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Teilstrommesser
Die Erfindung betrifft einen Teilstrommesser und bezweckt
an erster Stelle eine Anordnung mit einem Registrier- (Schreib-) Gerät, insbesondere
mit einem solchen Gerät; das die Wurzelwerte des Wirkdruckes vermerkt, zu schaffen,
bei der die Genauigkeit der Anzeige auch bei längerer Gebrauchsdauer nicht leidet.
Zu diesem Zweck ist in der Teilstromleitung . zwischen dem Strömungsteiler und dem
Gaszähler (Teilstrommengenzähler) mindestens eine Blende vorgesehen, deren Wirkdruck
auf ein Registrier-(Schreib-) Gerät einwirkt, vorzugsweise auf ein Registriergerät,
das die Wurzelwerte des Wirkdruckes vermerkt. Weiter besteht die Erfindung darin,
daß das Registriergerät durch je eine Zweigleitung vor und hinter der Blende mit
der Teilstromleitung verbunden ist.
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Es ist bereits ein Teilstrommesser bekannt, bei dem zwischen dem Strömungsteiler
und dem Gaszähler eine Kapillardrossel vorgesehen ist, deren Staudruck sich durch
nur eine Leitung auf ein Registrier-(Schreib-)Gerät überträgt. Diese Bauart ist
auf die Dauer wenig betriebssicher, weil die Kapillardrossel zur Verstopfung neigt.
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Ist ferner ein größerer Strömungswiderstand zwischen der Blende und
der Ausströmung vorhanden, z. B. der eines Gasmessers, und ist der Staudruck an
der Blende gleichzeitig so klein, daß dieser Widerstand entsprechend fälschend den
Staudruck verkleinert, was bei geringen statischen Drücken in der Hauptleitung der
Fall ist, so sinkt,
wenn das Registriergerät durch nur einen Anschluß
mit der Teilstromleitung verbunden ist, die Durchfluß geschwindigkeit des Teilstroms
am Strömungsteilervenbil unter die Schallgeschwindigkeit, und der Staudruck kann
durch eine Druckwelle in den Strömungsteiler eindringen und die Teilstrommenge fälschen.
Diese Fehlerquelle wird dadurch beseitigt, daß das Registrier-(Schreib-)Gerät vor
und hinter der Blende durch je eine Zweigleitung mit der Teilstromleitung verbunden
ist.
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Die Zeichnung bringt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
und in Fig. 2 eine Abänderung dazu.
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Es bezeichnet I die Hauptleitung, deren in Richtung des Pfeiles 2
strömende Durchflußmenge anzuzeigen, zu registrieren und/oder zu zählen ist.
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Zu diesem Zweck ist in dieser Leitung eine Blende3 oder ein anderes
Staugerät vorgesehen, vor und hinter der von der Hauptleitung I Zweigleitungenq
oder 5 abzweigen, von denen 4 mit einer Blende 6 versehen ist. Die Leitungen 4 und
5 führen zu den beiden Räumen 8 oder 9 eines Strömungsteilers 7, dessen Membran
mit 10 und dessen Ventilkörper mit II bezeichnet ist. Der Ventilkörper 11 dient
zum Regeln der Teilstrommenge, die aus 8 durch eine Leitung I2 dem Gaszähler 13
zufließt.
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In der Leitung 12 ist nun eine Blende 14 oder ein anderes nicht laminares
Staugerät vorgesehen, dessen Wirkdruck sich durch vor und hinter der Blende abzweigende
Zweigleitungen. 15 oder 16 auf das Registriergerät I7 überträgt. Dieses ist vorzugsweise
ein solches, das die Wurzelwerte des Wirkdruckes anzeigt und vermerkt.
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Fig. 2 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform.
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Bei dieser entfällt die Zweigleitung I6, und die Zweigleitung 15
führt zu einem Doppelhahn .20, an den außerdem drei weitere Leitungen angeschiossen
sind, nämlich die zum Registriergerät I7 führende Zweigleitung 2I und zwei Leitungen
22 und 23; diese führen zu den beiden Räumen 24 oder 25 eines durch eine Blasenscheidewand
27 unterteilten Behälters 26. Der Doppelhahn zo ist nun so eingerichtet, daß er
in der einen seiner beiden Stellungen einerseits die Leitungen 15 und 22 und andererseits
die Leitungen 21 und 23 miteinander verbindet, während er in der anderen Stellung
einerseits die Leitungen 15 und 23 und andererseits die Leitungen 21 und 22 miteinander
verbindet. 28 und 29 bezeichnen je ein Fenster in den Räumen 24 oder 25, durch die
hindurch die Blasenscheidewand 27 beobachtet werden kann.
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30 deutet an, daß die der Leitung I6 des ersten Ausführungsbeispiels
entsprechende Leitung, sofern sie überhaupt vorhanden ist, vom Registriergerät her
ins Freie mündet. In besonderen Fällen kann diese Leitung aber auch entsprechend
der Leitung I6 des ersten Ausführungsbeispiels in die Leitung 12 hinter der Blende
14 zurückgeführt werden, und es kann darin eine Einrichtung 20, 22 bis 29 vorgesehen
werden wie in der Leitung I5,2I.
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Unter einer Blasenscheidewand ist eine Art Sack zu verstehen, der
einer Umstülpung nach beiden Seiten hin keinen größeren Widerstand entgegensetzt.
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Erreicht die Blasenscheidewand beim Gebrauch, z. B. durch Undichtheiten
im Registriergerät I7 oder in der Leitung2I, die eine beträchtliche Länge haben
kann, die eine oder die andere ihrer Grenzstellungen, was durch das Fenster 28 oder
29 festgestellt werden kann, so wird der Hahn 20 in die Stellung umgeschaltet, bei
der die Leitung 15 mit dem Raum 24 oder 25 verbunden wird, der entsprechend der
Lage der Scheidewand 27 jeweilig der kleinere ist. In den Leitungen 22 und 23 und
auch in den Leitungen 15 und 2I können nahe dem Hahn 20 Entwässerungseinrichtungen
vorgesehen werden.
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FATENTANSPRÜCH: I. Teilstrommesser, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Teilstromleitung zwischen dem Strömungsteiler (7 bis II) und dem Gaszähler (Teilstrommengenzähler)
(I3) mindestens eine Blende (I4) vorgesehen ist, deren Wirkdruck auf ein Reg-istrier-(Schreib-)
Gerät (I7) einwirkt, vorzugsweise auf ein Registriergerät, das die Wurzelwerte des
Wirkdruckes vermerkt, und daß das Registriergerät (I7) durch je eine Zweigleitung
(I5 oder I6) vor und hinter der Blende (I4) mit der Teilstromleitung (12) verbunden
ist.