DE9208672U1 - Vorrichtung zur Verbindung von in Bohrlöchern absenkbaren, mit Quellton füllbaren Rohrschüssen - Google Patents
Vorrichtung zur Verbindung von in Bohrlöchern absenkbaren, mit Quellton füllbaren RohrschüssenInfo
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Description
^ ■ 9 -
"Vorrichtung zur Verbindung von in Bohrlöchern absenkbaren, mit Quellton füllbaren Rohrschüssen"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbindung von in Bohrlöchern absenkbaren, mit Quellton oder dgl. füllbaren
Rohrschüssen aus wasserlöslichem Material, die an einem Ende mit einem topfförmigen Kupplungsaufnahmeelement und an
ihrem anderen Ende mit einem damit korrespondierenden topfförmigen Kupplungseingriffselement versehen sind.
Es werden zu vielfachen Zwecken Bohrungen in sehr unterschiedlichen
Techniken niedergebracht, sei es über Sprengsätze, als sogenannte gespülte Löcher, als Lanzendruckluftlöcher
oder gehämmerter Löcher, mit denen man Aufschluß über die Bodenschichtungen erreichen will. Zwangsläufig
kann dabei eine Mehrzahl von wasserführenden Schichten durchstoßen werden. Dabei ist es in der Regel nicht wünschenswert
nach Aufgabe der Bohrung diese vorhandene Verbindung aufrechtzuerhalten, so daß man die Bohrlöcher verdämmt
oder verfüllt.
Es ist bekannt, in die Bohrungen sogenannte Quelltonstangen niederzulassen, wobei der Quellton in wasserlöslichen Pappporen
eingebracht ist, um dann, wenn er mit Wasser in Be-
rührung kommt, aufzuquellen und das Bohrloch dichtend zu füllen.
Um beim Nacheinandereinfüllen von entsprechenden Rohrschüssen sicherzustellen, daß diese auch bis in den Bohrgrund
absinken, ist aus DE-GM 91 01 503.0 eine Vorrichtung bekannt geworden, mittels derer die einzelnen RohrSchüsse
problemlos aneinander festgelegt werden können, wobei in den in die Rohrschußenden eingesetzten Kupplungselementen
Öffnungen vorgesehen sind, die ein Eindringen von Wasser ermöglichen sollen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß
mit dieser Ausgestaltung noch kein einwandfreies Arbeiten möglich ist, da insbesondere bei den zuerst eingeführten
Rohrschüssen, die sich somit im Bereich des Bohrungsgrundes befinden, nicht gewährleistet ist, daß ausreichend zuverlässig
Wasser in die Rohrschüsse eintritt und somit ein ordnungsgemäßes Auffüllen und damit Verfüllen des Bohrloches
erfolgt.
Zu diesem Zweck ist bereits aus DE-GM 91 05 341.2 ein Rohrschußelement
bekannt geworden, dessen rohrförmige Umhüllung über der Höhe mit Perforationen versehen ist. Es hat sich
aber herausgestellt, daß auch diese bekannte Konstruktion den Anforderungen nicht genügt, da die RohrSchüsse keine
ausreichende Stabilität aufgrund der Perforationen aufwei-
sen bzw. so stabile Umhüllungen verwendet werden müssen, daß kein wirtschaftlich sinnvolles Arbeiten möglich ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Lösung zu schaffen, mit der mit einfachen Mitteln bei einer problemlosen
Absenkmöglichkeit derartiger Rohrschüsse in den Bohrlochgrund eine einwandfreie Wasserzufuhr, insbesondere zu den
untersten Rohrschüssen, gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten
Art erfindungsgemäß gelöst durch ein hülsenförmiges Element mit wenigstens bereichsweise perforierter
Mantelfläche, welches an einem Ende ein Kupplungsaufnahmeelement
und am anderen Ende ein Kupplungseingriffselement aufweist, wobei beide Elemente topfförmig ausgebildet sind
und im Topfboden jeweils wenigstens eine Durchtrittsöffnung aufweisen.
Mit der Erfindung wird somit ein zusätzliches rohrförmiges Element zur Verfügung gestellt, das zwischen zwei Rohrschüssen,
wie diese beispielsweise aus DE-GM 91 01 503.0 bekannt sind, montiert wird, wobei es in den meisten Fällen
ausreichend ist, nur die beiden zuerst einzuführenden Rohrschüsse mit einer zwischengeschalteten erfindungsgemäßen
Vorrichtung zu versehen. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird somit auf einfache Weise ohne Beeinträchtigung
-LiAbsenkung derartiger Rohrschüsse eine zuverlässige Wasserzufuhr
in die betreffenden Rohrschüsse gewährleistet, da das Wasser durch die perforierten Mantelflächen ungehindert
in die Vorrichtung eintreten und aus dieser in die angrenzenden Rohrschüsse eindringen kann.
Wenn die zugeordneten Rohrschüsse mit mit Gewinde versehenen Kupplungselementen ausgerüstet sind, ist bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorteilhaft vorgesehen, daß das Kupplungaufnahmeelement an seiner Innenzylinderwandflache
und das Kupplungseingriffselement an seiner Außenwandfläche
mit Gewindeabschnitten versehen sind. Die Vorrichtung kann dann problemlos an den zugeordneten Rohrschüssen befestigt
werden, so daß ein problemloses Absenken in das Bohrloch möglich ist.
Konstruktiv besonders vorteilhaft ist es, wenn die Kupplungselemente
als Einzelteile ausgebildet sind, die form- und/oder kraftschlüssig in das hülsenförmige Element eingesetzt
sind. Durch diese Ausbildung wird die Herstellung vereinfacht, gleichzeitig können für die Kupplungselemente
und das hülsenförmige Element auch andere Materialien eingesetzt werden.
Bevorzugt bestehen das hülsenförmige Elemente und/oder die Kupplungselemente aus thermoplastischem Kunststoffmaterial.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in vereinfachter Darstellung den Schnitt durch einen
Erdbereich eines Bohrloches mit einer Mehrzahl von aneinander gekuppelten Rohrschüssen mit wenigstens
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie in
Fig. 2 in vereinfachter räumlicher, teilweise aufgebrochener Darstellung eine erfindungsgemäße Vorrichtung
sowie zwei Anschlußenden zu verbindender Rohrschüsse.
In Fig. 1 soll neben einer oberen, nicht näher definierten Erdabdeckung 1 ein Wechsel zwischen Tonschichten 2,2',2''
und Kiesschichten 3,3',B'1 dargestellt sein, die von einer
Bohrung 4 durchdrungen und auf diese Art und Weise auch miteinander, wenigstens was das Grundwasser angeht, verbunden
sind. In die Bohrung 4 sind einzelne Rohrschüsse eingebracht, in denen sich im dargestellten Beispiel Quellton
bzw. Betonit befindet, welches nach Benetzung mit Grundwasser aufquillt und das gesamte Bohrloch ausfüllt, was andeutungsweise
wiedergegeben ist. Die Füllbereiche des Bohrloches 4 sind in Fig. 1 mit 6 bezeichnet.
W "J _
Wenigstens im Verbindungsbereich zwischen den beiden untersten Rohrschüssen 5 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zur kuppelbaren Verbindung dieser beiden Rohrschüsse 5 angeordnet, die mit 7 bezeichnet ist. Diese Vorrichtung 1
weist ein hülsenförmiges Element 8 auf (Fig. 2), dessen Mantelfläche mit Perforierungen 9 versehen ist, derart, daß
Grundwasser ohne weiteres in das hülsenförmige Element 8 eintreten kann.
In das hülsenförmige Element 8 ist am unteren Ende ein topfförmiges Kupplungseingriffselement 10 und am oberen Ende
ein topfförmiges Kupplungsaufnahmeelement 11 form- oder kraftschlüssig eingesetzt, ggf. können diese Kupplungselemente
10,11 auch einteilig mit dem hülsenförmigen Element 8 ausgebildet sein. Die Topfboden 12,13 der Kupplungselemente
10,11 sind mit wenigstens einer Durchtrittsöffnung versehen, diese Durchtrittsöffnungen 14,15 können unterschiedliche
Gestaltung aufweisen, z.B. kreisförmig sein oder randseitig als Rechtecksausnehmungen ausgestaltet sein.
Das Kupplungseingriffselement 10 ist an seiner Außenwandfläche
mit einem Außengewinde 16 versehen, während das Kupplungsaufnahmeelement 11 an seiner Innenzylinderwandflache
Innengewindeabschnitte 17 aufweist. Außerdem weist das Kupplungseingriffselement 10 einen Anschlagrand 18 und das
Kupplungsaufnahmeelement 11 einen Anschlagrand 19 auf, wel-
ehe die Einschraubtiefe der entsprechenden Kupplungselemente
der angrenzenden Rohrschüsse 5 begrenzen.
Wie in Fig. 2 dargestellt, wird die erfindungsgemäße Vorrichtung
7 kuppelnd zwischen zwei Rohrschußenden 5 angeordnet, wozu in bekannter Weise (DE-GM 91 01 503.0) die Rohrschüsse
5 mit entsprechenden Kupplungsenden versehen sind. So weist das obere Rohrschußende ein Kupplungseingriffselement
10* und das untere Rohrschußende ein Kupplungsaufnahmeelement II1 auf. Diese Kupplungselemente 10',1I1 sind in
der gleichen Weise aufgebaut wie die Kupplungselemente 10 und 11 der erfindungsgemäßen Vorrichtung 7, entsprechende
Bezugszeichen sind deshalb mit denselben Bezugszeichen versehen, wie bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 7, allerdings
mit einem zusätzlichen "'".
Wie in Fig. 1 dargestellt, wird eine erfindungsgemäße Vorrichtung
7 bevorzugt nur zwischen die beiden untersten und damit zuerst in die Bohrung 4 einzuführenden Rohrschüsse 5
kuppelnd eingesetzt. Selbstverständlxch können auch zwischen anderen Rohrschüssen 5 erfindungsgemäße Vorrichtungen
7 eingesetzt werden, wenn dies im Einzelfall notwendig ist. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung 7 ist zuverlässig
gewährleistet, daß Grundwasser oder dgl. in die Vorrichtung 7 und von dieser in die Rohrschußenden eintritt, so daß die
volle Funktionsfähigkeit der Rohrschüsse, d.h. das Aufquellen des Inhaltes derselben, sichergestellt ist.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist selbstverständlich die Ausbildung der Kupplungselemente 10 und 11 in geeigneter Weise anpaßbar, wenn Rohrschüsse mit anders ausgebildeten Kupplungsenden eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist selbstverständlich die Ausbildung der Kupplungselemente 10 und 11 in geeigneter Weise anpaßbar, wenn Rohrschüsse mit anders ausgebildeten Kupplungsenden eingesetzt werden.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Verbindung von in Bohrlöchern absenkbaren, mit Quellton oder dgl. füllbaren Rohrschüssen aus wasserlöslichem
Material, die an einem Ende mit einem topfförmigen Kupplungsaufnahmeelement und an ihrem anderen Ende mit
einem damit korrespondierenden topfförmigen Kupplungseingriff
selement versehen sind,
gekennzeichnet durch
ein hülsenförmiges Element (8) mit wenigstens bereichsweise
perforierter Mantelfläche (9), welches an einem Ende ein Kupplungsaufnahmeelement (11) und am anderen Ende ein Kupplungseingriff
selement (10) aufweist, wobei beide Elemente (11,10) topfförmig ausgebildet sind und im Topfboden
(13,12) jeweils wenigstens eine Durchtrittsöffnung (15,14) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kupplungsaufnahmeelement (11) an seiner Innenzylinderwandflache
und das Kupplungseingriffselement (10) an seiner Außenwandfläche mit Gewindeabschnitten (17,16) versehen
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kupplungselemente (11,10) als Einzelteile ausgebildet sind, die form- und/oder kraftschlüssig in das hülsenförmige
Element (8) eingesetzt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß das hülsenförmige Element (8) und/oder die Kupplungselemente (11,10) aus thermoplastischem Kunststoffmaterial
bestehen.
Priority Applications (2)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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