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Registriereinrichtung für eine Echolot-Sende- und Empfangseinrichtung
Bei
der Erfindung handelt es sich um eine Registriereinrichtung für eine Echolot-Sende-
und Empfangseinrichtung, bei welcher die Schallwellen beim Schließen eines Steuerkreises
im Sendeteil der Einrichtung erzeugt werden und auf den Schreibstift der Registrieranordnung
elektrische, in Abhängigkeit vom Empfang der reflektierten Schallwellen erzeugte
Impulse übertragen werden. Dabei ist der Schreibstift an einem endlosen, durch einen
Antriebsmotor bewegten Band befestigt und fährt so in wiederkehrender Aufeinanderfolge
quer über ein gleichfalls, jedoch in senkrechter Richtung dazu bewegtes Aufzeichnungspapier,
wobei das Band ferner ein bewegliches Betätigungselement einer Schalteinrichtung
trägt, deren Schaltelement gerätefest an vorgegebenen Stellen der Bewegungsbahn
des Schaltelementes angeordnet ist und der Steuerkreis beim gegenseitigen Berühren
beider Elemente der Schalteinrichtung geschlossen wird.
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Die bekannten Geräte dieser Art haben sich in mehrfacher Hinsicht
als unzulänglich erwiesen, indem ein als endloses Band dienender Riemen nicht gegen
Brechen und Gleiten geschützt ist. Bei einer bekannten Ausführung ist zwar ein umlaufendes
endloses Band aus einem flexiblen Material vorgesehen. Dieses Band trägt aber nicht
einen Schreibstift, sondern schmale Spiegel, die Lichtimpulse bei der Aussendung
und beim Empfang des Signals auf eine Skala reflektieren und den Zeitablauf zwischen
der Aussendung und dem
Empfang durch Verschiebung der Spiegel infolge
Bewegung des Bandes an der Skala entlang zum Ausdruck bringen.
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Bei bekannten Ausführungen, bei welchen der Schreibstift an dem endlosen,
von einem Antriebsmotor bewegten Band befestigt ist, ist aber zu bedenken, daß Metallriemen
erforderlich waren, um eine elektrisch leitende Verbindung mit dem Stift herstellen
zu können. Die Räder oder Scheiben zum Antrieb des Bandes sind bei einer bekannten
Ausführung mit das Band einfassenden Führungsrändern versehen. Hierbei sind außerdem
die mit dem Band in Berührung kommenden Teile von den Naben der Räder oder Scheiben
isoliert. Ferner muß bei den bekannten Ausführungen ein Gleiten des Riemens vermieden
werden, weil anderenfalls der synchrone Lauf des Stiftes mit dem die Übertragung
der Schallimpulse zeitlich einstellenden Kontakt- oder Schaltwerk empfindlich gestört
wird. Deshalb sind zum Schutz gegen Gleiten besondere Maßnahmen zu treffen, die
einen zusätzlichen Aufwand bedeuten und die Fertigung des Gerätes verteuern sowie
dessen Bedienung unter Umständen erschweren.
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Die Erfindung zeigt einen Weg, auf dem es gelingt, diese Mängel zu
beseitigen. Gemäß der Erfindung geschieht dies dadurch, daß bei einer Registriereinrichtung
der eingangs geschilderten Art das endlose Band aus nachgiebigem, nichtmetallischem
Material besteht, über Reibungsantriebsglieder bewegt wird und an dem den Schreibstift
aufweisenden Teil ein mit letzterem verbundenes Bürstenelement trägt, welches beim
Bewegen des Schreibstiftes über den registrierenden Papierstreifen, über ein gerätefestes,
leitendes Segment (Kontaktbahn) gleitet, welches parallel zum Band in einer etwa
der Breite des Papierstreifens entsprechenden Länge angeordnet und ständig mit dem
Ausgang des Empfangsteiles der Sende- und Empfangseinrichtung verbunden ist.
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Ein Antrieb über Reibungsglieder ist in der Praxis wesentlich einfacher
als ein Zahnradantrieb, wie er bei bekannten Einrichtungen benutzt wird. Die bei
der Erfindung in Anwendung kommenden Rollen sind glatt und arbeiten stoßfrei. Sie
weisen keine Löcher auf, und beim Auftreten von Schlupf kann daher keine Beschädigung
des Bandes auftreten. Wesentlich ist bei der Erfindung gegenüber den bekannten Einrichtungen
auch die Tatsache, daß durch die vorgeschlagenen Maßnahmen Schlupfbewegungen des
den Schreibstift und ein Schaltelement tragenden Bandes keine Unzuträglichkeiten
verursachen können, weil das Schaltelement den Steuerkreis stets in einer unveränderlichen
Phasenbeziehung zur Lage des Schreibstiftes schließt. Mit der Verwendung eines nachgiebigen,
nichtmetallischen und daher nichtleitenden Bandes ist insofern ein Vorteil verknüpft,
als die bei den bekannten Anordnungen bestehende Gefahr von Brüchen des Bandes praktisch
vermieden ist. Die Übertragung der elektrischen Impulse auf den am nichtleitenden
Band befestigten Schreibstift ist bei der Erfindung in besonders einfacher Weise
gelöst.
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Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand eines Ausführungsbeispiels
gemäß den Zeichnungen im einzelnen erörtert, und zwar zeigt Fig. I eine Gesamtansicht
einer Echolotregistriereinrichtung gemäß der Erfindung, Fig. 2 einen Schnitt gemäß
II-II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt gemäß III-III der Fig. 2, Fig. 4 einen Schnitt
gemäß IV-IV der Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt gemäß V-V der Fig. 4, Fig. 6 einen
Schnitt gemäß VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt gemäß VII-VII der Fig. 4, Fig.
8 ein Schaltschema für den elektrisch arbeitenden Schreiber.
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Ein das Gerät aufnehmendes Gehäuse 10 besteht aus einem hinteren
Teil II und einem vorderen Deckelteil 12. Beide Teile sind mittels einer Gummidichtun
13 gegeneinander abgedichtet. Der Deckel 12 zeigt ein Fenster 14 zur Beobachtung
der Aufzeichnung auf einem Papierstreifen 15. Durch eine Öffnung I6 im Deckel 12
ist eine Schalttafel 17 zugänglich, die zur elektronischen Einrichtung I8 gehört
und zwei Einstellknöpfe I7I, I72, einen Schalter 173 und einen Spannungsmesser 174
zur Anzeige der Netzspannung aufweist. Ein Riegel 19 hält den Deckel 12 geschlossen.
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Die Papierbahn Ig (Fig. 4) wird von einer Antriebsrolle 20 langsam
von rechts nach links bewegt. Dabei greifen an Stifträdern 2I der Antriebsrolle
20 vorgesehene Stifte in Löcher 22 des Papierstreifens ein.
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Nach Passieren der Rolle 20 gelangt die Papierbahn 15 zu einer Aufwickelrolle
23 (Fig. 7), die von der Rolle 20 durch Riemenscheiben 24 und 25 und durch einen
gekreuzten Riemen 26 angetrieben wird. Die Rolle 20 wird mit gleichbleibender Geschwindigkeit
von einem kleinen Elektromotor 28 angetrieben, der ein Uhrwerks-Synchronmotor sein
kann, in welchem ein Untersetzungsgetriebe eingebaut ist. Das Papier kann durch
Führungsidammern 30 mit.der Rolle 20 an beiden Enden derselben in festem Eingriff
gehalten werden.
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Das Aufzeichnungspapier I5 kann von verschiedener Art sein. Zweckmäßigerweise
verwendet man eine Papierart, bei welcher ein Zeichen auf dem Papier erscheint,
wenn dieses einer elektrischen Entladung ausgesetzt wird. Die gewünschten Aufzeichnungen
werden dann durch Anlegung einer geeigneten Spannung zwischen der Tragplatte 3I,
auf welcher sich das Papier bewegt, und einem Drahtstift 32 auf dem. Papier erhalten,
wobei sich der Stift 32 in wiederkehrenden Zeitintervallen mit gleichbleibender
Geschwindigkeit über das Papier bewegt. Der Stift 32 wird von einem Riemen 33 getragen,
der selbst von zwei Riemenscheiben 34 und 35 getragen wird, wobei sich der Drahtstift
32 quer auf dem Papier von oben nach unten und dann hinter dem Papier von unten
nach oben zurückbewegt. Einzelheiten über die Anbringung des Drahtstiftes 32 auf
dem Riemen und das Entstehen der Aufzeichnung sollen weiter unten beschrieben werden.
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Das Aufzeichnungspapier wickelt sich von einer Vorratsrolle 37 (Fig.
7) ab und bewegt sich über einer Führungsplatte 38 nach dem Rand der Tragplatte
3I fort, die eine Fortsetzung der Führungsplatte 38 bildet.
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Um den Papierstreifen 15 in geeigneter Weise gespannt zu halten, damit
er sich flach gegen die Tragplatte 3r legt, kann eine Spannvorrichtung verwendet
werden,
die aus einer nahezu schraubenlinienförmigen oberhalb und
unterhalb des Papierstreifens an der Führungsplatte 38 befestigten Feder 40 besteht.
Wie Fig. 4 am besten zeigt, erweitert sich diese Feder von einem kleineren Durchmesser
an jedem Ende zu einem größeren Durchmesser in der Mitte, so daß jede Federwindung
ungefähr mit gleicher Kraft gegen des Papier drückt.
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Wie bereits erwähnt, wird der Riemen 33 über zwei Riemenscheiben
35 und 34 gespannt, wobei die Riemenscheibe 34 eine Antriebsscheibe und die Riemenscheibe
35 eine lose Scheibe ist. Wie gezeigt, ist die Riemenscheibe 34 mit einem Elektromotor
42 gekuppelt. Die Antriebskupplung zwischen der Motorwelle 43 und der Riemenscheibe
34 besteht nach der Zeichnung aus einer auf der Motorwelle angebrachten Nabe 44
mit einem radialen Schlitz, in welchen ein von der Riemenscheibe 34 getragener Kurbelzapfen
45 eingreift. Beide Scheiben werden von Wellenstümpfen drehbar getragen, die ihrerseits
an ihrem rechten Ende vom Rahmen der Maschine getragen werden.
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Wie bereits erwähnt, ist es nicht nötig, daß der Riemein 33 elektrisch
leitend ist, so daß er aus einem geschmeidigen nichtmetallischen Stoff, wie z. B.
aus einem gummierten Gewebe, bestehen kann, das der Biegung einen geringen Widerstand
entgegensetzt und eine lange Lebensdauer besitzt.
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Der Stift 32 und eine zusätzliche Drahtbürste 47 sind beispielsweise
durch Schweißung an den entgegengesetzten Seiten 49I und 492 eines rechtwinkligen
Metallrahmens 49 befestigt, der einen Stiftwagen bildet.
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Die beiden anderen Seiten 493 und 494 dieses Rahmens 49 sind mit Zapfenöffnungen
495 versehen, in welche die kegelförmigen Enden einer Zapfenstange 50 eindringen,
deren Mittelteil in einem am Riemen 33 beispielsweise durch Vulkanisation befestigten
Block5I aus Gummi oder dgl. eingebettet ist. Der Block 51 besteht vorzugsweise aus
einem verhältnismäßig weichen, biegsamen Stoff, so daß er sich verformen kann, um
sich beim Durchgang über die Riemenscheiben 34 und 35 an deren Krümmung anzupassen.
Es hat sich ferner als zweckmäßig herausgestellt, daß die mit dem Riemen 33 in Berührung
kommende Oberfläche des Blockes 51 in der Weise vorbereitet wird, daß sie sich an
die Krümmung der Riemenscheiben anpaßt.
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Die Einrichtung mit der Zapfenstange 50 und dem Rahmen 49 bildet
einen leichten Träger für den Stift 32 und die Bürste 47, wobei der Träger in der
nötigen Weise schwingt, um den Stift 32 gegen das Papier und die Bürste 47 gegen
die mit ihr zusammenwirkenden (noch zu beschreibenden) Teile fest anzudrücken. Der
Rahmen 49 läßt sich von der Zapfenstange 50 leicht und schnell dadurch lösen, daß
man einfach die Seiten 49I und 492 zwischen den Fingern quetscht, wodurch die Seiten
494 und 493 sich ausbiegen und die Enden der Zapfenstange freigeben. Ein anderer
stifttragender Rahmen läßt sich einsetzen, indem man umgekehrt verfährt.
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Die Bürste 47 hat einen doppelten Zweck: Erstens dient sie dazu,
die Erzeugung des zu übertragenden Schallimpulses einzuleiten, und zweitens stellt
sie die elektrische Verbindung zwischen dem Stift 32 und dem zugehörigen Erregungsstromkreis
her.
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Während des größten Teils der Bewegung des Stiftes 32, bei der dieser
quer über das Papier 15 gleitet (s. Abb. 4), bewegt sich die Bürste 47 längs eines
elektrisch leitenden Bahnstückes bzw. eines leitenden Segmentstückes 52, dessen
Enden derHauptrahmen trägt. Am oberen Ende ist dieses Bahn- bzw.
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Segmentstück durch eine Schraube 54 an einem Isolierblock 55 befestigt,
der an seinen Enden vom Hauptrahmen getragen wird. Seinerseits ist der Block 55
durch Schrauben 56 an einem Rahmenelement 57 befestigt. An seinem unteren Ende ist
das Segment 52 durch eine Schraube 58 mit einem Isolierblock 59 verbunden, der durch
Schrauben 60 an einem Rahmenelement 6I befestigt ist. Um eine lotrechte Einstellung
des Segments 52 zu ermöglichen, greifen die Schrauben 56 in Schlitze 55I ein, die
im Isolierblock 55 vorgesehen sind, während die Schrauben 60 in lotrechte Schlitze
59I des Isolierblocks 59 eingreifen.
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An dem Segment 52, und zwar von diesem isoliert, ist ein Anlaufkontakt
oder -segment 63 befestigt, der bzw. das mit dem Segment 52 durch die Bürste 47
vorübergehend elektrisch verbunden ist, wenn diese Bürste die zwischen diesen beiden
Teilen vorhandene Spalte überbrückt, um den übertragenen Impuls einzuleiten. Dieses
Anlaufsegment 63 ist beispielsweise durch zwei Niete 63I an einem dünnen Isoliermaterialstreifen
64 befestigt, der über dem Segment 52 angeordnet und an diesem befestigt ist. An
seinem unteren Ende greift der Isolierstreifen 64 in eine im Segment 52 (Abb. 2)
vorgesehene Nute 522 ein, die das untere Ende des Streifens festhält. An dem oberen
Ende des Streifens 64 wird das Segment 52 durch eine gabelförmige Federklammer 70
festgehalten, deren beide Schenkel einen zungenförmigen Teil 641 umfassen und in
zwei Schultern 642 eingreifen. An ihrem oberen Ende erstreckt sich die Federklammer
70 zwischen dem Segment 52 und dem Isolierblock 55, der dieses trägt, wobei die
Federklammer 70 zwischen dem Segment 52 und dem Block 55 durch die Schrauben 54
festgeklemmt ist.
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Aus der Fig. 2 geht hervor, daß der untere Rand des Segments 63 von
dem anliegenden Teil des Segments 52 nur wenig entfernt ist und daß die Bürste 47
an ihrer Berührungsstelle eine Krümmung 47I aufweist, so daß sie bei ihrem Übergang
vom Anlaßsegment 63 zum Segment 52 diese beiden Segmente vorübergehend miteinander
verbindet. Wie weiter unten erklärt, wird dadurch das Aussenden eines Wellenimpulses
bewirkt. Es genügt, hier zu bemerken, daß in dem Augenblick, in welchem die Bürste
47 den Kontakt 63 und das Segment 52 miteinander verbindet, eine Schallwelle ausgesendet
wird, wobei gleichzeitig ein Impuls durch das Segment 52 und durch die Bürste 47
sowie durch den Stiftrahmen 49 dem Stift 32 mitgeteilt wird, wodurch letzterer längs
dem oberen Ende des Papierstreifens ein Zeichen 71 erzeugt. Wenn das Echo des ausgesandten
Impulses zurückkehrt, so wird es empfangen und verstärkt und dem Segment 52 und
dann von diesem über die Bürste 47 und den Rahmen 49 dem Stift 32 mitgeteilt, um
ein anderes Zeichen 72 auf dem Papierstreifen zu erzeugen. Die Entfernung
zwischen
einem beliebigen Zeichen 72 und dem Zeichen 7I entspricht dem von der Schallwelle
zurückgelegten Weg, der von der Schallquelle zum Widerhallpunktv (der gewöhnlich
der Meeresboden ist) und von dort zurück führt. Die Linie7I ist selbstverständlich
eine gerade Linie, da sie lediglich durch die Lage des Stiftes 32 in dem Augenblick
bestimmt wird, in dem die Bürste 47 die beiden Segmente 63 und 52 miteinander verbindet.
Da dieser Übergang der Bürste 47 vom Segment 63 zum Segment 52 den Zeitpunkt der
Aussendung der Schallwelle bestimmt, so muß der Stift 32 stets mit dem ausgesandten
Zeichen synchron laufen. Die Lage des Zeichens 72 ist natürlich veränderlich, da
sie vom Weg abhängt, den die Welle bis zum Widerhallpunkt zurückzulegen hat.
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Betrachtet man nun das Schaltungsschema der Abb. 8, so sieht man,
daß das Anlaufsegment63 durch einen Leiter 74 und über einen Kondensator 75 mit
dem Steuergitter 76I einer gittergesteuerten Entladungsröhre 76 verbunden ist, deren
Kathode 762 geerdet und mit einem zweiten Gitter 763 verbunden ist. Die Anode 764
der Röhre ist über einen Widerstand 77 mit der positiven Klemme einer Stromquelle
78 verbunden. Die Anode 764 ist ebenfalls über einen Kondensator 79 mit der Anzapfung
801 der veränderlichen Selbstinduktion 80 verbunden, welche an einem Ende geerdet
ist und deren beide Enden durch ein Kabel 8r mit einem Druckkristallübertrager 82
verbunden sind, wobei dieser in einigem Abstand vom Apparat im Steuerkasten bzw.
Schreibergehäuse 10 angeordnet ist. Es wird angenommen, daß der Druclrkristallübertrager
eine Kapazität besitzt, die durch die zu einem Kondensator 821 gehörende gestrichelte
Linie angedeutet ist. Desgleichen besitzt das Kabels eine Kapazität, die bei 8II
angedeutet ist. Diese beiden Kapazitäten 811 und 821 sind es, die die Induktionsspule
80 auf die Resonanz der Übertragungsfrequenz abstimmen, welche 50000 Hertz betragen
kann.
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Selbstverständlich hängt die Gesamtkapazität des Kabels 8I von der
Länge dieses Kabels ab. In der Praxis ist es oft zweckmäßig, die Vorrichtung mit
einem Kabel 81 fester Länge auszurüsten, das den Resonanzkreis mit der Selbstinduktion
80 abstimmt.
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Wenn die Kabellänge größer als nötig ist, so wird der Kabelüberschuß
nicht abgeschnitten, sondern aufgewickelt. Leichte Abweichungen in der Abstimmung
können durch Regelung der Selbstinduktion 80 korrigiert werden, die, wie gezeigt,
veränderlich ist.
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Das nicht geerdete Ende der Selbstinduktion 80 ist über einen Widerstand
84 mit der Zuführung zu einem Verstärker 85 verbunden, der von üblicher Bauart sein
kann, wobei die Eingangsverbindung mit dem Steuergitter 86I der ersten Röhre 86
des Verstärkers und die Ausgangsverbindung 87 über die Anode 88r der letzten Röhre
88 des Verstärkers erfolgt. Der Anodenstrom wird von der Stromquelle78 der Austrittsklemme
87 über eine Selbstinduktion go zugeführt, zu welcher ein Widerstand 89 parallel
geschaltet ist. Die Austrittsklemme 87 ist durch einen Kondensator 91 mit dem Segment
52 verbunden, wobei ein Widerstandgz parallel zu dem KondensatorgI geschaltet ist.
Das Aulaufsegment 63 ist über einen schwachen Widerstand 93 (s. Fig. 8) von z. B.
I000 Ohm geerdet.
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Die elektrische Einrichtung arbeitet wie folgt: Der Anlaßkontakt
63 ist für gewöhnlich offen, und eine Batterie 94 legt das Gitter 761 (über einen
Gitterwiderstand 95) an eine hinreichend negative Vorspannung, um die Röhre zu sperren,
so daß kein Strom zwischen der Kathode 762 und der Anode 764 fließt. Unter diesen
Bedingungen erhält die Anode 764 eine positive Spannung, die der vollen Spannung
der StromquelIe 78 entspricht, wobei auch der Kondensator 79 geladen wird. In dem
Augenblick, in welchem die Bürste 47 das Anlaufsegment 63 mit dem Segment 52 verbindet,
wird der Stromkreis von der Stromquelle 78 über den Widerstand 89 bzw. die Selbstinduktion
go, den Kondensator 91, die Kontaktsegmente 52, 63 und den Widerstand 93 geschlossen,
so daß der Kondensator 91 aufgeladen wird. Durch den Ladestromimpuls entsteht am
Widerstand 93 ein Spannungsabfall, der derart wirkt, daß er dem Steuergitter 76I
der Entladungsröhre 76 über den Kondensator 75 einen positiven Spannungsimpuls mitteilt,
so daß die Röhre 76 gezündet wird, die somit den Kondensator 79 entlädt. Der Entladestrom
fließt vom Kondensator 79 über die Entladungsröhre 76 gegen Erde und von dort über
einen Teil der Selbstinduktion 80 zum zweiten Belag des Kondensators 79 zurück,
so daß dieser Stromimpuls in dem Teil der Selbstinduktion 80, der zwischen der Anzapfung
80I und Erde liegt, ein magnetisches Feld aufbaut, dessen Energie in dem Schwingkreis
einige gedämpfte Schwingungen erzeugt, wobei der Druckkristallübertrager 82 durch
diese Energie erregt wird, der dann Schallwellenimpulse gleicher Frequenz ausstrahlt.
Die Schwingungen werden ferner dem Verstärker 85 zugeführt, dort verstärkt, über
den Kondensator 9I an das Segment 52 geführt und von diesem der Bürste 47 und dem
Stift 32 mitgeteilt, um ein Zeichen für die Anlauflinie 7I auf dem Papierstreifen
15 zu erzeugen.
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Während die Schallwelle ihren Weg nach dem Widerhallpunkt und zurück
nimmt, bewegen sich der Stift 32 und die Bürste 47 nach unten, wobei die Bürste
47 auf dem Segment 52 gleitet, so daß der Stift 32 stets mit dem Verstärker 85 verbunden
ist.
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Wenn das Impulsecho zurückkommt und vom Druckkristallübertrager 82
empfangen wird, so wird die resultierende elektrische Welle dem Verstärker 85 zugeführt,
der die verstärkte Welle erzeugt, die auf dem Papierstreifen an der Stelle, an der
sich der Stift 32 zu dieser Zeit befindet, ein Zeichen für die Tiefenlinie 72 erzeugt.
Erst nach einer gewissen Zeit, wenn die Bürste 47 wieder vom Segment 63 zum Segment
52 übergeht und hierbei die beiden Segmente vorübergehend miteinander verbindet,
wird der Gasentladungsröhre wieder ein positiver Impuls zugeführt, der den Schwingkreis
von neuem anregt und eine weitere Anzeige bewirkt.
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Es ist zu bemerken, daß der an das Gitter 761 angelegte Impuls die
Gasentladungsröhre zum Zünden bringt. Der Kondensator 79 entlädt sich über die Röhre
76, bis diese wegen der geringen Spannung
erlischt. Danach lädt
sich der Kondensator 79 über den Widerstand 77 auf, aber die Gasentladungsröhre
76 zündet nicht wieder, weil das Gitter 761 wieder eine negative Vorspannung besitzt.
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Der im Eingangskreis des Verstärkers 85 angeordnete Widerstand 84
begrenzt die Amplitude der diesem zugeführten positiven Impulse während der Aussendung
eines Impulses und verhindert jede Beschädigung des Gitters 861 des Verstärkers.
Der Wert dieses Widerstandes kann 0,1 Megohm betragen. Der Widerstand 89 des Ausgangskreises
des Verstärkers, der parallel zu der Abstimmspule 90 liegt, kann einen Widerstandswert
von 0,1 Megohm erhalten, so daß der Widerstand, auf den der Verstärker stößt, hervorgerufen
durch die Bewegung des Stiftes 32 gegen das Papier und von diesem weg, nicht besonders
verändert wird. Der Widerstand 92 besitzt einen verhältnismäßig hohen Widerstandswert
in der Größenordnung von IO Megohm, und sein Hauptzweck besteht darin, den Kondensator
91 während der Ruhezeit zu entladen, wenn der Stift vom Papier abgehoben ist.
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Der Widerstand 93 kann einen Wert von ungefähr IOOO Ohm erhalten,
welcher im Vergleich mit dem Widerstand des Papierstreifens 15 gering ist.
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Es ist besonders zu bemerken, daß, abgesehen vom Papierantrieb (Motor
28), der unvermeidlich ist, die einzigen bewegten Teile der Riemen 33 und dessen
beide ihn tragende Riemenscheiben 34 und 35 sind.
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Alle Fernkontakte, Umschalter und Getriebe, die synchron mit dem Stift
betätigt werden müssen, sind vermieden. Hierdurch wird nicht nur der Herstellungspreis
der Vorrichtung verringert, sondern dadurch wird auch erreicht, daß die Vorrichtung
weniger störanfällig ist, weil sie nur wenige bewegte Teile besitzt; ferner werden
auch die Unterhaltungskosten verringert und die Unterhaltung selbst vereinfacht.
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Das in der Beschreibung und in den Patentansprüchen benutzte Wort
»Schall« ist so zu verstehen, daß es Schallwellen bezeichnet, die in Medien, wie
Wasser, Luft u. dgl., entstehen und sich zur Messung von Entfernungen eignen, und
zwar unabhängig davon, ob deren Frequenz innerhalb oder über oder unterhalb der
Hörfrequenz liegt.
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Obgleich zur Erläuterung der Erfindung eine besondere Ausführungsform
derselben beschrieben und dargestellt wurde, so kann der Fachmann selbstverständlich
im Rahmen der Erfindung an dieser Ausführungsform Abänderungen vornehmen, und die
Erfindung beschränkt sich nicht auf-die Einzelheiten, die beschrieben und dargestellt
wurden.
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PATENTANSPROCHE: I. Registriereinrichtung für eine Echolot-Sende-und
Empfangseinrichtung, bei welcher die Schallwellen beim Schließen eines Steuerkreises
im Sendeteil der Einrichtung erzeugt werden und auf den Schreibstift der Registrieranordnung
elektrische, in Abhängigkeit vom Empfang der reflektierten Schallwellen erzeugte
Impulse übertragen werden, welcher Schreibstift an einem endlosen, durch einen Antriebsmotor
bewegten Band befestigt ist und so in wiederkehrender Aufeinanderfolge quer über
ein gleichfalls, jedoch in senkrechter Richtung dazu bewegtes Aufzeichnungspapier
fährt, wobei das Band ferner ein bewegliches Betätigungselement einer Schalteinrichtung
trägt, deren Schaltelement gerätefest an vorgegebenen Stellen der Bewegungsbahn
des Schaltelementes angeordnet ist und der Steuerkreis beim gegenseitigen Berühren
beider Elemente der Schalteinrichtung geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das endlose Band (33) aus nachgiebigem, nichtmetallischem Material besteht,
über Reibungsantriebsglieder (34) bewegt wird und an dem den Schreibstift (32) aufweisenden
Teil ein mit letzterem verbundenes Bürstenelement (47) trägt, welches beim Bewegen
des Schreibstiftes (32) über den registrierenden Papierstreifen (I5), über ein gerätefestes,
leitendes Segment (52) (Kontaktbahn) gleitet, welches parallel zum Band (33) in
einer etwa der Breite des Papierstreifens (I5) entsprechenden Länge angeordnet und
ständig mit dem Ausgang des Empfangsteiles (85) der Sende- und Empfangseinrichtung
verbunden ist.