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DE90990C - - Google Patents

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DE90990C
DE90990C DENDAT90990D DE90990DA DE90990C DE 90990 C DE90990 C DE 90990C DE NDAT90990 D DENDAT90990 D DE NDAT90990D DE 90990D A DE90990D A DE 90990DA DE 90990 C DE90990 C DE 90990C
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DE
Germany
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pipe
steam
pressure
heating
radiator
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Application number
DENDAT90990D
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English (en)
Publication of DE90990C publication Critical patent/DE90990C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24DDOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
    • F24D1/00Steam central heating systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Bei der durch Patent Nr. 65242 geschützten Heizungsanlage wird durch eine besondere Leitung mittelst einer Absaugevorrichtung beim Beginn des Heizens und während desselben die Luft aus den Heizkörpern abgeführt. Die Absaugerohre sind mit Entlüftungsvorrichtungen versehen, welche sich beim Durchströmen von Dampf oder heifsem Wasser schliefsen und beim Abkühlen durch vorgelagerte Luft wieder öffnen.
Nach der vorliegenden Erfindung wird bei diesem Apparat in das Dampfzuleitungsrohr ein Reducirventil eingeschaltet, welches es ermöglicht, mit .einem Dampf von sehr niedriger Temperatur, z. B. 50° C., zu heizen und den Dampf aus einem ^beliebigen Dampferzeuger nehmen zu können, ohne besondere Sorgfalt darauf verwenden zu müssen, einen gleichmäfsigen Druck in dem Dampferzeuger zu erhalten.
Ebenso wird eine mit einem Wasserverschlufs versehene Condensationswasserableitung angebracht, aus welchem das Condensationswasser in dem Mafse abfliefst, wie es sich bildet, so dafs der durch das Reducirventil einströmende Dampf den Apparat stets auf derselben Temperatur erhält.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen derartiger Heizapparate dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Apparat mit einem einzigen Heizkörper und einem Rohr, welches sowohl für die Zuleitung des Heizmittels dient, als auch zur Ableitung des Condensationswassers.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform des Apparates dargestellt, welcher ebenfalls nur einen Heizkörper besitzt, aber zwei Rohre, von denen eins zur Zuleitung des Heizmittels, das andere zum Ableiten des Condensationswassers dient.
Fig. 3 zeigt eine dritte Form des Apparates mit zwei Heizkörpern, von denen der eine mit einem Rohr, der andere dagegen mit zwei Rohren versehen ist. Die Zahl der Heizkörper kann natürlich nach Belieben vergröfsert werden.
Fig. 4 zeigt eine weitere Abänderung des Apparates mit drei Heizkörpern, von denen jeder mit zwei Rohren verbunden und jeder in seinem Zuleitungsrohr mit einer besonderen Mefsvorrichtung versehen ist, welche aus einem Reductionsventil besteht, welches zur Unterstützung der im Hauptzuleitungsrohr liegenden Mefsvorrichtung dient, welche ebenfalls aus einem Reductionsventil besteht.
Der in Fig. 1 dargestellte Heizkörper α kann von beliebiger Construction sein. Derselbe ist mit dem Zuleitungsrohr b versehen, welches mit einer geeigneten Quelle verbunden ist, um
in das Rohr Dampf oder ein anderes Heizmittel einzuführen. Dieses Zuleitungsrohr ist mit einer Mefsvorrichtung versehen, welche aus einem Reductionsventil c besteht, das den Druck auf seiner einen Seite auf einer ganz bestimmten Höhe hält, welcher ganz unabhängig ist von dem auf der anderen Seite herrschenden Druck. Dieses Reductionsventil wird so eingestellt, dafs das Heizmittel in dem Heizkörper unter einem Druck steht, welcher der gewünschten- Temperatur entspricht. Das Ventil regelt und mifst auf diese Weise das in den Heizkörper gelangende Heizmittel, indem es nur eine solche Menge in den Heizkörper gelangen läfst, als erforderlich ist, um denselben auf der erwünschten Temperatur zu erhalten, und jeden weiteren Zufiufs verhütet, welcher eine Steigerung der Temperatur über die vorgeschriebene Höhe herbeiführen würde. Die Construction eines derartigen Reductionsventils ist allgemein bekannt und braucht deshalb nicht beschrieben zu werden.
Die Mefsvorrichtung des Zuleitungsrohres kann auch in anderer Weise gestaltet sein, sie kann z. B. aus einer in dem Rohr angebrachten Querschnittsverengerung bestehen. Es ist jedoch vorzuziehen, ein Reductionsventil zu verwenden. Das Zuleitungsrohr ist mit einer Verlängerung d versehen, welche in ein Gefäfs e hinabreicht, in welchem sich das Condensationswasser ansammelt. Dieses Gefäfs ist, wie aus der Zeichnung zu ersehen, offen, und das Rohr d reicht bis nahe auf den Boden des Gefäfses, so dafs sein unteres Ende durch das in dem Gefäfs enthaltene Condensationswasser abgeschlossen wird. Unabhängig von dem Zuleitungsrohr ist an dem Heizkörper α ein Entlüftungsrohr f angebracht, welches an seinem anderen Ende mit einem Exhaustor h verbunden ist. Dieser kann von beliebiger Construction sein und kann durch Dampf bethätigt werden, wenn Dampf mit einem höheren Druck als der äiifsere Luftdruck zur Verfügung steht, oder auch durch unter Druck stehendes Wasser. Bei der in Fig. ι dargestellten Anordnung ist das Entlüftungsrohr an einem Punkt mit dem Heizkörper verbunden, welcher höher liegt als der Punkt, an welchem das Condensationswasser sich sammelt. Auf dem Entlüftungsrohr ist ein selbstthätiges Ventil g angebracht, welches verhindert, dafs Dampf oder sonstiges Heizmittel aus dem Heizkörper abgesaugt wird. Dieses Ventil kann in der Weise construirt sein, dafs es sich schliefst, wenn das Heizmittel mit ihm in Berührung kommt, sich dagegen öffnet, wenn sich ein Theil Luft in demselben angesammelt hat und dieser Theil des Heizkörpers dadurch abgekühlt wird. Das Zuleitungsrohr b ist ferner mit einem gewöhnlichen Ventil i versehen, um das Rohr gewünschten Falles ganz absperren zu können.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist wie folgt:
Angenommen, es werde als Heizmittel Dampf verwendet, der von irgend einer geeigneten Quelle entnommen werde und unter einem Druck stehe, der höher, gleich oder niedriger sei als der äufsere Luftdruck. Das Ventil i wird dann geöffnet, um den Dampf durch das Reductionsventil c in das Zuleitungsrohr b einströmen zu lassen. Der Exhaustor h wird dabei gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig in Thätigkeit gesetzt, so dafs die Luft aus dem Heizkörper a, dem Zuleitungsrohr b und dessen Verlängerungsrohr d durch das Entlüftungsrohr f abgesaugt wird. Bevor der Apparat in Thätigkeit gesetzt wird, wird das untere Ende des Rohres d in dem Gefäfs e verschlossen, indem man so viel Wasser in das Gefäfs giefst, dafs das untere Ende des Rohres d von dem Wasser bedeckt ist. Statt dessen kann man das Rohr d auch mit einem gewöhnlichen Rückschlagventil versehen.
Durch das Absaugen der Luft aus dem Heizkörper und seinen Rohrleitungen wird der Dampf sehr schnell in den Heizkörper α gebracht, so dafs derselbe fast augenblicklich erwärmt wird und seine heizende Wirkung ausüben kann. Sobald der Dampf das durch Erwärmung sich selbstthätig schliefsende Ventil g erreicht, wird dasselbe durch die infolge der Wärme eintretende Längenveränderung geschlossen. Die Heizleitung ist nun ganz mit Dampf gefüllt, welcher unter einem niedrigeren Druck steht, als der in der Rohrleitung befindliche Dampf, weil er zuerst das Reductionsventil passirt hat und dann in einen Raum, nämlich den Heizkörper, gelangt ist, aus welchem die Luft abgesaugt war. Da der Heizkörper seine Wärme abgiebt, wird der in ihm befindliche Dampf sich condensiren, wodurch wieder der Druck in dem Heizkörper vermindert wird. Infolge dieser Condensation und der daraus folgenden Druckverminderung wird durch das Reductionsventil mehr Dampf in den Heizkörper fliefsen, so dafs beständig Dampf in den Heizkörper hineinströmen wird. Infolge der Mefsvorrichtung oder des in dem Zuleitungsrohr angeordneten Reductionsventils wird der Dampf in dem Heizkörper beständig unter einem niedrigeren Druck stehen als der Dampf in dem Zuleitungsrohr, so dafs er einen gröfseren Raum einnimmt, und eine kleine Menge geprefsten Dampfes den Heizkörper füllt und ihn in der erforderlichen Weise erwärmt.
Wenn der Dampf in dem Heizkörper sich condensirt, fliefst das Condensationswasser durch den verticalen Theil des Zuleitungsrohres b
und seine Verlängerung d nach unten in das Gefäfs e, in welchem es sich ansammelt.
Die geschilderte Wirkungsweise wird durch den Umstand ermöglicht, dafs das Abflufsrohr für das Condensationswasser an seinem unteren Ende verschlossen ist. Hierdurch wird vermieden, dafs der Dampfdruck in der Heizrohrleitung in irgend einer Weise durch irgend einen Druck beeinflufst wird, der durch - das Rückflufsrohr in die Rohrleitung gelangen könnte.
Bei Anlage einer Heizvorrichtung ist von vornherein bekannt, welchen Druck der Dampf in dem Kessel oder der sonst zu benutzende Dampf hat. Wenn dies und die Gröfse der zu erwärmenden Heizfläche bekannt ist, kann die Mefsvorrichtung, möge dieselbe nun aus einem Reductionsventil oder aus einer Querschnittsverengerung des Rohres bestehen, so regulirt oder mit solchen Abmessungen angefertigt werden, dafs unter den genannten Umständen nur so viel Dampf in die Heizleitung eintritt, dafs er in derselben unter einem ganz bestimmten Druck steht. Ein Reductionsventil ist die beste Mefsvorrichtung, da dasselbe so eingestellt werden kann, dafs der Dampf in den Heizkörpern genau unter dem gewünschten Druck steht, ganz unbeeinflufst von dem Druck des Dampfes in dem Zuleitungsrohr.
Wie schon erwähnt, kann an Stelle des in Fig. ι dargestellten Reductionsventils c eine Querschnittsverengerung des Zuleitungsrohres angebracht werden, welche in derselben Weise die Spannung des Dampfes auf den gewünschten Betrag herabmindert.
Bei Benutzung eines derartigen Apparates ist es wesentlich, dafs die Heizleitung so viel als möglich luftleer gemacht wird. Dies wird durch die Thätigkeit des Exhaustors h erreicht, welcher alle Luft absaugt, die sich etwa in dem Heizkörper ansammelt. Das Entlüftungsrohr f ist unabhängig von dem Zuleitungsund Ableitungsrohr, so dafs die Luft durch ein anderes Rohr abgesaugt wird, als durch welches das Condensationswasser entweicht, und dafs das Condensationswasser aus diesem Rohr nicht ausfliefsen kann.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung ist der Heizkörper α von beliebiger Construction mit dem Zuleitungsrohr b versehen, in welchem das als Mefsvorrichtung dienende Reductionsventil angeordnet ist. Das Condensationswasser fliefst durch das Rohr d ab in das Gefäfs e, in welchem es sich ansammelt. Bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung ist dies Gefäfs geschlossen, so dafs das Ableitungsrohr d keines weiteren Verschlusses bedarf. Das Entlüftungsrohr/ ist unabhängig von dem Zu- und Ableitungsrohr mit dem Heizkörper a verbunden und ist an seinem anderen Ende mit dem Exhaustor h versehen. Von dem Entlüftungsrohr führt ein Rohr j zu dem oberen Theil des Gefäfses e, um aus diesem die Luft absaugen zu können. Das Entlüftungsrohr f ist an dem Ende, an welchem es mit dem Heizkörper, und ebenso an dem Ende, an welchem es mit dem Gefäfs e verbunden ist, mit selbsttätigen Ventilen g versehen, um das Entweichen von Dampf zu verhüten, wenn die Luft aus dem Apparat abgesaugt ist. In dem Zuleitungsrohr ist ein Absperrventil i angebracht. Das Ablaufrohr ist mit einem Rückschlagventil k versehen, welches das Condensationswasser in das Gefäfs e austreten läfst, aber den Eintritt von Luft oder Wasser in das Ablaufrohr d verhindert. Das Gefäfs e hat zwei Ventile //, von denen das am oberen Theil des Gefäfses angeordnete dazu dient, Luft einzulassen, wenn Wasser aus dem am unteren Theil angebrachten Ventil ausströmt. Um das Condensationswasser abzuführen, können auch andere geeignete Vorrichtungen getroffen werden.
Die Arbeitsweise des in Fig. 2 dargestellten Apparates ist dieselbe wie die des in Fig. 1 veranschaulichten, mit dem Unterschiede, dafs bei ersterem das Condensationswasser durch ein besonderes Ablaufrohr d abfliefst, anstatt durch das Zuleitungsrohr, und dafs die Luft durch das Entlüftungsrohr nicht blos aus dem Heizkörper und seinen Verbindungsrohren, sondern auch aus dem Gefäfs e abgesaugt wird.
Anstatt des Reductionsventils c kann in dem Zuleitungsrohr auch eine Querschnittsverengerung oder irgend eine andere Mefsvorrichtung angebracht werden, wie schon bei der Erläuterung von Fig. ι ausgeführt wurde.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung entweicht der von einer Dampfmaschine A kommende Dampf aus dem Auspuffrohr B, mit welchem das Zuleitungsrohr b der Heizvorrichtung verbunden ist. In diesem ist als Mefsvorrichtung ein Reductionsventil c angebracht, welches den Druck in den Heizkörpern und den Röhren auf einer ganz bestimmten Höhe hält, der unabhängig ist von dem in dem Auspuffrohr B herrschenden, aber natürlich niedriger ist als dieser. Die Heizkörper a1 und a2 können von beliebiger Construction sein. Bei ersterem dient das Rohr b sowohl zum Zuleiten des Dampfes als auch zum Abführen des Condensationswassers, welches aus dem Rohr b durch das Rohr b1 in das Gefäfs e abfliefst. In dem kurzen Verbindungsrohr zwischen dem Zuleitungsrohr b und dem Heizkörper ax ist ein Absperrventil m von gewöhnlicher Construction angebracht. Der Heizkörper a~ ist aufser dem Zuleitungsrohr b für den Dampf noch mit dem Ableitungsrohr d versehen, durch welches das conden-
sirte Wasser in das Gefä'fs e abströmt. In dem kurzen Verbindungsrohr zwischen dem Zuleitungsrohr b und dem Heizkörper α2 ist ein Absperrventil η von bekannter Construction angebracht, während in dem Ableitungsrohr d das Ventil n1 angeordnet ist. Das Entlüftungsrohr f ist unabhängig von dem Zuleitangsrohr und dem Ableitungsrohr und ist durch Zweigrohre mit jedem der beiden Heizkörper und auch mit dem oberen Theil des Gefäfses e verbunden, während es an seinem anderen Ende mit dem Exhaustor h versehen ist. Das Entlüftungsrohr ist an den Verbindungsstellen mit den beiden Heizkörpern und dem Condensationswassergefäfs mit selbstthätigen Ventilen g versehen, welche das Entweichen von Dampf durch das Entlüftungsrohr verhindern. In dem Rohr bl ist ein Rückschlagventil ο angebracht, welches den Ablauf von Wasser in das Gefäfs e gestattet, dagegen das Eindringen von Condensationswasser aus dem Gefäfs e in das Rohr bl verhindert In dem Rohr d ist ein ähnliches Rückschlagventil ol angeordnet, welches in derselben Weise wirkt. Das Gefäfs e ist mit zwei Ventilen / / versehen, von denen das am oberen Theil befindliche zum Zulassen von Luft dient, wenn aus dem unteren Ventil Condensationswasser abgelassen wird. Für diesen Zweck können auch andere Einrichtungen getroffen werden.
Die Arbeitsweise des in Fig. 3 dargestellten Apparates ist dieselbe wie die des in Fig. 2 dargestellten. Mittelst des Reductionsventils c wird der Dampfdruck in dem Zuleitungsrohr b auf einer beliebigen Höhe gehalten, welche kleiner ist als die des in dem Auspuffrohr B herrschenden Druckes. Wenn der Dampf in den Heizkörpern condensirt, wird in das Zuleitungsrohr b mittelst des Reductionsventils so viel Dampf eingelassen, dafs der gewünschte Druck erhalten bleibt. Da das Ableitungsrohr d in allen Fällen verschlossen ist, so dafs von aufsen kein Druck in die Rohrleitung eintreten kann, so kann der Druck in derselben und in den Heizkörpern genau regulirt werden. Mittelst des Entlüftungsrohres kann die Luft nicht nur bei Beginn des Heizens abgesaugt werden, sondern stets, sowie sie sich in den Heizkörpern ansammelt.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung wird den Heizkörpern al a2 und a3 von beliebiger Construction durch das Zuleitungsrohr b Dampf zugeführt. In demselben ist als Mefsvorrichtung ein Reductionsventil angebracht, mittelst dessen der Druck in den Heizröhren auf beliebiger Höhe gehalten werden kann, die niedriger ist als der Druck in dem Zuleitungsrohr, ganz unabhängig von demselben. Die Heizkörper sind sämmtlich mit zwei Rohren versehen, d. h. der Dampf wird den Heizkörpern durch das Zuleitungsrohr b zugeführt, während das Condensationswasser aus jedem Heizkörper durch ein besonderes Rohr abfliefst, welches entweder direct zu dem Gefäfs e führt oder erst in eine gemeinsame Rohrleitung d*, aus welcher es dann in das Gefäfs e abfliefst. Jedes dieser Ableitungsrohre d1 d'2 d3 ist nahe an seinem unteren Ende, da, wo es mit der gemeinsamen Rohrleitung d'1 verbunden ist, mit einem Rückschlagventil versehen. Diese Ventile gestatten das Abfliefsen des Condensationswassers, verhindern jedoch das Eindringen von Dampf oder Luft in die Ableitungsrohre. Das Entlüftungsrohr ist mit mehreren Abzweigen versehen, welche zu den einzelnen Heizkörpern führen, und einem, welches zu dem oberen Theil des Gefäfses e führt. Am anderen Ende des EntlUftungsrohres ist der Exhaustor h angeordnet. In dem Entlüftungsrohr sind ferner an den Stellen, wo es mit den Heizkörpern und dem Gefäfs e verbunden ist, selbsttätige Ventile g angeordnet, welche das Ausströmen von Dampf aus den Heizkörpern und dem Gefäfs e verhindern, wie dies schon oben erläutert ist. Von dem unteren Ende des Zuleitungsrohres b erstreckt sich ein Rohr ρ nach unten zu dem gemeinsamen Ableitungsrohr rf4, um das etwa in dem Zuleitungsrohr sich bildende Condensationswasser zu entfernen. An seinem unteren Ende ist dieses Rohr ebenfalls mit einem Rückschlagventil versehen. Das Gefäfs e ist mit den Ventilen / / versehen, von denen das obere dazu dient, Luft in das Gefäfs eintreten zu lassen, wenn aus dem unteren Ventil Condensationswasser abgelassen wird. Für denselben Zweck können auch andere Einrichtungen getroffen werden. In den kurzen Zweigleitungen, welche von dem Zuleitungsrohr b zu den Heizkörpern a1, d2 und α3 führen, sind Reductionsventile r1, r'2 und r3 angeordnet, welche dem Reductionsventil c ähnlich sind und die Wirkung desselben unterstützen. Sie ermöglichen auch, dafs die drei Heizkörper unter verschiedenen Umständen thätig sein können; das Ventil r1 kann z. B. so eingestellt sein, dafs in dem Heizkörper al ein Dampfdruck von etwa 1Z3 Atmosphäre herrscht. Mittelst des Ventils r- kann der Dampfdruck in dem Heizkörper a2 auf einem Druck von 2/3 Atmosphären gehalten werden; das Ventil r3 kann schliefslich so eingestellt werden, dafs in dem Heizkörper aB ein Dampfdruck -von etwa 1 Atmosphäre herrscht. Auf diese Weise können die drei Heizkörper auf verschiedene Weise arbeiten, d. h. sie heizen die Räume, in denen sie angeordnet sind, verschieden stark.
■ Die Arbeitsweise des in Fig. 4 dargestellten Apparates ist dieselbe wie in den anderen Fällen, mit der Ausnahme jedoch, dafs mittelst
besonderer Reductionsventile der Druck in jedem Heizkörper für sich regulirt werden kann. Bisher wurden fast alle Heizvorrichtungen, bei denen Dampf oder ein ähnliches Heizmittel verwendet wurde, in der Weise gehandhabt, dafs in den Heizkörpern derselbe Druck gehalten wurde, wie in dem Zuleitungsrohr. Dies war erforderlich, weil das einzige Mittel, die sich von Zeit zu Zeit in den Heizkörpern ansammelnde Luft zu entfernen, darin bestand, dieselbe aus einem Hahn durch den Ueberdruck des Dampfes in den Heizkörpern auszublasen.
Es ist allerdings schon vorgeschlagen worden, am Ende des Ableitungsrohres einer Heizvorrichtung einen Exhaustor anzuordnen, um mittelst desselben beständig Dampf oder das sonstige Heizmittel durch die Heizröhren zu saugen; in diesem Falle war aber der Dampfdruck in den Heizkörpern im wesentlichen der gleiche wie in dem Zuleitungsrohr, aufserdem wurde fortwährend Dampf verschwendet, da derselbe fortwährend aus dem Ableitungsrohr abgesaugt wurde. Nach dem vorliegenden Heizsystem kann dagegen der Druck in den Heizkörpern bedeutend niedriger gehalten werden als in dem Zuleitungsrohr, und das Heizmittel kann unter einem Druck circuliren, der niedriger ist als der Atmosphärendruck, während die Heizwirkung ebenso grofs ist, als wenn der Druck ein hoher wäre.
Hierdurch wird sowohl eine grofse Ersparnifs erzielt, als auch die Möglichkeit, das Heizvermögen der Heizkörper genau reguliren zu können, wie aus folgender Betrachtung hervorgeht. Wenn ein gewöhnlicher Heizkörper mit Dampf von einem Druck, der etwas über 2 Atmosphären beträgt, gefüllt ist, kann der so gespannte Dampf viel mehr Wärmeeinheiten abgeben, als für die beabsichtigte Heizwirkung erforderlich sind. Ein grofser Theil der Heizkraft wird daher nicht benutzt, geht vielmehr für die Heizung verloren. Würde man den Druck in diesem Heizkörper bis unter 1 Atmosphäre sinken lassen, so würde der Dampf in dem Heizkörper sich sehr ausdehnen, er würde aber noch genügend Wärmeeinheiten enthalten, um das Zimmer oder den sonst zu heizenden Raum ebenso wirksam zu heizen, als wenn in dem Heizkörper ein Druck von ungefähr 2 Atmosphären herrschte. Im letzteren Fall würden sich die Röhren des Heizkörpers mit der Hand wärmer anfühlen, aber sie würden die Luft nicht mehr wärmen, da diese nicht durch Strahlung, sondern durch Berührung erwärmt wird. Dies rührt von der grofsen Menge latenter Wärme her, welche in dem Heizmittel enthalten ist und dieses in den Stand setzt, bei einem Druck, der niedriger ist als der Atmosphärendruck, die Luft eines Raumes ebenso wirksam zu heizen, als wenn dasselbe Heizmittel unter einem Druck von 2 Atmosphären stände.
Nach dem vorliegenden Heizsystem kann der Druck des Heizmittels einfach mit Rücksicht auf die gewünschte Temperatur geregelt werden, ohne dafs man irgend etwas zu berücksichtigen hätte, als das Entfernen der Luft. Die Circulation des Heizmittels erfolgt ebenso wirksam bei einem Druck, der niedriger ist als der ä'ufsere Luftdruck, wie bei einem höheren Druck. Die Circulation des Dampfes wird durch die Condensation desselben bewirkt. Sobald die Condensation stattfindet, wird durch die Mefsvorrichtung des Zuleitungsrohres mehr Dampf eingelassen, und zwar immer nur so viel, als erforderlich ist, um die Temperatur auf derselben Höhe zu erhalten. Da die Heizrohrleitung frei von Luft und anderen schädlichen Gasen gehalten wird, und da der Zutritt in die Leitung nur durch die Mefsvorrichtung erfolgen kann, so kann die Menge des in die Heizrohrleitung fliefsenden Dampfes genau geregelt werden, und damit auch der Dampfdruck und die Temperatur. In verschiedenen Heizkörpern, die alle von einer Heizquelle gespeist werden, kann man dabei verschiedene Temperaturen unterhalten.
Dieses Resultat wird durch den Umstand ermöglicht, dafs die Luft, welche anfangs in der Heizrohrleitung vorhanden ist, oder welche sich während des Heizens in derselben ansammelt, mittelst des Entlüftungsrohres entfernt wird, und dafs der Exhaustor für seine Thätigkeit nicht von dem Druck in der Rohrleitung abhängig ist. Bei dem vorliegenden Heizsystem kann ferner die den Heizkörpern zugeführte Wärme genauer und in weiteren Grenzen geregelt werden. Während, wie oben auseinandergesetzt, ein Heizkörper, dessen Dampf einen Druck hat, der niedriger ist als der Atmosphärendruck, die Luft in einem Raum ebenso wirksam heizt wie ein gleicher Heizkörper unter einem Druck von etwa 2 Atmosphären, kann durch weitere Verminderung des Druckes des Heizmittels in dem Heizkörper dasselbe so ausgedehnt werden und die Menge der in demselben enthaltenen Wärmeeinheiten so vermindert werden, dafs der in dem Raum enthaltenen Luft weniger Wärme zugeführt wird. Nach dem alten Heizsystem dagegen konnte, wenn ein Heizkörper voll ausgenutzt werden sollte, die von demselben abgegebene Wärme nur innerhalb sehr kleiner Grenzen ausgenutzt werden durch Veränderung des Druckes in dem Zuleitungsrohr. Bei dem vorliegenden Heizsystem kann dagegen der Druck in den Heizkörpern beliebig gemindert werden, so dafs die Temperatur bei kleinstem Wärmeverbrauch beliebig geregelt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführangsform des durch Patent Nr. 65242 geschützten Heizungsapparates, bei welchem in das Zuleitungsrohr ein Reducirventil eingeschaltet ist, welches die Verwendung niedrig gespannten Dampfes gestattet, und bei welchem eine mit einem Wasserverschlufs versehene Condensationswasserableitung angebracht ist, aus welcher das Condensationswasser in dem Maafse abfliefst, wie es sich bildet, so dafs der durch das Reductionsventil einströmende Dampf den Apparat stets auf derselben Temperatur erhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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