-
Vorrichtung zum Prüfen von Strümpfen Die Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung zum Prüfen von Strümpfen, insbesondere Damenstrümpfen aus Kunstfasern.
-
Nach der Herstellung der Strümpfe müssen diese unter anderem auf Festigkeit
.geprüft werden. Zu diesem Zweck werden die Strümpfe auf ein aus zwei Schalenhälften
bestehendes Prüfbein aufgezogen und durch Spreizen desselben unter Spannung gesetzt.
Bei den bisher bekannten Geräten dieser Art ist die Erzeugung des Spannungsdruckes
dem Gefühl der Bedienungsperson überlassen, die beispielsweise mittels eines Hebels
die Spannung des Prüfbeins einstellt.
-
Diese Art der Prüfung ist insofern nachteilig, weil dadurch bei nicht
vorsichtiger Handhabung einzelne Strümpfe zu stark gespannt werden, während andere
beim Prüfen eine zu schwache Spannung erhalten können. Hinzu kommt, daß der Spannungsdruck
je nach Art der Strümpfe, also beispielsweise entsprechend den verschiedenen Garnarten
und Garnstärken, verschieden hoch gewählt werden muß.
-
Der Grundgedanke der Erfindung liegt demgemäß darin, eine stufenlose
Regelung der Prüfspannung des Strumpfes zu ermöglichen. Die Prüfvorrichtung gemäß
der Erfindung hat zu diesem Zweck ein mit der Spreizeinrichtungdes Prüfbeins durch
ein Gestänge verbundenes, in seiner Spannbewegung, beispielsweise durch einen einstellbaren
Anschlagbügel, begrenztes Pedal.
-
Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung besteht darin,
daß das Pedal mit zwei
Stangen schwingend an einer Welle aufgehängt
und eine der Stangen unterhalb der Welle von dem U-förmigen Anschlagbügel umfaßt
wird, der je nach Einstellung den Ausschlag des Pedals begrenzt. Der Bügel wird
durch eine Einstellschraube verstellt, die sich über dem Pedal befindet, so daß
die Bedienungsperson die Einstellschraube :bequem erreichen kann. Der Spannungsdruck
kann daher während des Prüfeis von der an der Vorrichtung sitzenden Person geregelt
werden.
-
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sieh aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung dargestellt ist. Es
zeigt Abb. i in schaubildlicher Darstellung eine Prüfvorrichtung, bei der das Prüfbein
an einem Tisch befestigt ist, an dem die Bedienungsperson sitzt, Abb. 2 einen Längsschnitt
durch das Prüfbein, Abb. 3 einen senkrechten Schnitt durch das Einstellgehäuse mit
den angrenzenden Teilen des Tisches und Abb. 4 einen waagerechten Querschnitt zu
Abb. 3. Wie aus Abb. i ersichtlich, ist an einer Längsseite des Tisches i ein Prüfbein
2 angebracht. Gewünschtenfalls kann der Tisch auf der anderen Längsseite ebenfalls
ein solches Prüfbein tragen. Das Prüfbein 2 besteht aus zwei Schalenhälften 3, 4,
die beim Prüfvorgang auseinandergespreizt werden. Die Befestigung des Prüfbeins
am Tisch erfolgt durch ein Haltegehäuse 5, das mit einem Rohrstück 6 am Tischgestell
angeflanscht wird. In diesem Haltegehäuse ist eine Hohlwelle 7 mittels Kugellager
8 gelagert, so daß das. Prüfbein 2 um seine Längsachse gedreht werden kann, um dadurch
den aufgezogenen Strumpf auf seinen ganzen Umfang überprüfen zu können.
-
Der Fußteil 9 des Prüfbeins ist auswechselbar angebracht (nicht im
einzelnen dargestellt). Dieser Fußteil besteht aus einem Stück, ist also nicht spreizbar.
-
Das Auseinanderspreizen der Schalenteile 3, 4 erfolgt durch eine innerhalb
der Hohlwelle 7 liegende Spreizstange io, die mittels doppelter Hebel 11, 12 nach
Art von Kniegelenken - auf die beiden Schalen 3, 4 einwirkt. Am Fußende des Prüfbeins
betätigt die Spreizstange einen Fersendrücker 13, der beim Spreizvorgang aus einer
Öffnung 14 des Fußteils 9 herauskommt und den Fersenteil des Strumpfes unter Spannung
setzt.
-
Die Spreizbewegung der Spreizstange io erfolgt durch den Spreizhebel
15, der innerhalb des Rohrstückes 6 auf einem Zapfen 16 gelagert ist, so daß beim
Schwenken des Spreizhebels im Uhrzeigersinn die Spreizstange iö nach links gegen
die Wirkung einer Feder 17 verschoben wird.
-
Unter der Tischplatte des Tisches i ist über die ganze Länge des Tisches
eine Welle 18 gelagert, deren Lager zur Vereinfachung der Zeichnung nicht dargestellt
sind. Auf der linken Seite, also am Fußteil des Strumpfbeines 2, sind auf dieser
Welle zwei nach abwärts gerichtete Stangen i9 befestigt,- die am unteren Ende ein
Pedal 2o tragen. Dieses Pedal ist mit seitlichen Muffen 21 auf die beiden Stangen
i9 aufgesc'ho'ben und kann im Gebrauch der Vorrichtung höher und niedriger eingestellt
werden. Am rechten Ende der Welle 18, also in Höhe des Haltegehäuses 5, ist auf
der Welle ein kurzer Hebel 22 :befestigt. An diesem Hebel ist eine Kette 23 angelenkt,
die über ein am Gestell des Tisches i befestigtes Kettenrad 24 läuft und mit ihrem
anderen Ende am Spreizhebel 15 angeschlossen ist.
-
Eine der Stangen i9 des Pedals 2o, vorzugsweise die rechte, wird von
einem U-förmigen Bügel 25 umfaßt, der als Anschlag für die Pedalbewegung dient,
wenn das Pedal 20 zum Spreizen des Strumpfbeines nach hinten, also unter dem Tisch
i, verschwenkt wird.
-
Wie aus Alb: 3 und 4 im einzelnen ersichtlich, ist der U-förmige Bügel
25 mit seinen Schenkeln 26 in einem Einstellgehäuse 27 verschiebbar gelagert, das
an der Innenseite des Gestelles des Tisches i befestigt ist. Eine Einstellschraube
28 ist von außen her durch die Gestellwand in das Gehäuse 27 eingeführt und durch
einen gerändelten Einstellkopf 29 drehbar. Die Einstellschraube greift mit ihrem
Gewinde zwischen die Schenkel 26 des Bügels 25, die auf ihren entsprechend gerundeten
Innenflächen ebenfalls mit Gewinde versehen sind, so daß bei Drehung der durch einen
Bund 30 und den durch eine Schraube befestigten Kopf 29 festgelegten Einstellschraube
der U-förmige Bügel 25 im Einstellgehäuse 27 längs verschoben wird. Wie aus Abb.
3 hervorgeht, in der die Nullstellung der Stange i9 voll ausgezogen ist, während
dsie Spreizstellung der Stange i9 strichpunktiert wiedergegeben ist, wirkt der Bügel
25 als Anschlag für die Stange i9. Wird der Bügel durch Drehen des Kopfes 2.9 weiter
aus dem Einstellgehäuse 27 herausgedrückt, so kann die Stange i9 und damit das Pedal
weiter unter dem Tisch geschwenkt werden, und umgekehrt.
-
Je nach der Größe des Ausschlages des Pedals 20 wird die Welle 18
verschieden stark geschwenkt und über den Hebel 22 und die Kette 23 auch der Spreizhebel
15 verschieden stark verschwenkt, so daß die Schalenhälften 3, 4 des Prüfbeins mehr
oder weniger weit auseinandergehen und damit dem aufgezogenen Strumpf eine verschieden
große Spannung geben.
-
Besonders vorteilhaft ist bei der Bedienung der Vorrichtung, daß die
Bedienungsperson vor dem Fußteil des Strumpfbeines sitzen kann und alle erforderlichen
Bewegungen bequem auszuführen imstande ist. 'Das Pedal 2ö liegt unmittelbar unter
dem Fußteil 9, auf den die zu prüfenden Strümpfe zuerst aufgezogen werden. Der Einstellkopf
29 liegt dabei griffbereit. Er kann mühelos von der rechten Hand der Bedienungsperson
erreicht werden, indem diese hinter das Prüfbein faßt. Ein Nachstellen der Spannung
mittels des Einstellkopfes 29 ist auch bei aufgezogenen Strümpfen möglich.