DE913C - Behandlung des Leuchtgases nut- temperirtem Theer und Trocknung desselben behufs Carburirung nebst den dazu angewandten Apparaten - Google Patents
Behandlung des Leuchtgases nut- temperirtem Theer und Trocknung desselben behufs Carburirung nebst den dazu angewandten ApparatenInfo
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- DE913C DE913C DE000000000913DA DE913DA DE913C DE 913 C DE913 C DE 913C DE 000000000913D A DE000000000913D A DE 000000000913DA DE 913D A DE913D A DE 913DA DE 913 C DE913 C DE 913C
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Description
1877.
HENRY AITKEN in FALKIRK (England).
nebst den dazu angewendeten Apparaten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1877 ab.
Längste Dauer: 7. Februar 1890.
Die Erfindung hat zum Zweck, die Leuchtkraft des Steinkohlengases zu erhöhen. Dieser
Zweck wird erreicht, indem die ungereinigten Gase auf eine rationellere Weise behandelt werden,
als dies seither, der Fall gewesen ist. Nach diesem Verfahren werden die Gase mehr mit
den flüchtigen Kohlenwasserstoffdämpfen und reichen Gasen gesättigt, die bei.dem gewöhnlichen
Procefs von den theer-und wasserhaltigen Dämpfen absorbirt werden. .
Es ist bekannt, dafs der Theer sich nicht sofort aus dem rohen Gas abscheidet, nachdem
die Temperatur, unter den Siedepunkt des Theeres gesunken ist, der Theer wird vielmehr
auch bei niedrigerer Temperatur auf mechanische Weise mitgerissen; um ihn von dem Gas zu
trennen, wendet man die Scrubber an.
Ferner ist bekannt, dafs die flüchtigen Kohlenwasserstoffdämpfe hauptsächlich zur Leuchtkraft
des Gases beitragen, und dafs diese Dämpfe in dem Theer noch sehr reichlich vorhanden
sind.
Ich habe nun gefunden, dafs die gegenwärtige Behandlung der ungereinigten Gase eine für
die Leuchtkraft desselben sehr nachtheilige ist; denn der auf mechanische Weise mitgerissene
Theer hat die Eigenschaft, aus dem gekühlten Gas die flüchtigen Kohlenwasserstoffdämpfe zu
absorbiren, welche, wenn sie in dem Gas verblieben wären, die Leuchtkraft desselben bedeutend
erhöht haben würden.
Ich habe ferner gefunden, dafs die Gegenwart von wasserhaltigen Dämpfen in den Gasen
verhindert, dafs die letzteren die flüchtigen Kohlenwasserstoffe absorbiren, und dafs die
Gase, wenn wasserhaltige Dämpfe vorhanden sind, viel von denjenigen Stoffen ausscheiden,
welche für die Leuchtkraft von hohem Werthe sind.
Ich habe weiter gefunden, dafs, wenn man die Gase von den wasserhaltigen Dämpfen befreit
, die ersteren die flüchtigen Kohlenwasserstoffe mehr zurückhalten und absorbiren, als
dies bei der gegenwärtigen Behandlung der Fall ist.
Ich habe aufserdem noch entdeckt, dafs, wenn man die Gase langsam kühlt und den Theer
auf einer Temperatur von ungefähr 320C. hält,
die Absorption der, flüchtigen Kohlenwasserstoffdämpfe
durch den Theer verhindert wird.
Ich habe mir die Aufgabe gestellt, die nachtheilige Wirkung des Theeres auf die rohen Gase
zn. verhindern, sowie die wasserhaltigen Dämpfe zu entfernen und dadurch die Leuchtkraft des
Gases zu erhöhen. In der Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung. ■ ,
Dieselbe kann auf verschiedene Weise ausgeführt werden, auch können die dabei angewendeten
Apparate verschieden construirt sein. Einige Constructionen gebe ich in nachstehendem
; dieselben werden mit Hülfe der beiliegenden Zeichnungen genau beschrieben.
. Man wird finden, dafs dieselben leicht verändert werden können1, während das, was wesentlich für erfolgreiche Durchführung meiner Erfindung nöthig, beibehalten wird.
. Man wird finden, dafs dieselben leicht verändert werden können1, während das, was wesentlich für erfolgreiche Durchführung meiner Erfindung nöthig, beibehalten wird.
Beschreibung der Zeichnungen.
Fig. i, Blatt I, der beiliegenden Zeichnungen
ist eine Vorderansicht, theilweise im Schnitt, der ersten Art des Apparates, wie ich ihn ausführe.
Fig. 2 ist eine ,Endansicht des Apparates von A aus gesehen, Fig. 1.
Die Retorten B, in welchen die Destillation der Steinkohlen oder anderen geeigneten Materials
vor sich geht, werden in gewöhnlicher Weise von C aus gefeuert, die Röhren E verbinden
die Retorten B mit der Hydraulik D. F ist eine Abflufsröhre, die an einem Ende der
Hydraulik angebracht ist, dieselbe steht durch die Röhre G mit dem Theerbehälter H in Verbindung.
Die Hydraulik steht ferner durch das Rohr J mit einem grofsen cylindrischen Gefäfs
/ in Verbindung, das Gefäfs / ruht auf zwei Steinpfeilern K und ist in schräger Richtung
gelagert; an seinem oberen Ende ist es mit einer Auslafsröhre L versehen. Wenn der Apparat
im Gang ist, gehen die rohen Gase von der Retorte B durch die Röhre E in die Hydraulik D
auf die gewöhnliche Weise. Von da aus gelangen sie durch die Rohre J in das Gefäfs /,
wo sie theilweise condensirt werden und ihre Unreinigkeiten mit dem Theer ablagern. Da
nun das Gefäfs / eine geneigte Richtung hat, so fliefst der Theer immer nach dem niederen
Ende desselben, und trifft hier mit dem neu eintretenden Gas zusammen; dieses Gas hat
eine höhere Temperatur wie der Theer und verflüchtigt infolge dessen wieder einen Theil
der in dem Theer enthaltenen kohlenwasserstoffhaltigen Dämpfe und reichen Gase. Der
Theer selbst kann entweder wieder in die Hydraulik durch die Röhre J fliefsen oder er
kann durch eine besondere Röhre, die an dem unteren Ende des Gefäfses / angebracht ist, entfernt
werden. Die auf diese Weise abgekühlten und mit Kohlenwasserstoffen aus dem Theer
gesättigten Gase gehen alsdann durch die Röhre L nach dem Reiniger.
Durch eine einfache Abänderung kann man von der Anwendung des schrägliegenden Gefäfses
/ ganz abgehen; indem man nämlich die Hydraulik bedeutend vergröfsert und die Temperatur derselben auf 320C. hält.
Fig. 3 und 4, Blatt I, zeigen eine zweite Anordnung, um die nützlichen von dem Theer
absorbirten Stoffe wieder zu verflüchtigen, und zwar ist Fig. 3 ein Verticalschnitt und Fig. 4
ein Schnitt nach der Linie a-b, Fig. 3.
Bei dieser Construction werden zwei Reihen von Condensationsröhren A und B angewendet,
welche in Verbindung mit den Kammern C und D stehen. Zwischen den Kammern C und D und
verbunden mit denselben durch die Röhren E £i und MM1 befindet sich eine andere Kammer F1
die mit einem Dampfmantel G umgeben ist. In den Dampfmantel wird durch die Röhre H
Dampf eingeführt; durch die Röhre /kann derselbe wieder austreten, c d sind Ausflufsröhren
an den Kammern C und D. Die genannten Kammern sind mit Zwischenwänden J versehen,
welche in den Theer oder in das Wasser χ der Kammern CD eintauchen. Auf diese Weise
wird die Circulation des Gases durch die Condensationsröhren erreicht. Die Gase gehen von K
aus in der Richtung der Pfeile durch die Condensationsröhren A. Dieselben können direct von
der Hydraulik genommen werden, oder auch aus dem oben beschriebenen Condensator. Bei
dem Passiren der Gase durch die Röhren A und die Kammer C, setzen dieselben Theer ab, der
sich in der Kammer C ansammelt, dieser Theer fliefst infolge des schrägen Bodens der Kammer
durch die Röhre M in den Theerbehälter F, wo er vermittelst Dampf erhitzt wird. Wenn die
Gase sämmtliche Röhren A passirt haben, gehen sie durch die Röhre E in den Theerbehälter F,
und streichen über die Oberfläche des erhitzten Theeres hin. Bei dieser Passage absorbiren sie
Kohlenwasserstoff aus dem Theer und werden damit gesättigt. Aus dem Theerbehälter F treten
dann die Gase durch die Röhre E1 in der Richtung der Pfeile in die Röhren B und die
Kammer D. Die Kammer D sollte nur Theer enthalten. Indem die Gase durch die Röhren B
gehen, setzen sie diejenigen Kohlenwasserstoffe, welche sie nicht zurückhalten können, ab und
treten dann durch L aus. Der in den Kammern D sich ansammelnde Theer fliefst durch die
Röhre M1 in den Theerbehälter F. Der letztere
hat eine Abflufsröhre w, durch welche der Theer continuirlich austritt. Das Wasser wird vermittelst
der Heber c und d aus den Kammern C und D entfernt. Diese Heber sind so angebracht,
dafs das Wasser nicht in den Theerbehälter F eintreten kann.
Fig. i, Blatt II, der beiliegenden Zeichnung ist ein Verticalschnitt eines combinirten Condensators
und Filters oder Scrubbers.
Fig. 2, Blatt II, ist ein Schnitt nach der Linie a-b, Fig. 1. Wie aus der Zeichnung ersichtlich,
besteht dieser Apparat nur aus einer Reihe von Kästen (zwei, A und B, sind nur gezeichnet),
welche durch Röhren C miteinander verbunden sind. Die Kästen sind auf dem
Mauerwerk D in schräger Richtung aufgestellt. Die Kästen A und B sind durch Siebe oder
Filter E in Kammern getheilt. Diese Filter bestehen aus zwei durchlöcherten Blechen, welche
etwas von einander entfernt angebracht sind. Der Raum zwischen den beiden durchlöcherten
Blechwänden ist mit Koks, Holzkohlen oder sonstigem filtrirenden Material ausgefüllt, wie
dies bei A gezeigt ist, oder sie bestehen einzig aus Sieben (siehe B). Anstatt der Filter kann
auch ein Scrubber angewendet werden, der die Gase wäscht, filtrirt und reinigt. Die rohen
Gase gehen durch die Röhre H in die erste Kammer A, wo sie theilweise abgekühlt werden
und sich condensiren, von da gehen sie durch das erste Filter E, indem sie hier den Theer, der
mechanisch mit ihnen gemischt ist, absetzen. Derselbe fällt auf den Boden des Kastens A und
fliefst auf der geneigten Bodenfläche abwärts. Nachdem die Gase den ersten Filter passirt
haben, werden sie in der zweiten Kammer des Kastens A weiter abgekühlt; alsdann gehen sie
durch das zweite Filter E, wo wiederum Theer abgelagert wird. Die Gase können so durch
eine beliebige Anzahl von Kammern geleitet werden, bis die Temperatur derselben gleich
derjenigen der Atmosphäre geworden ist.
Der in den Kästen A und B abgesetzte Theer fliefst unter den Filtern E G durch nach den
unteren Enden der Kästen. Da nun die Temperatur der Gase während der Passage durch
die verschiedenen Kammern und Filter niedriger wird, so folgt daraus, dafs der Theer in dem
Filter bei einer Temperatur ausgeschieden wird, bei der er die in den Gasen enthaltenen Kohlenwasserstoffe
nicht absorbirt. Aus den Kästen A und B wird der Theer durch Röhren / entfernt.
Der Ausflufs oben aus den Kästen A und B geschieht durch die Röhre H, welche
mit dem Heber h in Verbindung steht. Der Zweck der beschriebenen Anordnung besteht
darin, den schweren Theer aus den Gasen zu entfernen, bevor die Temperatur so weit gesunken
ist, dafs die leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffe, die in den Gasen enthalten sind, von dem Theer
absorbirt werden.
Eine andere Anordnung des Condensators ist in den Fig. 3 und 4, Blatt II, gezeigt. Fig. 3
ist theilweise eine Vorderansicht und theilweise ein Längsschnitt, während Fig. 4 ein Verticalschnitt
nach der Linie a-b, Fig. 3, ist.
Der Zweck dieser Anordnung besteht wiederum darin, den Theer bei solch hoher Temperatur
auszuscheiden, dafs die Absorption der leichtflüchtigen Dämpfe durch den Theer verhindert
wird. Um dieses zu erreichen, wende ich ein grofses cylindrisches Gefäfs A an, welches
durch eine Röhre B mit der Hydraulik C verbunden ist. Das Gefäfs A ruht in geneigter
Richtung auf den Pfeilern D; in dem Gefäfs ist eine Anzahl Dampfrohre E angebracht, denen
durch die Röhre F Dampf zugeführt wird. Durch die Röhre G kann derselbe wieder austreten.
Der Theer, welcher sich in der Kammer A abgesetzt hat, kann entweder in den Theerbehälter H
geleitet oder er kann in die Hydraulik geführt werden. Aus der Hydraulik wird der Theer
durch die Röhre K entfernt; er geht in den Behälter L. Die rohen Gase gelangen von der
Hydraulik C nach dem Gefäfs A und werden hier langsam bis zu einer Temperatur von 320C.
abgekühlt.
Die Dampfrohre E dienen dazu, diese Temperatur zu halten. Nachdem die Gase den
schwereren Theer in dem Gefäfs A abgesetzt haben, werden sie zu anderen Condensatoren
und Reinigern durch die Röhre M geführt.
Anstatt die grofse Kammer A innerlich mit Dampf zu heizen, kann man sie auch mit einem
Dampfmantel umgeben oder in einem geheizten Räume aufstellen.
Die Figuren auf Blatt III zeigen zwei Modificationen
der zuletzt beschriebenen Anordnung des Condensators.
Fig. ι ist ein Aufrifs und Fig. 2 ein Verticalschnitt
eines Thurmes oder einer Kammer A; das Innere dieses Thurmes ist mit Abtheilungen C
und D versehen. Die Abtheilungen C sind dicht an dem Innern des Thurmes befestigt
und in ihrer Mitte mit einer Oeffnung c versehen, über diesen Oeffnungen sind die Kappen P,
Fig. 2, angebracht, welche mit ihren Rändern' in den Theer, der auf den Abtheilungen C angesammelt
wird, eintauchen. Dadurch wird bewirkt, dafs die aufwärts gehenden Gase durch den Theer gehen müssen, wobei sie die leichten
Kohlenwasserstoffe, welche in dem Theer enthalten sind, absorbiren. Q sind Röhren, welche
an den Abtheilungen angebracht sind zur Ableitung des überflüssigen Theeres. Die Abtheilungen
D werden von Winkeleisen E getragen, die quer durch die Thüren A gehen.
Diese Abtheilungen oder Scheidewände D haben einen geringeren Durchmesser als der
Thurm, wodurch ein ringförmiger Raum d gebildet wird.
_ Der Thurm A ruht auf Mauerwerk E. G ist
eine Feuerstelle, durch welche die Kammer H geheizt wird. Der Rauch von der Feuerung G
geht durch die Röhre / ab. Die zu conden-' sirenden Gase werden durch die Röhre / in die
Kammer H eingeführt und gehen dann in der Richtung der Pfeile in dem Thurm A aufwärts,
bei K treten sie aus. Während dieser Passage setzen die Gase ihren Theer auf den Zwischenwänden
C und D ab, und die flüchtigeren Theile des Theeres werden nochmals verflüchtigt
während des Aufwärtsgehens der Gase. Der schwerere Theer sammelt sich in der Kammer ET,
fliefst von da in die Röhre J zurück und wird vermittelst der Röhre M entfernt.
Fig. 4, Blatt III, zeigt eine ähnliche Construction des Condensators. Zwischen den Abtheilungen
C und D sind noch durchlöcherte Abtheilungen E angebracht.
Fig. s, Blatt ΙΠ, zeigt einen Grundrifs einer
solchen durchlöcherten Platte der Scheibe. Diese Platten können eventuell mit Koksstücken bedeckt
sein, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. Die Heizung der Kammer H kann anstatt durch
Feuer auch durch Dampf bewerkstelligt werden.
Vermittelst des auf Blatt III dargestellten Apparates wird Theer auf den Zwischenwänden
abgesetzt, dessen Temperatur verschieden ist; die Gase selbst werden um so kälter, je höher
sie steigen, es ist daher natürlich, dafs sie den schwereren Theer absetzen und den leichteren
absorbiren.
Durch die Röhre K werden die Gase zu anderen Condensatoren geleitet, wo sie bis zur
Temperatur der Atmosphäre abgekühlt werden.
Wenn man die Gase in der eben beschriebenen Weise behandelt, kommt es vor, dafs
ein Ueberschufs von Schwefelverbindungen mit dem Gas weggeführt wird. Es ist wünschenswerth,
diese Schwefelverbindungen zu entfernen, dies geschieht, indem man die Gase mit Ammoniakflüssigkeit
wäscht bei ungefähr 210C.
Gasexhaustoren können bei den beschriebenen Apparaten ebenfalls angewendet werden. Der
beschriebene Thurm kann auch ganz mit Koks etc. angefüllt werden. Die Hauptsache, auf die es
bei allen Constructionen ankommt, ist, zu verhindern, dafs die Gase und die verschiedenen
Theersorten bei einer Temperatur zusammenkommen, bei welcher der Theer die reichen
Kohlenwasserstoffe absorbirt; obgleich diese Temperatur variirt, je nach dem Material, das
man zur Vergasung anwendet, so läfst sie sich doch leicht durch die Erfahrung bestimmen. Ich
habe gefunden, dafs man sehr gute Resultate erhält, wenn man nicht unter 32° C geht. Ein
anderer Theil meiner Erfindung bezieht sich auf die Behandlung der Gase, wodurch dieselben die
permanenten kohlenwasserstoffhaltigen Dämpfe, welche in ihnen suspendirt sind, zurückhalten.
Um dieses zu erreichen, entferne ich die wasserhaltigen Dämpfe aus den Gasen, indem ich die
letzteren über oder durch trockenen kaustischen Kalk streichen lasse.
Dies kann in irgend einer Weise geschehen, ror oder nach der Reinigung, besser ist es je-
doch' nach der .Reinigung; auch können die
Gase noch reicher gemächt werden, indem man sie über oder ι durch Theer oder OeIe gehen
läfst, welche bis 32 ° Ci erwärmt sind.
Um ,zu verhindern,, dafs die Gase nicht wieder
Wasserdämpfe aufnehmen, bedecke ich die Wasseroberfläche des grofsen Gasometer in dem
das Gas aufbewahrt wird, mit einer Schicht Theer oder OeI, das mit Paraffin gesättigt ist.
Theer oder besonders präparirtes Paraffmöl kann auch in den äufseren Gasröhren angewendet
werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die Behandlung der durch Destillation von Kohle oder anderen geeigneten Körpern ■ erhaltenen Gase auf eine solche Weise, 'dafs sie immer bei einer Temperatur erhalten werden, bei welcher entweder ein Absetzen von flüchtigen Kohlenwasserstoffen und reichen Gasen in dem Theer verhindert ist, oder bei welcher eine Wiederverflüchtigung der genannten Kohlenwasserstoffe und. reichen Gase, die von dem Theer absorbirt gewesen sind, stattfinden kann, so dafs die Gase damit gesättigt werden und eine höhere Leuchtkraft erhalten.Die verschiedenen Anordnungen des Apparates um ungereinigte Kohlengase zu behandeln, so dafs die letzteren befähigt werden, die leichter flüchtigen Kohlenwasserstoffe und reichen Gase zurückzuhalten.
Die Entfernung der Wasserdämpfe aus den Gasen, indem man sie über oder durch geeignete Feuchtigkeit absorbirende Körper passiren läfst.Das Durchleiten der so von Wasserdämpfen befreiten Gase durch flüchtige Kohlenwasserstoffe, um so die Leuchtkraft zu erhöhen. Die Anwendung von Theer, der mit Paraffinöl gesättigt ist, als Füllung für nasse Gasmesser, sowie die Bedeckung des Wassers im Gasbehälter mit Theer oder OeI.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE913T | 1877-08-24 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE913C true DE913C (de) |
Family
ID=70976500
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE000000000913DA Expired - Lifetime DE913C (de) | 1877-08-24 | 1877-08-24 | Behandlung des Leuchtgases nut- temperirtem Theer und Trocknung desselben behufs Carburirung nebst den dazu angewandten Apparaten |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE913C (de) |
-
1877
- 1877-08-24 DE DE000000000913DA patent/DE913C/de not_active Expired - Lifetime
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