DE937064C - Muenzfernsprecher - Google Patents
MuenzfernsprecherInfo
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- DE937064C DE937064C DES26785A DES0026785A DE937064C DE 937064 C DE937064 C DE 937064C DE S26785 A DES26785 A DE S26785A DE S0026785 A DES0026785 A DE S0026785A DE 937064 C DE937064 C DE 937064C
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Description
Die Erfindung betrifft einen Münzfernsprecher für automatische Fernsprechnetze mit in Abhängigkeit
von der Gebührzone in größeren oder kleineren Zeitabschnitten rhythmisch vom Fernsprechamt zu
einem Zählimpulsrelais ausgesandten Zählimpulsen und mit einer selbsttätigen Münzspeicher- und
Rückgabevorrichtung für mindestens zwei verschiedenwertige Aiünzsorten M1 und M2 (M1
> M2).
Es sind Münzfernsprecher bekannt, bei welchen vor Beginn der Nummernwahl Münzen im Werte
der Gebühr für die ersten 3 Minuten eingeworfen werden müssen. Nach 3 Minuten ertönt im Hörer
ein Signal, und es müssen Münzen entsprechend der Gebühr für die nächsten 3 Minuten eingeworfen
werden, andernfalls wird das Gespräch unterbrochen. Diese Münzfernsprecher sind speziell für
automatische Telephonnetze entwickelt worden, bei welchen die Gebührenerfassung pro 3 Minuten-Gesprächsdauer-Einheiten
erfolgt. Zu diesem Zweck wird das Gespräch in Zeitabschnitte von je 3 Minuten Dauer unterteilt. Zu Beginn jedes Zeitabschnittes
wird auf den in der Zentrale montierten Gesprächszähler der Kassierstation eine Impulsserie gegeben,
deren Impulszahl der Taxzone entspricht, in welcher die Verbindung aufgebaut wurde.
Diese Art Gebührenerfassung ist naturgemäß ziemlich grobstufig, da z.B. ein Gespräch von
3,1 Minuten Dauer doppelt so viel kostet als ein
Gespräch von 2,9 Minuten, Dagegen kostet ein Gespräch
von 5,9 Minuten Dauer gleich viel wie ein solches von 3,1 Minuten.
Daneben ist jedoch in neuerer Zeit auch eine andere Methode zur Gebührenerhebung in automatisdhen
Tekphonnetzen eingeführt worden, welche darin besteht, daß die Gebühr nicht durch Impulsserien
pro 3 Minuten Gesprächsdauer, sondern mit Hilfe von in einem bestimmten Rhythmus ausgesandten
Einzelimpulsen erfaßt wird. Je nach der Taxzone, in welcher die Verbindung aufgebaut
wurde, werden die Einzelimpulse in größeren oder kleineren Zeitintervallen ausgesandt, so daß. eine
viel feinstufigere Gebührenerfassung erfolgt als bei der ersterwähnten Methode. Dieser Vorteil der
feinstufigeren Gebührenerfassung geht bei Verwendung einer normalen Kassierstation wieder verloren,
da jeweils ein Betrag für eine dreiminutige Periode eingeworfen werden muß und demzufolge
bei beispielsweise 3,1 Minuten Gesprächsdauer der gleiche Betrag wie für 5,9 Minuten bezahlt werden
muß. Um eine feinere Abstufung zu erzielen, könnte man die Zeiteinheit von 3 Minuten z. B. auf
ι Minute reduzieren. Dies ist jedoch nicht praktisch,
da dann jede Minute eine oder mehrere Münzen ©ingeworfen werden müssen.
Ferner sind Münzfernsprecher für den Einwurf einer Münzsorte bekannt, bei welchen zu Beginn
des Gespräches ein Geldvorrat vorbereitend in einen Vorratsbehälter eingeworfen wird, aus
welchem zu Beginn jeder Verrechnungsperiode ein der Wertigkeit der Verbindung entsprechender
Geldbetrag automatisch entnommen wird, welcher dann in Abhängigkeit davon, ob die Zahl der vom
Amt ausgesendeten Stromstöße mit der Zahl der dem Vorratsbehälter entnommenen Münzen übereinstimmt
oder nicht, endgültig einkassiert wird oder nicht. Diese Münzfernsprecher lassen sich
jedoch nur für eine Geldsorte und nur dann anwenden, wenn die Gesprächsgebühr pro Verrechnungsperiode
dem Wert eines Geldstückes entspricht oder ein Vielfaches davon ist.
Es sind Vorrichtungen mit je einem Speicher für jede Münzsorte bekannt, wo· der Speicher einen
Dreharm hat, der sidh proportional- zu dem Wert der eingesteckten Münzen dreht. Ferner sind auch
Vorrichtungen an Netzgruppenfernsprechern bekannt, die mit rein mechanischen Mitteln die ein-"
geführten Münzen zusammenzählen. Vorliegende Erfindung betrifft einen Münzfernsprecher
für selbsttätige Fernsprechnetze mit in Abhängigkeit von der Gebührenzone in größeren
oder kleineren Zeitabschnitten rhythmisch vom Amt während der Verbindung zum Münzfernsprecher
gesandten Zählstromstößen und ermöglicht es, die Gebührenerfassung entsprechend dem Zweck dieser
Art Taxierung so feinstufig zu gestalten, als es die Größe der verschiedenen zur Verwendung gelangenden
Münzsorten gestattet.
Der erfindungsgemäße Münzfernsprecher ist gekennzeichnet durch eine mittelbar durch Einwurf
von Münzen in die Münzspeichervorrichtung in einer positiven, aber durch das Zählimpulsrelais
bei den Zählimpulsen in der negativen Drehrichtung angetriebene Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung
und dadurch, daß die Münzspeicher- und Rückgabevorrichtungen für jede Münzsorte je eine
mit Schlitzen versehene und durch einen eigenen Motor angetriebene Speicherscheibe besitzen, die
sich bei Aufnahme jedes einzelnen eingeworfenen Geldstückes um eine Schlitateilung vorwärts bewegt
und eine entsprechende Drehwinkelbewegung in der positiven Drehrichtung auf die Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung
überträgt, ferner dadurch, daß zwischen der Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung
und den Motoren nach Beendigung des Gespräches nacheinander wirkende Umschaltorgane
vorgesehen sind, mittels deren der vom Guthaben-Schuld-Register markierte Guthabenbetrag G durch
schrittweises Zurückdrehen der einzelnen Münz-Speicherscheiben und Öffnen ihrer Schlitze zurückbezahlt
wird, wobei zunächst so· viele Stücke des Münzwertes M1, als ganz in G aufgehen, und dann
vom Restbetrag so viele Geldstücke des Münzwertes M2, als ganz in diesem Restbetrag aufgehen,
ausbezahlt werden, bis entweder der Guthabenbetrag G genau zurückbezahlt ist oder ein nicht
zurückzahlbarer Rückstand R kleiner als der kleinere Münzwert M? entsteht, wobei angenommen
wird, daß in die Münzspeichervorrichtung ein aus den beiden Münzsorten M1, M2 zusammensetzbarer
Geldvorrat eingeworfen worden ist.
Es besteht also immer die Beziehung G = V—S,
G = Guthabensbetrag, V = Vorratsbetrag (Summe des eingeworfenen Münzbetrages), S = Schuldbetrag
(aufgelaufene Gesprächsgebühr).
Am Ende des Gespräches wird das zu diesem Zeitpunkt bestehende Guthaben G rückerstattet.
Diese Forderung läßt sich verhältnismäßig einfach erfüllen, wenn die Kassierstation nur für eine
Münzsorte eingerichtet ist. Bei einem zu Beginn eingeworfenen Vorrat V von beispielsweise acht
io-cts.-Stücken = 80 cts. und einer zu bezahlenden Gesprächsgebühr £ von 45 cts. beträgt das rückzuerstattende
Guthaben G = 35 cts. In diesem Fall werden am Ende des Gespräches drei io-cts.-Stücke
zurückgegeben, da der rückzuerstattende Betrag G von 35 cts. auf den nächstmöglichen Betrag, welcher
durch ιo-cts.-Stücke gebildet werden kann, in
diesem Fall also auf 30 cts., abgerundet wird.
Es werden in diesem Fall jeweils
-1 M1
Münzen zurückbezahlt, wobei JV1 immer abgerundet
wird. Dabei bedeutet N1 Anzahl der rückbezahlten
Münzen der Sorte 1, M1 Betrag einer
Münze der Sorte 1.
Schwieriger werden die Verhältnisse bei mehreren Münzsorten. Um die Auszahlung möglichst
einfach zu gestalten und trotzdem den rückzubezahlenden Betrag G bis auf einen möglichst
kleinen Differenzbetrag auszahlen zu können, schlägt die Erfindung vor, zuerst vom Guthabensbetrag G so viele Stücke der größten Münzsorte 1,
als ganz in G aufgehen, und dann vom Rest-
betrag R1 so viele Stücke der zweitgrößten, Münzsorte
2, als ganz in R1 aufgehen, auszubezahlen usw. Es bleibt am Ende noch ein nicht rückbezahlter
Restbetrag i?„ übrig, der jedoch kleiner ist als die kleinste Münzsorte Mn. Es ergibt sich
also folgende Gleichung:
G R1 R2 R
M9
Zur Veranschaulichung diene noch folgendes Zahlenbeispiel mit drei Münzsorten:
Münzvorrat V = vier 25 - cts. - Stücke + zwei io-cts.-Stücke + drei 5-cts.-Stücke = 135 cts.
Schuldbetrag 61 = 68 cts.
Schuldbetrag 61 = 68 cts.
Guthabensbetrag G = 67 cts.
Zuerst werden vom zurückzubezahlenden Betrag G = 67 cts. so viele 25-cts.-Stücke als möglich
ausbezahlt, d. h. also 2 X 25 cts. = 50 cts. Restbetrag R1 = 17 cts. Vom Betrag R1 = 17 cts. wird
noch ein io-cts.-Stück ausbezahlt, Restbetrag" i?2
= 7 cts. Vom Restbetrag R2 = 7 cts. wird noch ein
S-cts.-Stück ausbezahlt, so daß noch ein Restbetrag R3 = Rn = 2 cts. bleibt, welcher nicht ausbezahlt
werden kann.
In der Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau eines Ausführungsbeispiels für den Einwurf von 10- und
25-cts.-Münzen dargestellt. Die Fig. 2 zeigt ein Arbeitsdiagramm der Steuerkontakte 88, 90, 92^94
und 96 in Funktion des in der Kassierstation aufgespeicherten Guthaben- und Schuldbetrages. Die
elektrische Schaltung der Motoren, Relais und Kontakte geht aus der Fig. 3 hervor. Der Apparat
besteht im wesentlichen aus folgenden sechs Hauptgruppen: Geldeinwurfmechanismus 1, Hakenumschalter
mit Mikrotelephon 2, Speicher- und Rückgabemechanismus 3, Taximpulsabzahlmechanismus
4, Guthaben - Schuld - Registriereinrichtung 5 und Geldausgabe- und Kassiervorrichtung 6.
In der Ruhelage (Fig. 1) sind die Münzeinwurfschlitze
7 und 8 verriegelt, das Mikrotelephon 35 aufgehängt, die Umschaltklappe 103 in der gezeichneten
Stellung und der Guthabenanzeiger 97 auf Null.
Wünscht nun ein Teilnehmer zu telephonieren, so hebt er das Mikrotelephon 35 ab, wobei die
Feder 37 den Haken 36 nach oben zieht. Damit schiebt der Bolzen 40 den Hebel 34 in Richtung
des Pfeiles 99, und die beiden Schieber 32 und 33 schließen die Auswurf schlitze 30 und 31, welche in
den beiden Tellern 24 und 25 ausgespart sind. Die Drehbewegung der Achse 41 wird ferner auf die
Scheibe 48 über die Schraubenräder 42, die Achse 43, die Kegelräder 44, die Achse 45, die Stirnräder
46 und die Hohlachse 47 übertragen. Damit wird der Anschlag 49 aus der Nullstellung in eine Lage
weggedreht, die beispielsweise einer Drehung des Guthabenanzeigers 97 auf minus 10 cts. entspricht.
Letzterer kann also während des Gespräches einen Schuldbetrag bis zu 10 cts. anzeigen.
Mit dem Abheben des Mikrotelephons 35 schaltet auch der Kontakt 39, durch die Nase 38 des Hakens
36 betätigt, um. Damit bekommt das Verriegelungsrelais 9 Strom und zieht die Riegel 10 und 11
zurück, worauf die Einwurfschlitze 7 und 8 frei werden.
Dieses Anziehen des Verriegelungsrelais 9 geschieht nach Fig. 3 durch Schließen des folgenden
Stromkreises:
Batterie O, umgelegter Kontakt 3911, Kontakt 90,
Verriegelungsrelais 9, Batterie Minuspol.
Der Teilnehmer kann nun sein Geld einwerfen. Er wirft beispielsweise eine Münze von 10 cts. ein. 75 ·
Diese fällt durch den Kanal 14 (Fig. 1) in den Münzprüfer 16, welcher die schlechten Münzen in
bekannter Weise ausscheidet und zurückgibt. Ist die Münze jedoch gut, so fällt sie durch den Kanal
18 in einen darunterliegenden Schlitz der Speicherscheibe 20 und liegt auf dem Schieber 32 auf. Dabei
drückt die Münze gegen den Fortschaltkontakt 26, welcher folgenden Stromkreis (Fig. 3) schließt:
Batterie O, umgelegter Kontakt 3911, Kontakt
26, Motor 67 und Bremsmagnet 63, umgelegter 8s
Kontakt 391, Batterie Pluspol.
Dadurch zieht der Bremsmagnet 63 (Fig. 1) die Bremse 61 an, welche die Bremstrommel 59 freigibt.
Gleichzeitig beginnt der Motor 67 zu laufen, go Dessen Drehung wird durch die Achse 65 und das
Schneckengetriebe 57 auf die Achse 51 mit der Speicherscheibe 20 übertragen, die sich im Sinne
des Pfeiles 22 zu drehen beginnt. Damit wird die Münze durch die Speicherscheibe 20 wegtransportiert,
und der Kontakt 26 öffnet wieder. Der Motor 67 und der Bremsmagnet 63 bleiben jedoch
unter Strom, da die Nockenscheibe 53 mit der Achse 51 dreht und den Kontakt 55 schließt, bevor
der Kontakt 26 öffnet.
Der Kontakt 55 schließt dabei folgenden Haltestromkreis (Fig. 3):
Batterie 0, Kontakt 551, Motor 67 und Bremsmagnet
63, umgelegter Kontakt 391, Batterie Pluspol. 10S
Nach erfolgter Drehung der Nockenscheibe 53 (Fig. 1) um eine Teilung öffnet sich der Kontakt 55
wieder und unterbricht den oben beschriebenen Haltestromkreis des Motors 67 und des Bremsmagneten
63. Die Bremse 61 blockiert sofort die Achse 65, so daß die Achse 51 mit der Speicherscheibe
20 in ihrer augenblicklichen Lage stehenbleibt. Das io-cts.-Geldstück wurde damit genau
um eine Teilung der Speicherscheibe 20 in Riehtung des Pfeiles 22 vorwärts geschaltet (eingeschleust).
Damit befindet sich wieder ein leerer Schlitz unter dem Münzkanal 18.
Die eingeschleuste io-cts.-Münze selbst befindet sich nun genau unter dem Kontaktsatz 28, welcher
dadurch umgelegt wurde. Dieser bereitet damit die Haltung des Relais 80 vor und zeigt später bei
einer eventuellen Geldrückgabe an, daß mindestens eine io-cts.-Münze eingeworfen worden ist.
Die Drehung der Achse 51 um einen Schritt wurde aber gleichzeitig auch auf den Guthaben-
anzeiger 97 über folgende Räder und Achsen übertragen :
Kegelräder 69, Achse 71, Differentialgetriebe 73, Achse 74, Differentialgetriebe 75, Achse 77,
Klinke 82, Klinkenrad 84, Achse 86.
Die Übersetzungen sind dabei so gewählt, daß
der Guthabenanzeiger 97 direkt um einen dem Betrag der eingeworfenen Münze entsprechenden Wert
aus der Nullage gedreht wird, in angenommenen Fall also um 10 cts.
Durch die Drehung der Achse 86 haben auch die Nockenscheiben 87, 89, 91, 93 und 95 ihre Nullstellung
verlassen, und die Kontakte 88, 90, 92, 94 und 96. nehmen die in der Fig. 2 bei einem Guthabenbetrag
von 10 cts. eingezeichnete Stellung ein. Der. Kontakt 88 schließt und verbindet die Kassierstation
mit der Teilnehmerleitung.
. Der Einwurf der 25-cts.-Münzen erfolgt auf gleiche Weise, d.h. nach jedem Einwurf einer
solchen Münze dreht sich die Speicherscheibe 21 (Fig. 1) um eine Schlitzteilung in Richtung des
Pfeiles 23, und die eingeschleuste Münze betätigt den Kontaktsatz 29 analog den Vorgängen beim
Einwurf der io-cts.-Münze. Die Drehbewegung der Speicherscheibe 21 wird über folgende Räder
und Achsen auf die Guthabenscheibe 97 übertragen ·. Achse 52, Kegelräder 70, Achse 72, Differentialgetriebe
73, Achse 74, Differentialgetriebe 75, -Achse77, Klinke82, Klinkenrad-84, Achse86.
Die Übersetzungen sind so· gewählt, daß der
Drehung der Speicherscheibe 21 um eine Schlitzstellung eine Drehung der Guthabenscheibe 97 um
25 cts. entspricht.
Nach Einwurf eines beliebigen Geldbetrages (eine oder mehrere io-cts.- oder 25-cts.- oder 10-cts.-
und 25-cts.-Münzen) kann mit der Nummernzahl begonnen werden.
Hat der gerufene Teilnehmer geantwortet, so gelangen in festen Zeitintervallen einzelne Taximpulse über die Teilnehmerleitung auf das Taximpulsrelais
78, welches bei jedem Taximpuls die Achse 76 um einen bestimmten Winkelbetrag vorwärts
dreht. Diese Drehbewegung wird auf den Guthabenanzeiger 97 übertragen, und zwar über
die Achse 76, das Differentialgetriebe 75, die Achse • Jj, die Klinke 82, das Klinkenrad 84 und die Achse
86. Die Übersetzung ist dabei so gewählt, daß der Guthäbenanzeiger um den einem Taximpuls entsprechenden
Betrag von z. B. 5 cts. zurückgedreht, d. h. dem Pfeil 85 entgegenrichtet. Bei jedem Erscheinen
eines Taximpulses schließt das Taximpulsrelais 78 auch seinen Kontakt 79, wodurch das
Relais 80 über folgenden Stromkreis (Fig. 3) anzieht:
Batterie 0, geschlossener Kontakt 79, Kontakt
' 8iIV, Relais 80, Batterie Minuspol.
Das Relais 80 schließt dabei seine Kontakte 81 und hält sich über den Kontakt 8iIV in folgendem
Stromkreis:
Batterie 0, geschlossene Kontakte 2811 und 2911,
umgelegter Kontakt 8in', Relais 80, Batterie
Minuspol.
Während des Gespräches kann beliebig oft Geld nachgeworfen werden. Die Nockenscheibe 89 (Fig. 1)
sorgt jedoch mit dem Kontakt 90 dafür, daß das Verriegelungsrelais 9 abfällt und die Einwurfschlitze
7 und 8 schließt, bevor der Guthabenanzeiger 97 und mit ihm die Nockenscheiben 87,
89. 9*>
93 und 95 eine ganze Umdrehung gemacht haben, beispielsweise bei 150 cts. (s. Fig. 2). Diese
Verriegelung wird erst wieder aufgehoben, wenn nach Eintreffen weiterer Taximpulse die Achse 86
(Fig. 1) so weit zurückgedreht hat, daß der Kontakt 90 das Verriegelungsrelais 9 wieder zum Anziehen
bringt.
Wird jedoch während des Gespräches das eingeworfene Guthaben durch die ankommenden Taximpulse vollständig aufgebraucht, was sich dadurch
bemerkbar macht, daß der Guthabenanzeiger 97 unter Null dreht, so schließt der Kontakt 92
(s. Fig. 2) und betätigt eine nicht näher beschriebene Störvorrichtung, die dem Telephonierenden
anzeigt, daß sein eingeworfener Geldbetrag aufgebraucht worden ist und er wieder Geld nachzuwerfen
hat. Erfolgt dieser Münzeinwurf nicht, so unterbricht die Störvorrichtung nach einer gewissen
Zeit automatisch die Verbindung.
Hängt nach Gesprächsschluß der Teilnehmer auf und ist dabei noch ein Guthaben vorhanden, das
größer ist als der Wert der kleinsten eingeworfenen Münze, so erfolgt eine Geldrückgabe. Wenn
sowohl io-cts.- als auch 25-cts.-Mii.nzen eingeworfen worden sind, werden zuerst so viele 25-cts.-Münzen
als möglich und dann der Rest in io-cts.-Münzen zurückgegeben. Ist jedoch nur eine der beiden
Münzsorten eingeworfen worden, so kann die Geldrückgabe
nur mit Stücken dieser Sorte erfolgen. Die durch das Aufhängen des Mikrotelephons 35
(Fig. 1) erzeugte Drehbewegung der Achse 41 bewirkt mittels der Zahnradpaare 42, 44 und 46
wieder eine Drehung der Scheibe. 48, womit der Anschlag 49 den Bolzen 50 in die Nullstellung
bringt.
Entsprechend der Stellung der Nockenscheibe 93 beim Aufhängen des Mikrotelephons 35 gibt der
Kontakt 94 an, ob das Guthaben größer oder kleiner ist als 10 cts., und analog dazu markiert der Kontakt
96, ob das Guthaben größer oder kleiner als cts. ist (s. Fig. 2). Ferner markiert der Kontakt no
28 (Fig. 1), ob mindestens eine io-cts.-Münze eingeworfen worden ist oder nicht, indem die zuletzt
eingeworfene io-cts.-Münze nach dem Drehen der Speicherscheibe 20 um einen Schritt genau unter
den Kontakt 28 zu stehen kommt und diesen dabei umschaltet. Analog dazu markiert der Kontakt 29,
ob mindestens eine 25-cts.-Münze eingeworfen wurde oder nicht. Es wird angenommen, der TeIephonierende
habe sowohl io-cts.- wie auch 25-cts.-Münzen eingeworfen, und am Gesprächsende sei
ein Guthaben von' 65 cts. vorhanden.
Die Geldrückgabe geht nun folgendermaßen vor sich: Beim Aufhängen des Mikrotelephons 35
gehen die Schieber 32 und 33 wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und geben die Auswurf schlitze
und 31 frei. Ferner gibt die Nase 38 desHakens 36
die Kontaktgruppe 39 wieder frei, welche in die Ruhestellung geht.
Dabei bereitet der Kontakt 391 (Fig. 3) den
Stromkreis für den Rückwärtslauf der Motoren 67 und 68 vor, während der Kontakt 3911 den Motor 68
wie folgt anläßt:
Batterie O, Kontakt 3911, umgelegter Kontakt 96,
umgelegter Kontakt 291, Motor 68 und Bremsmagnet 64, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
10
Dadurch zieht die Bremse 62 (Fig. 1) an, und der Motor 68 dreht in schon beschriebener Weise
die Speicherscheibe 21 entgegen der Pfeilrichtung 23 zurück. Nach kurzer Drehung hat jedoch die
Speicherscheibe 21 die 25-cts.-Münze unter dem Kontakt 29 wegtransportiert, so daß dieser wieder
in die Ruhestellung umlegt. Der Motor 68 und der Bremsmagnet 64 bleiben jedoch weiterhin unter
Strom, da kurz vorher die Nockenscheibe 54, welche die Fortschaltung der Speicherscheibe um eine
ganze Schlitzteilung sicherstellt, den Kontaktsatz 56 betätigt hat, welcher folgenden Stromkreis
(Fig· 3) schließt:
Batterie O, geschlossener Kontakt 561, Motor
68 und Bremsmagnet 64, Kontakt 391, Batterie
Minuspol.
Die drehende Speicherscheibe 21 (Fig. 1) transportiert
die 25-cts.-Münze bis über den Auswurfschlitz 31, durch welchen letztere hinunterfällt und
durch den Kanal 101 in den Rückgabebecher 106
gleitet.
Diese Rückwärtsbewegung der Achse 52 wurde auch über die Kegelräder 70, die Differentialgetriebe
73 und 75, die Klinke 82 und das Klinkenrad 84 auf die Achse 86 übertragen. Damit drehen
auch die Nockenscheiben 87 bis 95 und der Guthabenanzeiger 97 um den der Münze entsprechenden
Betrag von 25 cts. zurück. Das Guthaben steht jetzt also auf 65 — 25 = 40 cts., und es muß eine
weitere 25-cts.-Münze zurückgegeben werden.
Obschon nach der Drehung der Speicherscheibe 21 um eine Teilung der Kontaktsatz 56 wieder in
die Ruhestellung umlegt und den zuletzt beschriebenen Stromkreis unterbricht, bleiben der Motor 68
und der Bremsmagnet 64 weiter unter Strom, da inzwischen wieder eine Münze beim Kontakt 29
angelangt ist und diesen erneut umgelegt hat. Weil, wie aus Fig. 2 ersichtlich, der Kontakt 96 bei
So 40 cts. immer noch in der Arbeitsstellung ist, bildet
sich der für die Geldrückgabe zuerst beschriebene Stromkreis. Die rückwärts drehende Speicherscheibe
21 (Fig. 1) befördert analog zum ersten Geldstück eine zweite 25-cts.-Münze in den Rückgabebecher
106. Damit dreht der Guthabenanzeiger 97 auf 40—25 = 15 cts. Es muß also noch eine
io-cts.-Münze rückerstattet werden.
Bei einem Guthaben von 15 cts. ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, der Kontakt 96 wieder in der
Ruhelage, der Kontakt 94 dagegen immer noch in Arbeitsstellung. Der Kontakt 96 hat damit den
Stromkreis für die Rückgabe der io-cts.-Münze vorbereitet.
Nachdem also die zweite 25-cts.-Münze in den Rückgabebecher 106 (Fig. 1) gefallen ist, dreht die
Achse 52 noch so weit, bis die Nockenscheibe 54 den Kontaktsatz 56 wieder in die Ruhestellung
umlegt und damit die Speicherscheibe 21 ihre Drehung um eine zweite Teilung vollendet hat.
Beim Umlegen des Kontaktes 561 (Fig. 3) in die
Ruhestellung wird der Haltestromkreis des Motors 68 und des Bremsmagneten 64 unterbrochen, wodurch
der Motor 68 abgebremst wird und stillsteht. Der Kontakt 5611 dagegen bringt den Motor 67 über
folgenden Stromkreis zum Anlauf:
Batterie O, Kontakt 3911, Kontakt 96, Kontakt
5611, umgelegter Kontakt 94, umgelegter Kontakt
281, Motor 67 und Bremsmagnet 63, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Analog zur Rückgabe der 25-cts.-Münzen beginnt jetzt die Speicherscheibe 20 (Fig. 1) in der
dem Pfeil 22 entgegengesetzten Richtung zu drehen. Sobald sie die unter dem Kontakt 28 befindliche
io-cts.-Münze wegtransportiert hat, legt dieser um und unterbricht den oben beschriebenen Stromkreis.
Der Motor 67 und der Bremsmagnet 63 werden jedoch nicht stromlos, da inzwischen die
Nockenscheibe 53 den Kontaktsatz 55 betätigt hat, der folgenden Stromkreis (Fig. 3) schließt:
Batterie O, Kontakt 551, Motor 67 und Bremsmagnet
63, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Die Speicherscheibe 20 (Fig. 1) dreht also weiter, wobei sich die io-cts.-Münze dem Auswurfschlitz
30 nähert, durch diesen in den Kanal 100 fällt und über die Klappe 103 in den Rückgabebecher 106
gleitet.
Die Drehbewegung der Achse 51 wird gleichzeitig auch über die Kegelräder 69, die Differentialgetriebe
73 und 75, die Klinke 82 und das Klinkenrad 84 auf die Achse 86 übertragen. Dabei dreht
der Guthabenanzeiger 97 auf 15 —10 = 5 cts. Es
darf also keine Geldrückgabe mehr stattfinden, dagegen muß das sich in den beiden Speicherscheiben
20 und 21 befindliche Geld einkassiert werden. Nachdem also die io-cts .-Münze in den
Rückgabebecher 106 (Fig. 1) gefallen ist, dreht die Achse 51 noch so weit, bis die Nockenscheibe 53
den Kontaktsatz 55 umlegt und damit die Speicher- no
scheibe 20 ihre Drehung um eine Schlitzteilung vollendet hat.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist bei einem Guthaben von 5 cts. der Kontakt 94 wieder in der
Ruhelage und bereitet damit den Stromkreis für die Geldeinkassierung vor. Beim Umlegen des Kontaktes
5 S1 (Fig. 3) in die Ruhestellung unterbricht
dieser den Haltestromkreis des Motors 67 und des Bremsmagneten 63, wodurch der Motor 67 abgebremst
wird und stillsteht. Der Kontakt 551! dagegen bringt den Magneten 102 über folgenden
Stromkreis zum Anziehen:
Batterie O, Kontakt 3911, Kontakt 96, Kontakt
56«, Kontakt 94, Kontakt 5511, Kontakt
105111, geschlossener Kontakt 81111, Magnet 102,
Batterie Minuspol.
Mit dem Anziehen des Magneten 102 (Fig. 1)
wird die Klappe 103 umgelegt und betätigt dabei den Kontaktsatz 105. Damit werden einerseits die
Motoren 67 und 68 über folgende Stromkreise (Fig. 3) erneut angelassen:'
Batterie 0, Kontakt 3911, geschlossener Kontakt
1051, umgelegter Kontakt 281, Motor 67
und Bremsmagnet 63, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
■ Batterie 0, Kontakt 39", geschlossener Kontakt
io5ir, umgelegter Kontakt 291, Motor 68
und Bremsmagnet 64, Kontakt 391, Batterie
Minuspol.
Andererseits kommt der Magnet 102 in Eigenhaltung über
Batterie 0, Kontakt 3911, umgelegter Kontakt
105111, geschlossener Kontakt 8im, Magnet 102,
Batterie Minuspol.
20
20
Die Motoren 67 und 68 (Fig. 1) treiben nun ihre
Speicherscheiben 20 und 21 rückwärts-entgegen den
Pfeilen 22 und 23, wobei die restlichen Münzen eine nach der andern durch die Auswurfschlitze 30
und 31 in die Kanäle 100 und 101 fallen, um dann
über die umgelegte Klappe 103 in die Münzkassette 107 zu gleiten. Das Total der so einkassierten
Münzen entspricht der Gesprächsgebühr plus dem' in unserem Beispiel nicht zurückbezahlten Guthaben
von 5 cts.
Bei diesem Rückwärtslauf der Speicherscheiben 20 und 21 wiederholt sich das bereits "beschriebene
Spiel zwischen den Kontakten 28 und 55 einerseits und den Kontakten 29 und 56 andererseits, wobei
jedesmal, wenn eine Münze unter dem Kontakt 28 bzw. 29 weggeschoben wird und letzterer dabei den
Stromkreis unterbricht, die Nockenscheibe 53 bzw. 54 bereits den Kontakt 55 bzw. 56 geschlossen hat
und damit die Haltung des Motors 67 bzw. 68 übernimmt.
Nachdem so die letzte io-cts.-Münze einkassiert wurde, dreht der Motor 67 noch so lange weiter,
bis der Kontakt 55 den Stromkreis unterbricht. Da nun keine io-cts.-Münze mehr in der Speicherscheibe
20 ist, bleibt der Kontakt 28 in der Ruhelage. Der Motor 67 erhält also auch von dieser
Seite her keinen Strom mehr und steht, abgebremst von der Bremse 61, still.
Analog dazu bleibt auch der Motor 68 stehen, nachdem die letzte 25-cts.-Münze einkassiert
worden ist. Diese Rückwärtsdrehbewegung der Speicherscheiben 20 und 21 wird ebenfalls in schon
beschriebener Weise auf die Nockenscheiben 87 bis 95 und den Guthabenanzeiger 97 übertragen. Diese
drehen so weit rückwärts mit, bis der Bolzen 50 der Nockenscheibe 87 gegen den Anschlag 49 der
Scheibe 48 stößt, was bei Null der Fall ist. Da aber die Speicherscheiben 20 und 21 noch weiter rückwärts
drehen, schleift nun die Klinke 82 über das Klinkenrad 84, die Guthabenscheibe 97 dagegen
bleibt auf Null.
Während des Geldeinkassierens ist die Haltung des Relais 80 (Fig. 3) abwechslungsweise von den
Kontakten 2811 und SSni oder 2911 und 56111 übernommen
worden, in ähnlicher Weise, wie das schon bei den Motoren der Fall war. Nachdem nun die
letzten Münzen einkassiert worden sind, bleiben die Kontakte 2811 und 2911 geöffnet, und wenn nach
Beendigung der Drehung auch die Kontakte 55111
und 56111 öffnen, fällt das Relais 80 ab. Damit öffnet
auch sein Kontakt 8im und unterbricht den Haltestromkreis
des Magneten 102.
Mit dem Abfall des Magneten 102 (Fig. 1) legt
sich auch die Klappe 103, gezogen durch die Feder 104, wieder in die gezeichnete Stellung um. Damit
ist die ganze Einrichtung wieder in der Ruhelage.
Vorstehend beschriebenes Beispiel zeigte eine Geldrückgabe von zwei 25-cts.- und einer io-cts.-Münze.
Es kann aber auch vorkommen, daß vom Telephonierenden nur eine oder gar keine 25-cts.-Münze
eingeworfen wurde. Betrachten wir den letzteren Fall unter der Annahme, es sei wieder ein
Guthaben von 65 cts. vorhanden.
Entsprechend Fig. 2 sind die Kontakte 94 und 96 bei 65 cts. in Arbeitsstellung., Da nur 10-cts.-.
Münzen eingeworfen wurden, befindet sich Kontakt 28 in Arbeitsstellung, Kontakt 29 dagegen in der
Ruhelage. Wird nun am Gesprächsende das Mikrotelephon 35 aufgehängt, so schließt sich laut Fig. 3
folgender Stromkreis: -
Batterie O, Kontakt 3911, umgelegter Kontakt
96, Kontakt 291, Kontakt 5611, umgelegter Kontakt
94,. umgelegter Kontakt 281, Motor 67 und Bremsmagnet 63, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Damit ist also direkt der Motor für die Rückgabe
der ιo-cts.-Münzen angelaufen, und die weitere Geldrückgabe erfolgt in schon beschriebener Weise.
Als weitere Variante besteht die Möglichkeit, daß der Telephonierende nur 25-cts.-Münzen eingeworfen
hat. Der Unterschied gegenüber dem ersten Beispiel besteht darin, daß nach Rückgabe
der zweiten 25-cts.-Münzen die Einkassierung des Restbetrages direkt eingeleitet werden muß, ohne
vorher den Motor für die lo-cts.-Stücke anzulassen. Wie aus dem Schema Fig. 3 ersichtlich, ist dafür
der Kontakt 281 verantwortlich, der sich diesmal in der Ruhestellung befindet und somit der Magnet
102 sofort angelassen wird, wenn der Kontakt 96 nach erfolgter Geldrückgabe in die Ruhestellung
umlegt und der Kontakt 5611 den Stromkreis
schließt.
Das gleiche geschieht, wenn wohl beide Münzsorten eingeworfen wurden, jedoch nach Rückgabe
der 25-cts.-Münzen das restliche Guthaben kleiner als 10 cts. ist. Da sich dabei der Kontakt 94 in der
Ruhelage befindet, wird wiederum nach dem Schließen des Kontaktes 5611 der Magnet 102 zum
Anziehen gebracht.
Ist jedoch am Gesprächsende eine Schuld aufgelaufen, so darf überhaupt keine Geldrückgabe
stattfinden. Die Kontakte 94 und 96 befinden sich dann laut Fig. 2 in der Ruhestellung, die Kontakte
und 291 dagegen sind in der Arbeitslage. Wenn also beim Aufhängen des Mikrotelephons 35
(Fig. ι) die Kontakte 391 und 3911 (Fig. 3) umlegen,
wird damit der Magnet 102 sofort zur Geldeinkassierung über folgenden Stromkreis angelassen
:
Batterie 0, Kontakt 3911, Kontakt 96, Kontakt
5611, Kontakt 94, Kontakt 5511, Kontakt 105111,
geschlossener Kontakt 8im, Magnet 102, Batterie
Minuspol.
Die Geldeinkassierung erfolgt auf die im ersten Beispiel beschriebene Weise.
Oft kommt es auch vor, daß ein Telephongespräch nicht zustande kommt, sei es weil der
Angerufene nicht anwesend oder aber schon besetzt ist. In diesem Fall sind keine Taximpulse von der
Zentrale ausgesandt worden, das Relais 80 konnte also nicht anziehen.
Hängt nun der Telephonierende wieder auf, so laufen beide Motoren gleichzeitig über folgende
Stromkreise an:
Batterie O, Kontakt 3911, Kontakt 811, umgelegter
Kontakt 281, Motor 6j und Bremsmagnet
63, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Batterie O, Kontakt 3911, Kontakt 8in, umgelegter Kontakt 291, Motor 68 und Bremsmagnet 64, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Batterie O, Kontakt 3911, Kontakt 8in, umgelegter Kontakt 291, Motor 68 und Bremsmagnet 64, Kontakt 391, Batterie Minuspol.
Die Motoren 6γ und 68 drehen so lange rückwärts,
bis sich keine Münzen mehr in den Speicherscheiben 20 und 21 befinden und damit die Kontakte
281 und 291 in der Ruhelage bleiben, womit
die oben beschriebenen Motorstromkreise unterbrochen sind und sich die Einrichtung wieder in
der Ruhelage befindet. Damit hat der Telephonierende wieder den gesamten eingeworfenen Betrag
zurückbekommen.
Bei dem eingangs geschilderten neuen System der Gebührenerhebung durch periodisches Aussenden
von Einzelimpulsen kann gewünscht werden, pro zustande gekommene Verbindung eine feste
Grundgebühr zu verlangen. Dies läßt sich in einfacher Weise durch Verdrehen der Nockenscheiben
87 bis 95 um diesen Betrag aus der Nullage erreichen.
Der Guthabenanzeiger 97 und der Bolzen 50 müssen jedoch auf Null bleiben.
Auch eine Änderung der Gebühr pro Taximpuls läßt sich durch entsprechende Änderung der Übersetzung
zwischen dem Taximpulsrelais. 78 und dem Differentialgetriebe 75 korrigieren.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Münzfernsprecher für automatische Fernsprechnetze mit in Abhängigkeit von der Gebührzone in größeren oder kleineren Zeitabschnitten rhythmisch vom Fernsprechamt zu einem Zählimpulsrelais ausgesandten Zählimpulsen und mit einer selbsttätigen Münzspeicher- und Rückgabevorrichtung für mindestens zwei verschiedenwertige Münzsorten (M1 und M2 [M1 > M2]), gekennzeichnet durch eine mittelbar durch Einwurf von Münzen in die Münzspeichervorrichtung in einer positiven, aber durch das Zählimpulsrelais bei den Zählimpulsen in der negativen Drehrichtung angetriebene Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung und dadurch, daß die Münzspeicher- und Rückgabevorrichtung für jede Münzsorte je eine mit Schlitzen versehene und durch einen eigenen Motor angetriebene Speicherscheibe besitzt, die sich bei Aufnahme jedes einzelnen eingeworfenen Geldstückes um eine Schlitzteilung vorwärts bewegt und eine entsprechende Drehwinkelbewegung in der positiven Drehrichtung auf die Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung überträgt, ferner dadurch, daß zwischen der Guthaben-Schuld-Registriervorrichtung und den Motoren nachi Beendigung des Gespräches nacheinander wirkende Umschaltorgane vorgesehen sind, mittels deren der vom Guthaben-Schuld-Register markierte Guthabenbetrag (G) durch schrittweises Zurückdrehen der einzelnen Münzspeicherscheiben und Öffnen ihrer Schlitze zurückbezahlt wird, wobei zunächst so viele Stücke des Münzwertes (M1), als ganz in (G) aufgehen, und dann vom Restbetrag so viele Geldstücke des Münzwertes (M2), als ganz in diesem Restbetrag aufgehen, ausbezahlt werden, bis entweder der Guthabenbetrag (G) genau zurückbezahlt ist oder ein nicht zurückzahlbarer Rückstand (R) kleiner als der kleinere Münzwert (M2) entsteht, wobei angenommen wird, daß in die Münzspeichervorrichtung ein aus den beiden Münzsorten (M1, M2) zusammensetzbarer Geldvorrat (V) eingeworfen worden ist.
- 2. Münzfernsprecher gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazine der Münzspeicher- und Rückgabevorrichtung zusammengesetzt sind aus einer drehbaren Speicherscheibe (20, 21) mit Schlitzen zur Aufnahme der Münzen und einem nicht drehbaren Teller (24, 25), der als Auflage für die Münzen dient, und daß diese Speicherscheibe nach Aufnahme je einer Münze sich um eine Schlitzteilung dreht und diese Drehung in eine dem Wert der Münze entsprechende Drehwinkelbewegung auf die Guthaben-Schuld-Registriereinrichtung (5) übertragen wird.
- 3. Münzfernsprecher gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch einen Kanal (14, 15) in einen Schlitz der Speicherscheibe (20, 21) fallende Münze einen Kontakt (26, 27) betätigt, der den Stromkreis eines Motors (67, 68) schließt, welcher, einmal angelaufen, sich selbst über einen Nockenkontakt (55, 56) hält und die Speicherscheibe um eine Schlitzteilung dreht, bis wieder ein leerer Schlitz sich unter dem Münzkanal (14, 15) befindet, worauf der Nockenkontakt den Haltestromkreis (55, 56) des Motors unterbricht.
- 4. Münzfernsprecher gemäß Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in Drehwinkelbewegungen umgeformten Schrittbewegungen der einzelnen Münzmagazine (20,2i) sowie die Drehwinkelbewegungen des Taximpulszählorgans (78) mit Hilfe von einzelnen Differentialgetrieben (73,74,75) summiert bzw. subtrahiert werden und daß die dabei resultierende Drehwinkelbewegung auf eine Guthaben-Schuld-Registriereinrichtung (5) übertragen wird, welche ihrerseits eine Feder (98) enthält, welche ein Drehmoment im negativen Drehsinn auf die Differentialgetriebekette ausübt und dadurch einerseits das Zahnspiel des gesamten Getriebes aufhebt und andererseits die Drehwinkelbewegung des Taximpulszählorgans unterstützt, so daß dieses entlastet wird und mit einer relativ kleinen elektrischen Leistung angetrieben wird.
- 5. Münzfernsprecher gemäß Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Tragteller (24,25) des Münzmagazins (20, 21) unter dem Münzkanal (14, 15), durch welchen die Münzen in den Schlitz der Speicherscheibe fallen, eine Öffnung (30, 31) vorgesehen ist, welche während des Gespräches durch einen Schieber (34) abgedeckt ist, und daß dieser Schieber durch das Aufhängen des Mikrotelephons (35) diese Öffnung freigibt, so daß beim schrittweisen Rücklaufen der Speicherscheibe (20, 21) eine Münze nach der anderen in einen Kanal (100, 101) mit einer Klappe(103) fällt, welche die ausgezählten Münzen, solange noch ein Guthaben QG) auszubezahlen ist, in den Rückgabebecher (106) und nach Auszahlung des Guthabens (G) in die Kasse (107) leitet.
- 6. Münzfernsprecher gemäß Ansprüchen 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Münzmagazin (20, 21) Mittel (28, 29) vorgesehen sind, welche während der Rückzahlung anzeigen, ob sich noch weitere Münzen im betreffenden Magazin befinden, und wenn dies nicht der Fall ist, die Münzrückgabe auf das Münzmagazin für die nächst kleineren Münzen umschaltet.
- 7. Münzfernsprecher gemäß Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schrittteilung von der Öffnung (30) des Münztellers (24) entfernt ein Kontakt (28) vorgesehen ist, welcher nach Auszahlung jeder Münze abtastet, ob sich noch eine weitere Münze im Münzmagazin (20) befindet.Angezogene Druckschriften:
Zeitschrift Telefon-, Fernsprech-, Funk- und Fernsehtechnik (TFT), Heft 2 bis 12, Jg.1941, und Heft ι bis 3, Jg. 1942, Aufsatzreihe von W. G ie sen, »Die Technik der Münzfernsprecher und Sperrnummernscheiben der Deutschen Reichspost«.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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