DE902712C - Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtoene auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtoene auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des SchleiersInfo
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- DE902712C DE902712C DEF7570D DEF0007570D DE902712C DE 902712 C DE902712 C DE 902712C DE F7570 D DEF7570 D DE F7570D DE F0007570 D DEF0007570 D DE F0007570D DE 902712 C DE902712 C DE 902712C
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- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/005—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
- G03C1/06—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with non-macromolecular additives
- G03C1/34—Fog-inhibitors; Stabilisers; Agents inhibiting latent image regression
- G03C1/346—Organic derivatives of bivalent sulfur, selenium or tellurium
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Description
- Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtöne auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers Es ist bekannt, photographischen Halogensilberschichten in irgendeinem Stadium ihrer Herstellung und Verarbeitung Stoffe zur Erzeugung blauschwarzer Bildtöne, zum Teil auch mit schleierverbessernder Wirkung, zuzusetzen. Solche Verbindungen sind z. B. `Benzotriazol, Nitrobenzimidazol u. a. Ebenso ist es bekannt, zwecks Erzielung neutral- bis warm-(braun-) schwarzer Bildtöne bei gleichzeitiger Schleierherabsetzung den Entwicklern neben Blauschwarzzusätzen, wie z. B. Nitrobenzimidazol, Stoffe wie Diaminobenzol oder Hexamethylentetramin zuzusetzen.
- Es wurde nun gefunden, daß es heterozyklische Verbindungen gibt, die je nach der zugesetzten Menge bei ein und derselben Emulsion entweder blauschwarze oder warmschwarze Bildtöne unter gleichzeitiger Schleierherabsetzung liefern können. Solche Stoffe sind erfindungsgemäß gewisse Thiazolium- und Thiazaniumderivate, von denen diejenigen einen besonders charakterisitischen Effekt zeigen, deren Stickstoffatom einen Benzylrest trägt, der auch substituiert sein kann.
- Bei der Anwendung der vorstehend genannten Thiazolium- bzw. Thiazaniumverbindungen handelt es sich um die Anwendung des folgenden Prinzips Eine chemisch eindeutig definierte Verbindung, die in ihrem Molekül einen entwicklungsbeschleunigenden Anteil und einen entwicklungshemmenden Anteil enthält, wird als zusätzliche Steuerung der bekannten Wirkung von Hemmungs- und Reifungskörpern der Emulsionsgelatine hinsichtlich des Zustandekommens blauschwarzer bzw. warmschwarzer Bildtöne angewendet. Solche Verbindungen sind z. B. Thiäzohum-und Thiazaniumverbindungen mit folgenden allgemeinen Formeln: Hierbei kann bedeuten: X = Halogen oder p-Toluolsulfonat, R = einen Alkyl-, Oxalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest.
- Es ist aber Voraussetzung, daß die angewandte Gelatine Remmungs- und/oder Reifungskörper enthält. Neben diesem Farbtoneffekt tritt nach dem gleichen Prinzip eine Erhöhung der Lagerfähigkeit und Verhinderung des Rückganges der Bildschwärzen bei Heißtrocknung und Hochglanzerzeugung ein. Durch Zusatz an sich bekannter Hemmkörper wird der Bildtoneffekt sowohl nach der blauschwarzen als auch nach der warmschwarzen Seite hin verstärkt, wobei im allgemeinen noch eine Grädationsverbesserung und weitere Schleierverbesserung auftritt.
- Der Vorteil dieses neuen Verfahrens gegenüber den eingangs erwähnten bisherigen Arbeitsmethoden besteht darin, daß man unter Anwendung ein und derselben Substanz lediglich auf dem Wege der Konzentrationsänderung verschiedenartige Effekte erzielen kann.
- Für das Zustandekommen der vorstehend beschriebenen Effekte ist es notwendig; daß die wirksamen Stoffe bei der Entwicklung zugegen sind. Sie können demnach ein Bestandteil der Emulsion, der Schutzschicht, der Barytage oder einer sonstigen Hilfsschicht sein. Sinngemäß können die Stoffe auch dem photographischen Entwickler zugegeben werden.
- Beispiel z Einem Liter einer Chlorsilberemulsion werden einmal 50 mg, zum anderen 5 g eines N-Benzyl-4-methylthiazoliumchlorids zugegeben und dieselbe in bekannter Weise vergossen. Es resultiert ein photographisches Material, das bei der Entwicklung in einem gewöhnlichen Metol-(Methyl-p-amidophenolsulfat-) Hydrochinon-Entwickler im ersten Falle einen blauschwarzen, im zweiten Falle einen warmschwarzen Bildton unter Schleierverbesserung liefert.
- Beispiel 2 Entsprechend dem Beispiel i wird an Stelle von N-Benzyl-4-methyl-thiazoliumchlorid das N-Benzyl-4-methyl-5-propyl-thiazoliumchlorid verwendet. Beispiel 3 Entsprechend dem Beispiel = wird statt N-Benzyl 4-methyl thiazoliumchlorid das Reaktionsprodukt aus 4, 5-Dimethylthiazol und p-Toluolsulfosäureäthylester angewendet. Beispiel 4 Im Beispiel i wird das N-Benzyl 4-methyl thiazoliumchlorid durch N-Dodecyl-q-methyl-thiazoliumbromid ersetzt.
- Die Mengenverhältnisse der Beispiele 2 bis 4 sind den jeweils gewünschten Effekten anzupassen. Beispiel 5 Einem Liter einer Bromsilberemulsion werden 40 mg bzw. 4 g eines N-Benzyl-methyl-i, 4-thiazaniumchlorids zugegeben und dieselbe in bekannter Weise vergössen. Man erhält ein photographisches Material, das bei der Entwicklung im ersten Falle einen blauschwarzen, im zweiten Falle einen warmschwarzen Bildton unter Schleierverbesserung liefert.
- Beispiel 6 Im Beispiel 5 wird das N-Benzyl-methyl-i, 4-thiazaniumchlorid durch N-Benzyl-zyklohexyl-i, 4-thiazaniumchlorid und die Bromsilberemuision durch Chlorsilberemulsion ersetzt.
- Beispiel 7 Im Beispiel 5 wird das N-Benzyl-methyl-i, 4-thiazaniumchlorid durch N-Methyl-äthyl-thiazaniumbromid und die Bromsilberemulsion durch Chlorsilberemulsion ersetzt.
- Die Mengenverhältnisse der Beispiele 6 und 7 sind den jeweils gewünschten Effekten anzupassen. Beispiel 8 Einem Liter eines Metol-(Methyl-p-amidophenolsulfat-)Hydrochinon-Entwicklerswerden einmal o,o6 g; zum andern 2,5 g N-Benzyl-methyl-i, q-thiazaniumchlorid zugegeben. Im ersten Falle erhält man bei der Entwicklung auf Chlorsilberpapieren einen blauschwarzen, im zweiten Falle einen warmschwarzen Bildton.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/ oder braunschwarzer Bildtöne auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers, dadurch gekennzeichnet, daß je nach dem gewünschten Bildton die Entwicklung in Gegenwart eines heterozyklischen Körpers in entsprechender Konzentration ausgeführt wird, der in seinem Molekül außer einem quaternären Stickstoffatom ein photographisch aktives Schwefelatom enthält. a. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man Thiazoliumverbindungen zur Anwendung bringt. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß Thiazaniumverbindungen verwendet werden.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEF7570D DE902712C (de) | 1943-10-29 | 1943-10-30 | Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtoene auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers |
Applications Claiming Priority (2)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEF0007570 | 1943-10-29 | ||
DEF7570D DE902712C (de) | 1943-10-29 | 1943-10-30 | Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtoene auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
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DE902712C true DE902712C (de) | 1954-01-25 |
Family
ID=25973802
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEF7570D Expired DE902712C (de) | 1943-10-29 | 1943-10-30 | Verfahren zur Erzeugung blauschwarzer und/oder braunschwarzer Bildtoene auf photographischen Halogensilberschichten unter gleichzeitiger Herabsetzung des Schleiers |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE902712C (de) |
-
1943
- 1943-10-30 DE DEF7570D patent/DE902712C/de not_active Expired
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