechend großer Vorratsrolle lassen sich entsprechend viele Chargen zur Bedampfung der
verschiedenen Stoffe fahren, wobei stets die Temperatur des Schiffchens 6 bei oder oberhalb der
vorbestimmten kritischen Temperatur gehalten werden kann.
Die Arbeitsweise mit der dargestellten und beschriebenen
Anlage gestaltet sich etwa wie folgt: Die Bedampfungskammer 15, in welche das zu
metallisierende Band läuft, wird in üblicher Weise unter Vakuum gesetzt. Der Deckel 5 wird geöffnet,
da sich die das Schiffchen 6 enthaltende Kammer 18 bereits auf Hochvakuum befindet. Die Temperatur
des Schiffchens wird von der zuvor erwähnten kritischen Temperatur bis zur Verdampfungstemperatur schnell gesteigert, der von der Rolle 10
kommende Nachschub eingeschaltet, das zu metallisierende Band 2 in Bewegung gesetzt und somit
kontinuierlich bedampft.
Die ständige Aufheizung des Schiffchens auf die erfindungsgemäß zu wählende Mindesttemperatur
kann es erforderlich machen, zumindest die Kammer 18 der Anlage z. B. mit Wasser besonders zu
kühlen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Verdampfen von auf Trägermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden
Metallen, insbesondere Aluminium im Hochvakuum, bei welchem das Metall aus es in
fester oder flüssiger Form aufnehmenden, offenen Behältern, z. B. Schiffchen, heraus verdampft
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur d'eser vorzugsweise aus Carbiden
oder Boriden, z. B. Titancarbiden oder Zirkoniumboriden,
bestehenden Behälter auch während der Zeit des Chargenwechsels stets oberhalb einer Mindesttemperatur gehalten gs
wird, welche dem Werkstoff des Behälters seine sonst vorhandene Sprödigkeit nimmt.
2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Behälter, z. B. Schiffchen, in einer von der Bedampfungskammer gesonderten
Vakuumkammer angeordnet werden, die z. B. mit der Bedampfungskammer über eine verschließbare
Öffnung unmittelbar verbunden ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©■««fc 658/232 10.56
(609 855 4. 57)
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEV9306A DE961772C (de) | 1955-08-06 | 1955-08-06 | Verfahren und Anordnung zum Verdampfen von auf Traegermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden Metallen, insbesondere Aluminium im Hochvakuum |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DEV9306A DE961772C (de) | 1955-08-06 | 1955-08-06 | Verfahren und Anordnung zum Verdampfen von auf Traegermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden Metallen, insbesondere Aluminium im Hochvakuum |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE961772C true DE961772C (de) | 1957-04-11 |
Family
ID=7572622
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEV9306A Expired DE961772C (de) | 1955-08-06 | 1955-08-06 | Verfahren und Anordnung zum Verdampfen von auf Traegermaterial wie Papierbahnen aufzubringenden Metallen, insbesondere Aluminium im Hochvakuum |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE961772C (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1255439B (de) * | 1963-10-09 | 1967-11-30 | Telefunken Patent | Vorrichtung zum Aufdampfen von Schichten im Vakuum |
DE1298381B (de) * | 1963-12-23 | 1969-06-26 | Ibm | Bedampfungseinrichtung zur Herstellung duenner Schichten |
EP0008807A1 (de) * | 1978-09-13 | 1980-03-19 | Elektroschmelzwerk Kempten GmbH | Vorrichtung und Verfahren zum diskontinuierlichen oder kontinuierlichen thermischen Bedampfen von Formteilen oder Bandmaterial |
-
1955
- 1955-08-06 DE DEV9306A patent/DE961772C/de not_active Expired
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE1255439B (de) * | 1963-10-09 | 1967-11-30 | Telefunken Patent | Vorrichtung zum Aufdampfen von Schichten im Vakuum |
DE1298381B (de) * | 1963-12-23 | 1969-06-26 | Ibm | Bedampfungseinrichtung zur Herstellung duenner Schichten |
EP0008807A1 (de) * | 1978-09-13 | 1980-03-19 | Elektroschmelzwerk Kempten GmbH | Vorrichtung und Verfahren zum diskontinuierlichen oder kontinuierlichen thermischen Bedampfen von Formteilen oder Bandmaterial |
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