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DE922887C - Verfahren zur Herstellung von Ketiminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ketiminen

Info

Publication number
DE922887C
DE922887C DEW887A DEW0000887A DE922887C DE 922887 C DE922887 C DE 922887C DE W887 A DEW887 A DE W887A DE W0000887 A DEW0000887 A DE W0000887A DE 922887 C DE922887 C DE 922887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
preparation
bottle
pressure
ketone
potassium hydroxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW887A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Nelson Blomberg
William Fausset Bruce
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wyeth LLC
Original Assignee
American Home Products Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by American Home Products Corp filed Critical American Home Products Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE922887C publication Critical patent/DE922887C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C249/00Preparation of compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton
    • C07C249/02Preparation of compounds containing nitrogen atoms doubly-bound to a carbon skeleton of compounds containing imino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ketiminen Es ist bekannt, daQ Kondensationsreaktionen von Aldehyden mit Ammoniak oder organischen Aminen leicht stattfinden, wobei die gebildeten Produkte Aldehydammoniakverbindungen oder Aldimine sind. In dem »Lehrbuch der Organischen Chemie« von Paul Karrer, 7. Aifflagge, 1941, S. 183, wird auch erwähnt, daß durch Einwirkung von Ammoniak oder Aminen auf Ketone sich unter Wasserabspaltung oft leicht sogenannte Ketimide bilden. Es wurde jedoch festgestellt, daB bei der praktischen Durchführung einer derartigen Kondensation entweder, und zwar insbesondere bei Verwendung niedrigmolekularer, d. h. niedrigsiedender Amine, die Umsetzung des Amins mit dem Keton nicht den erwarteten Verlauf nimmt oder daß die isolierten Produkte keine Ketimine sind, wie man erwarten sollte, sondern komplexe Kondensations- oder Polymerisationsprodukte. Die Erfindung hat ein Verfahren zur erfolgreichen Gewinnung von Iminen durch Kondensation eines Ketons mit einem primären Amin zum Gegenstand.
  • Die Umsetzung eines Ketons mit einem primären Amin zur Herstellung der gewünschten Imine kann durch die folgenden allgemeinen Gleichungen wiedergegeben werden: In den vorstehenden Gleichungen kann das Keton vom Cycloalkyltyp sein, oder R1 und R2 können einen Alkyl-, Aralkyl- oder einen substituierten Aralkylrest bedeuten, während R ein niedrigmolekularer Alkylrest mit nicht mehr als 2 C-Atomen ist, insbesondere der Methylrest. Unter einem substituierten Aralkylrest ist zu verstehen, daß ein oder mehrere Ringwasserstoffatome durch Chlor, eine Alkyl-, Amino-, Hydroxylgruppe oder durch einen niedrigmolekularen Alkoxyrest ersetzt sind, d. h. durch einen bzw. mehrere die Umsetzung nicht störende Substituenten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man gemäß obigen Gleichungen zu stabilen Iminoprodukten gelangt, wenn man aus den zunächst erhaltenen Zwischenprodukten in alkalischem Medium Wasser mittels eines alkalischen Dehydratisierungsmittels unter Ausschluß von Sauerstoff abspaltet.
  • Zur Gewinnung der gewünschten Iminoverbindung werden dann anschließend das Wasser und das Dehydratisierungsmittel aus demReaktionsgemisch entfernt.
  • Die angewandten Mengen an Reaktionskomponenten sind nicht von ausschlaggebender Bedeutung, da die Kondensation ebensogut mit äquimolaren Mengen der Reaktionskomponenten wie mit überschüssigen Mengen der einen oder anderen Reaktionskomponente durchgeführt werden kann. Wenn das erfindungsgemäße Verfahren chargenweise durchgeführt wird, hat es sich als zweck:-mäßig erwiesen, jene Reaktionskomponente, die nach beendeter Umsetzung leichter aus dem Reaktionsprozeß zu entfernen ist, im Überschuß anzuwenden. Wenn man beispielsweise Aceton mit Methylamin umsetzt, wird letzteres vorteilhafterweise im Überschuß angewandt.
  • Bei der Anlagerungsreaktion werden vorteilhaft solche Temperatur- und Druckbedingungen eingehalten, daß das Amin in flüssiger Form reagiert. Wenn man beispielsweise bei Atmosphärendruck arbeitet, können bei niedrigsiedenden Reaktionskomponenten Temperaturen von etwa o bis -8o° angewandt werden. Im allgemeinen hängt die für die Durchführung des Verfahrens in flüssiger Phase geeignetste Temperatur von dem Siedepunkt der am niedrigsten siedenden Reaktionskomponente ab und wird so gewählt, daß sie etwas unter deren Siedepunkt liegt.
  • Bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Reaktionsmischung, die das Additionsprodukt aus dem Keton und dem Amin enthält, innerhalb des obenerwähnten Temperaturbereiches so tief gekühlt, daß das Additionsprodukt sich verfestigt. Anschließend wird ein verhältnismäßig starkes alkalisches, festes Dehydratisierungsmittel mindestens in solcher Menge zugeführt, daß eine wesentliche Menge des Wassers entfernt wird. Geeignete alkalische Dehydratisierungsmittel sind jene stark alkalischen Verbindungen, deren Kationen in die Gruppen IA und IIA des Periodischen Systems fallen. Diese können entweder allein oder in Gemischen benutzt werden. Als Beispiele von besonders wirksamen Dehydratisierungsmitteln seien erwähnt: Kaliumhydroxyd, Kaliumcarbonat, Calciumhydroxyd und Gemische von Natriumhydroxyd mit mindestens r o Gewichtsprozent Kaliumhydroxyd.Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß Natriumhydroxyd selbst nur eine geringe Wirksamkeit bei der Entfernung von Wasser zeigt.
  • Die Dehydratisierung kann in einemTemperaturbereich von etwa 5 bis 8o° vorgenommen werden; sie erfolgt der Einfachheit halber vorzugsweise bei Zimmertemperatur und unter Ausschluß von Sauerstoff. Hierzu können die Reaktionskomponenten in einen druckfesten Kessel gebracht und ein inertes oder reduzierendes Gas, wie z. B. Äthan, Propan, Kohlenmonoxyd, Helium, Stickstoff oder Wasserstoff, zugefügt werden. Es wurde gefunden, daß zur Erzielung optimaler Resultate die Dehydratisierung so lange fortgesetzt werden sollte, bis etwa 8o bis 9o 1/o des Wassers entfernt sind. Der Zeitpunkt für die Beendigung der Dehydratisierung wird in der Weise bestimmt, daß man entweder das Ausmaß, wie das Dehydratisierungsmittel in Lösung geht, beobachtet oder die ausgeschiedene Wassermenge wiegt oder die Volumen- bzw. Gewichtsänderung des Dehydratisierungsmittels ermittelt. Werden weniger als etwa 8o "/o der theoretischen Wassermenge erhalten, muß mehr Dehydratisierungsmittel zugegeben und die Umsetzung noch fortgeführt werden.
  • Das Reaktionsprodukt wird unter Ausschluß von Sauerstoff destilliert. Dies kann in der Weise geschehen, daß man einen Strom der obenerwähnten inerten oder reduzierenden Gase durch die Destillationszone passieren läßt. Man kann auch in Gegenwart einer kleinen Menge eines antioxydierend wirkenden Stoffes, z. B. Hydrochinon, arbeiten.
  • Das zunächst erhaltene Additionsprodukt braucht nicht isoliert zu wenden; man kann z. B. auch das Amin zu dem Dehydratisierungsmittel geben und dann das Keton hinzufügen, oder umgekehrt. Die Reaktionstemperatur wird so eingestellt, daß das betreffende Dehydratisierungsmittel das Wasser wirksam entfernt. Wenn die Entfernung des Wassers im wesentlichen vollendet ist, wird das organische Endprodukt destilliert. Es soll mit Nachdruck betont werden, daß auch bei diesem Verfahrensschritt, wie bei der Bildung des Imins, Sauerstoff während der Reaktion ferngehalten werden muß, da sowohl Zersetzungsprodukte und unter Umständen auch Polymerisationsprodukte entstehen, selbst wenn nur' kleine Sauerstoffmengen anwesend sind.
  • Das oben ausführlich beschriebene Verfahren kann zur Herstellung einer großen Zahl wertvoller Iminoverbindungen benutzt werden, je nachdem, von welchem Keton man ausgeht. Eine besonders wichtige Gruppe von Verbindungen kann beispielsweise hergestellt werden, wenn man von folgenden Ketonen ausgeht: Aceton, q.-Methyl-2-hexanon, 2-Heptanon, 4-Methyl-2-heptanon, 6-Methyl-2-heptanon, Phenylaceton, p- oder m-Tolylaceton, Anisylaceton, Vanillylaceton und Piperonylaceton. Was nun die Verwendung der in der oben angegebenen Weise hergestellten neuen Imine betrifft, so sind diese Verbindungen nicht nur äußerst wertvolle Zwischenprodukte bei der Darstellung von Aminen und deren Derivaten, die therapeutisch wichtig sind (s. Deutsches Patent 9i6 o55), sie lassen sich auch zu wertvollen flüssigen oder festen Polymerisationsprodukten polymerisieren; sie können ferner als Verhindungsmaterial für Gummi, als Antioxydantien für verschiedene Substanzen, wie z. B. Gasolin, als Zwischenprodukte bei der Herstellung antihistaminisch wirkender Verbindungen und selbstverständlich auch als Zwischenprodukte bei sonstigen organischen Umsetzungen verwendet werden.
  • Durch die folgenden Ausführungsbeispiele soll die vorliegende Erfindung näher erläutert werden: Beispiel i Herstellung von N-Methylisopropyli:denimin. Zu 52o g (9 Mol oder Zoo % Überschuß) Aceton wurden 93 g (3 Mol) flüssiges Methylamin bei - fo° hinzugefügt. Das Additionsprodukt kristallisierte nach dem Abkühlen der Mischung auf -30°' aus. Zu der gekühlten Mischung wurden 75 g Kaliumhydroxyd zugegeben und das Ganze in einen 3,5-1-Autoklav unter einem Stickstoffdruck von etwa 2,8 at begeben und 65 Stunden bei 2501 stehengelassen. Die beiden gebildeten Schichten wurden getrennt, die wäßrige Schicht ergab, daß 76 % der theoretischen Wassermenge entfernt waren. Die Destillation der organischen Schicht ergab das Ketimin vom Sidp. 3o bis q.o° bei 16o mm, dessen Neutraläquivalent f io (berechnet 71) betrug. Das farblose Ketimin wurde in einem abgeschmolzenen Gefäß unter Stickstoff und mit 0,2% Hydrochinon aufbewahrt. Beispiel 2 Herstellung von N-Methylisopropylidenimin. 58 g (i Mol) Aceton wurden gekühlt und in einer Druckflasche 75 g wasserfreies Kaliumcarbonat zugefügt. Zu der gekühlten Mischung (- io') wurden 62 g (2 Mol) Methylamin zugegeben. Die Flasche wurde verschlossen, dann ließ man sie sich auf Zimmertemperatur (25'°) erwärmen. Nach 5tägigem Stehen wurde die Flasche auf 5°' abgekühlt, geöffnet, die Reaktionsmischung von dem Dehydratisierungsmittel dekantiert und destilliert. Man erhielt ein,Ketimin vom Sdp. 65 bis 66°, bei 76o mm, n ö 1,4o69, d i5 0,7659. Beispiel 3 Herstellung von N-Methylisopropylidenimin. In ein Druckgefäß wurden log (i,25 Mol) Calciumoxyd und 58 g (1 M01) Aceton gebracht. Die Mischung wurde auf - i0°' oder tiefer abgekühlt, und 85 ccm (2 Mol) flüssiges Methylamin wurden zugegeben. Das Gefäß wurde verschlossen und die Mischung 5 bis io Tage bei 25° stehengelassen, bis alle Flüssigkeit von der darin befindlichen festen Substanz, deren Volumen sich erhöhte, absorbiert war. Nach dem Kühlen auf 5 °' wurde der Druck abgelassen, das Imin direkt aus dem Druckgefäß auf dem Dampfbad bei Atmosphärendruck destilliert und das Destillat über 25 mg Hydrochinon aufgefangen. Das blaßgelbe Destillat wurde erneut destilliert und ergab N-Methylisopropylidenimin. Beispiel q. Herstellung von N-Methylisopropylidenimin. Zu 58 g (i Mol) Aceton wurden bei - io°' 62 g (2 Mol) Methylamin hinzugefügt. Dann wurden 25 g festes Kaliumhydroxyd zugegeben, wobei die Temperatur bei annähernd - fo°' gehalten wurde. Die Flasche wurde sorgfältig verschlossen, dann ließ man sie sich auf etwa :25" (Zimmertemperatur) erwärmen. Die Mischung wurde unter gelegentlichem Schütteln etwa 2 Tage stehengelassen. Die Reaktionsmischung wurde nun in Eis gekühlt und die Flasche geöffnet. Die Schichten wurden getrennt, und die organische Schicht wurde bei 24 bis 300° unter einem Druck von etwa 25o mm unter sauerstofffreier Stickstoffatmosphäre destilliert. Das Neutraläquivalent des Ketiminproduktes wurde zu 71,5 (berechnet 71) gefunden. n11 D 1,4023, d'200 07536. Beispiel 5 Herstellung des N-Methylimins des Phenylacetons. Zu 31g (i Mol) flüssigem Methylamin wurden in einer mit Trockeneisrückflußkondensator versehenen Flasche 134g (i Mol) Phenylaceton im Laufe einer Stunde unter starkem Rühren zugegeben. Das Rühren wurde noch i Stunde bei Zimmertemperatur fortgesetzt, worauf 25 g festes Kaliumhydroxyd zugefügt wurden. Nach dem Stehen über Nacht bei 5° zeigte das durch das Alkgl'i entfernte Wasser an, daß die Reaktion zu etwa 70% verlaufen war. Die organische Schicht wurde abgetrennt, 7 g Kaliumhydroxyd hinzugegeben und erneut über Nacht bei 5,° stehengelassen. Nach nochmaliger Wasserentfernung war die Umsetzung zu 90% der Theorie erfolgt. Die Trennung der organischen Schicht und deren Destillation bei i mm in Stickstoffatmosphäre über ,4 g Kaliumhydroxyd ergaben ein farbloses flüssiges Produkt mit folgenden Eigenschaften: Sdp. 63 bis 66° n 1,527o, D 200 o,9631. Beispiel 6 Herstellung von N-Methylheptyliden-2-imin. Zu 114 g (i Mol) n-Amylmethylketon wurden in einer dickwandigen Flasche bei - 1o° 25 g Kaliumhydroxyd und 62 g (2 Mol, foo% Überschuß) flüssiges Methylamin zugegeben. Die Flasche wurde verschlossen und bei 25`° stehengelassen. In 2 Stunden war das Wasser praktisch vollständig entfernt; die Mischung blieb zusätzlich noch 2 Tage stehen. Der Druck wurde abgelassen; das entfernte Wasser ließ erkennen, daß die Reaktion zu 830/0 verlaufen war. Die organische Schicht wurde nun destilliert und das Produkt aufgefangen. Sdp. 82 bis 840 b,ei 5o mm. Das Produkt war eine klare, farblose Flüssigkeit (d 200 o,7922; n# r,4300; Neutraläquivalent 129 [berechnet r27]). Die Reduktion des Imins mit 5 % Pd/C ergab das entsprechende Amin vom Sdp. 74 bis 75'' bei 40 mm.
  • Beispiel 7 Herstellung des N-Methyl-i, 2-dimethyl-propylidenimins. 43 g (0,5 M01) Isopropylketon wurden mit Trockeneis gekühlt und 35 g Calciumoxyd zugegeben. Zu der gekühlten Mischung wurden 31 g (i Mol) Methylamin hinzugefügt. Die Flasche wurde verschlossen und 48 Stunden stehengelassen, wobei das Calciumoxyd sein Volumen fast verdoppelt hatte. Die Flasche wurde auf 50; gekühlt, geöffnet und das Ketimin direkt aus dem Reaktionsgefäß destilliert. Sdp. 560 bei 138 mm. Neutraläquivalent gefunden: i05 (berechnet 99). Beispiel 8 Herstellung von N-Methyl-cyclohexylidenimin. Zu 98 g (i Mol) Cyclohexanon wurden bei - i00 langsam unter äußerer Kühlung 62 g (2 Mol) flüssiges Methylamin und 25 g Kaliumhydroxyd zugegeben. Die Mischung wurde verschlossen, dann ließ man sie sich auf 250' erwärmen. Nach i Stunde war praktisch alles Wasser von dem Ketonaminadditionsprodukt entfernt. Die wäßrige Schicht wurde abgetrennt, und durch die Gewichtserhöhung wurde festgestellt, daß die Reaktion quantitativ verlaufen war. Die organische Schicht wurde destilliert und das Ketimin aufgefangen. Sdp. 78 bis 82'0: bei 48 mm; n ö 1,4747; d 2200 0,9046 MD: berechnet 35,5 bis 36, gefunden 35. Das Ketimin wurde durch Zugabe von o,oi % Hydrochinon stabilisiert. Beispiel 9 Herstellung von N-Methyl-i-cyclopropyläthylidenimin-(2). Zu 84g (1 M01) Cyclopropylmethylketon wurden bei Trockeneistemperatur 70 g Calciumoxyd und 62g (2 Mol oder ioo % Überschuß) flüssiges Methylamin zugegeben. Man ließ die Mischung in einem geschlossenen Gefäß sich auf 25'0' erwärmen, worauf nach 12 Tagen die Volumenzunahme des Calciumoxyds die Beendigung der Reaktion anzeigte. Das Ketimin wurde direkt aus dem Reaktionsgefäß destilliert. Sdp. 560' bei 6o mm; n, 1,4529; Neutraläquivalent: berechnet 97, gefunden ioo. Beispiel io und das rot-gefärbte Filtrat bei vermindertem Druck in Abwesenheit von Sauerstoff destilliert. Es wurden 12 g einer Fraktion vom Sdp. 137 bis r38'' bei o,9 mm erhalten. Das Neutraläquivalent war 370 (berechnet 223) ; m 'D' 1,5838. Das Ketimin verfärbte sich rasch, wenn es der Luft ausgesetzt war. Beispiel. ii Herstellung von N-Methyl-8-pentadecylidenimin. Zu 45,5 g (0,2 Mol) 8-Pentadecanon und 5 g Kaliumhydroxyd wurden bei etwa - i00 17 g (2500/0 Überschuß) flüssiges Methylamin zugegeben. Das Ganze wurde in einem Druckgefäß verschlossen; dann ließ man es sich auf 25'° erwärmen, bei welcher Temperatur das Reaktionsgemisch 4 Tage unter gelegentlichem Schütteln gehalten wurde. Die Mischung wurde gekühlt und das Kaliumhydroxyd durch Filtration durch eine Aktivkohleschicht hindurch entfernt. Die organische Flüssigkeit würde destilliert, Sdp. i09 bis i i0'0 bei o,5 mm; n ö 1,4494; Neutraläquivalent 264 (berechnet 239). Beispiel 12 Herstellung von N-Methyl-n-pentyliden-3-imin. Zu 439 (0,5 Mol) Diäthyl'keton wurden in einer druckbeständigen Flasche bei etwa - i0'01 i2,5 g Kaliumhydroxydflocken und 31 g (1 Mol oder ioo% Überschuß) Methylamin zugegeben. Die Flasche wurde 48 Stunden bei 25°' stehengelassen. Es wurde nun auf 50 gekühlt, durch Aktivkohle filtriert und destilliert; man erhielt ein unreines Destillat, das vermutlich ein Gemisch des Ketimins mit unverändertem Ketondarstellte. Das Destillat wurde mit. dem Rückstand indem Destillutionsgefäß vereinigt und in eine Druckflasche mit 25 g Calciumoxyd und 25 ccm flüssigem Methylamin gegeben (gemischt bei etwa - I000). Die Flasche wurde verschlossen und 3 Tage bei 250. stehengelassen. Direkte Destillation bei Atmosphärendruck ergab nach einem beträchtlichen Vorlauf 9 g N-aVlethyln-pentyliden-3-i@min, Sdp. 1i3'0!; n00 1,q.220; Neutraläquivalent 103 (berechnet 99).
  • Die vorstehenden Beispiele wurden nur zur Erläuterung der erfindungsgemäßen Herstellung wertvoller Imine gegeben und sollen in keiner Weise die Erfindung einschränken.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Ketiminen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Keton der allgemeinen Formel Herstellung von N-Methyl-i, 3'-diphenylpropylidenimin-(2). Zu 15,8 g (0,075 Mol) Dibenzylketon wurden in einer Druckflasche bei - 1o° 4,5 g Kaliumhydroxydblättchen und 7 g (20o % Überschuß) Methylamin zugegeben. Die Flasche wurde nach dem Entfernen der Luft durch ein inertes Gas verschlossen und 18 Stunden bei 250' stehengelassen, worauf sie auf 50 abgekühlt wurde. Der Druck wurde abgelassen und der Inhalt durch Auswaschen mit zunächst "2o ccm Benzol und dann io ccm Äther entfernt. Die organische Schicht wurde abgesaugt R1-CO-R2, wobei R1 und R2 Alkyl-, Aralkyl-, substituierte Aralkyl- oder alicyclische Reste bedeuten, mit einem primären Alkylamin der Formel H2 N - R, wobei R ein niedrigmolekularer Alkylrest mit nicht mehr als 2 Kohlenstoffatomen, insbesondere der Methylrest, ist, bei niedrigen Temperaturen, vorteilhaft bei solchen Temperatur- und Druckbedingungen, daß das Amin in flüssiger Form reagiert, umsetzt und aus dem erhaltenen Umsetzungsprodukt in alkalischem Medium und unter Ausschluß von Sauerstoff durch Behandlung mit einem alkalischen Dehydratisierungsmittel Wasser abspaltet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als alkalisches Dehydratisierungsmittel Kaliumhydroxyd oder Calciumhydroxyd verwendet wird. Angezogene Druckschriften: K a r r e r, Lehrbuch der Organischen Chemie, 1941, S. 1ä3.
DEW887A 1948-06-24 1950-01-17 Verfahren zur Herstellung von Ketiminen Expired DE922887C (de)

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