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Schnellspannvorrichtung mit Exzenterbetätigung zum Befestigen der
Sattelstütze bei Fahrrädern öd. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine
Einstellvorrichtung für Fahrradsattelstützen od. dgl., die sich ohne Zuhilfenahme
von Werkzeug betätigen läßt. Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art erfolgt
das Festhalten der Sattelstütze mit Hilfe von Sperrgliedern, die in seitliche Kerben
und in Bohrungen der Sattelstütze eingreifen. Durch derartige Kerben und Löcher
wird das Sattelstützrohr erheblich geschwächt und nur eine stufenweise Einstellmöglichkeit
erzielt. Die erforderliche Spezialsattelstütze bedingt ferner verhältnismäßig hohe
Herstellungskosten, die einen nachträglichen Einbau der Einstellvorrichtung in fertige
Fahrräder sehr erschwert. Bei einer anderen bekannten Einstellvorrichtung dieser
Art wird das verstellbare Sattelstützrohr durch eine mit einem Handgriff versehene
Klemmplatte, deren große Achse größer ist als der Durchmesser des festzustellenden
Rohres, während die kleine Achse gleich diesem Durchmesser ist, bei Ausübung eines
Druckes auf das Verstellrohr gegen das umkleidende Rohr gepreßt. Auch diese Vorrichtung
erfordert eine Durchbrechung, und zwar in Form eines Längsschlitzes in dem verstellbaren
Rohr, wodurch dessen Festigkeit stark vermindert wird. Ferner tritt die Klemmwirkung
nur bei Belastung in einer Richtung ein, so daß zum Festhalten in verschiedenen
Richtungen noch zusätzliche Bauteile benötigt werden, die die Vorrichtung erheblich
komplizieren und verteuern. Schließlich ist auch die Verwendung von Exzentern als
Spannelemente allgemein bekannt.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine möglichst einfache Einstellvorrichtung
zu schaffen,
die sich leicht gegen die allgemein üblichen, nur unter
Zuhilfenahme eines Werkzeuges betätigbaren Klemmschrauben auswechseln läßt und eine
stufenlose Verstellung der Sattelhöhe 'ohne Werkzeugbenutzung ermöglicht. Diese
Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Vereinigung einer Ösenschraube und eines an
deren Öse gelenkig angeschlössenen Klemmhebels mit einem Exzenter gelöst. Bei .
dieser Ausgestaltung der Schnellspannvorrichtung läßt sich die Ösenschraube ohne
Änderung der zu verbindenden Bauteile in die vorhandenen Löcher für die übliche
Klemmschraube am Rahmen einbringen und mit Hilfe .ihres Gewindeteils und einer Mutter
auf jette erforderliche Klemmlänge ein- und bei Bedarf auch nachstellen.
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Die Druckflächen des Spannhebels werden dabei zweckmäßig so geformt,
daß sie am Anfang des insgesamt go bis i2o°- betragenden Winkelausschlages des Klemmhebels
zuerst eine verhältnismäßig große Steigung aufweisen, die bis zur Endstellung mit
etwa rechtwinklig zur Ösenschraube stehendem Klemmhebel immer kleiner wird und gegebenenfalls
in einen Kreisbogen um die Gelenkachse ausläuft. Auf diese Weise läßt sich eine
verhältnismäßig große Gesamtverstellung mit einer sehr starken Klemmkraft in der
Endstellung vereinigen.
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Im weiteren Ausbau der Erfindung ist es besonders vorteilhaft, die
Schnellspannvorrichtung so auszubilden, daß der Exzenter des Klemmhebels den Kopf
der Ösenschraube gabelartig umfaßt. Hierdurch wird die ösenschraube beim Spannen
des Verschlusses zentrisch belastet und gleichzeitig eine geschlossene Form der
Gelenkverbindung erzielt.
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Schließlich liegt es im Rahmen der Erfindung, den Griffteil des Klemmhebels
mit einem vorzugsweise federnden Anschlag zur Wegbegrenzung und/ oder zur Sicherung
des Hebels in der Klemmlage zu versehen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in drei
Abbildungen dargestellt. Von diesen zeigt Abb. i eine Schnellspannvorrichtung, bestehend.
-aus einer Ösenschraube mit Mutter und daran angelenktem- Exzenterhebel in. - Seitenansicht,
teilweise geschnitten, Abb. 2 einen -Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i und
Abb.3 die Schnellspannvorrichtung nach den Abb. i und 2 in Anwendung als Austauschelement
für eine Klemmschraube zur Sattelhöhenverstellung an-einem Fahrrad im Schaubild.
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Die in- den Abbildungen gezeigte Schnellspannvorrichtung besteht aus
einer Osenschraube i mit einem Ösenkopf 2, an dem ein Klemmhebel 3 durch einen Bolzen
4 gelenkig angeschlossen ist. An dem Klemmhebel 3 sind exzentrisch zum Gelenkbolzen
4 verlaufende Druckflächen 5, 5' angeordnet, die die Öse 2 gabelförmig umfassen.
In Abb. 3 ist eine bevorzugte Anwendung der neuen Achnellspannvorrichtung zur Sattelschnellverstellung
an Fahrrädern veranschaulicht. Die Vorrichtung wird zu diesem Zweck im Austausch
für die bisher verwendete Klemmschraube mit Mutter zur Sattelstützen-Verstellung
in die Klemmschelle des Rahmens eingesetzt und mit in Losstellung befindlichem -
gestrichelt dargestelltem - Klemmhebel zweckmäßig unter Zwischenfügung von losen
Scheiben 7 an den Druckflächen durch Aufschrauben einer Mutter 8 auf- die jeweils
erforderliche Klemmlänge derart voreingestellt, daß sich die Sattelstütze geracle
noch in der Schelle bewegen läßt. Durch Hinunterschwenken des Klemmhebels in die
ausgezogene Stellung wird die Sattelstütze dann mit Hilfe der exzentrischen Druckflächen
am Klemmhebel in der Schelle völlig festgeklemmt. Zum Verstellen der Sattelhöhe
braucht nunmehr nur noch der Klemmhebel jeweils mit einem Griff in die Lösestelfung
und nach dem Einstellen wieder in die Klemmstellung zurückgeschwenkt zu werden.
Zur Sicherung gegen unbeabsichtigtes Betätigen des Klemmhebels 3 kann an dessen
Griffteil noch ein zugleich .als Hubbegrenzung wirkender Anschlag 6 angebracht werden,
der in der Schließlage des Klemmhebels federnd hinter ein angrenzendes festes Bauglied,
z. B. ein Rahmenrohr, greift.