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Metronom Die Erfindung betrifft ein Metronom mit einer an der Vorderseite
eine Lagerbrücke tragenden Skalenplatte und einem an der Rückseite der Platte befestigten
Gestell, in dem die Federhauswelle, das Steigrad und das hintere Ende der Ankerwelle
gelagert sind, deren Vorderende in der Lagerbrücke drehbar angeordnet ist. Solche
Metronome sind an sich bekannt.
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Die Gestelle der bekannten Metronome weisen an der Skalenplatte befestigte
Platinen auf, die durch mindestens drei Abstandsbolzen miteinander verbunden sind.
Der hintere, untere dieser Abstandsbolzen dient dabei als die hintere Lagerstelle
für die Ankerwelle. Diese bekannten Gestelle bestehen also aus mindestens fünf Teilen,
die durch Schrauben, Niete od. dgl. zusammengehalten sind, und durch diese vielen
Einzelteile ergibt sich eine verhältnismäßig ungenaue Anordnung der verschiedenen
Lagerstellen. Dies gilt sowohl für die Federhaus- als auch für die Steigrad- und
Ankerwelle. Außerdem ist die Herstellung eines derartigen Gestelles verhältnismäßig
teuer und umständlich.
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Die Nachteile der bekannten Konstruktion werden gemäß der Erfindung
dadurch vermieden, daß das Gestell aus einem einzigen, mit Aussparungen versehenen,
in U-Form gebogenen Blech besteht, das mit vier rechtwinklig abgebogenen Lappen
zur Befestigung an der Rückseite der Skalenplatte versehen ist. Durch diese einteilige
Konstruktion des Gestelles ergibt sich eine hohe Genauigkeit der Lagerstellen und
damit ein genaues, einwandfreies Arbeiten des Metronoms. Die Lagerstellen selbst
können nun mit einem einzigen Werkzeug aus dem noch nicht gebogenen Blech ausgestanzt
oder
mit Hilfe einer Bohrlehre gemeinsam mit der größten Genauigkeit gebohrt werden.
Außerdem ist die Herstellung derartiger Gestelle wesentlich billiger, da in der
Hauptsache nur Stanz- und Biegeoperationen erforderlich sind.
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Zweckmäßig äst es, wenn die Lagerbrücke an der Skalenplatte durch
zwei Schrauben befestigt ist, die auch die beiden unteren Lappen des Gestelles festhalten.
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Eine günstige Konstruktion ergibt sich, wenn das Gestell an seinem
hinteren Teil- zwei Querstreben aufweist, von denen die untere als Lager für das
hintere Ende der Ankerwelle dient und im Bedarfsfalle zur richtigen Einstellung
der Lagerhöhe korrigiert werden kann. Durch diese beiden Querstreben wird eine stabile
Verbindung der Seitenplatten erreicht, und außerdem ist die Lagerung des hinteren
Lagers der Ankerwelle in der unteren Strebe von großer Genauigkeit.
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Zur Unterbringung des Federhauses ist es vorteilhaft, wenn das Gestell
nach oben und der Skalenplatte zu abgeschrägt und offen ist, und wenn am Ende der
Abschrägung die Federhauswelle ,im Gestell gelagert ist.
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Um die verschiedenen Wellen axial festzulegen, können diese mit entsprechenden
Bunden versehen sein, die gegen die Wände des Gestells anstoßen. Außer diesen Bunden
können noch Federelemente in entsprechenden Ringnuten der überstehenden Enden der
Wellen vorgesehen sein. Es können je-
doch auch eine Kombination des Bundes
mit einem Federelement oder auch nur Federelemente für sich allein vorgesehen werden.
Diese zusätzliche Sicherung der Wellen ist deswegen von Bedeutung, weil bei dem
verhältnismäßig dünnen Blech des Gestells bei Auftreten eines starken Stoßes, beispielsweise
auf dem Transport oder beim Aufziehen der Feder eine Beschädigung des Gestells auftreten
k5nnte. Eine derartige Beschädigung wird nun durch die Sicherungselemente deswegen
in aller Regel verhindert, weil sich nun diese Elemente mit ihrer verhältnismäßig
großen Fläche gegen die Wand des Gestells anlegen. Eine Aufweitung der Laufgabelweite
des Gestells wird dadurch mit größter Sicherheit vermieden. Die Achsen übernehmen
damit die Funktion von Abstandsbolzen und tragen wesentlich zur Erhöhung der Stabilität
des Gestells bei.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Fig. i eine Vorderansücht eines Metronoms gemäß der Erfindung
ohne das eigentliche Gehäuse, Fig. 2 eine Seitenansicht gemäß Fig. i, Fig. 3 eine
Rückansicht gemäß Fig. i; Fiig. q. eine Seitenansicht einer Federhauswelle mit Sicherungselementen
zur Sicherung der Welle gegen Axialverschiebung und zur Sicherung der Laufgabelweite
des Gestells, Fig. 5 eine Vorderansicht gemäß Fig. r1.
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Auf der Vorderseite einer Skalenplatte io .ist mittels Schrauben i
i eine Lagerbrücke 12 befestigt. An der Rückseite der Skalenplatte io ist ein Gestell
13 befestigt, das zwei obere Befestigungslappen i4 und zwei untereBefestigungslappen
15 besitzt,- die in -bezug auf die Seitenwände des Gestells rechtwinklig nach außen
abgebogen sind. Die oberen Befestigungslappen 14 sind mittels -Schrauben 16 an der
Skalenplatte io befestigt, und in die unteren Befestigungslappen 15 greifen die
bereits erwähnten Schrauben i i derart ein, daß diese Lappen gegen die Rückseite
der Skalenplatte angepreßt werden. _ Das Gestell 13 weist zwei Seitenplatten i7
auf, die durch zwei Querstreben 18 und i9 miteinander verbunden sind. Bei 2o sind
die Seitenplatten abgeschrägt und bei 2i weisen sie je einen Durchbruch auf, wobei
jedoch ein Lagerbock 22 stehengeblieben ist.
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Die Anordnung ist nun so getroffen, daß die das Federhaus 33 tragende
Federhauswelle 24 bei 25 und 26 in den Seitenplatten 17 und die das Steigrad 27
tragende Steigradwelle 28 bei 29 und 3o in den Lagerböcken 22 drehbar gelagert sind.
Bei 31 und 32 sind die beiden Stellkreuzräder des Federhauses 33 und bei 41 die
Kupplungsfeder für die Federhauswelle 24 erkennbar. Mit 34 ist das Zahnrad des Federhauses
und mit 35 das mit diesem Zahnrad kämmende, auf der Steigradwelle 28 angeordnete
Ritzel bezeichnet. Die den Anker 36 und das Pendel 37 tragende Ankerwelle 38 ist
bei 39 in der Lagerbrücke 12 und bei 4.o im Quersteg ig gelagert.
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Die axiale Verschiebung der Wellen kann dadurch vermieden werden,
daß die Wellen mit entsprechenden inneren Bunden versehen sind, doch kann die axiale
Verschiebung auch durch Sperrelemente verhindert werden, die in entsprechende Rillen
der Wellen einschnappen, oder es können auch Bunde und Sperrelemente vorgesehen
werden. In Fig. q. ist eine mit Rillen 5o versehene Federhauswelle 5i dargestellt,
auf der Sperrscheiben 52 angeordnet sind. Bei dieser Anordnung dient die Welle zugleich
als Abstandsbolzen und verleiht dem Gestell eine erhöhte Stabilität. Derartige Sperrelemente
können auf allen im Gestell gelagerten Wellen angebracht sein.