DE922430C - Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel - Google Patents
Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und AbdichtungsmittelInfo
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- DE922430C DE922430C DEC4699A DEC0004699A DE922430C DE 922430 C DE922430 C DE 922430C DE C4699 A DEC4699 A DE C4699A DE C0004699 A DEC0004699 A DE C0004699A DE 922430 C DE922430 C DE 922430C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D5/00—Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
- C09D5/08—Anti-corrosive paints
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Description
Von einem Korrosionsschutzmittel wird eine Reihe von Eigenschaften verlangt, deren wichtigste
die Verhinderung des Zutritts von Wasser zum Schutzobjekt ist. Ferner sind, um diese Grundeigenschaft
zu erreichen, eine gute Haftfähigkeit, Alterungsbeständigkeit, Plastizität und vor allem
wasserabweisendes Verhalten notwendig.
Unter den heutigen Korrosionsschutzmitteln, die diesen Bedingungen bereits weitgehend entsprechen,
ίο haben sich plastisch bleibende Materialien in Binden-,
Kitt- oder Pastenform ein breites Anwendungsgebiet erworben.
In ihren Grundbestandteilen bestehen solche Schutzmittel vorwiegend aus Paraffinkohlenwasser-Stoffen
oder aus Öl-Harz-Gemischen, denen meist noch inerte Füllstoffe, wie z. B. feingemahlene
Silikate, und gegebenenfalls auch Kunststoffe beigemischt sind.
Infolge ihrer verhältnismäßig guten wasserabweisenden Eigenschaften sind diese Stoffe als
Abdichtungs- und Korrosionsschutzmittel für Metalle aller Art geeignet. Trotzdem läßt die
Wasserfestigkeit auch dieser Stoffe noch zu wünschen übrig. Versuche, die angestrebte Verbesserung
durch Zugabe von Kunststoffen herbeizuführen, verliefen zum Teil erfolgreich, ließen jedoch
den Gestehungspreis des Produktes so ansteigen, daß nur eine geringe Wirtschaftlichkeit gegeben
war.
Überraschenderweise hat sich nun herausgestellt, daß man für Korrosionsschutzzwecke brauchbare,
stark wasserabweisende Massen dadurch gewinnen kann, daß man die bisher verwendeten Paraffinkohlenwasserstoffe
teilweise oder ganz durch hochmolekulare Fettsäuren oder im Gemisch mit Stearinpech
ersetzt. Die so gewonnenen Produkte zeigen ein hervorragendes wasserabweisendes Verhalten;
sie werden in Form von Pasten oder Kitten verwendet bzw. sie dienen als Tränk- und Belagmassen
für Gewebebänder, Folien, Stricke, Geflechte, Vliese, Schleier od. dgl. aus Cellulose, Glas, Kunststoff,
Asbest usw.
Es ist zwar bereits bekannt, für den Schutz von Kupfer, insbesondere von Schiffsböden gegen See-
wasser, Lösungen von Fettsäuren in leichtflüchtigen Kohlenwasserstoffen zu verwenden, die sich mit
oxydiertem Kupfer zu einer wasserunlöslichen Oberflächenschutzschicht verbinden. Bei dem in
vorliegender Sache beanspruchten Mittel handelt es sich jedoch nicht um die Verwendung eines
Anstrichmittels aus gelöster Fettsäure, sondern um plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel
durch die Vereinigung hochmolekularer
ίο Fettsäuren mit zu Korrosionsschutzzwecken verwendeten
Protoparaffinen und die gleichzeitige Verbindung dieser hochmolekularen Fettsäuren mit
Metalloberflächen zu Schwermetallseifen.
Es ist ferner bekannt, das Verhalten der Lithopone gegen Stearinpeche zur Bildung fester, plastischer
Massen, die als Dachdecken oder Beläge für ähnliche Zwecke Verwendung finden, auszunutzen.
Derartige Verfahren sind ' aber für die hier in Betracht kommenden Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel
ungeeignet, da die eingebrachten Pigmente sich einerseits nicht mit den Fettsäuren
umsetzen sollen, andererseits keine Ursache zu Korrosionen bilden dürfen. Im übrigen bewirken
die Fettsäuren bei unserem Verfahren eine durchaus erwünschte zusätzliche Erhöhung der wasserabweisenden
Eigenschaften der verwendeten Protoparaffine.
Der durch das Mittel gemäß der Erfindung bewirkte Schutz besteht im wesentlichen darin, daß
sich die meist endständige Carboxylgruppe mit der Metalloberfläche zu unlöslichen Schutzschichten
aus Schwermetallseifen verbindet. Durch diesen Vorgang werden die wasserabweisenden Eigenschaften
des Gesamtmoleküls verstärkt und der Zutritt von Wasser mit darin, wie z. B. im Boden,
evtl. gelösten Elektrolyten verhindert.
Für Spezialzwecke können zur Erzielung besonders starker Klebkraft und Haftfähigkeit Naturoder
Kunstharze zugefügt werden.
In besonderen Fällen ist es unter Umständen ratsam, zur Verhinderung biologischer Veränderungen
am Träger oder an den Massen selbst fungizide bzw. bakterizide Stoffe einzumischen.
Ferner kann es zweckmäßig sein, den Massen tropf punkterhöhende Stoffe beizugeben.
Ausführungsbeispiele
1. 150 g hochmolekulare Fettsäure,
25 g Talkum,
50 g Bentonit;
50 g Bentonit;
2. 50 bis 100 g hochmolekulare Fettsäure, die
zum Teil durch Stearinpech ersetzt werden kann,
100 bis 50 g Paraffingatsch oder Kabelpetrolatum,
5 g Polyisobutylen,
30 bis 40 g Talkum,
30 bis 40 g Talkum,
30 bis 50 g Kaolin (gegebenenfalls unter Zusatz von 0,2 bis 2% an bakteriziden
und fungiziden Stoffen);
3. 100 g hochmolekulare Fettsäure,
100 g Protoparaffin,
100 g Protoparaffin,
30 g Talkum,
60 g Kaolin (gegebenenfalls unter Zugabe von 2 bis 5 g eines tropfpunkterhöhenden
Mittels, wie z. B. Anthrazen oder Hartwachs, oder ein öllösliches Polymerisat
ungesättigter Kohlenwasserstoffe);
4. 150 g hochmolekulare Fettsäure,
40 g Wurzelharz, 50 g Kaolin;
5. 125 g hochmolekulare Fettsäure,
25 g Teerpechöl,
40 g Wurzelharz,
55 g Bentonit.
Die Massen in Ausführungsbeispielen 1 bis 5
werden für sidh allein verwendet, gegebenenfalls aber
auch mit anorganischen bzw. organischen Fasern zur Herstellung von Abdichtungsmitteln versehen,
oder sie werden als Tränk- und/oder Belagmassen auf die verschiedenartigsten Träger usw. gebracht.
Claims (7)
1. Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und·
Abdichtungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie in ihren Grundbestandteilen aus hochmolekularen
Fettsäuren bestehen.
2. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
am Aufbau der Massen außer hochmolekularen Fettsäuren auch noch Paraffinkohlenwasserstoffe
beteiligt sind.
3. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Stearfnpech und ähnliche Körper ent-
_ halten.
4. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
am Aufbau der Massen Natur- und Kunstharze beteiligt sind.
5. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bakterizide und fungizide Stoffe zugesetzt sind.
6. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß tropfpunkterhöhende Mittel zugefügt sind.
7. Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
Teerpechöle den Massen beigemischt sind. "
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 139 968, 368 236, 960, 411 212, 741 822;
britische Patentschrift Nr. 325816;
polnische Patentschrift Nr. 13 353;
Merkblatt »Lumitol OP« der Badischen Anilin-&
Soda-Fabrik;
Wagner-Sarx, »Lack-Kunstharze«, 1950, S. 133; iao
E. J. Fischer, »Wachse, wachsähnliche Stoffe und technische Wachsgemenge«, 1934, S. 12, Mitte;
»Laboratoriumsbuch für die Untersuchung technischer Wachs-, Harz- und ölgemenge«, S. 21;
»Untersuchung von Asphalt- und Pechgemengen«, 1932, S. 41 bis 44.
© 9581 1.55
Priority Applications (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEC4699A DE922430C (de) | 1951-09-15 | 1951-09-15 | Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel |
DEC4887A DE924469C (de) | 1951-09-15 | 1951-10-31 | Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEC4699A DE922430C (de) | 1951-09-15 | 1951-09-15 | Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE922430C true DE922430C (de) | 1955-01-17 |
Family
ID=7013456
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEC4699A Expired DE922430C (de) | 1951-09-15 | 1951-09-15 | Plastisch bleibende Korrosionsschutz- und Abdichtungsmittel |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE922430C (de) |
Cited By (4)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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DE1084992B (de) * | 1954-10-12 | 1960-07-07 | Chemieprodukte G M B H | Korrosionsschutz von erdverlegten Rohrleitungen, profilierten Rohrverbindungen, Rohrformstuecken od. dgl. unter Verwendung von Folien, Bahnen oder Baendern aus schmiegsamen Elastomeren, vorzugsweise Butylkautschuk |
DE1086502B (de) * | 1954-05-05 | 1960-08-04 | Chemieprodukte G M B H | Kombinierter Waerme- und Korrosions-schutz fuer Rohrleitungen |
DE1097404B (de) * | 1956-08-03 | 1961-01-19 | Frank Bertie Coales | Herstellung wasserbestaendiger klebfaehiger Baender fuer das Bauhandwerk |
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-
1951
- 1951-09-15 DE DEC4699A patent/DE922430C/de not_active Expired
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